Tagebuch
Fr 12.02.2016
Wie bereits üblich gehe ich ein Baguette kaufen. Diesmal ist der Schlüssel
am richtigen Ort. Nach dem Frühstück zurück an den Computer. Die Kanadier
verweisen mich an eine andere Stelle für meine Einreise mit dem Auto und die
erste Versicherung sagt bereits ab. Fängt ja gut an. Ich klemme mich hinter
den Reisebericht. Um 15h bin ich fertig. Später verschicke ich die Emails.
Mark hat ab jetzt Ferien. Wir haben Apero im Garten und warten auf Jody. Sie
macht Teigwaren-Salat, aber leider kocht sie die Pasta ohne Salz. Nachher
schauen wir uns noch den Rest des Films Scarface an.
Sa 13.02.2016
Ich gehe wieder Brot kaufen, dann Frühstück. Mark bereitet alles für deren
Camping-Ferien vor. Er nimmt das sehr genau. Am Nachmittag besuchen sie
seine kranke Mutter, Sie werden zum Nachtessen nicht zurück sein. Ich nehme
ein Vollbad und rasiere mich. Apero im Garten, nachher gehe ich zu Fuss in
den Ort. Im Muang Thai Restaurant esse ich ein Red Thai Curry. Schmeckt gut,
ist aber leider süss. Mark und Jody sind bereits zurück wenn ich nach Hause
komme. Wir sitzen noch etwas zusammen, dann gehen wir ins Bett.
So 14.02.2016
(116km, 1½h unterwegs und 11km zum Nachtessen)
Um 9h stehe ich auf und packe. Mark und Jody stehen erst gegen 10h auf.
Frühstück mit Rührei, leider auch wieder ohne Salz. Ich packe fertig und
fahre dann um 12h los. Zuerst zum Einkaufen, dann noch Tanken. Es ist 12.45h
bis ich wirklich losfahre. Zuerst geht es der Kapati-Küste entlang. Zwischen
Hügeln und Meer. Es hat ziemlich viel Verkehr. Später erreiche ich eine
weite Ebene. Da wird vor allem Milchwirtschaft betrieben. Es hat riesige
Kuhherden. Nach 1½h bin ich in Feilding. Ich finde meine Airbnb Unterkunft
auf Anhieb. Drew empfängt mich und zeigt mir mein Zimmer. Es ist ein neues
Haus in einem neuen Einfamilienhaus-Quartier. Ich richte mich ein und trinke
mein obligates Bier mit Nat & Drew. Bald darauf verlassen sie das Haus.
Heute ist Valentinstag und sie sind eingeladen. Apero mit Bruno dem Hund auf
der Terrasse mit schöner Aussicht. Zum Nachtessen fahre ich in den Ort. Sie
haben mir das "Murray Irish Public House" empfohlen. Es ist ein gemütliches
Pub und die Banger with Mash sind sehr gut. Um 21h bin ich zurück.
Mo 15.02.2016
Nat & Drew fahren zur Arbeit, sie sind beide Primarlehrer. Nach dem
Frühstück packe ich und fahre um 10h los. Es ist leicht bewölkt. Die
Landschaft ist voll von kleinen Hügeln, dazwischen zum Teil tiefe
Flusstäler. Nach ½h halte ich beim Stormy Point kurz an. Von da hat man eine
gute Aussicht auf diese typische Landschaft. Gegen 12h bin ich in Waiouru
beim Army Museum. Mark hat hier gearbeitet und mir einen Besuch ans Herz
gelegt. Er ist hier als lebensgrosse Figur als Kriegsgefangener verewigt.
Die Ähnlichkeit fällt nicht sofort auf, ist aber bei näherem Hinsehen schon
vorhanden. Sonst ist das Museum die 10 NZD nicht wert, die ich als Senior
bezahlen muss. Ich trinke noch einen Kaffee und fahre dann weiter. Hier ist
man auf einer Hochebene die bis 1100 müM liegt. Ich halte nochmals an um die
beiden Vulkane Mount Ruapehu (2797 müM) und Mount Ngauruhoe (2291 müM) zu
fotografieren. Hier geht ein stürmischer Wind. Um 13.30h bin ich bei der
"Tokaanu Geothermal Area". Da gibt es einen Rundweg durch die thermisch
aktive Gegend. Es dampft, blubbert und stinkt. Nach ½h fahre ich weiter.
Unterwegs halte ich noch zwei Mal kurz an um den Lake Taupo zu
fotografieren. Es beginnt leicht zu regnen. Einfahrt Taupo tanke ich noch,
und fahre dann durch das Stadtzentrum, nichts Besonderes. Nach 15h bin ich
beim neuen Airbnb. Shona ist nicht zu Hause, sagt mir aber wo der Schlüssel
liegt. Nun regnet es richtig. Ich richte mich ein. Selina hat sich gemeldet,
ich suche einige Formulare die sie benötigt im Internet zusammen. Sie hat
mir sehr schlechte Kopien geschickt. Apero im Wohnzimmer zusammen mit einem
jungen Pärchen aus Deutschland. Shona gibt mir einige Tipps zum Nachtessen.
In der Nähe gibt es einen chinesischen Take Away. Mie Goreng ist sehr gut
und sehr viel (12.50 NZD) und wie gewünscht gut gewürzt. Ich esse in der
Küche, Shona hilft auch mit, und trotzdem bleibt die Hälfte übrig. Wir
schauen noch etwas im TV, dann gehe ich in mein Zimmer. Beantworte einige
Fragen von Selina. Es scheint nun doch möglich alles zusammen in einem
Standart-Container zu verschicken.
(247km, 5h unterwegs)
Di 16.02.2016
Es regnet. Nach dem Frühstück erledige ich einige Büroarbeiten, dann packe
ich zusammen. Um 11.15h fahre ich los, aber nur in die Stadt um eine SD-Card
für meine Kamera zu kaufen. Um 11.30h fahre ich dann richtig los. Zuerst zu
den Huka Falls. Das ist der Abfluss des Lake Taupo. Fallhöhe total 11m. Das
eindrücklichste ist die riesige Wassermenge die sich durch den nur 15m
breiten Canon über mehrere Stufen herunterstürzt (durchschnittliche 140.000
Liter pro Sekunde). Nach ¼h fahre ich weiter, vorbei an einem riesigen
Geothermischen Kraftwerk. Es geht nun wieder hoch auf bis zu 800 müM. Es
beginnt zu regnen. Hier werden wieder riesige Waldflächen kahlgeschlagen und
dann wieder aufgeforstet. Um 12.45h bin ich bei den Waipunca Falls. Ich
mache eine kurze Pause, dann geht es weiter. Nach kurzer Zeit bin ich beim
Tarawera Cafe. Da trinke und esse ich etwas. Nach ½h geht es weiter der
Küste entgegen. Das Wetter wird immer besser. Um 14.30h bin ich in Napier.
Liz ist wie angekündigt nicht zu Hause. Ich parkiere mein Auto vor dem Haus
und gehe zu Fuss in die Stadt. Das sind etwa 1.5 km. Die Stadt wurde 1931
durch ein Erdbeben zerstört und nachher wieder im damaligen Stil aufgebaut.
Sie ist weltberühmt wegen ihren Art Deco Bauten. Ich trinke ein Bier im Rose
Irish Pub. Dann gehe ich zum Kies-Strand. Setze mich mehrmals auf eine Bank
und schaue den Leuten zu. Auf dem Rückweg lege ich nochmals eine Pause beim
Clive Square Gardens, einem schönen Park ein. Nach 18h bin ich zurück. Liz
ist nun da und zeigt mir das Haus und gibt mir Tipps zum Nachtessen. Ich
richte mich ein, dann Apero. Zu Fuss gehe ich zurück in die Stadt ins Kilim
Turkish Cafe. Ich esse Mousaka, das ist zwar eher griechisch, aber trotzdem
gut. Um 21h bin ich zurück. Bin ziemlich müde und gehe bald schlafen.
(158km, 3¼h unterwegs und 7km zu Fuss)
Mi 17.02.2016
Frühstück mit gutem Kaffee, zum ersten Mal seit ich zurück aus der Schweiz
bin. Natürlich mein selbstgekochter ausgenommen. Nachher erledige ich den
Formular-Krieg für das Verschiffen meines Autos. Gegen 15h gehe ich in die
Stadt. Schaue mir noch einige "Sehenswürdigkeiten" an. Das wichtigste habe
ich schon gestern gesehen. Bei der Tourist-Information frage ich nach einem
Schuhreparatur-Service, dann gehe ich dorthin. In ¼h sollten meine Sandalen
repariert sein. Ich gehe barfuss zu einem Kebap-Restaurant auf einen guten
Kebap. Meine Sandalen brauchen länger als geplant. Es ist eine Schande für
Teva. Ich habe 2 Paar Trekking-Sandalen gekauft als ich in der Schweiz war,
als Ersatz für die alten, die ich fast 10 Jahre benutzt habe und deren Sohle
nun abgelaufen ist. Das 1.Paar habe ich knapp 2 Monate benutzt, dann hat
sich die Sohle gelöst. Darum habe ich das 2.Paar nach Neuseeland
mitgenommen. Nach wenig Gebrauch löst sich nun die Sohle bereits nach 5
Wochen. Der Schumacher meint, der Leim vertrage die Wärme nicht. Sandalen
trägt man wenn es heiss ist, das werde ich Teva bei Gelegenheit mitteilen.
Ich kaufe noch ein und gehe dann nach Hause. Kaum angekommen beginnt es zu
regnen. Zum Nachtessen gehe ich nochmals ins Rose Irish Pub. Die Pork
Schnitzel mit Gemüse und Chips schmecken gut. Meine Tischnachbarn sind ein
Paar aus der Schweiz, woher den sonst. Um 21h gehe ich zurück, es regnet
immer noch.
(6km zu Fuss)
Do 18.02.2016
Der Kaffee schmeckt heute nicht mehr so gut wie gestern. Dazu gibt es
Spiegeleier und Tomaten mit Basilikum. Liz ist krank und geht bald wieder
ins Bett. Ich packe zusammen und beantworte noch die Email von Selina. Sie
organisiert nun einen Container nach Long Beach, San Diego kostet 800 USD
mehr. Um 10.45h fahre ich los, aber nur bis zum Bluff Hill Lookout. Von da
hat man eine gute Aussicht über den Hafen. Da wird viel Holz verladen. Nach
10 Minuten fahre ich weiter. Es geht nun ein Stück weit der Küste entlang,
dann entfernt sich die Strasse von der Küste. Es ist sehr hügelig. Die
Strasse ist kaum jemals gerade und eben. Es hat nicht viel Verkehr, eine
angenehme Fahrt. Nach 1h halte ich kurz bei einer imposanten Eisenbahnbrücke
an um ein Foto zu machen. Der nächste Halt ist in Wairoa, eine kleine Stadt
an der Küste. Im Eastend Cafe trinke und esse ich etwas. Nach ½h fahre ich
weiter. Nach einer halbstündigen Fahrt bin ich um 14.15h bei den Morere Hot
Springs. Mary hat mir die sehr empfohlen, vor allem den obersten Pool. Es
kostet 12 NZD Eintritt, dann muss man 7 Minuten zu Fuss durch einen
dschungelartigen Wald gehen. Es gibt da ein Badehaus mit 3 Pools. 44C°, 34C°
und etwa 20C°. Eine Zeitlang sind wir alles Europäer. Ein Paar aus Holland
und ein Paar aus England und ich. Später kommt eine Maori Familie dazu. Es
ist ein sehr angenehmer Ort. Nach 2h fahre ich weiter. Es stürmt gewaltig.
Das scheint hier aber normal zu sein, denn es gibt überall hohe Hecken um
den Wind von den Obst-Plantagen abzuhalten. Ich halte nochmals kurz an um
die Bucht von Gisborne zu fotografieren. Um 17.15h treffe ich in Gisborne
ein. Das Haus von Mary & Clive finde ich auf Anhieb, obwohl es sehr
abgelegen an einer Privatstrasse mit Tor am Eingang liegt. Mary ist bereits
zu Hause. Sie arbeitet als Kinder-Ärztin im örtlichen Krankenhaus. Kurz
darauf kommt auch Clive nach Hause. Er hat eine eigene Zahnarzt-Praxis im
Ort mit 2 Zahnärzten. Er drängt darauf mir Gisborne zu zeigen. Wir fahren
bald los. Zuerst zum James Cook Memorial. Das Denkmal soll gar nicht James
Cook sein hat man herausgefunden. Aber er hat 1769 Neuseeland entdeckt. Von
hier hat man eine schöne Aussicht über den Ort und die Bucht. Wir fahren
noch etwas weiter, da sieht man aufs offene Meer hinaus. Auf dem Rückweg
kaufen wir noch Bier ein. Zu Hause dann Apero. Mary kocht frischen Fisch von
Gisborne, dazu gebackene Kartoffelschnitze und Gemüse. Sehr gut. Zum Dessert
gibt es Apple crumble. Wir sitzen noch im Wohnzimmer zusammen und reden. Um
22h gehen wir ins Bett. Es regnet.
(222km, 6½h unterwegs)
Fr 19.02.2016
Wenn ich aufstehe sind Mary & Clive schon weg. Es regnet z.T. heftig.
Das Haus steht auf einem Hügel im Wald. Es ist sehr ruhig. Das Frühstück mit
eigenem Kaffee. Brot haben sie das gleich wie ich gekauft habe. Meine Milch
muss ich aufbrauchen weil sie offen ist. Das Wetter bleibt regnerisch, so
erledige ich diverse Büroarbeiten in aller Ruhe. Gegen Abend kommt die Sonne
hervor, aber ich bleibe zu Hause. Gegen 17.30h kommt Clive nach Hause. Apero
auf der Terrasse. Später kommt auch Mary nach Hause. Zum Nachtessen gibt es
Chili Con Carne mit Reis. Nachher sitzen wir zusammen und reden über Gott
und die Welt. Um Mitternacht bin ich im Bett.
Sa 20.02.2016
Frühstück mit Clive, Mary musste zur Arbeit, sie hat Pikett-Dienst übers
Wochenende. Um 10.45h fahren wir mit Clive's Saab 900 Cabriolet los. Zuerst
zu Richard, einem Freund. Dem helfen wir beim Begradigen seines Gartenzauns.
Er besitzt einen Caterham Lotus Super Seven und einen Jaguar. Er fährt mit
seinem Lotus mit. Um 11.15h fahren wir der Küste entlang Richtung Norden. Um
12h sind wir in Tolaga Bay. Da trinken wir etwas im Tolaga Inn. Nach ½h
fahren wir weiter. Wir sind ziemlich zügig unterwegs, bis zu 120km/h.
100km/h wären erlaubt. Um 13.30h sind wir in Tokomaru Bay. In der Te Puka
Tavern machen wir halt und trinken ein Bier. Um 14.15h fahren wir noch bis
zum Ende der Strasse zur "Freezing Works". Da wurden bis 1953 Schafe und
Kühe für den Transport tiefgefroren. Auf dem Rückweg halten wir kurz in
Tolaga Bay und verabschieden uns von Richard. Er fährt direkt zurück. Wir
stoppen beim alten Steg und gehen zu Fuss bis zum Ende. Das sind gut 600m,
soll der längste Steg auf der Südhalbkugel sein, aber das stimmt nicht. In
Carnarvon in Australien gibt es den One Mile Jetty. Um 16.15h noch einen
kurzen Fotostopp beim Makorori Beach. Wir besuchen noch die beiden Denkmäler
für Scott und seinen Matrosen Nick in Gisborne. Der soll als erster
Neuseeland gesehen haben. Das stimmt allerdings nicht. Die Maori kamen 1280
und die Holländer um 1642. Um 17h sind wir zurück. Ich buche noch ein Zimmer
in Maraehako Bay. Apero auf der Terrasse. Nachher fahren wir in die Stadt
zum Nachtessen ins "Works" (ehemals Freezing Works). Dort treffen wir auch
Richard. Das Essen ist gut, aber ziemlich teuer. Eigentlich wollte ich Mary
& Clive einladen, aber sie kommen mir zuvor und bezahlen heimlich, bevor
ich bezahlen kann. Zu Hause geniesse ich noch ein Vollbad und rasiere mich.
(200km mit Clive's Cabriolet, 6¼h unterwegs)
So 21.02.2016
Frühstück mit Clive, dann packen. Mary kommt zurück von der Arbeit. Nach
11.15h verabschiede ich mich und fahre los. Zuerst zum Tanken, Einkaufen und
Bargeld abheben. Um 12h fahre ich dann wirklich los. Den ersten Teil der
Strecke kenne ich schon von gestern. Um 13.15h mache ich einen Kaffeehalt in
Tokomaru Bay, in der Te Puka Tavern wie gestern. Nach 20 Minuten fahre ich
weiter. Um 14.30h bin ich in Tikitiki, dem vermeintlich östlichsten Punkt
meiner Reise. Weil ich mich entscheide zum East Cape Lighthouse zu fahren,
stimmt das aber nicht. Die Strasse dorthin ist etwa zur Hälfte geteert, der
Rest ist Staubstrasse, aber in gutem Zustand. Für die 20km brauche ich ½h.
Unterwegs gibt es einen Unfall. Ein Auto ist von der Strasse abgekommen. Der
Heli kommt gerade wenn ich passiere. Ich steige die 800 Stufen bis zum
Leuchtturm hinauf. Das sind 154m. Jetzt bin ich wirklich am östlichsten
Punkt meiner Reise (178.55°). 128km weiter östlich beginnt der Westen???!!!
Nach 40 Minuten fahre ich wieder zurück. Um 16.45h erreiche ich wieder die
Hauptstrasse. Um 17h erreiche ich Hicks Bay. Da führt die Strasse
landeinwärts. Es ist abwechslungsreich. Ich bin ziemlich zügig unterwegs. Es
hat kaum Verkehr. Bei der Waihau Bay erreiche ich wieder die Küste. Um 18h
bin ich in Maraehako Bay, meinem Ziel. Das Maraehako Bay Retreat liegt
direkt am Meer. Wunderschön gelegen. Die Unterkunft ist sehr einfach. Der
Besitzer ist nicht da. Die Fahrerin eines Touristen-Buses der hier alle paar
Tage vorbeikommt hilft mir das Zimmer zu finden. Nachher trinke ich mein
obligates Bier und rede mit ihr. Sie ist Maori und lebt in Gisborne. Bald
kommt der Besitzer von seiner Motorradtour zurück. Er fährt eine Harley. Wir
sitzen zusammen bei der Feuerstelle. Später zündet er das Feuer an. Es gibt
kein Restaurant in der Nähe. Mein Nachtessen besteht aus Brot und Käse und
Wein. Wir sitzen zusammen am Feuer und hören Musik. Der Besitzer hat immer
etwas zu meckern, sei es über die Gäste oder das Personal. Er macht nicht
den glücklichsten Eindruck. Ich telefoniere mit Muetti. Küde kommt gerade zu
Besuch. Um 23h bin ich im Bett. Es ist nicht bequem, es hängt durch. Das
schlechteste Bett seit langem. Das Meer ist nur 2m von meinem Fussende
entfernt und ziemlich laut. Ich schlafe trotzdem gut.
(294km, 6¾h unterwegs)
Mo 22.02.2016
Ich warte bis der Touristenbus abgefahren ist, dann mache ich mir Frühstück.
Ich bin nun alleine hier. Um 10.15h fahre ich los. Unterwegs halte ich
einige Male an um zu fotografieren. Hauptsächlich fasziniert mich die White
Island. Das ist ein aktiver Vulkan etwa 50km von der Küste entfernt. Erst
später erfahre ich, dass aller Grund bestand fasziniert zu sein, denn es ist
einer der grösseren Ausbrüche der letzten Jahre die ich sehe. Beim Nukuhou
Salt Marsh halte ich an weil ich hoffe eine gute Aussicht auf die
Flusslandschaft zu haben, ist Fehlalarm. Der letzte Halt ist in Ohope Beach.
Soll Neuseeland beliebtester Strand sein. Meine Begeisterung hält sich in
Grenzen. Um 13h bin ich in Whakatane im Airbnb von Ian & Helen. Ich
werde herzlich empfangen von Ian. Er zeigt mir mein Zimmer und nachher
trinke ich mein obligates Ankunfts-Bier auf der Terrasse. Helen bringt etwas
zu Essen, aber ich habe viel gefrühstückt. Um 14h fahre ich mit Ian zum Kohi
Point Lookout. Von da hat man eine gute Aussicht über die Gegend. Hier
sollen die Maori aus Polynesien um 1340 gelandet sein. Dabei ist ihnen ein
Missgeschick passiert. Ihr Boot löst sich vom Strand und treibt mit den
Frauen aufs Meer hinaus. Damals durften die Frauen unter keinen Umständen
die Paddel eines Bootes benützen. Ein der Frauen beschliesst "Wie ein Mann"
das Boot zum Ufer zurück zu paddeln. Daher der Ortsname Whakatane, das
heisst auf Maori "Wie ein Mann". Ian war Lehrer an einer Maori-Schule und
kennt darum diese Kultur sehr gut. Nachher zeigt er mir noch den Ort und die
Stelle wo die Maori zuerst gesiedelt haben. Nach etwa 1h sind wir zurück.
Ich führe mein Tagebuch nach. Maria ruft an, Paul hat gestern wieder
angerufen und sie unter Druck zu setzen versucht. Ich esse heute bei Helen.
Ian ist an einem Rotarier-Anlass. Wir wollen sein Garmin fit für ihre Reise
nach Europa und USA machen. Ich kopiere Teile der Karten von Europa und USA
auf seine SD-Card. Nach einigem Pröbeln funktioniert entweder die eine oder
die andere Karte, aber nie beide. Wir geben für heute auf. Noch einen
Schlummertrunk, dann ins Bett.
(129km, 2½h unterwegs und 23km mit Ian)
Di 23.02.2016
Es regnet, Frühstück mit Ian. Ian's Garmin kann nur eine zusätzliche Karte
auf der SD-Card verwenden. Er geht ins Zentrum und kauft sich eine 2.Karte.
Ich lade inzwischen die neusten Karten von Europa herunter. Das sind 4GB. Es
ist wie immer mit Garmin. Der legale Weg dauert viel länger als der
illegale. Bis die Karte auf meinem Navi installiert ist, dauert es über eine
Stunde. Dazwischen werde ich quasi gezwungen Lunch zu essen. Bis alles
kopiert und auf Ian's Garmin getestet ist, ist es bereits fast 17h. Ich
fahre schnell mit dem Auto zur Post um Mary & Clive ihren Hausschlüssel
zurück zu schicken. Ich bin zwar rechtzeitig da, nur habe ich den Schlüssel
nicht mitgenommen. So fülle ich nur die Daten auf der Versandtasche aus und
nehme sie mit. Helen & Ian sind heute an einem Rotarier-Anlass. Ich gehe
zu Fuss zum Nachtessen ins Zentrum. Sass lange Zeit vor dem Computer und
gehe jetzt ins "The Office" zum Essen! Den ganzen Tag Büro? Heute gibt es
Steak & Ale für 20 NZD. Schmeckt gut, mit Salat und Chips. Zu Hause
warten wir auf die Ankunft der neuen Gäste aus Österreich. Wir reden noch
eine Weile, dann gehen wir ins Bett.
(3.5km mit dem Auto und 3km zu Fuss)
Mi 24.02.2016
Frühstück heute alleine, Ian trinkt nur einen Kaffee. Die Österreicher sind
schon weg, ein Ausflug zur White Island. Helene verabschiedet sich, sie muss
etwas erledigen. Ich packe meine Sachen zusammen und verabschiede mich dann
von Ian. Er bedankt sich nochmals für die Karten. Um 10.30h fahre ich los.
Zuerst zur Post, dann zum Einkaufen, schlussendlich noch zum Tanken. Um
11.30h fahre ich dann wirklich los. Nach 20 Minuten mache ich einen kurzen
Fotostopp, dann geht es ohne Halt weiter bis zum Mount Maunganui. Ian hat
mir diesen Ort und vor allem die Rundwanderung um den Berg empfohlen. Es ist
ziemlich touristisch. Der schönste Strand bis jetzt in Neuseeland. Auch die
Rundwanderung lohnt sich. Die Einfahrt in den Hafen ist ziemlich schmal und
es hat viel Verkehr. Das und auch die Küste machen die Wanderung
interessant. Auf dem Rückweg esse ich noch einen guten Kebap. Nach 1½h fahre
ich weiter. Um 16h komme ich in Whangamata an. Nancy & Harry empfangen
mich herzlich. Ich setze mich zu ihnen um mein Ankunfts-Bier zu geniessen.
Es stellt sich heraus, dass Harry selbst Bier braut. Natürlich muss ich das
probieren. Um 18h mache ich mich auf den Weg zum Strand. Der ist auch schön.
Es hat relativ viele Surfer. Die Wellen sind ziemlich hoch. Ich setze mich
und schaue ihnen zu. Ich verschicke ein Stimmungs-Bild per WhatsApp. Dann
gehe ich noch bis zum Steg am Ortsende. Ich will in die Pizzeria Nero, aber
die ist geschlossen. Ich kaufe eine Take Away Pizza in der Nähe und bringe
sie nach Hause. Leider ist sie nicht mehr richtig warm. Ich wärme sie im
Mikrowellofen auf. Dann ist sie zwar warm, dafür gummig. Dazu habe ich
Tomatensalat gekauft. Nachher setze ich mich noch eine Weile zu meinen
Gastgebern. Erledige noch die täglichen Kleinigkeiten wie Tagebuch, Tracks
kopieren und Routenplanung. Um 22.30h bin ich fertig.
(194km, 5½h unterwegs und 8.5km zu Fuss)
Do 25.02.2016
Nach dem Frühstück verabschiede ich mich von Nancy & Harry. Um 10.30h
fahre ich los. Es hat kaum Verkehr und die Strecke ist abwechslungsreich,
ziemlich hügelig. Auch hier sind sie am Abholzen ganzer Hügelzüge. Um 12h
bin ich beim Parkplatz zum Cathedral Cove. Der Parkplatz ist viel zu klein
und ich habe Pech. Das Auto vor mir schnappt den letzten Parkplatz. Ich
frage die Fahrerin eines Shuttlebusses wieviel es kostet. Sie meint 5 NZD.
Ich fahre ihr nach zurück ins Dorf. Unterwegs verlangen die Anwohner 10 NZD
für einen Parkplatz! Ich parkiere am Schatten und steige um und werde zurück
zum Parkplatz gefahren. Um 12.15h starte ich die Wanderung zum Strand. Es
ist ein schöner Weg. Unterwegs sind sie am Bauen, aber sonst sind der Weg
und die Aussicht gut. Nach ½h erreiche ich den Cathedral Cove Beach. Das
sind zwei schöne Strände, verbunden durch eine hohe Höhle die den Namen
Cathedral rechtfertigt. Es hat viele Leute hier, die am Schwimmen sind. Nach
20 Minuten mache ich mich auf den Rückweg. Unterwegs ist ein Paar aus der
Schweiz hinter mir. Wenn sie mich überholen grüsse ich sie, aber sie
reagieren nicht. Erst oben fragt sie mich ob ich wirklich Schweizerdeutsch
gesprochen habe. Wir trinken noch etwas, dann nehmen sie mich mit zu meinem
Auto. Ich fahre weiter zum Hot Water Beach. Unterwegs nehme ich 2
Amerikanerinnen chinesischer Abstammung mit. Sie haben einen Spaten dabei
und wollen auch zu diesem Strand. Da sind die Leute am Löcher puddeln. Die
füllen sich dann mit warmem Wasser und man hat seinen eigenen Spa. Auch die
beiden Damen machen das. Ich schaue eine Weile zu, dann fahre ich weiter.
Nach 5km verlasse ich die Hauptstrasse und lande nach wenigen Metern auf
einer Staubstrasse. Die Strasse ist in gutem Zustand und führt durch eine
schöne Gegend. Ziemlich kurvenreich bergauf auf 450 müM. Unterwegs sind sie
am Warten der Strasse. Ich muss einige Minuten warten, bis die Strasse
wieder passierbar ist. Nach 20km ist die Strasse wieder geteert. Ab Tapu
geht es wieder der Küste entlang. Um 16.15h treffe ich in Kerepehi ein. Ein
kleiner Ort in der Ebene des Waihou Rivers. Melanie empfängt mich herzlich.
Mein Zuhause ist eine Kirche! Melanie interessiert sich sehr für meine
Reise. Sie lädt mich zum Nachtessen ein. Ich spendiere den Wein dazu. Ihre
Nichte Emma isst auch mit uns. Melanie gibt mir noch einige Tipps für die
Reise in den Norden.
(161km, 5½h unterwegs und 4km zu Fuss)
Fr 26.02.2016
Zum Frühstück gibt es Rührei und selbst gebackenes Brot. Um 10.30h
verabschiede ich mich und fahre los. Zuerst durch die weite Ebene, dann der
Küste entlang zur Kawakawa Bay. Da kaufe ich mir eine Glacé und mache eine
Pause. Nach ¼h fahre ich weiter. Beim Duder Regional Park halte ich nochmals
an und mache einen kurzen Spaziergang zur Küste, 1km hin und zurück. Via
Maraetai Beach fahre ich weiter Richtung Auckland. In Pakuranga bin ich in
der falschen Spur und kann nicht in die geplante Richtung fahren. Ich denke
kein Problem und biege links ab. Aber das ist die Autobahn und die nächste
Möglichkeit zum Abbiegen ist erst in 1.5km. Mein Navi zeigt mir nun einen
anderen Weg, aber der führt direkt in stockenden Verkehr. Die habe hier
Dosierende Lichtsignale an der Einfahrt zur Autobahn. Immer nur 2 Autos jede
20 Sekunden. Der Umweg kostet mich ¼h. Um 14.15h bin ich da. Das Haus von
Laskarina & Daniel liegt 20 Minuten zu Fuss vom Mission Bay Beach
entfernt. Ich richte mich ein. Die beiden sind am Arbeiten. Um 16.30h mache
ich mich auf den Weg zum Mission Bay Beach. Der Strand soll der beste von
Auckland sein. Mich beeindruckt er nicht. Ich gehe der Strasse entlang um
das Takaparawha Reserve. Ich habe einen schöneren Weg erwartet. Es geht
alles der Hauptstrasse entlang. Erst beim Okahu Bay Cemetery kann man die
Strasse verlassen. Wenigstens hat man eine gute Aussicht auf das Zentrum von
Auckland und den Hafen. Um 18h bin ich zurück. Dani ist inzwischen zurück
von der Arbeit. Sie sind aus Zürich und seit gut 3 Jahren hier. Wir trinken
ein Bier zusammen. Laskarina hat heute ihren letzten Arbeitstag am alten
Ort. Dani geht auch zur Abschiedsparty. Gegen 20h gehe ich wieder zum
Mission Bay Beach. Im "De Fontein Belgian Beer Cafe" ist es voll. Ich habe
Glück und bekomme schnell einen Tisch. Belgische Wurst vom Grill mit etwas
ähnlichem wie Kartoffelstock schmeckt gut, ist aber nicht eine grosse
Portion. Dazu das teuerste Bier bis jetzt in Neuseeland, 15 NZD für ein
Leffe. Um 22h bin ich zurück. Um Mitternacht kommen Dani & Laskarina von
der Party zurück. Wir reden noch eine Weile, dann ins Bett.
(140km, 3¼h unterwegs und 10km zu Fuss)
Sa 27.02.2016
Schlafe bis 9h. Nach dem Frühstück gesellt sich Dani zu mir. Ich erledige
meine Wäsche und mein Büro. Nachher gehe ich zu Fuss zum Einkaufen. Nach
meiner Rückkehr geniesse ich ein Vollbad. I m Radio gibt es eine
Regenwarnung, 5cm in 6 Stunden sind angesagt. Gegen Abend beginnt es
tatsächlich zu regnen. Am Anfang leicht, dann immer stärker. Es ist der Rest
des Zyklon Winston, der vor einigen Tagen Fidschi verwüstet hat. Wir bleiben
zu Hause. Laskarina kocht frische Spätzli, alles selbst gemacht. Dazu gibt
es Hirsch-Wurst und –Fleisch. Ich spendiere den Wein dazu. Ein gemütlicher
Abend. Wir gehen erst nach Mitternacht ins Bett.
So 28.02.2016
Nach dem späten Frühstück gehe ich mit Dani Einkaufen. Ich brauche
Augentropfen. Mein linkes Auge ist seit gestern entzündet und tränt. Ich
buche meine Airbnb Unterkünfte für die nächsten 3 Nächte und den Flug von
Melbourne nach Medan am 19.März. Dani & Laskarina besuchen Freunde, ich
fahre mit dem Bus ins Zentrum. Er sollte 15.22h fahren, kommt aber erst
15.41h, ich habe schon fast aufgegeben. Kaum steige ich aus dem Bus, beginnt
es zu regnen. Ich mache trotzdem einen Rundgang durch das Hafengebiet. Da
gibt es jetzt Jacht-Häfen und Schicki-Micki Beizen. Beeindruckende
Jachten gibt es da. Auch das Verliererboot gegen Alinghi ist her, sie machen
jetzt America's Cup Fahrten für 180 NZD / Person damit. Es regnet immer
wieder. Nach knapp 2h beschliesse ich zurück zu fahren, zumal der Bus nur
jede Stunde fährt. Im Subway kaufe ich noch ein Tuna Sandwich und
nehme es zum Nachtessen mit nach Hause. Zuerst Apero, dann Nachtessen.
Laskarina kreiert ein Kochbuch für das Brautpaar, zu deren Hochzeit sie in
der Schweiz eingeladen sind. Dani packt die Weinflaschen ein, sie schreibt
ein Rezept zu jeder Flasche. Gegen 22h gehen wir ins Bett, sie müssen morgen
zur Arbeit, Laskarina an eine neue Arbeitsstelle. Ich schlafe schlecht, mein
Auge schmerzt und ich erwache immer wieder.
Mo 29.02.2016
Es regnet, Dani verabschiedet sich um 7h, Laskarina geht um 8h, hat aber
keine Zeit um mir zu klopfen. Nach dem Frühstück packe ich zusammen. Suche
lange meinen Whisky. Der steht im Dunkeln im Schrank, darum finde ich ihn
nicht auf Anhieb. Gegen 10.30h fahre ich los. Das Navi führt mich auf
kürzestem Weg auf die Autobahn, darum sehe ich nicht mehr viel von Auckland,
zudem regnet es teils heftig. Nach 42km und 42 Minuten verlasse ich die
Autobahn. Bei der ersten Tankstelle tanke ich. Sobald man auf der SH1 ist,
hat es viel Verkehr. Aber meine Route führt immer wieder weg von der
Hauptstrasse, dann hat es kaum Verkehr. In Mangawhai halte ich 3 Mal an.
Zuerst beim Village um ein Foto zu machen, dann beim Harbour etwas länger,
und zum Schluss bei Mangawhai Heads, das ist ein schöner Surf-Strand.
Nächster Fotostopp beim Langs Beach. In Waipu Cove mache ich eine längere
Pause und trinke einen Kaffee. Später folge ich dem Tourist Way nach One
Tree Point, aber da gibt es nichts Interessantes zu sehen. 18km und 20
Minuten für die Katz. Um 15h treffe ich in Whangarei ein. Das Airbnb von
Jacky ist ein wenig erhöht gelegen. Schön eingerichtet, nur der Strassenlärm
stört. Ich hoffe dass es nachts ruhiger wird. Ich richte mich ein. Jacky
kommt auf einen kurzen Schwatz und gibt mir einen Tipp fürs Nachtessen. Ich
richte mich ein. Apero auf der Terrasse, kaum angefangen, beginnt es wieder
zu regnen. Im Wohnzimmer ist es auch schön. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss
uns Zentrum. 20 Minuten auf einem ziemlich schönen Weg, am Schluss dem Hafen
entlang. Ich kaufe noch Brot ein, dann ins empfohlene "Fat Camel". Die Camel
Kebap Pita schmeckt gut, dazu ein Glas Wein. Zum Abschluss einen Iced
Coffee. Um 20.15h mache ich mich auf den Heimweg.
(202km, 4½h unterwegs)
Di 01.03.2016
Ich bereite mein Frühstück im Zimmer zu. Diesmal klappt es mit dem
Eierkochen im Wasserkocher. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst zum Einkaufen,
dann zum Whangarei Falls. Das ist ein 26m hoher Wasserfall. Weil es über
Nacht geregnet hat, ist er ziemlich imposant. Ich mache eine kleine
Rundwanderung. Nach ½h fahre ich weiter und tanke noch in der Nähe. Der
nächste Stopp ist in der Helena Bay. Dann geht es weiter durch die wegen des
Regens sehr grünen Hügel. Ich mache einen Umweg in die Whangaruru Bay. Ich
hoffe, dass es da etwas zu essen und zu trinken gibt. Aber das Restaurant
ist geschlossen. Die nächsten Stopps in der Taupiri Bay und Elliot Bay. Das
sind sehr schöne einsame Buchten. Die Küste ist hier sehr schön, mit vielen
Buchten und Klippen. Um 14h bin ich bei der Opua - Okiato Ferry. Für 12.50
NZD kann man diese Abkürzung nehmen. Auf dem Weg nach Paihia hat es viele
Buchten und viele Villen. Das ist die berühmte Bay of Islands. Im Ort will
ich etwas trinken, aber nachdem im Alfresco's auch nach 10 Minuten nichts
passiert, fahre ich weiter. Bei den Haruru Falls halte ich nochmals kurz an.
Um 15h bin ich im Airbnb von Judith. Sie empfängt mich herzlich. Ich trinke
mein Ankunftsbier auf der Terrasse. Bald müssen wir aber in Haus, weil es
wieder zu regnen beginnt. Ich richte mich ein. Zum Apero setze ich mich zu
Judith ins Wohnzimmer. Sie trinkt ein Glas Wein mit. Um 19h fahre ich mit
dem Auto in den Ort. Judith hat mir das Black Olive Restaurant empfohlen.
Meine Pizza ist gut, aber viel zu viel. Dazu trinke ich Wein. Um 20.45h bin
ich zurück und sitze noch mit Judith zusammen.
(138km, 4¼h unterwegs und 7km zum Nachtessen)
Mi 02.03.2016
Judith kocht mir das beste Airbnb-Frühstück bis jetzt. Mit Spiegelei,
Schinken, Tomaten usw. und selbstgebackenem Brot. Um 9.30h fahre ich los,
weil Judith weg muss und ich eine riesige Strecke vor mir habe. Zuerst fahre
ich zur Matauri Bay, die hat mir Judith empfohlen. Wenn ich ankomme, hört es
auf zu regnen, aber es stürmt und die Sonne scheint zeitweise. Es gibt hier
ein Denkmal für das Schiff Rainbow Warrior von Greenpeace. Das wurde vom
französischen Geheimdienst in Auckland versenkt, weil sie gegen die
Atomversuche protestiert haben. Dabei wurde der Fotograf getötet. Das
Denkmal ist aber nicht zugänglich, ich finde jedenfalls keinen Weg. Ich
fahre weiter, wenn immer möglich auf Nebenstrassen, denn auf der
Hauptstrasse SH10 hat es ziemlich viel Verkehr. Unterwegs gibt es schöne
Buchten zu bewundern. Um 11.30h bin ich in Cable Bay und trinke dort einen
Kaffee. Von hier ging das erste Seekabel nach Australien und war damals das
längste Unterwasserkabel der Welt, 6400km lang. Nach ¼h fahre ich weiter. Um
12.15h bin ich in Awanui. Zu meinem Airbnb wären es nur noch 20km. Aber ich
will noch zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt von Neuseeland. Das sind
213km hin und zurück. Um 13.45h bin ich da. Die Fahrt ist weniger eintönig
als erwartet. Man fährt oft oben auf den Hügeln und hat darum eine gute
Aussicht. Vom Parkplatz sind es 800m bis zum Leuchtturm. Der Weg lohnt sich,
zumal die Sonne scheint. Es stürmt aber gewaltig. Zurück muss ich auf die
Toilette und da passiert es, meine Kamera fällt aus der Lendentasche, weil
ich den Reisverschluss nicht zu gemacht habe. Zuerst sieht es aus als sei
alles in Ordnung. Aber später merke ich, dass das Gehäuse eine Beule hat und
darum die meisten Tasten nicht mehr funktionieren. Richtig Scheisse. Auf dem
Rückweg mache ich einen Abstecher zu den Te Paki Dunes. Das sind bis zu 50m
hohe Sanddünen am Ninety-Miles-Beach. Die Haupt-Attraktion ist mit einem
Board die Dünen hinunter zu rutschen. Weil es aber geregnet hat,
funktioniert das heute nicht so gut. Ich gehe ein Stück zu Fuss, dann fahre
ich nach 20 Minuten weiter. Es geht die gleiche Strecke zurück wie ich
gekommen bin, es gibt nur eine Strasse. Nach Awanui führt mich mein Navi für
14km auf eine Staubstrasse. Die Strasse ist gut und die Gegend auch. Punkt
17h bin ich beim Airbnb von Sheryl & Bob, aber es ist niemand zu Hause.
Ich trinke auf der Terrasse mein Ankunftsbier und geniesse die schöne
Aussicht. Nach einer ½h kommt Bob nach Hause. Wir sitzen zusammen und
trinken ein Bier gemeinsam. Er ist Farmer mit etwa 100 Kühen und einigen
Schafen. Zum Nachtessen empfiehlt er mir ein Café im Dorf, das ist aber
geschlossen. Ich fahre zum Bay View Motel. Da gibt es heissen Stein mit 3
Sorten Fleisch. Nicht schlecht, aber teuer. Darum schicken Sheryl & Bob
die Leute nicht dorthin. Zurück zu Hause, kommt auch Sheryl bald nach Hause.
Wir sitzen noch eine Weile zusammen, dann verabschieden wir uns, weil sie
morgen schon weg sein werden wenn ich aufstehe.
(358km, 7½h unterwegs und 5km zum Nachtessen, sowie 2km zu Fuss)
Do 03.03.2016
Heute stehe ich erst um 9h auf. Sheryl & Bob sind schon weg. Frühstück
mit Super-Aussicht auf den Ninety-Miles-Beach. Um 11.30h fahre ich los.
Zuerst nach Kaitaia zum Einkaufen und Tanken. Um 12.30h fahre ich dann
richtig los. Über die Kaitaia - Awaroa Road, nicht über die Hauptstrasse. Es
hat kaum Verkehr und die Gegend ist schön, mit vielen Hügeln. Um 13.45h bin
ich bei der Hokianga Ferry. Ich habe Glück, die nächste Fähre fährt um 14h,
nur jede Stunde eine Fähre. Die Fahrt dauert 15 Minuten. Bis zu meinem
Airbnb sind es nur wenige Minuten. Peter ist mein Gastgeber. Er macht unter
anderem Silberschmuck. Das ist gut für mich, den er hat einen kleinen
Werkbank und Uhrenmacher-Schraubenzieher, sowie eine Feile. Ich mache mich
gleich an die Arbeit und repariere meine Kamera. Nach ½h ist es geschafft,
die Kamera funktioniert wieder. Ich hoffe es hat nicht zu viel Schmutz im
Gehäuse gegeben. Nachher richte ich mich ein. Peter geht mit dem Hund weg.
Ich erledige mein Büro. Peter muss später nochmals weg. Apero auf der
Terrasse mit Aussicht auf den Hokianga Harbour. So heisst diese Meeresbucht,
ein grosser natürlicher Hafen, der tief ins Landesinnere reicht. Peter kocht
uns ein gutes Nachtessen. Eine Nachbarin kommt zu Besuch. Ich spendiere eine
Flasche Wein. Die Nachbarin ist schon etwas angesäuselt wenn sie kommt.
Peter weigert sich eine weitere Flasche zu öffnen, daraufhin verlässt sie
uns abrupt. Ich suche und buche noch eine Unterkunft in Hamilton.
(94km, 2¾h unterwegs)
Fr 04.03.2016
Nach dem Frühstück fahre ich um 10.15h los. Die Strasse führt teilweise dem
Hokianga Harbour entlang. In Opononi mache ich einen kurzen Fotostopp. Etwas
später halte ich nochmals und gehe zu Fuss zum South Head Lookout Point. Das
ist die Stelle, an der der Hokianga Harbour ins Meer mündet. Hier hat es
ausnahmsweise viele Touristen. Nach ½h fahre ich weiter. Nun führt die
Strasse ins Landesinnere. Um 11.45h bin ich beim Tane Mahuta im schönen
Waipoua Forest. Das ist ein riesiger Kauri-Baum. Er ist 52m hoch und soll
2000 Jahre alt sein! Er soll einer der grössten Bäume überhaupt sein. Nach
10 Minuten fahre ich weiter. Nächstes Ziel, der Baylys Beach, den hat mir
Peter empfohlen. Mein Navi führt mich wieder einmal über eine Staubstrasse,
diesmal "nur" 5km. Es ist Ebbe, der Strand ist sehr breit und die Leute
fahren mit dem Auto herum. Auch ein Austin-Oldtimer ist da unterwegs. Ich
spaziere ein wenig herum, dann geht es weiter. Im nahen Dargaville gehe ich
einkaufen. Um 15h bin ich in Paparoa. Deb ist nicht da, aber das wusste ich
schon vorher. Nach einigen Verbindungsproblemen kommt ein Freund vorbei und
lässt mich ins Haus. Es ist das "Old Post Office". Mein Zimmer ist klein,
aber gemütlich. Ich richte mich ein und trinke mein Bier auf der Terrasse.
Ich lade meinen Handy-Kredit mit 20 NZD auf. Dann telefoniere ich mit Mark
und kurz mit Maria und schon sind mehr als 8 NZD weg! Die spinnen bei
Vodafon mit den Normal-Tarifen. Ich bekomme eine SMS, das meine Frei-Minuten
aufgebraucht sind, ich könne aber 100 Minuten für 10 NZD kaufen. Was ich
sofort mache, es bleiben von meinen 20 NZD nur noch etwas mehr als 1 NZD
übrig. Ein neuer Gast kommt an und begrüsst mich. Er will früh zum
Nachtessen, darum machen wir nichts ab. Apero auf der Terrasse. Deb kommt
nach Hause und entschuldigt sich für die Probleme. Ich gehe zu Fuss ins
Paparoa Hotel. Da treffe ich den anderen Gast. Wir sitzen zusammen. Ich
bestelle ein Steak. Das ist nichts Besonderes. Es stellt sich heraus dass
mein Nachbar mit einem Tesla hier ist. Der kostet ab 150'000 CHF in der
Schweiz. Ich frage ihn nach seinem Beruf. Er meint Farmer, und so gibt er
sich auch. Aber er besitzt eine riesige Farm zur Aufzucht von Kälbern, die
er dann als Kühe den Farmern zurückgibt, gegen gutes Geld natürlich. Für den
Rückweg nimmt er mich mit und zeigt mir stolz einige Gadgets diese Autos.
Die Beschleunigung ist gewaltig, 3 Sekunden von 0 auf 100km/h! Wir können
das aber innerorts nicht ausnützen, nur ein kurzer Zwischenspurt. Dann lässt
er die Hände vom Steuer, das Auto hält die Spur selber. Nach 5 Minuten sind
wir leider schon zu Hause. Da kann er das Auto über Nacht in der Garage
aufladen. Ich verschicke noch eine WhatsApp mit dem Bild, dann gehe ich bald
ins Bett.
(176km, 4h unterwegs, 1.5km zu Fuss)
Sa 05.03.2016
Nach dem Frühstück mit selbstgebackenem Brot von Deb, fahre ich um 10h los.
Ein knappe Stunde später halte ich in Tauhoa kurz an. Da hat man eine schöne
Aussicht bis zum Meer. ½ h später stoppe ich in Kaukapa Kapa. Da gibt es
eine Skulptur zusehen, ein Flugzeug, das im Boden steckt. Die Aussicht ist
auch nicht schlecht. In Hellensville kaufe ich kurz Käse ein und fahre dann
weiter. Nachher wird es hektischer. Ich habe zwar die Route so geplant, dass
ich nicht mitten durch Auckland fahre, aber der Verkehr auf der Autobahn ist
sehr dicht. Nach einer Weile habe ich genug und verlasse die Autobahn nach
Gefühl. Nach 13h bin ich in Tuakau. In der gleichnamigen Taverne esse und
trinke ich etwas. Nach ½h fahre ich weiter. Ich plane die weitere Route so,
dass ich nicht mehr auf die State Highway 1 zurückkomme. Ein weiterer kurzer
Fotostopp in Naike. Hier sieht es ähnlich aus wie im Jura, hügelig mit
Wiesen und Wald, nur über eine wesentlich längere Strecke. Und wenn man
Wasser sieht, ist es meistens das Meer. Nachher will mich mein Navi wieder
auf eine Staubstrasse schicken. Aber ich verzichte und fahre weiter auf der
SH22. Der Weg ist zwar via SH23 etwas länger, aber vermutlich nicht
langsamer. Kurz vor 16h bin ich in Hamilton in meinem Airbnb. Michel
empfängt mich und zeigt mir mein Zimmer es ist nicht sehr gross und vor
allem vollgestopft mit unnötigen Sachen. Z.B. 6 Kissen auf dem Bett usw. Das
ist hier so Mode. Es gibt meistens keinen Platz um die Sachen zu versorgen.
So landen sie meistens in irgendeiner Ecke am Boden, auch hier. Ich setze
mich ins Wohnzimmer und trinke mein Bier. Michel kocht das Nachtessen, ich
habe das hier vorbestellt für 20 NZD. Mark kommt nach Hause, er ist ein
aufgestellter Typ. Um 19h gibt es eine sehr gute Lamm Keule aus dem
Backofen, mit Kartoffeln und Gemüse. Ich esse mit Michel, Mark muss noch das
Ende des Rugby Matches schauen. Zum Dessert gibt es etwas Meringue ähnliches
mit Glacé und Beeren. Nachher telefoniere ich noch mit Markus und Stefan und
gratuliere Andrea zum Geburtstag. Allerdings zu spät. Am gestern habe ich
sie nicht erreicht und heute Morgen habe ich es vergessen.
(325km, 5¼h unterwegs)
So 06.03.2016
Mark kocht ein gutes Frühstück, was ich will, musste ich gestern Abend auf
einem Formular ankreuzen. Spiegeleier mit Speck und Wurst. Um 10.30h fahre
ich los, aber nur zu den Hamilton Gardens, 1km entfernt. Da schau ich mir
einige klassische Gärten an, Italien, Japan, China…Nach ½h fahre ich dann
wirklich los. Es ist bewölkt, regnet aber nicht. Nächster Halt ist nach 1h
beim Waitomo Cave. Den hat mir Mark ans Herz gelegt. Es hat viele Leute und
ist teuer. Ich buche nur den Glowworm Cave, das kostet 39 NZD für Senioren.
Ich habe Glück und muss nur ¼h Warten bis meine Tour startet. In der Höhle
darf man nicht fotografieren. Bei den Glühwürmern ist das verständlich, beim
Rest aber nicht. Der ist nämlich nicht sehr beeindruckend und um den hohen
Preis zu rechtfertigen werden unendlich lange Beschreibungen von Figuren
abgegeben die man sehen sollte. Es sind einfach Tropfsteine und erst noch
nicht die schönsten. Nachher geht man in den dunklen Glowworm Cave. Da gibt
es tausende Glühwürmer an der Decke. Sieht cool aus, könnten aber auch LED's
sein, aber ich nehme an sie sind echt! Nach 5 Minuten ist man dann beim
Ausgang. Nach 1¼h fahre ich weiter. 1¼h später bin ich in Mokau. Da esse und
trinke ich etwas. Um 15h geht es weiter. 20km weiter stoppe ich bei den
Three Sisters. Das sind 3 Felsen an der Küste. Sie sind nur bei Ebbe
zugänglich und es ist Ebbe. Ich gehe bis zum ersten Felsen und wieder
zurück, das sind etwa 1.5km hin und zurück. Es stürmt heftig. Nach ½h fahre
ich weiter, ohne weiteren Halt bis New Plymouth. Das Airbnb finde ich auf
Anhieb. Um 17h bin ich da. Judy ist nicht zu Hause, aber ihr Partner Len
zeigt mir alles. Ich richte mich ein und trinke mein übliches Ankunftsbier
mit ihm. Bald kommt auch Judy nach Hause. Apero im Garten. Zum Nachtessen
gehe ich zu Fuss ins Eden Café, das haben mir Judy & Len empfohlen. Auf
dem Weg dahin sehe ich kurz den Vulkan Mt. Taranaki durch ein Loch in den
Wolken. Pasta Pesto schmeckt gut, hat allerdings nichts mit Pesto zu tun.
Zurück zu Hause sitze ich noch mit Judy & Len und den beiden anderen
Gästen zusammen. Nach 22h telefoniere ich noch kurz mit Muetti, dann bald
ins Bett.
(253km, 6h unterwegs und 4km zu Fuss)
Mo 07.03.2016
Nach dem selbst zubereiteten Frühstück, fahre ich um 10h los. Es ist stark
bewölkt und regnet zeitweise. In New Plymouth gerate ich in einen Stau. Nach
einer Weile verlasse ich die Hauptstrasse. Beim Hafen gibt es einen
Aussichtspunkt. Da fahre ich hin, aber man sieht nicht viel, weil es
ziemlich heftig regnet. Ich mache ein Foto und fahre dann weiter. Es regnet
immer wieder leicht. Nach 1h mache ich einen kurzen Fotostopp am Strand. Da
haben sie eine Kopie des Cape Egmont Lighthouse gebaut, etwa 66% der
originalen Grösse. Die Optik ist Original. In Opunake wieder ein kurzer
Fotostopp. Ich bin auf dem Surf Highway unterwegs, aber zu sehen gibt es
nicht viel. Ich umrunde den Vulkan Mt. Taranaki. Der ist 2518 müM und sieht
aus wie ein Vulkan aussehen muss. Aber ich bekomme ihn nicht zu Gesicht, die
Wolken sind viel zu tief. In Manaia mache ich einen Kaffee-Halt in einer
grossen Bäckerei. Nach 20 Minuten fahre ich weiter. Das Wetter wird jetzt
etwas besser, manchmal scheint sogar die Sonne. Rund um den Vulkan ist die
Gegend nur leicht hügelig, fast flach. Manchmal geht die Strasse tief in
Flusseinschnitt hinunter und dann wieder hoch. Kurz vor 14h bin ich in
Whanganui. Ich verpasse die richtige Abzweigung, resp. das Navi zeigt die
falsche an. Ich muss eine kleine Ehrenrunde einlegen. Das Airbnb ist super,
mit guter Aussicht, weil es auf einem Hügel steht. Es ist eine kleine
Wohnung für mich alleine. Es ist niemand da, aber der Schlüssel steckt wie
mittgeteilt. Ich richte mich ein. Ich erledige mein Büro, nachher Apero auf
dem Balkon. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss in die Stadt hinunter, das sind
etwa 60 Höhenmeter und gut 2km. Das Restaurant Stellar soll laut TripAdviser
gut sein. Die Bedienung ist sehr langsam, es dauert ewig bis das Essen
kommt. Es ist dann wenigstens gut. Der Kaffee nachher kommt nie. Um 21h
mache ich mich auf den Heimweg. Ich brauche wieder 25 Minuten, wie schon auf
dem Hinweg. Telefoniere noch mit Maria über Skype, dann gehe ich ins Bett.
(215km, 3¾h unterwegs und 4.5km zu Fuss)
Di 08.03.2016
Die Küche ist sehr klein, aber es ist alles vorhanden, sogar Eierbecher. Um
10.30h fahre ich los. Es ist bewölkt, ab und zu drückt die Sonne durch. Der
Verkehr fliesst gut, ich komme zügig voran. Kurz vor Paraparaumu beginnt es
zu regnen und ich fahre auf eine Kolonne hinter einem Schwertransporter auf.
Die machen das hier tagsüber, nicht nachts wie bei uns. Ich gehe einkaufen
und tanken, nachher in die Auto-Waschstrasse. Für 15 NZD sieht das Auto
nachher wie neu aus. Es war ziemlich dreckig von den Staubstrassen. Um
13.30h bin ich bei Mark und lade meine Sachen aus. Alles gut gegangen.
Ausser einem beschädigten Raddeckel kein Schaden. Den habe ich beim
Parkieren am Randstein demoliert. Ich bin total 2595km auf der Nord- und
2500km auf der Südinsel gefahren. Um 16.30h kommt Mark nach Hause. Wir
müssen natürlich mit einem Bier das Wiedersehen feiern. Nachher bereitet er
unser Nachtessen vor. Es gibt Gefülltes Huhn aus dem Ofen, dazu Gemüse und
Risotto. Wenn Judy nach Hause kommt ist alles fertig und wir können essen.
Schmeckt gut. Nachher sitzen wir zusammen und ich muss von meinem Trip um
die Nordinsel erzählen. Um 23h gehen wir ins Bett, denn sie müssen morgen
arbeiten.
(149km, 3h unterwegs)
Mi 09.03.2016
Ich stehe auf bevor Mark zur Arbeit geht, ich leiste ihm Gesellschaft beim
Frühstücks-Kaffee. Später koche ich mein eigenes Frühstück. Nachher ist Büro
angesagt. Container, Belege sortieren, Bewertungen für Airbnb schreiben usw.
Die Zeit vergeht im Fluge und schon kommt Mark nach Hause. Wir geniessen das
Feierabend-Bier. Mark & Jody gehen heute weg. Sie nehmen mich mit dem
Auto mit in den Ort. Im "Fed up Fast Food" esse ich ein gutes Scotch-Filet
mit Chips und Salat für 16.50 NZD. Kein Wunder ist das Lokal voll und man
muss 20 Minuten aufs Essen warten, es ist unglaublich wie dieses Geschäft
läuft. Ich mache mich auf den Heimweg und geniesse den Sonnenuntergang am
Strand. Nachher gehe ich dem Strand entlang nach Hause. Telefoniere noch wie
üblich mit Maria, dann gehe ich früh schlafen.
(2km zu Fuss)
Do 10.03.2016
Nach dem Frühstück klemme ich mich hinter den neuen Reisebericht. Zuerst
Fotos sortieren und nummerieren, dann aussuchen und fürs Internet
vorbereiten. Dann in den Reisebericht einfügen. Wenn Mark nach Hause kommt
habe ich gerade die Bilder mit dem Datum versehen. Ich telefoniere mit Maria
über Skype, auch Mark spricht einige Worte mit ihr. Auch Jody kommt nach
Hause. Es stürmt und regnet den ganzen Tag und ist nur 21C° warm, darum
fahren wir mit dem Auto ins Restaurant Soprano. Es ist ein gutes
italienisches Restaurant. Zum Glück haben wir reserviert, es ist voll und
ziemlich laut. Ich lade Mark & Jody ein. Das Essen ist sehr gut und
ziemlich teuer, aber das stört mich nicht, sie haben das verdient. Ich
konnte bei ihnen fast 3 Wochen wohnen und habe ihr Auto während 6 Wochen und
mehr als 5000km benützen können. Zum Dessert gibt es sogar Panna Cotta, mein
Lieblingsdessert. Zu Hause sitzen wir noch etwas zusammen, dann gehen wir
ins Bett. Es stürmt immer noch, gemäss Prognosen mit bis zu 120km/h.
Fr 11.03.2016
Nach dem Frühstück geht es weiter mit dem Reisebericht. Zwischendurch ein
Vollbad. Um 16.30h kommt Mark nach Hause. Feierabendbier und Apero mit Jody
wenn sie nach Hause kommt. Wir bleiben zu Hause, Jody kocht für uns. Wir
sitzen gemütlich zusammen und geniessen den letzten gemeinsamen Abend. Um
23h ist Schluss.
Sa 12.03.2016
Nach dem guten "Cooked Breakfast" fahre ich mit Mark zum Einkaufen. T-Shirts
für Indonesien und neue Raddeckel für den Toyota stehen auf der Liste.
Nachher fertig packen. Gegen 14h fahren wir los. Mark & Jody bringen
mich zum Flugplatz. Nach 15h sind wir da und verabschieden uns herzlich. Ich
gehe direkt zum Check In und nachher durch den Zoll. Kaufe noch eine Flasche
Whisky und esse ein Tuna Sandwich im Subway. Wechsle alles neuseeländische
Geld in australische Dollars um. Pünktlich um 17h geht es los. Ich habe
Glück, der Sitz neben mir bleibt frei, so habe ich genug Platz. Das
servierte Essen ist gut und es gibt auch Wein dazu. Ich war skeptisch,
Quantas hat mich aber überzeugt mit dem Service. Nach knapp 4h landen wir in
Melbourne. Die Abfertigung geht dank elektronischem Schweizer Pass sehr
schnell. Um 19.15h bin ich bereits im Sky-Bus. Das erste Tram fährt nicht
weit, es fährt ins Depot und wir müssen auf das nächste warten. Um 20.30h
bin ich bei Nina und werde herzlich empfangen. Ich werde in ihrem Zimmer
einquartiert. Sie hat zu viele Gäste und schläft darum bei ihrem Vater! Ich
rede noch mit der Mitbewohnerin und trinke einen Schlummertrunk. Um 23h bin
ich im Bett, noch ein kurzes Telefon mit Maria, dann schlafen.
(2500km Flug, 4h unterwegs)
So 13.03.2016
Vor dem Frühstück muss ich einkaufen. In einem kleinen Laden gibt es gutes
Brot und auch sonst fast alles was ich brauche. Nachher gemütlich
frühstücken. Nina gibt mir mein altes Zimmer, da hat es einen kleinen
Schreibtisch, nachdem das Paar am Morgen abgereist ist. Mit dem Tram fahre
ich zum Einkaufen. Nachher beginne ich mich zu organisieren. Das Bankbuch
der BNI Bank finde ich nicht, keine Ahnung wo ich es versorgt habe. Das
kostet mich fast eine Stunde. Ich stelle alle Dokumente für den Zoll am
Dienstag zusammen und räume diverse Sachen um. Das dauert den ganzen
Nachmittag, dann Apero im Garten. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Limor's.
Das ist bumsvoll. Ich bestelle Chicken Schnitzel Parmigiana Single. Ich
bekomme ein riesiges Schnitzel mit der Bemerkung "slowly, slowly". Obwohl
ich fast nur vom guten Salat esse und die Chips links liegen lasse, schaffe
ich es nicht das ganze Schnitzel zu essen! Schade, es ist nämlich sehr gut.
Zurück zu Hause rufe ich Muetti an. Es ist das erste Mal, dass ich nicht mit
ihr sprechen kann, weil sie total neben den Schuhen steht und nicht einmal
das Telefon erkennt. Ich hoffe, das gibt sich wieder. Nachher telefoniere
ich noch mit Stefan, Markus und Maria. Um 23h ist Schluss.
Mo 14.03.2016
Nach dem Frühstück packe ich um, warme Kleider weniger, für warme Tage mehr.
Dann demontiere ich am Auto was ich bereits kann und löse alle Schrauben
probehalber, damit ich später keine Überraschungen erlebe. Noch etwas am
Reisebericht weiter arbeiten. Ich verliere mehr als ½h Arbeit, weil das
Programm abstürzt und ich nicht zwischengespeichert habe. Apero im Garten.
Nina will das Essen vom Nepalesischen Restaurant Vutu bestellen. Wir
bestellen online und ich gehe nachher zu Fuss hin um es abzuholen. Die
beiden Curry sind sehr gut und ziemlich scharf. Gil und Sam essen auch mit.
Sam spendiert das Bier. Wir sitzen noch eine Weile zusammen, dann gehen
Nina, Sam & Lax wieder auswärts zum Schlafen. Ich versuche Muetti zu
erreichen. Sie schläft und es geht ihr nicht gut sagt mir die Pflegerin, sie
hätten bereits versucht Küde zu erreichen. Sie hatte hohes Fieber, das sei
nun aber weg und trotzdem verbessere sich ihr Zustand nicht. Ich versuche
Küde zu erreichen, aber der ist in den Ferien sagt man mir im Geschäft. Auch
Fix sei in den Ferien teilen sie mir in seiner Firma mit. Auf dem Handy
erreiche ich dann Fix, sie sind alle zusammen in den Skiferien in Lech. Sie
haben inzwischen auch erfahren, dass es Muetti nicht gut geht. Wir können
nichts weiter tun als Abwarten. Maria ist sehr traurig ob dieser Nachricht.
Wir haben am Nachmittag darüber gesprochen, dass sie vielleicht im Dezember
in die Schweiz kommt um Muetti zu besuchen, daraus wird nun vielleicht
nichts. Ich gehe bald schlafen weil ich morgen früh aufstehen will.
Di 15.03.2016
Um 7h stehe ich auf und frühstücke dann gemütlich. Um 08.15h fahre ich los.
Es hat wie erwartet viel Verkehr. Im Stadtzentrum entscheide ich mich für
die Autobahn, nicht wie das Navi vorschlägt mitten durch die Stadt. Erst
später merke ich, dass das ein Umweg von fast 20km ist. Zudem verpasse ich
noch die richtige Ausfahrt, das gibt nochmals einige Zusatzkilometer. Um
09.45h bin ich beim Zoll. Da geht es zu meiner Überraschung sehr schnell.
Carnet abgeben, Pass kopieren, und die Email von Selina, meiner Agentin und
schon sind sie zufrieden. Nach ½h bin ich bereits auf dem Rückweg. Sie haben
meine beiden Carnet gestempelt, obwohl die Fahrzeuge noch gar nicht verladen
sind. Die Rückfahrt mitten durch die Stadt dauert "nur" eine Stunde. Ich
scanne noch die gestempelten Carnet ein, dann bereite ich mein Auto für
morgen vor. Ich habe während der Fahrt ein neues Geräusch gehört. Es stellt
sich heraus, dass es von der Dachantenne kommt, die ich gestern
sicherheitshalber bereit herunter geklappt habe. Um 14h ist alles erledigt
und ich fahre mit dem Reisebericht fort. Apero im Garten, nachher zu Fuss
ins chinesische Restaurant Gua Feng. Das Essen ist auch diesmal wieder sehr
gut, etwas Ähnliches wie Sizzling Beef. Telefoniere noch mit Maria über
Skype. Kann Muetti auch heute nicht sprechen weil sie schläft. Der Arzt
kommt später bei ihr vorbei. Ich gehe früh ins Bett.
(81km, 3h unterwegs, davon ½h beim Zoll)
Mi 16.03.2016
Stehe um 7.30h auf. Nach dem Frühstück fahre ich um 9.30h los. Nach ¾h bin
ich in Carrum Downs. Die Endstation meiner Australien-Reise. Die letzten
33km auf der "falschen" Seite mit meinem Auto. Zum Glück unfallfrei, denn
ich habe keine Haftpflichtversicherung für Sachschäden, nur für
Personenschäden. Ich kann mein Auto unter Dach umbauen. Zum Glück, denn
heute ist logischerweise mit 31C° der heisseste Tag der Woche. Ich komme gut
voran. Nach 2¾h ist das Auto fertig zum Verladen, neuer Rekord! Ich fahre
selber rückwärts in den Container. Mit dem Gabelstapler-Trick den ich in
Indonesien gelernt habe, kann ich auch mühelos das Auto verlassen. Die
Vorschrift verlangt, dass man den Tank leerfahren muss bis der Motor
abstellt. Das ist bei einem Dieselfahrzeug aber das dümmste was man tun
kann. Zumal Diesel gar nicht gefährlich ist. Wir verzichten darauf und lösen
nur das Batteriekabel wie verlangt. Um 14h ist alles fertig, das Auto
befestigt und die Rechnung bezahlt. Ziemlich teuer, 580 AUD = 430 CHF für 10
Minuten Gabelstapler. Sie verrechnen min. 4h, das habe ich schon vorher
gewusst, aber gehofft, dass es doch nicht so kommt. Die Sekretärin bringt
mich zum Bahnhof. In Caulfield steige ich aufs Tram um und kaufe noch Milch,
Brot und Wein ein. Nach 15.30h bin ich zurück, dusche und rasiere mich.
Apero im Garten, Nachtessen nochmals im Limor's. Diesmal ist die Portion
nicht mehr so riesig, aber sehr gut. Steak mit Chips und Salat. Versuche
nochmals Muetti zu erreichen, aber ihr Zustand hat sich nicht verbessert.
Do 17.03.2016
Nach dem Frühstück erledige ich diverses. Nach 12h fahre ich mit dem Tram in
die Stadt. Maria hat mich beauftragt für sie Unterhosen zu kaufen. Sie hat
damals ein 10er Pack gekauft und will nochmals eines für 7 AUD. Ich kaufe
noch Süsses für Efraim und 2 Schals ein. Auf dem Heimweg kehre ich noch bei
Young & Jackson ein. Heute ist St. Patrick Day, im irischen Pub geht es
hoch zu und her, mit irischer Live Musik. Ich gehe kurz nach Hause, dann zu
Fuss zu Derek & Geraldine. Ich bin zum Nachtessen eingeladen. Geraldine
hat den ganzen Tag gearbeitet und ist ziemlich kurz angebunden. Ich sitze
mit Derek zusammen und trinke ein Bier. Zum Essen setzen wir uns ins Freie.
Es gibt Salat mit Hühnerfleisch und Brot. Nicht schlecht. Dazu Wein.
Geraldine zieht sich zurück und ich rede mit Derek über Gott und die Welt
bis der Wein leer ist und Geraldine sowieso ins Bett will. Nach 22h bin ich
zurück und telefoniere noch per Skype mit Maria, dann schlafe ich ein ohne
das Licht zu löschen.
Fr 18.03.2016
Küde und Fix versuchen mich um 07.45h zu erreichen, 10 Minuten später rufe
ich zurück und erfahre das Muetti um 20.30h CH-Zeit (06.30h AUS-Zeit)
gestorben ist. Sie hatte vor ein paar Tagen hohes Fieber, das ging dann
wieder weg, aber offenbar hat sie sich nicht mehr davon erholt. Sie ist
friedlich eingeschlafen. Ich rufe Stefan und Markus an. Maria erreiche ich
vorerst nicht. Dann telefoniere ich mit der Reiseversicherung. Das wird
vermutlich kompliziert, mal sehen was sie bezahlen. Ich mache mir Frühstück.
Nina leistet mir Gesellschaft. Um 10.30h meldet sich Maria. Sie kann es kaum
fassen. Ich beginne mit dem organisieren für die Heimreise. Den Flug nach
Medan habe ich schon lange vorher gebucht. Nach 14h kommt die Bestätigung
der Reiseversicherung. Sie werden mir den Flug Medan-Zürich-Medan vergüten.
Ich buche sofort, Hinflug am Montagabend 21.März, Rückflug am Sonntag
3.April. Später informiere ich noch einige Leute. Zum Nachtessen gehe ich
nochmals ins Limor's, die 2 Fleisch-Spiesse, Rind und Huhn sind sehr gut. Um
21h bin ich zurück und verabschiede mich von Nina & Sam, sie müssen
nochmals auswärts schlafen. Dann gehe ich auch ins Bett.
Sa 19.03.2016
Um 05.30h stehe ich auf. Fertig packen und Frühstück. Um 07.20h mache ich
mich auf den weg. Es ist kalt, 10C° und es regnet zum Abschied. Der
Flughafenbus kommt pünktlich und ist voll. Um 8.15h sind wir am Flugplatz.
Das Einchecken geht schnell. Ich habe ein Zusatzpacket gebucht mit
Mahlzeiten, 25kg Gepäck und Priority Check In. Pünktlich um 10.35h docken
wir ab. Ich habe Glück, ich habe eine 3er Reihe für mich. Die Mahlzeit ist
gut, aber sehr klein. Der Flug nach Kuala Lumpur dauert 8h für 6500km. Kurz
vor 16h landen wir. Der Flug nach Medan sollte um 17.30h starten. Sollte,
denn eine Dame hat Gepäck eingecheckt und ist dann nicht erschienen. Das
bedeutet, dass ihr Gepäck aus dem Flugzeug geholt werden muss. Mit 30
Minuten Verspätung können wir dann endlich starten. In Medan ist die
Verspätung nur noch 15 Minuten. Bei der Immigration muss ich wieder ins
Büro, wegen meinen vielen Einreisestempeln. Diesmal sage ich, dass ich im
Hotel Swissbelin wohne, so kann ich ohne Visum einreisen. Ich erwische den
Zug um 17.40h nach Medan. Dort holen mich Maria, Efraim und Miando ab. Wir
fahren direkt in die Jalan Semarang zum Nachtessen. Das Essen ist gut und
wie üblich günstig, 172'000 IDR (14 CHF) für 3 Personen, inkl. Bier für
mich. Zu Hause verschicke ich noch Mitteilungen, dass ich gut in Medan
angekommen bin, dann gehe ich ins Bett. Es ist feucht und warm (28C°), ich
schlafe lange nicht ein
(6500km und 350km mit dem Flugzeug, 16h unterwegs)
So 20.03.2016
Ich bin schon um 7h wach. Maria will in die Kirche. Wir fahren zusammen hin.
Es ist ein langer Gottesdienst, weil zwei Kinder getauft werden. Mir kommt
in den Sinn, dass dies der erste Sonntag ohne Mutter ist in meinem ganzen
Leben. Zum Frühstück fahren wir zum Pasar Petisah ins Kopi Tiam, natürlich
Mie Pangsit wie immer. Viele kommen vorbei und meinen "lange nicht gesehen"
zu mir und Maria. Sie war auch kaum hier seit ich im Juli letzten Jahres
nach Australien geflogen bin. Ich organisiere mich neu. Am späten Nachmittag
gehe ich mit Efraim zum Pangkas (Coiffeur). Wir müssen ziemlich lange
warten. Es kostet für beide 25'000 IDR = 1.75 CHF. Apero vor meinem zu
Hause. Maria organisiert Käse und Crackers. Zum Nachtessen ins Kampung
Keling, auch da grosses Hallo. Nach 21h sind wir zurück. Ich gehe bald
schlafen, morgen wird ein langer Tag.
Mo 21.03.2016
Zum Frühstück wieder ins Kopi Tiam. Zurück zu Hause packe ich meine Sachen
neu ohne Kleider für warme Tage. Es ist heiss und schwül und zu allem gibt
es wieder einen Stromausfall für fast 3h. Um 16.30h bringt uns Lewy mit dem
Auto zum Bahnhof. Um 17.25h fährt der Zug nach Kualanamu. Um 18h sind wir am
Flugplatz und ich checke ein. Nachher hat Efraim Hunger. Wir essen Bakso im
Restaurant. Ich wechsle noch meine Australischen Dollars gegen Indonesische
Rupien. Um 20.15h verabschieden wir uns. Maria fährt mit dem Zug zurück.
Mein Flug hat Verspätung. Wir fliegen fast ½h zu spät ab, das ist aber kein
Problem, weil ich in Singapore viel Zeit habe. Wir landen nur ¼h zu spät in
Singapore. Ich kaufe eine Flasche Whisky, dann mache ich mich auf den Weg
zum Terminal 3. Dort im Food Court trinke ich ein teures Bier (12 SGD = 8.60
CHF). Dann gehe ich zum Gate.
Di 22.03.2016
Pünktlich um 1.30h Singapore-Zeit starten wir. Ich habe Glück mein Nebensitz
im Oberdeck des Airbus A380 bleibt frei, so habe ich mehr Platz. Nach dem
späten Nachtessen versuche ich zu schlafen. Es ist trotz mehr Platz nicht
wirklich bequem. Trotzdem mache ich einige Nickerchen. Ich höre Musik, sehe
mir aber keinen der 350 Filme! an. Um 6h Schweizerzeit wird das Frühstück
serviert. Wir landen 10 Minuten zu früh in Zürich. 11200km in 13 Stunden. Am
SBB-Schalter kaufe ich ein Halbtax-Abo (165 CHF) und eine Monatskarte dazu
(410 CHF). Das zahlt sich knapp aus falls ich nach Basel und Nyon fahre,
aber vor allem ist es bequem. Mit dem Zug fahre ich nach Steckborn. Um
10.30h bin ich bei der Aufbahrungshalle. Ich kann aber nicht hinein, weil
sie den falschen Jahrgang für Muetti als Eintritts-Code verwendet haben,
1924 statt 1925. Es ist ein trauriger Moment, Muetti so im Sarg zu sehen.
Sie ist wie früher Papi kaum wieder zu erkennen wegen der Herrichtung. Ich
setze mich und nehme Abschied. Nachher mache ich einige Fotos. Maria möchte
Muetti via Skype sehen, aber in Medan gibt es wieder Stromausfall, darum
kein Internet. Ich gehe zu Fuss zum See, das Gepäck kann ich bei Muetti
lassen. Beim Schiffsteg trinke ich einen Zwetschgen-Lutz. Auf dem Rückweg
frage mich eine Frau um Hilfe. Ihr Mann ist vom Stuhl gerutscht und sie kann
ihn alleine nicht auf den Stuhl heben. Ich gehe mit ihr, aber wir schaffen
es auch zu zweit nicht. Sie holt noch eine junge Frau zu Hilfe. Zu dritt
schaffen wir es dann. Er ist alt und schwer und ziemlich krank, kein schöner
Anblick. Sobald er im Rollstuhl sitzt verabschieden wir uns. Ich gehe ins
Restaurant Bahnhof, Maria schickt mich dorthin. Das kleine Gordon Bleu ist
ziemlich gross. Dazu gibt es Suppe und Salat und Pommes. Viel zu viel.
Nachher gehe ich zurück zu Muetti. Jetzt klappt es mit der
Internet-Verbindung und Maria kann auch Abschied nehmen von Muetti. Wir sind
beide sehr traurig. Nachher fahre ich mit dem Zug nach Kreuzlingen ins
Altersheim Wellingtonia. Da kann ich mein Gepäck an der Rezeption deponieren
und ins Speisezimmer gehen. Da lese ich den Tagi. Vor 17h gehe ich zurück
zur Rezeption um auf Küde und Fix zu warten. Die gehen aber direkt in
Muetti's Zimmer. Es vergeht eine Weile bis wir das realisieren. Wir
sortieren und verteilen zusammen mit Magi und Madeleine Muetti's Sachen. Ich
behalte nur die grosse Morez-Uhr, ein Bild und die letzte Armbanduhr von
Papi für mich und einige Sonnenbrillen und eine Jacke für Maria. Nach einer
guten Stunde sind wir fertig. Wir fahren nach Tägerwilen zum Nachtessen in
die ehemalige Linde. Ich habe immer noch genug vom Mittagessen, darum esse
ich nur etwas kleines, Lamm-Filet. Schmeckt sehr gut. Kurt sucht die Weine
aus. Gut und teuer wie üblich. Es ist schön wieder einmal zusammen zu
sitzen, auch wenn der Anlass traurig ist. Nach 21h machen wir uns auf den
Heimweg. Fix bringt mich nach Winterthur zum Bahnhof. Nach 22.15h bin ich in
Regensdorf. Markus holt mich mit dem Auto ab und bringt mich nach Dänikon in
Martinas Wohnung. Da kann ich wieder wohnen bis zu meiner Abreise. Sehr
grosszügig von Martina. Ich versuche erfolglos meinen Computer mit dem
Internet zu verbinden. Ich telefoniere noch mit Maria, dann schlafe ich
sofort ein.
(600km und 11200km mit dem Flugzeug, 21h unterwegs)
Mi 23.03.2016
Ich erwache bereits um 6.30h, die Zeitverschiebung. Ich will Frühstück
machen, da merke ich, dass ich keine Milch habe. Die war auf der Liste, aber
Markus hat sie vielleicht vergessen. Via Handy kann ich auf "UPC Wi-Free"
zugreifen, darum mache ich zuerst die Zahlungen für meinen Container.
Nachher gehe ich in den Volg zum Einkaufen. Zurück zu Hause gibt es dann
Frühstück. Nachher telefoniere ich mit Stefan um mit ihm und Markus einen
Termin zu finden. Er muss zuerst mit Andrea Rücksprache halten. Ich
telefoniere mit Maria. Nachher unternehme ich erneut einen Versuch mein
Notebook direkt mit "UPC Wi-Free" zu verbinden. Ich finde eine Anleitung,
dann klappt es dann auch, es war ein Zertifikats-Problem. Es ist kalt, etwa
5C°, darum geniesse ich ein Vollbad. Gegen Abend fahre ich mit dem Bus nach
Regensdorf und dann zu Fuss zu Markus in Watt. Stefan kommt nun doch auch
zum Nachtessen, darum suchen wir ein Restaurant an der Trolleybus Linie 32.
Wir entscheiden uns für den "Frieden" in Affoltern. Da bin ich schon seit 40
Jahren nicht mehr gewesen. Martina ist ganz in der Nähe in der Massage. Um
19.30h sind wir alle da. Die Küche ist gut schweizerisch. Ich esse Rösti mit
Wurstsalat. Es ist ein gemütlicher Abend. Markus bringt mich mit dem Auto
nach Hause.
Do 24.03.2016
Nach dem Frühstück organisiere ich Termine usw. Um 13h fahre ich nach Höngg
um einige Sachen aus meinem Bastelraum zu holen. Danach besuche ich Brigitte
und Manfred. Sie haben natürlich wieder ein Computer Problem das ich ihnen
löse. Nachher fahre ich in die Stadt zu Eva. Um 18h bin ich bei ihr. Sie
macht uns doch etwas zu Essen, obwohl sie das vorher ausgeschlossen hat. Wir
sitzen gemütlich zusammen und reden über unsere vergangenen und geplanten
Reisen. Um 22.15h mache ich mich auf den Heimweg. Um 23h bin ich zu Hause
und gehe bald schlafen.
Fr 25.03.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Irène. Wir werden uns am Montag in
Bremgarten auf dem Oster-Markt treffen und dann nach Basel fahren. Ich werde
bei ihr schlafen können. Nachher versuche ich Bea zu erreichen und sage ihr,
dass ich am Montag bei Irène bin. Dann mache ich mich auf den Weg in die
Stadt. Es ist Freitag, Zeit für ein Gordon Bleu im Rheinfelder. Trudi freut
sich mich zu sehen. Auch Emil und Gottlieb sind wie üblich am Freitag da. Um
15h verabschiede ich mich, kaufe noch ein im Migros im HB und fahre dann
zurück nach Dänikon. Zu Hause versuche den Fernseher so zu programmieren,
dass die HD-Sender empfangbar sind. Ohne Erfolg. Ich erledige noch dies und
das und gehe dann früh ins Bett.
Sa 26.03.2016
Nach dem Frühstück durchsuche ich das Internet nach Flügen von Medan oder
Kuala Lumpur nach Los Angeles. Ab Kuala Lumpur gibt es Flüge ab 680 CHF.
Nachher fahre ich nach Regensdorf zum Einkaufen. Hemden für mich und Flip
Flops für Efraim und Essen und 2 Flaschen australischen Wein als Mitbringsel
für Heute und morgen Abend. Ich kaufe noch einen WIFI-Range Extender, damit
ich überall in der Wohnung guten Empfang habe. Funktioniert gut. Nochmals
ein Versuch mit dem Fernseher, wieder ohne Erfolg. Nach 17h mache ich mich
auf den Weg zu Urs & Elsbeth. Apero mit Weisswein, nachher Nachtessen
mit Schweinsfilet und Nudeln. Wir reden viel über vergangene Tage. Um 21.30h
will Urs seine abendlichen Übungen vor dem Schlafen machen. Ich verabschiede
mich und fahre mit Zug und Bus nach Hause und gehe bald Schlafen.
So 27.03.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Irène. Wir werden uns morgen in
Bremgarten am Ostermarkt treffen und nachher zusammen nach Basel fahren.
Dort wird dann auch Bea und Babs zu uns stossen. Ich geniesse ein Vollbad
und mache weiter an meinem Reisebericht. Zum Nachtessen bin ich bei Markus
& Martina eingeladen. Stefan & Andrea kommen auch. Das erste Fondue
seit Dezember 2014. Um Mitternacht bin ich wieder zu Hause.
Mo 28.03.2016
Nach dem Frühstück mache ich mich auf den Weg nach Bremgarten. Nach 13h
treffen wir uns bei der Holzbrücke. Es hat viele Leute und das Wetter wird
immer besser. Monika ist auch mit von der Partie. Im Bollhaus-Beizli ein
Cafe Lutz und einen Mandelgipfel. Nach einem Bummel durch den Markt trifft
Monika Verwandte beim Bahnhof. Ich setze mich mit Irène ins Cafe Bijou an
der Reuss an die Sonne. Erst jetzt realisiere ich, dass Irène Bea nicht für
heute Abend eingeladen hat. Sie hat ein gröberes Problem mit Bea. Um 17h
fahren wir mit dem Zug via Wohlen, Lenzburg nach Basel. Irène hat Babs auch
zum Raclette eingeladen. Ich habe gerade Maria per Skype erreicht wenn sie
und Monika erscheinen, darum geht es eine Weile bis ich das Gespräch beende.
Irène findet das nicht super. Wir haben einen lustigen Abend. Um 23h bin ich
im Bett, Irène weiht ihr neues Sofa ein.
Di 29.03.2016
Nach dem Frühstück mache ich weiter am Reisebericht. Paul ist in Medan
aufgetaucht, wohnt aber im Marriot Hotel, nicht bei Maria. Sie soll ihn
morgen beim Haus in Setia Budi treffen. Ich gehe am späten Nachmittag in den
Rheinfelder. Trudi hat Frühdienst und wir gehen zusammen zum Nachtessen ins
Restaurant Schützenruh im Albisgüetli. Unterwegs kaufe ich noch Samen für
Maria ein. Das Essen ist gut und viel. Um 21h machen wir uns mit dem Bus 32
auf den Heimweg. An der Militär-Langstrasse verabschieden wir uns. Ich gehe
zu Fuss zum Hauptbahnhof. Um 22.30h bin ich zu Hause.
Mi 30.03.2016
Nach dem Frühstück telefoniere ich mit Maria über Skype. Sie ist in Setia
Budi, hat aber Paul verpasst weil sie zu spät kam. Nachher stelle ich den
Reisebericht fertig und versende die Emails.