Tagebuch

16.07.2013

Do 6.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. Den üblichen 2.Kaffee bekomme ich ohne dass ich ihn bestellen muss. Ich weiss nicht wann die Zoll-Dokumente bereit sind. Um 12h die erlösende Email. Die Dokumente sind bereit. Einen Moment zögere ich, ich bin nämlich gerade an einer Email am Schreiben an Mr. Bangun, dass ich heute nicht mehr kommen werde. Ich sende die Email nicht und starte die Feuerwehr-Übung! Hotel Swiss-Belinn in Medan buchen, Flug um 21h buchen, für den Flug um 17h reicht es nicht mehr. Packen, dann Check-Out, habe schon vorher sicherheitshalber um eine Verlängerung angefragt. Noch die Boarding-Karte ausdrucken, dann mit der Monorail zum KL-Sentral. Um 14.15h sitze ich im Zug nach Port Klang. Rufe Mr. Rishin an, dass ich in 1h in Port Klang bin. Wir werden uns am Bahnhof treffen. Er schafft es ein letztes Mal nicht zur Zeit bereit zu sein. Um 15.45h erscheint er auf einem Motorrad. Ich bekomme meine Carnets und andere Dokumente. U.a. die Rechnung über 4503 MYR = 1500 CHF für den Anteil in Malaysia. Wir trinken noch etwas. Um 16.10h mit dem Zug zurück nach KL-Sentral. Um 17.20h bin ich da. Es regnet, aber heute ist mir das egal, ich muss nur zum Aerobus und der Weg dahin ist gedeckt. Mitten durch den Feierabend-Verkehr zum Flugplatz (KLIA-LCCT). Wir brauchen 1½h statt 1h. Um 19h bin ich da. Umziehen, lange Hosen und Schuhe um beim Einreisen einen guten Eindruck zu hinterlassen. Gepäck abgeben, dann Nachtessen im "Taste of Asia", ein Schnellimbiss, aber gut. Noch einen Whisky im Taxe Free kaufen, dann zum Gate. Wir fliegen etwa 10 Min. zu spät ab, sind aber fast zur richtigen Zeit in Medan. Wegen der Zeitverschiebung früher als gestartet! Nach 21h landen wir. Die Einreise geht speditiv. Der Zöllner wundert sich, dass ich 150 Tage bleiben will. Mit dem Taxi zum Hotel Swiss-Belinn (55'000 IDR = 5.50 CHF). Das Hotel ist sehr modern. Die Zimmer sind rund um einen gedeckten Innenhof über der Lobby angeordnet. 8 Stockwerke. Mein Zimmer (607) liegt im 6.Stock und hat eine grosse Fensterfront in den Innenhof. Ich verlängere gleich bis Montag (470'000 IDR/Tag = 47 CHF). Richte mich ein, Internet via Kabel oder WLAN möglich. An die Bar auf einen Schlummi. 2 Bier kosten 75'000 IDR. Weil 3 für 2 gilt, habe ich noch eines für morgen zugute. Noch Emails, dann schlafen.

Fr 7.6
Erwache schon um 7.30h, gehe um 8h zum Frühstück. Buffet mit indonesischen Speisen & Eier-Küche & Toast. Der Kaffee ist mal nicht schlecht, die Omelette sowieso gut. Es gibt auch Scheibenkäse und "Konfi". Ich nehme sogar ausnahmsweise davon, es hat nämlich Heidelbeer-Konfi. Melde um 9h Mr. Bangun, dass ich bereit bin. Er fährt zuerst ins falsche Hotel (Grand Swiss-Belinn) und kommt darum erst um 10.45h. Ich übergebe ihm die Dokumente. Wir reden noch über den Preis. Der Zoll ist so teuer (900 CHF) weil geschmiert werden muss! Es wird nochmals etwa 1500 CHF kosten. Total 3000 CHF für die kürzeste Verschiffung bis jetzt (300km). Aber so ist das hier offenbar. Dann gehe ich eine SIM-Karte kaufen. Kostet 6000 IDR mit 3000 IDR Kredit. Wird auch gleich aktiviert und mit 100'000 IDR = 10 CHF nachgeladen. Zurück im Hotel studiere ich die Unterlagen und teste mal aus. Mr. Bangun bekommt meine SMS sofort. Mit dem Ausland zu kommunizieren ist schwieriger bis unmöglich. Ich gehe nochmals in den Laden. Sie probieren alles aus. Es stellt sich heraus, dass es hier einfach manchmal nicht funktioniert, obwohl alles richtig eingestellt ist. Schöne Aussichten! Zurück im Hotel "Büro", Email auf Deutsch, dass ich in Medan bin. Um 16h erkunde ich die Umgebung. Trinke unterwegs ein Bier und esse gute Frühlingsrollen im "Kopibaba". Gehe bis zum Merdeka Walk. Da sind die Leute am Sport treiben an Fitnessgeräten. Zurück gehe ich quer durchs Quartier. Im Hotel noch die englische Version der Email. Bekomme ziemlich viele Antworten. Apero im Zimmer mit dem letzten Whisky aus Langkawi. Vor lauter sparen ist noch übrig geblieben! Nach 20h gehe ich zum Nachtessen. An der Rezeption empfehlen sie die Jalan Semarang. Eine Fress-Strasse wie Jalan Alor in Kuala Lumpur. Nicht so perfekt, aber auch gut. "Satay Babi" (mit Schweinefleisch) schmeckt sehr gut. Dazu Reis & Gemüse. Das grosse Bier kostet hier "nur" 25'000 IDR = 2.50 CHF. Um 22h rufe ich Stefan an. Über SIP nicht möglich. Mit dem Handy funktioniert es dann, ist aber teuer. Später merke ich dass der Preis von der Einwahlnummer abhängt! Mit "007" = 0.60 CHF/min, mit "01017" = 0.24 CHF/min. Um 23h bin ich im Bett.

Sa 8.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. Heute finde ich sogar Joghurt. "Büro", abrechnen Malaysia, aufräumen der Unterlagen, Email usw. Geld beschaffen ist einfach. In der Lobby steht ein Geldautomat. Allerdings gibt es nur 1'000'000 aufs Mal. So muss ich die Bezüge über längere Zeit verteilen bis ich meine 16 Millionen zusammen habe für den Container. Mr. Bangun meldet sich, sie können den Motor nicht starten. Ich habe gelesen, dass zum Verschiffen nach Indonesien die Batterie abgehängt werden muss. So war es denn auch, nur die Indonesier wissen das nicht! Habe noch 500 indische Rupien gefunden. Gehe sie gegen 80'000 indonesische Rupien wechseln und mache einen Rundgang durchs Quartier. Nach 1h bin ich zurück. Für die Versicherung suche ich die indonesische Variante meines Motorrades (Honda Supra X 125 SW), weil sie es sonst nicht versichern können!??! Bis das klar ist braucht es 3 Emails. Da jetzt Samstagnachmittag ist, bekomme ich keine Antwort mehr. Um 16h frage ich bei Mr. Bangun nach, ob sie den Motor starten konnten. Er ruft mich umgehend zurück und meldet erfreuliches. Mein Auto konnte gestartet werden und ist durch den Zoll! Am Montag soll ich umbauen können. Was Schmiergeld nicht alles bewirkt! Rufe gleich Stefan an um ihm das Neueste mitzuteilen. Dann verschicke ich Emails mit der erfreulichen Nachricht. Apero im Zimmer. Nach 20h mit einem Bentor (Becak bermotor = Motorrad Taxi) zum Merdeka Walk. Da soll es eine Fress-Meile geben. Als ich da war, habe ich nur einen McDonald gesehen. Aber es hat tatsächlich viele Restaurants. In "The Soul" bestelle ich "Beef on hot plate". Ist sehr gut, schön serviert, aber etwas wenig (43'000 IDR). Das grosse Bintang kostet hier 39'600, also ziemlich teuer. Kaum habe ich fertig gegessen, setzt sich Abdurrachman ein 21-jähriger Indonesier zum mir. Er lernt Koch und will viel wissen. Seine Freundin wartet an ihrem Tisch. Sein Essen ist bereits da. Ich mache den Vorschlag an ihren Tisch zu zügeln. Seine Freundin will kaum glauben, dass ich mit dem Auto hierher gereist bin. Erzählt es allen Kollegen rundherum. Es beginnt zu regnen, wir zügeln unters Dach. Nach 22h bringen sie mich zum Bentor und diskutieren mit dem Fahrer um den Preis. Es kostet wieder 15'000 IDR = 1.50 CHF wie die Herfahrt. Bald gehe ich schlafen.

So 9.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. "Büro", probiere Google Translator in meine Seite zu integrieren. Funktioniert nicht richtig, lasse es beim Alten. Um 14h gehe ich auf Erkundungs-Tour. Es regnet leicht. Ich hole meinen Schirm. Eine gute Entscheidung, denn ab jetzt regnet es nicht mehr. Zuerst zur (grossen) Masjid Raya Al-Mashun. Eintritt kostet es nicht, aber man soll etwas spenden (5000 INR). Heute ist Sonntag und am Sonntag haben Schüler und Studenten frei. Und was machen sie? Hausaufgaben! Ich habe nicht mehr daran gedacht, aber das war schon früher so in Indonesien. Sie haben zur Aufgabe bekommen Ausländer zu Interviewen. Das tun sie Gruppenweise. Ich werde gleich am Anfang angefragt, ob ich Zeit hätte. Ich nehme mir die Zeit. Es sind lustige 10 Min. Es sind alles Mädchen/Frauen und wir haben einen Spass dabei. Zum Schluss natürlich die obligaten Fotos. Dann kann ich in Ruhe die Moschee anschauen. Weiter zum Istana Maimoen (Palast). Da natürlich das gleiche Spiel, aber hier auf Deutsch! Ich verspreche nach der Palast-Besichtigung zu ihnen zu kommen. Diesmal geht es 20 Min. Sie fragen nicht viel, sondern geben mit Informationen über die Touristenziele und das alles auf Deutsch! Manchmal ist es schwierig, aber wir unterhalten uns glänzend. Die nächste Gruppe will mich auf Englisch über das Essen in Medan ausfragen. Da ich erst 2 Mal hier gegessen habe, ist das nicht sehr ergiebig. Zwei der Mädchen von der Moschee sind auch da und wollen nochmals ein Foto mit mir, sie auf dem Motorrad. Ich gehe weiter zum "Tjong A Fie Manison". Das ehemalige Wohnhaus des reichsten Mannes von Sumatra. Es wurde mir von der Deutsch sprechenden Gruppe empfohlen. Man bezahlt 35'000 IDR = 3.50 CHF Eintritt. Bekommt dafür eine nette Führerin, die einem durch das Haus führt. Noch heute werde 30% der Infrastruktur von Medan durch die Stiftung dieses reichen Chinesen finanziert, erklärt sie mir. Zum Abschluss ein Bier im berühmten Restaurant "Tip Top". Um 17.30h bin ich zurück. Telefoniere mit Muetti & Papi. Die Verbindungsqualität ist schlecht, auch übers Handy. Habe versucht das Hotelsystem mit "IP-Klau" zu überlisten, hat nicht funktioniert. Teste die Internet-Verbindung via Handy aus. Funktioniert sehr gut, keine Ahnung was es kostet. Zum Nachtessen wieder in die Jalan Semarang. Heute Bami Goreng. Ich bestelle mit Schwein. Es hat alles drin, nur ob auch Schwein weiss ich nicht. Es ist auf jeden Fall gut. Es regnet in Strömen, logisch, ich habe keinen Schirm dabei! Zum Abschluss noch einen frischen Apfelsaft. Zurück im Hotel rufe ich Markus über SIP via Handy an. Die Verbindung ist so gut wie noch nie in Indonesien. Nach 10 min. und 25 MB ist meine Kontostand immer noch gleich hoch wie vorher. Keine Ahnung wie das Abgerechnet wird. Bald darauf gehe ich ins Bett.

Mo 10.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. Heute nicht Zuviel. Habe am Morgen den "Dünnpfiff" gehabt. Vielleicht vom Apfelsaft. "Büro". Mr. Bangun wird mich mit dem Motorrad abholen. Ich weiss aber nicht wann. Die Versicherung verlangt einen "Official letter" von der Polizei. Keine Ahnung wo ich den bekomme. Frage die Versicherung und Mr. Bangun. Die schicken mich zur Polizei. Fahre mit einem Becak hin. Niemand sprich Englisch. Mr. Bangun muss per Telefon erklären was ich will. Sie schicken mich weiter zu einer anderen Polizei-Station. Aber auch da kein Erfolg. Fahre zurück ins Hotel, total 50'000, viel Zuviel. Mr. Bangun hat einen Freund organisiert. Sie kommen zu dritt ins Hotel. Sie wissen was zu tun ist, aber die entsprechende Person bei der Polizei ist nicht anwesend. Sie verschieben das auf morgen. Mich schicken sie per Taxi nach Belawan (150'000 IDR) zu Mr. Bangun. Nach ¾h bin ich da. Wir sitzen im kleinen Büro ihrer Firmen-Baracke. Auch der Big-Boss ist da. Ich bekomme die Rechnung und die Carnets. Alles i.O. 16'408'090 IDR = 1640 CHF. "Pos 3 Clearance Custom Charge (un-official) = 9'000'000" heisst eben Schmiergeld. Wir haben es lustig, aber mein Container kommt nicht, Stau bei der Ausgabe. Nach 1h, es ist inzwischen 16.30h, sage ich ihnen, dass wir von mir aus mein Auto auch erst morgen umbauen können. Heute würde es sowieso zu spät weil es in 1h dunkel wird. Ich habe das Gefühl alle sind erleichtert. Sie haben mich herbestellt, weil sie es auf Montag versprochen haben! Um 17h fährt mich der Boss persönlich zurück ins Hotel. Apero im Zimmer. Nach 20h in die Jalan Semarang. Weil ich gestern die Chefin erschreckt habe, kenn mich alle wieder. Heute "Nasi Goreng", sehr gut. Heute keinen frischen Apfelsaft. Will meinen Magen nicht wieder strapazieren. Lieber nochmals ein Bier! Um 22h bin ich zurück und rufe Bea an. Wieder über SIP via Handy. Es wird wieder nichts abgebucht von meinem Konto. Mir soll es recht sein. Um 23h bin ich im Bett.

Di 11.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. Um 10h ruft Mr. Bangun an, er komme erst um 11h. Er kommt pünktlich und wir fahren mit seinem Motorrad los. Unterwegs muss ich noch ein Dokument unterschreiben. Um 12h sind wir in seinem Büro. Das Auto aus dem Container holen. Es ist ganz nahe an einer Seite parkiert. Schwierig es da ohne Berührung heraus zu holen. Aber Mr. Bangun schafft es. Beim Hineinfahren haben sie aber schon touchiert! Um 12.30h kann ich loslegen. Der Zoll hat das ganze Auto ausgeräumt und natürlich nicht mehr gleich zurück. Muss alles zuerst suchen. Zum Abheben des Daches bringen sie einen Hubstapler ohne Bremsen! Der fährt mir dann prompt ins Auto. Müssen auf einen anderen warten. In der Zwischenzeit räume ich einigermassen auf im Auto. Mit der Gabel-Verlängerung können wir das Dach mit einem einzigen Hubstapler abheben. Die Zwischenteile einsetzen und provisorisch verschrauben. Um 13.45h können wir das Dach wieder aufsetzen. Jetzt wo ich Platz habe, räume ich die Boxen wieder an den ursprünglichen Ort ein. Es sind immer mehrere Leute da die zuschauen und wenn nötig auch helfen. Mr. Bangun ist meistens da und hilft. Er hat sein Büro auf meine Campingstühle verlegt. Um 17.30h bin ich fertig. Gerade rechtzeitig, denn es beginnt zu regnen. In Malaysia haben sie meinen Tank fast vollständig entleert! Ich muss zuerst tanken. Mr. Bangun kommt mit. An der 1.Tankstelle hat es Stau. Wir fahren weiter An der nächsten ist es besser. Ich tanke für 200'000 IDR, weil ich nicht genug Geld zum Volltanken habe. Bringe Mr. Bangun zurück in sein Büro und fahre dann los. Voll rein in den Verkehr, 31km bei Nacht und Regen. Hier wird ziemlich diszipliniert gefahren und kaum gehupt. Ich schaffe es ohne Unfall bis ins Hotel. Habe ja noch keine Versicherung. Um 19.15h bin ich da. Es gibt noch einige Diskussionen um den Parkplatz-Preis (100'000 IDR für 2 Nächte!). Dann kann ich stinkdreckig und todmüde unter die Dusche. Hosen und Schuhe gleich mit. Noch Emails lesen. Abdurrachman fragt ob wir uns morgen treffen können. Wir verabreden uns. Um 20.30h zum Nachtessen im Hotel. Ein "Designer Chicken Cordon Bleu". Sieht sehr schön aus, schmeckt auch gut, ist aber sehr wenig. Um 22h bin ich im Bett.

Mi 12.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. Mr. Heri von der Versicherung meldet sich. Alles bereit für mein Auto. Es kostet für 1 Jahr 5'040'000 IDR = 504 CHF. Mit dem Motorrad gibt es ein Problem. Sie müssen eine andere Versicherung suchen. Um 12h kommen sie vorbei und bringen den Vertrag für das Auto. Shinta eine Kollegin von Mr. Heri spielt die Dolmetscherin. Sie gibt mir ihre Mobile-Nummer. Ich bezahle und sie versprechen auch das Motorrad zu versichern. Ich plane die Route für morgen. An der Rezeption rufen sie für mich in 2 Hotels an. Eines ist besetzt, das andere hat Platz. Wir reservieren im Losmen Diah in Langsa etwa 170km von hier. Wenn ich später noch eine weitere Reservation für Freitag machen will, will er plötzlich nicht mehr anrufen. Sein Chef habe gesagt, ich könne das selbst vom Zimmer aus machen. Ich werde ziemlich sauer und verlange den Chef. Da lenkt er sofort ein und reserviert für mich in Lhokseumawe im "Lido Graha" für 1-2 Nächte. Abdurrachman sagt das Treffen heute ab. Ich frage Shinta ob sie Lust hat. Sie hat. Bruno Zürcher von der ETH ruft mich auf meinem Handy an. Ich bin so überrascht, dass ich eine Weile brauche, bis ich kapiere wer am Telefon ist. Die Verbindung ist schlecht, wir halten uns kurz. Mr. Heri meldet sich, er hat einen Vertrag den ich unterschreiben muss. Shinta kommt um 19.30h. Wir warten auf Mr. Heri. Ich unterschreibe und bezahle 1'300'000 IDR = 130 CHF für das Motorrad für 1 Jahr. Er versucht mit die Unterlagen bis morgen um 10h vorbei zu bringen. Sonst behält er sie und bringt sie mir in 3 Wochen, wenn ich wieder in Medan bin. Er verabschiedet sich und ich gehe mit Shinta zum Nachtessen in die Jalan Semarang. Sie bestellt "SMS", Reis mit frittierten Poulet Stücken und Crevetten. Sehr gut. Wir erzählen einander viel. Um 22h will sie zurück, nachher sei es zu gefährlich. Noch etwas "Büro", dann um 23h ins Bett.

Do 13.6
8h Aufstehen, Frühstück, packen. Mr. Heri schafft es nicht mir die Police vorbei zu bringen. Er meldet mir wenn sie fertig ist. Ab dann kann ich das Motorrad benützen wenn ich will. Beim Check-Out gibt es kurz Ärger, weil sie für die 3 Telefone von gestern 27'000 IDR verrechnen! Eine unglaubliche Frechheit, dass sie verrechnen und dann noch zu diesem Preis! Ich fülle gleich ein Kunden-(un)-zufriedenheits-Formular aus. Packe das Auto fertig und wasche die Scheiben. Die Parkplatz-Leute meinen ich brauche min. 4h bis Langsa. Sie werden Recht behalten. Ich brauche schon ¾h bis ich aus der Stadt bin. Es hat sehr viel Verkehr und dann hält mich auch noch die Polizei an. Sie sind aber eigentlich nur neugierig und wünschen mir eine gute Fahrt. Test danach gleich unfreiwillig mein Sicherheits-System. Es funktioniert, der Motor stellt mitten im grössten Puff ab! Gegen 12h tanke ich ausserhalb von Medan. Es gibt nur Bio-Diesel, soll aus Palmöl hergestellt sein. Ich nehme an der funktioniert auch. Sie füllt mir den Tank platschvoll. 83 Liter bringt sie hinein. Treibstoff ist sehr billig hier, 4500 IDR/l = 0.45 CHF/l. Mit dem Verkehr wird es jetzt besser. Es hat sehr viele Motorräder. Die Gegend ist meist flach mit einigen Hügeln. Da geht’s dann steil bergauf und meist gleich wieder hinunter. Es ist fast durchwegs bepflanzt. Auch hier oft Palmöl-Plantagen, eben für den Bio-Diesel! Man fährt sehr oft durch Dörfer. Darum kommt man nicht so schnell voran. Die Strasse ist meistens gut. Nur zwischendurch gibt es kurze schlechtere Abschnitte. Aber kein Vergleich zu Indien. Auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer ist viel angenehmer als in Indien. Kein Stress. Je weiter weg von Medan umso weniger Verkehr. Gegen Ende geht es durch Mangroven Wälder, d.h. auf einer Seite oft Wasser und viele Kurven. Gegen 15h erreiche ich Langsa. Das Hotel/Losmen Diah finde ich auf Anhieb. Das Navi will mich durch sehr schmale Quartierstrassen schicken. Da fahre ich aber nicht durch, darum einen kleinen Umweg. Ein Zimmer ist gross aber sehr einfach (250'000 IDR). Richtig indonesisch, keine Dusche, nur ein Mandi. Ein gemauertes Becken mit Wasser gefüllt. Daraus schöpft mn das Wasser das man braucht zum Duschen, Waschen oder WC-Spülen. Ich richte mich ein, kein Internet. Ich bin heute 169km in 4½h gefahren. Lege mich ein wenig hin, dann gehe ich auf eine Nudelsuppe in ein Restaurant gleich gegenüber. Schmeckt sehr gut. Der Ice Lemon Tea ist sehr süss, vermutlich mit Sirup gemacht. Ich trinke trotzdem drei. Gegn 17h erkunde ich die Umgebung. Es regnet leicht, ich hole den Schirm aus dem Auto. Kaufe unterwegs Crackers ein. Nach ½h bin ich bereits wieder zurück. Die Ortschaften sind hier generell viel schöner als in Indien oder Malaysia. Viele Häuser haben gepflegte Vorgärten usw. Ist für mich überraschend. Fast der ganze Verkehr auf dem Lande erfolgt mit Motorrädern. Hier fahren auch die Frauen Motorrad. Auf 1 Auto kommen etwa 10 Motorräder. Apero vor meinem Zimmer. Ein Angestellter setzt sich zu mir hin. Die Kommunikation funktioniert aber nicht, weil er kein Wort Englisch spricht, und ich kein Indonesisch. Nach 20h gehe ich wieder gegenüber ins Restaurant. Nur Nudel mit Sauce. Ich bestelle was sie am Nebentisch haben. Schmeckt sehr gut. Sauce/Suppe & Nudeln & Gemüse & Ei & lange gekochtes Rindfleisch. Hier in Indonesien ist es wieder ähnlich wie im Iran. Überall wird man angesprochen. Auch im Auto unterwegs, sobald man anhalten muss. Hello Mister, Hello Friend oder Hello Brother tönt es überall. Zurück im Zimmer noch "Büro", dann um 23h ins Bett.

Fr 14.6
Um 7h klopft es an der Tür, mein Frühstück wird ins Zimmer gebracht. Wie angekündigt nur Toast & Tee. Ein Toast mit "Nutella", der andere mit Erdnussmasse. Kein wirklch grosses Frühstück. Wenn ich schon auf bin, dann packe ich auch und mache mich bereit zur Weiterfahrt. Um 8.15h fahre ich los. Zuerst ist die Gegend durch Mangroven-Wälder geprägt. Später sind es vor allem Reisfelder. Die Strasse ist meistens gut und es hat wenig Verkehr. Es hat etwa 5 grössere Baustellen unterwegs. Da fährt man jeweils etwa 1km auf dem gewalzten Unterbau ohne Belag. Der wird dann aber benetzt, damit es nicht zu staubig ist! Vor Simpang Ulin hat es einen riesigen Lastwagenstau. Keine Ahnung wieso. Wir werden auf einen Feldweg geschickt um den Ort zu umfahren. Offenbar nicht zum 1.Mal, denn dieser Weg ist auf meiner Karte eingezeichnet! Es ist sehr eng. Einmal muss man auf einen Damm hochfahren. Ich komme problemlos hinauf. Sonst stehen Helfer bereit, gegen Geld natürlich. Nach knapp 5km sind wir wieder zurück auf der normalen Strasse. Es hat unglaublich viele Moscheen. Es werden immer noch mehr gebaut. Um sie zu finanzieren gibt es so etwas wie Strassensperren, da wird Geld gesammelt. Man kann aber auch einfach durchfahren, kein Problem. Um 11.30h bin ich in Lhokseumawe im Hotel Lido Graha. Das Hotel war einmal Nr.1 in der Provinz Aceh. Jetzt ist es aber ziemlich herunter gekommen. Seit es vom Staat übernommen wurde, wird nichts mehr investiert, wie sich der Manager beklagt. Ich hole noch 10% Rabatt heraus und bleibe (360'000 IDR). Bin heute 163km in 3½h gefahren (50km/h). War eine angenehme Fahrt. Es hat zwar Internet, aber es funktioniert sehr schlecht. Der Manager erzählt mir, es hätte keine Hotels zwischen hier und Banda Aceh. Ich habe auch keines gefunden. Ich plane durchzufahren bis Banda Aceh. Das sind 275km, man brauche 6h! Er reserviert mir ein Zimmer im Hotel Medan. Soll gemäss LP gut sein. Um 15.30h gehe ich den Ort erkunden. Er liegt eigentlich am Meer. Das bekomme ich aber nie zu Sehen. Dafür mehrere grosse Moscheen, keine ist fertig. Es hat viele Waschplätze (Doorsmeer) für Motorräder. Die haben Hochbetrieb. Ich gehe ziemlich weit der Hauptstrasse entlang, dann quer durch die Quartiere. Auf meinem Handy sind nur die Hauptstrassen drin, also nach Gefühl. Ich find problemlos zurück. Kurz vor dem Hotel trinke ich noch einen Eistee. Gegen 18h bin ich zurück, es waren 9km! Apero im Zimmer, dann ein Vollbad. Das Wasser hat eine komische Farbe, ich geniesse es trotzdem. Nach 20h mit einem Becak ins Zentrum. Das Restaurant habe ich am Nachmittag gesehen. Es war voll. Jetzt ist nicht mehr viel los. Nudeln haben sie keine mehr. Nur noch Reis. Mit im Teig frittiertem Poulet Schenkel schmeckt es gut. Mit 2 Ice Lemon Tea und Agar Agar kostet alles zusammen 25'000 IDR = 2.50 CHF. Ein günstiger Abend. Wieder mit einem Becak zurück. Etwas Diskussion über den Preis. Den 1. Schicke ich weg, am Schluss wieder 5000 wie beim herfahren. Die Leute am Strassenrand zeigen den Daumen nach oben, will heissen gut gemacht! Zurück im Hotel noch etwas Büro. Bea schickt eine SMS. Sie wird ab dem 7.September 3 Wochen Ferien haben. Dann bin ich ziemlich genau da, wo wir zusammen 1997 schon einmal waren, Java und evtl. Bali. Mr. Heri meldet, dass die Versicherung für das Motorrad jetzt läuft. Um 23h bin ich im Bett.

Sa 15.6
7h Aufstehen, Frühstück. Ein ziemlich mageres Buffet, aber eine Omelette gibt es. Packen, Scheiben reinigen. Um 8.30h fahre ich los. Ab jetzt prägen Reisfelder die Landschaft. Man sieht alle Stadien, von grün bis abgeerntet und umgepflügt. Im Landesinneren tauchen jetzt Berge auf. Nach 132km um 11h bei Pidier, ziemlich genau auf halbem Weg, beschliesst meine Sicherheits-Elektronik, es sei eine Pause fällig und stellt einfach den Motor ab! Bin ziemlich überrascht, merke aber schnell, dass es meine Elektronik ist und nichts am Motor fehlt. Find auch den Fehler schnell. Im Aufbau hat sich ein Stecker gelöst. Ich weiss nicht ob ich vergessen habe ihn zu verschrauben, oder ob er sich gelöst hat. Nach einigen Minuten fahre ich weiter. Hier hat es jetzt merklich weniger Verkehr und die Strasse ist immer noch gut. Nach 180km, 20km nach Sigli, geht es in die Berge. Bis auf 500müM hoch und wieder hinunter. Nach 44km bin ich wieder fast auf Meereshöhe. Die meisten indonesischen Autofahrer haben das Bergfahren überhaupt nicht im Griff. Sie tragen das Auto fast um die engen Kurven. In der Ebene stürmt es und ist wie schon in den Bergen bewölkt. Man weiss nie ob es zu regnen beginnt. Das bleibt so bis Banda Aceh. Um 13.45h bin ich da. Das Hotel Medan finde ich auf Anhieb. Das 2.Zimmer passt mir. Es liegt im 5.Stock mit Blick auf den Fluss (300'000 IDR). Ich richte mich ein. Es hat Internet im Zimmer, ich muss aber nahe bei der Tür sein. Um 15.30h erkunde ich die Umgebung. In einem kleinen Restaurant esse ich Nudelsuppe und trinke Ice Lemon Tea. Es ist etwas Ähnliches wie Leberknödelsuppe. Sehr gut. Nach 1h bin ich zurück. Frage bei "Eddie's Homestay" ob sie noch ein Zimmer haben. Es liegt etwa 15km weg von Banda Aceh. Ich werde nicht nach Sabang auf Pulau Weh gehen. Es stürmt und man weiss nie wenn Regen kommt. Die Fähren fahren unregelmässig wegen des Sturms. Telefoniere mit Bea. Apero im Zimmer ohne Sonne, dafür mit Sturm. Es pfeift durch die Hütte. Zum Nachtessen gehe ich ins "Country Steakhouse". Da bekomme ich ein richtiges Entrecote (Sirloin Steak). Das erste seit über einem Jahr! Es gibt sogar Bier, aber nur für Touristen! Sonst gilt in Aceh die Scharia, d.h. kein Alkohol. Der Wirt gibt mir noch Tipps für die Fahrt der Westküste entlang. Im Moment gebe es viele Erdrutsche wegen des ungewöhnlich heftigen Regens. Gegen 22h bin ich zurück. Telefoniere noch mit Brigitte. Die Verbindung bricht mehrmals ab. Um 24h bin ich im Bett. In der Nähe gibt es eine Veranstaltung mit lauter Musik. Dank Sturm und heftigem Regen ist aber bald Ruhe.

So 16.6
8.30h Aufstehen, Frühstück mit indonesischem Buffet. Nur Toast für Westler. Aber es hat kleine Gemüse-Omeletten. Dazu wieder einmal Tee. Nach 10h mache ich mich auf den Weg zu den Sehenswürdigkeiten. Zuerst zur Grossen Moschee (Masjid Raya Baiturrahman). Die ist beeindruckend. Ganz in Weiss mit 5 schwarzen Kuppeln. Leider darf man als Nicht-Moslem nicht hinein. Gleich daneben liegt der Markt. Vor allem viele Gold-Läden. Weiter zum Wasserturm. Da beginnt es zum 1.Mal zu regnen. Ein Schirm würde nichts nützen, denn es stürmt immer noch. Im Tsunami-Museum ist man wenigstens im Trockenen. Es ist ein moderner Bau. Es hat viele Besucher, heute ist Sonntag. Die Ausstellung selbst ist nichts Besonderes. Ich werde natürlich x-mal fotografiert. Der Gunongan ist ein Bauwerk ähnlich einer Pyramide, gebaut für eine malaysische Prinzessin. Das Besondere daran, es beginnt heftig zu regnen kaum bin ich da. Wir stellen uns im kleinen Eingang zu siebt unter, ziemlich eng. Der Regen hört bald auf. Auf dem Rückweg trinke ich etwas und schau dann beim Museum Negeri vorbei. Ausser einem alten Haus (Rumah Aceh) und vielen jungen Leuten nichts Besonderes. Im Obergeschoss üben sie traditionelle Tänze und Musik. Ich gehe aber nicht hinein. Kaufe mir ein Paar Shorts (50'000 IDR) und esse eine Suppe mit irgendwelchem Fleisch mit Knochen, Kartoffeln und Gemüse. Das Fleisch na ja, der Rest ist gut. Dazu gibt es Reis und Kropek. Ziemlich teuer das "Tower Café". Um 15h bin ich zurück. "Büro" usw. Telefoniere mit Roger, er hat Geburtstag, später mit Muetti & Papi. Apero im Zimmer, wieder mit Sturm und ohne Sonne. Während ich Emails verschicke stürmt und regnet es gewaltig. In Zürich ist es in den nächsten Tagen heisser als hier, über 32C°! Nachtessen wollte ich eigentlich gleich gegenüber dem Hotel. Da hat es einen "Fress-Platz" (Rex). Aber nach dem Regen und Sturm ist fast alles geschlossen. Ich esse in einem kleinen Restaurant "Mie Aceh", gebratene Nudeln sehr gut gewürzt. Dazu Ice Tea. Alles zusammen für 16'000 IDR = 1.60 CHF. Zurück im Hotel versuche ich Elena anzurufen. Funktioniert auch in der Lobby nicht. Rufe schnell via Handy an. Werde es morgen in "Eddie's Homestay" nochmals versuchen. Gegen 23h bin ich im Bett.

Mo 17.6
8h Aufstehen, Frühstück. Packen. Vermisse mein Swiss-Tool. Finde es im Auto, habe meinen Rucksack nicht ganz geleert. Nachher gehe ich ins Touristenbüro und hole mir Unterlagen über die Provinz Aceh. Gegen 11h bin ich zurück. "Büro" und Check-Out.Um11.30h fahre ich los. Unterwegs tanke ich noch. Es sind nur 16km bis Lhoknga. "Eddie's Homestay" finde ich auf Anhieb. Um 12h bin ich bereits da. Weder Eddy noch sein Bruder Dani sind da. Die anderen Gäste zeigen mir die Zimmer. Das Haus ist wie alles hier nach dem Tsunami neu gebaut worden. Sie sind am Erweitern. Die Räume haben ein cooles Design. Die meisten sind aber noch nicht ganz fertig. Ich entscheide mich für "Suite Nr.1". Der definitive Farbanstrich fehlt noch, aber sonst ist es gut. Mit Klimaanlage und eigener Dusche/WC für 150'000 IDR = 15 CHF! Dani kommt erst um 13.30h. Ich beziehe mein Zimmer mit Super-Internet! Ich esse eine Nudelsuppe, eher Nudeln als Suppe, aber sehr gut. Wenn ich den Strand erkunden will, beginnt es gerade heftig zu regnen. Um 14.30h ziehe ich dann los. Bis zum Strand sind es 500m einem Golfplatz! entlang. Am Strand treffe ich zwei Windsurfer, sonst keine Touristen. Ich gehe dem Strand entlang (Pantai Lhoknga) bis in die nächste Bucht (Pantai Lampuuk). Da kehre ich um. Hier hat es mehr Touristen und auch mehr Infrastruktur. Das letzte Stück ist nicht angenehm zum Gehen, es hat haufenweise Korallenstücke und Muscheln die ziemlich scharf sind. Auf dem Rückweg werde ich vom Regen überrascht, 100m vor dem rettenden Dach. Bis ich da bin, bin ich total durchnässt! Wenn der Regen aufhört gehe ich zurück. Meine Mitbewohner sind am Kite-Surfen (Surfen mit Drachen). Sehr schön zum Zuschauen bei diesem Sturm und den bis zu ~4m hohen Wellen. Der Strand ist berühmt dafür. Nach 16h bin ich zurück, 5km waren es. Im Homestay hat es schöne Räume zur gemeinsamen Nutzung. Zum Apero Bier auf der Veranda mit Michille (Philippinen, 24) und Kerry (USA, 54). Später gesellt sich auch noch Ray aus Australien dazu. Nach 19h gehe ich mit "Michi" und Kerry ins "Linda", einem kleinen Restaurant mit Reis und Zutaten. Man bedient sich selbst und bezahlt am Schluss was man gegessen hat. 29'000 IDR inkl. Tee. Im grossen Gemeinschaftsraum spielen die einen Schach, die anderen schauen Fernseher. Um 22h telefoniere ich mit Elena. Gegen 14h bin ich im Bett. Es ist fast zu kühl. Ich habe die Klimaanlage laufen lassen während ich weg war. Ich habe die Moskitonetze am Fenster montiert, so kann ich es offen lassen während der Nacht. Öffne aber nur eine Seite. Zum Glück, denn ich erwache mitten in der Nacht. Es stürmt und regnet gewaltig.

Di 18.6
Erwache um 7h, wieder Sturm und Regen. Um 9h Frühstück. Eine sehr gute Omelette & Chnobli-Toast! Dazu zuerst Kopi Susu (Kaffee mit Kondensmilch). Da die Kondensmilch gezuckert ist, schmeckt er mir nicht besonders. Bestelle noch einen Teh Susu, der schmeckt mir besser. Ich gebe meine Wäsche zum Waschen. Hole meinen Campingtisch aus dem Auto und führe mein el. Tagebuch wieder einmal nach. Es regnet immer wieder. Zwischendurch ab und zu eine Pause. Ein Eier-Sandwich zum Mittagessen, mit Michi reden oder einfach dem Regen zuschauen. Um 17h bin ich fast fertig und höre auf. Apero auf der Veranda. Ray gesellt sich zu mir. Er kommt aus Perth und hat da eine eigene Firma (Elektronik). Michi und Kerry gehen früh zum Essen und kommen zurück bevor ich mein Apero-Bier fertig habe. Ein neuer Gast ist da. Er arbeitet für die Firma Schneider Electric im nahen Zementwerk. Er sieht sich meine Internetseite an und ist begeistert. Es ist niemand da um uns Nachtessen zu kochen. Ich gehe mit ihm in ein Restaurant in der Nähe. "Mie Goreng Daging Sapi" (Rind) schmeckt gut. Wir reden über seine und meine frühere Arbeit. Es ist interessant. Schlussendlich bezahlt die Firma Schneider Electric mein Nachtessen! 49'000 IDR = 4.90 CHF für uns beide. Um 21.30h sind wir zurück, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Regen. Elena schreit um Hilfe, sie hat ein Computer-Problem. Ich rufe an. Kann ihr aber nur teilweise helfen. Nach ¾h bricht das Internet zusammen. Warte um Stefan anzurufen, aber er ist nicht zu Hause. Vermutlich in der Badi weil es in Zürich so heiss ist (34C°!). Um 0.30h gebe ich auf und gehe schlafen.

Mi 19.6
9h Aufstehen, Frühstück. Es regnet wieder. Wir sitzen noch etwas beisammen, dann weiter mit dem el. Tagebuch. Ich beschliesse mein Motorrad in Betrieb zu nehmen. Ich lade es ab. Elektrisch starten kann ich nicht mehr, die Batterie ist leer, nach fast einem Jahr nicht benutzen. Der Tacho steht auf 25.2km. Starten mit dem Kickstarter, bis ich auf die Idee komme, dass sie auch diesen Tank geleert haben. Fülle Benzin aus dem Kanister nach und siehe da es startet! Alles ist so dreckig vom Staub von Indien. Ich bringe es in ein "Doorsmeer". Während ich einen Tee trinke, wird das Motorrad blitzblank gereinigt (10'000 IDR = 1 CHF). Wenn ich zurückfahre, regnet es natürlich wieder! Auch die "Garage" ist sehr dreckig. Mit viel Wasser und einem Besen reinige ich sie zum 1.Mal auf dieser Reise. Telefoniere mit Stefan im Geschäft und plane die Route bis Calang. Da finde ich 3 Hotels, mal sehen. Hier weiss niemand Bescheid über die West-Küste. Es regnet immer wieder. Nach einem dieser z.T. heftigen Regen beschliesse ich eine Ausfahrt zu machen. Ich fahre ans Ende des Pantai Lampuuk. Kurz bevor ich da bin, man glaubt es nicht, einen Reifenschaden! Fahre noch bis zu "Joel's Bungalows und trinke da ein Bier. Es stürmt und regnet, kein Badewetter. Fahre dann ganz langsam zurück. Zum Reparieren muss ich noch 1km weiter bis zur Hauptstrasse. Da gibt es eine kleine Werkstatt. Nun zahlt es sich aus, dass ich ein Motorrad wie alle andern habe. Er braucht keine 10 Min. um den Schlauch zu ersetzen. Kostet 35'000 IDR = 3.50 CHF! Bis ich zurück bin, schreit schon der Muezzin, Sonnenuntergang. Michi & Kerry reisen nach Medan, sie haben genug vom Regen. Ray wird morgen auch abreisen, zur Pulau Weh. Aber alle kommen in ein paar Tagen zurück. Dann werde ich aber weg sein. Zum Nachtessen gehe ich mit dem Mann von Schneider Electric ins "Linda". Diesmal bezahle ich. Wir reden viel und haben es lustig. In einer Regenpause gehen wir zurück. Rede noch mit Ray, Eddie und Dani. Gegen 24h bin ich im Bett.

Do 20.6
9h Aufstehen, Frühstück. Baue die Batterie aus dem Motorrad aus um sie zu laden. Funktioniert zuerst nicht, bis ich merke, dass der Netzstecker nicht richtig steckt, vergeht einige Zeit. Heute ist ziemlich schönes Wetter. Ray ist heute Morgen abgereist. "Büro". Um 15h baue ich die Batterie wieder ein, obwohl sie noch nicht ganz geladen ist und starte zu einer Ausfahrt. Zuerst fahre ich etwa 5km Richtung Banda Aceh. Unterwegs kaufe ich "Kopiko", Kaffee-Bonbons. Dann tanke ich und fahre wieder zurück an den Pantai Lampuuk, dem Nachbarstrand. Da muss man 3000 IDR Eintritt bezahlen. Ich gehe ein Stück dem Strand entlang. Der ist sehr schön, aber wegen den hohen Wellen und Strömungen ist das Schwimmen verboten. Es hat überall gedeckte Liegeplätze und kleine Läden die Getränke verkaufen. Ich setze mich auf einen angeschwemmten Baumstamm. Nach ½h gehe ich zurück und fahre zu "Joel's Bungalows" Kaum bin ich da setzt ein heftiger Sturm ein. Sand fliegt durch die Luft, später regnet es noch leicht dazu. Ich sitze im Restaurant und geniesse die Aussicht bei Bier & Pommes. Rede wieder mit dem Ehepaar von gestern. Sie Australierin, er Indonesier. Sie leben in Sabang auf Pulau Weh und führen dort ein Restaurant. Kurz vor Sonnenuntergang zeigt sich die Sonne nochmals, aber hinter dem Felsen. Kein Sonnenuntergang im Meer. Bevor es dunkel wird fahre ich zurück. Ich habe in den letzten beiden Tagen den Tachostand des Motorrades glatt verdoppelt, von 25 auf 53km! Die Batterie ist immer noch nicht geladen. Ich baue sie wieder aus und lade sie weiter. Der Mann von Schneider Electric geht mit einem Freund essen. Ich bleibe im Guesthouse. Es regnet und stürmt heftig. Ich gehe die Schuhe und Zoggeli herein holen, damit sie nicht nass werden. Der vom Regen nasse Boden bei der Tür ist wie Glatteis. Es haut mich voll hin. Habe Glück, dass ich mich nicht verletze. Schramme mit dem Rücken einem Holzstuhl entlang. Dani kocht für mich "Mie Goreng" und Poulet. Für sich Reis. Wir essen zusammen und reden über seine Ausbaupläne. Er will von mir wissen, was ich wie machen würde. Die Zeit vergeht im Nu. Um 23h bin ich im Bett.

Fr 21.6
8h Aufstehen, Frühstück. Während ich aufs Frühstück warte, baue ich die nun vollgeladene Batterie wieder ein. Nach dem Essen verlade ich das Motorrad und räume alles was ich gebraucht habe wieder ein. Dann packe ich fertig lade das Auto. Noch unter die Dusche, dann bezahlen. Aber es ist niemand da. Sie haben offenbar nicht mitbekommen, dass ich heute abreise. Die Hausangestellte telefoniert. Schlussendlich kommt Dani schnell mit dem Motorrad von der Arbeit. Er ist enttäuscht, dass ich schon abreise. Um 11.15h fahre ich los. Wenn die Strasse auf Meereshöhe ist, ist sie neu und breit. Die Amerikaner haben sie neu gebaut, die alte wurde vom Tsunami weggeschwemmt. Sobald sie weg von der Küste, meist über eine Klippe führt, ist sie schmaler, aber meist immer noch gut. Das ist dann die alte, noch von den Holländern gebaute Strasse. Es ist eines der schönsten Teilstücke meiner bisherigen Reise! Sehr abwechslungsreich. Wenn man die vielen exakt gleichen Häuser sieht, darf man einfach nicht daran denken, was hier vor 9 Jahren beim Tsunami passiert ist. Z.T. sind 80% der Bevölkerung ums Leben gekommen. Hier ist nicht mehr ganz so schön aufgeräumt worden wie in Banda Aceh. Nach 1h mache ich bei Geurutee eine Pause. Man hat vom Restaurant eine wunderbare Aussicht auf die Bucht. Ich trinke einen Ice Tea, das Eis wird per Motorrad beschafft. Nach ¼h fahre ich weiter. Es geht teilweise hoch bis 250müM und wieder hinunter. Unterwegs hat es offenbar in den letzten Tagen auch geregnet. Bei Sampoinet stehen auf jeden Fall viele Häuser im Wasser. Um 13.45h bin ich in Calang. Das 1. Hotel sehe ich nicht. Ich fahre weiter zum Khana Hotel. Das passt mir, ich bleibe (250'000 IDR). Ich habe sogar Meersicht, nur ist eine Strasse dazwischen. Ich bin heute 134km in 2½h gefahren. Nach 1h gehe ich die Umgebung erkunden. Ich find ein Restaurant fast am Meer. Anstatt Nudelsuppe bekomme ich "Mie Goreng" und statt Ice Lemon Tea Mandarinensaft. Schmeckt beides trotzdem gut (12'000 IDR). Nachher gehe ich der Strasse entlang bis zum Hotel Pantai Barat um es anzuschauen. Nach ½h bin ich da. Alles voll Polizei mit Geländewagen. Die haben hier ein Treffen und das Hotel ist voll. Ich gehe den Strand entlang zurück, total 5km. Um 17h bin ich zurück. Etwas "Büro". Um 18h zum Strand auf der anderen Seiten der Halbinsel. Apero beim Nothafen für die Tsunami-Hilfe. Kurz vor Sonnenuntergang verschwindet die Sonne hinter Wolken. Es ist trotzdem eine schöne Abendstimmung. Zurück im Hotel Email usw. Nach 20h gehe ich zum Nachtessen wieder ins gleiche Restaurant am Meer. Sie haben nur "Mie Goreng", das gleich wie am Mittag, nur diesmal mit Ice Tea. Für 10'000 IDR = 1 CHF ein Nachtessen. Zurück im Hotel noch etwas "Büro". Löse ein Data-Abo für 60'000 IDR = 6 CHF, total 3GB Data, 30 Tage gültig. Mal sehe wie das funktioniert. Um 24h bin ich im Bett.

Sa 22.6
Um 8h klopft es, mein Frühstück wird serviert. Ich esse auf dem kleinen Balkon neben meinem Zimmer. Tee, Wasser und Reis mit Fisch, Nüssli usw. ungewohnt zum Frühstück. Packen. Stelle fest, dass es auch in diesem Hotel Polizisten hat. Habe offenbar Glück gehabt, dass ich ein Zimmer gefunden habe. Nach 9h fahre ich los. Ich habe "nur" etwa 90km vor mir. Es hat wenig Verkehr, darum komme ich trotz gemütlichem Fahren zügig voran. Die Strasse führt die Küste entlang, die hier flach ist. Es hat zum Teil sehr lange und schöne Strände, aber niemand ist da. Bei Paga Baro auf halben weg haben sie grosse Flächen für Palmöl-Plantagen gerodet. Grosse Flächen stehen unter Wasser. Ich weiss nicht ob wegen des Regens. Nach 1¾h bin ich bereits in Meulaboh. Das Hotel Meuligon finde ich auf Anhieb. Ich merke erst im Zimmer, dass es keine Dusche hat. Ich kann in eines mit Dusche wechseln (330'000 IDR). Ich richte mich ein. Es hat Internet, das aber von Zeit zu Zeit aussetzt. Ich plane die weitere Route bis Tapaktuan für morgen, etwa 200km. An der Rezeption reservieren sie mir ein Zimmer im Hotel Metro. Um 14h erkunde ich den Ort. Ich gehe Richtung Meer. Eigentlich will ich nur eine Nudelsuppe essen. Ich finde alles, nur keine Nudelsuppe. Z.B. Handykonto aufladen. Beim Coiffeur lande ich auch. Der holt mich von der Strasse in seine Baracke. Ich will nur die Haare schneiden, aber er macht das volle Programm, mit rasieren usw. Bin fast ¾h bei ihm. Hätte ich nicht gesehen, dass er eine neue Rasierklinge verwendet, ich hätte auf uralt getippt. Wenn ich mich selbst rasiere, geht das schneller und ist perfekter. Die Haare schneidet er nur mit der Maschine. Da waren andere auch besser. Aber für 20'000 IDR = 2 CHF kann man nicht viel meckern. Gehe noch bis zum Hafen, dann zurück. Finde doch noch eine Suppe, allerdings ohne Nudeln. Ist aber auch sehr gut und der Ice Lemon Tea ist etwas vom Besten bis jetzt. Um 16.30h bin ich zurück. Sofort unter die Dusche. Noch etwas "Büro". Apero im Zimmer mit Sonnenuntergang, allerdings in die Wolken. Nach 20h gehe ich zum Nachtessen ins von der Rezeption empfohlene "Vinggalang". Das Essen ist gut, Padang mässig. Man stellt sein Menu selber zusammen. Gemüse hat es nicht viel, sie schälen mir 3 Rüebli. Das Essen ist sehr teuer. 71'000 IDR ist mehr als das doppelte wie üblich. Alleine für die Rüebli verlangen sie 10'000 IDR! Aber es war wenigstens gut. Auf dem Rückweg besuche ich noch den Basar. Vor allem Kleider. Um 22h bin ich zurück. Noch "Büro" und Internet, dann ins Bett.

So 23.6
8h Aufstehen, Frühstück mit indonesischem Buffet. Auf Anfrage gibt es auch Omelette und Toast. Fertig packen, Scheiben reinigen. Um 9.45h fahre ich los. Zuerst einmal Stau bei einer Brücke die reparieret wird. Die erste halbe Stunde geht es weiter der Küste entlang. Zum letzten Mal die Einheitshäuschen. Hier wurde sehr viel durch den Tsunami zerstört. Nachher geht es Landeinwärts. Bis zu 30km weg von der Küste. Die Strasse führt durch hügeliges Gebiet. Wie Achterbahn fahren, "Mal ufe, mal abe, mal rechts, mal links…". Hier hat es wieder Palmöl-Plantagen, z.T. alt, es werden aber auch immer noch neue angelegt. Um 12h nach 125km komme ich bei Blang Pidie wieder an die Küste. Wegen einer Einbahnstrasse verfahre ich mich kurz, aber nur für 3 Min. Hier hat es wieder Reisfelder auf dem schmalen Streifen zwischen der Küste und den ziemlich hohen Bergen (bis 3000müM). Die Strasse führt abwechselnd mal der Küste entlang, dann wieder etwas weg. Es ist eine schöne Strecke und es hat wenig Verkehr. Um 13.25h, kurz vor dem Ziel, springt der Tacho auf 20'000km seit Zürich! Ich halte an und mache einige Fotos. Nach 10 Min bin ich in Tapaktuan. Das Hotel Metro finde ich auf Anhieb. Das 1.Zimmer passt mir nicht. Ich wechsle in einen "VIP Room" (350'000 IDR). Da ist es ruhiger, kühler und hat Internet. Ich bin heute 205km in 4h gefahren. In diesem Hotel kann ich nur 1 Nacht bleiben. Im nahen "Catherine" reserviere ich für morgen ein Zimmer. Auf dem Rückweg trinke ich einen Ice Tea. Um 16h erkunde ich den Ort. Gehe zum Hafen und dann der Hauptstrasse entlang bis zum Hotel Dian Rana. Das liegt direkt am Meer. Ich reserviere ein Zimmer für morgen und sage im "Catherine" ab. Auf dem Rückweg besuche ich die Masjid Tapaktuan Raya. Ich werde überall angesprochen. Um 17.30h bin ich zurück. Telefoniere mit Markus und Muetti & Papi. Muss mich dann beeilen um den Sonnenuntergang am Strand etwa 500m vom Hotel nicht zu verpassen. Komme doch zu spät, die Sonne ist bereits hinter den Wolken verschwunden. Es ist aber ein schöner Platz und die Abendstimmung ist schön. Da gibt es ein Café, da werde ich zum Nachtessen hingehen. Zuerst gehe ich aber zurück und Dusche. Das Nachtessen ist gut, "Mie Aceh" mit Ei. Die etwa 8-jährige Tochter will mit mir reden. Sie geht immer wieder zu ihrem Onkel (?). Der sagt ihr, was sie auf Englisch fragen soll. Bis sie bei mir ist, hat sie es meist wieder vergessen. Alle rundherum amüsieren sich. Nach 21h gehe ich zurück und telefoniere mit Bea. Sie hat sich noch nicht um den Flug gekümmert, weil sie andere Sorgen hat. Um 24h bin ich im Bett.

Mo 24.6
8h Aufstehen, Frühstück mit mickrigem indonesischem Buffet. Alles ist kalt, auch die kleinen Omeletten-Stücke. "Büro" und packen. Will noch schnell meine Kontakte/Adressen auf Vorwahl + statt 00 umstellen. Endet in einer grösseren Übung. Um 12h Check-Out und losfahren. Tanken. Jetzt weiss ich wieso vor 2 Tagen die ganzen Abendnachrichten nur von Tankstellen berichtet wurde. Der Diesel hat von 4500 auf 5500 IDR aufgeschlagen = +22%. Das Benzin sogar auf 6500 IDR = +44%! Für mich sind die 0.55 CHF immer noch sehr billig, aber für die Leute hier nicht. Nach ¼h und 2.5km bin ich im Hotel Dian Rana (220'000 IDR). Mein Zimmer das ich gestern reserviert habe, geht direkt aufs Meer. Vor dem Zimmer ein Laubengang mit Tischchen und Stuhl. Das Badezimmer ist eine kleinere Katastrophe. Richte mich ein. Das Internet läuft nicht richtig. Nachher Reparatur-Zeit. Die billige indonesische Steckerleiste und mein Netzadapter-Kabel. Das Hotel Tabo Cottages hat ein Zimmer frei ab morgen. Ich plane die Route, es werden 320km sein! Evtl. muss ich unterwegs nochmals übernachten, aber es hat fast keine Hotels. Teil das auch dem Hotel mit. Am Nachmittag läuft das Internet dann wieder. Nach "Büro" setze ich mich vor mein Zimmer und geniesse das Nichtstun. Eine Firma hat hier ein Meeting. Nach und nach kommen alle bei mir vorbei um mit mir zu reden. Apero auch vor meinem Zimmer. Heute wäre klares Wetter, aber die Sonne geht auf der anderen Seite unter. Ich werde geräucht, weil sie direkt vor meinem Zimmer grillieren, resp. so etwas Ähnliches. Sie haben das mit dem Feuer überhaupt nicht im Griff. Zum Nachtessen bleibe ich hier. "Mie Goreng Special" ist ein Fertiggericht dazu Poulet und Melone. Schmeckt zwar gut, ist aber wenig und viel zu teuer. Auch der Ice Tea kostet doppelt so viel wie normal. Um 21.30h bin ich bereits im Bett.

Di 25.6
7h Aufstehen, packen, Frühstück. Sehr einfach, wie nicht anders erwartet. Scheiben waschen und Check-Out. Sie gibt mir 5000 IDR Rabatt weil ich gestern wegen des teuren Tees reklamiert habe. Um 8.30h fahre ich los. Es geht der Küste entlang. Nach 10km das 1. Hindernis. Eine provisorische Strasse führt direkt dem Meer entlang und ist nicht geteert. 3km lang mit 10 - 20km/h. Nach ¼h habe ich es geschafft. Die Strasse ist jetzt wieder gut und es hat kein Verkehr. Nach etwa 2h bin ich wieder in einem Gebiet mit 8-er Bahn Strasse und vielen Palmöl-Plantagen. 3km vor Subulussalem zeigt mein Tacho 24688km = 20'000km nach GPS. Ich halte an und mache ein paar Fotos. Später stellt sich heraus, dass der korrekte Platz im Ort selber gewesen wäre. Da suche ich erfolglos einen Geldautomaten der Visa akzeptiert. Nur Master-Card ist akzeptiert. Nach ¼h fahre ich ohne neues Geld weiter. Kurz nachher verlasse ich die Provinz Aceh. By By Sharia, welcome Bintang (eine Biermarke)! Nun geht es richtig in die Berge. Die Strasse wird mit jedem Meter schlechter. Zum Glück hat es wenig Verkehr, so kann man sich den Weg zwischen den Schlaglöchern suchen. Zwischendurch gibt es immer wieder neue Abschnitte ohne Löcher. Wenigstens sind sie nicht so tief wie in Indien. Nach etwas mehr als 1h bin ich auf 1000müM. Bei einer Tankstelle halte ich schnell an und geniesse die Aussicht. Es geht noch hoch bis 1200müM, dann hinunter nach Sidikalang auf 1100müM. Für ein kurzes Stück auf der schönen Hauptstrasse, dann Abzweigen auf eine Nebenstrasse. Für die nächsten 50km ist die Strasse wirklich schlecht, mit vielen tiefen Schlaglöchern und sehr schmal. Ich beschliesse schön hinter einem Mini-Bus herzufahren. Denn der weiss wo er langsam fahren muss. Auch hier hat es zwischendurch neue Abschnitte, aber selten. Es geht stetig, fast unmerklich bergauf. Nach 40km erreiche ich den höchsten Punkt auf 1835müM. Der liegt am Kraterrand des Vulkans in dem der Danau Toba (Toba See) liegt. Jetzt geht es steil bergab. Bei einem Aussichtsturm (2000 IDR) mache ich halt. Trinke einen Tee und geniesse die Aussicht. Nach ¼h fahre ich weiter.  Die Strasse ist slange es bergab geht ziemlich gut. Sobald es flach wird ist fertig mit der Pracht. Nach 20km bin ich unten am Danau Toba auf etwa 900müM. In Pangururam suche ich nochmals vergeblich nach einem Geldautomaten der Visa akzeptiert. Ich muss jetzt "nur" noch um die halbe Insel Samosir herum fahren bis nach Tuk Tuk. Es ist eigentlich keine Insel, denn sie ist mit dem Festland verbunden und später durch einen Kanal wieder getrennt worden. Hier leben die Batak mit ihren speziellen Häusern. Ganz anders als im übrigen Indonesien. Die Strasse führt 40km dem Ufer entlang. Sie ist wieder wesentlich besser als vorher. Trotzdem fahre ich lieber hinter einem Bus her, zumal er zügig unterwegs ist. Nach 1h bin ich kurz vor 17h am Ziel. Das "Tabo Cottages" ist gut. Zuerst zeigen sie mir ein Zimmer zur Strasse hin. Das passt mir nicht. Annette die Besitzerin aus Deutschland zeigt mir ein teureres Zimmer (375'000 IDR). Da muss ich allerdings nach einer Nacht umziehen, gleich nebenan. Ich nehme es. Meine Nachbarn sind aus der Schweiz. Ich rede kurz mit ihnen, dann "muss" ich auf ein Bier! Bin heute 318km weit gefahren und 8½h unterwegs gewesen. Habe es mir redlich verdient. Da treffe ich Franz (72) aus Holland und Mark (51) aus den USA. Franz bildet für eine NGO Leute im Bäckerhandwerk aus, auf der ganzen Welt. Sumatra ist sein Lieblings-Gebiet. Zum Bier bringt Annette gleich eine Kostprobe aus der "German Bakery" des Hotels. Schmeckt gut, luftiges Brot mit Zwiebeln, Käse und Gewürzen. Auch diese Leute hat er vor einiger Zeit ausgebildet. Er hat in Holland eine Bäckerei mit 100 Jahren Tradition. Wir reden und trinken. Mark organisiert Tuak einen Palmwein der Batak. Schmeckt nicht schlecht. So was habe ich schon in Indien getrunken (Toddy), der war aber nicht so gut. Es beginnt zu regnen. Wir wollten eigentlich in ein anderes Lokal gehen. Das blasen wir ab. Ich esse ein gutes "Chicken Potato Curry" mit Reis. Komme erst um 24h zurück in mein Zimmer. Rufe Stefan an. Er bittet mich in 20 Min wieder anzurufen. In der Zwischenzeit nehme ich ein Vollbad. Nach 1h bin ich im Bett. Es ist angenehm kühl hier oben auf 900müM.

Mi 26.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. Mit einem kleinen, aber gutem Buffet. Es gibt richtiges dunkles Brot! und Kaffee. Rede mit Andreas aus dem Emmental. Er ist schon seit einem Monat hier. Zügeln und "Büro" auf meiner gedeckten Terrasse. Es regnet leicht. Im Restaurant esse ich eine gute Nudelsuppe, dann lade ich mein Motorrad ab. Brauche ¼h dafür. Dann erkunde ich damit Tuk Tuk. Hier hat es viele Hotels, Guesthouses, Restaurants und Bars. Ich fahre ganz gemütlich bis Ambarita, dann auf der Hauptstrasse zurück. Nach ¾h bin ich zurück. Inzwischen scheint die Sonne. Setze mich auf meine Terrasse und will weiter el. Tagebuch schreiben, da erschein Sebastian ein Fotograf aus der Umgebung. Er hat mein Auto gesehen und Anton der Ehemann von Annette hat ihn zu mir geschickt. Er und seine Frau wollen viel über meine Reise wissen. Zum Schluss will er natürlich mein Auto anschauen. Er hat seinen coolen Landrover gleich daneben geparkt. Er will mit seinen Kindern in der Nähe zelten. Mark und Anton warten schon auf mich für das Apero Bier. Wir sitzen und reden über Gott und die Welt. In der Nähe gibt es ab 20.15h eine touristische Darbietung. Mark meint ich solle da hingehen, damit ich das auch gesehen habe. Aber es beginnt zu regnen. Ich verzichte und esse einen guten Makkaroni Gratin mit Gemüse und Fisch. Mati (33) aus Belgien gesellt sich zu uns. Er ist seit 4 Jahren am Reisen. Er sucht einen kleinen Schraubenzieher. Ich bringe ihm einen aus meinem Auto. Nach 22h hört es auf zu regnen. Er will zurück in sein Guesthouse und stellt fest, dass nun alle Restaurants geschlossen sind. Ich gebe ihm eine meiner Nudelsuppen aus meiner "Überlebens-Kiste". Er ist happy. Im Zimmer schreibe ich noch eine Email an Eddie und Dani. Um 23.30h bin ich im Bett. Heute von Anfang an mit Wolldecke, denn es wird kühl in der Nacht (23C°).

Do 27.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. Wieder mit Andreas. "Büro" auf der Terrasse. Habe die dumme Idee, mein NetBook auf den neusten Stand zu bringen. Das Antivirus-Programm ist kein Problem, aber Microsoft-Update funktioniert nicht. Ich versuche vieles. Zum Schluss stelle ich auf Windows-Update um und siehe da, jetzt funktioniert es. Inzwischen sind 3h vergangen. Nach 16h gehe ich mit Mark auf seine tägliche Rundwanderung. Er hat Arthritis und muss jeden Tag 1h wandern. Die Leute kennen ihn und er spricht Batak, seine Frau Christine ist von hier. Wir machen die gleiche Tour wie ich gestern mit dem Motorrad, nur kürzer. Kurz bevor wir zurück sind, beginnt es zu regnen. Es gibt da ein Tuak Lokal. Wir "müssen" früher als geplant den ersten Tuak trinken. Um 18h sind wir zurück. Mark schnappt seine Instrumente und wir gehen in die Beiz, wo die Musik-Session stattfinden soll. Heute ist die Küche geschlossen. Mark schickt mich ins "Juwita Café". "Gado Gado Spesial" Gemüse mit Erdnuss-Sauce und frittierten Poulet Stücken schmeckt sehr gut. Um 19.30h bin ich zurück. Gerade rechtzeitig. Mati ist mit Gerome einem Franzosen da. Sie spielen Batak Musik mit Hasapi, einem 2.saitigen Instrument und Flöte. Tönt gut. Am Anfang nur instrumental. Mit zunehmendem Tuak Konsum wird die Stimmung immer besser. Es wird gesungen, später sogar gejodelt! Macht richtig Spass. Gegen 23h machen wir uns auf den Heimweg. Wir bezahlen zusammen 8000 IDR = 0.80 CHF, der Rest wurde spendiert. 1 Tuak = 2000 IDR = 0.20 CHF, 2 - 3 dl und hat 10 - 15% Alkohol. Er wird erst um 16h angerichtet und gärt dann sofort. Am nächsten Tag ist er bereits nicht mehr geniessbar. Kurz vor dem Hotel sitzen einige Leute vor ihrem Haus und trinken Tuak. Sie möchten, dass Mark mit ihnen Musik macht. So setzen wir uns nochmals. Es wird gesungen und gespielt, eine wahre Freude. Nach ½h gehen wir endgültig nach Hause. Ich rufe noch Elena an, sie will ihren alten Rechner ersetzen, der gibt den Geis auf. Sie bestellt einen Asus-Mini-PC für 450 CHF. Der reicht für ihr Home-Working. Wir telefonieren 1¾h! Um 1.30h bin ich im Bett.

Fr 28.6
8.30h Aufstehen, Frühstück. "Büro", das NetBook fertig stellen und weiter im Text mit dem el. Tagebuch. Um 14h starte ich zu einer weiteren Erkundungsfahrt. Ich fahre nach Tomok, dem nächsten Dorf. Da suche ich den Hafen für die Autofähre nach Parapat. Die fährt ab 7h alle 3h und kostet 100'000 bis 200'000 IDR. Versuche noch Flip-Flops zu kaufen, aber keine Chance mit meiner Schuhgrösse. Fahre zurück und justiere meine Nummernschild-Halterung, damit sie nicht mehr klappert. Mach gleich noch eine Testfahrt. Um 15.30h bin ich zurück. Apero auf meiner Terrasse mit Bier und Sonnenuntergang. Nach 20h mit dem Motorrad zum Nachtessen ins "Rumba". Da gibt es gute Pizzas die man selber zusammenstellen kann. Rede da mit einem Franzosen aus der Bretagne. Er hat in einer Schiffswert gearbeitet. Weil man da mit Asbest in Kontakt kommen kann, können sie pro 3 Jahre Arbeit 1 Jahr früher in Pension. Er ist mit 53 bereits so weit. Stromausfall, jetzt wird es bei Kerzenlicht richtig gemütlich. Gegen 23h fahre ich zurück, gerade rechtzeitig, denn nachher beginnt es heftig zu regnen. Bald bin ich im Bett.

Sa 29.6
8.30h Aufstehen, beim Reinigen der Brille bricht das Gestell wieder an der gleichen Stelle wie schon einmal. Schein ein Konstruktionsfehler zu sein. Frühstück. Ich muss heute das Zimmer wechseln. Es ist noch nicht klar wohin. Packe meine Sachen und "Büro". Maria & Christience rufen an. Sie sind auf dem Weg nach Medan. Ich habe gestern mit ihnen gesprochen. Sie sind von hier und leben in Medan. Vielleicht treffe ich sie nochmals. Gegen 12h ziehe ich in das Zimmer, das ich ursprünglich nicht wollte. Bleibe hier vermutlich 2 Nächte, dann sollten die renovierten Zimmer neben meinem alten fertig sein. Nun kann ich in Ruhe meine Brille reparieren. Klebe sie mit Araldit ähnlichem Kleber zusammen mit einem Stück Büroklammer. Bin skeptisch ob das funktioniert. Im Restaurant esse ich eine "Chicken Soup". Sie ist nicht so gut wie die letzte "Noodle Soup". Nachher im See schwimmen. Er ist etwa 22C° warm. Lege mich an den Pool. Nach ½h beginnt es zu regnen und wie. Mehr als eine Stunde lang schüttet es. Zum Glück hört es vor 18h auf, so kann ich trocken zum Apero Bier  mit Anton und Mark. Heute gibt es Buffet mit Live Musik für 90'000 IDR = 9 CHF. Ich bleibe hier, zumal Mark mitspielt. Er spielt Bass-Guitarre. Das Buffet ist klein aber fein. Erbsensuppe mit Croutons, Salatbuffet mit Saucen, Teigwaren-Gratin mit Gemüse, Bratkartoffeln, Reis, Poulet, Fisch ,Gemüse und Dessert. Ich sitze mit Anton an einem Tisch. Die Band spielt ohne Mikrofon und Verstärker, nur Mark benutzt einen Verstärker für seinen Bass. Im 1. Teil alles Batak Musik. Im 2. Teil spielen sie auch einige westliche Stücke. Es regnet immer wieder. Um 23h bin ich im Bett.

So 30.6
Ich bin heute seit 400 Tagen unterwegs. 8.30h Aufstehen, Frühstück. Reserviere bei Annette vom 16. - 19.Juli eine Batak-Suite für 500'000 IDR / Nacht. Da können 3 Personen gut schlafen. Email an Stefan mit den Details meines Brillengestells. Vielleich schafft er es noch ein neues zu besorgen. Frage im Swiss-Belinn ob sie Zimmer frei haben, dann weiter im Text mit dem el. Tagebuch bis es wieder aktuell ist. Muss meine Brille nochmals leimen, es hat nicht gehalten. Um 14h starte ich zu einer weiteren Erkundungsfahrt. Von Tuk Tuk Richtung Norden, der Ostküste von Samosir entlang bis Simandino. Da gibt es ein kleines Batak Museum (10'000 IDR). Es hat einige schöne Häuser. Dann fahre ich weiter nach Parbaba. Da gibt es einen Sandstrand. Weil heute Sonntag ist, hat es sehr viele Leute. Ich werde gleich zu Tuak eingeladen. Schaue mich aber zuerst um. Kein kühles Bier, nur warmes. Ich bleibe beim Tuak. Wir sitzen zusammen. Nur einer kann Englisch und das sehr schlecht. Macht trotzdem Spass. Er singt für mich einige Lieder, grässlich falsch. Nach ½h mache ich mich auf den Heimweg. Nach 17h bin ich zurück. Total 72km. Auf Samosir bin ich jetzt bereits 94km weit mit dem Motorrad gefahren. Gehe im See schwimmen und geniesse meine Super-Dusche. Apero mit Anton und Mark. Mark organisiert Tuak, ich bleibe vorläufig beim Bier. Später setzt sich Margreth (61) aus Bayron Bay, Australien zu uns. Mark ist begeistert, sie kennt viele Bands die er liebt. Zum Nachtessen "Mie Goreng Chicken". Schmeckt gut. Wir sitzen noch bis 22h zusammen. Dann rufe ich Muetti & Papi an, später Stefan wegen der Brille. Um 24h bin ich im Bett.

Mo 1.7
8.30h Aufstehen, Frühstück mit Margreth. Mein neues Zimmer ist noch nicht fertig. "Büro" auf der Terrasse. Buche das Swiss-Belinn in Medan ab Samstag für 3 Nächte. Vielleicht gehe ich schon vorher. Maria meldet sich, will wissen was ich mache. Zum Mittagessen Tomaten-Sandwich mit Ei & Bier. Zeichne meine Motorrad-Touren in GoogleEarth ein. Suche die Bilder für die Internetseite aus. Sonst mache ich nicht viel. Stefan organisiert das Ersatz-Brillengestell. Es scheint zu klappen. Apero mit Mark. Er geht nachher an eine Veranstaltung um dort zu spielen. Nach 20h fahre ich zum Nachtessen ins "Today Café". Da gibt es Schweins-Schnitzel mit Pommes, sehr gut. Zuerst bin ich alleine, dann taucht ein Paar aus Deutschland auf, später das englische Paar, das mir mein neues Zimmer "weggeschnappt" hat. Und schon ist das Restaurant voll. Das Deutsche Paar ist seit 9 Monaten unterwegs. Gegen 23h bin ich zurück. Annette meint ich solle noch mit ihr und Anton in die nahe Bar kommen. Ich hole meinen Faserpelz und gehe mit. Ein Glas Bacardi (30'000 IDR), dann gehe ich schlafen.

Di 2.7
8h Aufstehen, Frühstück mit Margreth. Wir beschliessen zusammen nach Parapat zu gehen. Um 10h fahren wir mit der Fähre direkt beim Hotel los. Nach ½h sind wir da. Am Hafen ist ein kleiner Markt. Wir marschieren einfach los und erwischen die Strasse die über den Berg geht. Es geht ziemlich steil bergauf. Nach ½h sind wir auf der anderen Seite des Hügels im eigentlichen Ort. Da gibt es einen Geldautomaten der Visa akzeptiert. Sofort den Bargeldvorrat auffüllen. Es hat viele Geschäfte. In einem finde ich die von Mark empfohlene CD von Marsada (35'000 IDR). Unterwegs eine Nudelsuppe & Bier, dann weiter zum Hafen. Es ist weiter als erwartet. Wir schaffen es gerade noch auf die 12.30h Fähre. Es ist ziemlich windig und hat hohe Wellen. Unterwegs geht noch der Diesel zu Ende und muss aus Kanistern nachgefüllt werden. Die Fähre schaukelt ganz schön in dieser Zeit. Nach 13h sind wir zurück. Mein Zimmer ist noch nicht bereit. Das Deutsche Paar von gestern kommt vorbei und wir sitzen zusammen. Um 15h kann ich umziehen. Ich richte mich ein und konvertiere meine neue CD in MP3. In der Nähe wird Musik gespielt. Es ist eine Beerdigung. Ich gehe hin um mir das anzuschauen. Das ganze Dorf ist da. Es werden Gaben an die Hinterbliebenen übergeben. Meist Reis in farbigen Tüten, von den Frauen auf dem Kopf getragen. Ich schaue eine Weile zu und gehe dann wieder zurück. Telefoniere mit Fix, der hat heute Geburtstag. Zum Apero gibt es Live-Musik mit Mark und einem Gast der jetzt in Kanada lebt, aber von hier ist. Der spielt sehr gut Guitarre. Anton bringt Tuak, so zieht sich das hin. Thomas ein Deutscher der seit 3 Monaten mi einer Einheimischen verheiratet ist taucht auf. Das ganze verschiebt sich zum Tisch seiner Bekannten. Zwischendurch esse ich Bratkartoffeln mit Fisch, sehr gut. Nach 23h gehe ich ins Zimmer. Telefoniere noch mit Elena auf der Terrasse bis ein Nachbar reklamiert, dann gehe ich schlafen.

Mi 3.7
8h Aufstehen, Frühstück. Es ist bedeckt. "Büro", ich setze die Bilder in die Internetseite ein. Um 14h fahre ich los auf den Berg nach Sigarantung. Nach Tomok ist die Strasse während 5km sehr schlecht, dann wird sie wieder besser. Der Himmel wird schwarz und es wird kühl. Ich habe keine Jacke mitgenommen. Es geht hoch bis 1500müM. Man sieht hinunter auf den Danau Toba (See). Der ist ziemlich gross, 90km lang und 20km breit. Die Halbinsel Samosir ist 40km lang und 20km breit. Unterwegs sehe ich eine Hochzeit. Es beginnt zu tröpfeln. Bevor es richtig regnet bin ich in Parbalohan. Da gibt es eine Aussichtspunkt und eine kleine Beiz mit einem Tisch für 6 Leute. Ich trinke ein Bier und warte bis es aufhört zu regnen. Dann Fahre ich zurück. In Tomok treffe ich Mati und kurz vor "Tabo" noch Mark. Er startet gerade seinen "Therapie-Marsch". Ich parkiere mein Motorrad und gehe mit. Mati macht etwas später das gleiche. Auf dem Rückweg beginnt es zu regnen. Wir "müssen" einen Tuak-Halt einlegen. Es gibt einen schönen Regenbogen. Um 17.30h sind wir zurück. Ich verlade mein Motorrad bevor es dunkel wird. Werde aber durch viele Fragende ziemlich lange aufgehalten. Schaffe es gerade noch. Nachher duschen und zum Apero-Bier mit Mark. Es beginnt zu regnen. Ich gehe trotzdem ins "Bagus Bay" zur Touristen-Veranstaltung. Da treffe ich Margreth. Die Veranstaltung ist schlecht, aber mein "Pork Rendang" ist sehr gut. Im strömenden Regen gehen wir zurück. Ich habe zum Glück einen Hotelschirm mitgenommen. Trinke noch ein Bier mit Annette, Anton und Mark, dann ins Bett. Bin heute wieder über 40km mit dem Motorrad gefahren.

Do 4.7
7h Aufstehen, packen, Frühstück. Margreth kommt auch schon so früh. Um 9h fahre ich los zur Fähre. Sie haben mir empfohlen früh da zu sein, damit ich sicher Platz habe. Heute wäre das nicht nötig gewesen. Die Fähre kostet 95'000 IDR = 9.50 CHF. Wir fahren um 10.10h los und sind nach 50 Min in Parapat. Ich tanke noch und fahre dann los. Zuerst dem Ufer entlang, dann über den Kraterrand nach Siantar. Die Strasse ist zwischendurch ziemlich schlecht. Nachher wird die Strasse besser, dafür hat es dann viel Verkehr. Kurz vor Medan gerate ich in einen 1km langen Stau. Ich brauche fast 20 Min bis ich da durch bin. Um 16h bin ich im Hotel Polonia in Medan. Das von Maria reservierte Zimmer ist noch nicht bereit. In der Zwischenzeit erscheinen Maria (45) mit Sohn Efraim (5) und Christience (53). Das Zimmer wird gebührend eingeweiht. 2 Frauen ein Kind und ich. Ich dusche zuerst einmal, dann etwas ruhen, was mit dem hyperaktiven Efraim ziemlich schwierig ist. Gegen 20h gehen wir in eine "Fress-Strasse" zum Nachtessen (Kampung Keling). Mie Goreng, nicht schlecht. Nachher bringen sie mich zurück ins Hotel. Hat alles zusammen 118'000 IDR gekostet, inkl. Bier.Maria will morgen zum Frühstück vorbei kommen. Ich höre noch etwas Musik, dann schlafen.

Fr 5.7
8h Aufstehen, Frühstück mit Maria. Später fahren wir zu Christience nach Hause. Von da in ein Restaurant. Maria lädt uns da aus und geht Efraim holen. Ich esse nichts, trinke nur Ice Lemon Tea. Nach 1h kommt Maria zurück, nun ist fertig mit Ruhe. Wir fahren zum Sun Plaza, einem grossen Einkaufszentrum. Da gibt es mehrere Optik-Geschäfte. Bei zweien schauen wir vorbei. Einhellige Auskunft, Gleitsicht-Gläser haben min. 7 Tage Lieferzeit, zu lange. In einem Geschäft wollen sie trotzdem einen Sehtest machen. Sie haben aber keine grosse Auswahl an Brillengestellen. Die Gestelle sind nicht billiger als bei Fiehlmann, aber die Gläser schon. Etwa ⅓ des Preises bei uns. Ich kann auch mit meinem neuen Gestell vorbei gehen und sie werden die Gläser montieren, gratis wie sie meinen. Maria und Efraim gehen in einen Spielsalon. Ich gehe mit Christience in eine Buchhandlung. Kaufe eine Wörterbuch Indonesisch - Deutsch. Dann fahren wir zurück ins Hotel. Efraim hat Hunger. Er will unbedingt Nasi Goreng. Er bekommt es auch und isst den ganzen Teller leer. Muss aber dann gleich kotzen. Vielleicht ist er krank. Maria will nach Hause. Sie lädt mich und Christience im Kampung Keling aus. Dem gleichen Ort wie gestern. Und fährt dann nach Hause. Ich esse ein sehr gutes Nasi Lamak. Juni eine Freundin von Christience kommt vorbei, wir unterhalten uns köstlich. Sie ist ziemlich verrückt. Maria ruft an. Paul (65) ihr Verehrer ist früher gekommen als erwartet. Sie kommt mit ihm vorbei. Eine komische Situation. Nach 23h bringen sie mich ins Hotel, Paul fährt. Ich will gerade ins Bett gehen, da klingelt das Telefon. Maria ganz aufgelöst. Sie können das Auto nicht mehr starten. Sie stehen in der Nähe von Christience Haus. Ich versuche ihnen per Telefon zu helfen. Schlussendlich schaffen sie es bis nach Hause. Inzwischen ist es 2.30h.

Sa 6.7
8h, Maria kommt vorbei mit dem Taxi. Das Auto lässt sich nicht mehr starten. Nach dem Frühstück packen und Check-Out. Wir fahren mit meinem Auto zu Christience und holen sie ab. Dann weiter zu Maria. Da versuche ich heraus zu finden was an ihrem Auto fehlt. Schlussendlich ist es möglich das Auto anzuschieben. Wir fahren zu ihrer Garage. Da stellt sich heraus, dass die Batterie kaputt ist. Sie wird auf Garantie ersetzt. Bis es soweit ist, vergeht über 1h. Wir fahren zurück zu ihr. Da lasse ich mein Auto stehen und wir fahren mit ihrem Auto zu einem "Traditional Market". Ich würde dem eher Einkaufszentrum sagen. Da essen wir etwas. Ich nur Nudelsuppe und Ice Lemon Tea. Die andern schlagen voll zu. Nach etwa 1h fahren wir zurück. Maria hat offenbar ein zweites Haus, neu und modern. Da ist im Moment ihr geschiedener Mann zu Besuch. Der verschwindet aber gleich, wenn wir erscheinen. Paul ist hell begeistert vom Haus. Ich will jetzt ins Swiss-Belinn, die Zeit wird langsam knapp. Maria fährt mich zu ihr nach Hause, die anderen bleiben noch. Sie entscheidet sich spontan mit mir mitzufahren. Zuerst eigentlich nur bis zu ihrem älteren Sohn (20) in der Nähe. Sie stellt ihn mir vor. Wir reden kurz miteinander. Schlussendlich kommt sie doch mit bis zum Hotel. Während ich aufs Einchecken warte, führt sie ein langes Telefongespräch. Sie ist ziemlich aufgelöst, ihre Schwester ist krank. Ich zeige ihr noch mein Zimmer, dann fährt sie mit einem Becak zurück. Ich richte mich ein und muss mich schon bald auf den Weg zum Flugplatz machen, um Stefan & Andrea abzuholen. Ich fahre mit einem Becak hin. Bin zu früh dran und trinke einen Ice Tea. Ein Mann will wissen ob ich ein Taxi brauche. Für 50'000 statt 55'000 IDR werden wir uns einig. Es geht relativ lange bis Stefan & Andrea erscheinen. Der "Privat Taxi" bringt uns ins Hotel. Nachdem sie sich etwas frisch gemacht haben, gehen wir in die Jalan Semarang zum Nachtessen. Mie Goreng ist angesagt. Vor lauter vegetarisch für Stefan, geht unser Essen unter. Wir müssen nachhacken bis wir auch etwas zu essen bekommen. Wir reden reden und trinken 5! Flaschen Bier. Gegen 24h sind wir zurück. Noch Tagebuch und einige SMS mit Maria. Um 1.30h bin ich im Bett.