Tagebuch

Stand: 31.03.2016 Hauptseite / Home
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Fr 12.02.2016
Wie bereits üblich gehe ich ein Baguette kaufen. Diesmal ist der Schlüssel am richtigen Ort. Nach dem Frühstück zurück an den Computer. Die Kanadier verweisen mich an eine andere Stelle für meine Einreise mit dem Auto und die erste Versicherung sagt bereits ab. Fängt ja gut an. Ich klemme mich hinter den Reisebericht. Um 15h bin ich fertig. Später verschicke ich die Emails. Mark hat ab jetzt Ferien. Wir haben Apero im Garten und warten auf Jody. Sie macht Teigwaren-Salat, aber leider kocht sie die Pasta ohne Salz. Nachher schauen wir uns noch den Rest des Films Scarface an.

Sa 13.02.2016
Ich gehe wieder Brot kaufen, dann Frühstück. Mark bereitet alles für deren Camping-Ferien vor. Er nimmt das sehr genau. Am Nachmittag besuchen sie seine kranke Mutter, Sie werden zum Nachtessen nicht zurück sein. Ich nehme ein Vollbad und rasiere mich. Apero im Garten, nachher gehe ich zu Fuss in den Ort. Im Muang Thai Restaurant esse ich ein Red Thai Curry. Schmeckt gut, ist aber leider süss. Mark und Jody sind bereits zurück wenn ich nach Hause komme. Wir sitzen noch etwas zusammen, dann gehen wir ins Bett.

So 14.02.2016
(116km, 1½h unterwegs und 11km zum Nachtessen)
Um 9h stehe ich auf und packe. Mark und Jody stehen erst gegen 10h auf. Frühstück mit Rührei, leider auch wieder ohne Salz. Ich packe fertig und fahre dann um 12h los. Zuerst zum Einkaufen, dann noch Tanken. Es ist 12.45h bis ich wirklich losfahre. Zuerst geht es der Kapati-Küste entlang. Zwischen Hügeln und Meer. Es hat ziemlich viel Verkehr. Später erreiche ich eine weite Ebene. Da wird vor allem Milchwirtschaft betrieben. Es hat riesige Kuhherden. Nach 1½h bin ich in Feilding. Ich finde meine Airbnb Unterkunft auf Anhieb. Drew empfängt mich und zeigt mir mein Zimmer. Es ist ein neues Haus in einem neuen Einfamilienhaus-Quartier. Ich richte mich ein und trinke mein obligates Bier mit Nat & Drew. Bald darauf verlassen sie das Haus. Heute ist Valentinstag und sie sind eingeladen. Apero mit Bruno dem Hund auf der Terrasse mit schöner Aussicht. Zum Nachtessen fahre ich in den Ort. Sie haben mir das "Murray Irish Public House" empfohlen. Es ist ein gemütliches Pub und die Banger with Mash sind sehr gut. Um 21h bin ich zurück.

Mo 15.02.2016
Nat & Drew fahren zur Arbeit, sie sind beide Primarlehrer. Nach dem Frühstück packe ich und fahre um 10h los. Es ist leicht bewölkt. Die Landschaft ist voll von kleinen Hügeln, dazwischen zum Teil tiefe Flusstäler. Nach ½h halte ich beim Stormy Point kurz an. Von da hat man eine gute Aussicht auf diese typische Landschaft. Gegen 12h bin ich in Waiouru beim Army Museum. Mark hat hier gearbeitet und mir einen Besuch ans Herz gelegt. Er ist hier als lebensgrosse Figur als Kriegsgefangener verewigt. Die Ähnlichkeit fällt nicht sofort auf, ist aber bei näherem Hinsehen schon vorhanden. Sonst ist das Museum die 10 NZD nicht wert, die ich als Senior bezahlen muss. Ich trinke noch einen Kaffee und fahre dann weiter. Hier ist man auf einer Hochebene die bis 1100 müM liegt. Ich halte nochmals an um die beiden Vulkane Mount Ruapehu (2797 müM) und Mount Ngauruhoe (2291 müM) zu fotografieren. Hier geht ein stürmischer Wind. Um 13.30h bin ich bei der "Tokaanu Geothermal Area". Da gibt es einen Rundweg durch die thermisch aktive Gegend. Es dampft, blubbert und stinkt. Nach ½h fahre ich weiter. Unterwegs halte ich noch zwei Mal kurz an um den Lake Taupo zu fotografieren. Es beginnt leicht zu regnen. Einfahrt Taupo tanke ich noch, und fahre dann durch das Stadtzentrum, nichts Besonderes. Nach 15h bin ich beim neuen Airbnb. Shona ist nicht zu Hause, sagt mir aber wo der Schlüssel liegt. Nun regnet es richtig. Ich richte mich ein. Selina hat sich gemeldet, ich suche einige Formulare die sie benötigt im Internet zusammen. Sie hat mir sehr schlechte Kopien geschickt. Apero im Wohnzimmer zusammen mit einem jungen Pärchen aus Deutschland. Shona gibt mir einige Tipps zum Nachtessen. In der Nähe gibt es einen chinesischen Take Away. Mie Goreng ist sehr gut und sehr viel (12.50 NZD) und wie gewünscht gut gewürzt. Ich esse in der Küche, Shona hilft auch mit, und trotzdem bleibt die Hälfte übrig. Wir schauen noch etwas im TV, dann gehe ich in mein Zimmer. Beantworte einige Fragen von Selina. Es scheint nun doch möglich alles zusammen in einem Standart-Container zu verschicken.
(247km, 5h unterwegs)

Di 16.02.2016
Es regnet. Nach dem Frühstück erledige ich einige Büroarbeiten, dann packe ich zusammen. Um 11.15h fahre ich los, aber nur in die Stadt um eine SD-Card für meine Kamera zu kaufen. Um 11.30h fahre ich dann richtig los. Zuerst zu den Huka Falls. Das ist der Abfluss des Lake Taupo. Fallhöhe total 11m. Das eindrücklichste ist die riesige Wassermenge die sich durch den nur 15m breiten Canon über mehrere Stufen herunterstürzt (durchschnittliche 140.000 Liter pro Sekunde). Nach ¼h fahre ich weiter, vorbei an einem riesigen Geothermischen Kraftwerk. Es geht nun wieder hoch auf bis zu 800 müM. Es beginnt zu regnen. Hier werden wieder riesige Waldflächen kahlgeschlagen und dann wieder aufgeforstet. Um 12.45h bin ich bei den Waipunca Falls. Ich mache eine kurze Pause, dann geht es weiter. Nach kurzer Zeit bin ich beim Tarawera Cafe. Da trinke und esse ich etwas. Nach ½h geht es weiter der Küste entgegen. Das Wetter wird immer besser. Um 14.30h bin ich in Napier. Liz ist wie angekündigt nicht zu Hause. Ich parkiere mein Auto vor dem Haus und gehe zu Fuss in die Stadt. Das sind etwa 1.5 km. Die Stadt wurde 1931 durch ein Erdbeben zerstört und nachher wieder im damaligen Stil aufgebaut. Sie ist weltberühmt wegen ihren Art Deco Bauten. Ich trinke ein Bier im Rose Irish Pub. Dann gehe ich zum Kies-Strand. Setze mich mehrmals auf eine Bank und schaue den Leuten zu. Auf dem Rückweg lege ich nochmals eine Pause beim Clive Square Gardens, einem schönen Park ein. Nach 18h bin ich zurück. Liz ist nun da und zeigt mir das Haus und gibt mir Tipps zum Nachtessen. Ich richte mich ein, dann Apero. Zu Fuss gehe ich zurück in die Stadt ins Kilim Turkish Cafe. Ich esse Mousaka, das ist zwar eher griechisch, aber trotzdem gut. Um 21h bin ich zurück. Bin ziemlich müde und gehe bald schlafen.
(158km, 3¼h unterwegs und 7km zu Fuss)

Mi 17.02.2016
Frühstück mit gutem Kaffee, zum ersten Mal seit ich zurück aus der Schweiz bin. Natürlich mein selbstgekochter ausgenommen. Nachher erledige ich den Formular-Krieg für das Verschiffen meines Autos. Gegen 15h gehe ich in die Stadt. Schaue mir noch einige "Sehenswürdigkeiten" an. Das wichtigste habe ich schon gestern gesehen. Bei der Tourist-Information frage ich nach einem Schuhreparatur-Service, dann gehe ich dorthin. In ¼h sollten meine Sandalen repariert sein. Ich gehe barfuss zu einem Kebap-Restaurant auf einen guten Kebap. Meine Sandalen brauchen länger als geplant. Es ist eine Schande für Teva. Ich habe 2 Paar Trekking-Sandalen gekauft als ich in der Schweiz war, als Ersatz für die alten, die ich fast 10 Jahre benutzt habe und deren Sohle nun abgelaufen ist. Das 1.Paar habe ich knapp 2 Monate benutzt, dann hat sich die Sohle gelöst. Darum habe ich das 2.Paar nach Neuseeland mitgenommen. Nach wenig Gebrauch löst sich nun die Sohle bereits nach 5 Wochen. Der Schumacher meint, der Leim vertrage die Wärme nicht. Sandalen trägt man wenn es heiss ist, das werde ich Teva bei Gelegenheit mitteilen. Ich kaufe noch ein und gehe dann nach Hause. Kaum angekommen beginnt es zu regnen. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins Rose Irish Pub. Die Pork Schnitzel mit Gemüse und Chips schmecken gut. Meine Tischnachbarn sind ein Paar aus der Schweiz, woher den sonst. Um 21h gehe ich zurück, es regnet immer noch.
(6km zu Fuss)

Do 18.02.2016
Der Kaffee schmeckt heute nicht mehr so gut wie gestern. Dazu gibt es Spiegeleier und Tomaten mit Basilikum. Liz ist krank und geht bald wieder ins Bett. Ich packe zusammen und beantworte noch die Email von Selina. Sie organisiert nun einen Container nach Long Beach, San Diego kostet 800 USD mehr. Um 10.45h fahre ich los, aber nur bis zum Bluff Hill Lookout. Von da hat man eine gute Aussicht über den Hafen. Da wird viel Holz verladen. Nach 10 Minuten fahre ich weiter. Es geht nun ein Stück weit der Küste entlang, dann entfernt sich die Strasse von der Küste. Es ist sehr hügelig. Die Strasse ist kaum jemals gerade und eben. Es hat nicht viel Verkehr, eine angenehme Fahrt. Nach 1h halte ich kurz bei einer imposanten Eisenbahnbrücke an um ein Foto zu machen. Der nächste Halt ist in Wairoa, eine kleine Stadt an der Küste. Im Eastend Cafe trinke und esse ich etwas. Nach ½h fahre ich weiter. Nach einer halbstündigen Fahrt bin ich um 14.15h bei den Morere Hot Springs. Mary hat mir die sehr empfohlen, vor allem den obersten Pool. Es kostet 12 NZD Eintritt, dann muss man 7 Minuten zu Fuss durch einen dschungelartigen Wald gehen. Es gibt da ein Badehaus mit 3 Pools. 44C°, 34C° und etwa 20C°. Eine Zeitlang sind wir alles Europäer. Ein Paar aus Holland und ein Paar aus England und ich. Später kommt eine Maori Familie dazu. Es ist ein sehr angenehmer Ort. Nach 2h fahre ich weiter. Es stürmt gewaltig. Das scheint hier aber normal zu sein, denn es gibt überall hohe Hecken um den Wind von den Obst-Plantagen abzuhalten. Ich halte nochmals kurz an um die Bucht von Gisborne zu fotografieren. Um 17.15h treffe ich in Gisborne ein. Das Haus von Mary & Clive finde ich auf Anhieb, obwohl es sehr abgelegen an einer Privatstrasse mit Tor am Eingang liegt. Mary ist bereits zu Hause. Sie arbeitet als Kinder-Ärztin im örtlichen Krankenhaus. Kurz darauf kommt auch Clive nach Hause. Er hat eine eigene Zahnarzt-Praxis im Ort mit 2 Zahnärzten. Er drängt darauf mir Gisborne zu zeigen. Wir fahren bald los. Zuerst zum James Cook Memorial. Das Denkmal soll gar nicht James Cook sein hat man herausgefunden. Aber er hat 1769 Neuseeland entdeckt. Von hier hat man eine schöne Aussicht über den Ort und die Bucht. Wir fahren noch etwas weiter, da sieht man aufs offene Meer hinaus. Auf dem Rückweg kaufen wir noch Bier ein. Zu Hause dann Apero. Mary kocht frischen Fisch von Gisborne, dazu gebackene Kartoffelschnitze und Gemüse. Sehr gut. Zum Dessert gibt es Apple crumble. Wir sitzen noch im Wohnzimmer zusammen und reden. Um 22h gehen wir ins Bett. Es regnet.
(222km, 6½h unterwegs)

Fr 19.02.2016
Wenn ich aufstehe sind Mary & Clive schon weg. Es regnet z.T. heftig. Das Haus steht auf einem Hügel im Wald. Es ist sehr ruhig. Das Frühstück mit eigenem Kaffee. Brot haben sie das gleich wie ich gekauft habe. Meine Milch muss ich aufbrauchen weil sie offen ist. Das Wetter bleibt regnerisch, so erledige ich diverse Büroarbeiten in aller Ruhe. Gegen Abend kommt die Sonne hervor, aber ich bleibe zu Hause. Gegen 17.30h kommt Clive nach Hause. Apero auf der Terrasse. Später kommt auch Mary nach Hause. Zum Nachtessen gibt es Chili Con Carne mit Reis. Nachher sitzen wir zusammen und reden über Gott und die Welt. Um Mitternacht bin ich im Bett.


Sa 20.02.2016
Frühstück mit Clive, Mary musste zur Arbeit, sie hat Pikett-Dienst übers Wochenende. Um 10.45h fahren wir mit Clive's Saab 900 Cabriolet los. Zuerst zu Richard, einem Freund. Dem helfen wir beim Begradigen seines Gartenzauns. Er besitzt einen Caterham Lotus Super Seven und einen Jaguar. Er fährt mit seinem Lotus mit. Um 11.15h fahren wir der Küste entlang Richtung Norden. Um 12h sind wir in Tolaga Bay. Da trinken wir etwas im Tolaga Inn. Nach ½h fahren wir weiter. Wir sind ziemlich zügig unterwegs, bis zu 120km/h. 100km/h wären erlaubt. Um 13.30h sind wir in Tokomaru Bay. In der Te Puka Tavern machen wir halt und trinken ein Bier. Um 14.15h fahren wir noch bis zum Ende der Strasse zur "Freezing Works". Da wurden bis 1953 Schafe und Kühe für den Transport tiefgefroren. Auf dem Rückweg halten wir kurz in Tolaga Bay und verabschieden uns von Richard. Er fährt direkt zurück. Wir stoppen beim alten Steg und gehen zu Fuss bis zum Ende. Das sind gut 600m, soll der längste Steg auf der Südhalbkugel sein, aber das stimmt nicht. In Carnarvon in Australien gibt es den One Mile Jetty. Um 16.15h noch einen kurzen Fotostopp beim Makorori Beach. Wir besuchen noch die beiden Denkmäler für Scott und seinen Matrosen Nick in Gisborne. Der soll als erster Neuseeland gesehen haben. Das stimmt allerdings nicht. Die Maori kamen 1280 und die Holländer um 1642. Um 17h sind wir zurück. Ich buche noch ein Zimmer in Maraehako Bay. Apero auf der Terrasse. Nachher fahren wir in die Stadt zum Nachtessen ins "Works" (ehemals Freezing Works). Dort treffen wir auch Richard. Das Essen ist gut, aber ziemlich teuer. Eigentlich wollte ich Mary & Clive einladen, aber sie kommen mir zuvor und bezahlen heimlich, bevor ich bezahlen kann. Zu Hause geniesse ich noch ein Vollbad und rasiere mich.
(200km mit Clive's Cabriolet, 6¼h unterwegs)

So 21.02.2016
Frühstück mit Clive, dann packen. Mary kommt zurück von der Arbeit. Nach 11.15h verabschiede ich mich und fahre los. Zuerst zum Tanken, Einkaufen und Bargeld abheben. Um 12h fahre ich dann wirklich los. Den ersten Teil der Strecke kenne ich schon von gestern. Um 13.15h mache ich einen Kaffeehalt in Tokomaru Bay, in der Te Puka Tavern wie gestern. Nach 20 Minuten fahre ich weiter. Um 14.30h bin ich in Tikitiki, dem vermeintlich östlichsten Punkt meiner Reise. Weil ich mich entscheide zum East Cape Lighthouse zu fahren, stimmt das aber nicht. Die Strasse dorthin ist etwa zur Hälfte geteert, der Rest ist Staubstrasse, aber in gutem Zustand. Für die 20km brauche ich ½h. Unterwegs gibt es einen Unfall. Ein Auto ist von der Strasse abgekommen. Der Heli kommt gerade wenn ich passiere. Ich steige die 800 Stufen bis zum Leuchtturm hinauf. Das sind 154m. Jetzt bin ich wirklich am östlichsten Punkt meiner Reise (178.55°). 128km weiter östlich beginnt der Westen???!!! Nach 40 Minuten fahre ich wieder zurück. Um 16.45h erreiche ich wieder die Hauptstrasse. Um 17h erreiche ich Hicks Bay. Da führt die Strasse landeinwärts. Es ist abwechslungsreich. Ich bin ziemlich zügig unterwegs. Es hat kaum Verkehr. Bei der Waihau Bay erreiche ich wieder die Küste. Um 18h bin ich in Maraehako Bay, meinem Ziel. Das Maraehako Bay Retreat liegt direkt am Meer. Wunderschön gelegen. Die Unterkunft ist sehr einfach. Der Besitzer ist nicht da. Die Fahrerin eines Touristen-Buses der hier alle paar Tage vorbeikommt hilft mir das Zimmer zu finden. Nachher trinke ich mein obligates Bier und rede mit ihr. Sie ist Maori und lebt in Gisborne. Bald kommt der Besitzer von seiner Motorradtour zurück. Er fährt eine Harley. Wir sitzen zusammen bei der Feuerstelle. Später zündet er das Feuer an. Es gibt kein Restaurant in der Nähe. Mein Nachtessen besteht aus Brot und Käse und Wein. Wir sitzen zusammen am Feuer und hören Musik. Der Besitzer hat immer etwas zu meckern, sei es über die Gäste oder das Personal. Er macht nicht den glücklichsten Eindruck. Ich telefoniere mit Muetti. Küde kommt gerade zu Besuch. Um 23h bin ich im Bett. Es ist nicht bequem, es hängt durch. Das schlechteste Bett seit langem. Das Meer ist nur 2m von meinem Fussende entfernt und ziemlich laut. Ich schlafe trotzdem gut.
(294km, 6¾h unterwegs)

Mo 22.02.2016
Ich warte bis der Touristenbus abgefahren ist, dann mache ich mir Frühstück. Ich bin nun alleine hier. Um 10.15h fahre ich los. Unterwegs halte ich einige Male an um zu fotografieren. Hauptsächlich fasziniert mich die White Island. Das ist ein aktiver Vulkan etwa 50km von der Küste entfernt. Erst später erfahre ich, dass aller Grund bestand fasziniert zu sein, denn es ist einer der grösseren Ausbrüche der letzten Jahre die ich sehe. Beim Nukuhou Salt Marsh halte ich an weil ich hoffe eine gute Aussicht auf die Flusslandschaft zu haben, ist Fehlalarm. Der letzte Halt ist in Ohope Beach. Soll Neuseeland beliebtester Strand sein. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Um 13h bin ich in Whakatane im Airbnb von Ian & Helen. Ich werde herzlich empfangen von Ian. Er zeigt mir mein Zimmer und nachher trinke ich mein obligates Ankunfts-Bier auf der Terrasse. Helen bringt etwas zu Essen, aber ich habe viel gefrühstückt. Um 14h fahre ich mit Ian zum Kohi Point Lookout. Von da hat man eine gute Aussicht über die Gegend. Hier sollen die Maori aus Polynesien um 1340 gelandet sein. Dabei ist ihnen ein Missgeschick passiert. Ihr Boot löst sich vom Strand und treibt mit den Frauen aufs Meer hinaus. Damals durften die Frauen unter keinen Umständen die Paddel eines Bootes benützen. Ein der Frauen beschliesst "Wie ein Mann" das Boot zum Ufer zurück zu paddeln. Daher der Ortsname Whakatane, das heisst auf Maori "Wie ein Mann". Ian war Lehrer an einer Maori-Schule und kennt darum diese Kultur sehr gut. Nachher zeigt er mir noch den Ort und die Stelle wo die Maori zuerst gesiedelt haben. Nach etwa 1h sind wir zurück. Ich führe mein Tagebuch nach. Maria ruft an, Paul hat gestern wieder angerufen und sie unter Druck zu setzen versucht. Ich esse heute bei Helen. Ian ist an einem Rotarier-Anlass. Wir wollen sein Garmin fit für ihre Reise nach Europa und USA machen. Ich kopiere Teile der Karten von Europa und USA auf seine SD-Card. Nach einigem Pröbeln funktioniert entweder die eine oder die andere Karte, aber nie beide. Wir geben für heute auf. Noch einen Schlummertrunk, dann ins Bett.
(129km, 2½h unterwegs und 23km mit Ian)

Di 23.02.2016
Es regnet, Frühstück mit Ian. Ian's Garmin kann nur eine zusätzliche Karte auf der SD-Card verwenden. Er geht ins Zentrum und kauft sich eine 2.Karte. Ich lade inzwischen die neusten Karten von Europa herunter. Das sind 4GB. Es ist wie immer mit Garmin. Der legale Weg dauert viel länger als der illegale. Bis die Karte auf meinem Navi installiert ist, dauert es über eine Stunde. Dazwischen werde ich quasi gezwungen Lunch zu essen. Bis alles kopiert und auf Ian's Garmin getestet ist, ist es bereits fast 17h. Ich fahre schnell mit dem Auto zur Post um Mary & Clive ihren Hausschlüssel zurück zu schicken. Ich bin zwar rechtzeitig da, nur habe ich den Schlüssel nicht mitgenommen. So fülle ich nur die Daten auf der Versandtasche aus und nehme sie mit. Helen & Ian sind heute an einem Rotarier-Anlass. Ich gehe zu Fuss zum Nachtessen ins Zentrum. Sass lange Zeit vor dem Computer und gehe jetzt ins "The Office" zum Essen! Den ganzen Tag Büro? Heute gibt es Steak & Ale für 20 NZD. Schmeckt gut, mit Salat und Chips. Zu Hause warten wir auf die Ankunft der neuen Gäste aus Österreich. Wir reden noch eine Weile, dann gehen wir ins Bett.
(3.5km mit dem Auto und 3km zu Fuss)


Mi 24.02.2016
Frühstück heute alleine, Ian trinkt nur einen Kaffee. Die Österreicher sind schon weg, ein Ausflug zur White Island. Helene verabschiedet sich, sie muss etwas erledigen. Ich packe meine Sachen zusammen und verabschiede mich dann von Ian. Er bedankt sich nochmals für die Karten. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst zur Post, dann zum Einkaufen, schlussendlich noch zum Tanken. Um 11.30h fahre ich dann wirklich los. Nach 20 Minuten mache ich einen kurzen Fotostopp, dann geht es ohne Halt weiter bis zum Mount Maunganui. Ian hat mir diesen Ort und vor allem die Rundwanderung um den Berg empfohlen. Es ist ziemlich touristisch. Der schönste Strand bis jetzt in Neuseeland. Auch die Rundwanderung lohnt sich. Die Einfahrt in den Hafen ist ziemlich schmal und es hat viel Verkehr. Das und auch die Küste machen die Wanderung interessant. Auf dem Rückweg esse ich noch einen guten Kebap. Nach 1½h fahre ich weiter. Um 16h komme ich in Whangamata an. Nancy & Harry empfangen mich herzlich. Ich setze mich zu ihnen um mein Ankunfts-Bier zu geniessen. Es stellt sich heraus, dass Harry selbst Bier braut. Natürlich muss ich das probieren. Um 18h mache ich mich auf den Weg zum Strand. Der ist auch schön. Es hat relativ viele Surfer. Die Wellen sind ziemlich hoch. Ich setze mich und schaue ihnen zu. Ich verschicke ein Stimmungs-Bild per WhatsApp. Dann gehe ich noch bis zum Steg am Ortsende. Ich will in die Pizzeria Nero, aber die ist geschlossen. Ich kaufe eine Take Away Pizza in der Nähe und bringe sie nach Hause. Leider ist sie nicht mehr richtig warm. Ich wärme sie im Mikrowellofen auf. Dann ist sie zwar warm, dafür gummig. Dazu habe ich Tomatensalat gekauft. Nachher setze ich mich noch eine Weile zu meinen Gastgebern. Erledige noch die täglichen Kleinigkeiten wie Tagebuch, Tracks kopieren und Routenplanung. Um 22.30h bin ich fertig.
(194km, 5½h unterwegs und 8.5km zu Fuss)

Do 25.02.2016
Nach dem Frühstück verabschiede ich mich von Nancy & Harry. Um 10.30h fahre ich los. Es hat kaum Verkehr und die Strecke ist abwechslungsreich, ziemlich hügelig. Auch hier sind sie am Abholzen ganzer Hügelzüge. Um 12h bin ich beim Parkplatz zum Cathedral Cove. Der Parkplatz ist viel zu klein und ich habe Pech. Das Auto vor mir schnappt den letzten Parkplatz. Ich frage die Fahrerin eines Shuttlebusses wieviel es kostet. Sie meint 5 NZD. Ich fahre ihr nach zurück ins Dorf. Unterwegs verlangen die Anwohner 10 NZD für einen Parkplatz! Ich parkiere am Schatten und steige um und werde zurück zum Parkplatz gefahren. Um 12.15h starte ich die Wanderung zum Strand. Es ist ein schöner Weg. Unterwegs sind sie am Bauen, aber sonst sind der Weg und die Aussicht gut. Nach ½h erreiche ich den Cathedral Cove Beach. Das sind zwei schöne Strände, verbunden durch eine hohe Höhle die den Namen Cathedral rechtfertigt. Es hat viele Leute hier, die am Schwimmen sind. Nach 20 Minuten mache ich mich auf den Rückweg. Unterwegs ist ein Paar aus der Schweiz hinter mir. Wenn sie mich überholen grüsse ich sie, aber sie reagieren nicht. Erst oben fragt sie mich ob ich wirklich Schweizerdeutsch gesprochen habe. Wir trinken noch etwas, dann nehmen sie mich mit zu meinem Auto. Ich fahre weiter zum Hot Water Beach. Unterwegs nehme ich 2 Amerikanerinnen chinesischer Abstammung mit. Sie haben einen Spaten dabei und wollen auch zu diesem Strand. Da sind die Leute am Löcher puddeln. Die füllen sich dann mit warmem Wasser und man hat seinen eigenen Spa. Auch die beiden Damen machen das. Ich schaue eine Weile zu, dann fahre ich weiter. Nach 5km verlasse ich die Hauptstrasse und lande nach wenigen Metern auf einer Staubstrasse. Die Strasse ist in gutem Zustand und führt durch eine schöne Gegend. Ziemlich kurvenreich bergauf auf 450 müM. Unterwegs sind sie am Warten der Strasse. Ich muss einige Minuten warten, bis die Strasse wieder passierbar ist. Nach 20km ist die Strasse wieder geteert. Ab Tapu geht es wieder der Küste entlang. Um 16.15h treffe ich in Kerepehi ein. Ein kleiner Ort in der Ebene des Waihou Rivers. Melanie empfängt mich herzlich. Mein Zuhause ist eine Kirche! Melanie interessiert sich sehr für meine Reise. Sie lädt mich zum Nachtessen ein. Ich spendiere den Wein dazu. Ihre Nichte Emma isst auch mit uns. Melanie gibt mir noch einige Tipps für die Reise in den Norden.
(161km, 5½h unterwegs und 4km zu Fuss)

Fr 26.02.2016
Zum Frühstück gibt es Rührei und selbst gebackenes Brot. Um 10.30h verabschiede ich mich und fahre los. Zuerst durch die weite Ebene, dann der Küste entlang zur Kawakawa Bay. Da kaufe ich mir eine Glacé und mache eine Pause. Nach ¼h fahre ich weiter. Beim Duder Regional Park halte ich nochmals an und mache einen kurzen Spaziergang zur Küste, 1km hin und zurück. Via Maraetai Beach fahre ich weiter Richtung Auckland. In Pakuranga bin ich in der falschen Spur und kann nicht in die geplante Richtung fahren. Ich denke kein Problem und biege links ab. Aber das ist die Autobahn und die nächste Möglichkeit zum Abbiegen ist erst in 1.5km. Mein Navi zeigt mir nun einen anderen Weg, aber der führt direkt in stockenden Verkehr. Die habe hier Dosierende Lichtsignale an der Einfahrt zur Autobahn. Immer nur 2 Autos jede 20 Sekunden. Der Umweg kostet mich ¼h. Um 14.15h bin ich da. Das Haus von Laskarina & Daniel liegt 20 Minuten zu Fuss vom Mission Bay Beach entfernt. Ich richte mich ein. Die beiden sind am Arbeiten. Um 16.30h mache ich mich auf den Weg zum Mission Bay Beach. Der Strand soll der beste von Auckland sein. Mich beeindruckt er nicht. Ich gehe der Strasse entlang um das Takaparawha Reserve. Ich habe einen schöneren Weg erwartet. Es geht alles der Hauptstrasse entlang. Erst beim Okahu Bay Cemetery kann man die Strasse verlassen. Wenigstens hat man eine gute Aussicht auf das Zentrum von Auckland und den Hafen. Um 18h bin ich zurück. Dani ist inzwischen zurück von der Arbeit. Sie sind aus Zürich und seit gut 3 Jahren hier. Wir trinken ein Bier zusammen. Laskarina hat heute ihren letzten Arbeitstag am alten Ort. Dani geht auch zur Abschiedsparty. Gegen 20h gehe ich wieder zum Mission Bay Beach. Im "De Fontein Belgian Beer Cafe" ist es voll. Ich habe Glück und bekomme schnell einen Tisch. Belgische Wurst vom Grill mit etwas ähnlichem wie Kartoffelstock schmeckt gut, ist aber nicht eine grosse Portion. Dazu das teuerste Bier bis jetzt in Neuseeland, 15 NZD für ein Leffe. Um 22h bin ich zurück. Um Mitternacht kommen Dani & Laskarina von der Party zurück. Wir reden noch eine Weile, dann ins Bett.
(140km, 3¼h unterwegs und 10km zu Fuss)

Sa 27.02.2016
Schlafe bis 9h. Nach dem Frühstück gesellt sich Dani zu mir. Ich erledige meine Wäsche und mein Büro. Nachher gehe ich zu Fuss zum Einkaufen. Nach meiner Rückkehr geniesse ich ein Vollbad. I m Radio gibt es eine Regenwarnung, 5cm in 6 Stunden sind angesagt. Gegen Abend beginnt es tatsächlich zu regnen. Am Anfang leicht, dann immer stärker. Es ist der Rest des Zyklon Winston, der vor einigen Tagen Fidschi verwüstet hat. Wir bleiben zu Hause. Laskarina kocht frische Spätzli, alles selbst gemacht. Dazu gibt es Hirsch-Wurst und –Fleisch. Ich spendiere den Wein dazu. Ein gemütlicher Abend. Wir gehen erst nach Mitternacht ins Bett.

So 28.02.2016
Nach dem späten Frühstück gehe ich mit Dani Einkaufen. Ich brauche Augentropfen. Mein linkes Auge ist seit gestern entzündet und tränt. Ich buche meine Airbnb Unterkünfte für die nächsten 3 Nächte und den Flug von Melbourne nach Medan am 19.März. Dani & Laskarina besuchen Freunde, ich fahre mit dem Bus ins Zentrum. Er sollte 15.22h fahren, kommt aber erst 15.41h, ich habe schon fast aufgegeben. Kaum steige ich aus dem Bus, beginnt es zu regnen. Ich mache trotzdem einen Rundgang durch das Hafengebiet. Da gibt es jetzt Jacht-Häfen und Schicki-Micki Beizen. Beeindruckende  Jachten gibt es da. Auch das Verliererboot gegen Alinghi ist her, sie machen jetzt America's Cup Fahrten für 180 NZD / Person damit. Es regnet immer wieder. Nach knapp 2h beschliesse ich zurück zu fahren, zumal der Bus nur jede Stunde fährt. Im Subway kaufe ich  noch ein Tuna Sandwich und nehme es zum Nachtessen mit nach Hause. Zuerst Apero, dann Nachtessen. Laskarina kreiert ein Kochbuch für das Brautpaar, zu deren Hochzeit sie in der Schweiz eingeladen sind. Dani packt die Weinflaschen ein, sie schreibt ein Rezept zu jeder Flasche. Gegen 22h gehen wir ins Bett, sie müssen morgen zur Arbeit, Laskarina an eine neue Arbeitsstelle. Ich schlafe schlecht, mein Auge schmerzt und ich erwache immer wieder.

Mo 29.02.2016
Es regnet, Dani verabschiedet sich um 7h, Laskarina geht um 8h, hat aber keine Zeit um mir zu klopfen. Nach dem Frühstück packe ich zusammen. Suche lange meinen Whisky. Der steht im Dunkeln im Schrank, darum finde ich ihn nicht auf Anhieb. Gegen 10.30h fahre ich los. Das Navi führt mich auf kürzestem Weg auf die Autobahn, darum sehe ich nicht mehr viel von Auckland, zudem regnet es teils heftig. Nach 42km und 42 Minuten verlasse ich die Autobahn. Bei der ersten Tankstelle tanke ich. Sobald man auf der SH1 ist, hat es viel Verkehr. Aber meine Route führt immer wieder weg von der Hauptstrasse, dann hat es kaum Verkehr. In Mangawhai halte ich 3 Mal an. Zuerst beim Village um ein Foto zu machen, dann beim Harbour etwas länger, und zum Schluss bei Mangawhai Heads, das ist ein schöner Surf-Strand. Nächster Fotostopp beim Langs Beach. In Waipu Cove mache ich eine längere Pause und trinke einen Kaffee. Später folge ich dem Tourist Way nach One Tree Point, aber da gibt es nichts Interessantes zu sehen. 18km und 20 Minuten für die Katz. Um 15h treffe ich in Whangarei ein. Das Airbnb von Jacky ist ein wenig erhöht gelegen. Schön eingerichtet, nur der Strassenlärm stört. Ich hoffe dass es nachts ruhiger wird. Ich richte mich ein. Jacky kommt auf einen kurzen Schwatz und gibt mir einen Tipp fürs Nachtessen. Ich richte mich ein. Apero auf der Terrasse, kaum angefangen, beginnt es wieder zu regnen. Im Wohnzimmer ist es auch schön. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss uns Zentrum. 20 Minuten auf einem ziemlich schönen Weg, am Schluss dem Hafen entlang. Ich kaufe noch Brot ein, dann ins empfohlene "Fat Camel". Die Camel Kebap Pita schmeckt gut, dazu ein Glas Wein. Zum Abschluss einen Iced Coffee. Um 20.15h mache ich mich auf den Heimweg.
(202km, 4½h unterwegs)

Di 01.03.2016
Ich bereite mein Frühstück im Zimmer zu. Diesmal klappt es mit dem Eierkochen im Wasserkocher. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst zum Einkaufen, dann zum Whangarei Falls. Das ist ein 26m hoher Wasserfall. Weil es über Nacht geregnet hat, ist er ziemlich imposant. Ich mache eine kleine Rundwanderung. Nach ½h fahre ich weiter und tanke noch in der Nähe. Der nächste Stopp ist in der Helena Bay. Dann geht es weiter durch die wegen des Regens sehr grünen Hügel. Ich mache einen Umweg in die Whangaruru Bay. Ich hoffe, dass es da etwas zu essen und zu trinken gibt. Aber das Restaurant ist geschlossen. Die nächsten Stopps in der Taupiri Bay und Elliot Bay. Das sind sehr schöne einsame Buchten. Die Küste ist hier sehr schön, mit vielen Buchten und Klippen. Um 14h bin ich bei der Opua - Okiato Ferry. Für 12.50 NZD kann man diese Abkürzung nehmen. Auf dem Weg nach Paihia hat es viele Buchten und viele Villen. Das ist die berühmte Bay of Islands. Im Ort will ich etwas trinken, aber nachdem im Alfresco's auch nach 10 Minuten nichts passiert, fahre ich weiter. Bei den Haruru Falls halte ich nochmals kurz an. Um 15h bin ich im Airbnb von Judith. Sie empfängt mich herzlich. Ich trinke mein Ankunftsbier auf der Terrasse. Bald müssen wir aber in Haus, weil es wieder zu regnen beginnt. Ich richte mich ein. Zum Apero setze ich mich zu Judith ins Wohnzimmer. Sie trinkt ein Glas Wein mit. Um 19h fahre ich mit dem Auto in den Ort. Judith hat mir das Black Olive Restaurant empfohlen. Meine Pizza ist gut, aber viel zu viel. Dazu trinke ich Wein. Um 20.45h bin ich zurück und sitze noch mit Judith zusammen.
(138km, 4¼h unterwegs und 7km zum Nachtessen)

Mi 02.03.2016
Judith kocht mir das beste Airbnb-Frühstück bis jetzt. Mit Spiegelei, Schinken, Tomaten usw. und selbstgebackenem Brot. Um 9.30h fahre ich los, weil Judith weg muss und ich eine riesige Strecke vor mir habe. Zuerst fahre ich zur Matauri Bay, die hat mir Judith empfohlen. Wenn ich ankomme, hört es auf zu regnen, aber es stürmt und die Sonne scheint zeitweise. Es gibt hier ein Denkmal für das Schiff Rainbow Warrior von Greenpeace. Das wurde vom französischen Geheimdienst in Auckland versenkt, weil sie gegen die Atomversuche protestiert haben. Dabei wurde der Fotograf getötet. Das Denkmal ist aber nicht zugänglich, ich finde jedenfalls keinen Weg. Ich fahre weiter, wenn immer möglich auf Nebenstrassen, denn auf der Hauptstrasse SH10 hat es ziemlich viel Verkehr. Unterwegs gibt es schöne Buchten zu bewundern. Um 11.30h bin ich in Cable Bay und trinke dort einen Kaffee. Von hier ging das erste Seekabel nach Australien und war damals das längste Unterwasserkabel der Welt, 6400km lang. Nach ¼h fahre ich weiter. Um 12.15h bin ich in Awanui. Zu meinem Airbnb wären es nur noch 20km. Aber ich will noch zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt von Neuseeland. Das sind 213km hin und zurück. Um 13.45h bin ich da. Die Fahrt ist weniger eintönig als erwartet. Man fährt oft oben auf den Hügeln und hat darum eine gute Aussicht. Vom Parkplatz sind es 800m bis zum Leuchtturm. Der Weg lohnt sich, zumal die Sonne scheint. Es stürmt aber gewaltig. Zurück muss ich auf die Toilette und da passiert es, meine Kamera fällt aus der Lendentasche, weil ich den Reisverschluss nicht zu gemacht habe. Zuerst sieht es aus als sei alles in Ordnung. Aber später merke ich, dass das Gehäuse eine Beule hat und darum die meisten Tasten nicht mehr funktionieren. Richtig Scheisse. Auf dem Rückweg mache ich einen Abstecher zu den Te Paki Dunes. Das sind bis zu 50m hohe Sanddünen am Ninety-Miles-Beach. Die Haupt-Attraktion ist mit einem Board die Dünen hinunter zu rutschen. Weil es aber geregnet hat, funktioniert das heute nicht so gut. Ich gehe ein Stück zu Fuss, dann fahre ich nach 20 Minuten weiter. Es geht die gleiche Strecke zurück wie ich gekommen bin, es gibt nur eine Strasse. Nach Awanui führt mich mein Navi für 14km auf eine Staubstrasse. Die Strasse ist gut und die Gegend auch. Punkt 17h bin ich beim Airbnb von Sheryl & Bob, aber es ist niemand zu Hause. Ich trinke auf der Terrasse mein Ankunftsbier und geniesse die schöne Aussicht. Nach einer ½h kommt Bob nach Hause. Wir sitzen zusammen und trinken ein Bier gemeinsam. Er ist Farmer mit etwa 100 Kühen und einigen Schafen. Zum Nachtessen empfiehlt er mir ein Café im Dorf, das ist aber geschlossen. Ich fahre zum Bay View Motel. Da gibt es heissen Stein mit 3 Sorten Fleisch. Nicht schlecht, aber teuer. Darum schicken Sheryl & Bob die Leute nicht dorthin. Zurück zu Hause, kommt auch Sheryl bald nach Hause. Wir sitzen noch eine Weile zusammen, dann verabschieden wir uns, weil sie morgen schon weg sein werden wenn ich aufstehe.
(358km, 7½h unterwegs und 5km zum Nachtessen, sowie 2km zu Fuss)

Do 03.03.2016
Heute stehe ich erst um 9h auf. Sheryl & Bob sind schon weg. Frühstück mit Super-Aussicht auf den Ninety-Miles-Beach. Um 11.30h fahre ich los. Zuerst nach Kaitaia zum Einkaufen und Tanken. Um 12.30h fahre ich dann richtig los. Über die Kaitaia - Awaroa Road, nicht über die Hauptstrasse. Es hat kaum Verkehr und die Gegend ist schön, mit vielen Hügeln. Um 13.45h bin ich bei der Hokianga Ferry. Ich habe Glück, die nächste Fähre fährt um 14h, nur jede Stunde eine Fähre. Die Fahrt dauert 15 Minuten. Bis zu meinem Airbnb sind es nur wenige Minuten. Peter ist mein Gastgeber. Er macht unter anderem Silberschmuck. Das ist gut für mich, den er hat einen kleinen Werkbank und Uhrenmacher-Schraubenzieher, sowie eine Feile. Ich mache mich gleich an die Arbeit und repariere meine Kamera. Nach ½h ist es geschafft, die Kamera funktioniert wieder. Ich hoffe es hat nicht zu viel Schmutz im Gehäuse gegeben. Nachher richte ich mich ein. Peter geht mit dem Hund weg. Ich erledige mein Büro. Peter muss später nochmals weg. Apero auf der Terrasse mit Aussicht auf den Hokianga Harbour. So heisst diese Meeresbucht, ein grosser natürlicher Hafen, der tief ins Landesinnere reicht. Peter kocht uns ein gutes Nachtessen. Eine Nachbarin kommt zu Besuch. Ich spendiere eine Flasche Wein. Die Nachbarin ist schon etwas angesäuselt wenn sie kommt. Peter weigert sich eine weitere Flasche zu öffnen, daraufhin verlässt sie uns abrupt. Ich suche und buche noch eine Unterkunft in Hamilton.
(94km, 2¾h unterwegs)

Fr 04.03.2016
Nach dem Frühstück fahre ich um 10.15h los. Die Strasse führt teilweise dem Hokianga Harbour entlang. In Opononi mache ich einen kurzen Fotostopp. Etwas später halte ich nochmals und gehe zu Fuss zum South Head Lookout Point. Das ist die Stelle, an der der Hokianga Harbour ins Meer mündet. Hier hat es ausnahmsweise viele Touristen. Nach ½h fahre ich weiter. Nun führt die Strasse ins Landesinnere. Um 11.45h bin ich beim Tane Mahuta im schönen Waipoua Forest. Das ist ein riesiger Kauri-Baum. Er ist 52m hoch und soll 2000 Jahre alt sein! Er soll einer der grössten Bäume überhaupt sein. Nach 10 Minuten fahre ich weiter. Nächstes Ziel, der Baylys Beach, den hat mir Peter empfohlen. Mein Navi führt mich wieder einmal über eine Staubstrasse, diesmal "nur" 5km. Es ist Ebbe, der Strand ist sehr breit und die Leute fahren mit dem Auto herum. Auch ein Austin-Oldtimer ist da unterwegs. Ich spaziere ein wenig herum, dann geht es weiter. Im nahen Dargaville gehe ich einkaufen. Um 15h bin ich in Paparoa. Deb ist nicht da, aber das wusste ich schon vorher. Nach einigen Verbindungsproblemen kommt ein Freund vorbei und lässt mich ins Haus. Es ist das "Old Post Office". Mein Zimmer ist klein, aber gemütlich. Ich richte mich ein und trinke mein Bier auf der Terrasse. Ich lade meinen Handy-Kredit mit 20 NZD auf. Dann telefoniere ich mit Mark und kurz mit Maria und schon sind mehr als 8 NZD weg! Die spinnen bei Vodafon mit den Normal-Tarifen. Ich bekomme eine SMS, das meine Frei-Minuten aufgebraucht sind, ich könne aber 100 Minuten für 10 NZD kaufen. Was ich sofort mache, es bleiben von meinen 20 NZD nur noch etwas mehr als 1 NZD übrig. Ein neuer Gast kommt an und begrüsst mich. Er will früh zum Nachtessen, darum machen wir nichts ab. Apero auf der Terrasse. Deb kommt nach Hause und entschuldigt sich für die Probleme. Ich gehe zu Fuss ins Paparoa Hotel. Da treffe ich den anderen Gast. Wir sitzen zusammen. Ich bestelle ein Steak. Das ist nichts Besonderes. Es stellt sich heraus dass mein Nachbar mit einem Tesla hier ist. Der kostet ab 150'000 CHF in der Schweiz. Ich frage ihn nach seinem Beruf. Er meint Farmer, und so gibt er sich auch. Aber er besitzt eine riesige Farm zur Aufzucht von Kälbern, die er dann als Kühe den Farmern zurückgibt, gegen gutes Geld natürlich. Für den Rückweg nimmt er mich mit und zeigt mir stolz einige Gadgets diese Autos. Die Beschleunigung ist gewaltig, 3 Sekunden von 0 auf 100km/h! Wir können das aber innerorts nicht ausnützen, nur ein kurzer Zwischenspurt. Dann lässt er die Hände vom Steuer, das Auto hält die Spur selber. Nach 5 Minuten sind wir leider schon zu Hause. Da kann er das Auto über Nacht in der Garage aufladen. Ich verschicke noch eine WhatsApp mit dem Bild, dann gehe ich bald ins Bett.
(176km, 4h unterwegs, 1.5km zu Fuss)

Sa 05.03.2016
Nach dem Frühstück mit selbstgebackenem Brot von Deb, fahre ich um 10h los. Ein knappe Stunde später halte ich in Tauhoa kurz an. Da hat man eine schöne Aussicht bis zum Meer. ½ h später stoppe ich in Kaukapa Kapa. Da gibt es eine Skulptur zusehen, ein Flugzeug, das im Boden steckt. Die Aussicht ist auch nicht schlecht. In Hellensville kaufe ich kurz Käse ein und fahre dann weiter. Nachher wird es hektischer. Ich habe zwar die Route so geplant, dass ich nicht mitten durch Auckland fahre, aber der Verkehr auf der Autobahn ist sehr dicht. Nach einer Weile habe ich genug und verlasse die Autobahn nach Gefühl. Nach 13h bin ich in Tuakau. In der gleichnamigen Taverne esse und trinke ich etwas. Nach ½h fahre ich weiter. Ich plane die weitere Route so, dass ich nicht mehr auf die State Highway 1 zurückkomme. Ein weiterer kurzer Fotostopp in Naike. Hier sieht es ähnlich aus wie im Jura, hügelig mit Wiesen und Wald, nur über eine wesentlich längere Strecke. Und wenn man Wasser sieht, ist es meistens das Meer. Nachher will mich mein Navi wieder auf eine Staubstrasse schicken. Aber ich verzichte und fahre weiter auf der SH22. Der Weg ist zwar via SH23 etwas länger, aber vermutlich nicht langsamer. Kurz vor 16h bin ich in Hamilton in meinem Airbnb. Michel empfängt mich und zeigt mir mein Zimmer es ist nicht sehr gross und vor allem vollgestopft mit unnötigen Sachen. Z.B. 6 Kissen auf dem Bett usw. Das ist hier so Mode. Es gibt meistens keinen Platz um die Sachen zu versorgen. So landen sie meistens in irgendeiner Ecke am Boden, auch hier. Ich setze mich ins Wohnzimmer und trinke mein Bier. Michel kocht das Nachtessen, ich habe das hier vorbestellt für 20 NZD. Mark kommt nach Hause, er ist ein aufgestellter Typ. Um 19h gibt es eine sehr gute Lamm Keule aus dem Backofen, mit Kartoffeln und Gemüse. Ich esse mit Michel, Mark muss noch das Ende des Rugby Matches schauen. Zum Dessert gibt es etwas Meringue ähnliches mit Glacé und Beeren. Nachher telefoniere ich noch mit Markus und Stefan und gratuliere Andrea zum Geburtstag. Allerdings zu spät. Am gestern habe ich sie nicht erreicht und heute Morgen habe ich es vergessen.
(325km, 5¼h unterwegs)

So 06.03.2016
Mark kocht ein gutes Frühstück, was ich will, musste ich gestern Abend auf einem Formular ankreuzen. Spiegeleier mit Speck und Wurst. Um 10.30h fahre ich los, aber nur zu den Hamilton Gardens, 1km entfernt. Da schau ich mir einige klassische Gärten an, Italien, Japan, China…Nach ½h fahre ich dann wirklich los. Es ist bewölkt, regnet aber nicht. Nächster Halt ist nach 1h beim Waitomo Cave. Den hat mir Mark ans Herz gelegt. Es hat viele Leute und ist teuer. Ich buche nur den Glowworm Cave, das kostet 39 NZD für Senioren. Ich habe Glück und muss nur ¼h Warten bis meine Tour startet. In der Höhle darf man nicht fotografieren. Bei den Glühwürmern ist das verständlich, beim Rest aber nicht. Der ist nämlich nicht sehr beeindruckend und um den hohen Preis zu rechtfertigen werden unendlich lange Beschreibungen von Figuren abgegeben die man sehen sollte. Es sind einfach Tropfsteine und erst noch nicht die schönsten. Nachher geht man in den dunklen Glowworm Cave. Da gibt es tausende Glühwürmer an der Decke. Sieht cool aus, könnten aber auch LED's sein, aber ich nehme an sie sind echt! Nach 5 Minuten ist man dann beim Ausgang. Nach 1¼h fahre ich weiter. 1¼h später bin ich in Mokau. Da esse und trinke ich etwas. Um 15h geht es weiter. 20km weiter stoppe ich bei den Three Sisters. Das sind 3 Felsen an der Küste. Sie sind nur bei Ebbe zugänglich und es ist Ebbe. Ich gehe bis zum ersten Felsen und wieder zurück, das sind etwa 1.5km hin und zurück. Es stürmt heftig. Nach ½h fahre ich weiter, ohne weiteren Halt bis New Plymouth. Das Airbnb finde ich auf Anhieb. Um 17h bin ich da. Judy ist nicht zu Hause, aber ihr Partner Len zeigt mir alles. Ich richte mich ein und trinke mein übliches Ankunftsbier mit ihm. Bald kommt auch Judy nach Hause. Apero im Garten. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins Eden Café, das haben mir Judy & Len empfohlen. Auf dem Weg dahin sehe ich kurz den Vulkan Mt. Taranaki durch ein Loch in den Wolken. Pasta Pesto schmeckt gut, hat allerdings nichts mit Pesto zu tun. Zurück zu Hause sitze ich noch mit Judy & Len und den beiden anderen Gästen zusammen. Nach 22h telefoniere ich noch kurz mit Muetti, dann bald ins Bett.
(253km, 6h unterwegs und 4km zu Fuss)

Mo 07.03.2016
Nach dem selbst zubereiteten Frühstück, fahre ich um 10h los. Es ist stark bewölkt und regnet zeitweise. In New Plymouth gerate ich in einen Stau. Nach einer Weile verlasse ich die Hauptstrasse. Beim Hafen gibt es einen Aussichtspunkt. Da fahre ich hin, aber man sieht nicht viel, weil es ziemlich heftig regnet. Ich mache ein Foto und fahre dann weiter. Es regnet immer wieder leicht. Nach 1h mache ich einen kurzen Fotostopp am Strand. Da haben sie eine Kopie des Cape Egmont Lighthouse gebaut, etwa 66% der originalen Grösse. Die Optik ist Original. In Opunake wieder ein kurzer Fotostopp. Ich bin auf dem Surf Highway unterwegs, aber zu sehen gibt es nicht viel. Ich umrunde den Vulkan Mt. Taranaki. Der ist 2518 müM und sieht aus wie ein Vulkan aussehen muss. Aber ich bekomme ihn nicht zu Gesicht, die Wolken sind viel zu tief. In Manaia mache ich einen Kaffee-Halt in einer grossen Bäckerei. Nach 20 Minuten fahre ich weiter. Das Wetter wird jetzt etwas besser, manchmal scheint sogar die Sonne. Rund um den Vulkan ist die Gegend nur leicht hügelig, fast flach. Manchmal geht die Strasse tief in Flusseinschnitt hinunter und dann wieder hoch. Kurz vor 14h bin ich in Whanganui. Ich verpasse die richtige Abzweigung, resp. das Navi zeigt die falsche an. Ich muss eine kleine Ehrenrunde einlegen. Das Airbnb ist super, mit guter Aussicht, weil es auf einem Hügel steht. Es ist eine kleine Wohnung für mich alleine. Es ist niemand da, aber der Schlüssel steckt wie mittgeteilt. Ich richte mich ein. Ich erledige mein Büro, nachher Apero auf dem Balkon. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss in die Stadt hinunter, das sind etwa 60 Höhenmeter und gut 2km. Das Restaurant Stellar soll laut TripAdviser gut sein. Die Bedienung ist sehr langsam, es dauert ewig bis das Essen kommt. Es ist dann wenigstens gut. Der Kaffee nachher kommt nie. Um 21h mache ich mich auf den Heimweg. Ich brauche wieder 25 Minuten, wie schon auf dem Hinweg. Telefoniere noch mit Maria über Skype, dann gehe ich ins Bett.
(215km, 3¾h unterwegs und 4.5km zu Fuss)

Di 08.03.2016
Die Küche ist sehr klein, aber es ist alles vorhanden, sogar Eierbecher. Um 10.30h fahre ich los. Es ist bewölkt, ab und zu drückt die Sonne durch. Der Verkehr fliesst gut, ich komme zügig voran. Kurz vor Paraparaumu beginnt es zu regnen und ich fahre auf eine Kolonne hinter einem Schwertransporter auf. Die machen das hier tagsüber, nicht nachts wie bei uns. Ich gehe einkaufen und tanken, nachher in die Auto-Waschstrasse. Für 15 NZD sieht das Auto nachher wie neu aus. Es war ziemlich dreckig von den Staubstrassen. Um 13.30h bin ich bei Mark und lade meine Sachen aus. Alles gut gegangen. Ausser einem beschädigten Raddeckel kein Schaden. Den habe ich beim Parkieren am Randstein demoliert. Ich bin total 2595km auf der Nord- und 2500km auf der Südinsel gefahren. Um 16.30h kommt Mark nach Hause. Wir müssen natürlich mit einem Bier das Wiedersehen feiern. Nachher bereitet er unser Nachtessen vor. Es gibt Gefülltes Huhn aus dem Ofen, dazu Gemüse und Risotto. Wenn Judy nach Hause kommt ist alles fertig und wir können essen. Schmeckt gut. Nachher sitzen wir zusammen und ich muss von meinem Trip um die Nordinsel erzählen. Um 23h gehen wir ins Bett, denn sie müssen morgen arbeiten.
(149km, 3h unterwegs)

Mi 09.03.2016
Ich stehe auf bevor Mark zur Arbeit geht, ich leiste ihm Gesellschaft beim Frühstücks-Kaffee. Später koche ich mein eigenes Frühstück. Nachher ist Büro angesagt. Container, Belege sortieren, Bewertungen für Airbnb schreiben usw. Die Zeit vergeht im Fluge und schon kommt Mark nach Hause. Wir geniessen das Feierabend-Bier. Mark & Jody gehen heute weg. Sie nehmen mich mit dem Auto mit in den Ort. Im "Fed up Fast Food" esse ich ein gutes Scotch-Filet mit Chips und Salat für 16.50 NZD. Kein Wunder ist das Lokal voll und man muss 20 Minuten aufs Essen warten, es ist unglaublich wie dieses Geschäft läuft. Ich mache mich auf den Heimweg und geniesse den Sonnenuntergang am Strand. Nachher gehe ich dem Strand entlang nach Hause. Telefoniere noch wie üblich mit Maria, dann gehe ich früh schlafen.
(2km zu Fuss)

Do 10.03.2016
Nach dem Frühstück klemme ich mich hinter den neuen Reisebericht. Zuerst Fotos sortieren und nummerieren, dann aussuchen und fürs Internet vorbereiten. Dann in den Reisebericht einfügen. Wenn Mark nach Hause kommt habe ich gerade die Bilder mit dem Datum versehen. Ich telefoniere mit Maria über Skype, auch Mark spricht einige Worte mit ihr. Auch Jody kommt nach Hause. Es stürmt und regnet den ganzen Tag und ist nur 21C° warm, darum fahren wir mit dem Auto ins Restaurant Soprano. Es ist ein gutes italienisches Restaurant. Zum Glück haben wir reserviert, es ist voll und ziemlich laut. Ich lade Mark & Jody ein. Das Essen ist sehr gut und ziemlich teuer, aber das stört mich nicht, sie haben das verdient. Ich konnte bei ihnen fast 3 Wochen wohnen und habe ihr Auto während 6 Wochen und mehr als 5000km benützen können. Zum Dessert gibt es sogar Panna Cotta, mein Lieblingsdessert. Zu Hause sitzen wir noch etwas zusammen, dann gehen wir ins Bett. Es stürmt immer noch, gemäss Prognosen mit bis zu 120km/h.

Fr 11.03.2016
Nach dem Frühstück geht es weiter mit dem Reisebericht. Zwischendurch ein Vollbad. Um 16.30h kommt Mark nach Hause. Feierabendbier und Apero mit Jody wenn sie nach Hause kommt. Wir bleiben zu Hause, Jody kocht für uns. Wir sitzen gemütlich zusammen und geniessen den letzten gemeinsamen Abend. Um 23h ist Schluss.

Sa 12.03.2016
Nach dem guten "Cooked Breakfast" fahre ich mit Mark zum Einkaufen. T-Shirts für Indonesien und neue Raddeckel für den Toyota stehen auf der Liste. Nachher fertig packen. Gegen 14h fahren wir los. Mark & Jody bringen mich zum Flugplatz. Nach 15h sind wir da und verabschieden uns herzlich. Ich gehe direkt zum Check In und nachher durch den Zoll. Kaufe noch eine Flasche Whisky und esse ein Tuna Sandwich im Subway. Wechsle alles neuseeländische Geld in australische Dollars um. Pünktlich um 17h geht es los. Ich habe Glück, der Sitz neben mir bleibt frei, so habe ich genug Platz. Das servierte Essen ist gut und es gibt auch Wein dazu. Ich war skeptisch, Quantas hat mich aber überzeugt mit dem Service. Nach knapp 4h landen wir in Melbourne. Die Abfertigung geht dank elektronischem Schweizer Pass sehr schnell. Um 19.15h bin ich bereits im Sky-Bus. Das erste Tram fährt nicht weit, es fährt ins Depot und wir müssen auf das nächste warten. Um 20.30h bin ich bei Nina und werde herzlich empfangen. Ich werde in ihrem Zimmer einquartiert. Sie hat zu viele Gäste und schläft darum bei ihrem Vater! Ich rede noch mit der Mitbewohnerin und trinke einen Schlummertrunk. Um 23h bin ich im Bett, noch ein kurzes Telefon mit Maria, dann schlafen.
(2500km Flug, 4h unterwegs)

So 13.03.2016
Vor dem Frühstück muss ich einkaufen. In einem kleinen Laden gibt es gutes Brot und auch sonst fast alles was ich brauche. Nachher gemütlich frühstücken. Nina gibt mir mein altes Zimmer, da hat es einen kleinen Schreibtisch, nachdem das Paar am Morgen abgereist ist. Mit dem Tram fahre ich zum Einkaufen. Nachher beginne ich mich zu organisieren. Das Bankbuch der BNI Bank finde ich nicht, keine Ahnung wo ich es versorgt habe. Das kostet mich fast eine Stunde. Ich stelle alle Dokumente für den Zoll am Dienstag zusammen und räume diverse Sachen um. Das dauert den ganzen Nachmittag, dann Apero im Garten. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Limor's. Das ist bumsvoll. Ich bestelle Chicken Schnitzel Parmigiana Single. Ich bekomme ein riesiges Schnitzel mit der Bemerkung "slowly, slowly". Obwohl ich fast nur vom guten Salat esse und die Chips links liegen lasse, schaffe ich es nicht das ganze Schnitzel zu essen! Schade, es ist nämlich sehr gut. Zurück zu Hause rufe ich Muetti an. Es ist das erste Mal, dass ich nicht mit ihr sprechen kann, weil sie total neben den Schuhen steht und nicht einmal das Telefon erkennt. Ich hoffe, das gibt sich wieder. Nachher telefoniere ich noch mit Stefan, Markus und Maria. Um 23h ist Schluss.

Mo 14.03.2016
Nach dem Frühstück packe ich um, warme Kleider weniger, für warme Tage mehr. Dann demontiere ich am Auto was ich bereits kann und löse alle Schrauben probehalber, damit ich später keine Überraschungen erlebe. Noch etwas am Reisebericht weiter arbeiten. Ich verliere mehr als ½h Arbeit, weil das Programm abstürzt und ich nicht zwischengespeichert habe. Apero im Garten. Nina will das Essen vom Nepalesischen Restaurant Vutu bestellen. Wir bestellen online und ich gehe nachher zu Fuss hin um es abzuholen. Die beiden Curry sind sehr gut und ziemlich scharf. Gil und Sam essen auch mit. Sam spendiert das Bier. Wir sitzen noch eine Weile zusammen, dann gehen Nina, Sam & Lax wieder auswärts zum Schlafen. Ich versuche Muetti zu erreichen. Sie schläft und es geht ihr nicht gut sagt mir die Pflegerin, sie hätten bereits versucht Küde zu erreichen. Sie hatte hohes Fieber, das sei nun aber weg und trotzdem verbessere sich ihr Zustand nicht. Ich versuche Küde zu erreichen, aber der ist in den Ferien sagt man mir im Geschäft. Auch Fix sei in den Ferien teilen sie mir in seiner Firma mit. Auf dem Handy erreiche ich dann Fix, sie sind alle zusammen in den Skiferien in Lech. Sie haben inzwischen auch erfahren, dass es Muetti nicht gut geht. Wir können nichts weiter tun als Abwarten. Maria ist sehr traurig ob dieser Nachricht. Wir haben am Nachmittag darüber gesprochen, dass sie vielleicht im Dezember in die Schweiz kommt um Muetti zu besuchen, daraus wird nun vielleicht nichts. Ich gehe bald schlafen weil ich morgen früh aufstehen will.

Di 15.03.2016
Um 7h stehe ich auf und frühstücke dann gemütlich. Um 08.15h fahre ich los. Es hat wie erwartet viel Verkehr. Im Stadtzentrum entscheide ich mich für die Autobahn, nicht wie das Navi vorschlägt mitten durch die Stadt. Erst später merke ich, dass das ein Umweg von fast 20km ist. Zudem verpasse ich noch die richtige Ausfahrt, das gibt nochmals einige Zusatzkilometer. Um 09.45h bin ich beim Zoll. Da geht es zu meiner Überraschung sehr schnell. Carnet abgeben, Pass kopieren, und die Email von Selina, meiner Agentin und schon sind sie zufrieden. Nach ½h bin ich bereits auf dem Rückweg. Sie haben meine beiden Carnet gestempelt, obwohl die Fahrzeuge noch gar nicht verladen sind. Die Rückfahrt mitten durch die Stadt dauert "nur" eine Stunde. Ich scanne noch die gestempelten Carnet ein, dann bereite ich mein Auto für morgen vor. Ich habe während der Fahrt ein neues Geräusch gehört. Es stellt sich heraus, dass es von der Dachantenne kommt, die ich gestern sicherheitshalber bereit herunter geklappt habe. Um 14h ist alles erledigt und ich fahre mit dem Reisebericht fort. Apero im Garten, nachher zu Fuss ins chinesische Restaurant Gua Feng. Das Essen ist auch diesmal wieder sehr gut, etwas Ähnliches wie Sizzling Beef. Telefoniere noch mit Maria über Skype. Kann Muetti auch heute nicht sprechen weil sie schläft. Der Arzt kommt später bei ihr vorbei. Ich gehe früh ins Bett.
(81km, 3h unterwegs, davon ½h beim Zoll)

Mi 16.03.2016
Stehe um 7.30h auf. Nach dem Frühstück fahre ich um 9.30h los. Nach ¾h bin ich in Carrum Downs. Die Endstation meiner Australien-Reise. Die letzten 33km auf der "falschen" Seite mit meinem Auto. Zum Glück unfallfrei, denn ich habe keine Haftpflichtversicherung für Sachschäden, nur für Personenschäden. Ich kann mein Auto unter Dach umbauen. Zum Glück, denn heute ist logischerweise mit 31C° der heisseste Tag der Woche. Ich komme gut voran. Nach 2¾h ist das Auto fertig zum Verladen, neuer Rekord! Ich fahre selber rückwärts in den Container. Mit dem Gabelstapler-Trick den ich in Indonesien gelernt habe, kann ich auch mühelos das Auto verlassen. Die Vorschrift verlangt, dass man den Tank leerfahren muss bis der Motor abstellt. Das ist bei einem Dieselfahrzeug aber das dümmste was man tun kann. Zumal Diesel gar nicht gefährlich ist. Wir verzichten darauf und lösen nur das Batteriekabel wie verlangt. Um 14h ist alles fertig, das Auto befestigt und die Rechnung bezahlt. Ziemlich teuer, 580 AUD = 430 CHF für 10 Minuten Gabelstapler. Sie verrechnen min. 4h, das habe ich schon vorher gewusst, aber gehofft, dass es doch nicht so kommt. Die Sekretärin bringt mich zum Bahnhof. In Caulfield steige ich aufs Tram um und kaufe noch Milch, Brot und Wein ein. Nach 15.30h bin ich zurück, dusche und rasiere mich. Apero im Garten, Nachtessen nochmals im Limor's. Diesmal ist die Portion nicht mehr so riesig, aber sehr gut. Steak mit Chips und Salat. Versuche nochmals Muetti zu erreichen, aber ihr Zustand hat sich nicht verbessert.

Do 17.03.2016
Nach dem Frühstück erledige ich diverses. Nach 12h fahre ich mit dem Tram in die Stadt. Maria hat mich beauftragt für sie Unterhosen zu kaufen. Sie hat damals ein 10er Pack gekauft und will nochmals eines für 7 AUD. Ich kaufe noch Süsses für Efraim und 2 Schals ein. Auf dem Heimweg kehre ich noch bei Young & Jackson ein. Heute ist St. Patrick Day, im irischen Pub geht es hoch zu und her, mit irischer Live Musik. Ich gehe kurz nach Hause, dann zu Fuss zu Derek & Geraldine. Ich bin zum Nachtessen eingeladen. Geraldine hat den ganzen Tag gearbeitet und ist ziemlich kurz angebunden. Ich sitze mit Derek zusammen und trinke ein Bier. Zum Essen setzen wir uns ins Freie. Es gibt Salat mit Hühnerfleisch und Brot. Nicht schlecht. Dazu Wein. Geraldine zieht sich zurück und ich rede mit Derek über Gott und die Welt bis der Wein leer ist und Geraldine sowieso ins Bett will. Nach 22h bin ich zurück und telefoniere noch per Skype mit Maria, dann schlafe ich ein ohne das Licht zu löschen.

Fr 18.03.2016
Küde und Fix versuchen mich um 07.45h zu erreichen, 10 Minuten später rufe ich zurück und erfahre das Muetti um 20.30h CH-Zeit (06.30h AUS-Zeit) gestorben ist. Sie hatte vor ein paar Tagen hohes Fieber, das ging dann wieder weg, aber offenbar hat sie sich nicht mehr davon erholt. Sie ist friedlich eingeschlafen. Ich rufe Stefan und Markus an. Maria erreiche ich vorerst nicht. Dann telefoniere ich mit der Reiseversicherung. Das wird vermutlich kompliziert, mal sehen was sie bezahlen. Ich mache mir Frühstück. Nina leistet mir Gesellschaft. Um 10.30h meldet sich Maria. Sie kann es kaum fassen. Ich beginne mit dem organisieren für die Heimreise. Den Flug nach Medan habe ich schon lange vorher gebucht. Nach 14h kommt die Bestätigung der Reiseversicherung. Sie werden mir den Flug Medan-Zürich-Medan vergüten. Ich buche sofort, Hinflug am Montagabend 21.März, Rückflug am Sonntag 3.April. Später informiere ich noch einige Leute. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins Limor's, die 2 Fleisch-Spiesse, Rind und Huhn sind sehr gut. Um 21h bin ich zurück und verabschiede mich von Nina & Sam, sie müssen nochmals auswärts schlafen. Dann gehe ich auch ins Bett.

Sa 19.03.2016
Um 05.30h stehe ich auf. Fertig packen und Frühstück. Um 07.20h mache ich mich auf den weg. Es ist kalt, 10C° und es regnet zum Abschied. Der Flughafenbus kommt pünktlich und ist voll. Um 8.15h sind wir am Flugplatz. Das Einchecken geht schnell. Ich habe ein Zusatzpacket gebucht mit Mahlzeiten, 25kg Gepäck und Priority Check In. Pünktlich um 10.35h docken wir ab. Ich habe Glück, ich habe eine 3er Reihe für mich. Die Mahlzeit ist gut, aber sehr klein. Der Flug nach Kuala Lumpur dauert 8h für 6500km. Kurz vor 16h landen wir. Der Flug nach Medan sollte um 17.30h starten. Sollte, denn eine Dame hat Gepäck eingecheckt und ist dann nicht erschienen. Das bedeutet, dass ihr Gepäck aus dem Flugzeug geholt werden muss. Mit 30 Minuten Verspätung können wir dann endlich starten. In Medan ist die Verspätung nur noch 15 Minuten. Bei der Immigration muss ich wieder ins Büro, wegen meinen vielen Einreisestempeln. Diesmal sage ich, dass ich im Hotel Swissbelin wohne, so kann ich ohne Visum einreisen. Ich erwische den Zug um 17.40h nach Medan. Dort holen mich Maria, Efraim und Miando ab. Wir fahren direkt in die Jalan Semarang zum Nachtessen. Das Essen ist gut und wie üblich günstig, 172'000 IDR (14 CHF) für 3 Personen, inkl. Bier für mich. Zu Hause verschicke ich noch Mitteilungen, dass ich gut in Medan angekommen bin, dann gehe ich ins Bett. Es ist feucht und warm (28C°), ich schlafe lange nicht ein
(6500km und 350km mit dem Flugzeug, 16h unterwegs)

So 20.03.2016
Ich bin schon um 7h wach. Maria will in die Kirche. Wir fahren zusammen hin. Es ist ein langer Gottesdienst, weil zwei Kinder getauft werden. Mir kommt in den Sinn, dass dies der erste Sonntag ohne Mutter ist in meinem ganzen Leben. Zum Frühstück fahren wir zum Pasar Petisah ins Kopi Tiam, natürlich Mie Pangsit wie immer. Viele kommen vorbei und meinen "lange nicht gesehen" zu mir und Maria. Sie war auch kaum hier seit ich im Juli letzten Jahres nach Australien geflogen bin. Ich organisiere mich neu. Am späten Nachmittag gehe ich mit Efraim zum Pangkas (Coiffeur). Wir müssen ziemlich lange warten. Es kostet für beide 25'000 IDR = 1.75 CHF. Apero vor meinem zu Hause. Maria organisiert Käse und Crackers. Zum Nachtessen ins Kampung Keling, auch da grosses Hallo. Nach 21h sind wir zurück. Ich gehe bald schlafen, morgen wird ein langer Tag.

Mo 21.03.2016
Zum Frühstück wieder ins Kopi Tiam. Zurück zu Hause packe ich meine Sachen neu ohne Kleider für warme Tage. Es ist heiss und schwül und zu allem gibt es wieder einen Stromausfall für fast 3h. Um 16.30h bringt uns Lewy mit dem Auto zum Bahnhof. Um 17.25h fährt der Zug nach Kualanamu. Um 18h sind wir am Flugplatz und ich checke ein. Nachher hat Efraim Hunger. Wir essen Bakso im Restaurant. Ich wechsle noch meine Australischen Dollars gegen Indonesische Rupien. Um 20.15h verabschieden wir uns. Maria fährt mit dem Zug zurück. Mein Flug hat Verspätung. Wir fliegen fast ½h zu spät ab, das ist aber kein Problem, weil ich in Singapore viel Zeit habe. Wir landen nur ¼h zu spät in Singapore. Ich kaufe eine Flasche Whisky, dann mache ich mich auf den Weg zum Terminal 3. Dort im Food Court trinke ich ein teures Bier (12 SGD = 8.60 CHF). Dann gehe ich zum Gate.

Di 22.03.2016
Pünktlich um 1.30h Singapore-Zeit starten wir. Ich habe Glück mein Nebensitz im Oberdeck des Airbus A380 bleibt frei, so habe ich mehr Platz. Nach dem späten Nachtessen versuche ich zu schlafen. Es ist trotz mehr Platz nicht wirklich bequem. Trotzdem mache ich einige Nickerchen. Ich höre Musik, sehe mir aber keinen der 350 Filme! an. Um 6h Schweizerzeit wird das Frühstück serviert. Wir landen 10 Minuten zu früh in Zürich. 11200km in 13 Stunden. Am SBB-Schalter kaufe ich ein Halbtax-Abo (165 CHF) und eine Monatskarte dazu (410 CHF). Das zahlt sich knapp aus falls ich nach Basel und Nyon fahre, aber vor allem ist es bequem. Mit dem Zug fahre ich nach Steckborn. Um 10.30h bin ich bei der Aufbahrungshalle. Ich kann aber nicht hinein, weil sie den falschen Jahrgang für Muetti als Eintritts-Code verwendet haben, 1924 statt 1925. Es ist ein trauriger Moment, Muetti so im Sarg zu sehen. Sie ist wie früher Papi kaum wieder zu erkennen wegen der Herrichtung. Ich setze mich und nehme Abschied. Nachher mache ich einige Fotos. Maria möchte Muetti via Skype sehen, aber in Medan gibt es wieder Stromausfall, darum kein Internet. Ich gehe zu Fuss zum See, das Gepäck kann ich bei Muetti lassen. Beim Schiffsteg trinke ich einen Zwetschgen-Lutz. Auf dem Rückweg frage mich eine Frau um Hilfe. Ihr Mann ist vom Stuhl gerutscht und sie kann ihn alleine nicht auf den Stuhl heben. Ich gehe mit ihr, aber wir schaffen es auch zu zweit nicht. Sie holt noch eine junge Frau zu Hilfe. Zu dritt schaffen wir es dann. Er ist alt und schwer und ziemlich krank, kein schöner Anblick. Sobald er im Rollstuhl sitzt verabschieden wir uns. Ich gehe ins Restaurant Bahnhof, Maria schickt mich dorthin. Das kleine Gordon Bleu ist ziemlich gross. Dazu gibt es Suppe und Salat und Pommes. Viel zu viel. Nachher gehe ich zurück zu Muetti. Jetzt klappt es mit der Internet-Verbindung und Maria kann auch Abschied nehmen von Muetti. Wir sind beide sehr traurig. Nachher fahre ich mit dem Zug nach Kreuzlingen ins Altersheim Wellingtonia. Da kann ich mein Gepäck an der Rezeption deponieren und ins Speisezimmer gehen. Da lese ich den Tagi. Vor 17h gehe ich zurück zur Rezeption um auf Küde und Fix zu warten. Die gehen aber direkt in Muetti's Zimmer. Es vergeht eine Weile bis wir das realisieren. Wir sortieren und verteilen zusammen mit Magi und Madeleine Muetti's Sachen. Ich behalte nur die grosse Morez-Uhr, ein Bild und die letzte Armbanduhr von Papi für mich und einige Sonnenbrillen und eine Jacke für Maria. Nach einer guten Stunde sind wir fertig. Wir fahren nach Tägerwilen zum Nachtessen in die ehemalige Linde. Ich habe immer noch genug vom Mittagessen, darum esse ich nur etwas kleines, Lamm-Filet. Schmeckt sehr gut. Kurt sucht die Weine aus. Gut und teuer wie üblich. Es ist schön wieder einmal zusammen zu sitzen, auch wenn der Anlass traurig ist. Nach 21h machen wir uns auf den Heimweg. Fix bringt mich nach Winterthur zum Bahnhof. Nach 22.15h bin ich in Regensdorf. Markus holt mich mit dem Auto ab und bringt mich nach Dänikon in Martinas Wohnung. Da kann ich wieder wohnen bis zu meiner Abreise. Sehr grosszügig von Martina. Ich versuche erfolglos meinen Computer mit dem Internet zu verbinden. Ich telefoniere noch mit Maria, dann schlafe ich sofort ein.
(600km und 11200km mit dem Flugzeug, 21h unterwegs)

Mi 23.03.2016
Ich erwache bereits um 6.30h, die Zeitverschiebung. Ich will Frühstück machen, da merke ich, dass ich keine Milch habe. Die war auf der Liste, aber Markus hat sie vielleicht vergessen. Via Handy kann ich auf "UPC Wi-Free" zugreifen, darum mache ich zuerst die Zahlungen für meinen Container. Nachher gehe ich in den Volg zum Einkaufen. Zurück zu Hause gibt es dann Frühstück. Nachher telefoniere ich mit Stefan um mit ihm und Markus einen Termin zu finden. Er muss zuerst mit Andrea Rücksprache halten. Ich telefoniere mit Maria. Nachher unternehme ich erneut einen Versuch mein Notebook direkt mit "UPC Wi-Free" zu verbinden. Ich finde eine Anleitung, dann klappt es dann auch, es war ein Zertifikats-Problem. Es ist kalt, etwa 5C°, darum geniesse ich ein Vollbad. Gegen Abend fahre ich mit dem Bus nach Regensdorf und dann zu Fuss zu Markus in Watt. Stefan kommt nun doch auch zum Nachtessen, darum suchen wir ein Restaurant an der Trolleybus Linie 32. Wir entscheiden uns für den "Frieden" in Affoltern. Da bin ich schon seit 40 Jahren nicht mehr gewesen. Martina ist ganz in der Nähe in der Massage. Um 19.30h sind wir alle da. Die Küche ist gut schweizerisch. Ich esse Rösti mit Wurstsalat. Es ist ein gemütlicher Abend. Markus bringt mich mit dem Auto nach Hause.

Do 24.03.2016
Nach dem Frühstück organisiere ich Termine usw. Um 13h fahre ich nach Höngg um einige Sachen aus meinem Bastelraum zu holen. Danach besuche ich Brigitte und Manfred. Sie haben natürlich wieder ein Computer Problem das ich ihnen löse. Nachher fahre ich in die Stadt zu Eva. Um 18h bin ich bei ihr. Sie macht uns doch etwas zu Essen, obwohl sie das vorher ausgeschlossen hat. Wir sitzen gemütlich zusammen und reden über unsere vergangenen und geplanten Reisen. Um 22.15h mache ich mich auf den Heimweg. Um 23h bin ich zu Hause und gehe bald schlafen.

Fr 25.03.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Irène. Wir werden uns am Montag in Bremgarten auf dem Oster-Markt treffen und dann nach Basel fahren. Ich werde bei ihr schlafen können. Nachher versuche ich Bea zu erreichen und sage ihr, dass ich am Montag bei Irène bin. Dann mache ich mich auf den Weg in die Stadt. Es ist Freitag, Zeit für ein Gordon Bleu im Rheinfelder. Trudi freut sich mich zu sehen. Auch Emil und Gottlieb sind wie üblich am Freitag da. Um 15h verabschiede ich mich, kaufe noch ein im Migros im HB und fahre dann zurück nach Dänikon. Zu Hause versuche den Fernseher so zu programmieren, dass die HD-Sender empfangbar sind. Ohne Erfolg. Ich erledige noch dies und das und gehe dann früh ins Bett.

Sa 26.03.2016
Nach dem Frühstück durchsuche ich das Internet nach Flügen von Medan oder Kuala Lumpur nach Los Angeles. Ab Kuala Lumpur gibt es Flüge ab 680 CHF. Nachher fahre ich nach Regensdorf zum Einkaufen. Hemden für mich und Flip Flops für Efraim und Essen und 2 Flaschen australischen Wein als Mitbringsel für Heute und morgen Abend. Ich kaufe noch einen WIFI-Range Extender, damit ich überall in der Wohnung guten Empfang habe. Funktioniert gut. Nochmals ein Versuch mit dem Fernseher, wieder ohne Erfolg. Nach 17h mache ich mich auf den Weg zu Urs & Elsbeth. Apero mit Weisswein, nachher Nachtessen mit Schweinsfilet und Nudeln. Wir reden viel über vergangene Tage. Um 21.30h will Urs seine abendlichen Übungen vor dem Schlafen machen. Ich verabschiede mich und fahre mit Zug und Bus nach Hause und gehe bald Schlafen.

So 27.03.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Irène. Wir werden uns morgen in Bremgarten am Ostermarkt treffen und nachher zusammen nach Basel fahren. Dort wird dann auch Bea und Babs zu uns stossen. Ich geniesse ein Vollbad und mache weiter an meinem Reisebericht. Zum Nachtessen bin ich bei Markus & Martina eingeladen. Stefan & Andrea kommen auch. Das erste Fondue seit Dezember 2014. Um Mitternacht bin ich wieder zu Hause.

Mo 28.03.2016
Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg nach Bremgarten. Nach 13h treffen wir uns bei der Holzbrücke. Es hat viele Leute und das Wetter wird immer besser. Monika ist auch mit von der Partie. Im Bollhaus-Beizli ein Cafe Lutz und einen Mandelgipfel. Nach einem Bummel durch den Markt trifft Monika Verwandte beim Bahnhof. Ich setze mich mit Irène ins Cafe Bijou an der Reuss an die Sonne. Erst jetzt realisiere ich, dass Irène Bea nicht für heute Abend eingeladen hat. Sie hat ein gröberes Problem mit Bea. Um 17h fahren wir mit dem Zug via Wohlen, Lenzburg nach Basel. Irène hat Babs auch zum Raclette eingeladen. Ich habe gerade Maria per Skype erreicht wenn sie und Monika erscheinen, darum geht es eine Weile bis ich das Gespräch beende. Irène findet das nicht super. Wir haben einen lustigen Abend. Um 23h bin ich im Bett, Irène weiht ihr neues Sofa ein.

Di 29.03.2016
Nach dem Frühstück mache ich weiter am Reisebericht. Paul ist in Medan aufgetaucht, wohnt aber im Marriot Hotel, nicht bei Maria. Sie soll ihn morgen beim Haus in Setia Budi treffen. Ich gehe am späten Nachmittag in den Rheinfelder. Trudi hat Frühdienst und wir gehen zusammen zum Nachtessen ins Restaurant Schützenruh im Albisgüetli. Unterwegs kaufe ich noch Samen für Maria ein. Das Essen ist gut und viel. Um 21h machen wir uns mit dem Bus 32 auf den Heimweg. An der Militär-Langstrasse verabschieden wir uns. Ich gehe zu Fuss zum Hauptbahnhof. Um 22.30h bin ich zu Hause.

Mi 30.03.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Maria über Skype. Sie ist in Setia Budi, hat aber Paul verpasst weil sie zu spät kam. Nachher stelle ich den Reisebericht fertig und versende die Emails.