Tagebuch
Mi 30.03.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Maria über Skype. Sie ist in Setia
Budi, hat aber Paul verpasst weil sie zu spät kam. Nachher stelle ich den
Reisebericht fertig und versende die Emails. Ich erledige meine Wäsche. Bea
trifft sich mit Irène um sich auszusprechen, nachher will sie nach Zürich
kommen. Sie meldet sich lange nicht, so fahre ich nach Zürich und erledige
meine Einkäufe. Trekking Sandalen für Maria und eine neue Uhr für Efraim,
seine Flick Flack ist kaputt. Bea kommt erst kurz vor 18h an. Wir gehen in
die Weinstube zum Nachtessen. Das Essen ist ziemlich teuer, aber gut. Wegen
mir programmieren sie Kaffee Lutz in der Kasse. Um 23h fährt Bea nach Basel
und ich zurück nach Dänikon. Maria hat wieder einmal einen ihrer schlechten
Tage.
Do 31.03.2016
Nach dem Frühstück suche ich Flüge usw. Nach 12h mache ich mich auf den Weg.
Ich treffe Markus und Stefan am Bahnhof Regensdorf. Von da fahren wir
zusammen zur Beerdigung von Muetti nach Steckborn. Um 13.30h sind wir da.
Eine kleine Zeremonie auf dem Friedhof, dann setzen wir die Urne in Papi's
Grabwand ein. Nun sind sie wieder vereint und können weiter streiten, Kurt
meint er hätte darum eine Schallisolation bestellt. Da Abdankung findet in
der katholischen Kirche statt. Ein Franziskaner Mönch führt sie durch.
Nichts Spezielles. Maria ruft über Skype an, so hört sie wenigstens eine
wenig von der Abdankung. Nachher gehen wir ins Restaurant Feldbach. Ausser
Heidi & Bruno und Bea, sind wir nur nahe Verwandte. Küde & Madeleine
mit Robert & Elian, Fix & Magi mit Sämi & Franziska und ihre
beiden Kindern, ich mit Stefan und Markus. Maja kann nicht kommen, weil Mami
einen wichtigen nicht verschiebbaren Arzt-Termin hat. Die beiden
Pflegerinnen vom Altersheim kommen nicht zum Essen. Um 19h verabschieden wir
uns. Markus bringt Bea zum Bahnhof Frauenfeld, Stefan nach Affoltern zum Bus
und mich nach Hause. Maria beruhigt sich erst nach 21h. Ich gehe bald
schlafen.
Fr 01.04.2016
Nach dem Frühstück erlaubt sich Maria einen geschmacklosen Aprilscherz. Sie
meint sie werde zurück zu Paul gehen, April! April! Ich bin "not amused".
Ich erledige den Check In. Es hat nun wie erwartet wieder mehr Plätze zum
Auswählen. Kopiere meine Bilder auf einen USB-Stick, den ich dann hier
lassen werde. Das dauert Stunden. Ich fahre mit dem Bus in meinen Keller an
der Geeringstrasse und versorge wieder, was ich geholt habe. Besuche noch
Elena, sie hat Lachsbrötchen und andere Snacks vorbereitet. Zum Apero
treffen wir uns bei Markus in Watt. Zum Nachtessen gehen wir alle zusammen
zu Fuss ins Restaurant Hardegg beim Bahnhof Regensdorf. Für mich gibt es
eine Winzerrösti, mit Käse überbacken und Cervelat. Habe schon besseres
gegessen. Es ist ein gemütlicher Abend. Gegen 23.30h heisst es Abschied
nehmen. Stefan & Andrea fahren mit dem Zug nach Zürich, sie wohnt jetzt
fest bei Stefan. Markus & Martina gehen zu Fuss nach Hause und ich nehme
den Bus.
Sa 02.04.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Maria. Sie ist mit Lewy, Efraim und
zwei Freunden von Lewy nach Bukit Lawang gefahren für eine Nacht. Ich packe
probehalber meinen Rucksack. Es passt alles hinein, das Gewicht ist kein
Problem, weil ich 30kg mitnehmen kann. Ich fahre mit dem Bus nach Regensdorf
zum Einkaufen. Zurück zu Hause geniesse ich das letzte Vollbad für lange
Zeit. Ich buche meinen Flug von Kuala Lumpur nach Los Angeles bei China
Southern Airlines für 735 CHF am 19.April. Nach Rücksprache mit Maria buche
ich für uns 3 den Flug nach Kuala Lumpur am 16.April, so haben wir 3 Nächte
in Kuala Lumpur. Zum Nachtessen koche ich mir Pastetli mit Erbsli, dazu eine
kleine Flasche Gamay. Dann gehe ich früh ins Bett.
So 03.04.2016
Ich erwache schon vor dem Wecker um 05.30h und beginne zu packen. Frühstück
und fertig packen. Um 8.40h mache ich mich auf den Weg. Das Einchecken macht
diesmal kein Problem, da ich den Flug nach Kuala Lumpur gebucht habe. Da ich
jetzt dank den vielen Flügen in die Schweiz bei der Swiss "Frequent
Traveller" bin, besuche ich die Business Lounge beim Gate E37. Die ist ganz
neu. Ich trinke ein Bier und geniesse die letzten ruhigen Minuten. Noch die
letzten Telefone und WhatsApp, dann geht es los. Wir docken pünktlich ab,
müssen dann aber mehr als 10 Minuten am Pistenende warten bis wir starten
können. Ich habe wieder Glück. Der mittlere Sitz in der 3-er Reihe bleibt
leer. Mein Sitznachbar ist Copilot bei Swiss und fliegt nach Bali in die
Ferien. Wir unterhalten uns eine Weile, dann versuche ich zu schlafen.
Mo 04.04.2016
Wir landen mit 30 Minuten Verspätung um 6.25h in Singapore. Mein Sitznachbar
hat darum nur noch wenig Zeit zum Umsteigen. Wir verabschieden uns und er
eilt davon. Beim Zug zum Terminal 2 treffen wir uns wieder, die Eile hat
sich nicht gelohnt. Ich kaufe noch einen Whisky. Mein Flug nach Medan
startet pünktlich um 7.40h. Nach 1¼h landen wir kurz vor 8h in Medan.
Diesmal gibt es kein Problem bei der Einreise, dafür kommt mein Gepäck nicht
an. Der Mann von Silk Air arbeitet speditiv. Füllt die Formulare aus und ich
muss unterschreiben. Zum Schluss bekomme ich 500'000 IDR in die Hand
gedrückt und er meint lachend, damit könne ich den Zug bezahlen den ich
jetzt noch erreichen kann. Ich erwische den geplanten Zug um 8.45h in
die Stadt ohne zu rennen. Maria ist heute ausnahmsweise schon viel zu früh
am Bahnhof, schon bevor ich gelandet bin. Wir fahren in Kopi Tiam zum
Frühstück. Der Stand mit den guten Mie Pangsit ist leider geschlossen und
die Konkurrenz macht sie nicht so gut. Zu Hause richte ich mich ein. Den
Rest des Tages döse ich mehr oder weniger vor mich hin. Heute essen wir zu
Hause. Um 20.30h rufen sie an, dass mein Gepäck angekommen ist. Ich gebe
ihnen die Erlaubnis das Gepäck am Zoll zu öffnen falls nötig. 1h später
bringen sie mein Gepäck vorbei. Alles i.O. Nun kann ich endlich schlafen
gehen.
(11200km und 600km mit dem Flugzeug, gut 19h unterwegs)
Di 05.04.2016
Wir bringen Efraim zur Schule, nachher wieder ins Kopi Tiam zum Frühstück.
Zurück zu Hause starte ich das Unternehmen "Visum Canada". Ich habe schon
früher die meisten Formulare herunter geladen. Nun fülle ich sie aus mit dem
Foxit Reader, dem PDF-Programm das ich immer benutze. Nach einigen Stunden
sind alle Formulare ausgefüllt und von Maria kontrolliert. Ich will sie auf
die Internet Plattform hochladen, aber es gibt eine Fehlermeldung, dass sie
das Formular nicht validieren können. Ich habe einen Verdacht und lade das
Programm Adobe Acrobat herunter und installiere es. Da gibt es beim Öffnen
eines Formulars eine Fehlermeldung, dass es verändert worden sei und darum
unbrauchbar. Ich fülle ein Formular zum Testen neu aus und siehe da, kein
Fehler. Ich bin zu müde und verschiebe den Rest auf morgen. Zum Nachtessen
fahren wir in ein kleines Restaurant beim Pasar Petisah, da waren wir noch
nie. Pork Steak ist nicht schlecht aber süss. Um 22h sind wir zurück. Ich
beantworte noch die Emails von Stefan und Stephen meinem Agenten in
Kalifornien, dann gehe ich schlafen.
Mi 06.04.2016
Wir bringen Efraim zur Schule. Nachher fahren wir ins Tabona zum Frühstück.
Da ist alles noch gleich, die Ladyboys kennen mich noch. Das Curry Sapi ist
auch immer noch sehr gut. Zurück zu Hause klemme ich mich nochmals hinter
den Visumsantrag. Ich muss alle Formulare nochmals ausfüllen, diesmal mit
Adobe Acrobat. Maria geht die neuen Fahrzeugpapiere abholen. Wenn sie zurück
kommt muss sie alles nochmals kontrollieren und findet prompt noch einen
Fehler. Dieses Formular lade ich dann nochmals hoch und kann dann endlich
den Antrag abschliessen indem ich 200 CAD überweise. Um 16.30h ist alles
erledigt, jetzt heisst es nur noch warten. Ich lege mich hin bis zum Apero.
Maria hat die Massagefrau bestellt, darum Apero nur mit Efraim. Er geniesst
den Luzerner Rahmtilsiter. Dusch-Party mit Efraim. Zum Nachtessen fahren wir
zum Carrefour. Im nahen Restaurant treffen wir den aufdringlichen Chinesen
vom Kopi Tiam. Er strahlt wenn wir uns zu ihm setzen. Nach 21h sind wir
zurück und ich gehe bald schlafen.
Do 07.04.2016
Aufstehen und packen. Ich reserviere telefonisch ein Zimmer im Bagus Bay für
200'000 IDR = 14 CHF! Gegen 10h fahren wir los Richtung Brastagi. Unterwegs
tanken wir und ich decke mich mit Bargeld ein. In der Nähe von Sembahe legen
wir eine verspätete Frühstückspause ein. Wir fahren wieder die Abkürzung via
Barusjahe. Und wieder gibt es ein Rückspiegel-Problem. Am Wegrand stehen
Schülerinnen und genau in dem Moment wo ich passiere, dreht sie sich um und
schlägt vermutlich mit dem Rucksack gegen meinen Aussenspiegel. Ich stoppe
und sehe erst jetzt, dass der Spiegel nicht mehr da ist. Die Schülerinnen
sind weg, also hat sich niemand verletzt und ich finde meinen Spiegel vor
zwei grinsenden jungen Männern. Wäre ich weiter gefahren, hätten sie ihn
verkauft, da bin ich sicher. Ich kann den intakten Spiegel wieder montieren,
dann fahren wir weiter. Bei einem Aussichtspunkt halten wir nochmals kurz
an, damit Maria aufs WC kann. Wir fragen wann die Fähre fährt, bekommen aber
keine glaubhafte Antwort. Wir fahren auf gut Glück nach Tigaras hinunter.
Wir sind um 14.45h da, die Fähre fährt um 15h. Optimaler geht es kaum. Sie
fährt sogar einige Minuten zu früh. Um 15.30h geht es in Simanindo weiter
bis Tuk Tuk. Sie rufen vom Bagus Bay an und wollen wissen wo wir sind. Um
16h sind wir da. Maria will das reservierte Zimmer nicht, weil es da Geister
haben soll. Wir bekommen ein anderes zum gleichen Preis. Maria verschwindet
schon bald wie üblich in der Küche. Ich trinke mein übliches Ankunfts-Bier.
Nach dem Apero fahren wir zur Rumba Pizzeria. Janina eine junge Frau aus
Holland kommt auch mit. Es ist nicht die beste Pizza ever, aber für
Indonesien ist sie gut. Ich habe noch nie so viele Gäste in Tuk Tuk gesehen.
Es ist Schulabschluss und hier sind viele Schulen auf Abschluss-Reise. Auf
der andern Seite der Bucht läuft eine riesige Party mit Live Konzert und
Ansprachen. Nach 22h stoppt die Musik, aber die Reden gehen weiter bis etwa
23h. Wir schlafen trotzdem gut, weil es hier angenehm kühl ist.
(170km mit Maria's Auto, 6h unterwegs)
Fr 08.04.2016
Zum Frühstück fahren wir auf die andere Seite von Tuk Tuk. Da treffen wir
Mama Siska. In der Nähe setzen wir uns zum Frühstück. Mie Kuah für mich. Sie
haben keinen The manis dingin, darum trinken wir den gegenüber im Warung
Rahmat. Von da hat man eine schöne Aussicht auf Samosir und den See. Wir
treffen Mama Siska und Laura. Die will unbedingt mit uns mitkommen, wir
nehmen sie mit. Kaum zurück, hat Maria schon wieder Hunger. Sie will nach
Tomok um Sag Sang zu essen. Das ist aber ausverkauft, sie isst Babi Pagang
und Reis. Wir wollen Laura zurück bringen, aber sie weigert sich das Auto zu
verlassen, mit Erfolg. Zurück im Bagus Bay gehe ich mit Efraim im See
schwimmen. Ich habe das Gefühl, dass er nicht mehr so sauber ist wie früher.
Wir mieten ein Motorrad bis Sonntag für 110'000 IDR = 8 CHF. Gegenüber dem
Bagus Bay trinken wir etwas, ich ein Bier. Hier werden Touristen richtig
abgezockt. Für ein Bier verlangt sie 45'000 statt 37'000 und den Liter
Benzin will sie für 9000 IDR verkaufen. An der Tankstelle kostet er 6500
IDR. Da bin ich zum letzten Mal. Wir reden noch mit einem Paar aus
Deutschland, die bezahlen sogar 50'000 für ihr Bier. Efraim und Laura
spielen im grossen Garten des Bagus Bay. Laura bleibt plötzlich wie
angewurzelt stehen. Sie hat volle Hosen! Wir reinigen sie zuerst am See,
nachher in der Dusche. Ich darf die Hosen auswaschen. Zum Nachtessen fahren
wir mit dem Motorrad ins Horas. Maria verschwindet wie üblich in der Küche.
Meine Frikadellen sind gut und viel. Mama Siska holt Laura mit dem Motorrad
ab, es gibt nochmals Tränen, sie will bei uns schlafen. Aber diesmal setzt
sie sich nicht durch. Zurück zu Hause ist nicht viel mit schlafen. Die Party
auf der andern Seite der Bucht geht heute bis nach 02.00h. Irgendwann
schlafen wir trotzdem ein.
Sa 09.04.2016
Mit dem Motorrad zum Frühstück zum Rahmat. Die Mie Kuah ist sehr gut. Zum
üblichen Mittagessen fahren wir ins Horas. Ich trinke nur Zitrone mit Wasser
und Eis. Efraim spielt mit der Tochter des Hauses. Ein Gewitter zieht auf.
Um 19h regnet und stürmt es gewaltig. Darum essen wir im Bagus Bay. Noch
bevor die Batak-Show beginnt gehen wir zurück in unser Zimmer. Wir sind alle
Müde, weil wir letzte Nacht nicht viel geschlafen haben.
So 10.04.2016
Mit dem Motorrad zum Frühstück zum Rahmat. Es ist noch geschlossen, darum
besuchen wir Mama Siska und Laura. Sie ruft den Besitzer an, der öffnet
darum bald. Die Mie Kuah ist wieder sehr gut und die Aussicht noch besser,
weil heute die Sonne scheint. Beim Abschied gibt es wieder ein Drama mit
Laura. Sie will mitkommen. Da wir ihre verschissenen Hosen vergessen haben,
nehmen wir sie mit und bringen sie nachher mit den Hosen zurück. Auf dem
Rückweg stoppen wir bei einem Laden. Prompt sind dort Studenten die Opfer
für ein Interview suchen. Da Maria die Ladenbesitzerin kennt und mit ihr
reden will, nehme ich mir die Zeit. Zurück im Bagus Bay heisst es fertig
packen. Erst jetzt erfahre ich, dass Janina mit uns nach Medan mitfahren
wird. Um 12h fahren wir los. In Tomok hat es bereits eine lange Kolonne für
die Fähre. Keine Chance die 13h-Fähre zu erreichen. Die nächste fährt erst
um 16h. Wir fahren nach Simanindo. Da fährt die nächste um 14h und wir haben
Platz. Wir essen und trinken etwas. Die Fähre fährt pünktlich los und ist
voll, nicht alle können mitfahren. Zum Glück haben wir schnell reagiert. Um
14.30h sind wir in Tigaras und fahren los. Die Strasse ist am Anfang sehr
schlecht, dann schlecht. Nach 23km und einer knappen Stunde erreichen wir
die Hauptstrasse. In Tiga Panah verlassen wir die Hauptstrasse wieder um
Brastagi zu umfahren. Diese Strasse ist schmal, aber meist nicht schlecht.
Nur das letzte Stück ist wieder sehr schlecht. Um 17h erreichen wir nach
86km wieder die Hauptstrasse und damit den erwarteten Rückreiseverkehr nach
Medan. Bis nach Medan sind es nur 56km. Für diese brauchen wir aber 3½h! Ich
habe Maria davor gewarnt, aber sie meinte das sei heute nicht schlimm. Sie
hatte Recht, es ist nicht schlimm, es ist schlicht Scheisse. Zwischendurch
stehen wir praktisch still. Wir brauchen für 3.3km eine ganze Stunde. Um
20.30h sind wir endlich zu Hause. Adi ein potenzieller Käufer für das Haus
in Setia Budi wartet bereits auf Maria. Um 21.30h fahren wir in die Nähe von
Carrefour zum Nachtessen. Janina bezahlt die Getränke. Sie bleibt über Nacht
bei uns. Zu Hause telefoniere ich noch mit Stefan, dann gehe ich ziemlich
müde ins Bett, ich bin die ganze Strecke selber gefahren.
(166km, 8½h unterwegs)
Mo 11.04.2016
Wir bringen Efraim zur Schule, nachher ins Kopi Tiam zum Frühstück. Wir
kaufen im Pasar Petisah ein, eine Tortur für die vegetarische Janina. Wir
bringen sie zum Bus nach Bukit Lawang. Zurück zu Hause bereite ich die
zusätzlich gewünschten Unterlagen für das Visum nach Kanada vor und schicke
sie an die Botschaft in Jakarta. Dann kämpfe ich mich durch die Versicherung
für mein Auto in USA und Canada. Ich schaffe es bis zum Schluss, nur mit dem
Bezahlen klappt es nicht. Ich schreibe eine Email und bekomme die übliche
Antwort: "Es ist besser wenn sie uns anrufen", obwohl ich geschrieben habe,
dass ich in Indonesien bin. Apero vor meinem Haus. Heute mit Whisky, weil
ich den Dünnpfiff habe. Darum bleiben wir auch zum Nachtessen hier. Ich
bekomme Reis und gebratene Poulet Schenkel. Ich telefoniere noch mit Markus.
Dank Regen kühlt es etwas ab.
Di 12.04.2016
Mit dem Auto bringen wir Efraim zur Schule. Siska eine Nichte von Maria
kommt auch mit. Zum Frühstück wie üblich ins Kopi Tiam. Zurück zu Hause
nochmals ein Versuch mit der Versicherung. Diesmal klappt es. Wenn man die
ganze Jahresprämie (579.75 USD) auf einmal zahlt, stellen sie keine weiteren
Fragen mehr. Ich habe mein Auto als Wohnmobil versichert. Nur so kann ich
Hersteller und Typ separat eingeben. So falsch ist das ja auch nicht, es ist
schliesslich ein "Camper primitivo". Jetzt heisst es nur noch warten bis die
Papiere kommen. Ich buche ein Hotel in der Nähe des Warehouse in Long Beach.
Airbnb gibt es in dieser Gegen kaum und wenn sind sie gleich teuer. Schreibe
noch Emails an die Verwaltung und Zupeng wegen Ruhestörung und
Namensschilder. Nachher ist der Zahnarzt angesagt. Ich habe mir vor einiger
Zeit ein Stück Zahn abgebrochen. Wir gehen zum gleichen Zahnarzt (Dokter
Gigi) wie letztes Mal. Nach ¼h ist alles erledigt und es kostet sagenhafte
255'000 IDR = knapp 20 CHF. Apero mit Gruyère aus der Schweiz. Zum
Nachtessen fahren wir ins Kampung Keling. Ayam Penyet für mich. Gut
wie immer. Auf dem Heimweg regnet es, aber bei uns nicht.
Mi 13.04.2016
Wir bringen Efraim zur Schule. Siska fährt. Nachher ins Tabona zum
Frühstück. Curry Sapi ist gut wie immer. Zurück zu Hause verschwindet Maria
irgendwohin. Mit der Versicherung scheint es zu klappen. Ich lade die
Dokumente herunter. Scheint alles i.O. Maria kommt rechtzeitig zurück um
Efraim abzuholen. So will ihn beim Mittagessen besuchen, dafür sind wir aber
zu spät. Wir reden, resp. sie, mit einigen Leuten und gehen dann in Ninas
Büro, sie ist hier Chef-Sekretärin und kennt Maria seit langem. Es ist kalt
in ihrem Büro. Um 13.30h ist die Schule aus und wir fahren nach Hause. Maria
verschwindet nochmals mit Siska. Ich kaufe noch Lonely Planet Reiseführer
für USA, Kanada und British Columbia in Kanada ein und lade sie herunter.
Nach dem Apero sind sie zurück. Efraim will nicht mit uns zum Nachtessen
kommen. Wir fahren ins Roland's. Meine Rote Wurst ist nichts Besonderes,
dafür teuer. Auch das Schweine Steak von Maria ist nicht das Gelbe vom Ei.
Es gibt Live Musik, darum ist es teurer als sonst (238'000 IDR). Um 22h sind
wir zurück. Er geniesst das Schweine Steak das Maria nicht fertig gegessen
hat. Ins Roland's wäre er mitgekommen, aber das haben wir beim Losfahren
noch nicht entschieden.
Do 14.04.2016
Miando schreibt mir eine Bestätigung für das geliehene Geld. Er wird es mir
bis spätestens Ende August zurückzahlen, geplant war Januar! Wir bringen
Efraim zur Schule, diesmal ohne Siska und fahren nachher ins Kopi Tiam zum
Frühstück. Zurück zu Hause schliesse ich auch noch die Versicherung für mein
Motorrad ab (156.75 USD / Jahr). Mein Container-Schiff ist nun in Oakland
bei San Francisco, d.h. es wird kaum wie versprochen am 15.April in Long
Beach eintreffen. Am Nachmittag holen wir Efraim von der Schule ab. Auf dem
Rückweg stoppen wir bei Maria's Haus in Setia Budi. Wir sitzen im Freien und
ich höre zum zigsten Mal die Storys von Paul und seinen Anrufen und Besuchen
beim Verkaufs-Manager des Komplexes. Sie organisieren Bakso, die ist sehr
gut. Zurück zu Hause Dusch-Happening mit Efraim. Apero und später mit Maria
zum Nachtessen in die Nähe des Carrefour. Sie sagen, dass sie Bier hätten,
was aber nicht stimmt. Wir nehmen das bestellte Essen mit für Mama und
fahren in die Nähe des Pasar Petisah. Da waren wir schon einmal. Babi Goreng
ist gut und Bier haben sie auch. Um 22h bin ich bereits im Bett.
Fr 15.04.2016
Wir bringen Efraim zur Schule und fahren nachher ins Kopi Tiam zum
Frühstück. Kurz zurück nach Hause, dann fahren wir nach Belawan. Dort in
einem Safe liegt Maria's Gold. Ich gebe ihr einen weiteren Teil zurück,
damit sie den Schmuck tragen kann. Der Rest hat immer noch einen Wert von
69'000'000 IDR. Auf dem Rückweg isst Maria etwas im Pasar Petisah, nachher
holen wir Efraim von der Schule ab. Ich starte noch eine Anfrage im EDA für
ein lange gültiges Visum für mehrere Aufenthalte, damit es nicht mehr
passiert, dass Maria aus Zeitgründen kein Visum bekommt. Ich schicke die
Formulare für mein Motorrad an die Versicherung zurück. Das EDA antwortet
verblüffend schnell, hat jedoch einiges meines Schreibens nicht verstanden
und bittet um Erklärungen. Das werde ich später nachholen. Apero und
Dusch-Happening mit Efraim. Zum Nachtessen fahren wir in die Jalan Semarang,
ohne Efraim aber mit Siska. Sie reist morgen nach Jakarta und dann in die
Ferien nach Korea.
Sa 16.04.2016
Packen, nachher mit Maria mit dem Motorrad zum Markt in Sei Sikambing zum
Einkaufen. Zurück zu Hause, fertig packen. Um 9h fahren wir zum Kopi Tiam.
Miando fährt, Lewy kommt auch mit. Zum letzten Mal für lange Zeit Mie
Pangsit. Um 10.30h fahren wir los, alle kommen mit zum Flugplatz. Heute
brauchen wir nur 1h, logisch, wir sind früh dran. Auch das Einchecken geht
sehr schnell. Wir sind viel zu früh. Um 12.30h verabschieden wir uns von
Lewy und Miando und gehen zum Gate. Um 13.30h geht es los. Nach 1h landen
wir in Kuala Lumpur. Die Einreise dauert heute lange, gut ½h. Unser
Gepäckband ist bereits abgestellt, aber das Gepäck da. Wir erreichen knapp
den Zug um 16.15h in die Stadt. Dort muss ich erst Bargeld organisieren,
dann mit dem Monorail bis zur Station Imbi, direkt hinter dem Federal Hotel.
Das reservierte Zimmer ist zur Hauptstrasse hin. Sie geben uns ein grosses
Zimmer zum Pool im 12.Stock. Das ist zwar nicht renoviert wie das
reservierte aber gut und mit Badewanne für Efraim. Weil es zu regnen beginnt
kann er nicht zum Pool. Ich gehe zum 7-Eleven und lade dort mein Handy auf
mit 10 MYR und kaufe Crackers ein. Zurück im Zimmer testet Efraim die
Badewanne. Apero im Zimmer, nachher in die Jalan Alor zum Nachtessen. Der
Inder arbeitet immer noch im Federal und in unserem "Stamm-Restaurant" werde
ich sofort wieder erkannt. Fast wie zu Hause. Wir bestellen wie immer
Stingray für Efraim und mich. Maria bestellt Gemüse, Nudelsuppe und Huhn im
Ei gebacken. Ausser der Nudelsuppe ist alles sehr gut. Die bestellten
Frühlingsrollen kommen zum Schluss und sind nicht gut. Um 22h sind wir
zurück. Ich installiere meinen Computer und lese meine Emails. Überraschung,
Bernard Aebischer fragt mich ob ich morgen im Federal Hotel sei! Er wird
morgen auch hier sein und wir werden uns treffen. Bruno hat seine
Ferienbilder ins Internet gestellt. Ich telefoniere noch mit Markus. Nachher
gehen wir schlafen. Es ist ziemlich laut, einerseits von den vielen grossen
Klima-Anlagen, anderseits vom BB-Park nebenan, von da kommt laute Musik, die
aber um Mitternacht aufhört.
( 400km mit dem Flugzeug, 7h unterwegs)
So 17.04.2016
Wir erwachen um 8h, zum Frühstück um 9h. Das Frühstücks Buffet war auch
schon besser, aber es ist immer noch gut. Nur mit dem Kaffee sind sie
vollkommen im Abseits, eine Nescafé-Maschine im 4-Sterne Hotel ist
vollkommen daneben. Jetzt gibt es auch auf Wunsch keinen Kaffee von der
richtigen Maschine, nur gegen Bezahlung. Ich bleibe beim Tee. Später mit
Efraim in den Pool. Nachher besuche ich Bernard in seinem Zimmer. Wir
verabreden uns fürs Nachtessen um 19.15h. Maria wünscht sich ein neues Mobil
Telefon. Im nahen Low Yat Plaza gibt es das a go go. Sie sucht sich ein
Samsung für 900 MYR = 225 CHF aus. Bis wir das aber in der Hand haben,
dauert es ewig. Mit dem Apero am Pool wird es nichts, es regnet inzwischen
und wir sind spät dran. Bernard hat uns am Pool gesucht. Wir gehen zusammen
in die Jalan Alor, wohin den sonst. Wir bestellen verschiedene Gerichte.
Alles ist sehr gut. Bernard ist begeistert. Er lädt uns ein und bezahlt
alles, weil er noch so viele Ringgit hat, meint er. Um 22h sind wir zurück.
Ich telefoniere noch mit Stefan.
Mo 18.04.2016
Nach dem Frühstück will ich schnell Marias Smartphone bereit machen, und
Schwupps ist ein halber Tag weg. Zwischendurch nochmals ins Low Yat Plaza.
SIM-Karte zuschneiden und eine SD-Karte kaufen. Die SIM-Karte war schon
vorgestanzt, das hätte ich auch selber machen können. Maria hat nach
Australien eine neue gebraucht, weil die alte abhandengekommen ist. Ich gehe
mit Efraim zum Pool, nachher Apero im Zimmer, weil es wieder regnet. Maria
hat wieder einmal eingekauft aber nur wenig für ihre Verhältnisse. Zum
Nachtessen wieder in die Jalan Alor. Wieder gut. Um 22h sind wir zurück
Di 19.04.2016 (MYS)
Aufstehen um 07.00h. Packen, nachher Frühstück. Nach dem Frühstück fertig
packen. Um 10.30h machen wir uns auf den Weg. Mit dem Monorail zur
KL-Central Station. Wir verpassen knapp den früheren KLIA-Express zum
Flugplatz. Um 11.45h sind wir da. Ich checke ein. Nachher heisst es Abschied
nehmen von Maria & Efraim. Die beiden fliegen um 16.55h nach Medan. Mein
Flug fliegt pünktlich um 13.25h ab nach Guangzhou. Der Flug dauert 4h. Die
Sitz-Nummerierung ist ziemlich ungewöhnlich. Ich habe Sitz 38H in einem
Airbus 319! Die gleiche Sitznummer habe ich auch im A380 nach Los Angeles.
Dort macht es auch Sinn. In Guangzhou habe ich 4h Aufenthalt. In einem der
wenigen Restaurants esse ich Tuna Sandwich und trinke 2 Bier. Ziemlich
teuer, 105 RMB = 16 CHF. Um 21.30h fliegen wir pünktlich ab. Der Flug geht
über die Datumsgrenze, darum gewinne ich einen Tag!
Di 19.04.2016 (USA)
Es ist ein angenehmer Flug, er dauert 12¼h. Eine Stunde früher als geplant
landen wir um 18.45h in Los Angeles. Bei der Einreise muss ich am Schalter
anstehen. Das geht ziemlich zügig. Weil ich kein Rückflug Ticket habe, werde
ich in einen Warteraum der Einwanderungsbehörde geführt. Da geht es sehr
unfreundlich zu und her. Leute werden angeschrien und vor allen wartenden
bloss gestellt. Zudem machen sie sich einen Spass daraus extrem langsam zu
arbeiten. Es hat 6 Schalter, aber meistens sind nur 2 besetzt. Manchmal
keiner. Die Beamten stehen herum und lachen zusammen oder verschwinden in
die Pause. Es gibt Leute die den Anschlussflug darum verpassen. Endlich nach
fast 3h komme ich dran. Es dauert 2 Minuten, dann ist alles klar und ich
bekomme den Einreisestempel ohne weiteres. Die Beamtin wünscht mir sogar
eine gute Fahrt und lächelt. Das einzige Mal in den 3 Stunden! Das war
Schikane pur, Welcome to USA! Bis ich nachher meinen Rucksack habe, dauert
es nochmals ½h. Ich telefoniere mit Maria und erzähle ihr die Story. Im
Warteraum musste das Handy ausgeschaltet sein. Ich suche eine ATM. Es
scheint nur 2 zu geben, der eine davon funktioniert nicht und das im
Internationalen Flugplatz von Los Angeles. Da wundert es mich schon gar
nicht mehr, dass mein keine SIM-Karte fürs Mobil-Telefon kaufen kann. Mit
dem Taxi fahre ich ins Hotel. Das kostet nach Taximeter 55 USD, aber der
Taxifahrer will 65 USD, das sei hier so. Später finde ich heraus, er hat
recht 15 – 20% Trinkgeld sind normal! Es ist inzwischen 23h. Ich richte mich
ein. Wenigstens funktioniert das Internet gut. Ich telefoniere noch mit
Maria. Mein Nachtessen, Whisky und Chips. Dann gehe ich schlafen.
( 2600km und 15330km mit dem Flugzeug, 27½h unterwegs)
Mi 20.04.2016
Ich erwache mehrmals in der Nacht. Um 06.30h bin ich endgültig wach und rufe
Maria an. Um 8h gehe ich ins nahe "Durango Burgers". Da gibt es für etwas
mehr als 7 USD ein richtiges amerikanisches Frühstück. 3 Spiegeleier, Rösti
(Hached Potatoes), Schinken und Toast, dazu einen grossen Becher Kaffee mit
richtiger Milch. Dann gehe ich zu Fuss zum Target und AT&T. Bis der
Telefon Shop um 10h öffnet, durchstöbere ich den Target Supermarkt. Der ist
zwar gross, aber die Auswahl hält sich in Grenzen. Kaufe Crackers und einen
Adapter um 3-polige Stecker in eine 2-pol Dose zu stecken. Um AT&T Shop
kaufe ich eine SIM-Karte. Die nächste Überraschung, die wollen keinen
Ausweis sehen. Für 45 USD bekomme ich 2GB Highspeed Daten und unlimitiert
Telefon und SMS in den USA für 30 Tage. Dazu kaufe ich für 15 USD noch ein
Asia-Packet um billig mit Maria zu telefonieren. Ich gehe in den nahem "Best
Buy" und suche einen Laserdrucker. Da merke ich, dass ich Maria nicht
anrufen kann, also zurück in den AT&T Shop. Es vergeht eine geraume
Zeit, bis sie herausfinden wieso. Ich muss das Handy nochmals neu starten,
dann funktioniert auch das. Auf dem Heimweg kaufe ich Bier und Mineralwasser
ein, dann erledige ich diverse Büroarbeiten. Apero vor meinem Zimmer. Zum
Nachtessen gehe ich wie empfohlen zur nächsten Kreuzung. Aber da gibt es nur
Take Aways. Ich suche noch vergeblich in der Umgebung. Schlussendlich gehe
ich wieder ins "Durango Burgers". Da gibt es Pork Chops mit Chips und Salat.
Schmeckt gut und ist viel wie hier üblich für 11.40 USD inkl. Sodawasser.
Zurück telefoniere ich noch mit Maria, dann ab ins Bett.
Do 21.04.2016
Frühstück wieder im "Durango Burgers". Nachher Büro. Ich bekomme die
Rechnung für den Container, 2380 USD und überweise das Geld. Ich werde mein
Auto nicht mehr diese Woche bekommen. Warum wundert mich das nicht? Ich
suche eine Airbnb Unterkunft am Meer. Meine Wahl fällt auf Redondo Beach,
20km weg von hier. Die erste Unterkunft wird durch die Besitzerin gleich
wieder storniert, nachdem ich sie gefragt habe ob ich früher einchecken kann
als 15h. Das habe ich noch nie erlebt, muss wohl am Land liegen.
Schlussendlich finde ich eine andere Unterkunft und erst noch näher bei
Strand und Restaurants. Inzwischen ist es Zeit für den Apero. Es geht ein
kühler Wind. Zum Nachtessen wieder ins "Durango Burgers". Diesmal Steak
Picado, Geschnetzeltes mit Zwiebel und Peperoni, dazu Frijoles (Bohnenmus),
Reis und Tortilla. Schmeckt sehr gut. Telefoniere noch mit Maria über Line,
dann ins Bett.
Fr 22.04.2016
Zum Frühstück wieder ins "Durango Burgers". Nachher packen. Nach 11h holt
mich das Taxi ab. Um 11.30h bin ich in Redondo Beach. Das Airbnb von
Guillaume liegt auf einem kleinen Hügel in einem schönen Quartier. Er muss
noch fertig aufräumen, dann kann ich ins Zimmer. Alles in bester Ordnung.
Ich richte mich ein. Nachher setze ich mich ins Wohnzimmer und rede mit ihm.
Er gibt mir Tipps zum Einkaufen. Ich mache mich zu Fuss auf den Weg. Nach ½h
bin ich da und kaufe Milch, Butter, Käse, Joghurt und Brot ein, dann wieder
den gleichen Weg zurück. Später gehe ich zu Fuss zum Pier. Es stürmt
ziemlich heftig. Zum Glück habe ich meine Jacke mitgenommen. Zum
Sonnenuntergang setze ich mich an den Strand. Wegen den hohen Wellen und dem
Sturm, sieht man nach 5 Minuten kaum mehr etwas durch die Brille. Apero am
Strand. Nach Sonnenuntergang mache ich mich auf den Rückweg. Im Lupita's
Restaurant esse ich mein Nachtessen. Mexikanisch, Chicken Mole Enchiladas
schmeckt gut, inkl. ein Bier für 24 USD. Um 21h mache ich mich auf den
Heimweg und gehe bald schlafen. Maria ist nach Bukit Lawang gefahren mit
Efraim und Endang ihrer Schulfreundin. Dort trifft sie das deutsche Paar das
wir schon in Tuk Tuk getroffen haben.
(7km zu Fuss)
Sa 23.04.2016
Spätes Frühstück, dann etwas Büro. Am Nachmittag gehe ich zum Einkaufen zu
"Whole Foods". Die haben da gutes Brot (4.40 USD) und auch sonst eine gute
Auswahl an Essen und Trinken. Nachher gehe ich dem Ufer nach Richtung Pier.
Im Hafen ist eine Optimist Segelregatta am Laufen, mit vielen stolzen Eltern
am Ufer. Da gibt es im Joe's Crab Snack ein grosses Bier, an der Sonne, aber
im Windschatten, denn es stürmt ziemlich heftig. Nachher weiter zum Pier und
zum Strand daneben. Da setze ich mich eine Weile hin und schaue dem Treiben
zu. Auf dem Heimweg hole ich noch Geld aus dem ATM. Die verlangen hier immer
mindestens 3 USD fürs Abheben. Apero im Zimmer. Zum Nachtessen ins Orlando's
Restaurant. Ein schön eingerichtetes italienisches Restaurant. Die Pizza
Americana ist gut, hat aber für meine Begriffe zu viel Käse darauf. Mit viel
Fleisch. Dummerweise habe ich Pfeffer aus der Mühle verlangt und der ist mit
Salz vermischt, darum ist alles zu salzig. Die Pizza ist riesig, ich kann
nicht alles essen. Dazu 2 Gläser Chianti. 45 USD sind ziemlich viel für das
Gebotene, aber man gönnt sich ja sonst nichts! Auf dem Heimweg ist es kalt
wegen des starken Windes. Gehe bald schlafen.
(8km zu Fuss)
So 24.04.2016
Heute wäre Muetti 91 Jahre alt geworden. Nach dem Frühstück mache ich mich
schlau, wo ich einen Drucker kaufen kann. Guillaume gibt mir eines seiner
Fahrräder und ich fahre zum Walmart. Da haben sie aber keine Laser-Drucker,
nur Inkjet und das will ich nicht. Nebenan gibt es Staples. Die haben
Laser-Drucker aber ziemlich teuer. Sie hätten ein Model von Samsung das mir
passen würde für 100 USD, aber sie bringen es nur nach Hause wenn ich eine
Versicherung abschliesse (50 USD) und einen zusätzlichen Toner kaufe (50
USD). Ich verzichte und fahre zurück nach Hause. Da merke ich, dass ich
keine SMS mehr empfangen kann. Senden geht aber. Ich versuche viele
verschiedene Tricks, ohne Erfolg. Nach 3h gebe ich auf. Zum Nachtessen gehe
ich ins "El Gringo", ein mexikanisches Restaurant. Carnitas Diner schmeckt
gut und ist wie üblich viel (26 USD). Das Fleisch ist etwas
gewöhnungsbedürftig, Schweinebraten zerrissen, so sieht es aus, schmeckt
aber gut. Zu Hause telefoniere ich noch mit Maria, dann ins Bett.
(8.5km mit dem Velo)
Mo 25.04.2016
Nach dem Frühstück klemme ich mich hinter mein Handy. Irgendeine Aktion beim
Aufräumen hat den Fehler produziert. Wenn ich die SIM Karte in mein altes
Handy stecke funktioniert der SMS-Empfang. Ich mache einen Backup meines
Handys, das dauert fast 2h. Dann setze ich es zurück auf den Werkzustand.
Das geht relativ zügig und nachher funktioniert der SMS Empfang auch wieder.
Nach dem Zurückspielen des Backup leider wieder nicht mehr. Wieder mehr als
1h für die Katz. Nochmals zurücksetzen. Diesmal Update über Google. Das
gleiche Resultat. Es bleibt nichts anderes übrig als nach dem Zurücksetzen
alle Apps von Hand zu installieren. So funktioniert es dann auch. Zum Apero
sind fast alle Apps wieder installiert und funktionieren. Zwischendurch habe
ich die Meldung bekommen, dass mein Auto durch den Zoll ist. Es kostet
zusätzlich 296 USD und sie warten immer noch auf meine Überweisung. Ich
schicke den Beleg von PostFinance. Ich bekomme mein Auto nicht, bevor sie
das Geld haben und der Beleg alleine genügt ihnen nicht. Auch das ist
Amerika! Zum Nachtessen ins "Addi's Tandoor", ein indisches Restaurant. Das
Beef Vindaloo ist sehr gut und viel. Zusammen mit einem Bier kostet es 30
USD, ziemlich teuer, aber ich hab's ja verdient. Zurück zu Hause installiere
ich noch die beiden heikelsten Apps. Garmin Viago und Street Pilot. Auch das
klappt. Nur einige Einstellungen funktionieren noch nicht. Ich gehe nach
einem Telefon mit Maria schlafen.
Di 26.04.2016
Noch vor dem Frühstück erkundige ich mich nach meinem Auto und bringe die
beiden Garmin Apps zum Laufen. Nach dem Frühstück führe ich mein Tagebuch
nach und warte auf Neuigkeiten zu meinem Auto. Es gibt Probleme mit dem
Geld. Es ist nicht da wo es sein sollte, weil die Anweisung sehr unklar ist.
Sie haben mir das Konto einer Firma angegeben, die nur den Devisen-Transfer
macht. Die hätten noch eine weitere Angabe benötigt, das habe ich nicht
gewusst. Um das herauszufinden haben sie einen ganzen Tag gebraucht. Ich bin
ziemlich verärgert. Plane an meinen Trip für die nächsten Tage. Apero im
"Garten", das ist eigentlich eher ein Balkon mit Kunstrasen und
Dekogegenständen. Sieht aber aus wie echt. Zum Nachtessen mit dem Velo ins
Thai Thani Restaurant. Das Green Pork Curry ist gut aber süsslich. Zurück zu
Hause telefoniere ich mit PostFinance. Ich gebe einen
Nachforschungs-Auftrag, das kostet mich nochmals 60 CHF. Sie versprechen so
schnell wie möglich das Problem zu lösen. Nachher ins Bett.
Mi 27.04.2016
Nach dem Frühstück geht es weiter mit den Diskussionen mit Stephen. Sie
lassen mich nicht zu meinem Auto bevor das Geld da ist. Ich bitte ihn
nochmals nachzufragen. Sie bleiben stur. Die Frustration wird immer grösser.
Nach dem Apero mit dem Velo ins Avenue, so etwas wie eine Sportsbar. Heute
gibt es alle Burger zum halben Preis und ein Bier für 4 USD. Ich trinke
gleich zwei. Das billigste Nachtessen mit Bier bis jetzt für 19 USD.
Wenigstens das nach diesem verschissenen Tag.
Do 28.04.2016
Nach dem Frühstück geht der Frust weiter, kein Geld in Sicht und sie lassen
mich nicht an mein Auto. Ich suche die Höhepunkte aus dem Lonely Planet
heraus und übertrage sie auf meine Garmin-Karte. Dann beginne ich etwas
genauer zu planen bis Santa Barbara, da werde ich Ed besuchen. Ich plane
eine Reise von Redondo Beach – Grand Canyon – Monument Valley - Zion
National Park – Las Vegas – Death Valley – Santa Barbara. Total 2500km.
Apero mit Guillaume, nachher mit dem Velo ins Ragin Cajun Cafe. Das hat er
mir empfohlen. Das Fried Chicken Dinner schmeckt gut, dazu ein Bier, 30 USD.
Zu Hause gehe ich bald ins Bett.
Fr 29.04.2016
Nach dem Frühstück frage ich bei Stephen nach dem Stand der Dinge. Immer
noch kein Geld. Nun habe ich genug! Ich telefoniere mit PostFinance und
storniere die Überweisung. Ich hoffe das Geld kommt innert nützlicher Frist
zurück. Dann schicke ich mir selbst via Western Union Geld zu. Nach Amerika
sind das max. 1200 USD und nur eine Überweisung pro Tag. Dann fahre ich mit
dem Velo los um noch mehr Geld vom Bankomat abzuheben und das Geld von
Western Union abzuholen. Aber das geht nicht, weil max. 1000 USD ausbezahlt
werden und sie hier keinen Check (Money Order) ausstellen können. Zurück zu
Hause finde ich heraus, dass dies bei Vons möglich sein sollte. Da war ich
am 1.Tag zum Einkaufen. Da funktioniert es dann endlich, aber sie können
Checks nur bis 1000 USD ausstellen. USA das Land der beschränkten
Möglichkeiten! Für alle Rechnungen reicht mein Geld nicht. Ich habe nun
Checks für die ursprüngliche Rechnung von 2380 USD für die restlichen 296
USD muss ich noch Bargeld organisieren. Zum Glück hat das Warehouse wo mein
Auto steht morgen Samstag am Morgen offen, so kann ich wenigstens morgen
mein Auto bekommen. Zurück zu Hause versuche ich das gestern vorreservierte
Airbnb von Heidi zu buchen. Weil jemand eine Anfrage gestartet hat schafft
sie es nicht mich zu Buchen, aber sie möchte mich treffen um über meine
Reise zu reden. Ich buche ein anderes Airbnb in der Nähe, zwar teurer, aber
nahe beim Strand. Nachher buche ich über Booking.com ein Zimmer am Big Bear
Lake. Die Prognosen sind für Montagnacht 3 C°, das ist mir zu kalt um im
Auto zu schlafen. Nach dem Apero fahre ich zum Pier. Da hole ich die
fehlenden 300 USD am Bankomaten. Es ist gleich Sonnenuntergang. Im Tony's
Restaurant find ich noch einen Platz mit Sicht auf den Sonnenuntergang. Das
Chicken Parmigiana ist nicht so gross wie in Australien, dafür gibt es eine
Minestrone und einen Salat zur Vorspeise und etwas Ähnliches wie
Kartoffelsalat und Brot dazu. Schmeckt alles gut. Mit einem Weizenbier und
einem Glas Wein kostet alles zusammen 32 USD. Gehe früh ins Bett weil ich
morgen früh aufstehen muss.
Sa 30.04.2016
Aufstehen um 06.30h, dann packen und Frühstück. Um 8h mit dem Uber Taxi zum
Warehouse. Um 8.30h bin ich da. Die nächste unangenehme Überraschung, meine
Stossstange ist beschädigt. Schaut aus als hätte jemand den Lastwagen an der
Stossstange heraus ziehen wollen. Sie behaupten das sei nicht so gewesen.
Ich bezahle die 2676 USD und beginne mit dem Umbau. Es ist ausnahmsweise
nicht heiss, richtig angenehm zum Arbeiten. Das Dach wegnehmen und später
wieder zurückbringen geht auch problemlos. Um 13.15h ist das Werk
vollbracht. Morgen werde ich noch Kleinigkeiten montieren, wie die
Rückfahr-Kamera usw. Wenn ich mein Gepäck abhole ist Guillaume nicht zu
Hause. Schade so kann ich mich nicht verabschieden. Ich fahre zu neuen Ort.
Julie's Airbnb liegt nahe beim Strand, aber nicht so nahe wie beim ersten
Mal angegeben. Sie und ihr Freund Merlin sind ein aufgestelltes Paar. Ich
richte mich ein und trinke mein obligatorisches Ankunfts-Bier. Nachher hole
ich meinen Tisch aus dem Auto um meinen Computer zu benützen. Nach mehr als
3 Monaten habe ich wieder einmal alles dabei. Schreibe eine Email an Stephen
wegen des Schadens. Das ärgerlichste ist, hätten sie mich zu meinem Auto
gelassen, wäre dies nun bereits repariert. Nachher führe ich mein Tagebuch
wieder einmal nach. Zum Apero an den nahen Strand. Es stürmt heute zwar
nicht wie die anderen Tage, aber es ist trotzdem kühl. Ich zeige Maria via
Line den Sonnenuntergang. Zum Nachtessen die Hennessey's Tavern, da esse ich
einen irischen Shepherd's Pie. Nicht schlecht, dazu ein Weizen Bier (Blue
Moon). Um 22h bin ich im Bett, todmüde.
(26km, 1h unterwegs)
So 01.05.2016
Vor dem Frühstück telefoniere ich mit Maria und Markus. Stefan ist gerade am
Nachtessen, darum rufe ich später nochmals an. Markus wird am 1.August
zusammen mit Martina nach Dällikon zügeln. Das Morgenessen gestaltet sich
kompliziert. In der Küche gibt es fast nichts. Die Kaffeemaschine
funktioniert auch nicht. Ich hole das meiste aus meinem Auto. Zum Glück habe
ich noch ein altes Brot. Nachher beginne ich mit dem fertigstellen meines
Autos. Zuerst die Rückfahr-Kamera und die verschiedenen Kleinigkeiten im
Auto, nachher mache ich mich an die Stossstange. Ich schaffe es sie
einigermassen zu justieren. Wenn man es nicht weiss, sieht man nichts mehr.
Nach 3h ist alles erledigt und die Scheiben sind wieder sauber. Nachher gehe
ich mit Merlin zum Einkaufen. Da wir mit seinem Auto unterwegs sind, kann
ich zuschlagen. Bier, Wein, Mineralwasser usw., alles schwere Sachen. Zurück
zu Hause unter die Dusche und rasieren. Mit frischen Kleidern bin ich fast
wie neu! Nachher Apero mit Julie & Merlin mit Jack Daniels Whisky.
Zwischendurch kommt die Nachbarin vorbei, es wird gewünscht, dass ich mein
Auto verschiebe. Zum Nachtessen gehe ich ins "Village Pizza", da waren
gestern viele Leute. Ich bestelle die Haus-Pizza mit wenig Käse. Die ist
wirklich sehr gut und selbstverständlich riesig (12" = 30 cm). Dazu trinke
ich Chianti, auch der ist sehr gut, ich "muss" zwei Gläser trinken. Zurück
zu Hause sitze ich noch eine Weile mit Julie & Merlin zusammen, dann
gehe ich schlafen.
Mo 02.05.2016
Schon vor dem Frühstück neuen Ärger, die sind hier wirklich der Ansicht,
dass meine Versicherung für den Schaden an der Stossstange aufkommen muss.
Ich packe, dann Frühstück. Kurz vor 10h fahre ich los. Zuerst auf normalen
Strassen, dann auf den Freeway 91. Da hat es viel Verkehr, aber keine Staus
wie auf der Gegenseite. Meist sind es 4-6 Spuren. Von Los Angeles sehe ich
nicht viel. Bis Riverside sind es 111km. Auf der ganzen Strecke gibt es
keinen Rastplatz. Bei San Bernardino geht es dann in die Berge. Nach 140km
und 2h Fahrt halte ich zum ersten Mal an. Ich ändere die Einstellungen des
Radios, die sind verloren gegangen, weil die Batterie abgehängt war. Nun
geht es stetig bergauf bis auf fast 2200müM. Ich halte noch 2 Mal an. Beim
3.Mal kehre ich im Old Country Coffee Shop in Running Springs ein. Das liegt
bereits auf 1850 müM. Ich esse etwas und trinke Kaffee für 7.70 USD alles
zusammen. Nach ¾h fahre ich weiter. Nach ¼h erreiche ich den höchsten Punkt
auf 2180 müM. Hier gibt es am Schatten noch Schneereste. Nun geht es bergab
ich stoppe noch 2-3 Mal um zu fotografieren. Um 14h bin ich am Ziel in Big
Bear Lake auf 2065 müM. Es ist kühl. Ich kann erst um 15h einchecken, darum
gehe ich zu Fuss in den Ort. Nichts Besonderes, einen Ferienort in den
Bergen ausserhalb der Saison. Auch der See ist nichts Besonderes, kleiner
als erwartet. Ich besorge mir noch Bargeld und gehe dann zurück. Die Big
Bear Mountain Adventure Lodge ist ein Hostel und kostet 52 USD mit
Halbpension.Auf der Veranda treffe ich ein Paar aus Deutschland. Sie
arbeiten im Hostel als Helfer für freie Kost und Logie. Ich richte mich ein.
Nach der Teamsitzung sitzen wir für eine Weile auf der Veranda, aber es ist
kalt. Ich zügle in den grossen Aufenthaltsraum, da ist es geheizt. Mein
Zimmer ist einfach und gleich neben dem grossen Raum im 1.Stock. Ich lasse
die Tür offen, damit das Zimmer etwas warm wird. Es soll 3C° kalt werden in
der Nacht. Bis zum Apero erledige ich mein Büro. Nachtessen gibt es um
19.30h, Reis mit Poulet Fleisch und Gemüse. Schmeckt gut. Nachher gehe ich
bald ins Bett. Es ist nicht so kalt wie befürchtet, weil sie geheizt und das
Cheminé eingefeuert haben.
(186km, 4h unterwegs)
Di 03.05.2016
Frühstück um 07.30h, es gibt Spiegeleier auf einen Beet aus Tomaten.
Zwiebeln… Schmeckt gut, dazu Kaffee und Toastbrot. Nachher packen. Bereits
um 8.30h fahre ich los. Nach 17km geht es steil hinunter, von 2000m auf
knapp 1000müM ins Lucerne Valley. Von oben hat man eine fantastische
Aussicht. Unten ist es ziemlich öde, es gibt eine riesige Solar Anlage. Es
ist eigentlich eine Wüste, aber im Unterschied zu Australien hat es mehr
Verkehr und es gibt immer wieder Siedlungen, zudem sieht man immer Berge.
Ich weiss nicht was die hier machen und von was die Leben. Nach 2h und 130km
bin ich in Twentynine Palms. Da tanke ich und ziehe mich um, denn es ist
jetzt ziemlich warm. Nach 3½h und 212km erreiche ich bei Amboy die berühmte
Route 66. Beim bekannten Roy's Motel mache ich eine Pause. Es hat viele
Leute hier, vor allem mit Motorrädern, die die originale Route 66 abfahren.
Nach 20 Minuten fahre ich weiter. Ab nun ist die Bahnlinie fast immer in
Sichtweite. Es fahre ziemlich viele riesige Züge mit bis zu 5 Lokomotiven!
Die Wagen sind teilweise mit 2 40-Fuss Container übereinander beladen. Es
sind bis zu 80 Wagen à 15m Länge, das sind 1200m!!! Nach 63km auf der Route
66 komme ich auf die Interstate 40. Da hat es viel Verkehr, dafür ist die
Strasse wesentlich besser als vorher, die war zeitweise ziemlich schlecht.
Ich bleibe darauf bis kurz vor Needles. Der erste Camping Platz passt mir
nicht, weil er zu weit von Restaurants entfernt ist. Ich fahre weiter hinein
nach Needles. Beim Suchen passiert es mir 2 Mal, dass ich auf der linken,
statt der rechten Strassenseite fahre! Der Needles Marina Park passt mir.
Ich fahre aber noch zu einigen Restaurants um etwas fürs Nachtessen zu
finden. Ohne Erfolg. Das Beste liegt gleich beim Camping Platz, aber die
schliessen um 17h! Ich bleibe trotzdem und richte mich ein. Mein Platz ist
direkt am Colorado River und hat Schatten. Um 16.30h gehe ich zum Nachtessen
zum Golfplatz. Der Burger ist nicht der Beste bisher. Dafür bekomme ich 2
Bier für eines. Zurück auf dem Camping Platz gehe ich zum Pool und kühle
mich ab, dann bereite ich meine Schlafstelle vor. Es vergeht eine Weile bis
alles wie gewünscht montiert und zurechtgelegt ist. Zum Glück habe ich auch
das Moskito-Netz montiert, denn beim Eindunkeln greifen die Viecher an. Die
Moskito-Coil unter dem Tisch nützt nicht viel. Apero ausnahmsweise nach dem
Nachtessen. Ich buche noch ein Hotel in Williams für 2 Nächte, denn da ist
es wieder kalt in der Nacht. Noch mit Maria telefonieren, dann früh ins
Bett. Es ist laut hier, vor allem die Züge hört man sehr gut, obwohl die
Bahnlinie einige 100m entfernt ist. Die meist 4 Diesellokomotiven machen
beim losfahren einen riesigen Krach und die fahren die ganze Nacht.
(342km, 6½h unterwegs)
Mi 04.05.2016
Ich erwache um 6h, bleibe aber noch etwas liegen. Dann installiere ich
meinen Gaskocher und teste ob er noch funktioniert, er tut es.
Morgen-Toilette im nahen WC-Trakt. Dann Frühstück kochen. Funktioniert alles
wie früher. Die haben hier keine Camp-Kitchen wie in Australien, wo man
kochen und abwaschen kann. Überhaupt sind 48 USD ziemlich happig für das
Gebotene. Das Zusammenpacken geht länger beim ersten Mal. Um 9.15h fahre ich
los, zurück auf die Interstate 40. Da hat es wieder viel Verkehr. Bei der
Haviland Rest Area stoppe ich kurz, eigentlich nur um zu sehen was sie hier
bieten, denn es ist der erste Rastplatz den ich in Amerika sehe. Nach 5
Minuten fahre ich weiter. Nach etwas mehr als 100km habe ich genug von der
Autobahn und verlasse sie bei Kingman. Ich tanke und entschliesse mich
wieder auf der Route 66 weiter zu fahren. Das ist zwar einige Kilometer
weiter aber, viel angenehmer. Da ich sowieso kaum schneller als mit 80km/h
unterwegs bin, bin ich auch nicht langsamer. Seit meinem Start geht es
stetig bergauf. Um 12h bin ich in Peach Springs auf fast 1500 müM, da mache
ich eine Pause im Diamond Creek Restaurant. Ich muss lange auf mein Tuna
Sandwich warten, dafür ist es dann gut. Das Trinken ist gratis dazu (10
USD). Nach 1h fahre ich weiter, es hat wenig Verkehr. Nach insgesamt 143km
auf der Route 66, komme ich bei Seligman wieder zurück auf die Interstate
40. Die Autobahn geht jetzt hoch bis auf 2150 müM kurz vor Williams. Der Ort
selbst liegt auf 2070 müM. Ich stoppe beim Safeway einem Supermarkt und
kaufe ein. U.a. ein Verlängerungskabel. Um 15.15h bin ich bei der
Travelodge. Mein Zimmer ist nicht schlecht, 174 USD für 2 Nächte. Ich richte
mich ein und montiere am Verlängerungskabel einen Schweizer-Stecker. Ich
habe schon mehrmals Mal Glück gehabt, dass ich meinen ziemlich grossen
Adapter einstecken konnte. Nachher gehe dann auf ein Ankunft-Bier in die
Wine & Beer Garage nebenan. Die haben da etwa 20 Sorten Bier ab
Zapf-Hahn. Apero auf dem Gang vor meinem Zimmer mit Blick auf den
Sonnenuntergang. Um Nachtessen wieder in die Wine & Beer Garage. Das
Chicken Cheese Steak ist sehr gut, in einem Baguette serviert, dazu
Kartoffelsalat und ein Glas Shiraz (23 USD). Zurück im Hotel duschen und mit
Maria telefonieren, dann ins Bett.
(313km, 6h unterwegs)
Do 05.05.2016
Das Frühstück ist kein Hit. Es gibt ein Waffeleisen um selbst Waffeln zu
machen, nicht schlecht, auch der Kaffee ist geniessbar. Sonst gibt es noch
Toast, Cornflakes, Butter, Konfi usw. Ich mache noch etwas Büro, ich
beschliesse erst gegen Mittag zum Grand Canyon zu fahren, dafür bis am Abend
zu bleiben. Nach 11h fahre ich los, zuerst zum Safeway um Soda Wasser zu
kaufen, das ist billiger als normales Trinkwasser (0.89 USD / 2 Liter). Auf
dem Weg zum Grand Canyon hat es ziemlich viel Verkehr und es weht ein
kräftiger Wind, zum Glück Rückenwind. Es ist eine riesige Hochebene auf etwa
2000 müM. Um 13h bin ich da, ich habe Glück und finde nach wenigen Minuten
einen Parkplatz beim Mattern Point. Es hat hier Fusswege die Rollstuhl
gängig sind, nur die kleineren Wege dem Abgrund entlang sind zum Teil
schmaler. Es ist eine spektakuläre Landschaft. Die Aussichtspunkte sind z.T.
auf überhängenden Felsen. Der Colorado River ist etwa 1600m tiefer und die
Felswände des südlichen Rim sind bis zu 1000m hoch! Ich gehe alles dem
Abgrund entlang bis zum Canyon Village mache immer wieder einen Fotostopp.
Nach 1½h bin ich da und kehre im Bright Angel Restaurant ein, Chili con
Carne in einem Topf aus Brot schmeckt sehr gut, dazu ein Bier. Das muss man
den Amerikanern zugutehalten, die Preise sind auch an einem Touristenort
nicht überrissen. Nach einer Stunde marschiere ich weiter bis zum Trailview
Overlook. Da kommt ein Gratisbus genau im richtigen Moment. Ich fahre bis
zum Hopi Point. Da wollte ich hinfahren, aber der Bus fuhr mir vor der Nase
weg. Von da gehe ich zu Fuss zurück bis zum Canyon Village. Da nehme ich den
Bus bis zum Mattern Point. Ich geniesse nochmals die Aussicht. Eigentlich
wollte ich bis zum Sonnenuntergang bleiben, aber ich bin müde und es wird
kalt. Vor 18h mache ich mich auf den Rückweg. Nach einigen Kilometern tanke
ich. Ich habe nun starken Gegenwind. Unterwegs verliere ich meine
Radioantenne, der Gummi war spröde und die Vibrationen vom starken Wind
geben ihr den Rest. Rechtzeitig vor dem Eindunkeln erreiche ich um 19.15h
mein Hotel zurück in Williams. Ich trinke im Zimmer ein Bier und lege mich
eine Weile hin. Kaffee, Käse und Brot sind mein Nachtessen im Zimmer. Nach
einer warmen Dusche gehe ich bald schlafen.
(194km mit dem Auto und 10km zu Fuss, 8h unterwegs)
Fr 06.05.2016
Nach dem Frühstück, packen. Um 10.15h fahre ich los. Über die Interstate 40
nach Flagstaff. Dort tanke ich nochmals. Dann geht es hoch bis auf 2200 müM,
nach 1¼h bin ich auf der Passhöhe. Von nun an geht’s bergab. Bei Cameron
erreiche ich den Little Colorado River, mit knapp 1300 müM der tiefste Punkt
des heutigen Tages. Es stürmt aus südlicher Richtung. Solange ich in
nördlicher Richtung fahre ist das gut, aber sonst ist das ziemlich
unangenehm. Wie das Stück vor und nach Tuba City. Dort im Restaurant
Denny's mache ich um 12.30h eine Pause und esse etwas. Der Fleisch-Spiess
ist nichts Besonderes und zum 1.Mal auch nicht viel. Nach einer knappen
Stunde fahr ich weiter. Die Strecke ist ziemlich abwechslungsreich und geht
wieder hoch bis 2000 müM. Ein Stück weit fahre ich einer elektrischen!
Eisenbahnlinie entlang. Später finde ich heraus, dass sie von einem
Kohlebergwerk (Kayenta Mine) zu einem Kraftwerk bei Page führt. In Kayenta
biege ich Richtung Monument Valley. Nun ändert sich die Landschaft. Man
sieht diese typischen Berge mit den steilen Flanken. Ich bin nun auf 1700
müM. Bei einem Fotostopp fotografiert ein Schweizer mein Auto. Er meint
sonst glaube ihm das niemand, dass er ein ZH-Auto hier gesehen habe. Um
15.30h bin ich im eigentlichen Monument Valley. Es kostet 20 USD Eintritt.
Da die Nacht-Temperatur auf 4C° prognostiziert ist, will ich im Hotel "The
View" übernachten. Das kostet für ein Zimmer zum Parkplatz ohne schöne
Aussicht 99 USD + 8 USD Frühstück + Steuern. Für die Aussicht muss ich auf
die Terrasse beim Restaurant, die ist dann aber umwerfend. Man könnte mit
dem Auto eine 17km lange Rundreise machen. Ich verzichte, weil man von hier
die vermutlich beste Aussicht hat und ich schon genug gefahren bin. Die
charakteristischen Berge sind bis zu 500m hoch. Ich versuche Maria die
Aussicht via Line zu zeigen. Das funktioniert schlecht, weil das WIFI auf
der Terrasse schwach ist. Mit AT&T hat man hier keinen Empfang, wie
schon beim Grand Canyon. Ich vermute ein Frequenz-Problem und will mein
Telstra-Modem in Betrieb nehmen. Das ist aber SIM-locked. Ich besorge mir
für 2 USD den Entsperr-Code und er funktioniert, aber Empfang gibt es hier
trotzdem keinen. Alkohol gibt es hier keinen zu kaufen, weil es ein
Indianer-Reservat ist. Nach dem Ankunfts-Bier im Zimmer, fotografiere ich
die Abendstimmung von der Terrasse aus. Es ist kalt und windig. Noch vor dem
eigentlichen Sonnenuntergang gehe ich ins Restaurant. Von meinem Tisch aus
ist die Aussicht fast so gut wie von der Terrasse. Die Hausspezialität
"Green Chili Stew" ist eine Art Eintopf, dazu gibt es Fladenbrot. Schmeckt
nicht schlecht. Telefoniere mit Maria und versuche Markus zu erreichen,
erfolglos. Stefan ist sowieso in Holland. Nachher gehe ich ins warme Bett,
draussen ist es 1C° kalt!
(337km, 5 ½ h unterwegs)
Sa 07.05.2016
Das Frühstücks-Buffet ist für amerikanische Verhältnisse sehr gut. Um 9.45h
fahre ich los. Es stürmt immer noch und es beginnt zu regnen. Nicht immer,
aber immer öfter… Ich fahre zurück nach Kayenta. Da versuche ich zu tanken.
Mit der Kredit-Karte funktioniert das nicht, obwohl es sollte. Ich gebe auf
und fahre weiter, die gleiche Strecke wie schon beim Hinweg. Nach der
Kayenta Mine biege ich auf den Highway 98 ab. Da hat es nun fast kein
Verkehr mehr. Es regnet immer wieder kurz. Um 12.30h bin ich in Page am Lake
Powell. Da tanke ich, dann beim Damm eine kurze Pause bei Sonnenschein. Ich
bin inzwischen mehr als 200km gefahren und nun am bis jetzt tiefsten Punkt
auf 1200 müM. Nun geht es wieder bergauf. Hier hat es schöne abgeschliffene
Felsen. Um 14.15h bin ich in Kanab. Eigentlich war der Plan zum Zion
National Park zu fahren. Weil es immer wieder regnet frage ich mich ob ich
das machen soll oder nicht. Mein Navi nimmt mir die Entscheidung ab. Es
führt mich um den Park herum um von der anderen Seite hinein zu fahren. Das
merke ich aber erst einige Kilometer nach der Abzweigung. Beim Kaibab Indian
Reservation mache ich eine Pause. Es sieht aus wie ein Restaurant, ist aber
ein Laden. Ich muss mein Hot Dog selber zubereiten, dafür kostet es dann
auch nur 1 USD. Ich beschliesse den National Park auszulassen, denn da gibt
es dicke Wolken. In Hurricane schau ich ein Hotel an, aber es passt mir
nicht und ist teuer und laut. 30km weiter in St.George schaue ich mir
mehrere Hotels an. Schlussendlich entscheide ich mich fürs Days Inn für 78
USD. Ich richte mich ein und geniesse das Ankunfts-Bier. Hier auf 850 müM
ist es nicht mehr so kalt. Zum Nachessen ins Panda Garden, ein chinesisches
Restaurant. Die Hausspezialität ist Fleisch und Gemüse auf knusprigen Nudeln
auf einer heissen Platte, schmeckt sehr gut. Das erste asiatische Essen das
schmeckt wie in Asien seit ich Indonesien vor bald einem Jahr verlassen
habe. Maria ist an der Beerdigung einer Cousine die mit 52 gestorben ist.
Ich buche noch ein Hotel in Las Vegas. Im "The Rita Suites", ein Studio mit
Küche. Die verlangen hier überall neben dem Preis für das Zimmer eine
Resort-Gebühr bis zu 30 USD pro Nacht. Das ist oft teurer als das
Hotelzimmer. Mein Studio kostet inkl. Resort-Gebühr und Steuern 114 USD für
2 Nächte.
(451km, 7¼h unterwegs)
So 08.05.2016
Das Frühstück ist wieder normal mickrig. Ich kann bis 11h bleiben und
erledige mein Tagebuch. Um 11.15h fahre ich los, direkt auf die Interstate
15, die führt direkt nach Las Vegas. Zuerst geht es bergab, durch eine
richtige Schlucht bis auf 450 müM hinunter, dann wieder hoch auf über 600
müM dann nochmals hinunter auf 450 müM um schlussendlich bei Las Vegas
wieder auf 650 müM zu sein. Es hat viel Verkehr. Die Aussicht ist
abwechslungsreich, aber immer wüstenartig mit nur einigen wenigen grösseren
Orten. Nach 2h erreiche ich die Aussenbezirke von Las Vegas. Bis ich beim
Hotel bin vergeht nochmals ½h. Das Hotel "The Rita Suites" ist ein kleines
Hotel, nicht nur für Las Vegas. Ich bin zu früh, für das frühere Einchecken
wollen sie extra 10 USD. Ich gehe zum nahen Wallgreen, aber da haben sie
nicht was ich einkaufen will. Ich entscheide mich die 10 USD zu investieren
in der Hoffnung dafür ein besseres Zimmer zu bekommen. Das Beste
verschwindet wieder von Buchungssystem, die Dame an der Rezeption weiss
nicht warum. Sie verspricht es für mich zu reservieren sobald es frei ist.
Ich fahre mit dem Auto zu Vons zum Einkaufen. Um 15.30h bin ich zurück und
kann das gewünschte Zimmer beziehen. Sie wollen auch noch Extrageld für ein
übergrosses Fahrzeug. Ich zeige ihr, dass es sehr wohl in ein normales
Parkfeld passt, worauf sie verzichtet. Die "Suite" hat ein Wohnzimmer mit
Sofa, Polstersessel, Tisch und so etwas wie eine Küche. Da gibt es
Mikrowelle, Kapsel-Kaffeemaschine und einen Kühlschrank. Das Schlafzimmer
ist separat, da gibt es eine laute Klimaanlage, die man aber jetzt nicht
braucht. Mein Nachbar aber offenbar schon. Ich hoffe, dass es über Nacht
nicht zu laut sein wird. Ich richte mich ein. Nachher plane ich meine
Weiterreise. Im Death Valley gibt es keine freien Unterkünfte. Vorher ist zu
nahe, nachher fast zu weit. Schlussendlich buche ich ein Hotel in
Ridgecrest. Bis dort sind es 390km, dafür kann ich dann direkt nach Santa
Barbara zu Ed fahren und spare eine Übernachtung. Um 19.15h mache ich mich
auf den Weg ins Getümmel. Nach etwa 15 Minuten bin ich beim Palazzo, ab da
geht es erst richtig los. Es hat viele Leute unterwegs vom Bettler bis zu
Leuten im Abendkleid! Die Hotels und Casinos wollen sich gegenseitig
übertrumpfen. Das Venezia hat Venedig nachgebaut mit Markusplatz, Rialto
Brücke usw. Beim Linq Hotel gehe ich in eine Seitenstrasse "The Linq
Promenade" an deren Ende steht ein Riesenrad. In der Pizzeria "Flour &
Barley" muss ich 15 Minuten warten bis ich einen Tisch bekomme. Die Pizza
ist gut, hat leider Rucola drauf, den muss ich zuerst aussortieren. Jemand
hat mal gesagt das Essen in Las Vegas sei billig, das war vielleicht einmal
so, jetzt ist es teuer, überall wo ich geschaut habe. Ich habe die schlechte
Idee hintenherum zu gehen, aber da ist nichts, nur Parkplätze. Den Rückweg
auf der anderen Strassenseite des Las Vegas Boulevard. Das Mirage Hotel hat
eine Flusslandschaft mit Wasserfällen. Nach 22h bin ich zurück und
verschicke zwei Bilder per WhatsApp. Gegen Mitternacht bin ich im Bett.
(199km, 2½h unterwegs und 7km zum Einkaufen, 6km zu Fuss)
Mo 09.05.2016
PostFinance meldet einen Zahlungseingang. Es ist das Geld für den Container,
das zurückgeschickt wurde. Es wundert mich überhaupt nicht, dass sie 22 USD
weniger schicken als ich ihnen geschickt habe. Zusammen mit allen Gebühren
hat mich die ganze Übung fast 200 CHF gekostet, nur weil sie mir nicht ihr
direktes Konto angegeben haben. Nachher gemütlich Frühstücken. Die
Kaffeemaschine streikt nach dem ersten Kaffee und Eierkochen nur mit
Mikrowelle funktioniert auch nicht wirklich. Danach ein Vollbad und
rasieren. Ich nehme es gemütlich, denn unter Tags interessiert mich Las
Vegas nicht. Ed meldet sich, ich kann bei ihm wohnen, er werde auch Bier
haben meint er? Erledige noch mein Büro. Maria hat noch immer kein Bericht
zum Visum nach Kanada. Ich schaue mal wieder die Flüge nach. Zurzeit wäre es
immer noch möglich. Kläre Alternativen ab. Für Korea brauchen wir beide ein
Visum, das ist gestrichen. Die Philippinen wären noch eine Möglichkeit. Es
gibt einen Direktflug Vancouver-Manila für etwa 1000 CHF. Maria & Efraim
würden zusammen etwa 700 CHF kosten. Nach dem Apero gehe ich nochmals in die
Stadt. Diesmal will ich amerikanisch essen. Das Lokal "Strip Burger" passt
mir. Man hat einen guten Überblick über den Las Vegas Boulevard (Strip). Der
erste Burger ist kalt, ich gebe ihn zurück. Beim zweiten Versuch klappt es
dann, aber so speziell wie angekündigt ist er nicht, abgesehen vom Preis,
der ist speziell hoch. Auch das Bier ist teuer. Insgesamt bezahle ich 35
USD, teurer als gestern im Restaurant. Nachher schlendere ich den Boulevard
entlang bis zur Flamingo Road und dann zurück. In der Nähe des Hotels kaufe
ich noch einen Grant Whisky für alle Fälle. Fast muss ich ihn "anwenden",
denn mein Magen rebelliert gegen den teuren Burger. Nach dem Telefon mit
Maria gehe ich ins Bett.
Di 10.05.2016
Das Frühstück klappt heute besser. Nachher packen. Um 10h fahre ich los,
zuerst zum Tanken. Selbst das ist hier teurer als ausserhalb der statt,
stelle ich auf der Weiterfahrt fest. Ein kurzes Stück auf der Interstate 15,
dann abzweigen auf den Highway 160. Da geht es wieder aufwärts, von 600 auf
1600 müM. Dann wieder hinunter auf eine grosse Ebene. Nach 2h und 108km
verlasse ich bei Pahrump den Highway 160 und biege in den Highway 190 ab,
der führt durch das Death Valley. Nach 2 ¾ h bin ich auf dem Pass zu Death
Valley. Von nun an geht’s bergab, bis auf 80 Meter unter den Meeresspiegel!
Beim Zabriskie Point mache ich eine Pause. Von da hat man eine gute
Aussicht. Es gab 1970 einen Film mit dem gleichen Namen, der spielt in
dieser Gegend. Kurze Zeit später mache ich Mittagspause im "49er Cafe" in
Furnace Creek. Ein gutes Sandwich und einen Grapefruit Jus. Nach ½h fahre
ich weiter. Es ist ziemlich heiss hier. Es geht nun relativ flach weiter,
mit Sanddünen, Felsen usw. immer etwas unter oder über der Meereshöhe. Bei
Stovepipe Wells, geht es wieder bergauf, aber man hat das Gefühl es sei
flach. Da steht ein Schild, man solle die Klimaanlage ausschalten um den
Motor nicht zu Überhitzen. Ich denke mir typisch Amerika. Später habe ich
das Gefühl, dass etwas mit meinem Motor nicht stimmt. Ich kann 80 km/h auch
im 4.Gang kaum halten, bis ich merke, dass es konstant bergauf geht mit 6.5%
Steigung im Schnitt. Der Towne Pass liegt auf 1510 müM. Auf der anderen
Seite geht es mit bis zu 10% Gefälle wieder hinunter bis auf 480 müM. Unten
im Tal zweige ich auf die Panamint Valley Road ab. Da gibt es Warnschilder
"Vorsicht Sand auf der Fahrbahn". Die Hauptattraktion in diesem Tal sind die
Kampfflugzeuge. Ich habe noch nie so nahe fliegende F/A-18 gesehen wie hier.
Knapp 100m über dem Boden jagen sie dahin. Einer kam mir mal sehr nahe, etwa
200m entfernt! Zwischendurch ist die Strasse für 3km nicht geteert, dann ist
sie wieder gut. Im Tal gibt es einen Salzsee, den Searles Lake und in Trona
eine riesige Mineralien-Fabrik. Von da geht’s nochmals hoch auf 890 müM.
Dann fast eben aus bis Ridgecrest. Um 17h bin ich im Hotel "Heritage Inn
& Suites". Ein schönes Hotel. Ich richte mich ein und gehe dann zum
Pool, es war ein heisser und langer Tag, 7h unterwegs. Zum Apero gehe ich in
den nahen Park. Zum Nachtessen ins Ales Steakhouse. Das Cordon Bleu ist sehr
gut, dazu Salat und viel Gemüse und ein Weizenbier. Zum Dessert sehr süssen
Cheese Cake und einen Kaffee. 2 USD mehr als gestern in Las Vegas, aber kein
Vergleich. Noch mit Maria telefonieren, dann ins Bett.
(396km, 7h unterwegs)
Mi 11.05.2016
Das Frühstück ist nicht schlecht, es wird serviert, nachher packen und
Scheiben reinigen. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst geht es 10km entlang dem
Waffenplatz der Navy, dann auf den Highway 14. Nach 80km und 1h erreiche ich
California City. Vom Ort selber sehe ich nichts, aber entlang der Strasse
hat es mehrere riesige Solar-Anlagen und Windparks. Kurz nachher erreiche
ich Mojave, da im Air & Space Port sind viele Flugzeuge in der Wüste
parkiert. Bei Crown Valley stoppe ich kurz um zu tanken, aber es scheit mir
zu teuer (2.49 USD/Gallone) und ich fahre weiter ohne zu tanken. Kurz
nachher erreiche ich den letzten Pass vor der Küste auf 1000 müM. Von nun an
geht’s bergab hinunter zur Küste. Bis jetzt war es immer wüstenartig, nun
ändert sich das. Es wird grün und es hat viele Orangen-Plantagen und andere
Früchte und Gemüse. Bei Santa Clarita verlasse ich den Highway 14 und fahre
zum Highway 126, der führt mich bis zur Küste. Bei Ventura erreiche ich den
Highway 101. An der Küste ist es bedeckt und kühl. Bis nach Santa Barbara
sind es noch 50km. Pünktlich um 15h bin ich bei Ed. Es gab unterwegs keine
billige Tankstelle und mein Tank ist nun fast leer. Darum fahre ich mit Ed
gleich zur nächsten Tankstelle, aber da kostet der Diesel noch mehr, 2.59
USD/Gallone. Das sind zwar nur 0.70 CHF/Liter aber doch viel teurer als das
billigste Angebot auf dem Lande, da gab es Diesel für 2.19 USD/Gallone. Das
habe ich nun schon einige Male festgestellt, in der Stadt ist tanken teurer
als auf dem Land, ausgenommen touristische Orte. Nachher sitzen wir zusammen
in den Garten und reden bei einem Bier. Inzwischen scheint die Sonne, aber
es ist immer noch kühl. Zum Nachtessen bleiben wir zu Hause. Brot, Käse,
Tomaten und Oliven. Dazu ein Wein den ich wegen Ed gekauft habe. Der Name
des Weins ist Apothic Red. Ed war ursprünglich Apotheker. Es ist ein
gemütlicher Abend. Um 23h bin ich im Bett.
(334km, 4½h unterwegs)
Do 12.05.2016
Ed kocht Burritos zum Frühstück, dazu Kaffee. Schmeckt sehr gut. Um 12.15h
machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Sein Haus liegt etwas oberhalb der
Stadt in einem ruhigen Quartier. Wir fahren mit dem Bus bis zum
Gerichtsgebäude. Das wurde 1929 nach dem grossen Erdbeben im
spanisch/mexikanischen Stil wieder aufgebaut. Es gibt einen Glockenturm den
man besteigen kann. Von oben hat man eine gute Aussicht. Nachher gehen wir
mehr oder weniger der Hauptstrasse entlang Richtung Strand. Es ist eine
schöne Stadt mit vielen Läden. Mehr oder weniger alle Gebäude sind im
gleichen Stil gebaut. Um 14h sind wir am Strand und gehen hinaus auf die
Stearns Wharf. Da trinken wir ein Bier und Ed bestellt ein Häppchen. Dies
stellt sich als riesen Portion heraus, wir essen nicht alles. Dann gehen wir
dem Strand entlang zum Hafen. Es herrscht blauer Himmel, aber es geht ein
kühler Wind. Vor der Küste liegt ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Auf dem
Rückweg besuchen wir die " Figueroa Mountain Brewing Co.", eine
Mikro-Brauerei. Das Bier schmeckt sehr gut. Von da fahren wir mit einem
elektrischen Kleinbus zurück ins Zentrum. Wir sind bereits 7½km zu Fuss
unterwegs gewesen. Mit dem Bus zurück nach Hause. Um 17.45h sind wir zurück.
Zum Apero eine Tequila im Garten. Zum Nachtessen zu Fuss in das mexikanische
Restaurant "Los Agaves". Ed war noch nie hier, hat nur gesehen, dass es
immer voll ist. Carne Asada für mich und Molcajetes (Chicken) für Ed. Beides
sehr gut. Ich lade Ed ein. Inkl. Wein kostet es 60 USD. Das Lokal ist auch
heute voll. Später finde ich heraus, dass es Nr.2 der Restaurants in Santa
Barbara ist gemäss TripAdviser. Nach 22h sind wir zurück und gehen bald ins
Bett.
(9km zu Fuss, 5½h unterwegs)
Fr 13.05.2016
Nach dem Frühstück fahren wir mit Ed's Auto los. Ich habe ihm von meinen
Teva-Sandalen erzählt. Die habe ich 2014 in der Schweiz gekauft und beide
Paare sind nach kurzer Zeit kaputt gegangen. Die Firma Decker ist hier in
der Gegend und Teva ist eine ihrer Marken. Da fahren wir hin und zeigen
ihnen meine Sandalen. Sie offerieren 20 USD pro Paar. Eines habe ich in
Neuseeland reparieren lassen, das behalt ich. Das andere gebe ich ihnen und
verwende die 20 USD gleich um ein neues Paar zu kaufen. Ich hoffe dass
dieses Paar jetzt länger hält (60 – 20 = 40 USD). Dann fahren wir weiter zum
Lake Cachuma. Das ist ein Stausee für die Wasserversorgung, der ist aber
bereits jetzt leer. Weiter geht es nach Solvang. Das war eine dänische
Siedlung. Heute ist es eine Touristen-Attraktion. Alles sieht aus wie sich
die Amerikaner Dänemark vorstellen. Ed will etwas essen, ich trinke ein
Bier. Um 15h sind wir zurück. Nachher fahren wir zu Trader Joe's zum
Einkaufen. Wein, Käse, Joghurt usw. Apero im Garten. Lenny eine Nachbarin
kommt vorbei. Wir reden und reden. Es wird kühl, darum zügeln wir ins
Wohnzimmer. Ed zündet das Cheminé-Feuer an, das ist allerdings wie das
meiste in amerikanischen Häusern nur Attrappe, es sind Gasflammen. Warm wird
es trotzdem. Gegen 21h geht Lenny und ich sitze noch eine Weile mit Ed
zusammen, dann gehen auch wir ins Bett.
(125km mit Ed's Auto)
Sa 14.05.2016
Zum Frühstück kocht Ed Omeletten. Es ist bedeckt, darum fahren wir nach
Goleta um für mich einen Laser-Drucker zu kaufen. Auf dem Heimweg stoppen
wir beim Flugplatz, da zeigen sie 4 Flugzeuge aus dem 2.Weltkrieg, dafür
wollen sie 12 USD Eintritt, wir verzichten, zumal man die Flugzeuge auch von
ausserhalb sieht. Zurück zu Hause installiere ich den Drucker und drucke das
Lonely Planet Kapitel California aus. Der Drucker ist gut, doppelseitig ohne
manuellen Eingriff. Nachher plane ich meine Weiterreise. Ich werde in Morro
Bay und Monterey übernachten, bevor ich San Francisco erreiche. Inzwischen
scheint die Sonne. Gegen 16h machen wir uns zu Fuss auf den Weg zur Mission
Santa Barbara. Die Missions-Station wurde 1786 gegründet. Innen kann ich
nicht fotografieren, weil gerade eine Messe zelebriert wird. Zurück gehen
wir einen anderen Weg. Es bleibt dabei, Santa Barbara ist ein sehr schöner
Ort. Apero im Garten. Zum Nachtessen gehen wir zu Fuss ins Harry's Plaza
Cafe. Das gibt es schon seit Ed's Jugendzeit. Ein schönes grosses
Restaurant. Wir müssen ¼h an der Bar auf einen freien Tisch warten. Mein
Chicken Parmigiana ist sehr gut, mit Spaghetti ohne Zucker in der Sauce! Ed
besteht darauf, dass er bezahlt. Zuhause telefoniere ich noch mit Maria,
dann ins Bett.
(29km mit Ed's Auto und 7km zu Fuss)
So 15.05.2016
Nach dem Frühstück organisiere ich meine Unterkunft in San Francisco. Ich
finde ein Airbnb für 3 Nächte für 349 USD. Ich habe ein Puff mit dem Datum
und muss dies später ändern. Das geht aber problemlos, ich bekomme sogar 4
CHF zurück weil ich am Samstag weiterreise anstatt Sonntag. Um 14h fahren
wir in die Hügel von Santa Barbara. Von da hat man einen guten Überblick.
Nachher hinunter zum Strand von Montecito. Wir gehen ein Stück dem Strand
entlang, dann zeigt mir Ed das vornehme Four Seasons-Biltmore Resort, Ab 400
USD/Nacht. Zurück im Ort kehren wir im Cava Restaurant & Bar ein. Zurück
zu Hause geniesse ich ein Vollbad. Telefoniere mit Bea um die Adresse von
Veronika in Seattle zu bekommen. Ich schreibe ihr eine SMS. Zum Apero sind
wir bei Lenny eingeladen. Sie hat viele Häppchen vorbereitet. Wir sitzen
zusammen und reden. Später gesellt sich Katherine eine andere Nachbarin zu
uns. Es ist ein lustiger Abend. Um 22h ist Feierabend und ich gehe bald ins
Bett.
Mo 16.05.2016
Nach dem Morgenessen heisst es packen. Ich muss die Schachtel meines neuen
Druckers zurechtschneiden, damit sie in eine Euro Box passt. Noch die
Scheiben reinigen und mich von Ed verabschieden, dann geht es um 11.45h los.
Es geht mehr oder weniger der Küste entlang nach Norden. Zuerst auf dem
Highway 101. Bei Las Cruces biege ich auf den Highway 1 ab. Da hat es viel
weniger Verkehr. Santa Maria lasse ich rechts liegen und erreiche ein
riesiges Gemüse-Anbau-Gebiet. Zurzeit wird überall Kabis geerntet. Bei
Arroyo Grande komme ich für ein kurzes Stück wieder zurück auf den Highway
101. Nach 25km, bei San Luis Obispo, verlasse ich den Highway 101 wieder.
Nun geht es an die Küste. Um 14.30h bin ich in Morro Bay. Mein Zimmer im
Morro Crest Inn passt mir. Ich richte mich ein. Nachher gehe ich zum Meer.
Der Ort liegt am Bay, eine Art Lagune, nicht direkt am Meer. Es ist kühl,
nur 16C° und es windet stark. Beim Hafen hat es mehrere Restaurants. Ich
trinke mein Ankunfts-Bier, dazu bestelle ich eine Portion Knoblauch-Pommes.
Gut aber viel zu viel. Ich sitze drinnen, denn draussen ist es zu kühl. Ich
gehe noch bis zum Fischer-Hafen, dann zurück. Apero im Zimmer, nachher zum
Nachtessen ins Hofbrau. Da hat man eine gute Sicht auf den Sonnenuntergang.
Ich bestelle Bratwurst mit Kartoffelsalat und Sauerkraut. Ich bekomme 2 gute
gesottene Würste, gutes Sauerkraut und ungeniessbaren Kartoffelsalat. Der
ist süss und warm, selbst mit Senf gemischt bleibt er ungeniessbar, ich
lasse ihn stehen. Nach 20h mache ich mich auf den Heimweg, sie schliessen
hier spätestens um 21h! Im Zimmer schreibe ich noch Tagebuch und telefoniere
mit Maria.
(199km, 3h unterwegs)
Di 17.05.2016
Frühstück in meinem Zimmer. Langsam habe ich es im Griff mit dem Eierkochen
nur mit Mikrowelle. Um 10.15h fahre ich los. Wenig ausserhalb Morro Bay
beginnt wieder der Nebel. Das bleibt so solange die Strasse der Küste folgt.
Sobald sie weiter weg ist von der Küste, gibt es blauen Himmel. Ich stoppe
nur einmal kurz, grau in grau. Kurz nach 11h erreiche ich den Parkplatz des
Hearst Castle. Das hat mir Ed empfohlen. Es hat viele Leute. Ich habe Glück,
ich kann bereits um 11.20h für 25 USD auf die Upstairs Suites Tour
gehen. Ohne Tour kann man das zwischen 1919 und 1948 erbaute Schloss nicht
besuchen. Zuerst geht es mit dem Bus etwa 8km den Berg hoch. Das Schloss
liegt zuoberst auf dem Enchanted Hill auf 500 müM. Die Fahrt lohnt sich
schon nur deshalb, weil wir aus dem Nebel kommen. Das ganze Schloss ist nur
Attrappe, wie alles hier. Es hat über 100 Zimmer. Die Hearsts wurden reich
mit Zeitungen und Minen, darum hat es neben allem oberflächlichen auch
wirklich wertvolle Sammlungen aus allen Zeitepochen. Auf meiner Tour sieht
man vor allem Gästezimmer und die privaten Räume des Erbauers. Die Räume
sind alle aufwändig in altem Stil ausgebaut. Heute gehört das Schloss dem
Staat und kostet 10 Mio. USD pro Jahr für Unterhalt. Am Schluss kann man die
Umgebung noch auf eigene Faust erkunden. Ich habe Glück, die Batterie meiner
Kamera ist leer und die SD-Card voll, aber erst auf der Rückfahrt. Um 13.30h
bin ich zurück und fahre weiter. Nach wenigen Minuten erreiche ich den
Elephant Seal Vista Point. Da gibt es viele See-Elefanten zu sehen. Das
Wetter ist nun auch an der Küste meist gut, nur zwischendurch hat es immer
wieder Nebel. Nächster Stopp beim Ragged Point. Hier beginnt nun die
imposante Steilküste. Die Strasse ist zum Teil abenteuerlich angelegt,
ähnlich der Axenstrasse. Die Aussicht ist grandios, wenn es nicht gerade
Nebel hat, was nun wieder des Öfteren der Fall ist. Nächster kurzer Stopp
beim Cruickshank Trail. Da gibt es nicht viel zu sehen wegen des Nebels.
Nachher ein langer Halt vor einer Baustelle. In Willow Creek sieht man dann
wieder mehr. Beim Gamboa Point sieht man eine der imposanten Brücken. Kurze
Zeit später, beim Rat Creek ist die Aussicht super. Wird aber vom nächsten
Halt beim Julia Pfeiffer Burns State Park weit übertroffen. Der Julia Falls
(McWay Falls) ist ein 24m hoher Wasserfall, der direkt ins Meer stürzt. Bei
der Tin House Fire Road stoppe ich wieder nur kurz, es ist neblig. Um 16h
bin ich beim Restaurant Nepenthe, das hat mir Ed empfohlen. Es ist teuer,
hat aber eine Super Aussicht. Wobei die heute eingeschränkt ist. Ich sitze
wenige Meter über dem Nebelmeer. Nach ½h fahre ich weiter. Das Nebelmeer
bleibt nun bis zum Big Sur State Park. Da hat es riesige Bäume. Ich stoppe
aber nicht, ich bin langsam müde. Beim Soberanes Creek mein letzter Halt mit
wunderschöner Aussicht, ich gehe ein Stück zu Fuss. Um 17.45h bin ich im
Arbor Inn in Monterey. Ich richte mich ein. Das Ankunfts-Bier mit meinen
Nachbarn aus Deutschland. Zum Nachtessen ins Restaurant China Garden. Das
Essen ist sehr gut. Nach 21h bin ich zurück und gehe todmüde schlafen.
(197km, 7½h unterwegs)
Mi 18.05.2016
Nach dem Frühstück fahre ich bereits um 09.30h los. Zuerst zum Del Monte
Centre in den "Whole Foods" um Brot zu kaufen. Es dauert eine Weile bis ich
den Laden finde. Nachher fahre ich zum Hafen und schaue mich da etwas um.
Ziemlich touristisch. Um 10.30h fahre ich dann wirklich los. Kaum ausserhalb
Monterey stecke ich wieder im Nebel. Sobald die Strasse landeinwärts geht,
ist der Nebel weg. Nach Santa Cruz halte ich beim Coast Dairies State Park.
Da gibt es eine schöne Küste, die verschwindet aber im Nebel. ¼h
weiter beim Big Basin State Park, dasselbe Bild, Nebel. Etwas weiter beim
Bean Hollow State Beach, das gleiche Bild. Eine asiatische touristin fragt
mich ob das immer so sei mit dem Nebel. Um 13h bin ich bei der Half Moon
Bay. Da scheint endlich die Sonne. In Joe's Restaurant esse und trinke ich
etwas. Nach ¾h fahre ich weiter. Der nächste Halt nach 15 Minuten beim
Montara State Beach, ein schöner langer Strand und ohne Nebel. Der hat sich
jetzt verzogen. Nachher ist die Küste wieder Steil und felsig, mit z.T.
imposanten Klippen. Beim Devil's Slide, kurz vor dem Tom Lantos Tunnel,
halte ich zum letzten Mal an. Es sind nun nur noch 23km bis zu meinem
Zuhause in San Francisco. Um 14.45h bin ich da. Es ist niemand zu Hause,
aber ich habe alle Informationen um ins Haus zu kommen und mein Zimmer zu
finden. Ich richte mich ein. Das Internet ist sehr langsam und in meinem
Zimmer habe ich keinen Mobile-Empfang mit AT&T. Und das 8 km vom
Stadt-Zentrum von San Francisco! Ich glaub das einfach nicht. Zum Apero gehe
ich an den nahen Strand. Die Sand-Dünen reichen bis zur Hauptstrasse und
teilweise hinein. Es geht ein stürmischer Wind, 40 – 50 km/h und es ist
kalt, 14C°. Darum gehe ich bald zurück. Maria ruft an, die Botschaft will
die Geburtsurkunde von Efraim und den Brief und die ID von Miando. Miando's
Unterlagen habe ich zwar schon einmal geschickt, aber was will ich streiten.
Zum Glück habe ich alles, so kann ich es noch vor dem Nachtessen
verschicken. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Celia's, ein mexikanisches
Restaurant. Der California Burrito schmeckt sehr gut. Zurück zu Hause,
meldet sich die Botschaft nochmals. Ich habe in der Hitze des Gefechtes das
falsche Dokument geschickt. Ich schicke die Geburtsurkunde von Efraim
diesmal richtig. Jetzt können wir nur noch warten. Ich rufe noch Maria an
und gehe nachher ins Bett.
(192km, 5¼h unterwegs)
Do 19.05.2016
Am Morgen um 7h lese ich die Emails. Endlich, Maria & Efraim bekommen
ihr Visum nach Kanada. Ich rufe sofort Maria an. Sie muss die Pässe nach
Jakarta schicken. Erst jetzt gibt es Frühstück. Es ist kalt im Zimmer, 17C°,
ich schalte den Elektro-Ofen ein. Nachher klemme ich hinter den Computer und
buche alle Flüge für die beiden. Das ist sehr mühsam, weil das Internet sehr
langsam ist, 400kb/s! Wie zu alten Analog-Modem Zeiten. Ich kann nicht
direkt bei China Eastern buchen, darum über Travelgenio in Europa für den
Flug Kuala Lumpur bis Vancouver und zurück (1881.10 CHF für beide). Den Flug
nach Kuala Lumpur und zurück buche ich bei AirAsia (210 CHF für beide).
Direkt ab Medan gibt es nur sehr teure Angebote. Nachher buche ich Airbnb
für die nächsten 3 Nächte nach San Francisco. Nach 15h ist das Büro
erledigt. Ich mache mich auf den Weg in den nahen Golden Gate Park. Das ist
ein 5km langer und 800m breiter Park mit Wald, Seen, Sportplätzen usw. Es
stürmt heftig und ist kühl. Am Stow Lake mache ich eine Pause, trinke ein
Bier und rufe Maria an. Sie wird die Pässe noch heute per Express
verschicken. Ich gehe noch bis zum Ende des Parks. Von da fahre ich mit dem
Tram zurück. Als Senior kostet das nur 1 USD. Um 18h bin ich zurück. Apero
im Zimmer. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Thai Cottage Restaurant. Das
Green Curry ist sehr gut, aber leicht süss wie alles hier in Amerika.
Nachher rufe ich Maria per Line an. Ich habe schnelles gratis Internet für
eine Stunde. Eine der Airbnb Unterkünfte hat die bereits bezahlte und
bestätigte Buchung storniert. Es ist nun schon das 2.Mal, dass dies in
Amerika passiert. Ich frage eine andere Unterkunft an. Wenigstens
entschädigt mich Airbnb mit 7 CHF für die Umtriebe. Nachher gehe ich
schlafen.
(6km zu Fuss)
Fr 20.05.2016
Nach dem Frühstück plane ich für morgen, ich bekomme die Bestätigung für das
angefragte Airbnb. Nachher mache ich mich noch schlau über Flüge und Airbnb
in Vancouver. Um 12h mache ich mich auf den Weg. Es kommt lange kein Tram,
nachher dafür gleich drei. Nach ¾h Fahrt bin ich im Zentrum. In der
California Street bewundere ich die Cable Cars, verzichte aber auf eine
Fahrt. Es ist kühl, 16C° und stürmisch, 40-50km/h. Ich folge dem City Walk
von Lonely Planet. Der führt mich durch China Town mit vielen chinesischen
Läden. In einem kaufe ich T-Shirts ein. Im Restaurant Yin Du Wonton Noodle
kehre ich ein. Endlich wieder einmal eine richtige Nudelsuppe mit Dumblings
(Ravioli) und erst noch billig, 6.75 USD. Nachher gehe ich hoch zum Coit
Tower 64m hoch, auf 90 müM. Da muss ich ziemlich lange anstehen. Aber die 5
USD lohnen sich. Oben gibt es eine grandiose Aussicht. Von der Bay Bridge
über die Piers zu Alcatraz und der Golden Gate Bridge und natürlich der
Stadt selbst. Von da geht es die Filbert Street Steps hinunter zu den Piers
und Lewi Strauss & Co, dem "Erfinder" der Blue Jeans. Den Piers entlang
bis fast zur Bay Bridge. Die ist doppelstöckig und 7km lang, die untere
Fahrbahn ist 60m über dem Wasser. Von da fahre ich mit dem Tram zurück. Um
17h bin ich zu Hause. Zum Apero gehe ich an den Strand. Da bleibe ich aber
nur bis ich den Whisky getrunken habe, denn es ist kalt und stürmisch. Sand
im Whisky ist nicht was ich brauche. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins
Celia's. Carne Asada schmeckt gut. Heute hat es viel mehr Leute als letztes
Mal, ich muss ¼h auf einen Tisch warten. Um 21.30h bin ich zurück,
telefoniere noch mit Maria, dann schlafen.
(6km zu Fuss)
Sa 21.05.2016
Nach dem Frühstück heisst es zusammenpacken. Um 11.15h fahre ich los. Zuerst
zum Tanken, dann Richtung Golden Gate Bridge. In der Nähe der Brücke halte
ich an um einige Fotos zu machen. Heute ist der Wind schwächer als die
letzten Tage. Auf der Brücke gerate ich in einen veritablen Stau der sich in
der Mitte auflöst, wohl alles Touristen die die Aussicht geniessen wollen.
Ich brauche für die 2.5 km ganze 25 Minuten. Mein Navi führt mich über den
Highway 101. Das will ich aber nicht. In Sausalito stoppe ich um mein Navi
neu zu programmieren. Ich fahre über den Highway 1 nach Stinson Beach. Die
Strasse ist schmal und kurvenreich. Es hat kaum Verkehr und die Aussicht ist
auch gut. Es macht richtig Spass. Beim Muir Beach mache ich einen kurzen
Zwischenhalt, bevor ich in Stinson Beach ankomme. Ein schöner kleiner Ort
mit vielen Leuten und einem langen Sandstrand. Ich kaufe ein Holzofen-Brot
und schaue mir den Strand an. Weiter geht es der Bolinas Lagoon entlang in
den Point Reyes National Seashore (Park) mit vielen alten Bäumen. Ich fahre
bis zum Limantour Beach, einem weiteren langen Sandstrand. Die Anfahrt ist
aber auch sehenswert. Um 15.30h bin ich in Novato. Ich fahre zuerst zum
"Whole Foods" zum Einkaufen, dann zu meinem Airbnb. Es ist ein schönes Haus
am Ortsrand mit Pool und grossem Garten. Es ist niemand zu Hause. Shelley
lotst mich per Telefon in mein Zimmer. Es sieht aus als seien sie erst
eingezogen. Überall liegen Sachen herum. Mein Zimmer ist klein aber sehr
schön mit Balkon und eigenem WC. Ich richte mich ein. Nach einer Weile
erscheint Asel, eine Bewohnerin des Hauses und zeigt mir die Dusche. Die
benütze ich gleich und rasiere mich wieder einmal. Apero auf meinem Balkon.
Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss in den kleinen aber feinen Ort. Im "The
Village" esse ich eine gute Pizza. Nachher zu Fuss zurück. Noch mit Maria
telefonieren, dann ins Bett.
(125km, 5h unterwegs und 3km zu Fuss)
So 22.05.2016
(238km, 5h unterwegs und 3km zu Fuss)
Frühstück alleine in der Küche, alle anderen schlafen noch. Um 11h bin ich
bereit. Asel verabschiedet mich. Am Anfang fahre ich die gleiche Strecke
zurück wie gestern, nachher zweige ich ab auf die Marshall-Petaluma Road.
Die Strasse ist schmal. Es hat kaum Verkehr. Es ist eine Velo-Veranstaltung
im Gange. Viele Rennvelos kommen mir entgegen, auffallend viele Frauen. Die
Strecke ist Kurvenreich und geht bis auf 250 müM hoch, dann wieder hinunter.
In Marshall komme ich wieder auf den Highway 1. Da hat es mehr Verkehr, aber
kein Problem. Bei der Tomales Bay halte ich an kurz an. Nachher führt die
Strasse wieder landeinwärts und kommt erst bei Bodega Harbor wieder an die
Küste. Ich halte kurz an, aber es ist mir zu touristisch. Der North Salmon
Creek Beach etwas später passt mir viel besser, da sind viele am Surfen. Es
geht relativ flach weiter der Küste entlang. Erst beim Russian River wird
die Küste wieder steil. Beim Fort Ross wird die Küste wieder flach. Beim
Stewarts Point mache ich eine kurze Pause. Später erreiche ich ein Gebiet
das sich Sea Ranch nennt. Da hat es viele Häuser, alle mehr oder weniger im
gleichen Stil erbaut. Es ist eine Gemeinschaft die die Natur erhalten will.
Beim Schooner Gulch mache ich wieder eine Pause. Eine schöne Gegend. Auch
beim Irish Beach halte ich an und bewundere die schöne Landschaft. Mendocino
lasse ich links liegen und erreiche um 16.15h Fort Bragg. Das Coast Inn ist
nichts Besonderes, ausser dass sie zusätzlich zum bezahlten Airbnb-Preis
noch 11% Taxe kassieren. Ich bin zu müde zum Streiten. Werde dies aber bei
Gelegenheit melden. Ich richte mich ein. Der heutige Tagesabschnitt war
wirklich schön und abwechslungsreich. Mobile-Empfang gibt es hier keinen,
was mich langsam gar nicht mehr wundert. Zum Glück ist das Internet im Hotel
ziemlich gut. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins 1.5km entfernte Restaurant
Point Noyo. Da hat man eine super Aussicht und das Essen ist teuer aber sehr
gut. Osso Bucco mit Polenta-Schnitten. Dazu gutes Brot und ein Glas Merlot
und schon sind 50 USD weg. Aber es hat sich gelohnt. Zu Hause noch ein
Vollbad, dann ins Bett.
Mo 23.05.2016
Nach dem Frühstück fahre ich um 11h los. Zuerst tanke ich bei der nahen
Tankstelle, 2.54 USD/Gallone, einen besseren Preis sehe ich den ganzen Tag
nicht. Es geht nun der Küste entlang, wenig Verkehr, interessante Gegend und
schönes Wetter. Beim Bruhel Point halte ich an und gehe hinunter zur Küste.
Nach ¼h fahre ich weiter. Nach 38km führt die Strasse beim Hardy Creek
landeinwärts. Ab nun geht es "mal ufe mal abe ma rächts mal links…". Meist
im Wald mit grossen Tannen. Nach 34km und ¾h erreiche ich Leggett und da den
Highway 101.Bis Garberville bleibe ich auf der Autobahn. Dort zweigt die
Avenue of the Giants ab. Es geht nun wieder durch den Wald. Diesmal sind die
Tannen (Küstenmammutbaum, Coastal Redwoods) noch mächtiger.
Küstenmammutbäume können über 110 m hoch werden und einen Stammdurchmesser
von über 7 m erreichen. Ich halte an um Fotos zu machen. Dann fahre ich
weiter. Kurze Zeit später sehe ich einen riesigen gefällten Stamm auf der
linken Seite und will anhalten für ein Bild. Was steht da auf der rechten
Seite? Ein Wohnmobil aus Zürich! Ich hupe und parkiere. Elisabeth und Armin
sind schon fast bei meinem Auto wenn ich aussteige. Ich mache noch die
geplanten Bilder, dann setzen wir uns in ihr Wohnmobil und trinken Kaffee
und reden. Sie sind mit einer Gruppe von Argentinien bis Mexico gefahren und
fahren nun auf eigene Faust bis nach Alaska hoch. Nach 1½h verabschieden wir
uns. Ich fahre noch bis zum Schluss der Avenue of the Giants, dann wieder
auf den Highway 101. In Eureka stoppe ich um Milch zu kaufen. Dann ist es
nicht mehr weit bis Bayside. Das ist ein kleiner Ort an der Humboldt Bay,
unweit von Arcata. Mein Airbnb ist ein kleines Studio über der Garage. Jerry
hat sich schon Sorgen gemacht, weil ich mich für 16h angekündigt habe, aber
erst um 17h ankomme. Das Ankunfts-Bier auf meinem kleinen Balkon. Nachher
will ich die Daten vom Auto kopieren. Ich drehe den Zündschlüssel, nichts
passiert, nur ganz schwach leuchten einige Lämpchen. Ich habe sofort einen
Verdacht und der stellt sich als richtig heraus. Die amerikanische
Super-Firma die mir schon so viel Ärger bereitet hat, hat nicht einmal die
Batterie-Klemme festgezogen beim Entladen aus dem Container! Das Problem ist
schnell behoben. Das neu Programmieren des Radios dauert etwas länger. Ich
buche noch ein Airbnb in Coos Bay. Apero auf dem Balkon. Zum Nachtessen gehe
ich zu Fuss ins 1.7km entfernte Adriana's Mexican & American Restaurant.
Das hat mir Jerry empfohlen. Mein Chile Verde schmeckt sehr gut. Zurück zu
Hause noch etwas Büro und mit Maria telefonieren, dann ins Bett.
(234km, 6h unterwegs inkl. langer Kaffee-Pause und 4km zu Fuss)
Di 24.05.2016
Das Frühstück ist komplizierter wie auch schon. Die Mikrowelle ist ziemlich
schwach auf der Brust, alles dauert länger wie gewohnt. Um 10.45h fahre ich
los. Bereits nach knapp ½h der erste Stopp. In Trinidad gibt es einen
Naturhafen und Klippen, aber vor allem das Beachcomber Cafe. Ich habe von
Jerry einen Gutschein bekommen. Ein guter Gratis-Kaffee kann man immer
brauchen. Es ist bewölkt und kühl. Nach 20 Minuten fahre ich weiter. Nach
Orick verlasse ich den Highway 101 und fahre durch den Prairie Creek
Redwoods State Park. Ein Wald mit den riesigen Küstenmammutbäumen. Nach 15km
komme ich wieder zurück auf den Highway 101. In Crescent City halte ich an
um Brot zu kaufen. Ab da führt die Strasse landeinwärts. Bei Yontocket/Smith
River erreiche ich wieder die Küste. Da gibt es den billigsten Diesel weit
und breit, 2.37 USD/Galone. Nachher heisst es By By California, Hello
Oregon. Beim Whalehead Viewpoint halte ich wieder an. Eine gute Sicht auf
die Felsen vor der Küste. Beim Meyers Creek Beach gibt es spektakuläre
Felsformationen. Es geht weiter der Küste entlang. Bei Port Oxford geht es
wieder landeinwärts. Nach Bandon verlasse ich den Highway 101. Der ist schon
lange keine Autobahn mehr, sondern eine gewöhnliche Hauptstrasse. Auf dem
ganzen Weg habe ich immer Holztransporter gesehen aber nie Holzfäller. Jetzt
komme ich ein Gebiet wo wieder grossflächig gerodet wird wie in Australien
und Neuseeland. Um 16.45h bin ich in Coos Bay bei Candy & John. Da werde
ich herzlich empfangen und muss viel erzählen und mein Auto zeigen. Man hat
eine sehr schöne Aussicht auf den Fischerhafen. Ich beschliesse hier eine
Nacht länger zu bleiben. Apero mit Candy. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss
ins Miller's at the Cove. Ein Wrap mit Poulet und Speck. Schmeckt sehr gut.
Nach 21h bin ich zurück und rede noch mit Candy & John, dann gehe ich
ins Bett.
(336km, 6h unterwegs und 2.5km zu Fuss)
Mi 25.05.2016
Zum Frühstück hat Candy einen Eierkuchen mit eigenen Pilzen gemacht, sehr
gut. Nachher erledige ich dies und das. Telefoniere mit Irène, bei der wurde
letzte Woche eingebrochen. Um 15h mache ich mich auf den Weg nach Cape
Arago. Unterwegs stoppe ich einige Male um die Aussicht zu geniessen. Beim
Simpson Reef View Point gibt es viele Seehunde auf dem Riff vor der Küste.
Die machen einen riesigen Lärm. Auf dem Rückweg schaue ich mir das Portside
Restaurant an. Da werde ich zum Nachtessen hingehen. Nach 16h bin ich zurück
und sitze mit Candy & John zusammen. Später Apero im Wohnzimmer mit
Sicht auf die Fischerboote. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins Portside
Restaurant. Beef Bourguignon mit Maccaroni schmeckt sehr gut, dazu ½l
Shiraz. Zu Hause telefoniere ich noch mit Maria, dann ins Bett.
(23km, 1½h unterwegs und 3km zu Fuss)
Do 26.05.2016
Nach dem Frühstück packen und Abschied von Candy & John. Er hat mir eine
Liste mit Sehenswürdigem auf dem Weg nach Norden gegeben. Die habe ich in
mein Navi übertragen und fahre sie nun eine nach der anderen ab. Um 10.30h
fahre ich los. Beim Umpqua Lighthouse stopp ich zum ersten Mal. Der
Leuchtturm steht fast im Wald. Ich fahre nicht hinunter. Nachher geht es
durch eine sehr schöne Landschaft. Es gibt viele kleine und grössere Seen
hinter den hohen Sanddünen. Beim Honeyman Memorial Park der nächste Halt,
beim Cleawox Lake. Ich gehe hoch auf eine der Sanddünen. Aber von da sieht
man einfach die nächste, nicht das Meer. Die Dünen erstrecken sich über 50km
und sind bis zu 150m hoch. In Florence tanke ich Bio-Diesel für 2.29
USD/Gallone = 0.60 CHF/Liter. Nächstes Ziel das Heceta Head Lighthouse. Vom
View Point sieht man es besser als wenn man nahe dabei ist. Nach 2½h bin ich
beim Spouting Horn. Da gibt es Felsformationen die von den Wellen unterspült
sind. Bei hohen Wellen gibt es dann Fontänen aus Löchern in der Decke des
Höhlensystems. Heute gibt es nur einen Punkt mit Mini-Fontäne. Nach 20
Minuten fahre ich weiter. In Newport gibt es gleich 2 Leuchttürme zu sehen.
Das Yaquina Bay Lighthouse ist klein und nicht mehr in Betrieb. In der Nähe
hat es eine imposante Brücke. Das Yaquina Head Lighthouse steht auf einer
Klippe wie im Bilderbuch. Eigentlich kostet es 7 USD Eintritt in den Park,
aber weil ich nur hinausfahren und nicht bleiben will, muss ich nichts
bezahlen. In Depoe Bay gibt es auch diese Fontänen, aber die Wellen sind zu
wenig hoch. Das ist der letzte Tipp von John. Nächster Stopp beim Cape
Lookout beim Andersen View Point. Da hat man eine gute Sicht auf den Cape
Lookout Beach. Bei Tillamook beginnt es zu regnen. Letzter Stopp in
Tolovana, einem Ferien Ort. Um 17.45h bin ich in Seaside, auch dies eine
Ferien Ort. Es regnet wieder. Ally ist nicht zu Hause, aber ich habe alle
Informationen um mein Zimmer zu beziehen. Ich richte mich ein. Ankunfts-Bier
in der Wohnküche. Um 19h kommt Ally nach Hause und schlägt vor ins nahe "U
Street Pub & Eatery" zu gehen. Andrea ihre Freundin gesellt sich auch zu
uns. Meine Fish & Chips sind sehr gut. Ich muss natürlich von meiner
Reise erzählen. Zurück zu Hause zeige ich Ally noch meine Internetseite,
dann gehe ich bald schlafen. Maria macht jetzt ernst mit dem Schulwechsel
von Efraim. Das ist schon lange im Gespräch, aber die neuen Schulgebühren
haben sie jetzt endgültig überzeugt. Neu müsste er 4'500'000 IDR pro Monat
und 6'500'000 IDR für Schulbücher pro Semester bezahlen. An der neuen
katholischen St.Antonius Schule werden es 1'500'000 IDR sein, allerding dazu
noch eine einmalige Einschreibegebühr von 20'000'000 IDR. Das amortisiert
sich aber nach 7 Monaten. Zudem liegt die Schule viel näher und Lewy war
schon dort.
(366km, 7¼h unterwegs)
Fr 27.05.2016
Nach dem Frühstück gehe ich mit Ally an den Strand. Der Ort ist sehr
touristisch. Im Winter wohnen hier kaum Leute. Ally ist die Ausnahme.
Nachher gibt sie mir noch einige Tipps zur Weiterreise. Um 13.30h will ich
losfahren, aber damit wird nichts. Meine Sicherheitselektronik funktioniert
nicht mehr, darum muss ich sie zuerst deaktivieren. Nach ¼h kann ich dann
losfahren. Ich fahre bis Astoria, zum Astoria Column. Das ist ein 38m hoher
Aussichtsturm. Es kostet 5 USD für ein Jahresticket! Ich steige die 164
Stufen hoch zur Aussichtsplattform. Man hat eine gute Aussicht auf Astoria
und die Umgebung. Zurück beim Auto suche ich den Fehler in meiner
Sicherheitselektronik. Ich finde die Ursache ziemlich schnell. Der
Batterie-Isolator ist defekt, der verhindert das Entladen der
Fahrzeugbatterie wenn man das Licht und andere Verbraucher im Wohnteil
benutzt. Das ist das einzige Teil das speziell für Autos gebaut ist das ich
eingesetzt habe und genau das ist jetzt kaputt! Ich werde mir ein neues
besorgen. Nach ½h fahre ich weiter. Es geht nun dem Columbia River entlang
ins Landesinnere. Bei Longview überquere ich den Fluss über eine riesige
Brücke. Nachher erreiche ich die Interstate 5. Bei der Toutle River Rest
Area mache ich einen Kaffee-Stopp. Da gibt es gratis Kaffee und Gebäck. Eine
Spende ist willkommen. Jetzt hat es viel Verkehr. Ich fahre bis Tacoma. Dort
suche ich ein Restaurant zum Nachtessen. Am Hafen finde ich das Rock the
Dock Pub & Grill. Das Pub ist gut, der Burger weniger. Ich will noch
Joghurt einkaufen, aber die haben nur Low Fat Produkte. Das letzte Stück bis
Seattle nun im dichten Verkehr, aber wenigstens ohne Stau wie auf der
Gegenseite. Punkt 20h bin ich bei Veronika. Sie ist eine Freundin von Bea
und hat mich eingeladen bei ihr zu wohnen. Weil sie heute gearbeitet hat
erst ab 20h. Ich richte mich ein. Nachher fahren wir nach Burien ins Elliott
Bay Brewhouse & Pub. Wir trinken nur etwas, weil ich ja schon gegessen
habe. Um 22h sind wir zurück. Ich telefoniere noch mit Maria, dann ins Bett.
(326km, 6¼h unterwegs)
Sa 28.05.2016
Veronika hat kein Internet und mit meinem Telefon habe ich nur
Edge-Verbindung, weil sie hier eine andere Frequenz als in Europa verwenden
vermute ich. Darum nehme ich meinen gehackten Telstra-Mobil-Accespoint in
Betrieb und es funktioniert. Es ist aber mühsam weil ich so immer die
SIM-Karte wechseln muss. Aber ich weiss jetzt, dass es klappen würde zur
Not. Nachher Frühstück mit Veronika. Sie trinkt nur Kaffee und ist erstaunt
was ich alles bei mir habe. Ich fahre zu Tanken und Einkaufen. Dann suche
ich nach einem Ersatz für meinen defekten Batterie-Isolator. Ab Lager haben
beide besuchten Firmen nichts zu bieten, nur auf Bestellung. Ich buche eine
Airbnb in Port Townsend. Um 14h machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Wir
fahren mit dem Bus (2.50 USD) Down Town. Nach 20 Minuten sind wir da.
Veronika zeigt mir zuerst das Zentrum. Das haut mich nicht vom Hocker,
nachher den Pike Place Market. Der gefällt mir viel besser, aber es hat sehr
viele Leute. Überall stehen sie Schlange, sogar vor dem Starbucks!
Vielleicht weil es das Gründungs-Starbucks ist. Von hier aus eroberten sie
die Welt. Mit Glück finden wir ein Lokal ohne Warteschlange und essen ein
gutes Sandwich. Veronika kauft noch Gewürze und Gemüse ein, dann fahren wir
zurück. Zum Nachtessen fahren wir ins Noble Barton Restaurant. Mein
"Jagerschnitzel" mit Spätzli ist sehr gut, allerdings paniert, was bei uns
nicht üblich ist. Zu Hause sitzen wir noch bei einem Glas Wein zusammen.
Maria ist an der Beerdigung von Marthas Schwiegermutter in Tebing.
(5km zum Tanken und Einkaufen)
So 29.05.2016
Nach dem Frühstück erledige ich noch dies und das. Um 13h fahren wir los.
Wir wollen den Snoqualmie Falls anschauen. Bis dort sind es gut 60km. Der
Punkt im Navi ist auf der falschen Flussseite, darum fahren wir zuerst an
einen falschen Ort. Gegen 14h sind wir dann am richtigen Ort. Es ist Sonntag
und es hat sehr viele Leute. Wir brauchen 10 Minuten um einen Parkplatz zu
finden. Der Wasserfall ist imposant, zumal es heute viel Wasser hat. Er ist
82m hoch und es stiebt gewaltig. Brille und Kamera sind innert Sekunden
nass. Es gibt einen Weg hinunter zu Fluss. Hinunter und zurück brauchen wir
¾h. Auf dem Heimweg kehren wir in Issaquah ein. Essen ein Sandwich und
trinken einen Kaffee. Nachher kaufen wir noch ein fürs Nachtessen. Veronika
arbeitet hier in einer Bibliothek. Bis nach Hause sind es 40km, das fährt
sie jeden Arbeitstag. Zum Nachtessen kocht sie Kartoffeln und Chili
(Bohnen), dazu eine gute Wurst. Wir sitzen noch zusammen. Um 23h bin ich im
Bett.
(125km, 4¾h unterwegs)
Mo 30.05.2016
Frühstück mit Veronika, nachher zusammenpacken. Meine Fähre fährt erst um
13.40h, darum habe ich noch Zeit mein Tagebuch nachzuführen. Gegen 13h mache
ich mich auf den Weg. Unterwegs kaufe ich im QFC (Quality Food Centre) ein
gutes Brot und Eier. Um 13.15h bin ich beim Hafen. Die Fahrt von Fauntleroy
nach Southworth kostet 14.05 USD für Pensionierte. Ich muss ½h warten, bis
wir auf die Fähre fahren können. Für die 8km lange Überfahrt mit Stopp auf
Vashon Island brauchen wir ½h. Von Southworth geht es über den Highway 16
und 3 nach Norden. Heute ist Memorial Day, darum hat es viel Verkehr. Bei
Port Gamble staut sich der Verkehr auf mehr als 10km. Zum Glück in der
Gegenrichtung. Es hat hier mehrere Navy Basen. So sehe ich zum ersten Mal
einen Flugzeugträger, zwar nur aus der Ferne aber es ist trotzdem
eindrücklich. Nach 70km geht es via Beaver Valley Road nach Townsend. Das
Airbnb finde ich problemlos. Der Schlüssel liegt im Versteck das mir Hadley
beschrieben hat. Ich richte mich ein. Auf der Terrasse trinke ich mein
Ankunftsbier inmitten von Hühnern und Enten. Mit der Katze habe ich schon
gestritten, sie wollte natürlich in mein Zimmer. Ein beschaulicher Ort, nur
die nahe Strasse stört ein wenig. Hoffentlich nicht in der Nacht. Da die
Stadt etwa 2.5km entfernt ist, lade ich mein Motorrad ab. Gegen 19h taucht
Hadley auf. Zum Nachtessen fahre ich in die Stadt. Da hat es noch viele
Häuser im viktorianischen Stil. Ich esse im Fountain Cafe. Baked Gorgonzola
mit Aprikosen und Mashed Potatoes. Vom Gorgonzola schmeckt man fast nichts,
dafür umso mehr von den Aprikosen. Schmeckt trotzdem gut, einfach zu süss.
Auf dem Heimweg tanke ich noch. Zu Hause telefoniere ich mit Maria und suche
dann in Vancouver ein Airbnb, buche aber noch nichts. Um Mitternacht bin ich
im Bett.
(102km mit dem Auto und 8km mit der Fähre, 3h unterwegs und 8km mit dem
Motorrad)
Di 31.05.2016
Frühstück mit frischen Eiern von den eigenen Hühnern im Garten. Nachher
steht wieder einmal Büro an. Ich bestelle via Amazon einen
Batterie-Separator als Ersatz für den defekten (96 USD inkl. Versand). Er
soll bis morgen Abend um 20h da sein. Ich bin gespannt. In Anacortes buche
ich ein Airbnb-Zimmer, ich kann notfalls auch einen Tag später anreisen,
falls Amazon zu spät liefert. Eine junge Engländerin kommt mit dem Velo an.
Sie fährt alleine von Vancouver bis Los Angeles. Apero mit ihr und Hadley
auf der Terrasse. Zum Nachtessen fahre ich mit dem Motorrad ins "123 Thai".
Da esse ich einen guten Green Curry. Um 21h bin ich zurück. Maria's Pässe
sind noch nicht angekommen.
(4km mit dem Motorrad)
Mi 01.06.2016
Heute bin ich seit 4 Jahren unterwegs. Das habe ich aber erst später
realisiert. Ich rufe Magi an, sie hat heute Geburtstag. Sie ist und Rom und
besucht da Fix, der wieder am Italienisch lernen ist. Nach dem Frühstück
installiere ich eine neue Version von BlueGriffon, meiner Software für die
Internetseite. Wie üblich dauert das länger wie geplant. Bereits um 11h
kommt mein Ersatzteil von Amazon. Ich baue es sofort ein und es funktioniert
einwandfrei. Gegen 16h fahre ich mit dem Motorrad in die Stadt. Es gibt hier
noch viele alte Häuser im viktorianischen Stil. Es ist eine kleine schöne
Stadt. Beim Hafen kehre ich im "Velocity" ein und trinke einen guten Kaffee,
dazu einen Mandelgipfel. Bei der Fähre hole ich mir noch einen Fahrplan,
dann zurück nach Hause. Auf dem Heimweg treffe ich mitten in der Stadt auf
ein Reh mit ihrem Jungen. Das sei normal mein Hadley später. Maria versucht
die kanadische Botschaft zu erreichen. Einmal kommt sie durch, aber sie
weiss ihre Passnummer nicht. Ich schicke sie ihr, aber nachher kommt sie nie
mehr durch. Apero im Wohnzimmer. Zum Nachtessen fahre ich ins "The Tin
Brick", das ist eine Pizzeria mit Holzofen. Die Pizza ist sehr gut, knusprig
und nicht süss, aber viel zu gross. Zurück zu Hause geniesse ich ein Vollbad
und telefoniere mit Maria über Line. Die katholische Schule ist wohl nicht
mehr aktuell, 44-55 Kinder pro Klasse und einen freien Platz für Efraim
haben sie nicht. Es gibt da noch die Batari School. Die soll auch gut sein.
Efraim wird da einen Aufnahme-Test machen. Um Mitternacht bin ich im Bett.
(8km mit dem Motorrad)
Do 02.06.2016
Nach dem Frühstück schicke ich eine Email an die kanadische Botschaft.
Danach Tagebuch nachführen und packen. Um 11.15h fahre ich los. Zuerst zum
Safeway zum Einkaufen, nachher zur Fähre (12.45 USD). Ich bin zu früh dran
und muss ½h warten. Pünktlich um 12.30h fahren wir los. Nach ½h sind wir am
Ziel in Coupeville. Da es kühl und bewölkt ist, bleibe ich im Innenraum. In
Oak Harbor tanke ich. Nächster Halt beim Deception Pass. Da ist eine
imposante Brücke von der Whidbey Island zur Fidalgo Island. Ich überquere
die Brücke zu Fuss, hin und wieder zurück. Die zwei Brücken sind 60m hoch
und 156m + 297m lang. Um 14.15h bin ich in Anacortes. Das Airbnb von Ian ist
klein und gemütlich. Er ist heute nicht da. Ich richte mich ein und lade
mein Motorrad ab. Nach 18h meldet sich Maria, was sie erzählt ist kaum zu
glauben. Wir haben vor 2 Wochen die Pässe von Maria & Efraim nach
Jakarta geschickt, wie wir schriftlich angewiesen wurden. Auf meine Email
von heute Morgen meldet sich die Botschaft bei ihr. Die Pässe liegen schon
lange bereit, man muss sie persönlich abholen!!! Das hat uns aber vorher
niemand gesagt oder geschrieben. Es ist unglaublich, ich glaube auf
Botschaften arbeiten die eingebildetsten und dümmsten Leute der Welt, anders
ist das nicht zu erklären. Maria muss nun am Sonntagabend nach Jakarta
fliegen, um die Pässe am Montag zwischen 10h und 12h abzuholen. Wieder so
eine Schikane dieser Botschaften. Ich fahre mit dem Motorrad zum Nachtessen
ins Greek Island Restaurant. Ich habe Glück, denn die schliessen um 20h. Es
gibt nur noch eine Greek Combo, aber die ist gut, Greek Salad, 2 Lamm-Haxen
und Mousaka. Am Schluss bin ich der einzige Gast. Um 20.30h bin ich bereits
wieder zurück. Maria ist unterwegs zur Batari School. Sie ist wegen des
ganzen ziemlich gestresst. Sie hat letzte Nacht kaum geschlafen. Sie klärt
mit ihren Verwandten in Jakarta ab wo sie übernachten kann. Ich gehe um 23h
ins Bett.
(57km, 3h unterwegs und 7km mit dem Motorrad)
Fr 03.06.2016
Um 7.30h rufe ich Maria an. Sie kann zur Freude von Efraim kaum noch die
Augen offen halten. Nachher buche ich die Flüge nach Jakarta für sie. Das
sind nochmals 1'974'600 IDR = 145 CHF Zusatzkosten für das Visum. Nachher
erledige ich mein Büro. Ich habe seit langem keine Abrechnung mehr gemacht.
Um 16h höre ich auf und fahre in die Stadt. Einkaufen und Sightseeing. Der
alte Teil von Anacortes ist gepflegt und hat noch ziemlich viele alte
Häuser. Da gibt es viele Restaurants. Mein Motorrad vibriert seit ich in den
USA bin ziemlich heftig. In einer Töff-Garage meint der Besitzer, dass ich
vermutlich zu wenig Druck in den Reifen habe. Er pumpt auf und geht auf
Probefahrt. Es ist tatsächlich behoben. Er repariert Harleys und ähnliches,
hat aber einen riesigen Spass an meinem Motorrad. Auch ein Kunde mit Harley
findet meine Honda 125 cool. Apero im Wohnzimmer, nachher mit dem Motorrad
ins Brown Lantern Ale House. Da Tagesmenu ist Halibut & Chips. Schmeckt
sehr gut. Es ist ein gemütliches Pub. Ich rede ziemlich lange mit meinem
Nachbar an der Bar. Wenn ich nach Hause komme, sind Ian und seine Freundin
Jacqui da. Wir sitzen eine Weile zusammen. Ich telefoniere noch mit Maria
mit Line, nachher gehe ich auch schlafen.
(15km mit dem Motorrad)
Sa 04.06.2016
Vor dem Frühstück telefoniere ich mit Maria. Ian & Jacqui bestreiten
einen Halb-Marathon und sind weg bis am Abend. Nach dem Frühstück buche ich
zwei weitere Airbnb. Für die nächsten 2 Nächte in Bellingham und dann 8
Nächte in Vancouver. In Vancouver wollen viele keine Kinder unter 12 Jahren.
Es dauert eine ziemliche Weile bis ich mich entscheiden kann. Das Buchen
geht dann schnell. Um 14h ist alles erledigt und ich fahre mit dem Motorrad
zum Einkaufen. Heute ist es schön und ziemlich warm. Ich bin zum ersten Mal
seit langem ohne Jacke unterwegs und das erst noch auf dem Motorrad. Ich
kaufe noch eine kleine Fähre als Souvenir für Maria ein. Zurück zu Hause
geniesse ich ein Vollbad. Ian & Jacqui kommen früher nach Hause wie
angekündigt. Ian hat eine eigene Bier-Zapf-Anlage. Ein Freund kommt vorbei
und hilft ihm beim neu einrichten. Er ist Braumeister in der lokalen
Anacortes Brewery. Das Bier schmeckt ausgezeichnet. Ian & Jacqui laden
mich zum Nachtessen ein. Es gibt Reis mit Gemüse und Fleisch, nicht
schlecht. Dazu natürlich Bier. Die beiden sind vom Rennen ziemlich müde und
gehen früh ins Bett. Maria macht sich bereit um nach Jakarta zu fliegen. Ich
gehe um 23h schlafen.
(7km mit dem Motorrad)
So 05.06.2016
Maria ist um 20.30h indonesische Zeit in Jakarta gelandet und wartet auf
Ria, die wird sie abholen. Ich telefoniere noch mit Markus. Nach dem
Frühstück mit Ian & Jacqui verlade ich das Motorrad und packe zusammen.
Um 10.45h fahre ich los. Ich nehme es gemütlich, es sind nur etwa 60km.
Fidalgo Island ist eine Insel, aber davon merkt man nicht viel weil es
eigentlich nur zwei "Flüsse" sind die sie vom Festland resp. von der Whidbey
Island trennen. Kaum auf dem Festland verlasse ich den Highway 20 um der
Küste entlang zu fahren. Den Bay View State Park lasse ich links liegen, die
verlangen 10 USD Eintritt. Die ersten 40km verlaufen im Flachland, nachher
erreiche ich die Steilküste der Samish Bay. Da die Bucht hier bei Ebbe fast
ohne Wasser ist, eignet sie sich zur Austernzucht. Beim Chuckanut Ridge
mache ich einen kurzen Stopp. Da sieht man die Austernfarmen gut. Bereits um
12.15h bin ich in Bellingham und kann mein Zimmer beziehen und mich
einrichten. Nachher fahre ich zum Bellis Fair Einkaufszentrum um bei
AT&T eine 2.SIM-Karte zu kaufen. Sie glauben nicht, dass das was ich
machen will funktioniert. Wir werden es sehen. Zurück zu Hause mache ich
mich auf den Weg zum Hafen. Der ist nichts Besonderes, aber in der Nähe gibt
es die Chuckanut Brewery & Kitchen. Da kehre ich ein. Ein gutes Bier und
"Landjaeger". Hat nichts mit unserem Landjäger zu tun, ausser dass das
Fleisch ähnlich aussieht, es schmeckt trotzdem. Apero im Garten, Koelle
setzt sich zu mir. Wir reden über meine Reise und ihr Hippie Leben. Es ist
ein interessantes Gespräch. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss in die Kulshan
Brewery. Da gibt es gutes Bier, gute Fish & Chips und Live Musik. Es ist
das erste Mal, dass ich in an der Westküste der USA im Freien essen kann, es
ist warm genug. Gegen 22h bin ich zurück. Ich telefoniere mit Maria. Sie hat
die Pässe mit dem Visum für Kanada! Dann gehe ich bald schlafen.
(61km, 1½h unterwegs und 9km zu AT&T und 6km zu Fuss)
Mo 06.06.2016
Koelle lässt normalerweise niemand in ihre Küche. Ich darf mein Ei und meine
Milch selber kochen. Den Kaffee macht sie selbst. Mein Zimmer geht zur
Strasse und die hat tagsüber ziemlich Verkehr. Nachts ist es besser, aber
trotzdem ziemlich laut. Ich kann ins andere Zimmer umziehen. Das ist zwar
kleiner, aber geht zum Garten. Nach 11h mache ich mich auf den Weg in die
Stadt. Ich will meine Haare schneiden lassen. Der erste Barber Shop ist
geschlossen, obwohl er im Internet damit wirbt jeden Tag geöffnet zu sein.
Ich frage in einem Buchladen nach einem anderen Barber Shop. Die schicken
mich zu Wally's Barber Shop. Der ist offen und super. Erinnert mich an
Franky. Ich muss ziemlich lange warten bis ich an der Reihe bin. Es ist aber
kurzweilig. Nach 1½h schneidet mir Wally persönlich die Haare. Er ist etwa
75 Jahre alt und macht seinen Job nach der alten Art, inkl. Massage am
Schluss. "Good for our old bones" meint er. Es kostet 18 USD. Auf dem
Rückweg kaufe ich im Public Market Wein ein und trinke einen Kaffee. Koelle
serviert Apero im Garten, ich bringe den Wein. Es macht Spass mit ihr zu
reden. Ich offeriere ihr, das Internet richtig zu konfigurieren. Sie kocht
mir dafür ein gutes Nachtessen mit Wurst und Kabis. Das wiederum passt Maria
nicht. Ich hätte Geld verlangen müssen meint sie. Bevor ich ins Bett gehe
aktiviere ich noch den neuen Plan für meine 2. SIM-Karte, und setze sie
nachher in meinen Hotspot ein. Es funktioniert entgegen der Behauptung im
AT&T Shop. Der Plan kostet 60 USD und beinhaltet 6GB Daten und
unbeschränkte lokale Anrufe und SMS auch in Kanada. Dort ist das viel
teurer.
(4km zu Fuss)
Di 07.06.2016
Nach dem Frühstück verabschiedet sich Koelle, sie hat eine Verabredung. Ich
packe und reinige wieder einmal die Scheiben. Um 10.30h fahre ich los. Bis
fast zur Grenze geht es über die Interstate 5. Am Anfang hat es viel
Verkehr, nachher immer weniger. Ich verlasse die Interstate 5 bei Blaine und
fahre Richtung Grenze. Kurz vorher tanke ich noch voll. In Amerika ist
Diesel billiger als in Kanada. An der Grenze die positive Überraschung. Ich
denke ich bin am Ausreisen, bis ich merke, dass ich bereits beim kanadischen
Zoll bin. Ich werde gefragt ob ich Waffen dabei habe, wie lange ich in
Amerika war, ob das Auto versichert sei, mein Beruf, wieviel Geld ich zur
Verfügung habe, was der Container-Transport gekostet habe und durch bin ich.
Er vergisst fast meinen Pass zu stempeln, ich muss ihn nochmals zurückgeben.
Das ganze dauert 3 Minuten, ohne auszusteigen! Etwas später halte ich an um
Bargeld aus dem ATM zu holen. Nach 40km bin ich um 12.15h beim Metrotown
Einkaufszentrum. Ich kaufe einen Reiskocher für Maria und diverse
Lebensmittel ein. Bereits um 13.45h bin ich beim Airbnb von Harmony in
Burnaby knapp ausserhalb von Vancouver. Das Zimmer ist gross und hat eine
grosse Terrasse mit Blick auf den Burrard Inlet. Es liegt ruhig und etwas
ausserhalb, gerade richtig für einige ruhige Tage. Ich richte mich ein und
unterhalte mich mit Harmony. Mein Hotspot funktioniert zu Beginn nicht, weil
ich vergessen habe das Roaming zu aktivieren. Apero auf der Terrasse, es ist
angenehm warm. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins italienische Restaurant
Cotto. Harmony hat es empfohlen. Meine Cannelloni Carne sind sehr gut. Um
21h bin ich zurück und telefoniere mit Maria. Efraim hat heute einen Test an
der neuen Schule machen müssen. Beim Vorstellen ging der Gummi an seinen
Hosen kaputt und sie rutschten herunter. Fängt ja gut an. Ich buche den Flug
für Christina, Maria's Schwägerin und ihren Sohn Jhon von Jakarta nach
Medan. Sie wird für Mama sorgen während Maria weg ist. Dann gehe ich bald
schlafen.
(37km in den USA und 48km in Kanada, 3¼h unterwegs und 2km zu Fuss)
Zusammenfassung USA:
4900km gefahren.
Total 49 Tage Aufenthalt, davon 36 Tage unterwegs, der Rest war warten.
Mi 08.06.2016
Nach dem Frühstück installiere ich die neuste Version von Blue Griffon,
meiner Internetseiten-Software. Die gröbsten Fehler sind nun behoben. Es ist
regnerisch und kühl. Ich kläre noch allerlei ab. Später fahre ich mit dem
Auto zum Einkaufen. Es gibt einen Safeway in der Nähe. Fast gleich wie in
den USA, nur verkaufen sie hier keinen Alkohol. Dafür muss ich in den Liquor
Store nebenan. Zum Apero scheint die Sonne, aber es ist kalt, darum drinnen.
Zu Fuss gehe ich zum Nachtessen. Im japanischen Restaurant Sushi Town esse
ich Chirashi Don, Korean Style. Mit rohem Fisch, viel Salat und Reis.
Schmeckt gut ist aber ziemlich süss, vermutlich nur hier, nicht in Japan. Zu
Hause räume ich mein Email-Programm auf. Exportiere die Emails von Muetti
und kündige ihr Swisscom-Konto, ein komisches Gefühl. Telefoniere noch mit
Maria über Line. Um Mitternacht bin ich im Bett.
(4km mit dem Auto und 2km zu Fuss)
Do 09.06.2016
Nach dem Frühstück starte ich mit meinem neuen Reisebericht. Gut das es
regnet und unfreundlich ist. Zwischendurch scheint ab und zu die Sonne. Die
Aussicht von meinem Arbeitsplatz ist genial. Bis zum Apero sind die Bilder
ausgesucht und eingefügt. Efraim kann in die neue Schule wechseln. Das ist
gut so, denn die Singapore School hat mir nicht gepasst, zudem ist sie mehr
als 3 Mal so teuer. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins Cotto. Das Lamb
Osso Buco mit Risotto schmeckt sehr gut. Zurück zu Hause checke ich
Christina & Jhon ein.
(2km zu Fuss)
Fr 10.06.2016
Nach dem Frühstück geht es weiter mit dem Reisebericht. Zwischendurch
versuche ich Maria & Efraim einzuchecken. Bei AirAsia kein Problem, aber
bei China Eastern kann ich Efraim nicht einchecken, weil sie Kinder nur am
Schalter einchecken. Ziemlich doof. Das Wetter ist wieder wechselhaft und
kalt, ich schalte die Heizung ein. Bis zum Apero ist der Reisebericht bis
auf die Kommentare zu den Bildern fertig. Zu Fuss gehe ich ins Restaurant
Peking. Szechuan Style Chicken Chop Suey schmeckt sehr gut, ist aber nicht
scharf wie angekündigt, zum Glück auch nicht süss. Maria macht sich bereit
für den Flug nach Vancouver. Um Mitternacht bin ich im Bett. Ich lasse den
Ton am Handy an, falls Maria anruft. Prompt ist jemand aus der Schweiz um 2h
Nachts falsch verbunden.
(2km zu Fuss)
Sa 11.06.2016
Erwache um 5.30h und rufe Maria an. Sie ist auf dem Weg zum Gate und fliegt
pünktlich ab. In Kuala Lumpur muss sie mit dem Gepäck durch den Zoll und das
Terminal wechseln. Auch das klappt und um 9h sind sie für den Flug nach
Vancouver eingecheckt. Nun kann ich in Ruhe Frühstücken. Um 11.20h fliegen
sie nach Shanghai. Ich bestelle eine wasserdichte Kamera über Amazon. Es
kostet mich 0.55 CHF mehr als bei Digitec in der Schweiz und soll am
Dienstag geliefert werden. Meine alte wasserdichte Kamera ist im Oktober
2014 voll Wasser gelaufen. Seither habe ich keine "Drinking Camera" mehr
gehabt ausser dem Handy. Dann mache ich hinter den Reisebericht. Denn möchte
ich fertig stellen bevor Maria ankommt. Es hat bereits Reklamationen
gegeben. Um 17.30h meldet sich Maria aus Shanghai. Sie hat da 6h Aufenthalt.
Um 19h klappt es sogar mit dem Telefonieren über Skype. Zum Nachtessen gehe
ich ins "White Spot". Maccaroni & Cheese würde bei uns Hörnli-Auflauf
heissen und ist sehr gut. Dazu Salat mit richtiger Sauce und Merlot. Um
21.30h bin ich zurück. Maria meldet sich nochmals, sie wird um 22.20h
abfliegen. Ich stelle meinen Reisebericht fertig und verschicke die Emails.
(3km zu Fuss)