Tagebuch

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Di 20.10.2015
Nach dem Frühstück stelle ich meinen Reisebericht fertig und veröffentliche ihn. Dann versende ich die Emails. Nachher erledige ich diverse Büroarbeiten und kläre ab was für Visas ich brauche. Für Neuseeland und USA brauche ich kein Visum. Zum Nachtessen kocht Ross nochmals seine Meatballs mit Pasta.

Mi 21.10.2015
Heute reinige ich mein Auto. Ross hat einen Staubsauger, das muss ich ausnützen. Ich reinige die Fahrerkabine innen und aussen. Ich stelle fest, dass einige Schrauben an meiner Stossstange lose sind oder gar fehlen. Wir fahren zum Coolbinia Reserve. Unterwegs tanke ich, dabei merk ich, dass ich kein Geld mitgenommen habe, ich habe die Hosen gewechselt. Ross geht zu Fuss zurück. Dann merke ich, dass ich die Ersatz-Kreditkarte bei mir habe. Ich hole Ross ein, bevor er zu Hause ist. Im Park machen wir einen Spaziergang von etwa 3km Länge. Wieder zu Hause, installiere ich meinen Drucker und drucke einige Kapitel des neuen Lonely Planet Reiseführers "Australia" aus. Danach kümmere ich mich um meine Stossstange. Ich kann fast alles wieder instand stellen. Zum Nachtessen fahren wir ins griechische Restaurant "Estia". Die Mousaka schmeckt sehr gut, den Wein bringen wir selber mit, müssen aber 6 AUD "Zapfengeld" bezahlen. Zuhause noch ein "Farewell" Bier, dann ist Feierabend. Ich ordne noch meine Sachen für morgen, dann gehe ich schlafen.
(8km mit dem Auto und 3km zu Fuss)

Do 22.10.2015
Ich stehe bereits um 7.00h auf. Nach dem Frühstück wieder einmal zusammenpacken. Pünktlich um 9h ist alles bereit, den Ross muss zur Joga-Stunde. Wir verabschieden uns. Es war eine schöne Zeit. Ich lade ihn nach Zürich oder Medan ein, falls er einmal in der Nähe ist. Auf dem Freeway hat es viel Verkehr. Die Umgebung ist nun ganz anders wie im Norden. Es hat viele richtige hohe Bäume und teilweise sogar Wälder. Man sieht fast immer ein Haus in der näheren Umgebung der Strasse. Nach 1¼h mache ich eine kurze Pause und versuche vergeblich Maria zu erreichen. Nach 200km wird die Strasse 2-spurig, vorher war sie immer min. 4-spurig. Bei Bunbury halte ich nochmals kurz an. Diesmal erreiche ich Maria. Bei Busselton beginnt die "Cave Road". Nun wird alles noch interessanter. Man fährt durch Wälder und Rebberge, vorbei an vielen Weingütern. Die haben sich voll auf Touristen eingestellt. Degustieren kann man meistens in einer parkähnlichen Umgebung mit Parkplatz und Kinderspielplatz. Nach 4h halte ich beim Yallingup Maze, das ist ein Restaurant an einem kleinen See mit Kinderspielplatz und einem schönen Park mit alten Bäumen. Ich esse und trinke etwas. Nach etwas mehr als ½h fahre ich weiter. Ich fahre zuerst zur Mündung des Margaret Rivers, da hat es einen Campingplatz. Ich halte aber nicht an, weil es zu windig ist. Zudem ist es wieder bewölkt, wie schon in Perth beim Start und somit kalt bei Wind. Mitten im Ort Margaret River ist der Campingplatz Margaret River Tourist Park, der passt mir, ich buche für 2 Nächte mit eigenem WC/Dusche für 45 AUD/Nacht. Ich bekomme noch 5% Senioren Rabatt. Ich richte mich ein, dann buche ich eine Kellerei- & Brauerei-Tour für morgen, für 81 AUD inkl. Mittagessen. Es wird kühl, ich ziehe wieder meine warmen Sachen an. Während des Apero kommen meine Nachbarn vorbei. Sie sind aus Cairns und sind auch schon in Europa herumgereist. Zum Nachtessen gehe ich ins Margaret River Hotel, das wurde mir in der Rezeption empfohlen. Es ist ein schönes Restaurant, es ist warm und das Essen ist gut. Ich esse Chicken Parmigiana mit Pommes und Salat. Dazu ein gutes Bier, Roger ist der Name. Gegen 21h bin ich zurück, gehe gleich ins Bett und höre noch Musik. Da ist es wenigstens warm.
(312km, 5½h unterwegs)

Fr 23.10.2015
Bleibe bis 8h im warmen Bett. Es regnet zeitweise und ist kalt. Ich baue mein WC/Dusche zur Küche um. Frühstück im WC, mal etwas Neues! Es ist etwas eng, dafür trocken, windstill und warm. Um 10.30h werde ich zur Tour abgeholt. Nachdem alle 13 Personen eingesammelt sind, fahren wir zuerst zur Watershed Winery. Das ist ein neues Weingut, schön gelegen. Hier sollten wir, gemäss Reiseleiterin Einblick in die Weinherstellung bekommen. Sie zeigen uns aber nur das Lager mit einigen Holzfässern. Nachher degustieren wir etwa 10 Weine. Mich überzeugt keiner, schmecken wie Schweizerweine vor 20 oder mehr Jahren. In Margaret River wurden erst 1966 die ersten Reben gepflanzt! Damals habe ich bereits seit 2 Jahren im Landdienst auf einem Weingut gearbeitet, hätte ihnen also sagen könne wie es funktioniert. Der Lunch ist gut, der Merlot dazu auch, den haben sie uns nicht zum degustieren gegeben. Nachher fahren wir zur Venison Hirschfarm, nichts Besonderes. Weiter geht es zu Bettenays Wine & Nougat. Schön gelegen, der Nougat ist gut, der Wein ehe weniger. Nächste Station ist Knotting Hill, wunderschön gelegen an einem künstlichen See und der Wein schmeckt mir zum ersten Mal. Weiter geht es zur "Margaret River Chocolate" Fabrikation. Bei uns heisst das Confiserie, sie importieren nämlich die Schokolade aus Belgien und produzieren dann Pralinés usw. Nächster Halt bei der Margaret River Diary, eigentlich nur ein Laden für die eigenen Milchprodukte. Ich kaufe einen Camembert, das brauche ich sowieso. Auf dem Heimweg besuchen wir noch die Colonial Brewery, eine Kleinbrauerei. Da gibt es ein Degustation-Set für 10 AUD. Bis auf ein Bier schmecken alle gut. Nach 17h sind wir zurück. Die Tour ist mehr oder weniger eine Verkaufstour, aber es hat trotzdem Spass gemacht wieder einmal unter Leuten zu sein. Zudem hat es immer wieder geregnet, gut ein Dach über dem Kopf zu haben. Ich gehe noch schnell zu Repco einem Autozubehör-Shop und kaufe neue Scheibenwischer. Es ist Regen angesagt und meine sind nun 5 Jahre alt und immer der Sonne ausgesetzt. Zum Nachtessen gehe ich in die Finders Taverne. Meine 3  dicken Pork Snag (Würste) an Zwiebelsauce sind gut aber fettig. Dazu Mashed Potatoes und Erbsli. Das Lokal ist bumsvoll. Um 21h mach ich mich auf den Heimweg. Noch Telefonieren und Musik hören, dann schlafen. Es ist kalt, etwa 12C°!
(88km mit dem Bus)

Sa 24.10.2015
Frühstück wieder im WC/Dusche-Häuschen weil es regnet. Um 10h fahre ich los. Einkaufen und tanken, dann wieder auf die Cave Road. Um 10.45h bin ich beim Mammoth Cave. Das ist eine eindrückliche Tropfstein Höhle, etwa 200m lang. Man kann sie ohne Führung besichtigen. Nach ¾h fahre ich die kurze Strecke zum Lake Cave. Ich habe Pech, die nächste Führung findet erst in 1h statt und alleine darf man nicht hinein. Ich trinke einen Kaffee und telefoniere mit Maria. Der Eingang zur Höhle liegt 60m tief unten in einem Einbruch, das sind 320 Treppenstufen! Die Höhle selbst ist nicht sehr gross, aber sehr schön. Die Tropfsteine und der unterirdische See sind eindrücklich. Nur schade sind wir so viele Leute. Um 13.30h geht es weiter Richtung Augusta. Ich beschliesse nicht in den Ort zu fahren, sondern eine Abkürzung zu nehmen, damit ich nicht zu spät ankomme. Es geht nun weiter durch ausgehdehnten Wälder. Es regnet immer wieder, meine neuen Scheibenwischer bewähren sich. In Pemberton besuche ich den Gloucester Tree. Einer dieser hohen Bäume die früher zur Waldbrand-Beobachtung verwendet wurden. Über eine Treppe aus in den Baum geschlagen Eisen könnte man zur Plattform in 53m Höhe klettern. Ich verzichte und mache stattdessen eine kleine Wanderung. Nach ½h fahre ich weiter. Vor Northcliffe nehme ich eine Abkürzung über eine Staubstrasse. Nach 7.6km komme ich wieder auf eine geteerte Strasse. Aber nur für 700m, den geht es weiter auf der Crowea Road. Beim Kilometer 1.960 wohnen Tom & Elke, bei denen habe ich mich selbst eingeladen. Elke ist Australierin, Tom Schweizer. Bea hat vor Jahren mit Elke zusammen in einem Altersheim in Basel gearbeitet. Ich werde herzlich empfangen. Das Haus ist sehr abgelegen, Bei meiner Ankunft stehe ich plötzlich in einer Herde wilder Kängurus. Zum Nachtessen kommen Nachbarn mit ihren 2 Kindern zu Besuch. Er ist Australier, sie Deutsche. Es gibt Fleisch vom Grill, das die Nachbarn vom eigenen Hof mitgebracht haben. Dazu Kartoffelgratin und Salat. Alles sehr gut. Wir sitzen gemütlich zusammen und reden. Ein schöner Abend. Ich kann zum Glück im Gästezimmer übernachten, denn es ist immer noch kalt. Es gibt hier keinen Telefonempfang. Aber Internet über Satellit, das eignet sich aber nicht zum Telefonieren. Um 23h sind wir im Bett.
(194km, 6 ½h unterwegs)

So 25.10.2015
Gemeinsames Frühstück. Mein Brot wird geschätzt, es bleibt nichts übrig. Nachher fahren wir zum Windy Harbour damit Michael(15) der jüngste Sohn seinen Modelflieger fliegen lassen kann. Zuerst zum Salmon Beach. Man sieht hier die ganze Küste bis Augusta. Es windet und ist kühl. Nicht geeignet zum Modelfliegen. Wir fahren zum Cathedral Rock, da sind die Verhältnisse besser. Sogar die Sonne ist gnädig und wärmt uns ab, während Michael den Modelflieger fliegen lässt. Auf dem Rückweg stoppen wir in Northcliffe zum Einkaufen und telefonieren. Zurück zu Hause plane ich meine nächsten Etappen. Mache noch einen Rundgang um das Haus. Das Land der Keller ist riesig, mit Wiesen und Wald. Sie haben "Trüffelbäume" gepflanzt und hoffen, dass sie einmal schwarze Trüffel verkaufen können. Die Wurzeln der Eichen und Haselnusssträucher wurden mit Trüffelpilz-Sporen geimpft. Zum Nachtessen kommt auch Samuel(16) der ältere Sohn nach Hause, er war übers Wochenende bei seiner Freundin. Nach dem Essen rede ich noch eine Weile mit Tom, dann gehen wir früh schlafen. Vorher dusche ich noch, man weiss ja nie wann man wieder so eine gute Dusche hat.
(84km mit Tom & Elke)

Mo 26.10.2015
Ich packe zusammen und bereite mein Frühstück. Die andern haben bereits gegessen, weil sie zur Schule mussten. Tom kommt gegen 9h von seiner Tour als Schulbusfahrer zurück. Um 10h fahre ich los. Es war eine schöne Zeit, wieder einmal Schweizerdeutsch reden und gutes Essen. Zuerst fahre ich nach Northcliffe um Brot zu kaufen. Nachher geht es durch ausgedehnte Wälder weiter. Während der ersten Stunde hat es kaum Verkehr, fast wie im Norden, nur wesentlich kühler. Heute soll es max. 20C° werden und ab und zu regnen. Kurz vor Walpole mache ich einen kurzen Halt beim John Rate Lookout. Da sieht man die Bucht von Walpole (Walpole Inlet). Im Ort fahre ich zuerst zum Tourist Office und frage nach der "Wow-Tour". Die muss man unbedingt machen hat mir Pamela geraten. Auch im Lonely Planet wird sie empfohlen. Sie kostet 45 AUD in startet um 10h morgens. Falls es morgen nicht regnet, werde ich die machen. Ich fahre in die Walpole Lodge. Sie haben noch ein Einzelzimmer frei für 45 AUD mit gemeinsamem WC/Dusche. Es passt mir, ich bleibe und richte mich ein. Um 13h fahre ich zum "Treetop Walk" im "Valley of the giants". Nach knapp ½h bin ich da. Der "Treetop Walk" ist Rollstuhlgängig! Es ist ein etwa 600m langer Steg, der bis auf 40m über dem Boden steigt. Da bewegt man sich auf der Höhe der Baumkronen der bis zu 60m hohen riesigen Bäumen. Es gibt dann noch einen kleineren Rundgang am Boden. Die Bäume sind schon interessant, bis zu 12m Umfang. Z.T. sind sie unten hohl, man kann aufrecht darin stehen. Nach 1h fahre ich zurück. Die Sonne scheint ein wenig. Ich mache einen Rundgang um Walpole. Es gibt sogar einen Wanderweg. Es stürmt und ist kühl, aber so bleiben wenigstens die lästigen Fliegen weg. Nach einer Stunde bin ich zurück. Zum Nachtessen gehe ich ins Philippine Magic Café. Das Beef Vindaloo schmeckt nicht wie in Indien, aber sehr gut. Das Bier muss ich im Pub 300m weiter weg kaufen. Um 20.30h bin ich zurück.
(109km, 2h unterwegs & 38km zum Treetop Walk & 4.5km zu Fuss)

Di 27.10.205
Frühstück kochen in der Gemeinschaftsküche. Benutze aber meinen eigenen Kaffeefilter. Um 9.30h fahre ich zum Tourist Office. Da teilen sie mir mit, dass das Boot voll sei. Ich hätte mich gestern in die Liste eintragen können, das hat mit aber niemand gesagt. Eine Reisegruppe hat das Boot gefüllt, eine Schweizerin aus dieser Gruppe kommt zu mir und will wissen wie mein Auto nach Australien kommt. Um 10h fahre ich dann definitiv los. Es hat kaum Verkehr. Die Strecke ist abwechslungsreich. Ein Grossteil verläuft im Wald, aber zwischendurch hat es Bauernhöfe, Weiden mit meist Angus Rindern, Weinberge usw. Nach ¾h erreiche ich den Green Pool, das ist ein Strandabschnitt der durch Granit-Felsen eingerahmt ist. Sieht schön aus und schützt den Badestrand vor Wellen und Haien. Nach ½h fahre ich weiter. In Denmark tanke ich weil der Diesel günstig ist und der Tank halb leer ist. Um 12.45h bin ich in Albany. Ich schaue mir das 1849 Backpackers an. Es kostet 77 AUD inkl. Pancake zum Frühstück. Ich will aber die andern Möglichkeiten auch noch ansehen. Ich fahre zum Middleton Beach. Das Hotel "Albany Discovery Inn" suche ich vergeblich, es existiert nicht mehr. Der Campingplatz ist mir zu kalt und zu windig. Ich fahre zurück zum Backpackers. Ich bekomme endlich Antwort von Darwin wegen der Verlängerung meiner Fahrzeug-Registrierung. Ich kann sie nicht verlängern, obwohl man mir das damals zugesagt hat. Zudem ist die Versicherung offenbar ausserhalt des Staates Northern Territories  gar nicht gültig wie versprochen. Die spinnen die Australier. Ziemlich verärgert mache ich mich auf einen Rundgang durch den Ort. Gleich um die Ecke stehe ich vor der Registrierungsstelle von Albany. Ich gehe hinein und erkläre mein Problem. Ich kann hier meine Fahrzeuge für max. ein Jahr registrieren und die Versicherung ist in ganz Australien gültig. Allerdings muss ich meine beiden Fahrzeuge nochmals testen lassen. Das nach knapp 3 Monaten seit dem letzten Test in Darwin!!! Ich kann einen Termin für Donnerstag 10.30h organisieren. Somit sollte es klappen bis Donnerstagabend und ich kann am Freitag weiter fahren. Zurück zu Hause brauche ich ein Bier. Ich setze mich zu einigen Leuten im Freien. Die sind schon seit Monaten hier und arbeiten auf Farmen in der Umgebung mit einem Holiday & Work Visum für max. 2 Jahre. Apero nehme ich in der Gemeinschaftsküche, da ist es warm und es hat Leute zum Reden. Zum Nachtessen gehe ich in ein kleines chinesisches Restaurant. Die Fried Noodles sind sehr gut, das Bier bringe ich selber mit. Dafür muss ich 1 AUD Corkage (Zapfengeld) bezahlen. Um 21h bin ich zurück.
(140km, 2¾h unterwegs)

Mi 28.10.2015
Zum Frühstück gibt es Pancake mit Zucker und Zitronen/Orange-Saft in der Gemeinschaftsküche. Schmeckt sehr gut. Man bekommt so viel man will. Der Rekord liegt bei 16 Stück, ich höre nach 3 auf. Dazu Kaffee mit dem eigenen Kaffeefilter und warmer Mich. Die ist auch inbegriffen. Hier ist es warm und hat andere Leute zum Reden. Nachher erledige ich diverse Arbeiten. Nach 13h fahre ich los. Zuerst zur Garage die morgen mein Auto überprüft um sicher zu sein, dass sie mein Auto auch prüfen können. Prompt meint er dies sei kein Auto sondern ein Lastwagen, dafür brauche er länger zum Prüfen. Es braucht einige Zeit bis er mir sagt wie lange, 2h und dann noch das Motorrad. Das sollte immer noch reichen, falls es keine Beanstandungen gibt. Das Registrier-Büro schliesst um 16.30h. Nachher fahre ich weiter zum Castle Rock. Um 14h bin ich auf dem Parkplatz. Von da geht es 2.2km und 300 Höhenmeter hoch bis zum Castle Rock Skywalk. Nach ¾h bin ich oben. Die letzten Meter sind anspruchsvoll, man muss über Felsen klettern und zum Schluss eine 7m hohe Leiter überwinden, die ist dann wieder "australisch" mit Sicherheitskäfig. Die Aussicht wäre gut, wenn da nicht der Nebel wäre. Ich bleibe eine Weile und hoffe er löse sich auf. Vergeblich. Nach ½h mache ich mich auf den Rückweg. Kaum losmarschiert, kommt die Sonne raus, aber nicht für lange. Nach ½h bin ich zurück auf dem Parkplatz, ziemlich verschwitzt. Nach 16.30h bin ich zurück im Backpackers. Apero mit Bier in der Gemeinschaftsküche, dann Duschen und frische Kleider anziehen. Lange Ärmel und lange Socken, zum ersten Mal seit meiner Rückreise aus der Schweiz vor 11 Monaten. Zum Nachtessen gehe ich ins Venice, einem italienischen Restaurant. Den Wein bringe ich selbst mit, dazu eine gute riesige Pizza. Im Restaurant stelle ich fest, dass auch mein diese Schuhe ein Problem mit der Sohle habe, sie hat sich gelöst. Ich repariere es mit Klebeband, zu kann ich wenigstens zurück marschieren. Zu Hause telefoniere ich mit Bruno. Ich habe seit Wochen versucht ihn zu erreichen. Sie sind oft abwesend, und wenn sie zu Hause sind schalten sie oft das Telefon aus, um nicht dauernd  von Werbeanrufen gestört zu werden. Wir telefonieren mehr als eine Stunde.
(88km mit dem Auto & 4.4km Castle Rock Walk)

Do 29.10.2015
Frühstück mit Pancake, dann zum Fahrzeug-Test. Ich gebe meine Fahrzeuge und Dokumente in der Garage ab und gehe dann zu Fuss zurück ins Zentrum. Ich finde einen kleinen Laden zum Reparieren meiner Schuhe (12 AUD). Meine beiden Fahrzeuge haben die Kontrolle überstanden. Ich fahre zurück und gehe zu Fuss zur Registrierungs-Stelle. Die verlangen noch eine Bestätigung vom Hotel, dass ich dort wohne??? Aber nachher geht es ziemlich zügig weiter um 14h ist alles erledigt und ich habe die Registrierung bis Ende April 2016 und 400 AUD weniger im Sack. Darauf trinke ich erst mal ein Bier und geniesse die Sonne die jetzt endlich wieder scheint. Um 14.15h mache ich mich auf den Weg zum Mount Clarence, dem höchsten Punkt von Albany. Um 15.30h bin ich beim Padre White Lookout auf 175müM und geniesse die Rundsicht. Um 16h bin ich zurück im Ort. In der Liberty Bar unterhalb meines Zimmers, genehmige ich mir ein Bier. Zu spät merke ich, dass sie Kronenbourg aus Frankreich ausschenken. Es schmeckt trotzdem. Zum Nachtessen gehe ich in ein indisches Restaurant. Beef Xacuti eine Spezialität aus Goa schmeckt sehr gut, dazu Naan. Zurück im Hotel noch mit Maria telefonieren und Musik hören, dann schlafen.
(3km mit dem Auto & 7km zu Fuss)

Fr 30.10.2015
Nach dem Frühstück heisst es wieder einmal zusammenpacken. Nach 10h fahre ich los. Ausgangs Albany steht ein junger Japaner und macht Autostopp. Ich nehme ihn mit. Er will nach Esperance oder Norseman. Noch kurz tanken, dann fahren wir los. Er ist seit 2 Monaten per Autostopp unterwegs und hat vieles erlebt, auch unangenehmes. Die Fahrt ist kurzweilig. Die Gegend ist hügelig mit vielen grossen Getreidefeldern. Die Strasse meist schnurgerade, aber auf und ab. Es hat wieder kaum Verkehr. In Wellstead halten wir kurz an und trinken etwas. Gegen 13h sind wir in Jerramungup. Ich lade meinen Mitfahrer an der Hauptstrasse ab und fahre zum nahen Jerramungup Caravan Park. Der passt mir, ich bleibe und beginne mich einzurichten. Kaum angefangen kommt jemand und fragt mich, ob ich tatsächlich mit diesem Auto hierhergefahren sei. Es ist Ruth meine Nachbarin, sie ist mit ihrem Mann Richard vor 5 Jahren aus der Schweiz ausgewandert. Ihr Mann ist von Geburt Australier, hat aber 30 Jahre in der Schweiz gelebt. Wir reden eine Weile, dann richte ich mich fertig ein. Ich mache einen Rundgang durch den Ort. Es gibt da einen Stadtpark mit Spielplatz und einem kleinen Botanischen Garte. Das würde man hier nie erwarten mit 200 Einwohnern. Zum Nachtessen nehmen mich Ruth & Richard mit in den Sportklub. Da gibt es Happy Hour an der Bar und nachher wird Lawn Bowls gespielt, ein Spiel ähnlich wie Boga oder Boule. Nur ist der Ball nicht rund sondern asymmetrisch, darum muss man sie im Bogen spielen. Es ist ein Plausch-Turnier, etwa ¼ der Dorfbewohner sind anwesend. Nachher gibt es Fish & Chips für 10 AUD. Es macht Spass. Es beginnt heftig zu Regnen. Wir fahren im strömenden Regen zurück. Bis ich mich in meinem Auto installiert habe, bin ich ziemlich nass. Aber es regnet nirgends hinein. Ausser auf der Probefahrt vor 4 Jahren hat es noch nie geregnet wenn ich im Auto übernachtet habe.
(179km, 2¾h unterwegs)

Sa 31.10.2015
Am frühen Morgen hat es blauen Himmel. Beim Frühstück ist es bereits bedeckt und während des letzten Kaffees regnet es kurz, damit alles nass ist zum Einpacken. Um 10.30h fahre ich los. Es regnet nicht mehr, ist aber bewölkt. Die Strecke ist leicht hügelig und oft schnurgerade. Es geht durch viele riesige Getreidefelder. Manchmal auch Buschwald oder Weiden. In Ravensthorpe mache ich nach 1½h eine Kaffeepause. Nach 20 Minuten fahre ich weiter. Es hat auch hier kaum Verkehr. Der nächste Halt ist nach einer weiteren Stunde in Munglinup. Ich genehmige mir ein Glacé. Vor 15h erreiche ich Esperance. Das Haus von Fiona & Brendan finde ich auf Anhieb. Das Zimmer ist sehr schön, nur die Lage des Hauses ist nicht optimal, nahe der Hauptstrasse und des Bahngeleises zum Hafen. Ich richte mich ein, dann geht es an die grosse Wäsche. Auch ich brauche eine Generalüberholung mit Duschen und Rasieren. Fühle mich wie neu. Zum Nachtessen gehe ich ins Pier Hotel, das hat mir Fiona empfohlen. Es sind 1.5km zu Fuss dorthin. Es ist ziemlich voll und die netten Damen der Bedienung sehen z.T. schrecklich aus. Halloween lässt grüssen. Mein Veal Parmigiana schmeckt gut, dazu Salat vom Salat-Buffet. Kalbsfleisch ist hier nicht weiss wie bei uns und schmeckt auch nicht gleich. Vermutlich werden die Kälber hier älter? Um 21h bin ich zurück und telefoniere mit Markus und Stefan, zum Schluss noch mit Maria.
(304km, 4½h unterwegs, 3km zu Fuss)

So 01.11.2015
Habe gut geschlafen, die Bahn und die Strasse hört man nicht, dafür den Kühlschrank. Der ist 5 Minuten an, dann 10 Minuten aus, den ganzen Tag, obwohl auf Stellung 1 von 7. Frühstück kochen ist etwas umständlich, weil ich keine Kochgelegenheit habe, nur eine Kaffeemaschine und einen Wasserkocher. Kaffee ist kein Problem, das Ei koche ich im Wasserkocher. Die Milch kocht mir Brendan im Mikrowellenofen oben in ihrer Wohnung. Eigentlich will ich den Ocean Drive machen, eine 40km Tour der Küste entlang zu einigen der schönen Strände die es hier gibt. Aber es ist kalt und die Sicht ist schlecht. Ich verzichte, zumal auch das Einkaufszentrum im Ort geschlossen ist und somit der geplante Einkauf auf dem Rückweg nicht möglich ist. Ich fahre nur schnell mit Brendan in den Ort um Brot zu kaufen. Er lädt mich zum Lunch in ihrer Wohnung ein. Da sind auch seine 3 Kinder und die Mutter und Schwiegermutter. Nach etwa einer Stunde verabschiede ich mich und mache weiter mit der Planung bis Adelaide. Es beginnt nun auch noch zu regnen. Ich habe meinen Aufenthalt bereits am Morgen um einen Tag verlängert. Ich telefoniere mit Muetti. Heute ist sie viel besser ansprechbar wie letztes Mal. Küde ist auch bei ihr und ich rede noch einige Worte mit ihm. Heute vor einem Jahr ist Papi gestorben. Zum Nachtessen will ich ins "Loose Goose" Restaurant, weil es regnet fahre ich mit dem Auto hin. Das Restaurant aber entgegen allen Ankündigungen geschlossen. So fahre ich um die Ecke nochmals ins Pier Hotel. Meine Pizza ist nicht gut, weil sie eine süssliche Sauce darüber gegossen haben. Das gröbste tupfe ich mit Papierservietten weg, so ist sie einigermassen geniessbar. Am Nebentisch setzt sich ein Schweizer Paar, Manuel & Nadia aus Chur. Wir reden eine Weile, zum Schluss ein Foto an der Bar, weil es draussen regnet und stürmt. Um 21h bin ich zurück und verkrieche mich unter die Bettdecke, es ist kalt.
(3km Nachtessen)

Mo 02.11.2015
Frühstück klappt heute besser wie gestern. Nachher plane ich weiter. Für die letzten beiden Anfragen bei Airbnb habe ich eine Absage bekommen. Es bleibt ein gutes Angebot. Ich frage Maria, ob ich buchen soll bis zum 6.Dezember. Sie ist einverstanden, so starte ich eine weitere Anfrage. Es regnet und die Sicht ist noch schlechter als gestern. Ich erledige Kleinigkeiten, dann fahre ich zum Einkaufen. Zuerst zu Bunnings, ein Do it yourself Laden. Da kaufe ich eine kleine Treppe, damit Maria & Efraim hinten in meinen Lastwagen einsteigen können. Zudem eine Bodenmatte, damit nicht immer aller Schmutz im Auto ist. Ein Abwasch-Bürsteli sehe ich hier zum 1.Mal und kaufe es. Ich suche eine Lampenfassung. Ein Bündner der hier arbeitet zeigt sie mir, sie haben aber nur mit Bajonett-Verschluss. Er verweist mich an ein Laden in der Nähe. Dort haben sie aber auch nur die gleichen Fassungen. Schlussendlich kaufe ich eine Lampe für 25 AUD. Auf dem Rückweg kaufe ich im Bunnings noch eine LED-Birne dazu. Dies alles um Licht ab 220V zu haben falls ich im Camping einen Platz mit Stromanschluss habe. Im Woolworth kaufe ich noch Käse ein. Da sieht es aus wie wenn der Laden geschlossen würde, alles leer. Habe noch nie einen so schlechten Laden gesehen. Es regnet immer noch. Zum Nachtessen gehe ich mit dem Auto zum Curry Palace, einem indischen Restaurant. Mein Rogan Josh, ein Lammgericht mit Curry Sauce, schmeckt sehr gut. Dazu Roti und das mitgebrachte Bier. Um Mitternacht ruft Maria aufgelöst an. Paul droht ihr damit alles was er ihr gegeben hat zu verkaufen. Ich habe schon lange vermutet, dass das Haus in Setia Budi von Paul finanziert wurde. Er hat es aber Maria geschenkt, sagt sie. Ich habe ihr schon vor langer Zeit gesagt, sie solle sich besser von diesem Haus trennen und das Geld in Kutilang anlegen. Ich versuche sie zu beruhigen.
(15km Einkaufen & Nachtessen)

Di 03.11.2015
Beim Eierkochen geht das Ei kaputt, es gibt eine ziemliche Sauerei. Mein Abwasch-Bürsteli muss sich zum ersten Mal bewähren, wie wenn ich es geahnt hätte. Meine Buchung in Adelaide geht in Ordnung. Nachher telefoniere ich lange mit Maria. Wenn Paul seine Drohung wahr macht, muss sie alles Überflüssige abbauen. Z.B. eine andere Schule für Efraim Suchen, die jetzige ist viel zu teuer und passt mir sowieso nicht. Ihre Super-Versicherungen die ihr Paul abgeschlossen hat, muss sie auch reduzieren. So könnte sie 5'000'000 IDR oder mehr pro Monat einsparen. Es regnet nicht mehr, sogar etwas Sonnenschein gibt es. Ich fahre zum Einkaufen für den Rest, den ich gestern nicht bekommen habe. Nachher fahre ich los, der Great Ocean Drive steht auf dem Plan. Der geht dem Strand im Westen entlang und dann via Pink Lake zurück, total etwa 40km. Es gibt wirklich schöne Strände hier, aber sie laden nicht zum Bade, weil es zu kalt ist. Auf halber Strecke verschwindet die Sonne wieder. An den Aussichtspunkten treffe ich immer wieder Europäer, die sich wundern wie ein Schweizer Lastwagen hierher kommt. Ich besuche noch eine Wind-Farm mit etwa 10 Windkraftwerken. Beim Pink Lake beginnt es wieder zu regnen. Ob er wirklich rosa ist, kann ich nicht beurteilen. Für mich ist er eher weiss. Es ist eine Alge die dies bewirkt. Um 14h bin ich zurück. Ich montiere einen Euro-Stecker an die neue Lampe und mache mit dem übrigen Stecker ein Adapter-Kabel AUS-CH. Ich bezahle meine zusätzlichen beiden Nächte. Brendan gibt mir wegen des schlechten Wetters 20 AUD Rabatt pro Nacht! Ich bezahle nur 80 AUD für die Zusatznächte, was günstig ist im Vergleich zu den 77 AUD im Backpackers in Albany. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins "Loose Goose". Heute ist es offen. Es ist ziemlich teuer, aber gut. Für den Hauptgang bezahlt man 45 AUD, egal was man bestellt. Mein Chicken & Scallop (Jakobsmuschel) Tom Yam schmeckt sehr gut und ist wie erwartet nicht scharf. Die Reisportion ist mickrig, wird aber anstandslos nochmals geliefert. Sie habe etwa 8 Biere ab Zapfhahn. Ich kenne keines. Sie bringen mir 2 Müsterchen. Das Weizen-Bier schmeckt mir. Nachher muss ich feststellen, dass ich wieder ein Kronenbourg bestellt habe. Um 21.30h bin ich zurück.
(45km, Einkaufen & Great Ocean Drive)

Mi 04.11.2015
Brendan bringt mir die heisse Milch und verabschiedet sich. Nach dem Frühstück packe ich alles zusammen. Um 9.45h fahre ich los. Fiona ist ausser Hause, ich schicke ihr eine SMS weil ich sie auch per Telefon nicht erreiche. Ich stoppe noch kurz beim Woolworth. Das Brotgestellt sieht immer noch leergekauft aus. Ich kaufe ein Ciabatta Brot, das ist auch ziemlich gut. Um 10h fahre ich dann richtig los. Es hat einigen Verkehr gemessen mit australischem Massstab, vor allem Roadtrains. Es hat immer noch grosse Getreidefelder. Sie haben Silos entlang der Strasse, aber die reichen während der Ernte nicht aus. Sie bauen dann Stellwände auf, leer sieht das aus wie ein riesiger Swimming Pool. Voll ist es dann ein 200m langer, 50m breiter und 20m hoher Getreidehügel. In Norseman mache ich eine Tank- und Esspause. Nach ½h fahre ich weiter. Es sind noch 100km bis zum Ziel. Jetzt hat es mehrheitlich Wald. Um 14.30h bin ich bei der Fraser Range Station. Das ist eine Farm die heute vermutlich hauptsächlich von den Camping-Gästen lebt. Es ist schön gelegen und ruhig. Ich schau mir auch die Zimmer an, die sind aber zu teuer, wenn man schaut was man bekommt (95 AUD). Das Wetter ist gut, ich entscheide mich fürs Campieren (30 AUD) und melde mich gleich fürs Nachtessen an. Ich richte mich ein und komme mit meinen Nachbarn ins Gespräch. Auch sie pflegen die Apero-Time. Um 18.30h gibt es Nachtessen. Es ist eigentlich das Personal-Restaurant. Für 30 AUD habe ich schon besser gegessen. Es gibt Kartoffel/Rüebli-Stock, dazu Rindsgeschnetzeltes an Biersauce und Salat. Zum Dessert Mango-Auflauf mit Vanille-Sauce, sehr süss. In der Camping-Küche treffe ich auf den Italiener, denn ich im Backpackers in Albany kennen gelernt habe. Wir reden fast eine Stunde, er ist mit einer Freundin unterwegs nach Melbourne und muss am 15.November Australien verlassen, weil sein Visum abgelaufen ist.
(313km, 4½h unterwegs)

Do 05.11.2015
Es ist schönes Wetter, aber es windet heftig, darum koche ich das Frühstück im Auto. Um 10h fahre ich los, zurück auf den Eyre Highway. Die zu fahrende Strecke sieht grob so aus: 25km gerade aus, einige Kurven, 85km gerade aus, mit ganz wenigen leichten Kurven, dann 146.6km (90 Meilen) gerade aus ohne eine Kurve, die längste Gerade in Australien, die Nullarbor Straight. Nach einer guten Stunde halte ich beim Balladonia Roadhouse und trinke einen Kaffee. Nach ¼h fahre ich weiter. Bis jetzt hatte es Wald, nun nur noch Steppe oder Buschland. Nach 20km der nächste Stopp. Ich habe 40'000km mit meinem Lastwagen zurückgelegt, seit meiner Abreise am 1.6.2012! Einmal um die Erde, mindestens Distanzmässig. Ich mache einige Erinnerungs-Fotos. Kurze Zeit später erreiche ich den Beginn der Nullarbor Straight. Etwa in der Hälfte der Geraden halte ich nochmals kurz an. Während meiner Pause von 7 Minuten, fährt genau ein Auto vorbei. Es hat wenig Verkehr, meistens Roadtrains oder Caravan-Gespanne. Für die ganze Gerade brauche ich inkl. Pause knapp 2h. Am Ende ist das Caiguna Roadhouse. Da bin ich um 14h. Der Campingplatz ist nicht besonders schön, ich bleibe trotzdem und richte mich ein. Langsam füllt sich der Platz. Apero mit Blick in den Busch. Zum Nachtessen gehe ich ins Roadhouse. Southern Stile Chicken mit Salat und Chips. Die Chips gebe ich zurück sie sind kalt. Der Rest schmeckt nicht schlecht (22 AUD). Um 20h bin ich bereits im Bett, es ist nichts los hier. Gestern hatte ich kalte Füsse, darum ziehe ich heute Bettsocken an!
(271km, 4½h unterwegs)

Fr 06.11.2015
Morgens um 4.30h ist bereits Sonnenaufgang. Um diese Zeit ist der Himmel noch blau. Frühstück wieder im Auto weil es windig ist. Um 8h ist es bereits bewölkt. Um 9.30h fahre ich los. Es geht ein starker Wind, Gegenwind. Nach 1h halte ich an. Es gibt wieder Vibrationen. Der Kabelbinder der die Vibrationen unterbinden soll ist kaputt. Ich ersetze ihn und fahre weiter. 1h später stoppe ich beim Madura Roadhouse, das liegt beim Madura Pass. Da geht es vom "Hochland" (100 müM) etwa 80m hinunter ins Tiefland. Ich trinke einen Kaffee. Tanken will ich nicht, weil hier der Liter Diesel 1.80 AUD kostet. Es sollte reichen bis zum nächsten Stopp. Da soll der Diesel "nur" 1.66 sein. 80km vor der Tankstelle leuchtet bereits die Warnlampe auf. Im Notfall hätte ich ja noch 80 Liter in Kanistern. Dass es aber so knapp wird hätte ich nicht gedacht. Nach knapp zwei Stunden erreiche ich das Mundrabilla Roadhouse und tanke 97 Liter in meinen 90-Liter-Tank! Der Kabelbinder ist schon wieder defekt, vermutlich weil es so kräftigen Gegenwind hat. Der hat meinen Verbrauch auf 15 l/100km hochgetrieben. Ich habe eine Idee wie ich die Vibrationen ohne Kabelbinder unterbinden kann und es funktioniert. Die letzten 66km kann ich nun gelassen angehen. Bei Eucla geht es über den Eucla Pass wieder hoch auf die Hochebene (100 müM). Um 14.45h bin ich beim Eucla Motel oben auf der Klippe. Sie haben einen Budget Room für 45 AUD. Der passt mir, er ist beim Campingplatz und ich muss das WC dort benützen. Dafür ist es im Raum windstill. Mein Auto vor dem Zimmer schaukelt hin und her im starken Wind. Ich richte mich ein, dann gehe ich zum Aussichtspunkt, etwa 100m weg von meinem Zimmer. Man sieht von hier zum Meer mit den hohen Sanddünen. Zum Apero gehe ich nochmals hin, aber nur kurz. Der starke Wind bläst meine volle Weinflasche um. Zum Glück ist sie verschlossen. Zum Nachtessen gehe ich ins Restaurant des Motels. Das Schweinsschnitzel ist nicht wirklich gut, dazu Salat und Chips (Pommes). Um 19h bin ich bereits zurück. Die leisten sich hier einen Scherz, die letzten etwa 200km bis zur Grenze ist eine andere Zeitzone, +45 Minuten gegenüber WA Standart-Zeit. Ich verzichte auf die Umstellung. Es ist keine offizielle Zeitzone und gilt nur für etwa 200 Personen! Das ist meine letzte Nacht in Westaustralien. Ich bin seit 69 Tagen hier unterwegs und habe dabei etwa 7200km zurückgelegt.
(339km, 5¼h unterwegs)

Sa 07.11.2015
Um 7h stehe ich bereits auf und mache mein Frühstück. Ich muss die 2½h die sie mir heute mit dem Wechsel in eine andere Zeitzone stehlen, irgendwie kompensieren. Um 8.45h fahre ich los. Nach 12km bin ich an der Grenze, da findet wider Erwarten keine Quarantäne-Kontrolle statt. Jetzt heisst es die Uhren umstellen. Nach einer knappen halben Stunde bin ich beim Scenic Lookout 3. Da halte ich an und schaue mir die Dünen und Klippen an. Es ist bewölkt, aber nicht kalt. Der Wind hält sich in Grenzen. Weitere ¾h später bin ich beim Scenic Lookout 2. Da hat es nur noch Klippen und der Wind ist jetzt ziemlich stark und sehr warm. Beim Scenic Lookout 1 bin ich nach weiteren 45 Minuten. Da stürmt es mit einem heissen Wind. Die Aussicht auf die Klippen ist dafür sehr schön. Um 14.15h (SA-Zeit) bin ich beim Nullarbor Rooadhouse. Ich esse einen guten Kebap und trinke etwas. Nach ½h geht es weiter, 40km durch die baumlose Wüste. Dann gibt es langsam wieder Bäume. Nach 1¾h bin ich in Nundroo, da tanke ich für 1.33 AUD/l, 33 Cents billiger als letztes Mal! Wieder brauche ich 15l/100km, dank des stürmischen Gegen-Windes. Hier hat es wieder riesige Getreidefelder. Man empfiehlt mir den längeren Weg nach Fowlers Bay zu wählen. Da sind nur die letzten 12km nicht geteert. Aber die Strasse ist so gut, dass man mit 80km/h unterwegs sein kann. Der Campingplatz passt mir (25 AUD), ich buche gleich noch für das Nachtessen (12 AUD). Meiner Nachbarin passt es nicht wie ich mein Auto parkiere, sie hört mit nicht einmal zu, wenn ich ihr erklären will, dass ich auf der andern Seite ein- und aussteige, 6m von ihrem Schlafzimmerfenster entfernt. Später versuche ich es nochmals, aber sie hört nicht zu, meint sie werde woanders hin fahren, was sie dann auch tatsächlich macht. Weg von Fowlers Bay, abends um 18h. Mir ist es recht. Ich erkunde das kleine Dorf. Gleich nach dem letzten Haus türmen sich riesige Sanddünen auf, etwa 20-30m hoch. Um 19h gibt es Nachtessen, 3 verschiedene Salate, Wurst und "Hacktätschli", Bratkartoffeln und Brot. Nachher sitzen wir noch zusammen um das "Camp Fire", das gibt es hier auf vielen Campingplätzen. Um 22h bin ich zurück im Auto und versuche Maria & Efraim zu erreichen, erfolglos, ich höre sie zwar, aber sie mich nicht. Dasselbe mit Stefan. Das Internet ist hier offenbar kaum brauchbar. Ich versuche es 2h später noch einmal, denn Efraim hat heute Geburtstag. Wieder ohne Erfolg.
(399km, 6¼h unterwegs)

So 08.11.2015
Um 8h stehe ich auf, obwohl es für meine innere Uhr erst 5.30h ist. Rechtzeitig zum Frühstück startet der Wind wieder. Ich baue den Gaskocher im Auto auf, esse aber draussen, denn es ist warm. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst wieder die schnelle Staubstrasse, dann zurück auf den Eyre Highway. Überall wird Getreide geerntet, darum hat es viele Roadtrains unterwegs, die das Getreide zum Hafen bringen. Die Gegend ist leicht hügelig und es hat viele, natürlich für australische Verhältnisse, Farmen. Nach knapp 2h bin ich in Ceduna. Hier wird die Quarantäne-Kontrolle durchgeführt. Man fragt mich ob ich Früchte oder Gemüse habe und winkt mich dann durch. Der Ceduna Foreshore Caravan Park passt mir, ich bleibe (25 AUD) und richte mich ein. Ich telefoniere mit Maria, hier klappt es einwandfrei. Um 14h ruft sie mich an, ihr Schwiegervater ist gestorben. Er lag schon seit längerem auf der Intensivstation. Er hat an Alzheimer gelitten. Ich habe ihn einmal in Jakarta getroffen. Der Campingplatz liegt fast am Strand. Aber es hat eine Zaun und eine Strasse, darum doch nicht am Strand. Ich erkunde die Umgebung. Es hat einen 360m langen Steg in Meer hinaus. Von da sehe ich zum 1.Mal einen Stingray in freier Natur. Nachher gehe ich Einkaufen, so wichtige Dinge Kaffee, Bon Mama Himbeer-Konfi, Crackers und Whisky. Es ist nun fast windstill und 33C° heiss. Zum Apero um 18h setzte ich mich an den Strand. Sonnenuntergang wird aber erst um 20.30h sein. Zum Nachtessen gehe ich ins Ceduna Hotel, gleich nebenan. Da "Sunday Roast", Sonntagbraten für 21 AUD mit Buffet. Fleisch, Salate, Gemüse usw. soviel man will und erst noch mit Dessertbuffet. Auch das Bier ist günstiger als sonst wo, 6.50 AUD für einen Pint. Nachher telefoniere ich mit Muetti und Markus. Maria bringt Miando zum Flugplatz.
(141km, 2 h unterwegs)

Mo 09.11.2015
Frühstück wieder einmal draussen kochen. Dafür geht die Milch wieder einmal über. Maria ruft an. Miando's Familie hat beschlossen seinen Vater in Medan zu begraben. Sie brauchen dafür jetzt Geld. Maria's Familie ist natürlich nicht bereit ihr das Geld vorzuschiessen, darum fragt sie mich. Ich hoffe dass es wieder gut geht wie letztes mal als ich Miando Geld geliehen habe und überweise das Geld. Einen Teil per Western Union, damit sie es sofort haben, den Rest per normaler Überweisung. Um 10.45h verlasse ich den Campingplatz und gehe Einkaufen. Bier, Brot und Käse, nachher noch Tanken. Um 11.15h fahre ich definitiv los. Zuerst 44km nach Smokey Bay. Da passt es mir aber nicht, so fahre ich weiter. Von Smokey Bay bis vor Streaky Bay sind es 60km, 6 Autos kommen mir entgegen, 2 überholen mich. Selbst für Australische Verhältnisse wenig Verkehr. Es geht durch grosse Getreidefelder. Um 13h bin ich in Smokey Bay, das passt mir. Ich bekomme einen Platz direkt am Strand (35 AUD). Ich richte mich ein. Es hat hier sehr freundliche Fliegen, eine richtige Plage. Zum Glück beginnt es zu Winden. Aber nicht lange. Es ist mehr als 35C° heiss und windstill. Ich öffne die Seiten-Klappe meines Autos und döse etwas. Nach dem Apero vor meinem Auto, gehe ich zu Fuss in den Ort. Die Jetty Bar passt mir. Man kann draussen sitzen und die Aussicht auf die Meeresbucht geniessen. Mein Steak Sango ist gut und wie üblich viel. Gegen 21h bin ich zurück. Noch etwas telefonieren, Musik hören, dann schlafen.
(121km, 2h unterwegs und 2km zu Fuss)

Di 10.11.2015
Vor dem Frühstück telefoniere ich mit Stefan. In Zürich ist es 22h, hier 7.30h. Es ist windig, ich installiere meinen Gaskocher im Auto. Beim Frühstück hat man viele Möwen als Zuschauer. Man darf das Brot keine Sekunde alleine lassen, sonst schlagen sie sofort zu. Es ist bedeckt und windig. Ich erledige dies und das. Buche für morgen ein Zimmer in Port Lincoln, es soll wieder kalt und nass werden. Zum Mittagessen hole ich mir ein gutes Steak-Sandwich am Kiosk. Am Nachmittag gehe ich etwas dem Strand entlang. Es hat hier Pelikane, die weichen dir kaum aus wenn du dich ihnen näherst. Zum Nachtessen wieder in die Jetty-Bar. Diesmal eine Pizza Surpreme. Sieht nicht besonders gut aus, schmeckt aber gut. Um 21h bin ich zurück und gehe bald schlafen.
(3km zu Fuss)

Mi 11.11.2015
Es ist immer noch windig, ich koche wieder im Auto. Die Milch kocht mir schon wieder über. Ich kümmere mich darum und schon sind die Möwen hinter meinem Brot! Um 10.30h fahre ich los. Es hat wieder kaum Verkehr. Es hat immer noch riesige Getreidefelder. Die Fahrt ist recht abwechslungsreich. In Elliston mache nach 1¾h ich am Hafen eine kurze Pause. Der nächste Halt ist 1h später am Lake Hamilton, das ist ein ziemlich grosser See, ich glaube es ist Salzwasser. Um 14.45h bin ich in Port Lincoln. Ash mein Gastgeber kommt schnell von der Arbeit und zeigt mir das Haus. Es ist ziemlich neu, oben auf dem Hügel mit Aussicht auf den Ort und das Meer. Ich richte mich ein und starte dann gleich die Waschmaschine. Dann geniesse ich ein Vollbad, ich glaube das erste Mal seit meiner Abreise aus der Schweiz vor einem Jahr! Um 17h kommt Ash von der Arbeit. Wir trinken ein Bier zusammen und reden über meine Reise. Das Haus ist erst 3 Monate alt. Seine Freundin ist im Moment in London und reist dann nach Indien, bevor sie zurückkommt. Zum Nachtessen fahre ich ins Pier Hotel, das hat mir Ash empfohlen. Das Risotto mit Poulet und Chorizo schmeckt gut. Nach 20h bin ich zurück und plane noch etwas an meiner Weiterreise.
(295km, 4¼h unterwegs & 4km zum Nachtessen)

Do 12.11.2015
Frühstück in aller Gemütlichkeit. Vieles finde ich nicht oder es gibt es gar nicht, aber ich bin ja ausgerüstet. Es ist ein Strohwitwer-Haushalt. Ash ist nicht der geborene Hausmann. Nach dem Frühstück ist die Küche auf jeden Fall wesentlich sauberer als vorher. Ich fahre in den Ort zum Einkaufen. Endlich wieder richtiges Brot von Coles. Ich suche auch noch neue Trekking-Schuhe, erfolglos. Es ist entgegen der Vorhersage sonnig, aber kalt. An der Promenade esse ich ein Tuna-Sandwich. Maria ist auf dem Heimweg von der Beerdigung ihres Schwiegervaters in Kabanjahe nahe Brastagi. Zurück zu Hause geht das planen weiter. Ich lade die Karte von Neuseeland herunter und plane grob eine Tour nach Lonely Planet. Das gäbe 5000km. Ich muss da wohl noch etwas abspecken. Ash kommt heute später als gestern, er war noch im Fitness-Klub. Wir reden noch eine Weile, bevor ich zum Nachtessen fahre. Im "Del Giorno" esse ich die gleichnamigen Penne. Schmeckt gut, ist aber mastig und wie üblich zu viel. Zurück zu Hause schau ich noch eine Weile das Qualifikations-Spiel der Australier gegen Kirgistan mit Ash. In der Halbzeit gehe ich ins Bett und versuche Maria zu erreichen. Ihr Handy ist ausgeschaltet. Ich sende ihr eine SMS. Um 2 Uhr in der Frühe ruft sie an, sie vergisst immer die neue Zeitverschiebung von jetzt 3½h.

Fr 13.11.2015
Es ist bewölkt und kühl, kein Grund zur eiligen Weiterfahrt. Ich nehme es gemütlich mit Frühstück und Packen. Um 11.30h fahre ich los. Es geht weiter durch Getreidefelder. Es hat etwas mehr Verkehr als die letzten Tage, aber immer noch wenig. Nach 1½h bin ich bereits am Ziel in Arno Bay. Der Arno Bay Tourist Park liegt direkt am Strand. Es windet immer noch heftig und es ist kühl, darum entscheide ich mich für eine Kabine für 99 AUD. Die ist gut eingerichtet fast neu und hat 2 Schlafzimmer, und eine Wohnküche mit Tisch und Sofa. Richtig gemütlich. Kaum habe ich mich eingerichtet scheint die Sonne. Ich erkunde die nähere Umgebung. Es hat ein Pub und einen Jetty. Der Strand ist im Moment mit viel Seegras bedeckt, aber es ist sowieso zu kalt zum Baden. Gegen 16h mache ich mich auf den Weg zum Mangrove Walk. Das ist ein schön angelegter Weg der etwa 300m vom Campingplatz entfernt startet. Er führt den kleinen Fluss entlang, der durch den Mangrovenwald fliesst. Schön angelegt und sehr ruhig. Ich bin alleine unterwegs. Am Schluss ist man auf einer Plattform am Strand. Von da gehe ich den Strand entlang zurück und bin nach einer Stunde wieder zurück. Meine grosszügige Veranda ist windstill und an der Sonne. Ich nehme meinen verlängerten Apero an der Sonne und geniesse die Wärme. Zum Nachtessen gehe ich ins nahe Pub. Heute ist Steak Abend. Für 15 AUD gibt es ein Steak mit Chips und Salat-Buffet. Das merke ich allerdings erst zu spät, beim Schlummerbier. Die Sauce Hollandaise für 4 AUD schmeckt sehr gut. Um 21h bin ich zurück. Telefoniere noch mit Maria, die ist auf dem Heimweg von Tarutung, das sind noch mindestens 4h bis Medan. Sie hat da irgendwelche Papier für Mama organisieren müssen. Es stürmt immer noch, gut bin ich in einer Kabine.
(119km, 1½h unterwegs und 5km zu Fuss)

Sa 14.11.2015
Frühstück, dann packen. Um 10.15h fahre ich los. Die erste Stunde geht es noch weiter durch Getreidefelder, aber dann wechselt das Bild. Es ist eine Buschlandschaft mit niedrigen Büschen. Am Horizont tauchen Berge auf. Vor Whyalla ist eine riesige Eisenerz-Mine, da tragen sie einen ganzen Berg ab. In Whyalla halte ich an zum Einkaufen. Nach ½h geht es wieder weiter. In Port Augusta tanke ich nochmals. Habe die letzten beiden Tage eher Rückenwind gehabt, darum habe ich nur 13 l/100km gebraucht, anstatt mehr als 15 l auf den vorherigen Etappen. Hier geht es nun in die Berge. Die Strasse folgt einer Schmalspur-Bahnlinie die nach Quorn führt (Pichi Richi Historic Railway). Endlich mal wieder richtig Autofahren mit Kurven und schalten. Um 14.45h bin ich in Quorn. Es ist niemand beim Campingplatz, sie seien an einer Hochzeit in Adelaide, meint ein Gast. Ich solle mir einfach einen Platz aussuchen. Es ist ein kleiner schöner Platz (25 AUD). Ich richte mich ein. Gegen 17h erkunde ich den Ort. Es sind nur 5 Minuten zu Fuss. Zuerst der alte Bahnhof. Von da fahren manchmal Touristen-Züge mit Dampf. Da aber vom 1.November bis 15.April keine Feuer entfacht werden dürfen, fährt der Zug zurzeit mit Diesel-Loks. Das interessiert mich nicht. Es ist ein kleiner schöner Ort, mit vielen alten Häusern (Alt = mehr als 50 Jahre). Die haben sie renoviert. Im Austral Hotel/Pub genehmige ich mir ein Bier. Da ist eine Gruppe von gesetzteren Herren. Einer beginnt mit mir zu reden. Später interessiert es auch andere. Sie meinen, ich solle mit ihnen das Nachtessen einnehmen. Wir sitzen zusammen an einem grossen Tisch. Vier von ihnen sind jeder mit seinem eigenen Flugzeug von Adelaide hierher geflogen, der fünfte ist vom lokalen Aeroklub. Um 19h verabschieden sie sich. Ich gehe zurück zum Campingplatz und geniesse den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein. Es ist nicht so kühl wie in den letzten Tagen und fast windstill. Ich telefoniere mit Muetti, Markus und Stefan, weil ich nicht weiss ob morgen die Verbindung gut sein wird. Ich gehe früh schlafen.
(268km, 4½h unterwegs)

So 14.11.2015
Nach dem Frühstück fahre ich um 10.45h los. Wir sind hier auf einer Hochebene, etwa 300 müM. Die Strasse verläuft bis Hawker parallel zur ehemaligen Eisenbahnline. Das Trasse sieht man noch, aber die Schienen sind weg. Nach einer knappen Stunde bin ich da. Nun geht es in die Flinders Ranges. Beim Arkaba Hill Lookout mache ich nach 1¼h eine Pause. Hier sieht es ein bisschen wie im Appenzellerland aus. Hügelig mit einigen markanten Bergen, die bis mehr als 1000 müM reichen. Der nächste Stopp ist am Eingang des Nationalparks. Da werden 14 AUD fällig für eine Übernachtung und das Auto. Nach 14h bin ich in Wilpena Pound. Das Resort ist mir zu teuer (270 AUD!), so nehme ich einen Campingplatz mit Strom für 25 AUD. Ich richte mich ein. Wir sind hier auf etwas mehr als 500 müM. Es ist warm und windstill. Nach 14h marschiere ich los. Mein Ziel der Mount Ohlssen Bagge 923 müM. Zuerst geht es flach auf einem breiten Weg. Dann wird der Weg schmaler und nach wenigen 100m ist es nur noch ein Pfad der über Stock und Stein führt. Dann beginnt die Steigung ziemlich extrem. Auf 2km geht es 400m bergauf, 20% Steigung im Schnitt. Aber an einigen Stellen muss man fast klettern. Dafür ist die Aussicht bereits unterwegs sehr schön. Diesmal habe ich genügend Wasser mitgenommen. Auf halben Weg löst sich die frisch verleimte Sohle vorne am rechten Schuh. Mit einer Schnur befestige ich sie provisorisch. Nach 1½h bin ich am Ziel. Die Rundsicht ist grossartig. Nach ½h mache ich mich auf den Rückweg. Nun löst sich auch noch die Sohle hinten am linken Schuh, aber sie hält bis ich unten bin. Nach 1¼h bin ich zurück und genehmige mir als erstes ein Bier. Nachher geht es unter die Dusche. Apero an der warmen Sonne. Zum Nachtessen gehe ich ins Resort-Restaurant. Das Chicken Parmigiana schmeckt gut. Diesmal ist es gut, dass die Portion gross ist, ich habe nämlich richtig Hunger. Um 21h bin ich bereits im Bett und schlafe bald ein.
(123km, 2h unterwegs und 6.8km mit 400 Höhenmetern zu Fuss, 3¼h unterwegs)

Mo 15.11.2015
Gemütlich Frühstücken, dann packen. Um 10h fahre ich zum Visitor-Center. Gebe den Schlüssel ab und merke, dass ich die Route nicht kopiert habe. Darum Rechner starten und die Route für heute kopieren. Nach 10.15h fahre ich definitiv los. Zuerst geht es zurück nach Hawker. Kurz nachher zweige ich auf den Williams Way ab. Der geht zuerst hoch über einen Pass wieder auf 500müM. Dann ist es ziemlich flach für den Rest der Strecke. Es hat wieder Getreidefelder. In Carrieton schaue ich mir den Campingplatz an. Der ist nicht schlecht, aber das Dorf besteht nur aus etwa 10 Häusern und das Pub hat heute zu, kein Nachtessen. Ich fahre 37km weiter nach Orroroo. Um 12.45h bin ich da. Der Ort ist besser, dafür der Campingplatz nicht ideal, direkt an der Hauptstrasse. Die hat aber kaum Verkehr, darum bleibe ich. Ich richte mich ein und erledige alle Arbeiten, die ich in den letzten Tagen vernachlässigt habe. Um 16h erkunde ich den Ort. Es gibt hier sehr breite Strassen und einige schöne alte Häuser. Zum Schluss gehe ich zum Giant Red Gum Tree, das ist ein etwa 500 Jahre alter Baum mit 10,6m Stamm-Umfang, eine Eukalyptus-Art. Zurück auf dem Campingplatz Apero. Zum Nachtessen gehe ich ins Orroroo Hotel. Da gibt es asiatisches Essen, weil die Frau des Chefs Philippinin ist. Mongolian Beef mit Reis schmeckt gut, ist aber wie meist in Australien leicht süsslich. Ich unterhalte mich eine Weile mit dem Chef. Um 21h bin ich zurück.
(163km, 2½h mit dem Auto unterwegs und 4km zu Fuss)

Di 17.11.2015
Nach dem Frühstück fahre ich nach 10h los. Es bleibt flach und windig. Die Getreide-Ernte ist im vollen Gange, darum hat es viele Road-Trains unterwegs, die das Getreide abtransportieren. Sonst hat es kaum Verkehr. Die Strasse ist für australische Verhältnisse relativ schlecht, schmal und kurvenreich, aber auch abwechslungsreich. Nach einer knappen Stunde bin ich in Jamestown. Da tanke ich für 1.22 AUD/Liter, so billig wie noch nie. Gegen 12h bin ich in Clare, einem Weinbau-Ort. Es gibt hier in der Gegend viele Weinkeller und Rebberge. Wobei Berge übertrieben ist, eher flach oder leichte Hügel. Der Campingplatz ist 4km ausserhalb und direkt an der Hauptstrasse. Ich fahre weiter bis Auburn, einem kleinen Ort 25km südlich von Clare. Da gibt es einen kleinen Campingplatz beim Sportplatz. Der gefällt mir. Ich buche gleich für 2 Nächte. Ich richte mich ein und lade mein Motorrad ab. Es ist heiss hier. Am späten Nachmittag erkunde ich den Ort. Es hat auch hier einige alte Häuser. Im IGA kaufe ich ein PVC-Rohr um meine Vibrationsdämpfung zu verbessern. Zum Nachtessen fahre ich mit dem Motorrad ins Rising Sun Hotel. Steak mit Salat und Chips, dazu lokales Bier. Ich kann im Freien essen, es ist angenehm warm. Maria hat sich bei AXA erkundigt. Eine Reiseversicherung für einen Monat kostet etwa halb so viel wie letztes Mal für ein Jahr. Sie erkundigt sich nochmals.
(155km, 2½h unterwegs)

Mi 18.11.2015
Nach dem späten Frühstück starte ich meine Erkundungs-Tour per Motorrad. Es stürmt, natürlich Gegenwind. Kaum 10km und ¼h unterwegs fange ich einen Plattfuss am Vorderrad ein. Habe gedacht, das gibt es nur in Indonesien. Habe aber Glück im Unglück, es passiert 100m vor einer Garage. Die montieren mir einen neuen Schlauch für 50 AUD = 35 CHF! In Indonesien hätte mich das max. 3 CHF gekostet. Nach ¼h kann ich weiter fahren. Bei Skillogalee Wines gibt es nur ein Restaurant und Degustation. Der Weinkeller ist nicht für die Öffentlichkeit offen. Ich probiere einen Riesling, dann fahre ich weiter. Die Sevenhill Winery ist da viel besser, da gibt es einen kleinen Weinkeller zum Besichtigen. Der wurde ca. 1850 von Jesuiten gegründet. Darum hat es auch eine Kirche hier. Zwei Mönche leben immer noch hier. Sie geben mir einen speziellen Shiraz zum Probieren (2009). Schmeckt wirklich gut. Zurück fahre ich via Mintaro, einem kleinen "historischen" Ort. Es ist eine schöne Strecke durch Reben und Getreidefelder. Zurück in Auburn halte ich bei der Clare Valley Brewing Company. Da ist das Degustieren nicht gratis, aber das Weizenbier für 8.50 AUD für einen Pint ist dafür sehr gut. Ich tanke noch, um 14.30h bin ich zurück. Apero zusammen mit fast dem ganzen Campingplatz. Liz & Keith sind hier wegen des "Clare Valley Carnival of Music". Wir reden über unsere Reisen und trinken Bier. Zum Nachtessen gehe ich wieder ins Rising Sun. "Slow cooked Beef an Rendang Sauce" mit Reis ist sehr gut, hat allerdings gar nichts mit Rendang zu tun. Zurück im Auto, öffne ich die Seitenklappe, weil es immer noch sehr warm ist. Zum Schlafen habe ich sie noch nie geöffnet. (54km mit dem Motorrad)

Do 19.11.2015
Nach dem Frühstück verlängere ich meinen Aufenthalt bis am Sonntag, so kann ich das Musik Festival besuchen. Mir gefällt es hier und jetzt habe ich auch Kontakt mit den anderen Bewohnern. Mit dem Motorrad fahre ich zum Einkaufen in den Supermarkt der gar nicht super ist. Ich kaufe Silikon zum Abdichten und eine Pistole dazu. Nachher suche ich Eier und Nature Joghurt. Nach langem Suchen finde ich ein Heidelbeer-Joghurt. Am nächsten Morgen merke ich, dass es bereits seit 3 Tagen abgelaufen ist. Die Eier müssen sie zuerst suchen, sie sind noch nicht ausgepackt. Die Käse-Auswahl ist auch sehr beschränkt. Zurück zuhause dichte ich die Stelle ab die ich schon seit langem kenne. Bis jetzt war es kein Problem, weil ich bei Regen kaum im Auto geschlafen habe. Hier kann ich die Arbeit im Schatten erledigen. Ich montiere auch das PVC-Rohr zur Vibration-Dämpfung. Es ist wieder 35C° heiss wie gestern. Ich öffne auch die zweite Seitenklappe und lege mich hin und döse eine Weile. Zum Apero trifft man sich wieder. Einer der Bewohner hat Aboriginal Vorfahren und hat sich darum intensiver mit dieser Kultur auseinandergesetzt. Es ist sehr interessant was er erzählt. Unter anderem, dass es bei ihm zu Hause während seiner Kindheit tabu war darüber zu sprechen. Selbst als Erwachsener konnte er erst dazu stehen nachdem sein Eltern gestorben sind! Liz & Keith laden mich zum Nachtessen mit Sandwich ein. Nach dem Essen gesellt sich noch ein anderes Paar zu uns. Ein interessanter Abend. Zum Schluss sitzen nur noch Keith und ich zusammen. Er hat für einen Energie-Konzern gearbeitet und erzählt mir über die spezifisch australischen Probleme. Ich bin erst um Mitternacht im Bett. Maria will unbedingt noch über Skype telefoniere. Ich mach ihr den Gefallen.

Fr 20.11.2015
Ich werde wach, weil ein grosser Bus mit Anhänger auf dem Platz vorfährt. Der Anhänger ist so gross wie ein Wohnwagen und ist die Garage für einen Suzuki-Geländewagen. Es ist heute wesentlich kühler als gestern. Nach dem Frühstück kümmere ich mich um Maria's Reiseversicherung. In Medan sagten sie ihr die gewünschte Versicherung koste 405 USD, letztes Mal haben wir 185 USD bezahlt. Und siehe da, online kostet sie immer noch 185 USD für die ganze Familie für ein Jahr. Bis ich allerdings das Formular fertig ausgefüllt und abgeschickt habe, dauert es fast 2h. Ich muss etwa 4 Mal neu anfangen. Beim Bezahlen geht es weiter mit den Schwierigkeiten. Ich komme bis zur Secure-Visa-Seite, da wird es akzeptiert, aber die Versicherung meldet nachher abgelehnt, versuchen sie es noch einmal. Nach etlichen Versuchen gebe ich auf und wähle die Option am ATM bezahlen. Nun stellt sich heraus, dass Maria alles Geld bereits abgehoben hat, aber sie schafft es schlussendlich doch innerhalb der Frist von 6 Stunden zu bezahlen. Um 15.30h ist alles erledigt und die Versicherungs-Police ist ausgestellt. Nach dem Duschen/Rasieren ist es bereits Zeit für den Apero, heute in kleiner Runde, weil einige bereits abgereist sind. Um 18h fahre ich mit dem Motorrad zum Musik-Carnival. Es ist kühl und windig. Beim Bezahlen des Festival-Passes (65 AUD) gibt es einige Schwierigkeiten. Ich esse "Irish Stew" und trinke ein Glas Wein. Nach 19h beginnt das 1. Konzert. Die Fiona Ross Band spielt schottische Balladen, nicht schlecht. Nachher folgt Co-Cheòl. Die spielen resp. vor allem singen keltische Musik. Wobei keltisch weit gefasst ist. Zwei Schwestern haben Schweizer-Wurzeln im Appenzell. Sie waren einmal da und das Jodeln hat es ihnen angetan. Darum singen sie "Min Vater isch en Appenzäller" mit viel Jodeln in einer Australischen Version, aber mit Schweizerdeutschem Text. Nach dem Ende gibt es eine Session mit der Liam Og Band an der sich alle beteiligen können und es auch tun. Nach 2 Gläsern Wein fahre ich um 23h zurück. Ein schöner aber kalter Abend.

Sa 21.11.2015
Es ist immer noch kühl und windig, darum Frühstück im Auto. Ich stelle fest, dass auch mein letztes Paar Schuhe kaputt ist. Es bleiben nur noch die Wanderschuhe und Trekking-Sandalen. Ich will die Wanderschuhe anziehen, dabei merke ich, dass auch die kaputt sind. Das weiche Material zwischen Gummisohle und Innenschuh ist zerbröselt. Ich kann sie gleich wegwerfen. Jetzt habe ich nur noch Sandalen! Um 14h fahre ich mit dem Motorrad zum Festival. Zum Teil spielen wieder die gleichen Gruppen. "Yellow Blue Bus" spielen Ukrainische Musik und am späteren Abend spielt die Gruppe "Afro Oz Musica" heissen Afrika-Sound, allerdings ist es ziemlich kalt, etwa 12C° um 22h. Zwischendurch esse und trinke ich etwas. Zum Glück finden einige Auftritte im alten Courthouse statt, so kann man sich zwischendurch etwas aufwärmen. Die Musiker bleiben fast alle vor Ort. Darum trifft man immer wieder auf sie. Das Festival ist sehr klein, es sind vielleicht 100 Gäste hier und etwa 30 Musiker. Um 23h bin ich zurück, es ist jetzt empfindlich kalt bei klarem Himmel. Trotz Schlafsack ist es kühl, laut Prognose 7C°!

So 22.11.2015
Die Sonne scheint, aber es ist immer noch kühl. Frühstück an der prallen Sonne. Nachher packen und das Motorrad verstauen. Gegen 12h fahre ich los. Es hat jetzt mehr Verkehr je näher man Adelaide kommt. Es hat immer noch viele Getreidefelder und es ist hügelig. Vor Adelaide gibt es sogar eine richtige Autobahn. In einem Vorort stoppe ich bei einem Einkaufszentrum. Ich kaufe nochmals gutes Brot bei Coles und finde einen "Mister Minit" der mir das einzige reparierbare Paar Schuhe flickt das ich noch habe. Ich trinke einen Kaffee und bekomme sie nach ½h zurück. Ich hoffe, dass es diesmal länger hält als letztes Mal. Mein Zuhause für die nächste Woche liegt etwas erhöht oberhalb der Stadt. Belair heisst das Quartier. Ich werde herzlich von Les empfangen. Er zeigt mir das Haus. Es ist sehr schön gelegen und eingerichtet. Ich habe den ganzen 1.Stock für mich. Mit Schlaf- und Wohnzimmer und Terrasse mit Aussicht auf die Stadt und das Meer. Ich richte mich ein und setzte mich nachher mit Les  zusammen. Er will mehr wissen über meine Reise. Wenn Ruth nach Hause kommt sitzen wir am Tisch mit einem Atlas. Apero auf der Terrasse an der Sonne. Ich telefoniere noch mit Muetti, dann lade ich mein Motorrad ab und fahre zum Nachtessen ins Belair Hotel. Die Paella mit Fisch und Chorizo schmeckt gut. Nach 21h bin ich zurück und telefoniere noch mit Maria, dann geniesse ich das warme Bett.
(128km, 3h unterwegs und 4km mit dem Motorrad)

Mo 23.11.2015
Um 8.30h wird das Frühstück serviert. Ich bringe mein Brot und den Käse mit, das irritiert Ruth zuerst ein wenig. Sie macht mir dann sogar noch ein weichgekochtes Ei. Das Ei mit Brotstreifen tunken und essen, nenne sie hier "Egg and Soldier". Es gibt frischen Kaffee mit warmer Milch, Joghurt, Butter, Konfi, Früchte und Müesli. Es ist noch ein Ehepaar aus Perth hier, wir frühstücken zusammen. Les & Ruth müssen weg, ich räume noch die Küche auf. Nachher heisst es wieder einmal Flüge suchen. Maria möchte, dass ich mit ihr nach Medan fliege für einige Tage. Es würde mich mehr als 1000 CHF kosten, aber hier ist das Leben auch nicht gerade billig. Ich überlege es mir noch. Ich telefoniere mit Wendy. Ich habe sie und Peter auf meinem Trip von Bangkok nach Hanoi im Jahre 1999 kennen gelernt. Später habe ich sie auf meiner letzten Reise durch Australien 2001 besucht. Nachher starte ich mit dem neuen Reisebericht. Ich suche als erstes die Bilder aus. Dazwischen gehe ich in den schönen Garten und plaudere mit Ruth & Les. Apero auf meiner Terrasse mit Blick auf Adelaide. Um 19h verschwindet die Sonne hinter einem Baum, Zeit fürs Nachtessen. Ich fahre mit dem Motorrad zum "Caffé Primo". Da gibt es u.A. italienische Speisen. Meine Pizza Primo ist sehr gut, die beste in Australien bis jetzt. Peter ruft an, wir werden uns morgen treffen. Zum Dessert gibt es gratis einen Pancake. Nach 21h bin ich zurück. Ich schaue mir nochmals die Flüge an. Der Preis für den Flug zusammen mit Maria nach Medan hat sich inzwischen mehr als verdoppelt, von 500 auf 1150 USD. Ich werde wohl nicht nach Medan fliegen, zumal wir uns ja vorher einen Monat gesehen haben werden. Maria ist nicht begeistert.
(5km mit dem Motorrad)

Di 24.11.2015
Vor dem Frühstück telefoniere ich mit Stefan. Nach dem Frühstück studiere ich nochmals Flugpläne und aktualisiere meine Buchhaltung. Nachher weiter mit dem Reisebericht. Dazwischen erkunde ich das Quartier. Um 17h fahre ich mit dem Motorrad zu Peter & Wendy. Man glaubt es kaum, aber wenn ich da bin, habe ich schon wieder einen platten Reifen! Diesmal hinten. Ich fahre mit dem bisschen Luft zu einer nahen Tankstelle und pumpe den Reifen. Zurück bei Peter & Wendy ist der Reifen schon fast wieder platt. Wir sitzen zusammen bei Bier & Wein und reden. Um 19h fahren wir mit dem Auto zur Chinatown. Mein Motorrad stelle ich in ihre Garage. Das Ky Chow Restaurant hat sehr gutes chinesisches Essen. Wir haben Sizzling Beef, Chicken und Squids, dazu Reis. Den Wein bringen wir selber, müssen aber 10 AUD Zapfengeld bezahlen. Alles zusammen kostet 43 AUD, was für Australien sehr günstig ist. Zuerst sitzen wir drinnen, aber da ist es uns zu laut und draussen ist es angenehm warm. Sie bringen mich nach Hause und ich zeige ihnen meine Räume. Ich telefoniere noch mit Maria, dann gehe ich schlafen. Kurz vor 4h in der Früh weckt mich Maria, sie hat sich wieder einmal mit Paul gestritten.
(10km mit dem Motorrad)

Mi 25.11.2015
Zum Frühstück bin ich heute alleine. Ruth leistet mir Gesellschaft und wir reden über dies und das. Heute ist mein Waschtag. Es geht ein stürmischer warmer Wind. Les bittet mich wegen der hohen Waldbrandgefahr meine Fenster zu schliessen. Nach knapp 2h ist alles trocken, auch die Jeans. Ich arbeite etwas weiter am Reisebericht. Um 13.30h holt mich Peter ab, er war in der Nähe beim Golf spielen. Wir suchen einen Betrieb der meinen platten Motorradreifen repariert. Das ist hier gar nicht so einfach. Wir fahren etliche Kilometer und fragen an 3 verschiedenen Stellen nach. Der letzte gibt uns den richtigen Tipp. Nach 2h fahren wir zurück zu Peter & Wendys Haus. Von da rufe ich die Garage an. Sie können das reparieren, aber nicht Heute. Peter bringt mich später zurück nach Hause. Während des Aperos telefoniere ich mit Gerhard, er hat heute Geburtstag. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss ins Restaurant "Mumbai". Das Chicken Tikka Masala ist sehr gut. Das einzig was stört ist, dass ich der einzige Gast im Restaurant bin. Viele holen das Essen und bringen es nach Hause. Gegen 21h bin ich zurück.

Do 26.11.2015
Während des Frühstücks bittet mich Les ihm bei seinem Computer-Problem zu helfen. Ich sehe mir das ganze Mal an und deinstalliere 2 Programme die ich verdächtige. Es scheint nachher behoben zu sein. Nach 10.30h mache ich mich auf den Weg zu Peter. Dort verlade ich mein Motorrad. Nachher gehen wir zu Fuss in ein Café. Er gibt mir einige Unterlagen und erzählt mir was wir in der Umgebung von Adelaide unternehmen können. Um 12.30h mache ich mich auf den Weg zur Werkstatt. Nach 20 Minuten bin ich da. Don so heisst der Inhaber, meint das sei kein Problem. Ich lade das Motorrad ab und er macht sich an die Arbeit. Im Gegensatz zu den Indonesiern demontiert er das Hinterrad. So sehe ich das erste Mal wie das geht. Gar nicht so einfach. Er prüft den Reifen, nachher montiert er einen neuen Schlauch und setzt alles wieder zusammen. Er verrechnet mir 60 AUD, ich bin auf mehr gefasst gewesen. Nach 1h fahre ich zurück nach Belair. Was in Medan eine Sache von max. ½h und 2 AUD gewesen wäre, kostet mich hier 2h heute und etwa 2h gestern nur an Zeit. Um 14.15h bin ich zurück. Es ist niemand zuhause, gute Zeit für ein Vollbad. Frisch rasiert wie neu, mache ich wieder an meinen Reisebericht. Apero auf der Terrasse, nachher zum Nachtessen ins chinesische Restaurant Zen. Diesmal ist es hier leer, dafür hat es im Mumbai Leute. Meine Fried Noodles sind gut. Zurück zu Hause noch telefonieren und Musik hören, dann schlafen.
(31km für Motorradreifen-Reparatur)

Fr 27.11.2015
Nach dem Frühstück klemme ich mich nochmals hinter den Reisebericht. Um 14h bin ich fertig und verschicke die Emails.