Tagebuch
Fr. 11.09.2015
Nach dem Frühstück noch die Emails für aussergewöhnliche Kontakte verschicken. Dann Büro und Planung meiner Weiterreise und ein Bad im Pool. Zum Sonnenuntergang wieder an den Strand. Zum Nachtessen zum "Cable Beach General Store". Schnitzel-Sandwich schmeckt gut, zum ersten Mal muss ich nachbestellen. Eine standard Portion Chips, weil die diesmal ausnahmsweise nicht inbegriffen sind. Ich bekomme eine riesige Portion für 3.50 AUD. Das Bier habe ich diesmal gleich selbst mitgebracht. Maria konnte noch nicht reservieren im Andika House in Kuta/Bali. Versuche erfolglos einige Leute in der Schweiz telefonisch zu erreichen. Nur Bea erreiche ich. Irène scheint es gut zu gehen. Die habe ich seit Tagen versucht zu erreichen.
Sa 12.09.2015
Nach dem Frühstück verlade ich mein Motorrad und fahre dann mit dem Auto zum Einkaufen. Diesmal verpasse ich das Town Centre nicht. Kaufe ein für die nächsten 6 Tage, weil unterwegs bis Port Hedland nichts ausser Gegend ist. Im BWS kaufe ich 3 Flaschen Wein und einen Liter Grants Whisky ein. Der Wein kostet 24 AUD, alles zusammen 32 AUD. Keine Ahnung was der getippt hat, auf jeden Fall der billigste Grants Whisky meines Lebens. Grobplanung der Weiterreise ab Port Hedland. Telstra meldet sich. Sie haben alles Mögliche überprüft wegen meinem SMS-Problem und nichts gefunden. Ich gebe auf! Um 14h an den Strand. Gehe dem Strand entlang nach Norden. Nach den Rocks darf man mit dem Auto an den Strand, dafür braucht man hier keine Badekleider mehr! Es ist Ebbe und der Strand ist sehr breit. Ich bleibe etwa 1h dann gehe ich zurück zu "meinem" Strand. Ich setze mich auf einen Felsen und warte auf den Sonnenuntergang. Der Lex der "Holländer" & Tiny sind auch hier, sie haben 6 Tage in Derby gewartet um den "Horizontal Waterfall" zu sehen. Den gibt es nur zu sehen bei bestimmten Ebbe/Flut Verhältnissen. Wir werden uns am "Eighty Miles Beach" wieder treffen. Zu Hause nochmals Duschen und Rasieren mit allem Komfort. Zum Nachtessen ins "Out in the Blue". Scotch Filet mit Pilz-Wein-Sauce und die ist süss!
(12km mit dem Auto und 5km zu Fuss)
So 13.09.2015
Nach dem Frühstück fertig packen und verladen. Bevor ich losfahre, rufe ich noch Maria an weil ich in Port Smith vermutlich keine Telefonverbindung haben werde. Um 10.15h fahre ich los. Zuerst Richtung Derby, nach 30km biege ich rechts auf den Great Northern Highway ab. Es geht ein heftiger Wind, so dass ich nur ein Seitenfenster ganz offen habe. Es ist verblüffend grün hier und vor allem sehr flach. Es gibt keinen Ort zwischen Broome und Port Hedland, das sind mehr als 600km! Verkehr hat es praktisch keinen. Nach 1 ¾ h und 144km verlasse ich den Highway und biege auf eine Staubstrasse ab. Es ist ein bisschen wie auf Schnee fahren, weil z.T. der Sand etwa 10cm tief ist. Die 22km bis Port Smith schaffe ich in 25 Minuten, mit mehr als 50km/h im Schnitt. Es gibt da nichts ausser dem Camping Platz und ein paar Häusern. Der Platz gefällt mir. Sie haben hier die zweitbeste Lösung für Dusche/WC. Es sind wie Badezimmer mit WC, Dusche und Lavabo und genügend Platz zum Umziehen. Ich richte mich ein, dann gehe ich zu Fuss zur etwa 700m entfernten Lagune. Ein sehr schönes Gebiet mit Mangroven Wäldern. Es ist Ebbe, darum ist das meiste Gebiet ohne Wasser. Zum Marschieren ist es manchmal wie im Schnee, man sinkt etwa 10cm im feuchten Sand ein. Kleine Schnecken haben Muster in den Sand gezeichnet und das abfliessende Wasser auch. Ich gehe bis zum Meer und dann wieder zurück. Die Australier mach das mit ihrem Auto! Nach 1¼h bin ich wieder zurück. Den ganzen Rückweg habe ich ohne Schuhe gemacht, weil es im Sand der Strasse so bequemer ist. Heute benutze ich zum ersten Mal auf meiner Reise "Anti Brumm" weil es hier gemäss Beschreibung stechende Viecher en mass hat. Heute muss ich selber kochen. Ich erwärme Chili Beef aus der Dose. Schmeckt gut, bei uns heisst das Chili con Carne, dazu Brot und Wein. Um 20h bin ich bereits im Bett und höre noch etwas Musik.
(167km, 2¼h mit dem Auto unterwegs und etwa 5km zu Fuss)
Mo 14.09.2015
Bereits um 7h stehe ich auf und mache das Frühstück. Zusammenpacken und um 9h fahre ich bereits los. Es geht weiter wie gestern, vor allem flach. Zuerst wieder 22km Staubstrasse, dann der Highway. Nach 90km mache ich eine Pause bei der Stanley Rest Area. Nach kurzem Halt geht es weiter. Nach 110km der nächste Halt beim Sandfire Roadhouse. Da trinke ich etwas. Nach ¼h fahre ich weiter. Nochmals 45km, dann geht ist wieder auf eine Staubstrasse zum Eighty Mile Beach. Die ist "nur" 9km lang. Der Campingplatz ist ziemlich gross. Für heute Abend bestelle ich ein Nachtessen, morgen muss ich dann wieder selber kochen. Ich richte mich ein und gehe nachher an den Strand. Der ist richtig langweilig, kilometerweise (80 Meilen = 128 km) nur weissen Sand, vorne das blaue Meer, hinten Sanddünen. Es hat Unmengen von Muscheln und viele Vögel die vermutlich die Schnecken essen. Nach 1h bin ich zurück und erkunde den Campingplatz. Zum Sonnenuntergang wie üblich an den Strand. Das Nachtessen ist einfach aber gut, Meat Pie (Fleischpastete) mit Kartoffelstock-Ballen und Erbsli. Noch einige Telefonate. Nach 21h bin ich im Bett.
(254km, 3¾h mit dem Auto unterwegs und etwa 3km zu Fuss)
Di 15.09.2015
Es stürmt ziemlich heftig, so dass mein Auto schwankt. Frühstück zu kochen ist nicht einfach, zwei Mal geht die Gasflamme aus. Am Mittag ist die Flut am höchsten. Ich gehe den Strand entlang. Es hat viele Leute am Fischen. Sie fangen wenn überhaupt nur kleine Haie (50cm) und werfen sie wieder ins Wasser. Nach gut einer Stunde bin ich wieder zurück. Es ist heiss, ich öffne zum ersten Mal die seitliche Klappe am Auto. Wieder taucht jemand auf den ich kenne. Das Paar mit dem Suzuki im Schlepp, John & Lorraine. Die waren schon in Kununurra. Später tauchen auch Lex & Tiny auf. Ich telefoniere Maria per Skype und mache mit ihr einen Video-Spaziergang von meinem Platz zum Strand. So kann sie sich vorstellen wo ich jetzt bin. Funktioniert wunderbar. Zum Apero wieder an den Strand. Es ist Ebbe, ich gehe etwa die halbe Strecke bis ich im feinen Sand versinke und nur noch mühsam vorwärts komme. Das sind aber bereits 375m, d.h. der Unterschied zwischen Ebbe und Flut ist etwa 750m! Das Nachtessen muss ich selber kochen. Es gibt wieder Minestrone. Die von Heinz ist aber nicht so gut wie die letzte, ich muss nachwürzen damit sie einigermassen schmeckt. Dazu wieder eine Chorizo Wurst und Brot. Nach dem Essen setze ich mich noch zu Lex & Tiny. Später gesellt sich auch noch John dazu. Um 22h bin ich im Bett.
(6km zu Fuss)
Mi 16.09.2015
Es stürmt wieder zum Frühstück. Nachher verlängere ich meinen Aufenthalt um einen Tag. Sie verkaufen im Laden Brot, so habe ich kein Problem mit dem Frühstück für morgen. Heute ist Hamburger-Abend, also auch kein Problem mit dem Nachtessen. Lex & John gehen mit dem Suzuki zum Fischen an den Strand. Nach 12h besuche ich sie dort, sie haben aber nichts gefangen, wie die meisten Fischer am Strand. Nur 3 habe ich gesehen die etwas gefangen haben, etwa 50cm lange Haie, so viel ich das beurteilen kann. Nach 1¼h bin ich zurück. Geniesse ein kühles Bier. Hier kann ich meine 3 PET-Flaschen mit Wasser in das Gefrierfach der Camping-Küche legen und habe dann wieder frisches Eis für meine Eis-Box. Das hält dann etwa 2-3 Tage. Ich programmiere meine Logo-Elektronik um, damit sie erst bei 9V ausschaltet, nicht wie bisher bei 10.5V. Zum Sonnenuntergang wieder an den Strand. Zum Nachtessen gibt es einen Burger mit Chips für 10 AUD, denn heute ist Burger-Abend. Die andern sind bereits im Bett, darum keinen Schlummertrunk mit ihnen. Gegen 20h telefoniere ich per Skype mit Maria. Nach 2 Minuten haben sie Stromausfall. Ich gehe schlafen.
(6km zu Fuss)
Do 17.09.2015
Es stürmt wie jeden Morgen. Nach dem Frühstück packe ich zusammen. Um 10.45h fahre ich los. Nach 6 Minuten Fahrt geht der Motor aus. Ich fahre bis zum Highway um dort dann die Sicherheits-Elektronik zu deaktivieren. Werde später nachprüfen was los ist. Ich fahre nach 15 Minuten weiter. Nach 14km der nächste Halt. Ich habe 35'000km seit meiner Abfahrt in Zürich zurückgelegt. Das muss natürlich dokumentiert werden. Die Weiterfahrt ist wieder monoton wie fast immer. Sehr flach und kaum Abwechslung. Nach etwa 100km halte ich im Rardoo Roadhouse an und trinke etwas. Dann geht es weiter. Ich habe mir ausgerechnet, dass der Diesel bis Port Hedland reichen sollte. Der Tankzeiger neigt sich bedrohlich dem Ende zu. Es gibt keine Tankstelle bis dorthin. Ich finde mich schon damit ab, dass ich mein Reserve-Diesel brauchen werde. Der ist aber nicht nötig. Ich erreiche die Tankstelle mit sehr leerem Tank. Ich fülle 91 Liter in den 90 Liter-Tank ein! Für 675km, d.h. 13.5 l/100km. Wenige Minuten später bin ich im Cooke Point Caravan Park in Port Hedland. Der erste Platz passt mir nicht. Ich kann einen anderen auswählen. Dort richte ich mich ein. Es ist inzwischen 14.30h. Um 16.30h erkunde ich die Umgebung. Ich gehe an den Strand, der ist hier nichts Besonderes. Weil Ebbe ist, ist das Meer weit weg. Am Anfang über Sand, später über Felsen. Ich suche das Restaurant "Cooke Point Recreation Club". Da werde ich zum Nachtessen hingehen. Aber zuerst an den Strand zum Sonnenuntergang mit Blick auf die Schifffahrts-Rinne zum Hafen. Ein riesiger Frachter wird hereingelotst. Nachher zurück zum Restaurant. Die Tagesspezialität ist Fish & Chips für 15 AUD. Schmeckt nicht schlecht. Nach 19h mache ich mich auf den Heimweg. Zurück im Auto muss ich feststellen, dass auch das Licht nicht mehr funktioniert. Sieht aus wie wenn die Logo-Steuerung ausgefallen wäre. Ich werde das morgen nachprüfen. Telefoniere noch mit Maria, dann gehe ich schlafen.
(259km, 4h mit dem Auto unterwegs und 5km zu Fuss)
Fr 18.09.2015
Vor dem Frühstück überprüfe ich die Logo-Steuerung. Die Stromversorgung hat sich gelöst, vermutlich durch meine Manipulationen und die anschliessenden Vibrationen auf der Staubstrasse. Kabel wieder einstecken und alles funktioniert wieder. Nach dem Frühstück lade ich das Motorrad ab. Es windet auch hier, aber nicht so stark wie die letzten 3 Tage. Ich fahre zum Einkaufen, ich brauche noch Eier und ein Joghurt. Tanken muss ich auch noch mit dem Motorrad. Dann fahre ich zum Hafen. Da gibt es riesige Kähne die verschiedene Erze laden wie Mangan, Chromit, Kupferkonzentrate, sowie Salz und Vieh total etwa 200 Millionen Tonnen pro Jahr! Trinke noch ein Bier in der Hafenkneipe mit leichtbeschürzter Bedienung dann fahre ich via Spoilbank zurück. Im Ibis Hotel frage ich nach dem Zimmerpreis, 239 AUD = 168 CHF ! Etwa um 14.30h bin ich zurück und gehe zum Pool. Stefan meldet sich per WhatsApp. Gegen 18h ruft er an. Sie sind immer noch in Laos und werden in 3 Tagen weiter nach Kambodscha reisen. Heute Sonnenuntergang über dem Hafen von meinem Campingplatz aus. Zum Nachtessen gehe ich wieder in den "Cooke Point Recreation Club". Mixed Grill mit Salat und Pommes. Gut und viel. Gegen 21h bin ich zurück und gehe bald schlafen.
(19km mit dem Motorrad)
Sa 19.09.2015
Heute kein Wind zum Frühstück. Nachher frage ich ob ich bis 13h bleiben kann, das ist kein Problem. Ich sortiere meine Sachen für Bali und packe dann zusammen. Checke Maria & Efraim ein. Um 13h fahre ich zum Flugplatz. Der ist sehr klein. Es gibt 4 Gates und auf der Anzeige sind genau 2 Flüge vermerkt. Meiner nach Bali und einer nach Perth. Wir sind früher startbereit und können 15 Minuten eher starten. Eine aufgestellte Kabinenmannschaft auf diesem Virgin-Australia Flug. Wir sind bereits um 16.15h in Sichtweite von Bali, müssen dann aber für ½h in eine Warteschlaufe. Mit 7 Minuten Verspätung landen wir. Bei der Einreise-Kontrolle hat es eine riesige Schlange. Diesmal gibt es kein Problem, ich brauche kein Visum zu kaufen. Bis ich durch alle Kontrollen bin ist es bereits 18h. Maria ruft an, sie sind immer noch in Bandung, dem Ort der Zwischenlandung. Keine Chance rechtzeitig hier zu landen. Ich verschiebe mich zum Domestik Terminal. Dort kaufe ich mir ein Bier und setze mich in ein kleines Warung und esse eine Mie Kuah. Um 20.21h anstatt um 19h landet dann endlich die Maschine aus Medan. Es ist fast 21h bis wir losfahren. Die Taxifahrer überbieten sich mit Fantasiepreisen. Am offiziellen Taxistand kostet es 100'000 IDR, andere verlangen bis 170'000. Wir finden einen der mit dem Taxameter fährt, aber 20'000 zusätzlich will. Unterwegs kauft Maria noch Medikamente ein. Um 21.30h sind wir endlich im Andika House, da waren wir schon letztes Mal. Wir bezahlen schlussendlich 79'000 IDR = 5.60 CHF für die Fahrt. Zum Nachtessen gehen wir gleich nebenan ins "Tan Poh". Da kennen uns alle noch, obwohl es bereits mehr als 3 Monate her ist. Zurück will Efraim noch Cartoon-Network schauen. Ich bin schon lange nicht mehr so spät noch wach, es ist fast Mitternacht. Maria und ich schlafen ein während Efraim noch Filme schaut. Um 0.30h weckt mich Maria, weil sie friert. Efraim schläft inzwischen auch. Ich löse das Licht, schalte die Klimaanlage aus und öffne das Fenster.
So 20.09.2015
Um 7.30h erwachen wir. Wir reden mir Bernie, der wohnt immer noch hier. Efraim schläft noch. Maria hält Ausschau nach einem Lokal für das Frühstück weil unser Stammlokal nicht offen ist. Ich wecke Efraim und wir gehen zu Maria zwei Hausecken weiter. Mie Kuah ist ziemlich fade. Wir suchen eine Matratze für Efraim. Im Supermarkt in der Nähe haben sie keine. Wir gehen der Jalan Legian entlang. Da gibt es vieles für Touristen, aber keine Matratzen. Ein Motorrad mieten würde 80'000 IDR kosten. Auf dem Rückweg essen wir eine Pizza. Zu Hause gehen Efraim und ich schwimmen im Pool. Bernie vermietet mir das Motorrad seiner Freundin für 200'000 IDR (14 CHF) für 6 Tage. Maria organisiert mir ein Bier zum Apero auf dem Balkon. Ao der Sohn eines früheren Nachbarn von Medan sollte hierher kommen. Um 19h fahren wir mit dem Motorrad ins "Swiss Restaurant". Da gibt es das grosse Wiedersehen mit Osi, Jon und Suci. Mein Gordon Blue mit Rösti ist sehr gut. Ao erscheint erst 1h später. Erst nach ½h merkt er, dass er doch hungrig ist. So wird es ziemlich spät bis wir zurück fahren. Wir schlafen sehr schnell ein.
Mo 21.09.2015
Ao erscheint schon vor dem Frühstück. Das "Bu Lingga" ist heute offen. Da gibt es für mich wie üblich Mie Kuah und Milchkaffee. Gegen Mittag fahren Ao, Efraim und ich mit dem Motorrad zum Carrefour und kaufen dort eine Matratze für Efraim (300'000 IDR). Nachher geniessen wir den Pool. Im späteren Nachmittag gehen wir zur BNI-Bank weil meine Debit-Karte nicht funktioniert. Das dauert eine volle Stunde, aber wenigstens funktioniert sie nachher. Darauf gehen wir in ein Warung um die Ecke. Da kosten alle Speisen 20'000 IDR, das kleine Bier ebenfalls. Apero am Pool. Ao wird heute bei uns schlafen und die Matratze einweihen. Er hat seinen Job als Fahrer verloren, weil nicht mehr so viele Chinesen nach Bali kommen. Vor dem Nachtessen will Maria nochmals an die Jalan Legian zum "lädele". Das "Depot Aneka" ein Chinesisches Restaurant existiert nicht mehr. Wir gehen ins "Totemo", da waren wir früher auch schon. Meine Mie Goreng Totemo schmecken gut. Gegen 22h sind wir zurück.
Di 22.09.2015
Frühstück im "Bu Lingga". Maria lässt sich in unserem Zimmer massieren. Sie schickt Ao nach Hause. Ich schwimme mit Efraim im Pool. Am Nachmittag fahren wir mit dem Motorrad zum Strand. Da essen wir im Schatten unter den Bäumen eine Bakso. Später setzten wir uns an einem anderen Ort an den Schatten und geniessen das Nichtstun. Efraim vergnügt sich im Sand, manchmal zum Entsetzen von Maria. Ins Meer darf er heute nicht, weil er schon im Pool war? Das Bier zum Apero kostet nur unwesentlich als anderswo. Nach dem Sonnenuntergang fahren wir zurück. Zum Nachtessen gehen wir wieder in Swiss Restaurant. Jon will mehr über meine Reise wissen und erzählt den Gästen stolz, dass ich mit meinem eigenen Lastwagen hier war und jetzt in Australien unterwegs sei. Fleischkäse mit Spiegelei und Kartoffelsalat ist meine heutige Wahl. Nach 21h sind wir zurück. Um 3.45h kommen unsere Nachbarn betrunken nach Hause und hören auf dem Balkon laut Musik, bis ich reklamiere.
Mi 23.09.2015
Miando ist ungeduldig, er will sein Geld zurück, das er Maria geliehen hat, weil meine Überweisung nicht rechtzeitig angekommen ist. Das Geld ist nach mehr als 10 Tagen immer noch nicht da. Wir fahren zur nächsten Mandiri Bank und überweisen ihm sein Geld. Dann fahren wir durch Seminyak auf der Suche nach einem Restaurant zum Frühstücken. Das "Warung Burah" passt uns. Es ist zwar nicht so billig (Burah) wie der Namen verspricht, aber gut. Zurück nach Hause um die Wäsche zum Waschen zu bringen, dann nach Tuban, fast beim Flugplatz. Der Laden "Krisna Bali Pusat Oleh-Oleh" verkauft Souvenirs und Balinesische Spezialitäten zu günstigen Preisen. Maria will nur "looking". Das kostet am Ende 430'000 IDR (30 CHF) und ist mehr als 2kg schwer! Wir laden die Ware zu Hause ab und fahren dann zum Strand. Wieder Bakso, diesmal von einem fahrenden Händler. Ich gehe mit Efraim schwimmen. Wobei schwimmen nicht stimmt, weil die Wellen ziemlich hoch sind und man eher "fight the waves" wie Efraim meint. Am Anfang gefällt es ihm nicht so richtig. Am Schluss will er wie meist nicht mehr aus dem Wasser. Apero mit Bier und den gekauften Nüssli mit Zwiebelgeschmack. Wir spazieren während des Sonnenuntergangs den Strand entlang. Maria fühlt sich nicht wohl, darum fahren wir auf dem Heimweg zu einer der vielen "Clinik". Eigentlich eine Arztpraxis. Sie verschreibt ihr einige Tabletten (200'000 IDR inkl. Tabletten = 14 CHF). Vor dem Nachtessen kaufe ich noch Tabletten die die Ärztin nicht an Lager hatte. Zum Nachtessen gehen wir ins "Tan Poh". Es dauert ewig bis das Essen kommt. Mein Beef Stroganoff schmeckt gut. Maria will bald zurück ins Bett.
(19km mit dem Motorrad)
Do 24.09.2015
Heute ist Feiertag, Idul Adha, das islamische Opferfest. Da werden überall Kühe und Ziegen geschlachtet, aber nicht hier in Bali, da hier die meisten Hindus sind. Frühstück im "Bu Lingga". Maria lässt sich im Salon gegenüber die Haare machen, ich gehe mit Efraim an den Pool. Zwischendurch bringt Maria etwas zu Essen für Efraim. Er geht nachher ins Zimmer um Cartoons zu schauen. Ich bleibe am Pool. Ein Junge, der bei Bernie zu Besuch ist, kommt auch an den Pool. Ich will Efraim holen, aber Maria will im zuerst nicht nochmals schwimmen lassen. Später willigt sie dann doch ein. Ao erscheint mit einem Kollegen während des Apero am Pool. Maria bringt den Jungen vom Salon mit. Wenn ihn seine Mutter abholt will er nicht zurück. Zum Nachtessen wollen wir ein neues Lokal ausprobieren. Sie versprechen 25% Rabatt auf alle Preise. Nur sind die so hoch und werden erst noch mit einem Zuschlag von 21% für Taxe und Service versehen, dass es immer noch sehr teuer ist. Wir gehen zurück ins "Tan Poh". Mein Chicken Gordon Blue hat zwar nichts mit Gordon Blue zu tun, schmeckt aber trotzdem. Um 21h gehen wir zurück. Ao und sein Kollege verabschieden sich. Wir gehen bald schlafen.
Fr 25.09.2015
Nach dem Frühstück kaufe ich Klebband ein. Das Schlauchboot hat gestern die beiden Jungen nicht so gut überstanden. Die Reparatur klappt. Maria geht mit Ao einkaufen, ich mit Efraim an den Pool. Maria kommt geschafft zurück. Am späteren Nachmittag fahren wir an den Strand. Die Wellen sind heute nicht so hoch wie letztes Mal. Apero mit Nüssli, Bier und Sonnenuntergang. Zum Nachtessen zum Abschied nochmals ins Swiss Restaurant. Züri Gschnätzlets mit Rösti! Um 22h sind wir im Bett.
Sa 26.09.2015
Um 7h aufstehen und packen. Um 07.30h sind wir bereits im Bu Lingga. Zu früh für Reis. Maria kauft ihr Frühstück etwa 20m entfernt. Efraim will unbedingt Nasi Goreng. Darauf muss er warten. Nachher geht er zurück aufs Zimmer, Maria geht zur Wäscherei, sie haben 3 Paar Unterhosen von Efraim verloren. Währenddessen ruft Paul an. Efraim nimmt ab und gibt das Telefon später mir weiter. Er erfährt so, dass wir zusammen in Bali sind. Wenn Maria in später zurückruft, entwickelt sich eines der üblichen Streitgespräche, sie kanzelt ihn ab nach Noten. Er ruft immer wieder an, aber wir müssen zum Flugplatz und marschieren los, nachdem ich noch 70'000 IDR für 35 kWh Strom bezahlt habe. Wir haben sofort ein Taxi. Die Fahrt kostet 62'000 IDR und wir sind Punkt 10h da. Ich checke mich ein, dann gehe ich zusammen mit Maria zum Inland-Terminal. Sie sind viel zu früh, ihr Flug ist erst um 15.25h. Abschied von Maria & Efraim, diesmal ohne Tränen, wir werden uns ja in etwa 8-9 Wochen wieder sehen. Ich gehe zurück und kaufe noch 2 Flaschen Whisky ein, bevor ich zum Gate gehe. Den Whisky darf ich nicht mitnehmen, den bringen sie zum Gate, da bekommt man ihn nach dem Sicherheit-Check ausgehändigt. Wir fliegen mit 15 Minuten Verspätung ab, sind dann aber nur 5 Minuten zu spät in Port Hedland. Einreise problemlos, nur mein Einreiseformular muss ich mit schwarzem Kugelschreiber überschreiben, weil ich nur einen Bleistift hatte. Auf der Fahrt zum Campingplatz, gehe ich noch Einkaufen im Woolworth, damit ich wieder genug zu essen habe für die nächsten Tage. Die Reservation meines Platzes hat geklappt. Ich richte mich ein. Der Campingplatz im Karijini Nationalpark ist voll. Ich werde darum nicht dorthin fahren, sondern ungefähr der Küste entlang nach Karratha. Apero mit Sonnenuntergang im Industriequartier vor meinem Campingplatz. Zum Nachtessen gehe ich zu Fuss wieder in den "Cooke Point Recreation Club". Der Barkeeper meint ich solle doch Mitglied werden, da ich schon mehrmals hier gewesen sei. Aber dies ist das letzte Mal. Ein riesiges und gutes T-Bone Steak mit Knoblauchsauce, Salat und Pommes (25 AUD). Im Fernseher läuft ein Football Match mit dem Team "West Coast Eagles". Es herrscht eine Superstimmung. Maria ist mit 1h Verspätung in Medan gelandet.
(1340km per Flugzeug, 18km per Auto und 3km zu Fuss)
So 27.09.2015
Wieder einmal Frühstück selber kochen. Nachher zusammenpacken. Um 10.15h fahre ich los. Die Gegend hier ist sehr flach wie ich schon aus dem Flugzeug gesehen habe. Am Anfang hat es noch "viel" Verkehr, vor allem Road Trains. Alle 2 Minuten ein Auto! Später wird es wieder normal, alle 5-10 Minuten ein Auto. Bis nach 1½h, 117km erreiche ich das Whim Creek Pub. Da gibt es noch ein Hotel, sonst nichts, nicht einmal eine Tankstelle. Ich trinke etwas und fahre nach ¼h weiter. Ab hier ist die Gegend etwas weniger flach, es hat zur Abwechslung mal einige Hügel. Später wird es wieder flach. In Roebourne schickt mich mein Navi wieder einmal auf eine Abkürzung, die aber gesperrt ist. D.h. umkehren und wieder zurück, 650m länger ist darum die Abkürzung. Um 13.45h bin ich in Karratha im Pilbara Holiday Park. Mein Platz hat wieder eine eigene Dusche/WC für 58 AUD mit 10% Rabatt. Ich richte mich ein. Telefoniere mit Maria. Miando's Onkel ist gestorben, darum ist sie jetzt im Trauerhaus. Ich plane meine nächsten Etappen. Es werden noch etwa 9 Etappen sein bis Perth, 14 – 21 Tage. Das teile ich Ross mit. Er meint er sei dann in Perth. Markus ist auf dem Heimflug von den USA. Zum Nachtessen gehe ich ins Catalpa's Restaurant, das zum Park gehört. Es ist eher eine Kantine, denn es hat hier unzählige Bungalows für die Minen-Arbeiter. Man bezahlt 30 AUD (21 CHF) und kann dann essen was man will und so viel man will. Inklusive Kaffee/Tee und andere Getränke, vor allem Jus. Ich habe bis jetzt selten so gut gegessen wie hier. Zum Dessert hat es sogar Käse. Früchte kann man mitnehmen, auch anderes könnte man mitnehmen, dafür haben sie extra Behälter bereitgestellt. Ich telefoniere noch mit Maria. Ich habe sie bereits vor einem halben Jahr davor gewarnt mit Sri zusammen zu arbeiten. Nun ist meine Befürchtung wahr geworden. Sie hat zwar das Geld für Maria kassiert, aber nicht an Maria weitergeben. Nun fehlt ihr das Geld.
(245km, 3½h unterwegs)
Mo 28.09.2015
Nach dem Frühstück heisst es wieder zusammenpacken. Um 10.15h fahre ich los. Zuerst muss ich noch tanken. Zurück zum Highway Nr.1, der heisst jetzt North West Coastal Highway. Auf einem Schild steht, dass es die nächsten 650km nur wenig Wasser gebe, man soll sich in Karratha mit Wasser eindecken! Es geht weiter im selben Stil, flach mit einigen Hügeln. Wenigstens gibt es selten ellenlange Geraden. Nach 118km halte ich nach 1¾h beim Fortescue River Roadhouse. Das erste Haus seit Karratha, abgesehen von 3 Gasfeldern mit Wohn-Baracken. Ich esse eine Glace und fahre nach ¼h weiter. Während langer Zeit fährt eine Frau mit ihrer Harley mit Anhänger hinter mir her, ich habe sie im Roadhouse gesehen. Es ist jetzt etwas hügeliger und darum abwechslungsreicher als vorher. Um 14.15h bin ich beim Nanutarra Roadhouse. Der Caravan Park ist klein und ohne grossen Komfort (30 AUD), aber der einzige weit und breit. Ich bleibe und richte mich ein. Die andere Variante wäre nochmals 270km weiter zu fahren, dazu bin ich zu müde. Maria hat eine Besprechung mit den Leuten die Sri Geld bezahlt haben. Ich rufe später nochmals an, da ist sie im Spital, jemand sei gestorben. Zum Nachtessen gehe ich ins Roadhouse, wohin den sonst? Das T-Bone Steak mit Salatbuffet und Pommes schmeckt gut. Nachher rufe ich nochmals Maria an. Jetzt ist sie bei der Polizei. Sie wird mir die Geschichte morgen erzählen. Ich telefoniere fast ½h mit Stefan über WhatsApp. Sie sind jetzt in Sihanoukville und es regnet wieder einmal. Mit dem Wetter haben sie offenbar kein Glück.
(282km, 4¼h unterwegs)
Di 29.09.2015
Das Frühstück muss ich im Roadhouse essen, weil mein Gas leer ist bevor das Wasser gekocht ist. Es kostet mich 25 AUD, dafür ist wenigstens gut. Bereits um 08.45h fahre ich los. Es geht weiter wie bisher, leicht hügelig und für australische Verhältnisse kurvenreich. Zwei Baustellen für neue Brücken sind die grosse Abwechslung. Und ein "Emergency Air Strip", da wird die Strasse zur Notlande-Piste umfunktioniert. Nach 111km zweige ich vom Highway auf die Strasse nach Exmouth ab. Kurz nachher mache ich nach 1½h Fahrt eine kurze Pause. Es windet auch heute wieder kräftig. Die Strasse ist nun etwas schmaler, aber immer noch sehr gut. Es geht nun mehr auf und ab und links und rechts. Aber immer noch mit 90km/h Warntafeln vor "scharfen" Kurven! Um 12.15h bin ich in Exmouth. Im Exmouth Cape Holiday Park bekomme ich den letzten Platz mit eigenem WC/Dusche (72 AUD/Nacht). Ich bringe meine Gasflasche zum Nachfüllen zur Rezeption und fahre dann in die "Stadt" zum Tanken und Geldabheben. Im "Einkaufszentrum" esse ich ein Sandwich und trinke einen Süssmost. Die "Stadt" hat etwa 2000 Einwohner und vermutlich etwa gleich viele Touristen. Nachher richte ich mich ein. Maria erzählt mir die Geschichte von gestern. Nach der Besprechung mit ihren Schuldnern gingen sie gemeinsam zu Sri. Dort kam es zu Diskussionen mit Sri's Ehemann. Der Ehemann einer ihrer Schuldnerinnen brach während dem Diskutieren plötzlich zusammen. Sie brachten ihn sofort ins nahe Spital, aber es war schon zu spät, er starb an Herzversagen. Er war erst 44 Jahre alt. Um den genauen Ablauf zu klären, mussten dann alle Beteiligten auf die Polizeistation. Maria macht sich jetzt unnötigerweise Vorwürfe. Zum Sonnenuntergang gehe ich an den Strand. Es ist Ebbe und die Sonne geht hinter den Dünen unter. Ich habe vergessen ein Glas mitzunehmen. Dann erinnere ich mich, dass ich meine Gasflasche noch nicht abgeholt habe. Ich gehe zurück und habe Glück. Kurz vor Büroschluss bekomme ich die nachgefüllte Flasche für 4.50 AUD. Apero auf meinem Campingplatz. Zum Nachtessen gehe ich in die nahegelegene Taverne. Pork Pelly ist gut aber sehr fettig, dazu Kartoffelstock und Gemüse. Ich bleibe noch wach, um mit Markus zu telefonieren. Sie haben die Ferien in Amerika genossen. Er meint es sei sehr empfehlenswert.
(277km, 3¾h unterwegs)
Mi 30.09.2015
Nach dem Frühstück räume ich meine Sachen ins WC/Dusche-Häuschen. Ich frage die zwei Campingplätze in Coral Bay an, ob sie Platz haben. Um 10.30h fahre ich los. Zuerst geht es der Ostküste entlang Richtung Norden fast bis zum äussersten Zipfel. Da steht eine riesige VLF-Sendeantenne (Very low frequency) mit 13 Masten, der mittlere ist 389m hoch! Sie dient zur Kommunikation mit U-Booten der USA. Auch ein Leuchtturm steht da. Dann geht es der Westküste entlang 43km Richtung Süden bis zum Turquoise Beach. Um 11.30h bin ich da, rechtzeitig zur Flut, dann ist es am besten zum Schnorcheln. Dafür ist der Strand nur schmal. Es hat für australische Verhältnisse viele Leute. Das Wasser ist ziemlich kalt. Ich bleibe nur ¼h. Es hat viele Fische und die meisten Korallen sind intakt. Man muss kaum schwimmen, weil es eine ziemlich starke Strömung hat. Man muss nur aufpassen, dass man den Ausstieg nicht verpasst, sonst wird es anstrengend und gefährlich. Ich marschiere noch zu den beiden Enden des Strandes. Nach 1h mache ich mich auf den Heimweg, weil es am ganzen Strand keinen einzigen Baum gibt. Ohne Schatten ist es zu heiss. Dafür hat es WCs und ein Nottelefon. In den Cape Range National Park muss man 12 AUD Eintritt bezahlen. Beim Leuchtturm halte ich kurz an. Von hier oben hat man eine gute Aussicht über das Gebiet. Um 14.30h bin ich zurück. Ich gehe zum Pool. Da ist viel los. Vorher schliesse ich noch meinen WC-Schlüssel ein. Ein Angestellter fährt mit mir zusammen mit einem Golfmobil zu meinem Platz und bringt mich nachher zurück zum Pool. Die beiden Campingplätze sind voll, einer hat aber Not-Plätze. Ich werde morgen einfach mal hin fahren und sehen. Zum Nachtessen wieder in die nahegelegene Taverne. Ein riesiges Filet Mignon mit Kartoffel-Gratin und Gemüse. Gestern haben sie mir ein anderes Bier verrechnet, als ich reklamierte meinte die Kassierin es sei der gleiche Preis. Heute stelle ich fest, dass das Bier 2.20 AUD billiger ist und reklamiere. Bekomme dann auch das Geld zurück. Maria ist wieder an einer Beerdigung, aber diesmal wurde er 95 Jahre alt. Der Tote von gestern hat offenbar Drogen genommen, wie die Polizei festgestellt hat.
(129km, 3h unterwegs)
Do 01.10.2015
Ich stehe heute früher auf, damit ich früher in Coral Bay bin. Das funktioniert aber nur halb. Es windet heute nicht, dafür sind die Möwen sehr aufdringlich. Zum ersten Mal kocht mir die Milch über, beim Verscheuchen der Möwen verletze ich mich dann noch am Fuss. Bis alles wieder sauber ist, ist der Vorsprung dahin. Ich fahre noch zum Tanken und Einkaufen. Kurz nach 10h fahre ich dann wirklich los. Die ersten 90km auf dem gleichen Weg wie ich gekommen bin. Die restlichen 60km führen durch eine leicht hügelige Landschaft. Hier ist es offenbar nicht mehr so trocken. Es gibt teilweise grünes Gras und Blumen. Um 12h bin ich in Coral Bay. Ich habe Glück und bekomme noch einen Campingplatz. Allerdings ohne Stromanschluss, dafür nur 30m vom Strand (47 AUD/Nacht). Ich richte mich ein und erkunde dann die Umgebung. Vor allem den Strand. Der ist sehr schön, aber ziemlich klein, nur etwa 500m bis zur Klippe. Ich bringe meine Sachen zurück zum Auto und gehe dann schwimmen im Meer. Das Wasser ist nur in der oberen Schicht warm. Unterhalb von ½m ist es ziemlich kalt. Das Ningaloo Riff schützt die Bucht vor hohen Wellen. Die Korallen sind nur wenige Meter vom Ufer entfernt, aber im Moment ist es mir zu kalt. Maria ist krank und kann heute nicht zur Bank gehen. Das Geld ist immer noch nicht angekommen. Ich gehe zum "Einkaufszentrum", da gibt es eine Bäckerei. Die haben aber kein normales Brot mehr. Zwei Plätze weiter sind zwei Schweizerinnen. Sie sind aber nicht sehr gesprächig. Zum Sonnenuntergang an den Strand, nach der Klippe, da jetzt Ebbe ist. Zum Nachtessen habe ich im "Fin's Café" einen Platz reserviert. Es gehört zum Campingplatz und soll das beste Restaurant vor Ort sein. Meine gefüllte Poulet Brust mit Pilz-Risotto ist tatsächlich sehr gut. Es ist ein BYO-Restaurant, d.h. man muss den Alkohol selbst mitbringen. Um 21h bin ich im Bett.
(153km, 2h unterwegs)
Fr 02.10.2015
Nach dem Frühstück gehe ich zur Bäckerei. Die haben nur geschnittenes Brot. Ungeschnittenes muss man vorbestellen! Maria versucht auf der Mandiri Bank herauszufinden wo das überwiesene Geld ist. Erfolglos. Ich gehe schwimmen und lege mich dann unter eines der Sonnendächer am Strand. Meine Nachbarn kommen aus Deutschland und machen hier nur einen kurzen Stopp zum Schnorcheln. Nach 1h fahren sie weiter. Am Nachmittag gehe ich schnorcheln. Das Wasser ist nicht mehr so kalt wie gestern. Es hat ziemlich viele Fische und schöne Korallen. Nachher lege ich mich an den Strand. Da hat es plötzlich viele Leute an einer Stelle. Später finde ich heraus, dass sie dort Fische gefüttert haben. Beim Nachhause gehen schaue ich nach. Es hat immer noch ein paar Leute und auch die Fische sind noch da. Ziemlich grosse Fische, 0.5 – 1m lange Exemplare. Die Schweizerinnen laden mich zum Apero ein. Nachher verlängere ich meinen Aufenthalt um eine Nacht, dann gehe ich zum Sonnenuntergang zum Aussichtspunkt auf der Düne. Da treffe ich nochmals ein deutsches Paar. Zum Nachtessen wieder ins "Fin's Café". Da treffe ich ein Paar aus Australien, die waren schon gestern da. Sie laden mich an ihren Tisch ein. Mein Essen ist wieder sehr gut, Angus Rib Eye Steak (300g) mit Salat und Pommes (40 AUD). Wir reden lange, bis sie zum Heimgehen drängt, sie werden morgen 850km weit fahren und wollen darum früh los. Ich gehe auch bald schlafen.
Sa 03.10.2015
Gegen Mittag gehe ich an den Strand zum Schnorcheln. Nachher lege ich mich unter eines der Sonnendächer. Zurück im Camping, kaufe ich ein Pack Schinken und mache mir ein dickes Schinkenbrot. Später auf ein Bier ins Resort nebenan. Da hat man eine schöne Aussicht auf die Bucht. Zum Apero gehe ich an den Strand. Das Paar von gestern kommt auch dahin. Nach dem Sonnenuntergang gehe ich nochmals ins "Fin's Café". Diesmal gibt’s "Fancy Fish & Chips" auch wieder gut, dazu meinen letzten Wein.
So 04.10.2015
Vor dem Frühstück muss ich Brot kaufen. Nachher zusammenpacken. Um 09.45h fahre ich los. Nach einer guten halben Stunde überquere ich den südlichen Wendekreis, d.h. ich verlasse die Tropen. Seit Indien, mit Ausnahme des Abstechers nach Darjeeling, bin ich immer in den Tropen unterwegs gewesen. Total knapp 3 Jahre und etwa 25'000km. Etwa ½h später komme ich zurück auf den North West Coastal Highway. Beim Minilya Bridge Roadhouse halte ich an und trinke etwas. Nach ¼h geht es weiter. Jetzt hat es etwas mehr Verkehr, für australische Verhältnisse natürlich. Es hat auf dem ganzen Weg auffallend viele tote Tiere auf der Strasse. Bis nach Carnarvon sind es noch 140km. Nach 1¾h bin ich um 13h im Coral Coast Tourist Park. Der passt mir, ich bleibe und richte mich ein. Nachher gehe ich zu Fuss zum Woolworth und fülle meine Vorräte auf. Nebenan kaufe ich noch eine Flasche Wein. Am Abend treffen auch Wolfgang & Brigitte, das deutsche Paar der letzten 2 Tage auf dem Campingplatz ein. Zum Nachtessen gehe ich ins Carnarvon Hotel. Ein Pub mit Wettbüro. Mein Scotch Filet Burger ist riesig und schmeckt gut, nur die Randen auf dem Filet sind ein wenig gewöhnungsbedürftig. Zurück auf dem Campingplatz laden mich Wolfgang & Brigitte auf ein Bier ein. Um 21h ist Schluss, sie wollen morgen früh abfahren.
(238km, 3½h unterwegs)
Mo 05.10.2015
Es ist bewölkt und windig. Nach dem Frühstück packe ich zusammen und fahre dann zur Tankstelle. Diesel und Eis muss nachgefüllt werden. Nachher kaufe ich noch Soda-Wasser, Bier (30 Dosen!) und 3 Flaschen Wein ein. Um 10.15h fahre ich los. Zurück auf den Highway. Es ist bewölkt. Das ist gut für mich, denn ich habe Schmerzen im linken Ohr und lasse darum das Fenster auf der Fahrerseite geschlossen. Den ersten Halt mache ich beim Wooramel Roadhouse nach 120km und 1½h. Nach 1h und 77km, verlasse ich den Highway und fahre auf der Landstrasse Richtung Denham. Nach weiteren 80km, mache ich nochmals eine Pause in der Nanga Bay. Kurz vor 15h bin ich in Denham. Der erste Platz im Denham Seaside Tourist Village passt mir nicht. Ich bekomme einen anderen, oben auf dem Hügel. Schöne Aussicht, dafür windig. Es stürmt ziemlich heftig. Mein Campingstuhl wird umgeblasen, sobald ich nicht darauf sitze. Ich richte mich ein. Die Mandiri-Bank behauptet, das Geld für Maria nie bekommen zu haben. Ich versuche ein Nachforschungs-Auftrag bei der PostFinance zu platzieren. Erfolglos, Server-Fehler, diese Funktion steht zurzeit nicht zur Verfügung! Es ist kühl, zum Apero ziehe ich meine Jacke an! Zum Nachtessen ziehe ich lange Hosen, Socken und Schuhe an. Zum 1.Mal seit meiner Abreise aus der Schweiz im Dezember! Im Shark Bay Hotel (Australia's most westerly hotel) bekomme ich Chicken Parmigiana, mit Tomatensauce und Käse überbacken (20 AUD). Nicht schlecht, vor allem viel. Um 21h bin ich zurück. Es stürmt die ganze Nacht. Mein Lastwagen schwankt hin und her!
(336km, 4½h unterwegs)
Di 06.10.2015
Aufstehen um 06.30h! Kein Frühstück, ich fahre nach Monkey Mia. Da werden um 07.45h die Delfine gefüttert. Es hat viele Leute und sogar 5 Delfine. Es sind wilde Tiere, aber sie kommen fast jeden Morgen hierher. Es stürmt und ist kalt. Es macht Spass den Tieren zuzuschauen. Sie schwimmen in Formation herum. Gefüttert werden dann aber nur 3 von ihnen und auch die bekommen nur jeder einen Fisch. Es ist wie meist hier in Australien, man fährt riesige Strecken für eine mittelmässige Attraktion. In diesem Falle 300km vom Highway, hin und zurück! Im Resort bei der Fütterung gibt es für 24.90 AUD ein Frühstücksbuffet. Ich schlage zu. Ausser dem Kaffee ist alles gut. Nach 1¾h fahre ich wieder zurück. Ich kann auf einen weniger exponierten Platz umziehen. Die Prognosen für heute Nacht sind immer noch stürmisch. Heute klappt es mit dem Nachforschungs-Auftrag für Maria's Geld. Vorsorglich aktiviere ich noch "Western Union" im PostFinance-Konto. So kann ich notfalls auf diesem Weg Geld überweisen. Ich erkunde den Ort und kaufe Ohrentropfen ein. Auf den Rückweg trinke ich ein Bier. Es gibt hier so etwas wie eine Uferpromenade. Zurück im Camping kopiere und nummeriere ich wieder einmal die Bilder. Gleich neben meinem Platz erhebt sich die Düne. Ich gehe hoch und lege mich im Windschatten an die Sonne bis zum Apero mit Sonnenuntergang. Dann wird es wieder kalt. Zum Nachtessen nochmals ins Shark Bay Hotel. Diesmal Pasta mit Fleisch und Pilzen. Wieder sehr viel. Ich komme mit einem Australier ins Gespräch, der hier den neuen Wasserturm plant. Nachher spricht mich noch ein Paar aus Österreich an. Wir gehen zusammen nach Hause, sie wohnen im gleichen Campingplatz.
(56km)
Mi 07.10.2015
Zum Frühstück gibt es heute zum 1.Mal richtige Konfi, Bonne Mama Himbeer! Kurz vor 10h fahre ich los. Zuerst tanke ich noch im Ort. Dann geht es los, zurück Richtung Highway. Die Strasse ist über lange Strecken schnurgerade, dafür geht es immer auf und ab. Nach 45km stoppe ich beim Shell Beach. Das ist ein weisser Strand, aber nicht mit Sand, sondern kleinen weissen Muscheln! Nach 2h und 130km, bin ich zurück auf dem Highway. Nach 180km mache ich im Billabong Roadhouse einen weiteren Halt. Bin nun schon 2½h unterwegs. Etwa 1h später wird die Landschaft plötzlich grüner und es gibt grosse Getreide-Felder. Um 14.15h biege ich vom Highway Richtung Kalbarri ab. Bald erreiche ich den Kalbarri National Park. Da gibt es viele blühenden Büsche und Blumen, aber sonst ist der Strassen entlang nicht viel los. Um 15h erreiche ich den Ort. Der ist ziemlich touristisch, aber sehr schön gelegen. Im Kalbarri Tudor Caravan Park entscheide ich mich für ein Motel-Zimmer (145 AUD/Nacht), etwas anderes ist nicht mehr frei, ausser einem Bungalow, das passt mir aber nicht. Ich bekomme 10% Rabatt. Das Zimmer ist schön eingerichtet. Ich lade mein Motorrad ab und erkunde den Ort. Apero Zeugs packe ich vorsorglich ein. Am Chinamans Point gehe ich an den Strand und geniesse den Sonnenuntergang. Nach einer Dusche gehe ich ins Kalbarri Motor Hotel. Da ist viel los. Ich warte lange auf mein Essen, Wok of the Day. Schmeckt recht gut, aber nicht asiatisch.
(377km, 5h unterwegs)
Do 08.10.2015
Nach dem Frühstück verlängere ich meinen Aufenthalt um 2 Nächte, es gefällt mir hier. Ich erledige wieder einmal die Büroarbeiten. Dabei stelle ich fest, dass Maria's Geld angekommen ist, ganz zufällig am Tag als ich den Nachforschungs-Auftrag gegeben habe? Am Nachmittag fahre ich mit dem Motorrad der Küste entlang Richtung Süden. Hier hat es meist Klippen, bis zu 100m hoch. An einigen Stellen fahre ich bis zum Strand oder Parkplatz und von da einige Meter zu Fuss. Vom Red Bluff, dem höchsten Punkt hat man eine schöne Aussicht. Ich fahre noch etwas weiter und kehre beim Pot Alley dann um. Zuerst schaue ich beim Jakes Point nochmals den Surfern zu, dann fahre ich nochmals zum Blue Holes Beach. Dort bleibe ich bis zum Sonnenuntergang. Apero-Zeugs habe ich "zufällig" dabei. Im Zimmer duschen und rasieren, man weiss ja nie wann das Badezimmer wieder so gut ist. Zum Nachtessen gehe ich in die Taverne. Da gibt es nicht so eine grosse Auswahl wie gestern. Mein Rump Steak ist aber gut.
(20km mit dem Motorrad)
Fr 09.10.2015
Ich habe hier keine Kochplatte, nur ein Wasserkocher und einen Mikrowellenofen. Mich und Kaffee kein Problem, aber das Ei ist etwas trickiger. Heute klappt es nicht so ganz, zu weich. Um 9.30h fahre ich los. Ich will zum Murchison River. Da gibt es eine Schlucht mit einer Rundwanderung (The Loop). Die letzten 15km der Strasse sind eine Naturstrasse. So schlecht war die Strasse noch nie, Rumpelpiste von reinsten. Nach einer Stunde bin ich da und marschiere los. Gleich zu Beginn merke ich, dass meine Schuhsohle am rechten Schuh ein Loch hat. Auf festem Weg stört das, aber im Sand und Geröll merkt man nichts davon. Es geht zuerst etwa 100m hinunter zum Fluss. Ich mache den Weg im Uhrzeigersinn, was offenbar nicht so geplant ist. An mehreren Orten sind die Zeichen schwer zu sehen. Vor allem an der gefährlichsten Stelle, da suche ich während 5 Minuten den Weg in der steilen Klippe, kein Zeichen von dieser Seite. Die Stelle passiere ich auf dem Hosenboden, es ist sehr schmal und steil währen nur etwa 5m, nachher kommt dann die Markierung, die sieht man aber nicht von meiner Seite. Sonst ist die Wanderung nicht sehr schwierig, aber es ist heiss und hat unendlich viele Fliegen. Mindestens 5 davon kriege ich in den Mund oder die Nase. Ich habe "nur" einen Liter Wasser mitgenommen, so muss ich sparen. Beim km 5 geht es wieder hoch auf das Plateau. Das geht ziemlich in die Knochen, vor allem ohne genügend Wasser. Nach genau 3h bin ich zurück bei der Hauptattraktion, dem Natural Window, einem Loch in einem Felsen. Am Morgen hatte es da viele Leute, jetzt ist niemand mehr da. In meinem Lastwagen habe ich genügend Wasser, 1 Liter trinke ich gleich und setze mich an einen der überdeckten Tische. Nach ½h Pause fahre ich zurück. Nun hat auch der linke Schuh ein Loch, ich kann die Schuhe gleich entsorgen. Unterwegs kaufe ich noch Eier und ein weisses Magnum-Glace. Das geniesse ich dann zu Hause. Ich dusche und lege mich dann etwas hin. Zum Sonnenuntergang fahre ich wieder zum Chinamans Point. Da ist es sehr schön, vor allem die riesigen Wellen bei der Flussmündung faszinieren. Zum Nachtessen wieder ins Kalbarri Motor Hotel. Diesmal Lamb Shank (Lammkeule) auf Kartoffelstock. Sehr gut und sehr viel. Um 20.30h bin ich bereits zurück, schreibe noch mein Tagebuch und gehe bald ins Bett.
(77km mit dem Auto, 9.3km zu Fuss)
Sa 10.10.2015
Nach dem Frühstück buche ich die Flüge für Maria & Efraim nach Adelaide (25'500'000 IDR = 1735 CHF), wieder teurer als früher. Nachher packen. Um 10.45h fahre ich los, der Küste entlang. Zuerst halte ich beim Island Rock Lookout, dann fahre ich die kurze Strecke zu den beiden Castle Cove & Natural Bridge Lookout. Imposante Aussicht auf die Klippen. Nach ½h fahre ich weiter, der Küste entlang. Langsam komme ich in der Zivilisation an. Die Felder sind nun bewirtschaftet, es hat ab und zu einen Hof nahe der Strasse und viel mehr Abzweigungen. Nach 2h erreiche ich bei Northampton den Highway. Da tanke ich und kaufe ich ein. Es ist ein kleiner Ort mit vielen alten Häusern. Bis zum Coronation Beach sind es nur noch 30km. Um 13.45h bin ich da. Ich finde noch einen Platz auf diesem einfachen Campingplatz. Er kostet 6 AUD für Pensionisten wie mich, hat aber keinen Strom und kein Wasser. Ich richte mich ein. Meine Nachbarn kommen aus Konstanz. Nachher erkunde ich den Strand. Ich gehe etwa 1km nach Süden und kehre dann um. Zurück an unserem Strand schaue ich den Kite-Surfern zu, die hier mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Ein etwa 10-jähriger Junge mischt da fleissig mit. Auf dem Rückweg treffe ich eine Schweizerin, die seit 25 Jahren hier wohnt. Ihr Mann ist am Fischen. Zum Sonnenuntergang setze ich mich in einen der Pavillons am Strand. Die Schweizerfamilie setzt sich zu mir. Bis ich zurück bin ist es schon dunkel. Ein 3. Camper hat sich zu uns gesellt. Eigentlich waren sie zuerst hier, aber ein Nachbar hat die Stühle weggeräumt, die sie zum Reservieren stehen liessen. Es ist kühle, darum koche ich meine Ravioli im Auto. Geht ganz gut und schmecken tun sie auch nicht schlecht, nachdem ich mit Wein und Gewürzen gegen den süssen Geschmack gekämpft habe. Mein Ohr ist wieder schlechter. Ich gehe früh schlafen.
(148km, 3h unterwegs)
So 11.10.2015
Ohne Wasser ist es schon ziemlich mühsam. Ich packe das Schmutzgeschirr in einen Sack und werde es später abwaschen. Die Deutschen sind schon weg. Die Australier geben mir noch einige Tipps. U.A. dass es in Geraldton eine Klinik gibt. Ich plane da einen Stopp ein. Um 10h fahre ich los. Wieder zurück auf den Highway. Nach 30 Minuten bin ich in Geraldton. Die Klinik ist geschlossen, ich fahre zum Regional Spital. Nach ½h Wartezeit eröffnen sie mir, dass es 245 AUD kostet, nur um den Arzt zu sehen. Ich verzichte und hoffe, dass es nicht schlimmer wird bis Perth. Ich fahre zurück auf den Highway, der jetzt Brand Highway heisst. Bei der historischen Siedlung Greenough Hamlet halte ich an. Die wollen 7 AUD um die paar Häuser anzusehen, ich verzichte und benütze nur die Toilette. Um 12.30h bin ich in Dongara. Der Seaspray Beach Holiday Park passt mir. Ich fahre aber trotzdem noch zu den andern Plätzen und suche einen ATM und schaue wo die Restaurants sind. Um 13.30h bin ich zurück und richte mich ein. Ich habe wieder eine eigene Toilette/Dusche für 45 AUD. Ich plane meine weitere Route. Später gehe ich an den Strand und marschiere etwa 1km im Sand. Es geht ein kräftiger kühler Wind, darum kehre ich bald um und gehe zurück. Apero im Windschatten meine Autos, mit Blick auf das Meer. Zum Nachtessen gehe ich in den alten Ort, ins Dongara Hotel. Da gibt es Mie Goreng. Ich bestelle es "spicy", aber es ist nicht scharf, eher süsslich, aber es schmeckt gut. In diesem Restaurant gibt es sogar einen Ofen zum Heizen in kalten Tagen.
(113km, 2½h unterwegs)
Mo 12.10.2015
Nach dem Frühstück packe ich zusammen und hole meine gefrorenen PET-Flaschen aus dem Kühlschrank der "Camp-Kitchen". Das ist der beste Trick zum Kühlen meiner Eis-Box. So bleibt es länger kalt und man hat kein Schmelzwasser. Kaufe Brot in einer Bäckerei und fahre dann zur Klinik um mein Ohr kontrolliere zu lassen. Aber auch hier wollen sie 240 AUD um den Arzt zu treffen. Sie meint ich solle besser zu einem Arzt gehen wenn ich in Perth bin, das sei billiger. Ich fahre zurück auf den "Brand Highway". Nach 33km biege ich auf die Hauptstrasse ab, die heisst "Indian Ocean Drive". Es geht nun gemütlich mehr oder weniger dem Meer entlang, aber meist sieht man es nicht. Unterwegs werde ich von einem Camper überholt. Die Beifahrerin winkt, müssen Schweizer sein. Fahre durch einige Ortschaften, halte aber nicht an bis Cervantes. Der Pinnacles Caravan Park passt mir (36 AUD). Beim aussuchen meines Platzes, treffe ich das erste Schweizer Paar. Kaum habe ich parkiert, steht die nächste Schweizerin da. Sie haben mich offenbar schon mehrmals überholt auf ihrer Reise. Ich setze mich zu ihnen und trinke mein obligates Ankunfts-Bier. Und schon taucht der nächste Schweizer auf. Aber es kommt noch besser. Schlussendlich sind wir 6 Schweizer-Familien und ich! Am späten Nachmittag fahre ich zu den Pinnacles, 22km weg vom Campingplatz. Da treffe ich fast alle wieder, auch die Winkende Beifahrerin. Es ist eine unwirkliche Gegend, fast wie eine Mondlandschaft. Sieht aber im Abendlicht sehr schön aus. Ich bin noch vor Sonnenuntergang zurück. Ich setze mich nochmals zu meinen Nachbarn. Die sind schon sehr weit herumgereist mit dem Auto und erzählen viel. Ich verpasse sogar den Sonnenuntergang, dafür gibt es ausnahmsweise kühlen Weisswein zum Apero. Zum Nachtessen gehe ich den nahen Country Club. Das Tagesmenue ist Chicken Parmigiana mit Pommes, Salat und einem Bier für 20 AUD. Und es schmeckt sehr gut, bei uns würde man sagen Walliser Art.
(165km, 3¼h unterwegs & 44km zu den Pinnacles)
Di 13.10.2015
Frühstück, Abschied von den vielen Schweizern, dann fahre ich los. Es hat hier zum Teil riesige weisse Sanddünen, sieht aus wie Schnee. Nach 135km halte ich an und rufe Ross an, um ihm mitzuteilen, dass ich in etwa 1h bei ihm sein werde. Nachher verlasse ich die Hauptstrasse und fahre nach Two Rocks und Yanchep. Da spinnen die Australier, es reiht sich eine Einfamilienhaus-Siedlung an die andere. Kaum Platz zwischen den Häusern, man sieht nur Dächer. Um 13.30h bin ich bei Ross. Er wohnt in Yokine, einem Aussenquartier von Perth. Ein schönes kleines Haus, aber auch ohne Umschwung. Er zeigt mir mein Zimmer, dann setzen wir uns ins Freie und trinken ein Bier und reden. Maria's Mutter braucht Geld um die Papiere für ihr Land nahe Tarutung in Ordnung zu bringen. Das Geld, das ich am Freitag überwiesen habe ist natürlich noch nicht da. Zum Nachtessen sind wir bei Pamela, Ross Freundin eingeladen. Sie macht Seafood- und andere Salate. Wir reden und reden. Sie wird im November von Katmandu zum Basis Camp 1 am Mount Everest hochsteigen! Und das mit 63 Jahren.
(204km, 3h unterwegs)
Mi 14.10.2015
Nach dem Frühstück organisiert Ross einen Termin bei seinem Hausarzt. Um 10.30h sind wir da. Er spült mein Ohr und verschreibt mir nochmals Tropfen um den Rest zu lösen. Am Samstag muss ich nochmals hin (73 AUD). Nachher fahren wir zum Kings Park. Von dort sieht man über die Stadt. Da ist auch der Botanische Garten. Wir kaufen noch meine Tropfen ein (18.30 AUD). Der Arzt hat Ross den Auftrag gegeben sie mir ins Ohr zu tropfen. Ich kläre die Geldüberweisung mit Western Union ab. Das kostet neben den schlechten Wechselkurs noch mehr als 60 CHF. Maria wird mit ihrer Mutter sprechen. Ich führe mein Tagebuch nach, das habe ich in den letzten Tagen vernachlässigt. Zum Nachtessen kocht Ross. Steak und Salat, schmeckt gut. Nachher schauen wir noch die "Tagesschau", dann gehe ich schlafen.
Do 15.10.2015
Ross will mir heute Fremantle zeigen. Perth liegt am Swan River, Fremantle am Meer, etwa 16km von Perth entfernt. Da gibt es im Gegensatz zu Perth noch viele alte Häuser. Wobei alt = 100 Jahre ist. Wir schlendern durch die Strassen und Ross zeigt mir die vielen Pubs und Restaurant mit eigener Brauerei. Zum Mittagessen fahren wir zum Fischerhafen. Dort im "Little Creatures" teilen wir uns eine gute Pizza und trinken das Bier von der hauseigenen Brauerei. Auf dem Rückweg zeigt mir Ross noch die Strände. Es ist aber kein Badewetter, 20C° und sehr windig. Zuhause überweise ich Maria resp. Mama das Geld mit Western Union. Sie brauchen es noch heute. Später stelle ich fest, dass das am Freitag überwiesene Geld für die Miete meines Hauses in Kutilang nun doch auch angekommen ist. Nachher gehen, resp. fahren wir zum Einkaufen. Zum Nachtessen kocht Ross Meatballs an Tomatensauce und Spaghetti. Schmeckt auch gut. Er meint er könne genau 3 verschiedene Gerichte kochen, 2 habe ich nun bereits serviert bekommen. Morgen folgt das dritte, Curry.
Fr 16.10.2015
Nach dem Frühstück fahren wir in die Stadt und treffen dort Graham, einer der 3 Brüder von Ross. Sie trinken jeden Freitag zusammen Kaffee. Nachher parkieren wir das Auto bei Pamela und gehen ins Zentrum, zuerst zu Fuss, dann mit dem Bus, der hier im Zentrum gratis ist. Unser Ziel ist der Coiffeur Frank Barbarich. Auch eine Institution wie Franky selig in Zürich. Es kostet 15 AUD als Senior, unerwartet billig. Auf dem Heimweg zu Fuss bis zum Auto, zeigt mir Ross noch die wenigen alten Häuser die übrig geblieben sind zwischen den Hochhäusern. Zu Hause starte ich das Projekt neuer Reisebericht. Ross geht einkaufen für das Curry heute Abend. Pamela kommt mit einer Freundin zu Besuch. Etwas verspätet treffen die beiden Pamelas ein. Zuerst gibt es Apero mit Weisswein und Käse, nachher das von Ross gekochte Green Thai Curry. Es schmeckt sehr gut, nur Reis gibt es keinen dazu. Es gibt viel zu erzählen. Gegen 23h verabschieden sich die beiden Frauen. Ich telefoniere noch kurz mit Stefan, er ist heute Nacht wieder in Zürich angekommen.
Sa 17.10.2015
Nach dem Frühstück fahren wir nochmals zum Arzt. Er ist zufrieden mit meinem Ohr. Verschreibt mir aber noch für 2 Mal Tropfen ins Ohr. Zurück zu Hause telefoniere ich mit Maria via Skype, damit sie das Haus und Ross sieht. Sie zeigt dann Ross auch mein und ihr Haus. Nachher klemme ich mich hinter den Reisebericht. Ross geht zum Tennis-Spielen. Ich telefoniere ziemlich lange mit Stefan. Zum Nachtessen wollen wir in ein indonesisches Restaurant gehen, aber es ist geschlossen. Wir gehen stattdessen in ein Chinesisches Restaurant. Mein Roasted Pork schmeckt ausgezeichnet und die Portion ist riesig. In Indonesien hat Schweinefleisch immer sehr viel Fett, hier nicht. Zuhause sehen wir uns noch den Film Kontiki an.
So 18.10.2015
Nach dem Frühstück gibt mir Ross viele Tipps für meine weitere Reise. Nachher gehen wir einkaufen. Ross geht nochmals zum Tennis und ich plane meine weitere Reise mit den vielen neuen Tipps. Wenn ich alles mache wie geplant, dann werden das mehr als 4000km bis Adelaide. Der kürzest mögliche Weg ist immer noch 2700km lang. Es regnet, darum kommt Ross früher zurück als geplant. Zum Nachtessen gibt es Steak und Salat.
Mo 19.10.2015
Vor dem Frühstück schaue ich die Wahlresultate in der Schweiz an. Es gibt einige Höhepunkte. Jositsch (SP) wird im ersten Wahlgang in den Ständerat gewählt und Mörgeli & Fehr (SVP) werden abgewählt. Ansonsten verläuft alles wie erwartet. Nachher klemm ich mich wieder hinter den Reisebericht. Am Nachmittag machen wir einen Fussmarsch rund um den Golfplatz in der Nähe. Nach etwa 1h sind wir zurück. Nach dem Apero fahren wir in die Stadt. Bei Mr. Sparrow gibt es gutes Beef Rendang, dazu Nasi Putih. Den Wein bringen wir selber mit. Zurück zu Hause, gratuliere ich Sylvia zu ihrem Geburtstag. Sie lädt mich ins Elsass zu ihrem Freund ein, falls ich wieder einmal in der Schweiz bin. Noch etwas an meinem Reisebericht arbeiten, dann ins Bett.
(5km zu Fuss)
Di 20.10.2015
Nach dem Frühstück stelle ich meinen Reisebericht fertig und veröffentliche ihn. Dann versende ich die Emails. Ich werde noch bis am Donnerstag in Perth bleiben, dann geht es weiter nach Margret River, einer Weinbau Region.