Tagebuch
Mo 04.01.2016
Nach dem Frühstück geht es weiter mit dem Reisebericht. Um 16h bin ich
fertig und verschicke die Emails. Nachher fahre ich mit dem Motorrad zum
Einkaufen. Man weiss nicht ob es regnen wird. Ich komme trocken nach Hause.
Zum Nachtessen will ich aus dem Haus gehen, Nina meint aber ich solle doch
mit ihnen essen. Ihre Mutter ist auch hier und Sam hat Ossobuco gekocht,
sehr gut. Nachher höre ich noch Musik und telefoniere.
Di 05.01.2016
Nach dem späten Frühstück beantworte ich die diversen Emails. Meine Post
Card ist beschädigt, ich versuche eine neue zu organisieren. Führe wieder
einmal meine Buchhaltung nach. Maria hat wieder einmal einen ihrer Anfälle.
Kurz bevor ich zum Nachtessen fahre schickt sie mir eine SMS. Sie fliege
nach Nepal zu Paul, er verzeihe ihr alles und sie wolle wieder mit ihm
zusammen sein. Ich reagiere vorerst nicht, weil das schon des Öfteren
vorgekommen ist. Zu allem ist das Thai Restaurant Khun Thai am Dienstag
geschlossen. Nebenan ist ein mexikanisches Restaurant, bumsvoll, aber es
passt mir nicht. In der Nähe finde ich das Kebab Restaurant Alev Alev.
Schmeckt sehr gut. Darum hat es hier auch viele Leute. Zurück zu Hause rufe
ich Maria an. Sie hat sich noch nicht beruhigt. Ich telefoniere noch mit
Irène.
Mi 06.01.2016
Nach dem Frühstück ruft Maria an, wie wenn nichts gewesen wäre. Ich
organisiere ich mich neu für meine Reise nach Neuseeland. Räume diverse
Sachen im Auto auf. Dazwischen lade ich die neusten Karten herunter und
buche den Flug für Christine zurück nach Jakarta. Das Bezahlen klappt wieder
nicht. Aber nach einem Online-Chat und dem schicken von Pass- und
Kreditkarten-Kopie schaffen sie es. Ich kann wieder über den normalen Weg
bezahlen. Bin ziemlich beeindruckt. Das hätte in Australien Tage gedauert!
Gegen 17h mache ich mich auf den Weg zu Derek & Geraldine. Zu Fuss bin
ich in 20 Minuten da, quer durch den Caulfield Park. Wir sitzen im
Wohnzimmer, trinken ein Bier und unterhalten uns. Geraldine bringt ihr
Foto-Album von der Reise durch Russland, da haben wir uns getroffen vor 7½
Jahren. Nachtessen ausnahmsweise ohne BBQ. Salat und Brot oder was sie hier
so nennen. Nach 21h verabschiedet sich Geraldine und ich sitze noch bis 22h
mit Derek zusammen. Zu Fuss zurück durch den dunklen Park.
Do 07.01.2016
Nach dem späten Frühstück überprüfe ich die gestern heruntergeladenen
Karten. Mit der Karte von Neuseeland gibt es keine Probleme. Die Karte von
Amerika funktioniert aber auf dem Navi nicht. Das Problem hatte ich schon
einmal. Ich suche im Internet nach einer Lösung. Ich finde ein Tool, das den
Fehler behebt. Wie bei solchen Problemen üblich, ist bis dahin viel Zeit
verronnen. Ich baue die Liegefläche im Auto um und verstaue diverse Sachen
und bereite die warmen Kleider für Neuseeland vor. Mache mich über
Flugverbindungen schlau. Auckland-Papeete-Los Angeles gibt es für 815 CHF.
Zum Nachtessen fahre ich mit dem Motorrad nochmals ins Restaurant Khun Thai.
Heute ist es offen. Mein Curry mit Kartoffeln schmeckt sehr gut. Das Bier
muss ich im Bottle Shop nebenan holen. Zurück zu Hause beantworte ich
diverse Emails. Wen hat offenbar einen verseuchten Computer aus Amerika
zurück gebracht. Cablecom beschwert sich und droht mit Sanktionen.
Fr 08.01.2016
Nach dem Frühstück erkundige ich mich nach dem Stand der Dinge in Sachen
Verschiffung und fahre zum Einkaufen. Die Antwort kommt erst gegen Abend.
Ich telefoniere mit Selina, sie erklärt mir das Hauptproblem. Mein Carnet
ist in den USA nutzlos, ich brauche einen "Nonresident Temporary Importation
Approval Letter", eine Einfuhrbewilligung. Wir beschliessen, dass ich zuerst
nach Neuseeland fahre und erst nachher Verschiffe. Sie schickt mir die
direkte Adresse ihres Agenten in den USA. Ich beantworte die von ihm
gestellten Fragen. Nachher fahre ich mit dem Motorrad zum Nachtessen. Die
Mousaka und der griechische Salat in der Greek Tavern schmecken sehr
gut. Das Lokal ist voll, ich habe Glück einen Platz zu bekommen. Nachher
höre ich noch etwas Musik.
Sa 09.01.2016
Nach dem Frühstück setze ich das gewünschte Schreiben an amerikanischen
Behörden auf und verschicke es per Email. Ich teile Mark mit, dass ich am
Mittwoch 13.Januar bei ihm in Wellington eintreffen werde. Allerdings kurz
vor Mitternacht. Er meint das sei kein Problem. Ich schreibe den Antrag für
die Einfuhrbewilligung an die amerikanischen Behörden. Am Nachmittag gehe
ich zu Fuss zum nächsten 7-Eleven um eine Tramkarte für Senioren zu kaufen.
Es ist weiter als gedacht, 4km hin und zurück. Zupeng, mein neuer
Untermieter ab 1.März, hat mir eine Kopie des unterzeichneten Vertrags per
Email zugeschickt. Es hat alles wunderbar geklappt. Er kommt auch aus China
und wird mit seiner Frau einziehen. Zum Nachtessen fahre ich in die
Innenstadt. Im "Crafty Squire Brewhouse & Kitchen", das ist eine
Kleinbrauerei, esse ich einen "Crafty Angus Burger". Das ist einer der
besten Burger in Australien bis jetzt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das
schwarze Brot, nicht verbrannt sondern durch und durch schwarz! Zurück zu
Hause telefoniere ich lange. Zuerst mit Markus, dann mit Bruno und zum
Schluss mit Stefan.
So 10.01.2016
Nach dem Frühstück geht es weiter mit Emails nach Amerika, der Agent scheint
auch am Samstag zu arbeiten. Er meint ich könne meine Sachen nicht im Auto
lassen, sie müssten ausserhalb des Fahrzeugs gelagert werden, da gibt es
aber keinen Platz. Vermutlich ist das alles nur aus Versicherungsgründen.
Ich beauftrage Selina das abzuklären. Später fahre ich mit dem Tram nach
St.Kilda an den Strand. Am Wochenende ist das für Senioren gratis. Bei Bier
und Wein studiere ich das Strandleben. Da heute Sonntag ist und das Wetter
gut (31C°), hat es sehr viele Leute. Zum Nachtessen suche und finde ich eine
Pizzeria. Ich muss lange warten, dafür ist sie dann sehr gut. Zurück zu
Hause erzähle ich Nina & Sam all die Stories zum Verschiffen meines
Autos. Nachher telefoniere ich noch mit Muetti und Küde, dann lange mit
Maria.
Mo 11.01.2016
Nach dem Frühstück gehe ich Einkaufen. Kaufe alles knapp ein, damit es kaum
Resten gibt. Sylvia aus Bayern ist angekommen. Sie ist den ganzen Weg von
St.Kilda zu Fuss gekommen, das sind 5km und es ist über 30C°. Sie kollabiert
fast. Sie fragt mich nach etwas zu essen. Sie geniesst Brot, Butter, Käse,
Konfitüre und Milchkaffee. Sie arbeitet für die Welt-Ernährung-Organisation
der UNO (WFP) in Rom und organisiert da die Sofort-Einsätze. Ein ziemlich
stressiger Job. Sie ist schon an vielen Orten gewesen. Ich organisiere mich
für die Reise nach Neuseeland. Zum Nachtessen fahre ich ins Gua Feng. Das
Chicken Curry schmeckt sehr gut für Sylvia bringe ich Mie Goreng nach Hause.
Sie fühlt sich nicht fit.
Di 12.01.2016
Nach dem Frühstück gehe ich mit dem Motorrad nochmals einkaufen, nachher
verlade ich es aufs Auto. Die Amerikaner sind daran ihr schlechtes Image das
sie bei mir haben zu bestätigen. Ich habe mein Dokument digital signiert,
das geht natürlich nicht, es muss "ink signed" sein, mit Tinte
unterschrieben. Aber ich kann es per Email schicken. Ich kopiere meine
Unterschrift ins Dokument und schicke es wieder. Nun sind sie zufrieden.
Nina wäscht mir noch die schmutzigen Sachen. Ich packe meinen Rucksack zur
Probe. Es hat alles Platz, aber es sind gut 22kg, 23kg sind erlaubt. Apero
mit Sylvia im Garten. Nachher fahren wir mit dem Tram nach St.Kilda. Sie war
heute Nachmittag schon da, hat aber ihr Geld zu Hause gelassen. Darum hat
sie ihre Kamera als Pfand da gelassen. Die holen wir nun ab. Wir sind spät
dran, der Sonnenuntergang schon vorbei. Aber es hat ein schönes Abendrot.
Wir suchen ein Restaurant. Am Strand ist es sehr teuer. Im Ort sind viele
Beizen bereits am Schliessen. Das "Rococo" ist noch offen. Meine Lasagne ist
sehr gut. Dazu trinken wir eine ganze Flasche Wein. Vor der Rückfahrt müssen
wir noch eine Tramkarte für Sylvia kaufen. Darum verpassen wir fasst das
Tram. Zu Hause noch schnell Check in für morgen. Aber schnell geht das
nicht, sie werden morgen von mir ein Flugticket aus Neuseeland heraus
verlangen. Darum muss ich schnell eines erstellen. Aus einem alten Malaysia
Airline Ticket mache ich ein neues, am 14.März von Auckland nach Kuala
Lumpur. Maria ist wieder am Durchstarten, vermutlich weil ich mit Sylvia im
Ausgang war. Um 02.00h bin ich im Bett.
Mi 13.01.2016
Spätes Frühstück, nachher Duschen und rasieren um schön zu sein für
Neuseeland! Es ist heute über 40C° angesagt. Logisch, ich will mit Jeans
reisen, um das Gepäckgewicht zu reduzieren und in Wellington sind weniger
als 20C° prognostiziert. Fertig packen. Abschied von Sylvia. Gegen 14h kommt
Nina schnell zurück um Strandsachen zu holen und mir Adieu zu sagen. Ich
zeige ihr noch schnell wie man mein Auto startet. Um 15.10h mache ich mich
auf den Weg. Es sind nur etwa 300m bis zum Halt des Flughafen-Buses. Sie
haben mir gesagt um 15.30h, aber ich solle 10 Minuten früher sein. Der Bus
kommt erst um 15.40h, das ist auch die Zeit auf dem Ticket. Ich war viel zu
früh da und das bei 41C°! Wir sind nur zu viert und fahren ohne weiteren
Halt zum Flugplatz. Bereits um 16.10h sind wir da. Das einchecken geht
problemlos mit meinem gefälschten Retour-Ticket. Ich habe genau 23kg Gepäck.
Nach der Emigration kaufe ich 3 Flaschen Grants Whisky à 1.125l. Soviel darf
man nach Neuseeland einführen. Ich kaufe auch noch eine Vodafon SIM-Karte
für 40 AUD, 200 min telefonieren, 200 SMS und 3 GB Daten für 2 Monate. Im
"Wok on Air" esse ich eine gute Nudelsuppe. Maria ist immer noch nicht
ansprechbar. Pünktlich um 18.20h geht es los. Bei Air New Zealand ist an
Bord ausser Wasser, Kaffee und Tee nichts gratis. Aber man kann alles über
den Bildschirm bestellen und gleich mit Kreditkarte bezahlen. Selbst einen
Film zu schauen kostet Geld. Dafür haben sie den besten
Sicherheits-Video-Clip den ich je gesehen habe. Alles wird von Surfboard
Persönlichkeiten erklärt, alles am Strand oder im Wasser, wirklich
sehenswert. Ich bestelle ein Glas Rotwein für 7 NZD = 4.90 CHF, dann höre
ich etwas Musik, das ist wenigstens gratis. Kurz vor Mitternacht landen wir
in Wellington. Das Einreisen geht speditiv vor sich. Am Zoll wird das Gepäck
gescannt, sie nehmen einem das Gepäck ab und legen es selbst aufs Band. Den
Whisky wollen sie nicht. Auf der andern Seite drücken sie einem das Gepäck
wieder in die Hand. Ich ziehe los. Mark ist nur einige Minuten vorher
angekommen. Wir müssen nicht einmal für den Parkplatz bezahlen, weil er
weniger als 10 Minuten parkiert hat. Bis zu ihm nach Paraparaumu Beach sind
es etwa 60km. Kaum aus Wellington raus, klingelt mein Telefon. Die Polizei
sagt mir, dass ich meinen Rucksack habe liegen lassen! Ich habe das noch gar
nicht gemerkt. Offenbar war ich nach dem Scannen so beeindruckt, dass ich
nicht auf meinen kleinen Rucksack gewartet habe. Wir werden ihn morgen
abholen. Zuhause noch einen Willkommens-Trunk, dann ins Bett, es ist
inzwischen 02.00h
Do 14.01.2016
Wir schlafen bis 9h. Mark hat sich heute einen Tag frei genommen. Nach einem
Kaffee fahren wir zurück nach Wellington. Am Flugplatz bekomme ich meinen
Rucksack problemlos zurück. Der Polizist meint schmunzelnd, nun sei ich bei
der Polizei registriert. Nachher fahren wir zum Mount Victoria Lookout. Von
da hat man eine gute Aussicht über Wellington. Dann fahren wir zum Te Papa
Tongarewa (National Museum of New Zealand). Da parkieren wir das Auto in der
Nähe und gehen zuerst einmal etwas essen. Es ist bereits 12h, so gibt es
anstatt Frühstück einen guten Chicken Pie mit Kartoffelstock und Erbsli,
dazu ein Bier. Nachher besuchen wir das Museum. Mark will mir vor allem das
berühmte Britten Motorrad zeigen. Um 14h fahren wir zur Bergstation der
"Wellington Cable Car". Da gibt es ein kleines Museum das Mark früher
betreut hat und eine gute Aussicht auf die Stadt. Auf dem Heimweg kaufen wir
noch Bier und Fleisch fürs Nachtessen ein. Mark nimmt ein Bad im Pool, mir
ist es zu kühl. Aber beim Bier mache ich schon mit. Mark muss noch etwas für
einen Freund erledigen. Um 18h kommt Jody, seine Freundin, nach Hause. Wir
schnappen uns ein Bier und setzen uns an den Pool. Mark startet den Grill
fürs BBQ. Steaks mit Salat und Kartoffeln, schmeckt gut. Dazu Wein oder
Bier. Wir sitzen lange draussen, obwohl es kühl ist. Zum Schluss mit Jacken.
Maria hat mich versucht anzurufen. Sie hat sich wieder beruhigt und erzählt
von einem Bombenanschlag auf ein Starbucks in Jakarta. Ihre Nicht arbeitet
da und war zum Glück in der Küche als es passierte. Im Internet findet man
noch nicht viel Information.
Fr 15.01.2016
Vor dem Frühstück muss ich einkaufen gehen. Nachher gehe ich zu Fuss dem
Strand entlang in den Ort (Paraparaumu Beach). Der Strand ist nicht
besonders schön und es windet ziemlich stark. Mit Jacke ist es zu heiss,
ohne zu kalt. Im Ort gibt es einen kleinen aber schönen Park hinter den
Dünen. Ich kaufe Kaffee und Frischback-Brot ein und gehe der Strasse entlang
zurück. Unterwegs gibt es noch ein weisses Magnum Glacé. Um 16.30h kommt
Mark zurück von der Arbeit wir sitzen bis spät in der Nacht im Garten.
(4km zu Fuss)
Sa 16.01.2016
Nach dem Frühstück fahren wir nach Plimmerton. Da gibt es im alten Bahnhof
einen Modelbau-Shop. Er will für den Sohn seines Mieters ein Holzmodell
kaufen. Sie haben aber nur ein sehr teures Segelschiff. Wir fahren weiter
nach Lower Hutt. Da findet er was er will. Ein Motorboot aus Balsaholz zum
selberbauen. Nachher besuchen wir das ANZAC-Museum in Wellington. Da gibt es
viele Darstellungen aus dem 1.Weltkrieg, z.T. ziemlich eindrücklich. Auch
hier hat Mark einige Zeit gearbeitet. Zum Apero kommt der Nachbar mit Sohn
vorbei. Er will nur zum Apero bleiben. Der geht aber schlussendlich bis 02h
in der Früh. Zwischendurch werden Würste gegrillt und ein Dessert mit
caramellisierten Apfelschnitzen. Es ist ein lustiger Abend und wir trinken
ziemlich viel.
So 17.01.2016
Nach dem Frühstück fahren Mark und ich in ein Automuseum "Southward
Collection". Er hat hier einige Jahre hier gearbeitet. Es gibt da einige
ausserordentlich teure Stücke, aber auch Alltagsautos, wie zum Beispiel den
Austin A30, mein erstes Auto. Nachher sitzen wir im Garten. Zum Nachtessen
gibt es einen guten Lammbraten vom Grill, dazu Rosmarin Kartoffeln und
Salat. Wir gehen früh ins Bett.
Mo 18.01.2016
Nach dem Frühstück plane ich meine Reise auf die Südinsel und geniesse ein
Vollbad. Es regnet mehr oder weniger den ganzen Tag. Mark holt mich nach
Feierabend ab. Wir holen meine neue Post Card ab, meine alte ist beschädigt.
Nachher kaufen wir ein. Die Autovermietung am Flugplatz ist bereits
geschlossen. Wir werden morgen nochmals hin fahren. Mark muss sein Auto
reparieren lassen während ich weg bin. Ich bezahle die Miete für diese Zeit.
Nach dem Apero kommt Jody nach Hause. Es gibt guten panierten Fisch und
Salat. Nachher schauen wir uns den Film " Slumdog Millionaire " an, den habe
ich noch nie gesehen.
Di 19.01.2016
Nach dem Frühstück gehe ich zu Fuss dem Strand entlang zum Coiffeur im Ort.
Es hat ziemlich viele Leute. Aber er arbeitet ziemlich speditiv. Nach einer
guten Stunde bin ich fertig und gehe wieder dem Strand entlang zurück. Nach
Konsultation des Wetterberichts buche ich die Fähre nach Picton auf der
Südinsel (235 NZD), dann ein Airbnb Zimmer in Blenheim, etwa 30km vom Hafen
entfernt (145 NZD für 2 Nächte = 94 CHF). Mark kommt nach Hause. Wir fahren
zum Flugplatz um ein Auto für die Reparaturzeit seines Autos zu mieten. 3
Tage für 195 NZD. Dafür muss ich nicht zurückkommen für diese 3 Tage.
Nachher gibt er mir noch einige Tipps für die Südinsel. Zum Nachtessen gibt
es Hot Sandwiches. Ich brenne Mark noch eine CD von unserer Russland-Reise.
Anschliessend schauen wir uns die Bilder an. Er ist hell begeistert. Um 23h
sind wir im Bett, noch das obligate Telefon mit Maria und Musik hören.
(4km zu Fuss)
Mi 20.01.2016
(85km und 3h mit der Fähre)
Jody hat heute frei. Sie kocht uns ein "cooked breakfast". Mit Wurst, Rührei
usw. Um 08.30h bringt sie Mark zur Arbeit. Nach 9h verabschieden wir uns,
sie geht ihre Mutter besuchen. Ich packe alles zusammen. Mark hat mir
diverse Camping Utensilien gegeben, so kann ich notfalls auch im Zelt
schlafen. Um 10.30h ist alles bereit. Ich führe das Tagebuch nach, habe es
einige Tage nicht gemacht. Kurz nach 12h fahre ich los. Nach 50 Minuten bin
ich bei der Fähre. Eine Fähre steht bereits da. Später merke ich, dass es
nicht meine ist. Die kommt erst kurz vor 14h an. Wir schaffen es aber
pünktlich los zu fahren. Ich habe einen Zuschlag bezahlt um in einer Lounge
zu sitzen. Essen und Trinken ist inbegriffen. Ich trinke ein Bier und esse
einige Kleinigkeiten. Die Ausfahrt aus Wellington ist ziemlich spektakulär.
Kaum aus der Bucht kommt der stürmische Wind von der Seite. Wir bekommen
Schlagseite und es spritzt auf dem Deck. Nach kurzer Zeit ist die Brille
trüb. In der Lounge esse ich Reis mit Gemüse-Curry, dazu nochmal ein Bier.
Nach 2h erreichen wir die Einfahrt in die Marlborough Sounds. Die Fahrt
durch die Fjord ähnliche Meeresbuchten ist spektakulär. Pünktlich kurz vor
18h erreichen wir Picton. Das Ausladen geht schnell. Ich fahre noch zu einer
Tankstelle, dann weiter nach Blenheim. Eine schöne Strecke. Um 18.30h bin
ich da. June ist die Gastgeberin in diesem Airbnb. Das Zimmer ist schön und
ruhig. Ich richte mich ein. Nachher sitzen wir zusammen im Garten, sie gibt
mir Informationen über die Umgebung. Ich werde hier vermutlich 1-2 Nächte
zusätzlich bleiben. Gegen 20h fahre ich mit dem Auto zum "Dodson Street Beer
Garden". Da gibt es deutsches Essen. Mein Zwiebelrostbraten schmeckt gut,
dazu gibt es Sauerkraut, Rotkraut und Spätzle. Bis auf das Sauerkraut ist
alles ziemlich authentisch. Der deutsche Besitzer meint, die Neuseeländer
essen das Original Sauerkraut nicht. Maria hat Paul eine unglaubliche
Mitteilung geschrieben, ich weiss nicht ob ich da noch lange mitmache. Sie
ist stinksauer, weil das Geld noch nicht gekommen ist.
Do 21.01.2016
(30km mit dem Auto und 19km mit dem Velo)
Zum Frühstück gibt es nur Kaffee mit Milch, den Rest muss ich selbst
organisieren. Ich beschliesse eine Wein-Velotour zu machen. June hilft beim
Finden einer Vermietung. Gegen 11h fahre ich los, zuerst zum "Pak'n Save",
einem Supermarkt. Da kaufe ich unter anderem Brot, Schinken und
Mineralwasser. Nachher fahre ich nach Renwick. Da miete ich ein Velo für 30
NZD. Um 12h fahre ich los. Über schwach befahrene Seitenstrassen zur
Kellerei "Forrest Wines". Ich probiere einen Riesling, nichts Besonderes.
Auch hier sind die Degustation-Häuser meistens schön angelegt. Im kleinen
Park esse ich mein Schinken-Sandwich. Ich besuche noch 5 weitere Kellereien.
Die Weine sind nichts Besonderes, so dass ich bei einigen sogar aufs
degustieren verzichte. Der grösste Teil der Strecke verläuft nun auf der
Hauptstrasse, macht nicht wirklich Spass. Zum Abschluss ein Besuch in der
Moa Brewery auf ein gutes Bier. Der Rückweg ist wegen des Gegenwindes
ziemlich anstrengend. Total sind es 19km mit dem Velo. Gegen 15h bin ich
zurück. Und fahre mit dem Auto nach Hause. Da geniesse ich ein Vollbad. Zum
Nachtessen fahre ich ins "The Speight's Ale House", ein modernes Pub. Zwei
Banger (Bratwurst an Zwiebelsauce) mit Kartoffelstock schmecken sehr gut,
dazu natürlich Bier. Zurück zu Hause setze ich mich noch zu June, nachher
gehe ich bald schlafen.
Fr 22.01.2016
Heute gibt es ein richtiges Frühstück auf der Terrasse im Garten. Gegen
10.30h fahre ich los Richtung Nelson. Es ist eine abwechslungsreiche Fahrt.
Es sieht aus wie bei uns in den Voralpen, nur sind wir hier mehr oder
weniger auf Meereshöhe. Es gibt Kühe und Schafe überall. Grüne Wiesen und
Wälder. Aber was die Neuseeländer mit ihren Wäldern machen ist kaum
vorstellbar. Ganze Berghänge werden kahl geschlagen und dann wieder
aufgeforstet. Die können nur hoffen, dass es hier nie zu starken Regenfällen
kommt, sonst werden die Täler mit Schlamm-Lawinen zugedeckt. Es geht hoch
bis knapp 400müM. Nach einer guten Stunde bin ich wieder am Meer. Um 12h
erreiche ich Nelson. Eine kleine Stadt. Soll voll Touristen sein, davon
merke ich allerdings nichts. Ich fahre zum Tahunanui Beach. Da mache ich
einen Spaziergang dem Strand entlang, gut 2km hin und zurück. Im Ort kehre
ich im Yello Cafe ein und esse etwas Kleines und hole noch Bargeld aus dem
Geldautomaten. Auf dem Rückweg stoppe ich bei der Pelorus Bridge. Da sind
viele Leute am Schwimmen im Fluss. Der ist hier tief genug, dass man von den
Felsen hineinspringen kann. Ich gehe noch einkaufen und bin dann nach 16h
zurück. Ich buche in Kaikoura 2 Nächte im The Pier Hotel und in Christchurch
ein Airbnb Zimmer ebenfalls für 2 Nächte. Zwei junge Amerikanerinnen wohnen
für eine Nacht auch hier. Sie sind in 3 Tagen 75km weit gewandert und sind
ziemlich angeschlagen. Zum Nachtessen gehe ich nochmals in den Biergarten.
Die Schweinshaxe mit Kartoffelstock ist sehr gut. Dazu Weizenbier aus Nelson
vom Fass. Da ich zu Fuss hier bin, kann ich 2 grosse trinken. Das muss ich
den Leuten in der Schweiz dann per WhatsApp mitteilen.
(243km mit dem Auto und 5km zu Fuss)
Sa 23.01.2016
(59km und 2km zu Fuss)
Noch vor dem Frühstück buche ich in Kaikoura eine "Whale Watch Tour", Mark
hat davon geschwärmt. Frühstück im Garten, nachher wieder einmal Büro. Um
14.15h fahre ich los zum Rarangi Beach. Das ist kein Badestrand, ein
Kiesstrand mit gefährlichen Strömungen. Über einen kleinen Fussweg kommt man
zur Monkey Bay. Da könnte man baden, aber ich habe keine Lust. Ich fahre
weiter zur Whites Bay. Die Strasse ist schmal, aber geteert. Das ist eine
schöne Bucht mit einem Busch-Campingplatz. Es hat ziemlich viele Leute, ich
finde knapp einen Parkplatz. Ich spaziere die ganze Bucht entlang. Der Sand
ist grau, nicht weiss. Es sieht ein wenig aus wie an einem Bergsee in der
Schweiz, nur sind wir hier am Meer. Auf dem Rückweg erkunde ich noch
Blenheim, auf der Suche nach einem Restaurant fürs Nachtessen. Um 16.15h bin
ich zurück. Um 19.15h fahre ich zum Nachtessen. Ich finde einen Parkplatz
und gleich daneben das indische Restaurant Mango. Ich bestelle Chicken Tikka
Masala und Naan. Sie fragt mich ob ich es scharf will, ich meine ja. Was ich
bekomme ist sehr gut, aber überhaupt nicht scharf und leicht süsslich, halt
Kiwi-Style. Zuhause rede ich noch eine Weile mit June, dann geniesse ich ein
Vollbad und rasiere mich.
So 24.01.2016
Nach dem Frühstück heisst es wieder einmal packen. Um 11.30h fahre ich los.
Es geht nun der Westküste entlang. Hier gibt es kaum Wälder, dafür viel
Weideland mit Schafen und einigen Kühen. Es geht bergauf und –ab mit
richtigen Kurven. Es macht richtig Spass, mal nicht immer gerade aus. Am
Anfang mehrheitlich im Landesinneren. Nach etwa 70km geht es dann fast immer
der Küste und der Bahnlinie entlang. Ich halte mehrmals kurz an. Beim
letzten Halt hat es eine Robben-Kolonie. Man kann nahe ran an die Tiere.
Nach 2h bin ich in Kaikoura. Das Pier Hotel liegt etwas ausserhalb auf der
Halbinsel, 10m vom Meer entfernt. Ich habe ein Zimmer mit Aussicht bestellt
und so ist es auch. Das Hotel ist alt, das Zimmer auch, aber es hat
Charakter. Bad und WC sind auf dem Gang. Ich setze mich in den Garten und
geniesse ein Bier. Nachher erkunde ich die nähere Umgebung. Ich richte mich
ein. Das Internet funktioniert nicht wirklich. Apero auf der Veranda vor
meinem Zimmer. Um 19.30h Nachtessen im Restaurant. Zum Glück habe ich einen
Tisch reserviert, es ist nämlich voll. Pork Pelly gefüllt mit Äpfeln
schmeckt gut, dazu Salat und Chips. Nachher telefoniere ich mit Muetti. Es
klappt erst wenn ich im Restaurant nahe dem Büro bin. Noch Maria anrufen und
Musik hören, dann schlafen. Man hört die Wellen sehr gut.
(134km, 2h unterwegs)
Mo 25.01.2016
Zum Frühstück hole ich meine Kühlbox aus dem Auto. Im Frühstücksraum mache
ich mir einen Kaffee. Dazu habe ich noch Brot, Käse, Schinken und Butter.
Geboten wird nur Pulverkaffee, Toastbrot und Brotaufstriche wie Vegimate,
wäähh. Aber es gibt auch Joghurt, Milch und Fruchtsalat. Vor 12h mache ich
mich auf den Weg. Zuerst zur Post. Ich habe den Hausschlüssel von Blenheim
nicht abgegeben. Kostet 3 NZD inkl. Plastik-Versandtasche. Dann fahre ich
zum Whale Watch Office. Ich wundere mich wieso es da so viele Leute hat.
Bald wird klar wieso. Sie haben alle Touren abgesagt, es habe zu hohe
Wellen. Ich buche um auf morgen 9.30h. Dann fahre ich zur South Bay. Da gibt
es einen Weg zu einem Aussichtspunkt. Da gehe ich hin. Man hat eine gute
Aussicht auf die Umgebung, weil man oben auf der Klippe ist. Dann fhre ich
zurück auf "unsere" Seite bis zum Ende der Strasse beim Point Kean. Auch da
gibt es oben auf der Klippe einen Aussichtspunkt. Zuerst gehe ich bis zum
Meer, das weil Ebbe ziemlich weit draussen ist. Es gibt auch einige Robben
und ziemlich viele Touristen. Ich setze mich und schaue einfach aufs Meer
hinaus, weit und breit keine Wellen. Zurück im Hotel gibt es ein Bier. Es
ist ziemlich warm, etwa 26C°. Auch alle restlichen Touren werden für heute
abgesagt. Apero auf der Veranda, Nachtessen wieder im Hotel. Diesmal Angus
Rib Eye Steak. Wieder sehr gut. Stelle den Wecker auf 7.00h und gehe dann
schlafen.
(19km mit dem Auto und 2.5km zu Fuss)
Di 26.01.2016
Erwache um 6h. Sonnenaufgang bei relativ klarem Wetter. Um 6.30h melden sie
auf der Webseite, dass die 1.Tour starten wird. Ich hoffe dass das bis zu
meiner Tour um 9.30h so bleibt. Frühstück und packen. Ich habe Glück, die
Tour findet statt. Sie warnen aber vor hohem Wellengang und der Möglichkeit
eines Abbruchs der Tour. In diesem Fall oder im Falle dass wir keinen Wal
sehen, gibt es 80% des Geldes zurück. Nach 10h fahren wir mit einem Bus zum
Hafen. Um 10.30h geht es los. Es ist bedeckt, kühl und ziemlich windig. Es
ist ein moderner Katamaran mit grossen Fenstern. Während der Fahrt müssen
wir drinnen sitzen. Die Wellen sind etwa 2m hoch. Die ersten werden schon
nach 10 Minuten seekrank. Nach 20 Minuten stoppen wir zum ersten Mal um mit
dem Unterwasser-Richt-Mikrofon nach Walen zu suchen. Mindestens einer ist in
der Nähe am Auftauchen, aber noch tief unten. Wir fahren Richtung vermutetem
Auftauchort. Dort warten wir auf das Auftauchen. In der Zwischenzeit können
wir einem riesigen Albatros zuschauen wie er durch die Wellentäler fliegt.
Dann plötzlich wird es hektisch, der Wal ist aufgetaucht, aber weiter weg
als erwartet. Mit Vollgas fahren wir hin. Es ist ein Pottwal, Sperm Whale
auf Englisch. Grosse Bullen erreichen Längen von 20 Metern und Gewichte von
50 Tonnen. Er liegt ruhig im unruhigen Wasser und holt Luft für den nächsten
Tauchgang. Beim Ausschnaufen gibt es die typische Fontäne. Ein zweites Tour
Boot kommt auch angebraust und in der Luft lärmt ein Helikopter und ein
Flächenflugzeug. Das alles scheint den Wal nicht zu stören. Nach 10 Minuten
taucht er elegant ab. Sie können bis zu 2500m tief tauchen. Hier im Kaikoura
Canyon ist das Meer allerdings "nur" 1600m tief. Wir fahren zurück,
unterwegs noch ein Besuch bei der Robbenkolonie auf Panau Island. Um 12.30h
sind wir zurück im Hafen und werden mit dem Bus zurück zum Büro gebracht.
Ich fahre ziemlich bald los. Zuerst der Küste entlang, dann mehr
landeinwärts. Es hat nur wenig Wald und es ist hügelig, alles schön grün.
Erinnert ein wenig an den Jura. Nach 15h erreiche ich Christchurch. Zuerst
halte ich bei einem Shopping Center und kaufe ein, nachher tanke ich, ich
habe nur etwas mehr als 5 Liter/100km verbraucht. Um 16.15h bin ich da. Es
ist ein altes Holzhaus. Francis aus Sidney öffnet mir mein Zimmer. Miriam
die Besitzerin ist nicht da. Ich richte mich ein. Das schnellste Internet
seit der Schweiz (50 Mb/s) ! Nach 18h kommt Miriam vorbei und erklärt mir
einige Sachen. Francis und ihr Freund Alex kochen ihr Nachtessen. Ich will
eigentlich auswärts gehen, aber sie laden mich zum Mitessen ein. Wir sitzen
noch eine Weile zusammen. Ich telefoniere mit Maria, das Geld ist immer noch
nicht angekommen, sehr mühsam mit der Mandiri Bank. Es ist kalt. Ich nehme
noch eine warme Dusche, dann ins warme Bett.
(189km, 3½h unterwegs)
Mi 27.01.2016
Nach dem Frühstück plane ich die weitere Etappe und Wasche meine Wäsche. Es
ist kalt, ich ziehe lange Socken an. Um 12.30h mach ich mich zu Fuss auf den
Weg ins Stadtzentrum. Ich gehe via Hagley Park und dann dem Fluss Avon
entlang. Nach etwa 40 Minuten bin ich im Zentrum. Da ist die "Container
City". Nach dem grossen Erdbeben 2011 habe sie hier so etwas wie ein
Einkaufszentrum aus Container aufgebaut. Das steht immer noch, aber darum
herum wird gebaut wie gestört. Ein Grossteil des Zentrums wurde damals
zerstört. Noch heute sind viele Gebäude abgesperrt. Andere wurden
abgerissen, darum hat es jetzt viele Parkplätze auf den Baulücken. Das
Wahrzeichen ist die stark beschädigte Kathedrale. Ich gehe noch ein Stück
weiter den Fluss entlang, dann zum botanischen Garten und zurück via Hagley
Park. Ich kaufe noch Schinken für ein Schinkenbrot. Das geniesse ich dann zu
Hause mit einem Bier. Es waren 8.5km. Kaum zu Hause beginnt es zu Regnen.
Ich beschliesse morgen weiter zu fahren und buche eine Unterkunft in Waimate
für 2 Nächte. Apero in der Küche während Francis und Alex zu Nacht essen.
Nachher zu Fuss im strömenden Regen ins Restaurant Mosaic. Couscous Royal
schmeckt sehr gut. Das Rindfleisch ist gut aber die Merguez schmecken eher
wie Wienerli. Zu Hause setze ich mich mit der frisch angekommenen
Amerikanerin in die Küche. Sie lässt eine Pizza kommen. Sie ist hell
begeistert von meiner Reise. Ich führe noch mein Tagebuch nach, dann ab ins
warme Bett.
(11km zu Fuss)
Do 28.01.2016
Nach dem Frühstück packe ich. Um 11h fahre ich los. Es ist kalt und es
regnet immer wieder, ich schalte die Heizung ein. Es hat ziemlich viel
Verkehr, aber es geht zügig voran. Von der Umgebung sehe ich nicht viel,
weil es neblig ist. Aber es ist sowieso nur flaches Farmland und ab und zu
eine Ortschaft. In Orari mache ich eine Pause. Das Cafe Mes Amis es etwas
vom besten was ich unterwegs bis jetzt getroffen habe. Ich esse einen
Wurstweggen und trinke einen Kaffee. Nach ½h fahre ich weiter. Bei Timaru
hört es für eine Weile auf zu regnen. Aber kurz vor Waimate beginnt es
erneut. Nareeta ist hier meine Schlummermutter. Als sie erfährt, dass ich
etwas von Computern verstehe, hat sie gleich einige Probleme auf Lager. Ich
helfe ihr mal die gröbsten zu beheben. Mehrere Antiviren-Programme sind
installiert und sie will mit 2 Bildschirmen arbeiten. Nachher richte ich
mich ein. Es ist kalt hier, nur 13C°! In Zürich ist für heute 10C°
prognostiziert also nur 3C° kälter, aber dort ist Winter und hier sollte
Hoch-Sommer sein. Nareeta lädt mich zum Nachtessen ein und heizt den
Holzofen ein! Frank ein Freund kommt auch vorbei. Es wird ein kurzweiliger
Abend. Ich habe noch eine Flasche Rotwein die wir trinken. Das Geld das ich
zur Mandiri Bank geschickt habe ist nach 13 Tagen endlich angekommen,
gleichzeitig mit dem Geld das ich vor 2 Tagen zur BNI Bank geschickt habe.
Das war des letzte Mal, dass ich Geld zu Mandiri geschickt habe. Habe genug
von diesem Affentheater. Jedes Mal behaupten sie während Tagen, dass kein
Geld angekommen sei. Telefoniere noch mit Maria, dann gehe ich ins Bett. Ich
benütze die Heizdecke nicht die im Bett installiert ist, obwohl es kalt ist
im Zimmer. Die alten Häuser sind hier nicht isoliert.
(207km, 3¼h unterwegs)
Fr 29.01.2016
Das Frühstück ist im Preis inbegriffen. Aber nur mit Müesli, Joghurt, Toast,
Butter, Konfi und Kaffee. Ich habe noch Käse, Eier und Brot. Nareeta hat in
der Küche den Ofen eingeschaltet, damit es etwas wärmer ist. Es regnet und
ist nur 13C° "warm". Ich weiss noch nicht ob ich morgen weiter reisen soll.
Um 13.30h fahre ich los. Ich will die Moeraki Boulders anschauen gehen. Bis
dahin sind es 85km. In Oamaru stoppe ich zum Einkaufen. Brot & Joghurt,
denn Nareeta hat nur "low fat" Joghurt und Toastbrot. Um 15h bin ich am
Strand von Moeraki mit den Boulders. Das sind grosse Steinkugeln durch das
Meer geformt. Ich habe Glück, denn es ist Ebbe. So kann man zu den Boulders
hinausgehen und sie von Nahem bestaunen. Bei Flut ist das nicht möglich. Das
sagt dir aber niemand. Im Cafe esse ich etwas Süsses und dazu einen Kaffee.
Dann geht es nach ¾h wieder zurück. In Oamaru suche ich die Pinguin-Kolonie.
Die kommen aber erst um 21h an den Strand. Ich fahre in die Stadt und
besuche die Hauptstrasse. Da hat es noch relativ viele gut erhaltene alte
Häuser. Ich schau mir noch das Steampunk Hauptquartier an. Da sind einige
skurrile Sachen ausgestellt. Nach ½h fahre ich weiter. Noch einen kurzen
Halt beim Riverstone Center. Da gibt es nicht viel zu sehen. Nareeta hat mir
das empfohlen. Um 17.45h bin ich zurück. Nareeta braucht einen freien Tag
zwischen den Buchungen. Darum kann ich nicht verlängern. Ich buche eine
Airbnb in Arrowtown in der Nähe von Queenstown. Nareeta hat mir empfohlen
besser dort zu übernachten als in Queenstown es sei viel schöner. Habe mich
im Waimate Hotel noch erkundigt wie lange sie Essen servieren. Nach dem
Apero gehe ich dann dorthin zum Nachtessen. Da heute Freitag ist muss ich
ein Chicken Gordon Bleu essen. Es schmeckt sehr gut, nur der Salat ist
ungeniessbar weil er mit süsser Sauce überdeckt ist. Zurück zu Hause setze
ich mich noch eine Weile zu Nareeta. In meinem Zimmer ist es warm, weil ich
den Elektro-Ofen eingeschaltet habe bevor ich zum Essen gegangen bin.
(175km, 4¼h unterwegs)
Sa 30.01.2016
Nach dem Frühstück packe ich alles zusammen. Um 11.30h fahre ich los. Es ist
kalt und bedeckt. Im Ort tanke ich noch, bevor ich dem Waitaki River entlang
in die Berge fahre. Nach 1h bin ich beim Waitaki Dam, der untersten
Staumauer. Ich halte kurz an und mache einige Fotos. 10 Minuten später bin
ich bei der nächsten Staumauer, dem Aviemore Dam. Hier scheint nun endlich
die Sonne. Ich fahre auf die andere Seite des Damms. Da zeigt mit mein Navi
den Weg auf der anderen Seite des Stausees an. Ich fahre diesen Weg und das
ist sehr gut. Kein Verkehr und schöne Aussichten. Um 13h bin ich beim
Benmore Dam, den hat mir Mark empfohlen. Das ist ein 110m hoher Erd-Damm der
ebenfalls den Waitaki River staut. Es geht nun über einige Pässe weiter. Der
höchste ist der Lindis Pass 960 müM. Da stoppe ich kurz, aber es gibt nichts
zu sehen. Um 14.30h mache ich Tarras eine Pause, esse einen guten Pie und
trinke einen Kaffee. Um 15.45h bin ich bei der Kawarau Bridge. Da ist die
Sensation das Bungy Jumping, das wird hier seit 1988 angeboten und soll der
1.Ort sein wo dies professionell angeboten wurde. Die Brücke ist 43m hoch
über dem Fluss. Kurz nach 16h bin ich in Arrowtown. Das Airbnb finde ich auf
Anhieb. AJ begrüsst mich und zeigt mir das Haus. Ich trinke das obligate
Ankunfts-Bier mit ihm, dann muss er zur Arbeit er ist Feuerwehrmann, Fire
Fighter, wie das so schön auf Englisch heisst. Ich richte mich ein. Er hat
einen Hund, der bleibt zu Hause. Ich zeige Maria über Line mein neues
Zuhause. Nach dem Apero im Garten, gehe ich um 19h und die Stadt. Es sind 10
Minuten zu Fuss. Das New Orleans her er mir empfohlen und dort die Pizzas.
Die ist wirklich gut. Es ist warm genug um im Freien zu Essen. Erst für das
2.Bier setze ich mich ins Innere und schaue den Einheimischen beim
Billard-Spielen zu. Nach 21h bin ich zurück. AJ schläft bereits. Ich mache
noch einige Telefonate und gehe dann auch schlafen.
(287km, 4¾h unterwegs und 2km zu Fuss)
So 31.01.2016
Stehe erst um 9h auf. AJ ist am Arbeiten. Um 12.30h fahre ich los. Zuerst
nach Frankton zum Einkaufen. Dann hoch zur Remarkables Ski Area. Die liegt
auf 1600 müM. Es ist eine Staubstrasse, aber gut ausgebaut. Ich halte
mehrere Male an um die Aussicht zu geniessen. Die ist grandios. Ich hätte
erwartet, dass es oben ein offenes Restaurant gibt. Aber weit gefehlt. Nach
½h fahre ich zurück. Auch am Lake Hayes suche ich vergeblich eine Beiz. Ich
halte kurz, dann fahre ich weiter. Um 15.15h bin ich zurück. Ich mache mir
ein Schinkenbrot, dazu ein Bier. Telefoniere mit Maria, dann führe ich das
Tagebuch nach. AJ kommt zurück von der Arbeit. Wir beschliessen zusammen zum
Nachtessen zu gehen. Er sucht sich ein neues Restaurant aus. Ich bekomme
einen guten Angus Beef Burger. Dazu trinken wir eine Flasche Rotwein. Es ist
angenehm warm, wir sitzen draussen.
(76km)
Mo 01.02.2016
Nach dem Frühstück plane ich die nächsten Etappen, resp. ich informiere mich
über Wetter, Preise usw. Zum Milford Sound sind es fast 300km, das Wetter
ist nicht gut und alles ist sehr teuer. Ich werde vermutlich nicht dorthin
fahren. Ich buche eine Dampfschifffahrt um 14h für 57 NZD. Um 12.30h fahre
ich nach Queenstown. Ich habe Glück und finde einen Parkplatz nicht weit vom
Bootssteg. Dort trinke ich ein Bier und warte auf das Schiff. Die TSS
Earnslaw ist ein Dampfschiff mit Schraubenantrieb, 1912 gebaut, schön
renoviert. Wir fahren pünktlich los. Wir fahren gegen den Wind, darum ist es
ziemlich windig und kühl. Bis zur Beach Bay. Das sind 12.5km. Dort steigen
ziemlich viele Leute aus um die Walter Peak Farm zu besichtigen. Ich bleibe
an Bord und fahre gleich wieder zurück. Nun haben wir Rückenwind. Es ist
fast windstill auf dem Deck und darum ziemlich heiss. Nach 1¾h sind wir
zurück. Ich kaufe noch ein Bild das sie von mir geschossen haben. Zu
herunterladen kostet es 20 NZD. Queenstown ist eine typische Touristenstadt,
voller Souvenir Läden und teuer. Ich suche einen Laden zum Glacé kaufen.
Erfolglos, ich lande im McDonalds, da gibt es wenigsten Soft Ice für 0.70
NZD. Dann fahre ich zurück. Um 17h bin ich wieder zu Hause. Apero im Garten,
nachher gehe ich zu Fuss in den Ort. Im "The Postmasters Residence" esse ich
das beste Hirschfleisch meines Lebens!
(45km mit dem Auto, 25km mit dem Dampfschiff und 2km zu Fuss)
Di 02.02.2016
Spätes Frühstück, dann planen meiner Weiterreise. Maria ruft weinend an, sie
hat wieder einmal Probleme mit Paul. Er will jetzt das Haus in Setia Budi
verkaufen und ihr keinen Cent geben, obwohl er es ihr geschenkt hat. Es
läuft allerdings alles auf ihren Namen, so dass er es gar nicht verkaufen
kann. Das weiss er genau, versucht sie aber trotzdem unter Druck zu setzen.
Ich versuche ein Airbnb am Lake Hawea zu buchen und fahre nachher zum Lake
Hayes. Da setze ich mich an den Strand und schaue dem Treiben zu und
geniesse das nichts tun. Um 17h bin ich zurück. Zum Nachtessen gehe ich
nochmals ins New Orleans. Da gibt es einen guten Braten mit Kartoffelstock.
Es ist warm genug zum draussen Essen. Meine Airbnb-Anfrage ist noch nicht
beantwortet. So storniere ich die Anfrage und buche ein anderes Angebot in
der Nähe. AJ muss morgen wieder um 4h zur Arbeit, darum verabschieden wir
uns wenn er ins Bett geht. Ich erledige noch dies und das, dann gehe ich
auch ins Bett.
(10km mit dem Auto und 2km zu Fuss)
Mi 03.02.2016
Nach dem Frühstück packe ich wieder einmal. Ich verschicke einige Emails an
Leute aus Neuseeland mit denen ich auf Reisen war. Mary & Clive
Stonehouse antworten prompt. Ich war mit ihnen in China unterwegs. Um 11.45h
will ich gerade losfahren, wenn AJ von der Arbeit zurückkommt. Wir
verabschieden uns, dann fahre ich wirklich los. Ich fahre über die Crown
Range Road. Die geht hoch bis 1080 müM mit richtigen Spitzkehren. Macht
Spass. Schöne Aussicht und wenig Verkehr. Auf der Passhöhe halte ich kurz
an. Dann fahre ich weiter bis Wanaka. Ein Ort mit vielen Touristen. Ich
kaufe zuerst ein, dann fahre ich zum westlichen Ende des Ortes. Der Lake
Wanaka ist ziemlich gross. Ich setze mich auf eine Bank am Ufer und geniesse
ein eben gekauftes Bier. Nach ½h fahre ich zum Tanken. Das Benzin ist hier
10 Cents teurer als in Queenstown. Ich habe vom Einkauf einen Gutschein für
4 Cents Rabatt pro Liter. Nach ¼h bin ich in Lake Hawea. Das Haus ist schön
gelegen und windgeschützt. Rory scheint nicht zu Hause zu sein. Ich rufe an,
er ist da, hat mich aber nicht gehört weil er das Cricket Spiel AUS-NZL
schaut. Er ist Historiker, geboren in Irland und in Neuseeland aufgewachsen.
Wir sitzen zusammen und ich trinke mein obligatorisches Ankunfts-Bier.
Nachher erkunde ich die Umgebung. Der Lake Hawea ist ebenfalls gross und von
hohen Bergen umrahmt, sehr schön. Es geht ein starker Wind. Im Restaurant
Sailz müssen sie die Sonnenschirme wegräumen. Da trinke ich ein Bier und
unterhalte mich mit der Kellnerin. Zurück zu Hause gibt es Apero mit Rory im
Garten. Von mir Rotwein, von ihm Käse und Crackers. Zum Nachtessen gehe ich
nochmals ins Sailz. Salmon Pasta schmeckt sehr gut. Zurück zu Hause setze
ich mich nochmals zu Rory, er ist zufrieden, Neuseeland hat Australien
geschlagen im Cricket-Spiel. Noch ein Vollbad, dann gehe ich schlafen.
(76km, 2½h unterwegs und 6km zu Fuss)
Do 04.02.2016
Heute wäre Papi 90 Jahre alt geworden. Komisch, seit er gestorben ist denke
ich mehr an ihn als vorher. Frühstück zusammen mit Rory. Er hat gutes Brot
und guten Kaffee. Um 11h fahre ich los. Zuerst entlang dem Lake Hawea, da
mache ich einen kurzen Fotostopp, dann entlang dem Lake Wanaka. Die beiden
Seen sind an der schmalsten Stelle nur 1,5km auseinander. Dann geht es
Richtung Berge. Es ist bewölkt und regnet zeitweise. Die Fahrt ist
abwechslungsreich. Die Strasse ist gesäumt von hohen Bergen, bis 2500m hoch.
Nach 1h mache ich eine Pause bei den Fantail Falls. Da haben die Leute
wieder unzählige Steinmännchen aufgebaut. Um 13h bin ich in Haast auf der
andern Seite der Berge an der Westküste. Da trinke ich einen Kaffee und esse
etwas Süsses. Nach 20 Minuten fahre ich weiter. Es geht der z.T. steilen
Küste entlang. Beim Knights Point Lookout mache ich nochmals einen
Fotostopp. Die Strasse führt nun durch das flache Gebiet zwischen den Bergen
und dem Meer. Es regnet immer wieder. Es gibt hier riesige Flussdeltas, z.T.
mehr als einen Kilometer breit. Nach 15h erreiche ich den Parkplatz beim Fox
Gletscher. Man könnt hier 1h marschieren um den Gletscher näher zu sehen. Er
ist dann aber immer noch ziemlich weit weg. Da es auch noch regnet, mache
ich nur einen kurzen Spaziergang bis man den Gletscher sieht, dann kehre ich
um. Nach 10 Minuten fahre ich weiter. ½h später bin ich beim Parkplatz des
Franz Josef Gletschers. Es regnet leicht. Ich ziehe die Regenjacke an und
mache mich auf den Weg. Der Regen hört zum Glück bald auf. Ich will
den Forest Walk machen am Ende soll man den Gletscher sehen. Den sieht man
schon ziemlich bald. Ich wundere mich, dass nach 15 Minuten kein View Point
zu sehen ist und marschiere weiter. Langsam dämmert mir, dass ich den wohl
verpasst habe. Der Weg ist sehr gut, so gehe ich trotz Trekking Sandalen
weiter. Nach ¾h bin ich am Ende des Weges. Der Gletscher ist nun nicht mehr
weit entfernt. Wo ich jetzt stehe war vor 8 Jahren noch Gletscher. Nun ist
er einige 100m weiter hinten. Das faszinierende ist, dass man hier nur auf
300 müM ist, knapp 20km vom Meer entfernt. Bei uns sieht man das erst über
2000 müM. Nach 1½h bin ich zurück beim Auto. Ich habe ungeplant den Franz
Josef Glacier Walk gemacht. Den verkaufen sie im Ort für 60 NZD und rüsten
die Leute aus wie für eine Hochgebirgs-Tour, ziemlich lächerlich. Um 17.30h
bin ich bei meinem Alpine Glacier Motel. Es ist ein schönes Zimmer, gut
eingerichtet, nur das Internet ist nicht gut. Apero vor meinem Zimmer,
nachher gehe ich ins vom Hotel empfohlene Restaurant SnakeBite Brewery.
Schon der Name ist gut und das Essen auf. Der Indonesische Chef kocht ein
gutes Beef Rendang. Versuche erfolglos eine Unterkunft für Samstag zu
buchen. Telefoniere noch mit Maria, dann gehe ich ins Bett. Es tönt als
dusche jemand. Wenn ich um 01.30h erwache und das Geräusch immer noch da
ist, merke ich, dass der Radiowecker sich eingeschaltet hat und das Geräusch
von da kommt, da kein Sender eingestellt ist. Ich stelle ihn ab und schlafe
weiter.
(287km, 6½h unterwegs und 6km zu Fuss)
Fr 05.02.2016
Noch vor dem Frühstück buche ich ein Zimmer auf dem Wirau Pass. Dann mache
ich mir Frühstück. Kaffee und Milch ist vom Motel, der Rest von mir. Um
10.30h fahre ich los. Im Flachland zwischen den Bergen und dem Meer gibt es
einige Seen. Beim Lake Mapourika und Lake Ianthe mache ich jeweils einen
kurzen halt. Kurz vor Hokitika kommt die Strasse wieder zum Meer. In
Hokitika finde ich das Pioneer Hotel auf Anhieb. Es ist sehr einfach, mein
Zimmer ist klein, Toilette/Dusche auf dem Gang. Dafür funktioniert das
Internet gut. Ich buche für Sonntag die Fähre zurück nach Wellington.
Nachher das Ankunfts-Bier zusammen mit einer Gruppe älterer Radfahrer, die
auch im Hotel übernachten. Später erkunde ich den Ort. Vor einer Woche war
hier eine Skulpturen Ausstellung am Strand. Alles aus Treibgut gemacht.
Einige Skulpturen sind recht cool. Ich gehe dem Strand entlang bis zur
Flussmündung und auf dem Fussweg wieder zurück. Zu Hause Apero im Garten.
Zum Nachtessen bleibe ich im Pioneer Hotel. Pork Roast mit Erbsli, Rüebli,
Kürbis usw. und Kartoffeln ist nicht der grosse Hit, aber geniessbar. Es ist
ein typisches Neuseeländisches Hotel, heisst Pub. Ziemlich voll, alles
Einheimische. Es wird Darts gespielt und im Nebenraum hat es Spielautomaten.
Ich rede mit John dem Besitzer und einigen anderen. Um 21.30h gehe ich
zurück in mein Zimmer, das sind 10m.
(134km. 2h mit dem Auto unterwegs und 4km zu Fuss)
Sa 06.02.2016
Das Frühstück machen ist heute komplizierter als auch schon, aber es
schmeckt am Schluss gut wie immer. Um 10h fahre ich los, zuerst zum Tanken.
Dann geht es der Küste entlang bis Greymouth. Da geht es wieder
landeinwärts. Es ist ein meist weites Tal mit vor allem Milchwirtschaft. Die
Kühe stehen zum Melken an. Ich sehe Kolonnen bis zu mehreren 100m Länge, das
müssen mehr als 1000 Kühe sein. Nach 1½h halte ich kurz an um die Kleider zu
wechseln. Es ist viel wärmer als erwartet. Kurz darauf halte ich in Reefton
nachmals an. Da findet eine Gewerbeschau statt. Es kostet mich zwar 5 NZD
Eintritt, aber es lohnt sich, schon nur wegen des guten Soft Ice das ich zum
Schluss kaufe. Das interessanteste sind die Leute sowie die Autos und
Traktoren. Nach ½h fahre ich weiter. Nun wird das Tal enger und
interessanter. Beim Thomas Brunner Memorial halte ich nach ¾h nochmals an.
Der hat diese Gegend erkundet. Einiges ist nach ihm benannt. Um 14.45h bin
ich am Lake Rotoiti, schon fast am Ziel. Ich spaziere etwas den Kiesstrand
entlang, dann fahre ich weiter. Um 15.15h bin ich am Ziel, dem Wairau Pass
B&B auf 725müM. Helen empfängt mich mit einem Orangen Jus und wir
unterhalten uns eine ganze Weile. Nachher richte ich mich ein. Kein
Telefon-Empfang, aber Internet hat es hier. Ein Paar aus Auckland wohnt
ebenfalls hier. Ich habe ein Nachtessen für 30 NZD bestellt, inkl. Wein. Wir
sitzen alle zusammen an einem grossen Tisch. Das Lamm Curry schmeckt nicht
schlecht, ist aber kaum gewürzt. Dazu gibt es Reis und Salat. Der Wein ist
gut und es gibt genug. Wir sitzen zusammen und reden. Das Paar macht eine
6-Tages-Wanderung in der Gegend. Es gibt zwar Huts (Hütten), aber die sind
nicht bewirtschaftet. Sie müssen alles Essen mittragen. Um 21h gehen wir ins
Bett.
(272km, 5h unterwegs)
So 07.02.016
Um 8h gibt es ein reichhaltiges Frühstück, nachher ziehen die Wandervögel
los. Ich packe zusammen. Bevor ich losfahre bekommt Helen noch Besuch. Wir
sitzen noch eine Weile zusammen, dann fahre ich um 10h los. Das Wairau
Valley wir immer breiter und flacher. Bald beginnen die ersten Rebberge,
wobei Berg übertrieben ist, es sind alles riesige Flache Dinger. Nach 1¼h
bin ich in Renwick. Da habe ich vor gut 2 Wochen die Wein-Velo-Tour gemacht.
In der Forrest Estate Winery kaufe ich für Mark 6 Flaschen Weisswein zu
seinem 52-igsten Geburtstag. Dann fahre ich den Rest nach Picton. Ich bin 1h
zu früh da. Checke ein und trinke an einem Kiosk einen Kaffee. Nach 1½h
warten können wir auf die Fähre fahren. Ich finde einen guten Platz vorne im
Schiff, mit Aussicht nach vorne. Pünktlich um 14.15h legen wir ab. Zuerst
geht es durch die Marlborough Sounds. Nach 1h erreichen wir die Cook Street.
Da wird es etwas rauer, aber kein Problem mit Wind und Wellen. Nach 3h
biegen wir in die Bucht von Wellington ein. Ziemlich pünktlich um 17.50h
können wir die Fähre verlassen und ich fahre nach Paraparaumu zu Mark. Vor
19h bin ich da. Die Party ist bereits im Gange. Mark stellt mich seinen
Freunden und deren Begleiterinnen vor. Dann gibt es natürlich BBQ. Wir
sitzen draussen, es ist erstaunlich warm. Wir lachen viel. Mark hat etwas
viel getrunken und muss sich zurückziehen. Gegen Mitternacht verabschieden
sich die anderen und ich helfe Jody beim Aufräumen.
(177km, 3h unterwegs und 3½h auf der Fähre)
Mo 08.02.2016
Heute ist der Nationalfeiertag in Neuseeland, darum gibt es ein cooked
breakfast. D.h. mit Wurst und Ei usw. im Garten auf dem Grill gekocht.
Nachher räumen wir die "Kampfspuren" weg. Jody besucht ihre Familie und kann
dann das Auto nicht mehr starten. Ich habe Glück gehabt, die Batterie ist
nun defekt, auch aufladen nützt nichts mehr. Apero und nachher Grillwurst
mit Salat im Garten. Mark schaut noch einen Film, den habe ich aber schon
gesehen. Ich richte eine Airbnb-Seite zum vermieten meines Hauses in Medan
ein. So hat Maria etwas zu tun und es gibt erst noch etwas Geld. Bis alles
eingerichtet ist, ist Mitternacht vorbei. Ich telefoniere noch mit Maria und
schicke ihr den Link zur Airbnb-Seite.
Di 09.02.2016
Vor dem Frühstück muss ich Brot einkaufen. Das Baguette ist gut. Ich will
heute mit dem neuen Reisbericht loslegen. Kaum sitze ich am Computer, ruft
Maria an. Es ist bereits 13h bis ich loslegen kann. Um 16.30h kommt Mark
nach Hause. Er hat eine neue Batterie gekauft und will unbedingt das
Motoren-Öl wechseln. Nachher kocht er ein Curry, das Rezept haben wir im
Internet gefunden. Ausdrucken kann ich es nicht, bringe seinen Drucker nicht
zum Laufen. Apero im Garten. Um 19h kommt Jody zurück von der Arbeit und wir
essen den guten Curry. Dazu Reis und Brot. Nachher sitzen wir noch etwas im
Wohnzimmer und reden. Um 23h bin ich im Bett.
Mi 10.02.2016
Wieder ein Baguette kaufen, dann Frühstück. Der Reisebericht muss warten.
Ich kläre zuerst ab, ob es einfacher ist ein Visum für Kanada für Efraim
& Maria zu erhalten. Es scheint via Internet möglich zu sein. Da ich nur
90 Tage in den USA bleiben kann, wäre eine Möglichkeit, dass wir uns in
Vancouver / Kanada treffen und Kanada bereisen anstatt die USA. Nach einem
Monat sollte es möglich sein wieder in die USA einzureisen. Falls nicht,
reise ich innerhalb Kanada an die Ostküste. Bis alles geklärt ist dauert es
Stunden. Ich schaffe es aber noch die Bilder auszusuchen, bevor Jody nach
Hause kommt. Sie kocht eine gute Lasagne. Mark hat heute ziemlich viel Ärger
im Geschäft und dann ist noch seine Mutter ins Spital eingeliefert worden
für einen Test. Der Apero dauert länger wie üblich. Es gibt Käse und
Crackers dazu. Nach dem Essen sitzen wir noch eine Weile im Wohnzimmer, dann
ins Bett.
Do 11.02.2016
Ich gehe vor dem Frühstück einkaufen. Unterwegs kommt mir in den Sinn, dass
ich den Schlüssel gestern nicht zurück gelegt habe und ich nicht mehr ins
Haus kann. Ich überlege mir wie ich da wieder hinein komme. Zurück zu Hause
habe ich ein Riesenglück, ich habe die Tür nicht richtig abgeschlossen! Nach
dem Motto Minus Mal Minus = Plus. Zudem kommt Mark nochmals nach Hause um
seine Sonnenbrille zu holen. Ich hätte nicht den ganzen Tag warten müssen,
denn mein Handy wäre auch eingeschlossen gewesen. Weiter mit dem
Reisebericht. Dazwischen einmal ein Vollbad, ein anderes Mal gehe ich
Fleisch fürs BBQ einkaufen. Dann sende ich eine Email an eine Amerikanische
Versicherung um abzuklären wie ich vorgehen muss. Um 18h unterbreche ich die
Arbeit am Reisebericht. Es fehlen nur noch die Kommentare zu den Bildern.
Datum und Ort sind bereits drin. Ich versuche Selina zu erreichen. Jemand
nimmt ab und sagt sie arbeite nicht mehr hier. Ich versuche es auf dem
Handy, aber keine Antwort. Über WhatsApp erreiche ich sie. Sie wird sich
morgen melden. Apero und BBQ im Garten. Im Wohnzimmer schauen wir noch ein
weiteres Stück des Filmes Scareface an, aber nicht bis zum Schluss.
Fr 12.02.2016
Wie bereits üblich gehe ich ein Baguette kaufen. Diesmal ist der Schlüssel
am richtigen Ort. Nach dem Frühstück zurück an den Computer. Die Kanadier
verweisen mich an eine andere Stelle für meine Einreise mit dem Auto und die
erste Versicherung sagt bereits ab. Fängt ja gut an. Ich klemme mich hinter
den Reisebericht. Um 15h bin ich fertig. Später verschicke ich die Emails.