Tagebuch

Datum 12.03.2013

Mo 11.2
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück mit Omelette Masala. Um 10.30h fahre ich los. Nach ¼h bin ich bereits auf der NH5. Es ist weiterhin flach mit verschiedenen Feldern. Es hat wenig Verkehr. Um 11.20h bin ich an der einzigen Zahlstelle (90 INR), kein Stau. Ab hier sind es noch 1000km bis Kalkutta. Um 12h bin ich in Annavaram im Rathnagiri Resort. Das ist besser als befürchtet. Ich bleibe. Sie wundern sich, dass ich ein Zimmer ohne Klimaanlage will. Aber diese Zimmer sind nach hinten (1050 INR). Ich richte mich ein. Es ist sehr einfach, kein Internet. Um 13.30h erkunde ich den Ort. Nicht viel zu sehen. Es gibt einen Staudamm, den schaue ich mir an. Ich bin hier wirklich in der Pampa, der Stausee heisst "Pampa Reservoir"! Auf dem Rückweg schnappe ich mir eine Auto-Rikscha um mich zum Tempel auf den Hügel zu bringen. Zuerst 200 INR zuletzt 30 INR. Der ist aber gar nichts, nicht einmal Aussicht hat man von da oben. Für alles wollen sie Geld, nicht nur von mir, vor allem von den Hindus. Daran merkt man, dass es ein Pilgerort ist. Die Rikscha-Fahrer wollen alle 100 INR für den Weg zurück. Ich gehe zu Fuss und kaufe noch Chips und Sodawasser. Um 15.30h bin ich zurück (5km). "Büro" usw. Zum Apero gehe ich in den Garten. Da hat es wunderbare alte Bäume. Da war einmal ein schönes Gartenrestaurant und eine Bühne. Alles ist am verfallen weil es niemand unterhaltet, wie das ganze Hotel. Das war einmal sehr schön. Später erfahre ich, dass das Hotel 2000 erbaut wurde! Was man in 12 Jahren alles herunterwirtschaften kann hier in Indien, ist unglaublich. Um 20h gehe ich zum Nachtessen im Hotel. Ich bin der einzige Gast im Restaurant. Das Biriani mit Schaf und Huhn ist gut und garantiert frisch für mich gekocht. Ich bekomme es nämlich direkt aus dem Dampfkochtopf serviert! In der Halle trinke ich das Bier, das sie für mich organisiert haben (130 + 30 INR). Um 22.45h bin ich im Zimmer und höre noch Musik, dann schlafen. Ausser ein paar Hunden die lärmen ist es sehr ruhig.

Di 12.2
7.30 h Aufstehen, packen, Frühstück. Richtig indisch. D.h. gestern hiess es, es gibt  Omelette Masala und Toast, heute gibt es das nicht. Ich bestelle Poori Masala & Kaffee ohne Zucker & ein Glas kalte Milch. Ich bekomme nach langem Warten Poori Masala. Wollen sie Kaffee? Ja, Kaffee und ein Glas kalte Milch. Ich bekomme Kaffee. Noch etwas? Ja, ein Glas kalte Milch alles ohne Zucker! Ich bekomme heisse Milch. Ich gebe sie zurück. Das Ganze hat ¾h gedauert. Fertig packen und Check-Out. Nun übertreiben sie es gewaltig. Jeder der in der Rezeption steht will Trinkgeld, sogar der Parkplatzwächter. Sie hat mir absichtlich nur 50-er Noten zurückgegeben. Ich gebe der nettesten 20 INR und mache mich um 9.15h auf den Weg. Hier hat es jetzt ab und zu einen Hügel, dann wird es wieder flach. Nach 1½h tauchen die nächsten Hügel auf. Es gibt Zuckerrohr-Felder und Zuckerrohr-Kocher am Strassenrand, die den Zuckersaft verdicken. Hier bekomme ich den günstigsten Strassentarif, "Foreigners are free"! Um 11h bin ich am Eingang von Vishakhapatnam (Vizag). Hier hat es jetzt sehr viel Verkehr. Es ist mit 1.3 Mio. Einwohnern die zweitgrösste Stadt von Andhra Pradesh. Es gibt viel Industrie und Werften. Da muss ich nicht unbedingt hin. Ich fahre um die ganze Stadt herum zum Rushikonda Beach. Das letzte Stück auf einer sehr schmalen und schlechten Strasse. Aber sie führt mich direkt zum Sai Priya Resort. Da bleibe ich, das Zimmer in einem kleinen Block mit 8 Zimmern nahe dem Strand ist gut (2100 INR), ich sehe sogar das Meer. Es ist 12.30h, ich bin heute 139km gefahren. Ich richte mich ein. Um 13h besichtige ich die Anlage. Alles ein wenig am Verfallen. Der Pool hat gerade einmal 1m Wasser und kostet 100 INR = 2 CHF! Am Strand gibt es ein Restaurant im 1.Stock, fast wie eine Baumhütte. Da nehme ich Bier & Pommes. Der Strand ist zwar breit und lang, aber nicht besonders schön, es soll der schönste sein! Nachher erkundige ich mich an der Rezeption nach einem Hotel in etwa 50-100km Entfernung. Sie nennen mir ein Hotel. Garmin kennt das Hotel aber nicht. Ich gehe mit dem Notebook zurück. Man kann mir aber nicht sagen wo das Hotel genau ist. Ich reinige meinAuto von Krähenscheisse. Dabei schliesse ich mich aus meinem Zimmer. Muss wieder zur Rezeption. Hat aber auch etwas Gutes. Ich bekomme jetzt einen Dongle fürs Internet und jemand kommt mit mir um das Zimmer aufzuschliessen. Das Internet funktioniert damit sehr gut. Ich finde das Hotel und schicke eine Email. Bringe den Dongle zurück, dann Apero. Auf unserem Block hat es eine Dachterrasse mit guter Aussicht. Nachher duschen. Es hat zwar heisses Wasser, aber nicht aus der Dusche. So "dusche" ich mit einem Plastik-Eimer. Um 20h zum Nachtessen im Hotel. "Mixed Sechuan Noodles" bestelle ich, bekomme aber Fried Rice. Das will ich aber nicht, also nochmals warten. Sie sind dann dafür gut. Auf dem Rückweg hole ich nochmals den Dongle fürs Internet. Vom Hotel keine Antwort. Später rufe ich Stefan an. In der Schweiz schneit es wie schon lange nicht mehr. Im Flachland taut es dazwischen immer wieder, darum hat es in Zürich nicht sehr viel Schnee, aber in den Bergen. Nachher schlafen.

Mi 13.2
Um 7h geht’s los, Check-Out ist um 8h! Keine Chance zum weiter schlafen. Vor 8h ruft die Rezeption an, ob ich noch bleibe? Ich will bleiben, muss aber das Zimmer wechseln, einen Stock höher. Das Zimmer ist gleich, nur nicht frisch gestrichen. Dafür gibt es aber keinen Rabatt. Frühstück im Restaurant. Es hat noch 3 andere Ausländer hier im Hotel. Während des Frühstücks fährt eine Hochzeitsgesellschaft ein. Fertig mit der Ruhe. Man hat in Indien sowieso das Gefühl, die Hotels leben nur von solchen Anlässen, nicht von den einzelnen Hotelgästen. Nachher einrichten und "Büro", el. Tagebuch usw. Um 11.30h mache ich eine Pause und spaziere dem Strand entlang zum Hauptstrand. Da trinke ich etwas und kaufe Chips. Um 12.45h bin ich zurück. Um 15h ist das el. Tagebuch wieder aktuell. Eine "Sweet Lassi" im Restaurant. Dann Email abrufen, keine Mail vom Hotel. Die Rezeption ruft an, es heisst an zwei verschiedenen Stellen, wir sind voll. Da es das einzige Hotel weit und breit zu sein scheint, versuche ich es mit Internet-Reservation. Und siehe da, sie haben freie Zimmer. Ich werde die Inder wohl nie verstehen. Ich lasse mir die Bestätigung ausdrucken und bringe den Dongle zurück. Für die ist das nichts Aussergewöhnliches. Apero auf dem Dach. Es kommt noch besser. Ich bekomme einen Anruf, "Sorry Sir, no room available!". Sie wollen mich in ein anderes Hotel umbuchen. Ich sage ihnen, sie hätten mein Geld und ich werde bei ihnen vorfahren. Dann können sie mir das andere Hotel zeigen, weil ich es sonst nicht finde, da ich kein Internet mehr habe. Sie schicken mir nach dem 3.Anruf die Daten der Umbuchung, aber ich kann nicht mehr ins Internet, weil der Dongle nicht mehr da ist. Zum Nachtessen gehe ich ins Hotel-Restaurant. Ich bestelle "Mutton Roghan Josh" ohne Knochen. Ich bekomme es mit "little bones", die aber mehr als die Hälfte ausmachen und kein Porotha, ein anderes Fladenbrot mit Cashew Nüssen. Ist gut, aber eben nicht was ich bestellt habe. Zurück im Hotel, versuche ich im Garmin das Hotel zu finden. Es gibt 2 mit ähnlichem Namen. Mal sehen was morgen heraus kommt. Um 22h Musik hören. Es ist eine riesige Hochzeitsfeier im Gange, schon seit dem Morgen um 9h. Sie läuft immer noch. Die haben ihren eigenen lauten Generator, ab und zu Feuerwerk usw. Schlafe lange nicht ein.

Do 14.2
Aufstehen um 7h, da Check-Out im 8h ist! Packen. Fahre mit dem Auto zur Rezeption, bezahlen und dann zum Morgenessen. Sie brauchen unglaubliche 30 Min um mir Omelette, Toast, Milch, Joghurt und Kaffee zu servieren! Nicht weil sie viel zu tun haben, sondern weil sie immer wieder vergessen was sie machen sollten. Ein Vorteil hat es, an der Rezeption haben sie mir meine Kreditkarte nicht zurückgegeben. Wie es so lange dauert, bin ich noch da, wenn sie es bemerken. Um 9h fahre ich los. Nach 10 Min bin ich beim Thola Konda Park, da gibt es Ruinen von alten Hindu Tempeln. Da sie aber schon nur für das Auto 50 INR wollen, verzichte ich auf die Ruinen. Fahre auf einer schönen Strasse zuerst der Küste entlang, dann durch ein paar Dörfer zur NH5. Nach 20 Min bin ich da. Noch einige km und die 15‘000km sind geschafft. Bei Yemmul Valase ist es soweit. Ich halte an und mache einige Fotos. Nachher wird es wieder flach, z.T. mit Baumwollfelder. Es kommen 2 Zahlstellen, bei der einen kostet es 50 INR, bei der nächsten nichts. Ich verlasse die NH5 ziemlich kriminell über eine schmale Strasse, aber der Weg stimmt. Um 10.50h bin ich beim Hotel Magvali in Srikakulam, für das ich die ungültige Buchungsbestätigung habe. An der Rezeption geben sie sich Mühe das Problem zu lösen. Es dauert aber trotzdem fast 1h bis alles klar ist. Ein Mitarbeiter fährt mit mir zum Hotel Vijetha Inn. Da ist ein Riesenpuff. Da heute Valentinstag ist wird geheiratet wie verrückt. Die haben auch hier 3 Hochzeiten gleichzeitig. Mein Zimmer passt mir. Ich richte mich ein. Es ist inzwischen 12.15h, ich bin heute 97km gefahren. Internet nur in der Lobby. Gegen 15h erkunde ich die Umgebung. Gehe durch Nebenstrassen bis zum Fluss. Da fühlen sich die Wasserbüffel wohl. Sehenswürdigkeiten gibt es hier keine, nur einige kleine Tempel. Aber die Gassen und Strassen sind schön, weil die meisten Häuser nur 2-3-stöckig sind. In der Nähe des Hotels kaufe ich Kuchen und Apfelsaft. Man kann nirgends draussen sitzen, so nehme ich es auf mein Zimmer und geniesse es dort.

Fr 15.2
7.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Wobei Frühstück fast übertrieben ist. Es gibt nur Idli & Sambar und nach langem Warten einen Kaffee. Das Beste an diesem Hotel, ich bin schnell aus der Stadt. Um 9h fahre ich los, nach 10 Min bin ich auf der NH5. Um 9.19h habe ich auch laut GPS die 15'000km geschafft, 95km später als nach Tacho. Zur Feier des Tages muss ich wieder einmal keine Strassengebühr bezahlen. Auch an der nächsten Zahlstelle winken sie mich durch. Es hat wenig Verkehr und die Strasse ist gut. Am Anfang hat es Hügel, dann wird es wieder flach. Gegen 11h bin ich bei Ichchapuram. Da führt mich das Navi auf die alte NH5, mitten durch den Ort. Das grösste Problem ist aber, dass kurz vor der Einfahrt in die neue NH5, die Strasse gesperrt ist und ich alles wieder zurück muss. Es kostet mich 16km und ½h. Nach der einzigen Zahlstelle an der ich heute bezahlen muss (45 INR) hat es einen riesigen Lastwagen-Stau. Auf meiner Seite etwa 1km, in der Gegenrichtung etwa 4km! Hier ist die Grenze zwischen Andhra Pradesh und Odisha, dem nächsten Bundesstaat. Um 12.15h bin ich in Gopalpur. Fahre einige Meter zu weit und lande beim Mayfair Palm Beach Resort, anstatt beim "Swosti". Das ist ein im Dezember 2012 wiedereröffnetes Super-Resort in einem sehr schönen und geschichtsträchtigen alten Hotel. U.a. waren schon Neru und Indirha Gandhi hier. Eigentlich würde ein Zimmer 10'000 INR kosten. Wir einigen uns auf 6'500 INR = 120 CHF. Ich gehe die beiden anderen programmierten Hotels trotzdem noch anschauen. Beim "Swosti" stinkt's, ich gehe gar nicht hinein. Das "Sea Pearl" hat kein Zimmer mehr zum Meer. So kehre ich zurück. Parkiere direkt neben einem Toyota Geländewagen mit Zürcher Nummer! Bis ich eingerichtet bin, sind die beiden aber schon weg. Per Email haben wir später Kontakt. Sie machen eine ähnliche Tour wie ich, vielleicht treffen wir uns irgendwo. Ich bin heute 185km weit gefahren. Irgendwo unterwegs kam mir ein Hund in die Quere. Ich habe ihn nicht mit den Rädern überfahren, aber ob er es überlebt hat, weiss ich nicht. Gegen 14h gehe ich zum Super-Pool um mich abzukühlen. Er ist tatsächlich gekühlt! Dann lege ich mich für eine Weile in den Garten oberhalb des Strandes. Es ist eine sehr schöne Anlage und alles (noch) intakt. Das schönste Hotel in Indien bis jetzt, aber auch das teuerste! Um 15.30h erkunde ich die Umgebung. Ausser dem Strand und dem Leuchtturm gibt es nicht viel zu sehen. Nach 1h bin ich zurück. "Büro" bis zum Apero. Es gibt auf der Düne einen "Sunset Viewing Point". Da gehe ich hin. Sehr schön mit Tischen und Stühlen. Die Sonne verschwindet hinter den Palmen. Man hat eine gute Aussicht über den Strand mit den Fischerbooten. Die "Zürcher" melden sich auf meine Email. Sie wollen zuerst nach Nepal und dann auch durch Myanmar. Gegen 20h gehe ich zum Nachtessen im Hotel. Diesmal gibt es "Singapore Noodles". Ein Paar aus Thalwil gesellt sich zu mir. Ich habe ihn schon an der Rezeption getroffen. Sie sind in einem anderen Hotel, nur hier zum Essen. Das Essen ist gut aber teuer, 1000 INR inkl. 2 Biere. Gegen 22h verabschieden sie sich, nicht ohne vorher mein Zimmer und mein Auto gesehen zu haben. Ich nütze noch das schnelle Internet und gehe dann schlafen. Bei geschlossenem Fenster, weil ich mein Moskitonetz nicht montieren kann. Es ist wunderbar ruhig hier!

Sa 16.2
8h Aufstehen, Frühstück. Wie nicht anders erwartet, ist es sehr gut. Es hat sogar eine kleine Auswahl an Käse, leider alle ziemlich fade. Omelette Masala, "Gipfeli", Joghurt, Milch, alles was ich mir wünsche gibt es. "Büro", el. Tagebuch, Bilder usw. Es ist bewölkt und ich muss mein teures Zimmer ausnützen, so arbeite ich bis 15h. Die Bilder sind ausgesucht. Ich gehe schwimmen im Pool. Nachher will ich mich im Garten am Strand hinlegen. Da sind sie aber am Rase mähen! So gehe ich zurück und arbeite weiter bis zum Apero. Der findet ohne Sonnenuntergang statt, da bewölkt. Telefoniere mit Muetti & Papi und kurz mit Bea, sie hat wieder einmal keine Zeit. Nach 20h zum Nachtessen. "Kasturi Murgh", Poulet an Cashew-Sauce, ist sehr gut. Dazu Butter Naan. Ich esse im Freien mit Live-Musik, richtig angenehm. Gegen 22h zurück ins Zimmer. Noch die Bilder in die neue Internetseite einfügen, dann ins Bett.

So 17.2
8.30h Aufstehen, packen, Frühstück. Fertig packen und bezahlen, 15'173 INR = 273 CHF total. Dafür bekomme ich noch eine Tasche mit Wasser, Chips usw. mit auf den Weg. Um 10.20h fahre ich los. Nach 20 Min bin ich auf der NH5. Bis Rambha meinem 1.Ziel, sind es "nur" 46km. Nach 1h bin ich da. Das "Panthanivas" passt mir, ich bleibe (1560 INR). Ich werde sofort in Beschlag genommen von einer Gruppe aus Bhubaneswar und Tamarra aus Toronto (42). Sie wollen mein Auto und mein Motorrad sehen und laden mich zu einer Bootstour auf dem See ein. Um 12.15h fahren wir los. Der Himmel ist bedeckt. Zuerst fahren wir zu einem kleinen gelben Haus im Wasser, dann zu einer kleinen Insel mit einem Dinosaurier aus Beton. Da steigen wir aus. Nach ¼h fahren wir wieder zurück. Nach 1¾h sind wir zurück. Der Chilika Lake ist die grösste Brackwasser-Lagune Asiens. Etwa 600 - 1100km² gross, je nach Wasserstand. Ein Motorrad-Club ist hier, mit Super-Maschinen. Ich gehe mit Tamarra auf ein Bier zum "Beer Parlour". Die andern haben uns gesucht. Wir essen zusammen etwas, ich nur Pakoda. Dann verabschieden wir uns von ihnen. Nach 17h bin ich im Zimmer und richte mich ein. Um 18h Apero auf meinem Balkon. Es riecht nach Regen. Und tatsächlich entlädt sich ein richtiges Gewitter mit Blitz, Donner und Wind über uns. Etwa 1h lang. Um 20.30h zum Nachtessen im Hotel. Mutton Curry ist gut, aber es hat mehr Knochen als Fleisch. Zum Dessert "Caramel Chöpfli". Man könnte hier zurzeit Meeresschildkröten beim Eierlegen beobachten. Tamarra war gestern da und ich habe das schon in Borneo gesehen, zudem regnet es immer noch, so verzichte ich. Zurück im Zimmer "Büro", Route usw. Um 24h schlafen, d.h. versuchen zu schlafen. In der Nähe hat es einen Tempel. Da lärmen sie die ganze Nacht. Um 3h hole ich meine Oropax, aber selbst damit hört man den Lärm immer noch!

Mo 18.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück mit Omelette Masala & Toast. Um 10h fahren wir los. Tamarra hat mich gefragt ob sie mitfahren kann. Sie wollen noch 100 INR für die Bootsfahrt, obwohl die andern das schon bezahlt haben! Es ist eine Kurze Fahrt durch richtige Berge (~300müM). Um 11h sind wir bereits in Barkul unserem nächsten Ziel. Trotzt verpasster, resp. Nicht vorhandenen Abfahrt und einem Umweg von 5km, sind es nur 30km. Das staatlich "Panthanivas" liegt direkt am Chilika Lake. Die Zimmer sind einfach und billig (900 INR), so nehmen wir 2 Zimmer. Ich richte mich ein, "Büro", Route planen nach Puri, ausruhen. Um 14h gehen wir auf ein Bier, das heisst ich, denn Tamarra trinkt kein Bier und nachher etwas essen im Restaurant. Ich nehme nur Suppe & Pommes. Gegen 15h suchen wir ein Boot um zur Insel Kalijia zu fahren. Da hat es einen Tempel. Wir finden ein abfahrbereites grösseres Boot. 50 INR/Personen für 1½h sind sehr günstig. Nach ½h sind wir da. Es ist ein Pilger-Tempel, für uns nichts Besonderes. Nach ½h geht es wieder zurück. Um 17h sind wir zurück. Wir müssen uns beeilen um noch Wein! Zu kaufen und auf der Hafenmole den Sonnenuntergang zu sehen. Apero auf der Mole. Es stinkt und hat viele Fliegen, wir halten uns kurz und verziehen uns auf meinen Balkon. Gegen 20h Nachtessen im Hotel-Restaurant. Mein Chicken Curry ist zwar nicht "boneless" wie versprochen, aber trotzdem gut, dazu Reis. Um 22h sind wir zurück. In unseren Zimmern hat es tausende keiner Fliegen. Bei mir sind die meisten schon tot, weil ich den Moskito-Stecker eingeschaltet liess. Noch Musik hören, dann schlafen. In der Nacht wird es kalt, ich hole mir eine Wolldecke.

Di 19.2
Aufstehen 7h, packen, Check-Out ist hier 8h! Nachher Frühstück. Diesmal bekommen wir alles richtig. Omelette Masala, Kaffee, kalte Milch & Toast. Zum Schluss sogar nochmals Spiegeleier. Um 9h fahren wir los. Wir müssen 2 Mal über die Bahnlinie, beide Male ist die Barriere geschlossen. Es geht ein ziemlich langes Stück auf der alten holprigen NH5. Dann sind wir zurück auf der neuen NH5. Nach 52km und 1¼h verlassen wir die Hauptstrasse um eine Abkürzung zu nehmen. Für die 39km brauchen wir fast 2h. Die Gegend ist schön, die Strasse gut - schlecht - sehr schlecht - kaum vorhanden- sehr schlecht - schlecht - gut. Wir fahren durch Reisfelder und kleine Dörfer. Am Schluss müssen wir noch bezahlen für diese Strasse (30 INR). Um 12.30h sind wir in Puri. Müssen wenden, weil die Strasse mit einem Balken auf 2m für Lastwagen gesperrt ist, natürlich ohne Vorwarnung. Ich wende wie ein Inder mitten im Verkehr! Um 12.45h sind wir im Hotel Gandhara. Es passt uns. Wir teilen uns das Zimmer im 3.Stock, weil es sonst für Tamarra zu teuer wäre. Auto parkieren und einrichten. Lunch im Garten mit Bier & Stuffed Porotha (mit Kartoffeln gefüllt). Gegen 16h gehen wir zum Strand. Von da Richtung Osten. Da hat es ein grosses Fischer-Quartier mit hunderten von Booten. Zuerst dem Strand entlang, dann mitten durch das Quartier. Der Strand ist ziemlich schmutzig, das Quartier verblüffend sauber. Alle 5m heisst es "Foto! Foto!". Ich mache etwa 50 Fotos, Tamarra noch mehr. Zum Schluss wird es fast mühsam. Auf der Hauptstrasse zurück. Tamarra kauft sich noch Antibiotika gegen ihren Husten und das Fieber, ich ein Bier. Um 17.45h sind wir zurück. Apero auf der Dachterrasse. Es wird kühl. Eine heisse Dusche ist gut. "Büro", kurz mit Bea telefonieren usw. Nach 20h gehen wir zum Nachtessen in der Nähe. Wir können im Garten essen. Meine Tomaten Maccaroni mit Käse sind gut. Es gibt sogar ein Bier. Hier hat es relativ viele Ausländer. Tamarra spricht viele Leute an, einfach so. Das gibt manchmal lustige Gespräche. Nach 22h sind wir zurück. Sie nützt noch Skype voll aus, weil sie die letzten 3 Wochen kein Internet hatte. Ich telefoniere noch mit Stefan, dann ins Bett.

Mi 20.2
Aufstehen 8.30h. Im Garten spreche ich mit Birgitta (75) aus Schweden. Sie empfiehlt eine Stadtrundfahrt mit den "Green Riders", einer Gruppe Velo-Rikscha Fahrer, die zu festen Preisen Dienstleistungen anbieten. Zum Frühstück gehen wir ins "Honey Bee". Vorher bringt Tamarra noch ihre Wäsche zum Waschen. Das Frühstück ist sehr gut. Um 11.15h fahren wir los mit 2 Velo-Rikschas à 250 INR. Zuerst besuchen wir einen japanischen Tempel. Die verstorbene Besitzerin des Hotels war Japanerin, wohl darum. Weiter geht es zum "Narendra Tank", ein Bassin mit einem kleinen Tempel. Es dauert ½h bis wir da sind. Weiter auf der imposanten Hauptstrasse zum "Jagannath Mandir" ein grosser Tempel, den aber nur Hindus besuchen dürfen. In der Nähe gibt es die "Raghunandan Library". Vom Dach hat man eine gute Aussicht auf den Tempel. Wir verärgern einen der Angestellten, weil wir nur 50 INR/Person spenden! Er lässt uns trotzdem aufs Dach. Wir fahren weiter rund um den Tempel, dann mitten durch die autofreie Altstadt zum "Swargdar" dem Verbrennungsplatz für Tote. Ein gewöhnungsbedürftiger Anblick! Auf der New Marin Road zurück ins Hotel. Nach 2¼h sind wir zurück. Ein Bier im Garten, Tamarra nützt den Pool. Um 16h ziehen wir los, den Strand entlang, diesmal nach Westen. Da gibt es "Life Guard", die gehen mit den Leuten ins Wasser, aber nur hüfthoch, dann sagen sie "jetzt tauchen" wenn eine Welle kommt. Man erkennt sie am komischen weissen Hut. Wir können nicht dem Strand entlang zum "Golden Beach" weil uns ein Fluss/Kloake den Weg versperrt. Wir müssen zurück auf die Strasse und nach der Brücke wieder zurück an den Strand. Da hat es jetzt sehr viele Leute. Einige bauen Skulpturen aus Sand. Einer will für ein Foto 20 INR. Etwa auf der Höhe des Verbrennungsplatzes hat es einen richtigen Markt am Strand. Tamarra kauft sich einen "Perlenkette" für 30 INR, die dazu gehörenden Ohrringe verschenkt sie. Wir setzen uns hin und schauen dem Treiben eine Weile zu. Dann fahren wir mit einer Auto-Rikscha zurück. Erst der 5.Fahrer verlangt einen vernünftigen Preis, 70 INR. Tamarra will um Essen ins "Honey Bee", da gibt es Maccaroni mit Käse. Sie hat indisches Essen nicht gern. Ich gehe mit, esse aber nur einen sehr guten Thon-Salat mit richtigem Brot! Sie holt noch ihre Wäsche, dann gehen wir zurück ins Hotel. Da esse ich Chicken Curry. Das ist gut, mit Kartoffeln und Salat serviert. Birgitta ist auch da. Wir reden ziemlich lange. Ich nehme noch ein Bier mit um es vor unserem Zimmer zu trinken. Da hat es einen Tisch mit Stühlen und Blick in den Garten. Bert aus Holland gesellt sich zu uns. Um 23h gehen wir ins Bett. Tamarra nützt noch das Internet, ich höre Musik, dann schlafen.

Do 21.2
8h Aufstehen, packen, Check-Out ist um 9h, Frühstück im Garten mit Birgitta. Ich wasche noch meine unglaublich staubigen Scheiben. Um 10.45h fahren wir los.Eine sehr schöne Strecke der Küste entlang. Oft in einem Wildschutz-Gebiet mit viel Wald. Um 11.30h sind wir in Kornak. Die "Labanya Lodge" passt uns nicht. Das "Yatri Nivas" hat nur teure Deluxe Zimmer, so suchen wir weiter. Das Deluxe Hotel hat ein schönes Zimmer für 1000 INR, aber nur mit einem breiten Doppelbett. Wir nehmen es trotzdem. Es ist 12h, es waren "nur" 37km. Wir richten uns ein. Tamarra schläft, ich "Büro", Route usw. Gegen 14h ein Bier mit Pakora im Hotel-Restaurant. Nachher zum "Sun Temple". Ein imposanter Tempel aus dem 13.Jh. Auf der Seite hat er Räder, wie zum Wegschieben. Früher stand er am Meer, das ist jetzt etwa 3km weiter weg. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang sind wir zurück. Apero auf der Dachterrasse mit Aussicht auf den Tempel. Um 18.30h gehen wir nochmals zum beleuchteten Tempel zurück, um einige Fotos bei Nacht zu machen. Mit einer Auto-Rikscha zum "Konark Dance & Music Festival". Es kostet 300 INR Eintritt, ein stolzer Preis. Die Bühne steht vor einem der super beleuchtet  wird. Die Bühne ist einmalig. Die Tänze sind schön, aber ziemlich langweilig. Im 2.Teil wird ein berühmter indischer Flötist geehrt (Pandik Hari Prasad Choursia). Gebe nie einem Inder ein Mikrofon, er hört nicht mehr auf zu reden! Bis das 1.Stück gespielt wird, dauert es über ½h. Das Stück ist dann so langweilig, dass wir vor dem Ende gehen. Mit einer Auto-Rikscha zurück. Das Restaurant in unserem Hotel ist schon geschlossen. Aber nebenan gibt es noch etwas. Chowmein Noodles sind nicht schlecht. Nachher schlafen.

Fr 22.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück. Ein wenig kompliziert, aber am Schluss haben wir alles was wir wollen. Um 9.30h fahren wir los. Eine angenehme Fahrt über Nebenstrassen. Das ändert schlagartig kurz vor Bhubaneswar. Da gibt es eine 2-spurige Brücke und 2 Strassen die da zusammen kommen. Wer in Indien war, weiss was jetzt kommt. Da Inder nicht geordnet anstehen können, das muss ein Gen sein! hat es vor der Brücke 6-8 auf offiziell 2 Spuren. Alle behindern sich und den Gegenverkehr gegenseitig. Das Resultat, für 700m brauchen wir 50 Min! Und viel Nerven. Mein Spiegel wird "nur" 2 Mal umgeklappt, zum Glück ohne Schaden. Um 12.20h sind wir am Bahnhof von Bhubaneswar. Tamarra schafft es ein Zugs-Billet nach Allahabad zu ergattern. Sie besucht da die Kumbh Mela, das grösste religiöse Fest der Hindus, das nur alle 4 Jahre stattfindet. Nach ¾h fahren wir zum Hotel Ginger. Um 13.30h sind wir da. Das Zimmer ist erst um 15h bereit. So gehen wir zum Mittagessen ins nahe "Swosti", ein sehr teures Hotel. Nudelsuppe & Bier für mich, Frühlingsrolle für Tamarra. Beides sehr gut und ziemlich teuer. Zurück im Hotel, einrichten und Reena anrufen. Wir haben sie in Rambha getroffen und sie wohnt hier. Sie werden uns zum Nachtessen abholen. Da wir hier in Indien sind, kommen sie anstatt um 19.30h erst um 20.30h! Mit dem Auto fährt uns Billu, er war auch in Rambha, etwa 15km vom Hotel in das Restaurant "Jungle View". Unterwegs kaufen wir noch Bier ein. Wir essen im Freien. Es ist ziemlich kühl, 20C°. Zuerst gibt es Tandoori Chicken, nachher "Bamboo Mutton", in einem Bambus-Rohr gekochtes Schaffleisch. Beider sehr gut. Um 23.30h fahren wir zurück. Reena lädt mich für morgen zum Nachtessen bei ihr zu Hause ein.

Sa 23.2
8h Aufstehen, Frühstück mit Buffet (195 INR/Pers). Nachher packt Tamarra ihre Sachen und geht noch zum "Subway" um Sandwiches für ihre lange Zugsreise nach Allahabad via Kalkutta zu kaufen. Um 10h fahren wir mit einer Auto-Rikscha zum Bahnhof. Tschüss Tamarra. Ich fahre weiter zum "Bindu Sagar", ein grosser Tank/Teich. Von da zu Fuss zum "Lingaraj Temple". Da können Nicht-Hindus nicht hinein, aber es hat eine Plattform. Von da hat man einen Überblick über das Areal. Den "Ananta Basudeva Temple" finde ich erst im 2.Anlauf. Da wird gefeuert und gekocht, was weiss ich nicht. Durchs Quartier zum "Parasurameswar Temple". Ein kurzer Abstecher in den "Kedareswara Temple", der einzige der farbig ist. Die andern sind alle mit Natursteinen gebaut und sehen mehr oder weniger gleich aus. Der "Mukleswara Temple" ist nicht der grösste, aber der schönste des heutigen Tages. Der "Rajanari Temple" ist etwa ½km entfernt. Sie wollen 100 INR und so anders wie die andern ist er nicht. Ich verzichte. Gehe zurück zum "Bindu Sagar". Von da mit einer Auto-Rikscha zurück. Bin 3½h unterwegs gewesen und 3.6km weit zu Fuss gegangen. Im Cafe im Hotel esse und trinke ich etwas. Nachher duschen, "Büro" und mit Muetti & Papi telefonieren. Um 19.30h holt mich Billu mit dem Auto ab. Ich will Wein mitbringen, so fahren wir zuerst zu einem Wine-Shop. Reena und Sangeeta sind schon da. Wir trinken zuerst Weisswein. Zum Essen gibt es Poori, Kartoffeln, Reis und eine Art Poulet-Gehacktes, das schmeckt sehr gut. Wir reden viel. Billu gibt mir eine Hoteladresse für Morgen, etwa 100km von hier, ideal. Um 23.30h bringen sie mich nach Hause. Ich suche und finde das Hotel im Internet und plane die Route. Gegen 1h rufe ich Bea an, nachher schlafen.

So 24.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück. Fertig packen, Check-Out und Scheiben reinigen. Total hat es 6660 INR gekostet, Tamarra hat etwa 600 INR gegeben für die eine Nacht. Um 10.15h fahre ich los. Eine Baustelle mit Höhen-Beschränkung zwingt mich zu einem Umweg. Nach 20 Min bin ich aus der Stadt mit 650'000 Einwohnern. Die Strasse ist gut. Ich überquere mehrmals den Mahandi Fluss, der her mehrere Arme hat und offenbar in der Regenzeit viel Wasser führt. Nach 12h verlasse ich die NH5 und fahre auf der Landstrasse weiter nach Jajpur Road (10km). Kurz vor dem Hotel ein geschlossener Bahnübergang. Das übliche Spiel. Wenn die Barriere öffnet passiert gar nichts, weil sich alle gegenseitig behindern. Wenn es dann langsam vorwärts geht, versuchen alle Motorräder zu überholen. Einer versucht mich zu überholen, es kommen aber andere entgegen, er versucht sich vor mir hinein zu quetschen. Ich stehe praktisch still. Aber es reicht ihm trotzdem nicht. Er streift mich und muss vom Motorrad und reisst dabei einen entgegenkommenden Motorradfahrer mit. Beide gehen im Zeitlupentempo zu Boden. Ich muss mich zusammenreissen, dass ich nicht laut lache. An meinem Auto nur ein kleines Loch in der Kunststoff-Stossstange, den andern ist auch nichts passiert. Trotzdem gibt es grosse Diskussionen. Ein selbsternannter Jurist mein es sei verboten in Indien ein Linksgesteuertes Auto zu fahren, ob ich eine Bewilligung habe, wohin ich wolle usw. Es ist logisch, ich bin Schuld, weil ich nicht weg bin von der Strasse, damit der andere überholen kann. Ich fahre einfach weiter. Beim Hotel will ich rechts abbiegen, mit Blinker und schon klebt wieder einer an meiner Seite, weil er überholen will, wo kein Platz ist. Das Hotel Suryansh ist gut (3440 INR). Ich kann mir das Zimmer aussuchen. Es gibt sogar einen Pool, der ist allerdings nicht sehr sauber. Es ist 12.30h, ich bin 105km gefahren. Einrichten, nachher an der schönen Bar ein Bier. "Büro", Route und Container ab Kalkutta suchen. Von einer Firma bekomme ich Antwort, obwohl heute Sonntag ist. Apero auf der Terrasse im 1.Stock. Der Kellner will mir sogar meinen eigenen Brandy nachschenken! Nach Sonnenuntergang setzt sich ein deutscher Monteur zu mir, das ist sein Tisch. Er spricht mich Deutsch an, ohne zu wissen woher ich komme. Er spricht wie viele Monteure ziemlich abschätzig über die lokale Bevölkerung. Ich bleibe nicht lange. Ich rufe Markus an, er war in Splügen in den Skiferien. Nachtessen am Pool im Freien. "Chicken White House" ist Poulet-Brust nach Jäger-Art, mit richtigem Gemüse und Pommes. Sehr gut und Bier gibt es auch. Die Sweet Lassi zum Dessert schmeisse ich wegen einer Moskito um! Um 22h bin ich im Bett.

Mo 25.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück mit indischem Buffet. Poori & Omelette Masala & Toast. Fertig packen, Check-Out, Scheiben reinigen mit vielen Zuschauern wie immer. Die Inder sind fasziniert wie ich die Scheiben reinige, weil sie Scheiben-Schaber und Schwamm nicht kennen! Um 10h fahre ich los. Nach 20 Min bin ich auf der NH5. Es ist weiterhin flach und die Strasse ist gut. Nach 1¾h verlasse ich bei Baleshwar die NH5 und fahre nach Chandipur. Das Navi führt mich in ein Militärgelände, die wollen mich aber nicht durchlassen, so muss ich wenden und über eine andere Strasse fahren. Das "Panthanivas" ist voll, so suche ich weiter. Das nahe "Subham" wäre zwar billig, aber doch sehr einfach. Die nächsten beiden sind zu teuer für was sie sind. Das ganz neue "Arpita Beach Resort" passt mir (2150 INR). Ich richte mich ein. Nachher eine "Crapes Noodle Soup". Die ist gut aber ziemlich scharf. Die 2.Spedition hat auch geantwortet, mindestens der Transport scheint möglich zu sein. Später gehe ich an den Strand. Es ist wie im Wattenmeer, bei Ebbe ist das Meer 3-4km weit weg. Jetzt ist Ebbe, keine Spur von Meer! Ich gehe bis zum "Panthanivas". Da rede ich mit einigen Leuten und kaufe Chips. Dann gehe ich wieder zurück. Das Hotel hat eine schöne unbenutzte Dachterrasse. Sie stellen mir extra ein Tischchen und 2 Stühle hin für den Sonnenuntergang. Sie besorgen mir auch 3 Flaschen Bier. Eine bringen sie mir, die andern behalten sie an der Kühle. Der General-Manager gesellt sich zu mir. Wir reden und verpassen den Sonnenuntergang. Hinter dem Hotel ist ein improvisiertes Cricket-Feld. Da wird gespielt bis es dunkel wird. Duschen in der Super-Dusche und "Büro". Nach 20h zum Nachtessen im Hotel, sonst gibt es hier nicht viel. Es geht alles sehr langsam und kompliziert. Mein "Chicken Teriyaki " mit Reis ist aber sehr gut. Im Zimmer stelle ich fest, dass das Internet nicht mehr funktioniert. Im Haus weiss niemand Bescheid. In der Lobby funktioniert es. So gehe ich hinunter und erledige die Internet-Arbeiten, dann rufe ich Elena an. Ein Angestellter will in der Lobby schlafen, so beende ich das Gespräch und gehe zu Bett.

Di 26.2
8h Aufstehen, Frühstück mit Omelette Masala & kalten Toasts & Kaffee & Joghurt. "Sorry Sir, no cold milk, only hot milk!". Sie lassen sich nicht überzeugen, dass heisse Milch vorher kalt war! Nachher "Büro" mit el. Tagebuch. Das Internet hat manchmal für einige Minuten ein Hoch und funktioniert. Dann muss ich sofort zuschlagen mit Email, Hotel suchen usw. Gegen 11h mache ich eine Pause und gehe zum Strand. Meine Annahme stimmt, jetzt hat es Wasser bis ans Ufer. Die Flut ist am Zurückgehen. Am Rand sind viele Frauen am Arbeiten. Sie sieben kleine Muscheln aus dem Sand. Von denen hat es hier extrem viele. Sie machen grosse Haufen. Die werden später in Säcke abgefüllt. Für einen grossen Sack (~50kg) bekommen sie 50 INR! Die Muscheln werden dann gemahlen und als Futterzusatz oder Dünger verwendet. Ich gehe wieder bis zum "Panthanivas". Da trinke ich etwas und kaufe Chips. Dann wieder zurück. In ½ h ist das Meer bereits 100m zurückgegangen! Um 12h bin zurück. Weiter im Text. Um 15h mache ich wieder Pause und erkunde das Dorf. Ich gehe bis zum Eingang des Militärgeländes und zurück und dann auf die andere Seite, total etwa 3km. Die meisten Häuser sind traditionell gebaut, d.h. mit Strohdach und nur einem grossen Raum. Einzelne sind sehr schön. Nach etwas mehr als 1h bin ich zurück. Weiter im Text. Zum Apero auf die Dachterrasse. Sie bringen mir wieder Tisch & Stuhl und mein letztes Bier. Nach 20h zum Nachtessen. Die "Singapore Noodles" sind nicht schlecht. Ein "Internet-Spezialist" ist im Hause, aber er schafft es nicht das Internet zum Laufen zu bringen. Ich lese meine Emails in der Lobby, dann ins Bett.

Mi 27.2
8h Aufstehen, packen, Frühstück, heute mit kalter Mich! Kurz bevor ich abreise funktioniert das Internet wieder. Fahrzeug packen, ich habe Tisch & Stuhl ausgeladen, um besser arbeiten zu können. Der versprochene Rabatt von 10% wird nicht gewährt, also kein Trinkgeld. Um 10.30h fahre ich los. Baleshwar ist ziemlich mühsam, schmale Strasse und viel Verkehr. Nach ¾h bin ich auf der NH5. Etwas später bei Kathasingra verlasse ich die NH5, die geht hier weiter nach Norden. Sie war seit Chennai währen 1500km meine Strasse! Weiter geht es auf der NH60. Die ist meistens auch gut. Es hat aber öfters Baustellen mit Gegenverkehr, immer ohne Vorwarnung! Um 12h bin ich bei Jaleswar. Da verlasse ich die NH60. Auf der SH67 geht es weiter nach Digha. Die Strasse ist nicht schlecht, sie ist aber schmal und führt durch viele Dörfer. Vor Digha verlasse ich Odisha, ich bin nun in West-Bengalen. In Digha halten mich 2 Polizisten an. Ich verstehe nicht was sie wollen, sage nur "Tourist" und alles ist OK! Weiter geht es nach Mandarmoni. Bei Kanchanpur biege ich auf eine noch schmalere Strasse ab. Hätte es nicht sehr viele Reklamen für Mandarmoni, ich würde glauben ich sei falsch. Aber es kommt noch besser. Am Schluss fahre ich auf einem Feldweg und wundere mich, wie all die Gäste in die Hotels kommen sollen. Ich bin wieder einmal froh einen Lastwagen zu haben. Aber es kommt noch besser. Die Strasse/Feldweg führt direkt zum Strand. Ich frage sicherheitshalber nach. Doch es ist korrekt. Mit Anlauf durch den lockeren Sand an den Strand. Da ist es gut zum Fahren, weil der Sand feucht ist. Ich fahre zuerst zum "Digante". Die haben ein schönes Zimmer, aber kein Internet und Englisch ist nicht ihre Stärke. So fahre ich weiter zum "Sana Beach Resort". Das ist nicht schlecht, aber ich will noch andere anschauen. Fahre dem Strand entlang zu mehreren Hotels. Das "Rose Valley" hat sogar eine Sesselbahn. Keines passt mir so richtig. Ich fahre zurück zum "Digante". Die haben nun plötzlich kein freies Zimmer mehr, weiter suchen. Schlussendlich bin ich wieder im "Sana Beach Resort". Es ist inzwischen 16.30h. Die Sucherei hat mich 2h gekostet. Dafür weiss ich jetzt, dass man am Strand fahren kann. Es waren total 8km. Mein Bungalow ist gleich beim Pool (3481 INR). Ich richte mich ein. Zum Apero wird mir das Bier am Pool serviert. Ein Angestellter leistet mir Gesellschaft. Er kommt aus Chennai und arbeitet schon seit 2 Jahren hier. Es seien in dieser Zeit nicht mehr als 15 Ausländer hier gewesen, trotzt LP. Ich bin heute 154km gefahren und ziemlich müde. Um 20h zum Nachtessen. Ich bin der einzige Gast im Restaurant zusammen mit 4 Angestellten. Ich bestelle wieder einmal "Mutton Joghan Rosh & Roti. Schmeckt gut, hat aber wieder sehr viel Knochen. Um Dessert "Caramel Chöpfli"! Nachher mit dem Notebook zur Rezeption. Nach einigem Üben klappt die Verbindung via Kabel und ich kann meine Emails lesen und eine Email ins "Bodhi Tree" in Kalkutta schicken, dass ich früher komme. Zurück im Zimmer noch etwas "Büro". Im Dach meines Bungalows lebt es, es knistert und knabbert. Aber im Raum hat es keine Viecher. Nach 23h schlafen.

Do 28.2
Um 6h geht nebenan die Musik los! Ich habe in der Nacht die Wolldecke geholt, es war kühl.  8h Aufstehen, Frühstück mit allem was ich will. Von Omelette Masala bis Joghurt. Nachher zeigen sie mir das Zimmer mit "Sea View". Man sieht das Meer aber nicht. Es ist zwar grösser, mein Bungalow hat aber mehr Flair. So bleibe ich wo ich war. Sie bringen mir einen Tisch zum Arbeiten. "Büro", el. Tagebuch usw. Um 12h gehe ich an den Strand. Der ist riesig, aber es ist nicht viel los, ausser gerade bei unserem Hotel. Da vermieten sie Quads, Jet Skis usw. Ich gehe zurück an den Pool für ein kühles Bad. Da treffe ich Ankur & Priyanka aus Assam im Norden. Wir sind im Moment die einzigen Gäste. Wir setzen uns zusammen und reden bei einem Bier. Alle wollen mein Auto sehen. Etwa um 15h weiter im Text und neue Bilder sortieren. Ich muss aus einer Internetseite 2 machen, weil es sonst zu viele Bilder sind. Apero am Pool. Um 20h gehen wir zusammen zum Nachtessen im Hotel. Meine "Fried Noodles" sind gut. Ankur will noch Bilder sehen von meinen Reisen. Nach ½h muss er gehen, Priyanka ruft ihn energisch. Ich gehe schlafen. Der Manager hat mich aufgeklärt, dass die Geräusche im Dach von Termiten stammen. Das Bungalow wird irgendwann einmal einstürzen!

Fr 1.3
8h Aufstehen, packen, Frühstück zusammen mit Ankur & Priyanka. Sie reisen mit Taxi und Bahn zurück. Fertig packen und Check-Out (8214 INR). Um 10.30h fahre ich los. Sie haben mir geraten alles dem Strand entlang zu fahren bis zu einer Rampe, ich werde es schon sehen. So fahre ich mehr als 5km am Strand. Die Flut ist hoch, so muss ich mehrere Male durchs Wasser fahren. Dann auf die bekannte schmale Strasse. Um 11h bin ich auf der SH4. Die ist gut, bis Contai noch etwas schmal. In Contai ist wieder einmal eine Strasse gesperrt. Ich muss wenden und auf die Umfahrungsstrasse. Nachher ist die Strasse breit genug zum Kreuzen und Überholen. Um 12.30h erreiche ich die NH41 bei Nanadakumar. Ab jetzt geht es meist 4-spurig weiter, es sei denn es ist eine Baustelle und von denen hat es nicht wenige bis Kalkutta. Bei Kaloghat erreiche ich die NH6. Ab hier hat es ziemlich viel Verkehr. Die Gegend ist flach, mit vielen Reisfelder. Um 14h bin ich auf der grossen Hängebrücke "Vidyasagar Setu" über den Fluss Hugli mitten in Kalkutta (40 INR). Wegen der Einbahnregelung ab 13h, muss ich einen anderen Weg zum Hotel suchen. Es hat viel Verkehr mit sehr vielen gelben Taxis. Um 14.20h bin ich beim Hotel "Housez 43". Das Zimmer passt mir (2500 INR). Sie haben mir geschrieben, sie hätten einen Parkplatz für mich. Das stimmt aber nicht. Ich richte mich ein. Wir fahren zusammen zu einem Parkhaus (20Min/2.3km). Da passt mein Auto wie erwartet nicht hinein. Weiter zu einem Parkplatz an der Strasse des Hotels (15Min/2.1km). Da ist im Moment nichts frei. Wir lassen das Auto vorläufig da und gehen zu Fuss zurück zum Hotel. Ich trinke ein Bier auf der schönen Dachterrasse. Sie suchen weiter nach einem Parkplatz. Apero auf der Dachterrasse, die Sonne ist schon weg. Sie suchen immer noch. Es wird so oder so ein teurer Spass. Die Strassen in Kalkutta sind quasi vermietet, man muss pro Tag 300 - 400 INR = 6 - 8 CHF bezahlen! Sie finden einen Parkplatz 20 Min entfernt mit dem Auto, das will ich nicht. Sie suchen weiter. Schlussendlich finden sie einen in der Nähe (350m). Er kostet 350 INR/Tag. Wir fahren hin (20Min/1.1km). Alles in allem 1h und 6km nur um einen Parkplatz zu finden! Um 20h auf die Dachterrasse. Die ist aber voll mit einer riesigen Gruppe (>30) aus Frankreich. Die Rezeption empfiehlt das "Arsalan" in der Nähe. Mein "Chicken boneless Masala" ist sehr gut und tatsächlich ohne Knochen, dazu Porotha. Auf dem Heimweg kauf ich noch ein Bier und geniesse es auf der Dachterrasse. Nachher rufe ich Küde an. Er feiert heute seinen 60-igsten Geburtstag in Apulien, nicht beim Skifahren im Tirol wie ich angenommen habe. Nachher ins Bett. Irgendwo gibt es einen Generator oder so was, der die ganze Nacht läuft. So schlafe ich nicht sehr gut. Wahrscheinlich nicht nur wegen des Lärms, denn in den nächsten Tagen entscheidet sich vieles über meine weitere Reise.

Sa 2.3
Damit ich mich wieder daran gewöhnen kann hat es mehrere Moscheen in der Nähe. D.h. erwache um 5h, schlafe dann aber weiter bis 8h. Frühstück auf der Terrasse. Das Buffet ist mager, aber ich bekomme meine Omelette Masala und ein Glas kalte Milch. "Büro" usw. Um 11h muss ich mein Auto umparkieren und hole gleich die Daten des GPS. Später stelle ich fest, dass ich die falschen Sandalen angezogen habe. Nochmals zum Auto, Schuhe wechseln. Denn defekten Schuh bringe ich zum Reparieren. Um 15h ziehe ich los. Zum "New Market", gebaut 1874! Ein Führer will mich zu den Touristen-Shops führen, aber mit ihm finde ich einen Laden der meinen Schuh repariert (300 INR). Nachher noch Abwaschmittel kaufen, jetzt hat er begriffen, dass bei mir nichts zu holen ist. Gehe weiter bis zur Park Street. Da schau ich mir das "Bar-B-Q" an. Dahin werde ich zum Nachtessen gehen. Um 16.30h bin ich zurück. Sie organisieren 2 Flaschen Bier. Eine für den Apero, die andere für später. Ich verpasse den Sonnenuntergang wieder knapp, er ist schon um 17.15h. Geniesse das Bier und indische Chips trotzdem. Nachher telefonieren mit Muetti & Papi, Duschen usw. Um 20.30h ins "Bar-B-Q". Das vorwiegend chinesische Restaurant hat 3 grosse Speise-Säle und eine Bar. Alle Säle sind voll, es hat Warteschlangen! So lande ich in der Bar. Die ist nicht so schön wie die Säle, aber immer noch viel schöner als die meisten indischen Bars. Mein "Mixed Hakka Chowmein" sind sehr gut und sehr viel. Ich esse nicht alles. Auch hier ist es voll, fast alle essen. Es ist sehr günstig, 387 INR inkl. Bier. Um 22h bin ich zurück. Bringe endlich meine SIP-Verbindung über "Fring" zum Laufen. Nachher schlafen.

So 3.3
8h Aufstehen, Frühstück. "Büro", Unterlagen vorbereiten für das Visum für Myanmar und den Container. Nach 14h mache ich mich auf den Weg zum "Victoria Memorial". Das liegt am Rande einer grossen Grünfläche, 2 x 3.5km! Zuerst komme ich zum Maidan. Da durchquere ich etwa 100 Cricket-Spiele. Nach etwa 1.2km bin ich beim "Victoria Memorial". Der Eintritt ins Museum wie üblich 10 INR für Inder, 150 INR für Ausländer, oder nur 4 INR für den Garten. Ich hasse Museen, darum entscheide ich mich nur für den Garten. Der ist wunderschön angelegt, mit Rasen, Blumenbeeten, alten Bäumen und Teichen. Man kann rund ums "Victoria Memorial" gehen. Es hat ziemlich viele Leute, weil heute Sonntag ist. Ich geniesse es und setzte mich für ½h an einen der 4 Teiche. Um 16.30h bin ich zurück (6km). Apero auf der Dachterrasse, diesmal früh genug für den Sonnenuntergang. Telefoniere mit Bernard Aebischer, er wird am 12.März in Kalkutta eintreffen. Anschliessend mit Bea. Um 20.30h zum Nachtessen ins "Peter Cat", aber da muss man ¾h anstehen! Ich suche etwas anderes. Das "Magnolia" ist zwar teuer, aber es passt mir. Ich bestelle "Chicken Tetrazzini", keine Ahnung wass kommen wird. Dazu russischer Salat. Ich bekomme einen sehr guten Maccaroni-Auflauf, mit Poulet, Champignon, Peperoni, Rahm und Käse. Dazu richtiges Brot! Sehr gut, aber wieder einmal viel zu viel (Total 700 INR). Nach 22h bin ich zurück und gehe bald schlafen.

Mo 4.3
8h Aufstehen, Frühstück. Unterlagen an der Rezeption ausdrucken und bereitstellen für Myanmar. Um 10.30h fahre ich mit dem Taxi zum Konsulat. Für die 3km brauchen wir fast 1h! Zuerst sagt die Dame unmöglich, dann es dauert 2 Monate. Ich fülle den Antrag für mich und Bernard aus. Sie zeigt es ihrem "Officer". Sie wollen noch genauere Angaben, vor allem ein Passfoto auch von Bernard. So fahre ich zurück und rufe Bernard an wegen der fehlenden Angaben. Dann mit Photoshop eine Serie Passbilder für Bernard erstellen. Nach 15h Passbilder drucken lassen (105 INR). Noch die Schuhe aus der Reparatur holen. Der "Profi" hat mit Windows ausgedruckt, also sind die Bilder nicht im richtigen Format. Er muss sie nochmals mit Photoshop ausdrucken. Zurück im Hotel, den gewünschten Brief aufsetzen. Daniela anrufen, sie hat heute Geburtstag und fällt aus allen Wolken, dass ich anrufe. Dann auf GoogleEarth die beiden geplanten Routen verfeinern, mehr Etappenziele suchen und schlussendlich wie gewünscht mit den geplanten Daten versehen. Dazwischen Apero auf der Dachterrasse. Bis alles im Kasten ist, ist es 21.30h. Nachtessen auf der Dachterrasse. "Mutton do Piazza", Schaf mit viel Zwiebeln und Peperoni gekocht. Sehr gut. Um 23h bin ich im Bett. Es ist heute ziemlich laut im Hotel.

Di 5.3
8h aufstehen, letzte Feinarbeiten am Visum-Antrag. Ich gehe heute später zum Frühstück, weil es gestern voll war. Das haben die andern auch so gemacht. Es ist wieder voll. Unterlagen an der Rezeption ausdrucken. Um 10h mit dem Taxi zum Konsulat. Diesmal in "nur" ½h. Sie nehmen nun meinen Antrag entgegen!!! Meinen aber sie können nicht versprechen, dass ich ein Visum bekomme und auch keinen Termin bekannt geben. Sie werden sich per Email melden. Nach 10 Min zurück mit dem Taxi. Wir stehen voll im Stau. Alle stellen den Motor ab und keiner hupt! Es sei denn die Kolonne bewegt sich. Ich brauche 1h bis ins Hotel (3.5km). "Büro" usw. Nach 14h gehe ich zur "Care Container Line" ganz in der Nähe. Eine der Firmen die auf meine Anfrage reagiert hat. Ich erkläre was ich brauche und gebe ihnen die benötigten Unterlagen. Sie werden sich melden. Nachher gehe ich zum "New Market". Mit Absicht durch einen Seiten-Eingang, damit mich keiner der "Führer" anspricht und mitkommt. Der Markt ist alt und eng, aber interessant. Am Ende eines Ganges hütet ein Junge Schafe. Gleich daneben werden sie geschlachtet und verkauft. Gegen 16h bin ich zurück. Apero auf der Dachterrasse. Vor dem Nachtessen rufe ich Ursula an, sie hat heute Geburtstag. Um 20h gehe ich ins "Blue & Beyond" ein Restaurant im 9.Stock mit Terrasse. Gleich beim "New Market". Meine "Grilled Lamb Chops" sind sehr gut, dazu Pommes. Zur Vorspeise einen guten Pasta-Salat. Bier gibt es hier auch. Alles ziemlich teuer (836 INR), aber zur Feier des Tages i.O. Zurück im Hotel telefoniere ich mit Stefan und Elena, dann schlafen.

Mi 6.3
8.30 h Aufstehen, Frühstück. Schreck am Morgen, mein Notebook startet nicht mehr! Starten ohne Akku, herunterfahren, Akku rein und siehe da es startet wieder normal! Nachher zum Airtel-Shop. Stefan hat mir eine SMS geschickt, die ist aber nie angekommen. Sie suchen das Problem, es heisst Netzwerkproblem, in 48h soll es behoben sein!?! Zurück im Hotel "Büro", Internetseite. Arbeite durch bis zum Apero. Dann ist alles bereit. Nachher Emails verschicken. Fertig, ich auch! Um 20h zum Nachtessen ins nahe "Radhuni" Chicken Masala & Tomato Bharta & 2 Roti & Mineral = 122 INR. Neuer billig Rekord. Und gut ist es auch, nur ein bisschen wenig. Rede mit einem Paar aus Rom. Die haben ihren Bücherladen verkauft und reisen jetzt 5-6 Monate im Jahr. Zum Abschluss noch ein Bier im "Super Pub", dann ins Bett.

Do 7.3
8 h Aufstehen, Frühstück. Nachher man glaubt es kaum, Steuererklärung ausfüllen! Dazwischen zum Auto gehen um frische Kleider zu holen. Suche eine Wäscherei. Find 2, aber eine ist doppelt so teuer wie die andere. Um 12.30h ist alles erledigt. Den Rest muss Stefan machen. Schicke ihm die Unterlagen per Email und mache die Zahlungs-Aufträge. Gemäss Steuererklärung habe ich weniger Geld als letztes Jahr, das wundert mich. Auf Spurensuche, da ich erinnere mich, dass ich 28'000 CHF Depot beim TCS habe. Jetzt stimmt es wieder. Nachher Nichtstun, Duschen und Fusspflege. Hier ist es sehr trocken, ~30% RH, dann bekomme ich immer rissige Haut an den Füssen, da ich immer mit Sandalen unterwegs bin. Apero wie üblich auf der Dachterrasse. Um 20h zum Nachtessen ins "Gupta's Restaurant", erinnert mich an meinen früheren Chef, der war Inder und hiess Sen Gupta. "Chicken Boti" schmeckt gut, dazu Porotha und Raitha. Zum Dessert Sweet Lassi. "Muss" Tuborg-Bier trinken! Gehe heute früh ins Bett.

Fr 8.3
8 h Aufstehen, Frühstück, heute läuft fast alles falsch, aber am Schluss stimmt es wieder. Seit heute bin ich definitiv weg von der ETH, mein letztes reguläres Konto ist abgelaufen! Um 11h gehe ich nochmals zum Airtel-Shop. Ich bekomme immer noch keine SMS aus dem Ausland. Nach 1½h bin ich etwa gleich weit wie vorher. Sie werden sich darum kümmern? Dann ziehe ich los, quer durch den Maidan zur Kreuzung Mewrol, aber leider auf der Strasse. Von da zum Raj Bhavan, die ganze Anlage ist für das Publikum gesperrt. Dann zur St.John's Church. Die Kirche ist mässig interessant, aber ein ruhiger Ort ohne Lärm. Am High Court vorbei zur Fähre zur Howrah Station auf der gegenüber liegenden Seite. Nahe der Brücke "Rabindra Setu". Die Fähre ist voll mit Frauen, die gehen an eine Demo zum Frauentag. Die Fahrt dauert 15 Min und kostet 5 INR! Zu Fuss über die Brücke zurück. Sie wurde im 2.Weltkrieg gebaut und war damals eine der grössten Brücken. 500m lang, mit 8 - 10 Fahrspuren. In der Nähe liegt der Blumenmarkt. Die "Armenian Church" ist nicht interessant, weil alles abgedeckt ist. Sie liegt aber mitten im interessanten "Old China Bazar". Die portugiesische Kathedrale ist geschlossen, wie auch die St.Andrew's Church. Auch der Park "Lah Dighi" ist geschlossen. Ich gehe weiter. Unterwegs esse ich ein Vegi Rupa Roll, ein "Kebap" aus frischem Brot mit Gemüsefüllung. Beim "Esplanade" liegt das "Metropolitan Building" ein schönes stattliches Haus. Eine Demo von Staatsangestellten kommt mir entgegen. Die Strasse ist für den Verkehr blockiert. Und wieder passiert das Unglaubliche, alle stellen den Motor ab, keiner hupt, richtig ruhig! Meine Strasse hinunter zum Hotel. Um 16.30h bin ich zurück, war 5½h unterwegs, über 9km zu Fuss. Unter die Dusche, dann zum Apero auf die Dachterrasse zum wohlverdienten Bier. Um 20h ins "Marco Polo", ein schönes aber teures Restaurant. Das erste Stück Schweinefleisch seit mehr als 8 Monaten! "Grilled Pork Chops" sind gut, an einer Weinsauce, dazu Gemüse und Brötchen. Zum Dessert "Shahi Tuktra", ein süsser Dessert aus Toastbrot (Total 1009 INR). Zurück im Hotel Route planen Kalkutta-Myanmar. Es ist ziemlich warm heute. Schlafe erst um 1h morgens.

Sa 9.3
Vor 6h beginnt ein Handwerker zu hämmern! 8.30 h Aufstehen, Frühstück, heute klappt alles perfekt, muss nicht einmal bestellen. Nachher "Büro", neue Internetseite, OSM-Karte von Myanmar herunterladen und GoogleEarth-Route übertragen auf Garmin. Eine Pause während sie mein Zimmer reinigen. Nachher weiter. Ich muss das jetzt erledigen, weil ich hier gutes Internet habe. Was später kommt weiss ich nicht. Meinen Favoriten, die Route 2 über Yangon schaffe ich bis 16h. Apero auf der Dachterrasse. Um 20.30h gehe ich ins "Fire & Ice", eine schön eingerichtete Pizzeria und voll. Muss auf einen Platz warten, aber es lohnt sich. Die Pizza "Prosciutto et Funghi" ist sehr gut und sehr gross. Zum Dessert natürlich Panna Cotta, leider mit Schokolade übergossen, aber ich bringe ihn "sauber". Alles zusammen mit Bier 980 INR, also teuer für Indien. Zurück im Hotel lade ich noch die neuste Karte von Indonesien herunter.

So 10.3
8.30h Aufstehen, Frühstück. Dann el.Tagebuch nachführen. Dazwischen Geld vom Automaten holen. Um 14h ist das Tagebuch wieder aktuell. Lade die neuesten Karten von Thailand, Malaysia und Südost-Asien herunter. Für Thailand zuerst die falsche Version (Dual), die wird bei mir nur in Thai angezeigt, was nicht sehr hilfreich ist. Darum nochmals suchen nach einer englischen Version. Vorher aber eine Pause. Ich gehe zum Maidan und schaue bei einem Cricket-Club den Spielern zu und trinke etwas. Ein 19-jähriger Spieler setzt sich zu mir. Nach 1h bin ich zurück, Apero auf der Dachterrasse. Dann weiter suchen. Ich finde eine englische Version, sogar eine neuere als vorher. Um 20h zum Nachtessen ins "Blue Sky". "Mixed tripple Fried Rice" enthält neben Reis auch Nudeln und ist sehr gut. Dazu einen guten russischen Salat. Schone heute meine Reisekasse, es kostet nur 240 INR. Zurück im Hotel, warten bis die Thailand-Karte fertig herunter geladen ist. Dann rufe ich Muetti & Papi an. Karte installieren, es funktioniert. Rufe Irene an, sie geht morgen alleine zum Skifahren nach Adelboden. Um 24h bin ich im Bett.

Mo 11.3
8.30 h Aufstehen, Frühstück, leider nicht mehr auf dem Dach. Weil es Sommer wird und warm ist, findet es jetzt im kleinen Restaurant im Parterre statt. Frische Kleider im Auto holen. "Büro", Kommentare Indien (Teil 3). Um 14h bin ich am Ende der vorbereiteten Seite. Werde später noch mehr Bilder hinzufügen. Bringe meine Wäsche zum Waschen. Die nächste Wäscherei will nun doch nur 20 INR/Stück. Zu Fuss gehe ich zu "Maxicon" der 2.Firma die mir geantwortet hat. Gebe ihnen die Unterlagen die sie brauchen um meine Container zu verfrachten. Sie werden sich melden. Von da gehe ich zum nahen "FRO" (Foreigner Registration Office). Die haben auf meine Anfrage nicht reagiert. Die Auskunft die ich bekomme ist aber erfreulich. Mit dem Auto brauche ich keine Bewilligung um durch die Gebiete im Nordosten von Indien zur Grenze nach Myanmar zu fahren! Mit einem "Bike" (Motorrad?) bräuchte ich eine!?! Zu Fuss zurück (total  5km). Duschen und Apero auf der Dachterrasse. Indien (Teil 3) erweitern mit zusätzlichen Bildern und Ortsnamen einfügen. Kurz vor dem Nachtessen läutet ein Kellner und bringt 2 Tortenstücke vorbei, einfach so! Zum Essen gehe ich ins "Peter Cat". Auch heute hat es eine Wartelist, aber nach 10 Min habe ich einen Platz. Die Uniform der Kellner erinnert an die Mongolei. Mein "Chicken Afghani" ist sehr gut, dazu gefüllte Porotha. Zusammen mit der Vorspeise, sehr guter Kartoffel-Salat, ist es wieder viel zu viel. Mit 580 INR ist es bei weitem nicht das teuerste Essen in Kalkutta, aber sehr gediegen. Im Hotel esse ich noch eines der beiden Tortenstücke. Die Schokoladentorte lasse ich für das Personal, wenn sie morgen mein Zimmer aufräumen. Nachher telefoniere ich mit Bea und Elena. Um 24h bin ich im Bett.

Di 12.3
8h Aufstehen, Frühstück. "Büro", neue Internet-Seite umorganisieren. Um 10h kommt Bernard Aebischer ein Arbeitskollege von der ETH im Hotel an. Er bezieht sein Zimmer. Auf der Dachterrasse trinken wir Tee und reden eine Weile. Er legt sich hin und ich mache mich an die Arbeit. Um 16h ist die neue Seite "Indien (Teil 3)" fertig und die Emails verschickt. Apero mit Bernard auf der Dachterrasse. Heute geht die Sonne zwischen den Gebäuden unter, d.h. später wie sonst. Zum Nachtessen wollen wir ausser Haus. An der Rezeption meinen sie wir sollen die Dachterrasse anschauen, sie hätten sie umgebaut für uns! Tatsächlich haben sie es schön eingerichtet. Wir bleiben zum Essen hier. Mein "Mutton Korma" schmeckt gut. Wir sitzen und reden bis 23h. Ich rufe noch Stefan an, dann schlafen.