Tagebuch
Dieses Tagebuch ist unvollständig, d.h. mit Lücken ich hoffe es gefällt Euch trotzdem.
Mi 08.10.2014
Maria gibt mir beim Warten in ihrem Salon ein sehr gutes "Caramel". Dafür habe ich nachher ein Stück Zahn weniger! Gegen Abend habe ich dann noch das Glück einen "Platten" einzufangen. Etwa das 5.Mal hier in Indonesien. Ein neuer Hinterreifen und Schlauch für 200'000 IDR werden fällig (16 CHF).
Do 09.10.2014
Bringe mein Motorrad zum Service. Neue Stossdämpfer sind hinten nötig. Für 370'000 IDR ist alles fast wie neu.
Fr 10.10.2014
Heute ist Zahnarzt angesagt. Meine Zahnreparatur kostet sagenhafte 250'000 IDR (20 CHF)
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Di 14.10.2014
Heute geraten Efraim und Maria wieder einmal aneinander. Ich mische mich ein, aber das ist dann auch wieder nicht recht. So gehe ich alleine ins Kampung Keling zum Nachtessen. Maria teilt mir mit, dass ich wohl besser weiter reise. Diesmal widerspreche ich ihr nicht. Ich bin seit einigen Wochen am Studieren, ob ich meine Reise fortsetzen soll. Vor allem weil sich die Situation nicht verbessert und vielleicht auch nie wird. Eine schlaflose Nacht. Ich werde wohl weiter reisen.
Mi 15.10.2014
Heute ist ein tränenreicher Tag, auf beiden Seiten. Sie schwankt hin und her zwischen "Ich kann ohne Dich nicht leben" und "Ich will nichts mehr von Dir wissen". Wir fahren ins Wong Solo im strömenden Regen zum Nachtessen. Ich will an der Tankstelle nebenan ein Bier holen. Bier haben sie keines mehr, dafür falle ich im strömenden Regen mit dem Töff um. Ganz langsam, in der Tankstelle gerate ich in die Schiene des Eingangstores. Fussraste und Spiegelhalterung sind krumm und meine Hand schmerzt.
Do 16.10.2014
Nach langer Zeit haben wir wieder einmal Zeit für uns selbst. Wir verbringen den Tag im Haus in Setia Budi und holen Efraim direkt von dort ab. Bringe meinen Töff zur Reparatur, da ich nicht einmal die Verschalung öffnen kann ohne Anleitung. Für 30'000 IDR (2.40 CHF) richten sie alles in 10 Minuten. Buche die Flüge nach Penang, die 60 Tage sind bald vorbei und ich muss kurz aus Indonesien ausreisen.
Fr 17.10.2014
Am Morgen regnet es, darum bringen wir Efraim mit meinem Lastwagen zur Schule. Auf dem Weg nach Petisah zum Frühstück habe ich eine nähere Begegnung mit einem Becak. Nur eine kleine Beule und einen Kratzer. Nachher sind wir nochmals in Setia Budi. Ich repariere die Kühlschrank-Schublade. Die Führungsschiene ist nach 4 Jahren bereits verrostet. Reinige wieder einmal meine Führerkabine innen und aussen, kaum zu glauben wieviel Schmutz sich da ansammelt.
Sa 18.10.2014
Grosseinkaufs-Tag. Morgen findet das Pasaribu-Treffen bei Maria statt. Wir kaufen 5 frische Organic-Hühner (Bio), aussuchen, dann werden sie getötet und zum Kochen vorbereitet. Verschiedene Gemüse, Kokos-Nuss-Milch frisch gepresst … Zum Nachtessen in die Jalan Semarang. Lewy und seine Freundin sind schon da, ein Freund Lewy's und Johansen & Christina, Marias Bruder kommen mit uns. Es heisst sie bezahlen selbst. Was natürlich nicht eintrifft!
So 19.10.2014
Am morgen früh (7h) in die Kirche, dann zum Frühstück zum Pasar Petisah. Nachher verschwindet Maria in der Küche. Um 17h sollten die Leute kommen. Es geht ein heftiges Gewitter nieder. Darum kommen die Leute noch später als hier sonst sowieso üblich. Das Essen ist gut, wir sind mehr als 20 Personen.
Mo 20.10.2014
Nach der Schule kaufen wir neue Schuhe für Efraim. Die letzten sind nach knapp einem Jahr kaputt. Schwarz müssen sie sein für die Schule. Wir kaufen wieder das gleiche Model in der Bata (130'000IDR = 11 CHF).
Di 21.10.2014
Heute gehen wir zum Nachtessen wieder einmal in den Pizza Hut. Unglaublich was für Preise die verlangen. 1 Pizza + 1 Salat-Buffet + 1 Milo(Ovo) + 1 Tee = 172'000 IDR (14 CHF). Wenigstens ist die Pizza gut, obwohl es für mich keine richtige Pizza ist, mit Wurst im Rand.
Mi 22.10.2014
Wir holen Efraim von der Schule ab, um ihn in den Mandarin-Kurs zu bringen. Unterwegs beginnt es zu regnen. Wir stoppen, und warten in Maria's Haus in Setia Budi bis es aufhört. Bei Lauser, der Mandarin-Lehrerin hat es kaum geregnet. Der Fluss, dem wir auf Efraim's Schulweg folgen hat aber einen sehr hohen Wasserstand. An einigen Orten reicht er fast bis zur Strasse.
Do 23.10.2014
Nachdem wir Efraim in der Schule "abgeliefert" haben, besuchen wir eine Freundin von Maria. Sie kommt aus Tuk Tuk, Samosir, Lake Toba. Sie will Maria's neues Haus sehen. Nachher zum Frühstück zu Pasar Petisah. Heute reisen Johansen und Christina endlich wieder nach Jakarta. Jemand weniger auf den man Rücksicht nehmen muss. Sie hätten bereits am 5.Oktober abreisen sollen. Aber er bekam plötzlich Schmerzen und musste ins Spital.
Fr 24.10.2014
Heute ist wieder einmal eine Ausreise aus Indonesien angesagt. Ich kann höchstens 60 Tage im Land bleiben, dann muss ich raus. Brauche aber kein neues Visum. Diesmal fliegen wir nach Penang. Übernachten im Noble Hotel. Das ist ein einfaches aber sauberes Hotel für 40 MYR = 13 CHF. Es ist gut gelegen. Wir fahren mit dem Zug nach Kualanamu, dem Flugplatz von Medan. Ist zwar teuer, aber man kommt pünktlich an. Der Flug dauert nur 40 Minuten. Wesentlich weniger lang als die Fahrt zum Flugplatz. Wir deponieren das Gepäck und gehen zum Nachtessen in den "Red Garden".
Sa 25.10.2014
Frühstück im nahen Markt, nachher mit dem Bus zu Yanti. Maria arbeitet mit ihr zusammen wenn sie Paul hilft. Sie lädt uns zum Mittagessen an ihrem Arbeitsort ein. Die haben da richtiges Brot! Zum Essen geniesse ich ein gutes Baguette. Wir nehmen ein Sauerteig-Brot mit nach Medan. Zurück im Hotel treffen wir viele Bekannte von Maria und ein Deutsches Paar, das mit dem Velo bis hierher gefahren ist. Den ganzen Weg, ohne zu verladen! Ich kopiere ihnen die Reiseführer von Malaysia und Indonesien auf ihren Computer. Zum Nachtessen gehen wir mit Steven in ein einfaches Restaurant. Er geht bald zurück, wir gehen noch auf einen Schlummertrunk. Um 23h sind wir auch zurück und schlafen bei Voll-Beleuchtung ein. Ich erwache um 2h, putze mir die Zähne und lösche das Licht.
So 26.10.2014
Frühstück wieder im nahen Markt, diesmal mit Roti Canai, wie es sich gehört in Malaysia. Maria kauft Früchte und anderes ein. Schwer beladen kommen wir zurück ins Hotel. Bei der Ankunft waren es 24kg, jetzt schaffen wir 39kg!!! Inbegriffen ein Koffer, den Lewy bei Yanti gelassen hat, in der Annahme, Mama wird ihn schon mal zurückbringen. Um 16.30h kommt das bestellte Taxi nicht. Ich muss auf der Strasse eines organisieren. Zum Glück nicht weit weg. Wir sind trotzdem zurzeit am Flughafen. In Medan nehmen wir ein illegales Taxi in die Stadt. Wir wollen etwas Essen, aber Efraim hat wieder einmal seine schwache Stunde. Wir laden das Gepäck wieder ein und fahren nach Hause ohne essen. Ich telefoniere mit Muetti & Papi, nachher mit Markus. Maria macht Pommes Frites, dazu ein Bier, das ist mein Nachtessen.
Mo 27.10.2014
Ich verschlafe, bei meiner Uhr hat sich in Malaysia die Krone gelöst. Natürlich erst nachdem ich die Zeit schon verstellt habe, aber erst auf halben Weg. Weder Malaysia noch Indonesien sind korrekt. Es regnet in Strömen, wir fahren mit meinem Lastwagen. Keine Chance zurzeit da zu sein. Sie machen heute keine Kontrolle, zum Glück, denn es ist 8h wenn wir da sind und nach 8h schicken sie die Schüler nach Hause. Frühstück wie meistens im Pasar Petisah. Nachher Essen bestellen für den Geburtstag Maria's Mutter. Sie wird 85 und will ein grosses Fest. Die Geschwister sind bereits wieder am Streiten. Vielleicht verschwinde ich, wenn die hier eintreffen. Da laufen unglaubliche Geschichten ab. Nachher zum Schneider zur Besprechung Maria's Kleides für den Anlass. Wir holen Efraim bei seinem früheren Kindergarten ab. Er fährt heute zum 1.Mal mit dem Schulbus bis dorthin. So sparen wir mehr als ½h Fahrzeit. Durch ein riesiges Verkehrschaos kämpfen wir uns zum Sun Plaza durch. Ich bringe meine Uhr zur Reparatur. Ich schaue noch einige Seiko-Uhren an. Sie haben ein Super-Angebot für 1'600'000 IDR (130 CHF), der halbe Preis für eine Kinetic aus Titan mit Saphirglas. Ich schlage zu. Zum Apero gibt’s Sauerteigbrot mit Käse und Bier! Nachtessen im Primadonna, nur Maria und ich. Zu Hause erwarten uns Lewy und seine Freundin Mutia. Mutia's Mutter kann das Schulgeld nicht termingerecht aufbringen. Sie fragen ob ich helfen kann. Sie brauchen 4'000'000 IDR und geben ein neues Samsung Galaxy S5 als Pfand (7'000'000 IDR). Ich verstehe nicht wie man ein so teures Mobil-Telefon kaufen kann und dann kein Geld für die Schule hat. Ich werde es mir überlegen.
Di 28.10.2014
Um 4h ruft mich Maria, ihre Mutter übergibt sich schon seit längerer Zeit. Ich gehe zu ihr. Aber ihre Mutter meint ich gehe besser schlafen, also zurück ins Bett. Nach dem Frühstück gehen wir in einen Stoffmarkt. Maria kauft Spitzen/Brokat für ihr Kleid (2 x 1.25m = 600'000 IDR = 48 CHF). Den passenden Stoff kauft sie noch nicht. Zu Hause kommt eine Freundin zu Besuch. Efraim hat heute Mandarin-Nachhilfe-Stunde. Wir holen ihn vom Schulbus ab und bringen ihn hin. Später holen wir ihn ab, er will etwas essen. Ich kaufe eine Dose!!! Butter für mein gutes Brot. Zu Hause gibt es Apero, Butterbrot mit Käse und Bier. Die Butter ist kaum geniessbar. Es ist eigentlich Margarine mit einem komischen Geschmack. Schade ums Brot.
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Fr 31.10.2014
Wir bringen Efraim zur Schule, nachher Frühstück im Pasar Petisah. Zu Hause angekommen findet Maria, dass wir nach Tuk Tuk (Lake Toba) müssen um ihre Ferienwohnung zu räumen. Der Mietvertrag läuft aus und wir wollen ihn nicht verlängern. Schnell packen und die Schule informieren. Um 13h holen wir Efraim von der Schule ab und fahren los. Der Verkehr ist sehr mühsam. In Siantar machen wir eine ½h Pause. Darum verpassen wir die Fähre um 17.45h um 20 Minuten und müssen bis 21h auf die nächste Fähre warten. Wir nehmen eine englische Touristin mit und helfen ihr in Tuk Tuk beim Unterkunft suchen. Wir schlafen im Bagus Bay, obwohl sie die Preise unverschämt angehoben haben. Letztes Mal haben wir für das gleiche Batak-Haus 80'000 IDR bezahlt. Jetzt wollen sie 200'000 IDR. Schlussendlich bezahlen wir 150'000 IDR = 12 CHF. Nachtessen um 22h im Horas, Schnipo!
Sa 01.11.2014
Nach dem Frühstück fahren wir mit dem Töff nach Tomok. Maria will unbedingt Saksang eine Batak-Spezialität, Schweinefleisch im Blut gekocht und gut gewürzt. Schmeckt sehr gut. Es gibt auch eine Variante mit Hundefleisch! Nachher besuchen wir eine Freundin. Ich hole meinen Lastwagen um die Ferienwohnung zu räumen. Es gibt einige Diskussionen mit Maria. Sie will sogar leere Flaschen zügeln. Schlussendlich überlässt sie doch einiges ihrer Freundin. Um 17.30h sind wir zurück im Bagus Bay. Küde hat versucht mich anzurufen. Ich rufe zurück. Papi ist heute Morgen um 8.30h MEZ (14.30 WIB) an einem Hirnschlag gestorben bei der Morgen-Toilette. Kurz und schmerzlos, wie er es sich gewünscht hat. Er hat sich schon vor einiger Zeit aufgegeben, wollte einfach nicht mehr. Er hat nur noch seine Zeitung gelesen und ist auf dem gleichen Stock zum Essen gegangen. Keinen Schritt mehr als nötig. Der Zustand von Muetti war für ihn schwer zu ertragen. Das Sterben war für ihn eine Erlösung. Trotzdem bin ich traurig. Alle haben erwartet, dass etwas mit Muetti passieren wird, nicht mit ihm. Auch Maria ist sehr traurig. Sie ist vermutlich die letzte Person der er seine geliebten Foto-Alben gezeigt hat. Sie waren vor 25 Jahren in Sumatra / Indonesien. Eben am Lake Toba, wo ich jetzt von seinem Tod erfahren habe. Ich benachrichtige Stefan, Markus und einige andere. Ich benachrichtige noch meine Reiseversicherung. Zum Nachtessen bleiben wir im Bagus Bay. Es gibt eine Batak-Show, die habe ich bereits 3 Mal gesehen. Nachher bin ich sehr müde. Wir gehen schlafen.
So 02.11.2014
Wir stehen früh auf, wir wollen die 10h Fähre erreichen. Nach dem Frühstück verlade ich den Töff wieder und packe unsere Utensilien. Um 9.30h fahren wir los nach Tomok. Die Fähre ist nicht voll. Nach 45 Minuten sind wir in Parapat. Dort tanken wir noch und fahren dann los. In Siantar verteilen wir noch Einladungen für die Geburtstags-Party von Maria's Mutter. Die werden hier persönlich überreicht, nicht per Post! Der Verkehr läuft gut. Ein weiterer Verteil-Stopp in Sei Rampah. Um 16h sind wir in Medan. Wir schalten noch einen Verpflegungs-Halt ein bevor wir zu Hause sind. Wir laden das meiste aus und packen aus. Ich beginne mit dem Organisieren meiner Reise in die Schweiz. Die Reiseversicherung hat grünes Licht gegeben. Ich werde am Dienstag 4.November um 20h via Singapore nach Zürich fliegen. Rückflug am 4.Dezember, den kann ich aber noch ändern. Ich rufe Muetti wie jeden Sonntag an. Sie scheint das alles relativ gut zu verkraften. Auch Maria spricht kurz mit ihr. Schlussendlich verschicke ich noch eine Mail. Nachher kocht mir Maria eine Nudel-Suppe mit Gemüse und Ei. Ich gehe bald schlafen.
Mo 03.11.2014
Wir bringen Efraim zur Schule, nachher Frühstück im Pasar Petisah. Danach verteilen wir mit dem Töff Einladungen zur Geburtstags-Party von Maria's Mutter. Am Abend hole ich meine Uhr aus der Reparatur, eine neue Krone für 100'000 IDR = 8 CHF. Nachtessen im Kampung Keling.
Di 04.11.2014
Wir bringen Efraim zur Schule, nachher Frühstück im Pasar Petisah. Jetzt ist packen angesagt. Ich bereite alles vor, dann verteilen wir nochmals Einladungen. Um 16.45h bringt Lewy mich und Maria zum Bahnhof. Heute hat es natürlich keinen Verkehr, nicht wie letztes Mal. Da brauchten wir 45 Minuten, heute nur 20 und sind darum viel zu früh. 17.40h fährt der Zug. Nach 30 Minuten sind wir in Kualanamu, dem Flugplatz von Medan. Einchecken und etwas Kleines essen (Maria), für mich ein Soft-Ice. Abschied von Maria. Um 20.05h geht es los nach Singapore. Nach einem Zwischenstopp von 3h geht es weiter nach Zürich. Ich habe ein 2er Abteil im Oberdeck für mich alleine.
Mi 05.11.2014
Um 07.30h landen wir in Zürich. Ich löse ein Monats-GA und fahre direkt nach Steckborn. Sie haben Papi hier aufgebahrt, damit ich ihn noch sehen kann vor der Kremation. Ich erkenne ihn kaum wieder, weil sie seine Gesichtshaut gestrafft haben. Er liegt friedlich da, daneben brennt eine Kerze. Ich mache auf Wunsch von Maria einige Fotos. Dann mache ich mich auf den Weg nach Regensdorf/Watt. Da wohnt Markus. Martina, seine Freundin hat vor einigen Tagen eine Halux-Operation gehabt. Darum wohnt sie jetzt bei Markus bis sie wieder mobil ist. Sie stellt mir ihre Wohnung in Dänikon zur Verfügung. So habe ich ein Zuhause während meiner Zeit in der Schweiz. Ich fahre nach Höngg und hole einige Sachen aus meinem Keller. Um 18h kommt Markus von der Arbeit nach Hause. Es gibt Spaghetti zum z'Nacht. Nachher bringt er mich mit dem Auto nach Dänikon. Ich installiere noch das Kabel-Modem es funktioniert jedoch nicht auf Anhieb. Nach einem Anruf bei Cablecom und einiger Zeit warten funktioniert es dann doch.
Do 06.11.2014
Frühstück mit Kaffee, Milch, Butter, Joghurt und Käse geniesse ich. Ich richte mich ein, gehe Einkaufen im Volg im Dorf. Stefan hat kurzfristig einen Termin, so verschieben wir unser Treffen auf Freitag. Ich bin müde und bleibe zu Hause. Zum z'Nacht gibt es Cervelats und Brot.
Fr 07.11.2014
Nach dem Frühstück, einkaufen im Volg. Zum Mittagessen fahre ich nach Zürich zum obligatorischen Gordon Bleu in der Bierhalle, wie früher jeden Freitag. Nachher mache ich mich auf den Weg nach Kreuzlingen um Muetti zu besuchen. Sie erwartet mich schon im Aufenthaltsraum. Sie sitzt im Rollstuhl. Seit sie Mitte Oktober gestürzt ist und einen Oberschenkelhals-Bruch hatte ist sie noch unsicherer. Wir drehen eine Runde durchs Quartier. Unterwegs ruft Maria an, sie redet mit Muetti. Nach 2h fahre ich zurück nach Zürich. Bei Stefan gibt es Apero. Wir warten auf Andrea. Sie will aber nicht mitkommen, weil sie sich schlecht fühlt. Wir gehen in den nahen Aargauerhof zum Nachtessen. Der Hirschpfeffer ist sehr gut und viel. Wir reden über Gott und die Welt. Um 00.09h fahre ich mit dem letzten Zug der Anschluss nach Dänikon hat zurück. Gegen 1h bin ich zu Hause.
Sa 08.11.2014
Ich treffe Trudi in der Bierhalle. Sie arbeitet bis 17h. Nachher ist sie zu müde um wie geplant zum "Räbeliechtli-Umzug" nach Richterswil zu fahren. Stattdessen gehen wir ins Santa Lucia auf eine Pizza. Ich bringe sie noch nach Hause und fahre dann zurück nach Dänikon.
So 09.11.2014
Ich besuche Wen, die Untermieterin in meiner Wohnung. Sie ist aufgestellt und erzählt viel. Ihre Mutter und Grossmutter werden sie bald besuchen. Die Mutter wird 3 Monate hier bleiben. Anschliessend bei Elena zum Nachtessen.
Mo 10.11.2014
Ich fahre mit dem Zug nach Kreuzlingen. Da hole ich Muetti im Altersheim ab. Meine Brüder haben keine Zeit sie mit dem Auto abzuholen. Wir fahren darum mit dem Fahrdienst nach Steckborn. Um 14h beginnt die schlichte Urnenbeisetzung auf dem Friedhof bei der reformierten Kirche. Anschliessend geht es zu Fuss zur Abdankungsfeier in der katholischen Kirche. Ausser den nahen Angehörigen sind 3 Leute aus dem Dorf, 3 Professoren-Kollegen vom Tech Winterthur, Heidi, sie ist Papi's Gottenkind, Bea, Maja und Leoni anwesend. Total sind wir 24 Leute. Die Kollekte wird für ein Entwicklungs-Projekt in Afrika verwendet. Mit dem Geld werden Ziegen gekauft und an arme Bauern abgegeben. Das erste Neugeborene geht wieder an die Organisation. So wird sichergestellt, dass in Afrika im Namen von Papi weiter gemeckert wird, wie der Kaplan in seiner Rede sagt. Zum z'Vieri gehen wir ins Restaurant Feldbach. Wir sitzen zusammen, es wird viel geredet. Man trifft sich sonst sehr selten. Muetti ist bei guter Verfassung. Erst nach 3 Stunden will sie zurück ins Altersheim. Aber sie will nicht als erste gehen meint sie. Der Fahrdienst bringt sie zurück. Wir sitzen noch eine Weile beisammen. Ich fahre mit Maja, Stefan und Markus im Auto zurück. Maja bringt mich noch nach Hause.
Di 11.11.2014
Am Vormittag ist mein Waschtag. Am Abend treffe ich Walti in Zürich im D-Vino bei der Bahnhofstrasse.
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So 25.01.2015
Am Nachmittag sitze ich mit Maria zusammen vor meinem Haus. Wir reden darüber wie es weiter gehen würde falls ich meine Reise fortsetzen würde. Ich müsste Anfangs März losfahren, damit ich im Juni etwa in Bali wäre. Efraim hat dann 5 Wochen Schulferien. Maria & Efraim könnten mich dort besuchen und wir würden zusammen Lombok bereisen. In den Weihnachts-Ferien würden sie mich dann gerne in Australien besuchen. Ich weiss nicht ob ich wirklich weiter reisen soll. Es gibt gute Gründe dafür und dagegen.
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Do 05.02.2015
Heute ist ein guter Tag. Maria's Mutter wurde endlich am Auge operiert und ich habe vom Ombudsmann des Kantons Zürich die Nachricht erhalten, dass die periodische Fahrzeug-Prüfung für meinen Kleinlaster nun doch um max. 2 Jahre aufgeschoben werden kann. Vorher gab es ein langes hin und her mit dem Strassenverkehrsamt, dem TCS und dem ASTRA.
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Sa 07.03.2015
Bernhard, mein Arbeitskollege aus der VAW und seine Frau sind auf der Heimreise. Er startete im September 2009 zu einer grossen Segeltour. Eigentlich wollten wir uns irgendwo auf dieser Welt treffen. Es hat aber nie geklappt. In Australien haben sie ihr Segelschiff verkauft. Ein Auto gekauft und das Land auf der Strasse erkundet. Nächste Woche werden wir sie in Singapur treffen. Ich habe Flug und Hotel bereits gebucht. Heute beginne ich mit packen und dem vorbereiten meines Autos. Vor langer Zeit habe ich einmal Spaghetti und die nötigen Zutaten gekauft. Heute kaufen wir in Petisah "Schweinsplätzli", Paniermehl, Eier und Zwiebeln ein. Auf dem Rückweg kaufen wir noch eine Flasche australischen Wein (240'000 IDR). Zum Nachtessen koche ich. Es scheint zu schmecken. Maria erzählt ihren muslemischen Freundinnen es sei Rindsfleisch. Sie meinen es schmecke gut!
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Di 10.03.2015
Heute fliegen wir nach Singapur. Lewy bringt uns zum Bahnhof. Von da weiter mit dem Zug. Der kostet neuerdings 100'000 IDR (7.50 CHF) pro Person. Wir benützen den Zug nur um sicher zur Zeit anzukommen. Wenn die so weiter die Preise erhöhen können sie bald den Betrieb einstellen. Ein Taxi kostet max. 150'000 IDR. Wir essen noch etwas, dann geht es los. Um 14.00h sind wir in Singapur. Maria's Gepäck kommt nicht an. Die Dame am Lost & Found ist überfordert. Wir füllen ein Formular aus, dann passiert nichts mehr. Nach ¾h fahren wir per Taxi zu unserem Hotel 5Footway.inn in Chinatown. Unser Zimmer liegt zuoberst im 4.Stock. Gleich neben der Dachterrasse. Es ist sehr klein, aber cool eingerichtet. Für Efraim gibt es ein Bett, das über eine Leiter zugänglich ist. Da im Koffer von Maria auch Medikamente waren, gehen wir zuerst in eine Apotheke. Die meisten Medikamente bekommt man gegen Vorlage eines Ausweises als Ausländer problemlos. Wir essen und trinken noch etwas, dann zurück ins Hotel. Um 18h kommen Bernhard & Annemarie vorbei. Auf der Dachterrasse sitzen wir bei Wasser & Whisky beisammen und reden. Zum Nachtessen gehen wir in den nahe gelegenen Chinatown Foodcourt. Bernhard & Annemarie laden uns ein. Darum setzen wir uns bei einem Restaurant. Das Essen ist gut, aber ziemlich teuer. Inkl. Bier kostet alles zusammen etwa 140 SGD (100 CHF). Die Frauen und Efraim gehen lädele. Bernhard und ich reden über Gott und die Welt. Etwa um 23h gehen wir zurück ins Hotel.
Mi 11.03.2015
Nach 9h gehen wir zum Maxwell Foodcourt zum Morgenessen. Nachher holen uns Bernhard und Annemarie mit dem Taxi beim Hotel ab. Wir fahren zum Zoo. Der Eintritt kostet trotz Vergünstigung immer noch 90 SGD (63 CHF) für Maria, Efraim und mich. Kaum sind wir da, beginnt es zu regnen. Wir können gerade noch die Krokodile besuchen. Wir machen dann eine Rundreise mit dem "Zügli". Weil es immer noch regnet essen wir etwas Kleines. Trotz Regen besuchen wir dann die Eisbären und Elefanten. Da wird eine Show geboten. Zum Schluss kann Efraim noch die Elefanten füttern. Der Regen wird stärker. Wir fahren mit dem "Zügli" zurück. Nahe beim Eingang geht es zu den weissen Tigern. Es ist unterhaltend ihnen beim Spielen zuzusehen. Mit dem Taxi zurück zur Chinatown. Im Foodcourt essen und trinken wir noch etwas Kleines. Gegen 20h verabschieden sich Bernhard und Annemarie. Wir gehen vor dem Nachtessen noch kurz ins Hotel. Wie befürchtet hat gestern die indische Dame vom Lost & Found Schalter nichts unternommen. Ich bin ziemlich sauer. Wir werden uns in Medan weiter darum kümmern. Zum Nachtessen nochmals zum Foodcourt. Mein Black Pepper Beef ist sehr gut.
Do 12.03.2015
Nach 8h mit dem Taxi zum Flugplatz. Frühstück in der Abflughalle. Pünktlich um 10.40h fliegen wir zurück nach Medan. Nach 11h sind wir da. Beim Lost & Found Schalter behaupten sie unser vermisstes Gepäck sei normal nach Singapur geschickt worden. Zumindest zeigt er uns den entsprechenden Kleber. Sie versprechen uns auf dem Laufenden zu Halten. Mit einem illegalen Taxi fahren wir nach Hause (115'000 IDR). Das schlechteste Taxi, aber der beste Fahrer bis jetzt. Ich beginne mit den Vorbereitungen für meine Weiterreise. Ich hole meine ZH-Nummernschilder für Motorrad und Lastwagen ab, das ich für die Front machen liess. Später merke ich dass er die gleiche Nummer für beide geprägt hat. Nachdem ich mein Motorrad beim "Doorsmeer" gereinigt habe, bringen wir das Motorrad-Schild zurück. Morgen sollte es fertig sein. Maria bekommt langsam Mühe mit meiner Abreise. Zum Nachtessen ins Kampung Keling.
Fr 13.03.2015
Nach dem Frühstück im Pasar Petisah beginne ich zu packen. Meine Unterlagen aus der Schweiz kommen immer noch nicht. Maria will nicht am Samstag abreisen. Wir einigen uns auf Sonntag. Apero mit Käse, richtigem Brot und Bier. Um 20h fahren wir mit dem Taxi ins Asia Columbia Hospital. Efraim muss seine Ohren kontrollieren lassen und Maria braucht ein Rezept. Nachher wieder ins Kampung Keling zum Nachtessen. Lewy und Mutia kommen auch. Um 23h sind wir zurück ich bin todmüde.
Sa 14.03.2015
Die Mutter einer Schulkollegin von Maria ist gestorben. Sie ist Muslimin und die werden innert 24h begraben. Darum gehen wir vor dem Frühstück dort vorbei. Frühstück wie üblich im Pasar Petisah. Ich vervollständige noch meine Internetseite mit den Bildern von Singapur. Wir fahren heute nicht los, wie fast erwartet. Zum Nachtessen in die Jalan Semarang.