Tagebuch
Datum : 14.11.2012
Mi 10.10
8.30h aufstehen, Frühstück. Wir reden mit Alexey und seine Freundin. Er
ist aus der Ukraine, sie aus Rumänien. Sie arbeiten in Polen und sind
jetzt für 2 Jahre auf reisen. Nachher packen. Um 11.15h fahren wir los.
Kurz vor Fahraj tanken wir. Zum 1.Mal hat ein Tankwart keine Karte. Ein
Lastwagenfahrer lässt uns auf seine Karte tanken. Im Ort fragen wir
nach dem Hotel Farvardinn. Man schickt uns durch eine schmale
Nebenstrasse. Ich komme knapp durch. Wir fragen nochmals nach. Er fährt
mit seinem Auto voraus, wir mit eingeklappten Rückspiegel hinterher.
Nach 12h sind wir da. Zu früh, niemand ist da. Jemand telefoniert für
uns. Nach 15 Min kommt jemand und lässt uns hinein. Wir bekommen den
obligaten Tee, diesmal Zimt-Tee. Gegen 14h treffen Matt & Nat mit
dem Velo ein. Wir beziehen unsere Zimmer (450‘000). Das Zimmer hat nur
ein Loch in der Decke, keine Fenster. Dafür ist es angenehm kühl. Nach
1h Wartezeit gibt es um 15h Lunch, Omeletten und Gemüse usw. sehr gut
und viel. Inzwischen treffen Harold & Jana aus Deutschland mit
ihren Motorrädern ein. Wir sitzen alle zusammen. Gegen 17h gehen wir
zusammen zur alten Moschee. Es ist die älteste Moschee im Iran, etwa
1400 Jahre alt! Ganz einfach und ziemlich verwahrlost. Auf dem Rückweg
sehen wir uns noch ein Hammam an. Vom Dach hat man einen guten
Überblick über den Ort. Zurück im Hotel, Route planen und zusammen
sitzen. Bea ruft noch Ursi an. Nach 20h Nachtessen mit sehr gutem
Auberginen-Eintopf. Matt & Nat gehen früh zu Bett, sie wollen
morgen beizeiten starten. Wir reden noch mit Harold & Jana. Gegen
23h sind wir im Bett.
Do 11.10
8.30h aufstehen, Matt & Nat verabschieden, sie fahren Richtung
Kerman. Frühstück und packen. Beim Bezahlen (1‘038‘000) fragt die Frau
des Chefs nach einem Trinkgeld für das Personal. Das ist im Iran total
unüblich. Ich gebe 20‘000 und prompt werden wir beim Verstauen des
Gepäckes von Kindern um Geld gebeten. Auch der Junge vom Hotel fragt
fürs Wasser bringen nach Geld. Da hat der Hotelier eine schlechte Sitte
im Dorf eingeführt! Um 12h fahren wir los. Bis Taft ist die Strasse
durch die Wüste 4-spurig. Dann geht es 2-spurig in die Berge. Hoch bis
2600müM nach 94km. Dann geht es wieder hinunter auf 1500müM. Da ist die
Strasse dann wieder meistens 4-spurig. Um 13.30h sind wir in Deshir. Da
machen wir in einem Restaurant für Lastwagen-Fahrer Pause. Zu trinken
gibt es nur wenn man isst. Wir bestellen einen sehr guten Kebab. Ich
kann in der Küche aussuchen was ich will. Da hängt ein halbes Schaf,
von dem das Fleisch nach Wunsch abgeschnitten wird. Man könnte auch
Leber oder Nieren haben. Nach ½h fahren wir über die Kreuzung zum
Tanken, dann weiter nach Abarkuh durch die Wüste. Bea sieht da einen
See mit Vögeln am Ufer, es ist aber nur das Flimmern der heissen Luft,
Fata Morgana nennt man das. In Abarkuh die Überraschung, das Hotel
Pooya existiert nicht mehr. Ein anderes Hotel gibt es hier nicht. So
fahren wir nach einigem Herumkurven weiter. Nach 20km halten wir bei
einem Restaurant und trinken etwas und fragen nach einem Hotel. Sie
schicken uns nach Abadeh, das liegt 45km von hier. Nach 20 Min fahren
wir weiter. Um 17h sind wir da. Das Navi kennt sogar das Hotel Laleh
und es ist am richtigen Ort! Ich schaue mir das Zimmer an, nicht
besonderes, aber wir bleiben (630‘000). Wir sind heute 251km gefahren,
70km weiter als geplant. Wir sind hier wieder auf 2000müM. Wir richten
uns ein. Apero im Zimmer. Ich telefoniere mit Bruno, Bea mit Anita. Zum
Nachtessen bleiben wir im Hotel. Mein Eintopf ist gut, Bea schmeckt ihr
Kebap nicht so recht, dafür der Salat. Zum Dessert ein Joghurt. Zurück
im Zimmer noch mit Markus telefonieren. Um 23h sind wir im Bett. Bea
liest, ich schlafe.
Fr 12.10
Aufstehen 8.30h, kein Strom, "Büro", dann Frühstück. Nach dem Packen
und Check-Out versuchen wir an der Rezeption unser nächstes Hotel in
Persepolis zu reservieren. Es heisst Apadana. Ich zeige ihm die Nummer
im Reiseführer. Die stimmt offenbar nicht. Ich gebe ihm die Nummer vom
LP, die will er nicht. Er stellt immer 063 als Vorwahl ein, anstatt
02…. Nach 20 Min reserviert er ein Hotel, aber nicht in Persepolis,
sondern wie wir später herausfinden in Abadan an der irakischen Grenze!
Wir geben auf und fahren um 11h los. Es hat wenig Verkehr, weil Sonntag
(Freitag) ist. Nach 70km erreichen wir den höchsten Punkt auf 2550müM.
Um 12.30h machen wir Pause in der Nähe von Morghab. Es gibt hier einen
kleinen Bach, ein WC, einen Kiosk und eine Moschee. Viele sind am
Picknicken. Wir reden mit einem Lastwagenfahrer und trinken Panaché.
Nach ½h fahren wir weiter. Unterwegs überholen wir "unseren"
Lastwagenfahrer wieder. Er überholt uns wieder und zeigt, dass mein
Licht eingeschaltet ist. Er versteht nicht, dass man mit Licht fährt.
So geht das Spiel mehrere Male, bis ich das Licht ausschalte. Vor
Persepolis überholt er uns wieder, um uns den Weg zu zeigen. Wir
bedanken uns. Er fährt hinter uns her, dann überholt er uns wieder und
wartet bei einer Abzweigung. Den Weg wollen wir aber nicht nehmen. So
überholt er uns kurz vor dem Kreisel nochmals um uns zu zeigen, dass
wir jetzt wirklich abbiegen müssen. Wir vermuten, dass er extra wegen
uns ab der Hauptstrasse gefahren ist! Das Apadana ist voll, da ist eine
Schmuck-Ausstellung. So fahren wir 1.5km zurück zum Tourist Inn. Da
bekommen wir ein sehr schönes Bungalow (750‘000) mit getrenntem Wohn-
und Schlafzimmer. Es ist 14.20h und wir sind 217km gefahren. Um 15h
starten wir den Besuch der Anlage von Persepolis. Es ist imposant was
hier ~500 Jahre vor Christus gebaut wurde. Ich wage es gar nicht mir
vorzustellen wie es hier zu und her geht, wenn der riesige Parkplatz
voll ist. Jetzt sind max. 10% belegt. Zeitweise sind wir die
Hauptattraktion, wir werden mehrere Male zum Fototermin gebeten und
sehr oft angesprochen. Die Anlage misst 200 x 300m. Oberhalb hat es im
Felsen noch 2 noch ältere Grabstätten. Nach einer Pause mit
Melonen-Saft steigen wir zu ihnen hoch. Bei der 2.Grabstätte warten wir
auf den Sonnenuntergang. Auch da "müssen" wir wieder auf ein Foto. Nach
dem Sonnenuntergang ohne Apero schliessen sie die Anlage. Wir trinken
noch etwas beim Hotel Apadana. Bea bedauert es, das wir kein Zimmer
bekommen haben, nachdem ich ihr erzähle, dass das das Gästehaus des
Schahs war. Im Bungalow Duschen, Apero, "Büro" und Wäschewaschen (Bea).
Um 20.30h zum Nachtessen im kleinen Restaurant der Anlage. Zurück im
Kebap-Land. Bea Poulet, ich gehacktes Poulet. Schmeckt gut. Wir sind
die einzigen Gäste im Restaurant. An der Rezeption schicke ich eine
E-Mail ans Hotel Eram in Shiraz. Zurück im Bungalow gehe ich bald
schlafen. Bea liest noch bis 1h.
Sa 13.10
Aufstehen 8.15h, "Büro", dann Frühstück. Ein kleines Buffet. Das
Internet läuft nicht. Also ins Hotel Eram telefonieren. Wir bekommen
ein Zimmer für 1Nacht, dann sehen wir weiter (1‘200’000). Dann packen.
Um 12h fahren wir los. Nach 45 Min sind wir am Stadtrand von Shiraz. 10
Min später sind wir schon beim Hotel. Noch das Auto um parkieren, dann
einrichten. Das Internet funktioniert schlecht. Sie bieten uns 2 andere
Zimmer an die passen uns aber nicht, also bleiben wir. Zu Kaffee und
Panaché in den Innenhof. Nachher klappern wir einige Hotels ab, falls
wir nicht bleiben können. Das Kakh hat grosszügige Appartements aber
kein Internet. Das Sasan ist einfach und laut. Das Niayesh ist teuer
und im Vergleich zu den bisherigen traditionellen Hotels enttäuschend.
Das Golshan findet der Taxifahrer fast nicht. Es hat sehr kleine Zimmer
(550‘000). Da würden wir hingehen falls wir nicht bleiben können. Um
17h sind wir zurück. Rechtzeitig für den Apero im Hof. Da treffen wir
auf eine Zürcherin, die mit ihrer Mutter (88) da ist. Zum Nachtessen
bleiben wir im Hotel. Schmeckt gut. Nachher Tee im Hof. Reden noch mit
Deutschen, die auf Kulturreise sind. Nach 23h bin ich im Bett. Bea
liest noch.
So 14.10
7h aufstehen, "Büro", Unterlagen für meine Visum-Verlängerung
zusammenstellen. Gegen 8h Frühstück. Dann Passkopien in einem kleinen
Laden. Um 9.15h fahren wir mit dem Taxi los. Im Hotel haben sie ihm
erklärt wohin. Er findet es aber nicht auf Anhieb. Im Amt nimmt uns ein
Herr in seine Obhut. Gibt uns einen Zettel für die üblichen 300‘000 die
wir auf einer Melli-Bank einzahlen müssen. Die soll beim Vali Asr Platz
sein. Da fragen wir nach. Man schickt uns eine Strasse entlang. Da
fragen wir nochmals. Beim 3.Mal Fragen werden wir in ein Autohaus
geführt. Da gibt es tatsächlich einen Schalter der Melli-Bank. 2 Leute
helfen mir beim Ausfüllen des Einzahlungsscheines. Wieder zurück beim
Amt, das übliche Formulare ausfüllen. Geht ziemlich schnell. Alles wird
geprüft, dann werden wir zum "Management" geschickt. Da wartet auch der
Spanier mit dem wir vorher gesprochen haben. Nach 10 Min sagt uns einer
der Beamten, dass es länger dauern werde, da es die 2.Verlängerung sei.
Wir könnten hier warten oder in 2h wieder kommen. Wir gehen zuerst
etwas trinken und ein Samosa essen. Dann gehen wir in den nahen Vali
Asr Park. Da geniessen wir die Ruhe auf einer Bank. Bevor wir
zurückgehen noch Tee & Panaché. Um 13h sind wir zurück. Alles ist
schon bereit. Noch die 5000 für die Formulare bezahlen und ich habe
meine Verlängerung bis zum 16.November (30 Tage ab Ablauf!). Mit dem
Taxi zurück ins Hotel. Alles in allem 4h, davon 2h im Park. Wir können
im Hotel bleiben bis min. Mittwoch. Eli (Elahe) hat auf meine E-Mail
geantwortet, ich habe sie vor ein paar Wochen getroffen. Sie wohnt in
Shiraz. Sie hat heute um 20h Zeit. Ich bestätige per E-Mail. Bea legt
einen Waschtag ein. Nach Kaffee & Panaché machen wir uns um 17h auf
den Weg um Basar. Der ist ziemlich gross. Wir schauen uns den südlichen
Vakil-Basar an. Gegen 19h sind wir zurück. Eli hat nicht auf meine
E-Mail reagiert, so schicke ich eine SMS. Sie antwortet sofort, hat
aber erst um 21.15h Zeit. Apero und ausruhen. Pünktlich trifft Eli ein.
Nach dem Vorstellen fahren wir mit dem Taxi zum Restaurant Sharzeh. Das
ist ein traditionelles Restaurant mit Live-Musik. Eli empfiehlt einen
speziellen Kebap von Shiraz, dazu Salat vom Buffet. Alles sehr gut. Die
Musik spielt nicht allzu lange, so kann man sich unterhalten. Es hat
viele Touristen. Neben uns sitzt ein Ehepaar aus der Schweiz. Sie
wollen aber nicht mit uns sprechen, auch egal. Eli studiert Biochemie.
Sie ist 29 Jahre alt und will in einem Jahr ihren Master abschliessen
und dann in Europa ihre Doktor-Arbeit machen. Die Zeit vergeht, wir
sind die letzten Gäste. Die Musik spielt nur noch für uns. Ein Gast hat
vorher einmal zum Tanzen angesetzt, da hat die Musik sofort gestoppt,
bis er sich wieder gesetzt hat! Ich habe keine Chance die Rechnung zu
bezahlen. "Ihr seid meine Gäste" meint Eli. Zu Fuss gehen wir zum
Hotel. Von da fährt Eli mit dem Taxi nach Hause. Wir sind um 24h im
Bett.
Mo 15.10
Aufstehen 8.30h, Frühstück. Um 11h machen wir uns auf den Weg. Die
Khan-Schule schauen wir nur von aussen an. Die Nasir-al-Molk Moschee
besuchen wir dann. Nachher besuchen wir Naranjestan. Da gibt es einen
schönen Garten im Innenhof du an der Stirnseite ein schönes Herrenhaus
mit Spiegelsaal und anderen schönen Räumen. Im Garten trinken wir Tee
und reden mit Leuten einer Intrepid-Reisegruppe. Die werden zum
Leidwesen von Bea morgen bei den Nomaden schlafen. In der Strasse
gleich nebenan liegt das Khan-e Zinat ol-Molk, ein weiteres
herrschaftliches Haus. Da wird viel renoviert. Es gibt eine Art
Wachsfigurenkabinett mit wichtigen Persönlichkeiten aus Shiraz. Um 14h
machen wir uns auf den Heimweg. Zum Lunch einen sehr guten Krapfen. Im
Hotel Kaffee & Panaché. Dann Bilder kopieren, nummerieren und
anschauen. Um 18h kommt Eli. Wir fahren mit Taxi und Bus zum Mausoleum
des Dichters Hafez, der von Shiraz kommt. Eine schöne Anlage. Es hat
viele Leute hier. Im Bus hat uns ein Iraner angesprochen, der 5 Jahre
in England war und dann abgeschoben wurde. Er kommt mit uns mit. Er ist
etwas aufdringlich. Nach ¾h gehen wir weiter zum Jahan Nama Park. Der
Iraner kommt nicht mit. Der Park ist gross, es wird langsam kühl. Zum
Essen fahren wir per Sammeltaxi ins Hotel Chamran. Ein Riesenbau mit 25
Stockwerken im Osten der Stadt. Im Fastfood gibt es für Eli und mich
Pizza, für Bea Cheeseburger. Nicht schlecht, Eli hat sich das
gewünscht. Ausnahmsweise darf ich beim Zahlen helfen, weil Elis
Bankkarte nicht akzeptiert wird und sie zu wenig Bargeld dabei hat.
Nach dem Essen fahren wir mit dem Lift in den 23 Stock und sehen uns
Shiraz von oben an. Dann gehen wir zu Fuss zur grossen Kreuzung auf der
andern Seite des Flusses. Von da fahren Eli und wir getrennt mit dem
Taxi nach Hause. Gegen 23h sind wir ziemlich müde im Hotel. Noch
heisses Wasser für Beas Kaffee, dann schlafe ich ziemlich schnell ein.
Di 16.10
Aufstehen 8.45h, Frühstück. Nach 11h machen wir uns auf den Weg. Wir
verpassen die Abzweigung zum Mausoleum Shah-e Cheragh auch heute
wieder. Bis wir es merken sind wir bei der Khan-Schule. So schauen wir
sie uns heute auch von Innen an, bevor wir zurück zum Mausoleum gehen.
Bea muss hier einen Schador tragen. Den bekommt sie beim separaten
Frauen-Eingang. Wir haben es wieder genau auf die Gebetszeit geschafft.
Es gibt hier einen riesigen Innenhof und an der NE-Ecke das 2.Mausoleum
(Sayed Mir Mohammad). Ein Tempelwächter mahnt mich, " kein Fotoapparat
". Überall sind Leute mit ihren Handys am Fotografieren. Zuerst
besuchen wir das Mausoleum Sayed Mir Mohammad. Da klärt sich dann auch
das mit dem Fotografieren. "No cameras, only mobilephones" mein der
Aufpasser auf meine Frage ob ich fotografieren darf. Mit seinem Chef
handele ich ein Spezial-Abkommen aus. Nach der Gebets-Zeit darf ich
kurz einige Bilder aus dem Inneren des Mausoleums machen. Es ist mit
kleinen Spiegeln verziert. Es sieht sehr schön aus. Da es noch 20 Min
geht, gehen wir in den Innenhof. Da trinken wir an einer öffentlichen
Trinkstelle Wasser und besuchen dann das Mausoleum Shah-e Cheragh. Das
ist grösser und auch ganz mit Spiegeln verziert. Bea mag die Stimmung
hier nicht und verzichtet vorerst auf einen Besuch. Nach dem Ende der
Gebets-Zeit gehe ich zurück und darf tatsächlich Fotos machen. Danach
will Bea doch noch das grosse Mausoleum besuchen. Da sind wie üblich
die Frauen durch eine ziemlich hohe Wand von den Männern getrennt. Ich
warte draussen. Danach gehen wir in einem kleinen Restaurant im 1.Stock
etwas essen und trinken. Dann zurück ins Hotel, da die meisten Läden
von 14 - 16h geschlossen sind. Nach dem obligaten Soft-Ice sind wir
nach 14.30h im Hotel. Gegen 17h Kaffee & Panaché im Hof. Später
Apero auch im Hof, es ist ziemlich kühl. Gegen 21h fahren wir mit dem
Taxi ins Restaurant Shater Abbas 1. Der Taxifahrer will 50‘000 für die
kurze Strecke und besteht darauf, obwohl ich protestiere. Das
Restaurant ist sehr schön, mit eigener Bäckerei. Die beiden Kebabs sind
sehr gut aber ziemlich teuer (480‘000). Nach 22h fahren wir mit einem
Privatauto zurück (25‘000). Im Hotel melde ich das mit dem Taxifahrer.
Sie fragen n der Agentur nach und prompt, es hätte nur 35‘000 gekostet.
Da das Hotel immer mit dieser Agentur zusammen arbeitet, muss der
Fahrer die 15‘000 zurück bringen. Im Hof noch Tee, dann ins Zimmer. Ein
Angestellter bringt die 15‘000 vorbei, das sind 75 Rp, es geht ums
Prinzip! Um 23h sind wir im Bett.
Mi 17.10
8.15h aufstehen, Frühstück. Wir wissen nicht ob wir bleiben können, so
suche ich nacheinem Ersatzhotel. Das Aryo Barzan ist in der Nähe. Da
sie nicht auf meine E-Mail reagieren, machen wir uns auf den Weg
dorthin. Es würde uns gefallen. Nachher kauft Bea eine neue
Sonnenbrille. Danach zum Vakil-Basar. Zuerst zum Nord- dann zum
Süd-Teil. Da waren wir schon. In einem kleinen Hof mit WC kommen wir
ins Gespräch mit einem Zollbeamten. Die Vakil Moschee ist im Umbau, so
sehen wir nur den Eingang. Daneben liegt das Badehaus Hammam-e Vakil.
Das sehen wir uns an. Es ist mit lebensgrossen Puppen bestückt, die die
damalige Atmosphäre dastellen sollen, das machen sie noch viel hier im
Iran. Bea findet noch weitere Räume. Es ist ein schönes Badehaus. Gegen
14h sind wir im Hotel. Bei Kaffee & Panaché warten wir im Hof, bis
wir endlich wissen ob wir bleiben können. Sie warten bis um 14h die
Check-Out Zeit vorbei ist. Wir können bleiben bis Samstag. Eli meldet
sich per SMS. Sie wird uns um 16.45h abholen. Sie ist dann auch
pünktlich da. Mit Sammeltaxis fahren wir zum Afif Abad Garten. Beim
Sammeltaxi bezahlt man 2000 IRR pro Teilstrecke. Eine Teilstrecke ist
so lang, bis der Taxi nach links oder rechts abbiegt. Darum ist immer
an den Kreuzungen ein riesen Puff mit Taxis, da hier die Leute das
Fahrzeug wechseln. Um 17.15h sind wir da, in der Villa die einst Farah
der Frau von Schah Pahlewi gehörte. Unten ist ein Waffenmuseum, oben
die Wohnung zu besichtigen. Der Garten ist gross, aber wir sehen nicht
viel, weil es dunkel wird. Den Tee im Teehaus können wir nur kurz
geniessen, dann wird der Garten um 18h geschlossen. Zu Fuss gehen wir
einer Einkaufsstrasse entlang (Afif Abad). Dann steigen wir in den Bus
um und fahren bis zum Busbahnhof in der Nähe des Shohada Platzes. Da
steigen wir auf ein Taxi um und fahren zum Sadi Mausoleum. Das liegt in
einem grossen Garten, da es dunkel ist, sehen wir nicht viel davon,
obwohl es riesige Scheinwerfer hat. Gegenüber kaufen wir "Wurm-Glace",
eine Spezialität von Shiraz und essen es im Garten. Nachher fahren wir
mit dem Taxi zum Restaurant Haft Khan. Ein durchgestyltes Gebäude mit 4
Restaurants. Würde auch in der Schweiz gut dastehen. Wir entscheiden
uns für den traditionellen Teil. Auch hier alles ganz modern gestylt.
Es hat viele Leute. Neben uns eine Geburtstagsfeier mit 20 Personen.
Gegessen wird wie üblich am Boden. Es schmeckt sehr gut. Dazu
Live-Musik. Wir geniessen es und bleiben bis 23h. Heute darf ich Eli
sogar einladen! Mit 2 Taxis fahren wir nach Hause, Eli im einen, wir im
anderen. Bea braucht noch Kaffee, aber das heisse Wasser ist erst um
Mitternacht bereit. Bis dann schlafe ich schon fast.
Do 18.10
8.30h aufstehen. Frühstück. Um 11.45h gehen wir zur Zitadelle von Karim
Khan. Die hat einen schönen Innenhof. In den Räumen werden z.T.
Handarbeiten hergestellt und verkauft. Neben dem Schiefen Turm gibt es
ein Badehaus. Nach ½h gehen wir ins gegenüber liegende Pars Museum. Das
liegt in einem Garten. Beides nichts Besonderes. Durch den nördlichen
Vakil Basar, über die Hamzeh Brücke, gehen wir zum Grab von Emir Ali.
Unterwegs kaufen wir einen ALU-Caldor für Elena (120‘0009) und
Zigaretten für Bea. Der Schrein steht in einer schönen Moschee in einem
Spiegelsaal. Sehr schön angelegt. Im Innenhof ruhen wir uns aus, bevor
wir uns auf den Rückweg machen. In einem kleinen Restaurant trinken wir
Tee. Nachher kaufe ich noch einen WC-Stuhl (Klappstuhl mit Loch) bei
einem kleinen Hersteller (80’000). Um 14.45h sind wir im Hotel. Ich
habe eine SMS von der UBS. Ich rufe an. Jemand hat versucht mit einer
Kopie meiner MasterCard in den USA einzukaufen, für über 700 USD. Das
Überwachungssystem der Bank hat das verhindert. Aber meine Karte muss
jetzt gesperrt werden. Kein Problem, da ich sie im Iran sowieso nicht
benutzen kann. In Dubai wird mir dann eine neue zugestellt. Danach
Kaffee & Panaché im Hof. Um 17h geht Bea "lädele", ich plane meine
weitere Route. Nach dem Apero im Hof, gehen wir nochmals zum Basar. Da
sind alle Geschäfte schon am zusammenräumen, da morgen Freitag
geschlossen ist. Wir verlassen den Basar auf der Seite des Ali Khan
Boulevard und "lädelen" noch weiter. Zum Nachtessen gehen wir ins
Restaurant des Niayesh Hotels. Alles was wir bestellen wollen gibt es
nicht. So bleibt noch Dizy, Bohnen mit Lamm und Tomaten, das mit einem
Mörser zermalmt wird. Sehr gut. Bea hat ein Gericht mit Auberginen und
Lamm, auch sehr gut. Zum Glück habe ich meine Jacke mitgenommen. Wir
essen im Freien und es ist kühl. Auf dem Heimweg stehen wir plötzlich
in einem improvisierten Strassenmarkt. Der findet hier an der
Hauptstrasse bei unserem Hotel jeden Do-Abend statt. Bea findet hier
die lange gesuchten Teetassen mit Einsatz. Zurück im Hotel organisiert
Bea Tee und ich telefoniere mit Stefan. Um 24h bin ich im Bett. Bea
liest noch.
Fr 19.10
Aufstehen 8.30h, letztes Frühstück mit Bea hier im Iran. Beas Sachen
aus dem Auto holen und packen. Ich suche noch weitere Informationen
über meine weitere Route. Um 14h nochmals Kaffee & Panaché im Hof.
Dann fahren wir mit dem Taxi zum Eram Park, ein sehr schöner
Botanischer Garten. Wir spazieren herum und setzen uns bei einem
kleinen Teich. Dann gehen wir zurück zum Eingang. Pünktlich wie
abgemacht kommt Eli um 16h. Wir schauen uns zusammen den Rest des Parks
an. Eli schenkt Bea zum Abschied einen Glücksbringer, mir einen
Bilderrahmen. Nach dem Schliessen des Parks gehen wir zu Fuss und mit
dem Bus zu einem Einkaufszentrum. Da schauen wir uns die Läden an. Fast
wie bei uns, nur billiger. Nachher fahren wir mit dem Taxi zu einem
Laden mit Nüssen, der ist aber leider geschlossen. Weiter mit einem
andern Taxi ins Restaurant Safir. Eli liebt Fast-Food und war hier
schon während ihrer Schulzeit. Bea und ich nehmen eine Pizza, Eli ein
Sandwich. Schmeckt alles gut. Gegen 22h wird Bea unruhig, so
verabschieden wir uns und bedanken uns für die Gastfreundschaft und
fahren dann mit dem Taxi zum Hotel. Bea packt fertig und trinkt ihre
letzten Kaffees. Sie redet wie ein Buch, ich döse vor mich hin. Gegen
1h gibt es ein Erdbeben von der Stärke 4.3, das Epizentrum liegt 27km
entfernt. Um 2.15h gehen wir noch ein Abschiedsfoto beim Auto machen.
Dann kommt das Taxi. Herzlicher Abschied und weg ist sie. Ich sitze
noch 1h am Computer, ich kann noch nicht schlafen.
Sa 20.10
8.45 aufstehen, Frühstück und "Büro". Ich gebe den Putzfrauen Beas
Schuhe und Sonnenbrille, die sie nicht mehr wollte. Ich lade Eli zum
Nachtessen ein. Dann weiter "Büro", Route planen, Hotel Dubai, LP Dubai
usw. Dazwischen gehe ich mein Auto reinigen, innen und aussen. Kaum
sind die Scheiben sauber tröpfelt es! Das 1.Mal seit 5 Wochen! Aber es
regnet nicht. Ich erkundige mich nach den aktuellen Wechselkursen. 1
EUR kostet 46‘800 IRR, also noch höher als vor 2 Wochen, als wir Euro
zurückkauften. Eli meldet sich für 19.30h an. Es ist den ganzen Tag
bewölkt gegen Abend stürmt es. Bea ist in Zürich gelandet teilt sie per
SMS mit. Apero im Zimmer. Eli kommt 10 Min verspätet und entschuldigt
sich wortreich. Wir gehen zu Fuss zum Restaurant Shater Abbas 1, da war
ich vor 4 Tagen bereits. Es stürmt nun richtig. Im Restaurant erkennt
mich unser Kellner wieder, er weiss auch dass ich mit einer anderen
Frau da war! Wir bestellen Caucasian Kebap & Suppe & Salat.
Wieder alles sehr gut. Während des Essens donnert es immer wieder. Wir
reden und reden bis 22.30h. Es regnet in Strömen, kein Taxi weit und
breit. Endlich hält ein Sammeltaxi, fährt uns aber nur bis zur
nächsten Kreuzung. Wieder warten im strömenden Regen. Ein Autofahrer
erbarmt sich unser und bringt uns zum Hotel, ohne etwas zu verlangen.
Eli versucht nochmals vergeblich ein Taxi per Telefon zu bestellen. Die
Leute von der Rezeption bestellen ihr eines. Nach 10 Min ist es da. Wir
verabschieden uns und ich bedanke mich nochmals für alles. Ich versuche
Bea zu erreichen. Es klappt erst um 24h, sie war bei Ursi & Peter
im 1.Stock. Ihre Heimreise hat gut geklappt. Um 0.30h bin ich im Bett.
So 21.10
Aufstehen 8.30h, Frühstück. Packen und Check-Out. Wir bekommen nur
100‘000 Rabatt pro Tag, so kostet das Zimmer 1‘100‘000 = 55 CHF. Nach
11h fahre ich los. Nach ½h bin ich aus der Stadt. 10 Min später
erreiche ich den grossen Salzsee. Kurz nach dem See habe ich gemäss
Tacho die ersten 10‘000km geschafft! Nach GPS sind es "erst" 9952km.
Bis Sarvestan ist die Strasse noch 4-spurig. Um Shiraz hat es noch
Felder, je weiter nach Osten, umso karger wird die Landschaft. In
Sarvestan mache ich eine kurze Pause. Nachher tanke ich vermutlich zum
letzten Mal im Iran. Die letzten 65km bis Fasa sind 2-spurig. Da es
wenig Verkehr hat kein Problem. Nach 14h bin ich da. Ich weiss nicht wo
das Hotel ist, aber am Anfang des Ortes hat es eine
Tourist-Information. Ich habe Glück, sie schliesst gerade. Der nette
Herr lotst mich mit seinem Auto zum Hotel. Das liegt an einer grossen
Kreuzung mit Lichtsignal, d.h. es ist laut. Ich bleibe trotzdem. Das
Zimmer ist wie immer im Tourist Inn gut (530‘000). Ich richte mich ein.
Das Internet kostet 15‘000/h und ist sehr langsam. Ich versuche
vergeblich die Bilder die Eli mir geschickt hat herunterzuladen. Gegen
18h organisiere ich Apero-Zeugs. Dann Apero. Um 20.30h Nachtessen im
Hotel. Ich bin der einzige Gast im Restaurant. Das Menu nur in Farsi
und vieles haben sie nicht. So bleibt es beim Mixed-Kebap & Salat
vom Buffet. Schmeckt gut. Danach Route usw. Um 23h bin ich im Bett. Es
ist sehr laut, aber ich schlafe trotzdem einigermassen gut.
Mo 22.10
Erwache um 6h wegen des Lärms. Döse noch bis 8h. Dann aufstehen und
Frühstück. Um 10.30h fahre ich los. Die Strasse ist gut, aber nur
2-spurig. Ziemlich eben aus. Nach ½h verlasse ich die Hauptstrasse bei
Now Bandegan. Zu Beginn ist die Strasse gut. Es hat hier wieder Felder,
die aber meistens schon abgeerntet sind. Nur die Maisfelder stehen
noch. Nach ½h wird die Strasse sehr schlecht. Sie sind immer wieder am
Bauen. Man fährt z.T. auf unbefestigten provisorischen Strassen. Eine
staubige Angelegenheit. Nach ¼h ist es geschafft. Die Strasse geht
steil bergab, von 1400 auf 1100müM, der tiefste Punkt seit Wochen, seit
dem Kaspischen Meer. Um 12.15h halte ich an. Am vermeintlichen 10‘000km
Punkt gemäss GPS. Später stelle ich fest, dass das ein
Überlegungsfehler war. Den Punkt habe ich schon gestern erreicht. Um
12.30h bin ich in Darab. Mitten im Ort muss ich bremsen, weil sich ein
Auto von recht hineinquetscht. Hinten kracht es. Eine Frau ist mir von
links hinten hineingefahren. Nicht schlimm, aber mein Blinker-Glas ist
kaputt. Ich sammle meine Plastikteile zusammen. Sie sollte die Polizei
rufen. Ich bringe die Teile in die Kabine und hole die Kamera. Wenn ich
mich umdrehe, ist sie am Wegfahren. Keiner hindert sie daran. Ich wende
und versuche sie zu finden, vergeblich. Ärgerlich, aber es hätte
sowieso nicht genug Geld gegeben um das Blinker-Glas zu ersetzen. Nach
diesem Zwischenfall bin ich nach 12.15h im Hotel Naghsh Shapur, das ist
genau da wo ich es programmiert habe. Es ist ein schönes neues Hotel
und billig (370‘000). Im Zimmer beginne ich mit dem Zusammenkleben des
Blinker-Glases. Zum Glück habe ich so etwas wie Araldit Rapid dabei.
Dazwischen trinke ich etwas und lese meine E-Mails. Das Internet ist
auch hier sehr langsam, aber gratis. Nach 16h mache ich mich auf den
Weg in den Ort. Er ist schön gelegen. Rundherum hat es hohe Berge.
Sonst gibt es nicht viel zu sehen. Ich kaufe eine Rolle breites, klares
Klebeband. Im kleinen Melli-Park mache ich eine Pause mit Panaché. Nach
dem Sonnenuntergang gehe ich zurück via Vergnügungs-Park und
"Dschungel". Zurück im Hotel, baue ich das Blinker-Gehäuse ab und leime
im Zimmer an meinem "Kunstwerk" weiter. Apero im Zimmer. Um 20.30h zum
Nachtessen im Hotel. Ich bestelle "Beef Straganoff". Ich bekomme auf
einer Gussplatte brutzelnde Rindfleisch-Würfel an einer guten Sauce und
obendrauf Kartoffel-Raspel frittiert. Alles sehr gut, aber viel zu
viel! Nach dem Essen teile ich Stefan die Neuigkeiten mit. Die
Verbindung ist auch beim 3.Versuch sehr schlecht. So halten wir uns
kurz. Um 23h bin ich im Bett.
Di 23.10
8.30h aufstehen, Frühstück. Da treffe ich das CH-Ehepaar, das gestern
Abend angekommen ist. Sie sind mit Fahrer hier und wundern sich, dass
ich ganz alleine bis hieher gekommen bin. Ich beschliesse noch eine
Nacht zu bleiben. Nachher vollende ich mein "Kunstwerk" und montiere es
wieder. Ein Angestellter will mir dabei unbedingt helfen. Danach suche
ich Hotels in Dubai. Ziemlich mühsam mit langsamem Internet. Nach 15h
fahre ich zur "Steinernen Moschee" östlich von Darab. Nach 20 Min bin
ich da. Im ReiseKnowHow sind die ziemlich exakten Koordinaten. Darum
find ich es auf Anhieb. Es gibt ausser direkt beim Eingang keinen
Hinweis. Die Moschee ist uralt und aus dem Fels gehauen. Sonst ist es
nichts Besonderes. Noch Fototermin mit einigen Jungs aus der Gegend,
dann wieder zurück. Um 16.15h bin ich zurück, geniesse das schöne
Zimmer und höre Musik. Apero im Zimmer. Nach 20h Nachtessen im Hotel.
Wieder brutzelndes Fleisch auf Gussplatte. Diesmal Poulet & Rind an
Pilzsauce & Salat. Schmeckt wieder sehr gut. Nachher E-Mails. Coco
schickt mir eine genaue Beschreibung ihres Wohnortes in Dubai. Dann
neue Hotelsuche. Bea erreiche ich nicht. Um23h bin ich im Bett.
Mi 24.10
Aufstehen 8h, Frühstück. Heute fahre ich das letzte grosse Stück im
Iran (~330km). Nach Abschiedsfoto usw. fahre ich um 9.45h los. Darab
liegt auf 1200müM. In der Ebene hat es Felder, Orangenhaine und
Dattelpalmen. Die Berge sind kahl. Später wird es auch in der Ebene
karg. Die Strasse ist bis Tarom 2-spurig. Es hat wenig Verkehr. Nach 1h
wird es nochmals "bergig". Es geht hoch bis 1560müM, dann durch eine
Schlucht mit Tunnels und einem Viadukt. Nach dieser Passage halte ich
kurz an. Der soeben überholte Lastwagenfahrer hält neben mir an und
will ein Foto von mir! Es geht jetzt hinunter bis auf 700müM. Nach
knapp 1h bin ich nach Tashkuye am Rande einer grossen Wüste. Um 12h
erreiche ich bei Gahkom die Autobahn (71) nach Bandar Abbas. Über die
Hälfte der Strecke ist geschafft. Es geht nochmals hoch bis 1200müM.
Die Gegend ist jetzt abwechslungsreicher. Es geht durch Täler mit
imposanten Felsformationen. Nach ½h erreiche ich bei Tang-e Zagh den
letzten Pass auf 1200müM. Ab jetzt geht es nur noch bergab. Es hat z.T.
bizarre Felsformationen. Im Iran werden Autobahnen wie folgt gebaut.
Man baut neben der bestehenden Hauptstrasse eine neue Strasse. Ist sie
fertig, wird sie zur Fahrspur in eine Richtung, die ehemalige
Hauptstrasse wird zur Fahrspur in die Gegenrichtung. Die beiden
Fahrspuren sind dann oft ziemlich weit voneinander entfernt. Meine
Karte im Navi ist da nicht richtig programmiert. So läuft es vor Bandar
Abbas Amok, weil ich nicht auf der erwarteten Fahrspur fahre. Ich muss
es stoppen und nur nach Karte und Wegweiser fahren. Kurz vor dem Ziel
stimmt die Karte wieder. So finde ich das Hotel Naz auf Anhieb. Das
Zimmer ist einfach, aber ich bleibe (600‘000). Ich richte mich ein. Es
ist 14h und 31C° heiss. Da das Internet besser ist als an den letzten
Orten, suche ich nochmals nach Hotels in Dubai. Um 17h mache ich mich
auf den Weg zum Meer. Kaufe Chips & Panaché. Den Sonnenuntergang
verpasse ich, der war bereits um 17.20h. Die Hauptstrasse haben sie
hier direkt dem Meer entlang neu gebaut. Nichts mit Romantik und so!
Auf dem Rückweg sehe ich mir das Hotel Atilar an. Ich werde morgen
dorthin wechseln. Im Hotel noch weiter planen und suchen. Eli schreibt
sie komme vielleicht nach Kish. Das Nachtessen im Hotel ist nicht
schlecht, Kubideh-Kebap & Salat. Nachher Telefon mit Stefan. Bei
Sunrise haben sie heute 140 Leute entlassen. In seiner Gruppe sind 3
Leute betroffen. Bea erreiche ich auf dem Handy. Sie ist in Hünibach.
Ich bin heute 332km gefahren und ziemlich müde. So gehe ich bereits um
23h schlafen.
Do 25.10
Aufstehen 8.15h, Frühstück sehr einfach. Nachher packen usw. Um 10.50h
fahre ich los zum Hotel Atilar. Das sind knapp 400m Luftlinie. Dank dem
komischen Einbahnsystem dieser Stadt, brauche ich dafür ½h und 4.1km!
Ich parkiere in der Einfahrt zum Parkhaus, nahe an der Wand.
Einrichten. Das Internet ist zeitweise sehr schnell und bricht dann
wieder zusammen. Ich versuche trotzdem die neusten Karten von Indien
herunter zu laden. Die Garmin-Karte läuft nicht auf der
Mobil-PC-Software. So übe ich herum und schon ist es Zeit für das
obligate Soft-Ice, den Basar-Besuch und den Sonnenuntergang. Diesmal
bin ich zur Zeit am Meer, mit Chips & Panaché. Aber die Sonne
versteckt sich hinter den Wolken. Auf dem Rückweg nochmals durch den
Basar. Der ist nicht schön, dafür interessant. Im Hotel weiter üben mit
den Karten. Die 2.Karte ist korrupt, ich werde es morgen nochmals
probieren. Zum Nachtessen bleibe ich im Hotel. Wieder einmal Kebap
& Salat, nicht schlecht, aber schon wieder. Versuche mit Bea zu
telefonieren. Die Qualität ist so schlecht, dass wir abbrechen und
morgen nochmals telefonieren. Zum Schlafen stelle ich die Klima-Anlage
ab, lasse aber das Fenster zu, draussen ist es immer noch 31C°.
Fr 26.10
Aufstehen 8.45h, Frühstück, das Buffet ist mager. Es gibt wenigstens
Brot so ähnlich wie Baguette und Eier und Milch. Nach dem Frühstück
neuer Versuch mit Bea zu telefonieren, es ist nur unwesentlich besser.
Nachher gehe ich in die Internet-Ecke und lade die 2.Karte via Kabel
nochmals herunter. Das Internet ist so viel schneller, aber auch nicht
stabil. Nach ½h habe ich die 600MB heruntergeladen. Die Datei ist
definitiv korrupt, also Abbruch der Übung. Ich finde ein neues Tool zum
freischalten der Garmin-Karten. Das funktioniert nun auch mit der
Indien-Karte. Problem gelöst, Nachmittag vorbei! Es ist bewölkt, also
keinen Sonnenuntergang. Ein Rundgang durch den Basar mit dem obligaten
Soft-Ice, Chips kaufen. Vor dem Apero rufe ich Muetti & Papi an.
Auch am Kabel in der Internet-Ecke ist die Qualität schlecht, so
instabil ist die Verbindung. Apero im Zimmer. Nach 20h ins nahe
City-Center. Da gibt es ein Fast-Food (Boof), es wurde mir vom Hotel
empfohlen. Die Pizza ist nicht schlecht. Nachher "lädele". Ich suche
ohne Erfolg einen Drucker. Zurück im Hotel Duschen usw. Schreibe noch
ein SMS nach Dubai. Eli hat mir die Nummer von Ali geschickt. Er soll
günstige Appartements kennen, mal schauen. Matt & Nat haben
geschrieben. Sie waren im Reisebüro in meinem Hotel, sie haben auch
mein Auto gesehen, hatten aber keine Zeit, weil sie auf den Zug zurück
nach Yazd wollten. Schade. Musik hören, dann schlafen.
Sa 27.10
Aufstehen 8.30h, Frühstück, heute mit Omeletten. Nachher Flug buchen.
BND-KIS 7.November 11.45h & KIS-DBX 11.November 10.00h. Alles für
2‘480‘000 = 124 CHF. Nachher packen. Um 11h fahre ich los. Nach 20 Min
bin ich beim Flughafen. Von da geht es mehr oder weniger der Küste
entlang. Ziemlich trostlos. Wüste wechselt mit Industriebetrieben ab.
Nur die zeitweise bizarren Felsen bringen Abwechslung. Es ist 35C°
heiss. Nach ¾h steht eine grosse Tafel "Achtung Kamele". Kurz darauf
hat es tatsächlich mehrere Kamelherden am Strassenrand. Um 12.10h komme
ich in Bandar-e Pol an. Was ich nicht bedacht habe, Qeshm ist ein
Zollfreigebiet. Wenn man mit dem eigenen Auto hinein fährt, beginnt der
Papierkrieg. Alles sehr freundlich, ich bekomme sogar einen Tee im Büro
des Chefs. Kosten tut mich das ganze keinen Rappen. Aber es kostet mich
mehr als eine Stunde Zeit. Dann anstehen zum Verladen auf die Fähre
(240‘000). Die Überfahrt dauert nur ¼h. Aber alles in allem habe ich 2h
gebraucht. Ich muss nochmals tanken. Die Anzeige ist schon seit 20km
auf Rot, bis ich in Dargahan eine Tankstelle finde. Da ich keine
Bezugskarte habe, gibt es Diskussionen. Ein Kunde lässt mich 25l auf
seine Karte tanken und will kein Geld dafür! Um 15.30h bin ich im Ort
Qeshm. Dann beginnt die Hotelsuche. Der Favorit ist voll, also weiter
suchen. Ich schaue mir etwa 10 Hotels an, sind entweder voll oder
passen mir nicht. So lande ich nach 1½h im Hotel Shams. Das Zimmer ist
gross, aber sehr geräuschvoll. Man verspricht, dass der Ventilator
neben meinem Fenster nachts abgestellt wird. Ich bleibe (750‘000).
Einrichten, Duschen, Apero im Zimmer. Das Klima-Gerät kühlt wie blöd.
Überhaupt ist das ganze Hotel unterkühlt. Zum Nachtessen bleibe ich im
Hotel. Da sind 2 Deutsche Monteure, die haben sich die Speisekarte
übersetzen lassen. Ich bestelle Indian Beef. Sehr gut, aber nicht sehr
viel. Nach dem Essen setzen wir uns noch in die Lobby. Der jüngere ist
glücklich, dass er auf meinem Notebook via VPN auf Facebook zugreifen
kann. Ich rufe noch Bea an. Stefan war zu Besuch und hat meine Bilder
abgeholt. Um 23h gehe ich ins Bett. Bin heute 166km gefahren und war
dafür 6¼h unterwegs. Auf meine Bitte stellen sie den Ventilator ab. Ich
verschiebe mein Bett so, dass ich das Brummen eines Gerätes, das das
ganze Haus vibrieren lässt, fast nicht mehr höre. Schalte das
Klima-Gerät aus und schlafe dann nicht schlecht.
So 28.10
8.15h aufstehen, Frühstück, mageres Buffet. Einziger Luxus,
hartgekochtes Ei. Packen und Autoscheiben waschen. Ist ziemlich nötig
nach 500km meist Autobahn. Um 10.30h fahre ich los. Ich suche ein
Einkaufszentrum, das man mir empfohlen hat. Ich finde es aber nicht.
Einer der Jungen vom Hotel, denen ich gestern Abend mein Auto gezeigt
habe, erkennt mich auf der Strasse und hilft mir beim Suchen. Das
Einkaufszentrum ist eine Strasse, der empfohlene Shop geschlossen für
immer. Wir finden einen anderen. Ich suche einen Laser-Drucker ohne
Schikanen, so klein wie möglich. Sie tun ihr Möglichstes, aber es gibt
in ganz Qeshm keinen einfachen Laser-Drucker. Stellen sie nach langem
herum telefonieren fest. Nach 20 Min fahre ich weiter, der Küste
entlang nach Simin, da soll es ein gutes Resort geben, hat man mir im
Reisebüro des Atilar Hotels gesagt. Die 12km sind schnell geschafft.
Nach 11.30h bin ich im Golden Beach Resort. Schaue mir das
Reihen-Bungalow an. Ich kann aber nur bis Mittwoch bleiben, nachher ist
ausgebucht (1‘000‘000). Vor dem Ausladen fahre ich noch ins nächste
Dorf zum Einkaufen. Nach ½h bin ich zurück mit Chips, Panaché &
Wasser. Dann einrichten. Das Internet funktioniert seit einigen Tagen
nicht mehr. Dann "Büro". Zuerst im Bungalow, dann auf einem der
gedeckten Bänke mit Tisch am Strand. Gleich vor dem Strand liegt eine
Öl- oder Gasplattform auf Grund. Der Strand ist etwa 200m lang und
sauber. Die ganze Anlage dahinter wird erneuert, kein super Anblick. Im
Auto hole ich den Camping-Tisch und ein neues leeres Tagebuch-Heft,
bereits das 8. Dann schreibe ich im Bungalow weiter. Ich starte die
Aktion elektronisches Tagebuch. Habe es seit Teheran nicht mehr
nachgeführt, das rächt sich jetzt. Ich schreibe 1h und mache dann 1h
Pause. Pro Stunde schaffe ich gerade mal 2 Tage. Um 16.30h
Sonnenuntergangs-Apero auf dem Damm am Ende des Strandes. Dann zurück,
weiter schreiben. Nach 20h zum Nachtessen. Es gibt nur verschiedene
Kebabs. Ich nehme Kubideh-Kebap & Salat. Beides ist gut. Es hat nur
sehr wenige Gäste im Resort. Nachher nochmals 1h schreiben, dann ins
Bett. Schlafe bei offenem Fenster, es hat Netze davor.
Mo 29.10
Heute bin ich seit 150 Tagen weg von Zürich und seit 9 Wochen im Iran!
8h aufstehen, Frühstück gibt es nur bis 9h! Ziemlich mager. Es gibt
wenigstens hartgekochte Eier. Um 9.30h mache ich mich auf den Weg zu
den Khorbas Höhlen, etwa 1km entfernt. Meine Begeisterung hält sich in
Grenzen. Die Aussicht ist aber gut. Auf dem Rückweg sehe ich einen
modernen Kameltreiber auf dem Motorrad. Nach ½h bin ich zurück. Es ist
heiss. Ich bringe meine Wäsche zum Waschen. Dann setze ich meinen
Schreib-Marathon fort. Wolken ziehen auf, ich verschiebe meinen
Arbeitsplatz auf die Terrasse vor dem Bungalow. Zwischendurch Pausen
mit spazieren am Strand usw. Eine Wasser-Schildkröte wird angeschwemmt.
Weiss nicht ob sie tot ist. Beim nächsten Mal ist sie Weg. Die
Bauarbeiten werden intensiver. Nach 16h zieht ein Gewitter auf. Um
16.30h geht es los und wie! Mit Sturm und Hagel und unendlich vielen
Blitzen. Habe selten so ein intensives Gewitter erlebt. Es dauert über
½h. Über dem Meer geht es noch lange weiter, faszinierend zum
Zuschauen. Weiter schreiben. Nach 20h zum Nachtessen, diesmal Mixed-
Kebap. Der gestern war besser. Heute hat es mehr Leute. Nochmals
schreiben, dann schlafen.
Di 30.10
8h aufstehen, Frühstück. Nachher an der Rezeption telefonisch abklären,
ob die beiden geplanten Homestays Platz haben. Mr. Amini in Tabl hat
Platz. Mrs. Fattahi in Shib Deraz erreichen wir nicht. Meine Wäsche ist
fertig, schön zusammen gelegt und gebügelt (80‘000 = 4 CHF). Nachher
wieder Schreib-Marathon. Um 13h am Strand das normale Tagebuch
nachführen. Dann weiter im Text. Um 16h neuer Versuch Mrs. Fattahi zu
erreichen. Ein Mitarbeiter kennt ihren Bruder und ruft da an. Es sollte
Platz haben. Wir machen um 18.30h ab, um das definitiv zu klären. Ich
gehe am Strand spazieren. Die Gewitterwolken haben sich verzogen. Rede
mit Ali aus Shiraz. Er findet Kish schöner und das Regime scheisse. Er
bringt noch Granat-Äpfel vorbei. Chips & Panaché zum
Sonnenuntergang auf einem der Bänke am Strand. Dann weiter im Text. Um
18.30h zur Rezeption. Es klappt. Ich werde je eine Nacht bei Mrs.
Fattahi und Mr. Amini im Homestay übernachten. Zum Nachtessen um 20h
gibt es Poulet-Schnitzel & Pommes & Salat. Das habe ich gestern
bei den Damen gesehen die da gegessen haben. Dann nochmals weiter im
Text, Musik hören und schlafen.
Mi 31.10
Aufstehen 8h, Frühstück. Dann weiter im Text bis 10h. Packen und
Check-out. Um 10.45h fahre ich los. Bis Shib Deraz sind es knapp 40km.
Unterwegs gibt es nur wenige Orte. Es hat mehrere Berge am Weg.
Manchmal sieht es aus wie im Grand Canyon. Um 11.30h bin ich bereits
da. Nach 2 Mal fragen finde ich das Haus. Inder Küche ist zum Glück
jemand und lässt mich ein. Da es heiss ist und weiter nichts zu tun
ist, fahre ich weiter im Text. Es gibt hier weder Tisch noch Stuhl. So
hole ich beides aus meinem Auto. Um 15h habe ich es geschafft. Ich bin
wieder auf dem neusten Stand. Es kommen Leute aus Shiraz. Nach der
Begrüssung bringen sie mir Reis & Fisch zum Essen. Ich beginne mit
der Auswahl der Bilder für die Internetseite. Verpasse darum fast den
Sonnenuntergang. Der ist jetzt bereits um 17.00h. Wenn ich zurück komme
fragen mich die Leute aus Shiraz, ob ich mit ihnen nach Qeshm komme.
Ich nehme die Einladung an. Um 18.30h fahren wir mit einem Auto los.
Elham (27) ist meine Dolmetscherin. Pooyan ihr Mann fährt das Auto.
Hamid ist Elhams Bruder und ist mit seiner Frau Leila und der Tochter
Setare (13) hier. Nach ¾h sind wir da. Es hat sehr viele Leute, wir
finden fast keinen Parkplatz. Dann ziehen wir los und klappern einige
Einkaufszentren ab. Die sind hier nicht so gross. Ob ich nichts kaufen
wolle, fragen sie mich. Höchstens einen kleinen Laser-Drucker. So
helfen sie beim Suchen. Aber es gibt tatsächlich kein, wegen des hohen
USD-Kurses, wie mir ein Händler erklärt. Wir kaufen Pizzas und machen
uns auf den Weg an den Strand. Da hat es viele Leute, alle am
Picknicken oder campieren. Teppich ausbreiten und los geht’s. Zuerst
Apero mit Chips mit Zitronengeschmack! Dazu so etwas Ähnliches wie
Whisky, richtiger mit Alkohol! Dann Pizzas, sind zwar inzwischen
lauwarm, aber immer noch gut. Nach ½h kommt die Flut. Wir machen uns
auf den Heimweg. Im Auto laute Musik und ausgelassene Stimmung. Bei
jedem Bild von Khomeini wird gehupt und er wird nicht gerade gelobt.
Nach 23h sind wir zurück. Wir sitzen noch zusammen. Die Männer
verschwinden zum Wasserpfeifen-Rauchen. Später rufen sie mich zum
Schnapstrinken. Der Ehemann von Leila Fattahi der Leiterin des
Guesthouses ist auch dabei. Er will mir eine Tankkarte für 60l Diesel
geben. Ich brauche aber höchstens noch 10l, darum gebe ich sie ihm
zurück. Um 24h sind wir im Bett.
Do 1.11
8h aufstehen, aufräumen. Kurz vor 9h holt mich Elham zum Frühstück in
ihr Zimmer. Da schlafen sie zu 5. Am Boden. Ich schlafe auch am Boden,
bin aber alleine in einem gleich grossen Raum und habe eine dünne
Matratze. Nach dem Essen fragen sie mich, ob ich mit ihnen zum
Schwimmen komme. Ich sende eine SMS nach Bandar Abbas wegen des
Containers. Es hat sich herausgestellt, dass Samstag 3.November ein
Feiertag ist. Ich kann dann mein Auto nicht umbauen. Später ruft Pooyan
noch an. Herr Javad bittet mich Saeid in Teheran anzurufen. Das machen
wir denn auch. Es bleibt dabei, am Samstag geht nichts. Also doch
wieder hetzen, damit ich am Mittwoch nach Kish fliegen kann. Inzwischen
ist ein Onkel von Pooyan mit Frau und 2 Söhnen eingetroffen. Der ältere
heisst Arsalan, studiert Öl-Ingenieur und kann Englisch. Um 11.30h
fahren wir mit Schlauchboot auf dem Dach zum Strand. Unterwegs fragen
sie mich, ob ich nicht noch eine Nacht bleibe. Sie wassern das
Boot an einer ziemlich ungeeigneten Stelle. Alles scharfen Felsen. Aber
es klappt. Das Wasser ist angenehm, etwa 25C°. Ich bin schon lange
nicht mehr so lange im Wasser gewesen. Über 1½h! Die Männer rudern mit
dem Gummiboot raus zum Angeln. Sie haben sogar einen grossen Fisch an
der Angel, bringen ihn aber nicht ins Boot, Angler-Latein? Gegen 14h
fahren wir zurück. Ich kann noch eine Nacht bleiben und Leila Fattahi
ruft Mr. Amini gleich selber an um abzusagen. Zum Mittagessen gibt es
gute Spaghetti. Nachher Duschen und "Büro", immer wieder unterbrochen,
weil wieder jemand mit mir reden will. Gegen 18h machen wir uns mit 2
Autos auf den Weg nach Dargahan auf der Nordseite der Insel, etwa
40km entfernt. Dort wird eingekauft was das Zeugs hält. Für mich nicht
so interessant, sie haben hier vor allem Kleider und Haushalt-Artikel.
Nach 22h fahren wir zurück. Unterwegs kaufen wir Wurst und Brot. Nach
23h sind wir zurück. Zuerst gibt wieder richtigen Apero, der wird dann
mit Wurst & Brot zum verspäteten Nachtessen. Der Onkel kommt später
auch noch dazu und bringt Bier mit Wodka vermischt. Es geht hoch zu und
her, viel zu Lachen. Gegen 1h kommt Leila vom Guesthouse und bittet um
etwas mehr Ruhe! Um 1.30h sind wir im Bett.
Fr 2.11
Aufstehen 8h, Frühstück bei den Andern. Sie wollen mich überreden, doch
noch eine Nacht zu bleiben und mit ihnen schwimmen zu gehen. Aber ich
muss los. Beim Beladen stelle ich fest, dass am Dach einige Schrauben
fehlen. Denke mir, das erledige ich in Bandar Abbas. Hier ist es zu
heiss. Bezahle noch das Zimmer. 500‘000 = 25 CHF für 2 Nächte! Das
Essen haben immer Elham und Leila gekocht, so kam auch kein Geld dafür
dazu. So bringe ich meine IRR nie los! Nach 11h fahre ich los. Bei
Tomban tanke ich nochmals 10l, zur Sicherheit. Nach ¾h bin ich in Laft,
da fahre ich zum alten Hafen, steige aber nicht aus. Um 12h bin ich am
Zoll. Diesmal geht es schnell. Einer will zwar den Laderaum
kontrollieren, sein Chef will aber nur das Motorrad sehen und ist dann
zufrieden. Schick mich zum Parkieren und kommt 5 Min später strahlend
mit meinem Pass zurück, alles i.O. Bei der Fähre (120‘000) geht es auch
ziemlich schnell. Um 12.30h fahren wir los. ¼h später sind wir drüben.
Nach 10 Min fahre ich weiter. Am Schattenbild des Autos sehe ich, dass
das vordere Dachblech lose ist und sich im Fahrtwind bewegt! Es ist mir
zu heiss, um es unterwegs zu befestigen. So fahre ich etwas langsamer.
Jetzt weiss ich auch, wieso ich angeblinkt wurde, obwohl ich kein
Abblendlicht an hatte. Nach 14h bin ich in Bandar Abbas im Hotel
Atilar. Mein Zimmer liegt diesmal im 6.Stock. Auf Nachfrage bekomme ich
ein grösseres Zimmer. Ich richte mich ein. Das Internet ist immer noch
schlecht. Duschen und rasieren. Diesmal schaffe ich es rechtzeitig mit
Chips & Panaché am Hafen zu sein, um den Sonnenuntergang zu sehen.
Auf dem Heimweg noch ein Soft-Ice. Muss das Auto wieder zur Post
hinüber umparkieren. Nach 20h zum Nachtessen im Hotel. Kebap &
Salat, nicht schlecht. Nachher mit Bea telefonieren. Anschliessend rufe
ich Stefan an, wegen den Indien-Ferien. Er ist nicht da, so erzähle ich
Andrea kurz das Wichtigste. Um 23h bin ich im Bett.
Sa 3.11
Aufstehen 8h, Frühstück, heute kein richtiges Brot wie sonst. An der
Rezeption noch Checkliste drucken. Mein Zimmer wir gereinigt, also gehe
ich zum Auto und schaue mir den "Dachschaden" genauer an. Nichts ist
kaputt, aber es fehlen etwa 15 Schrauben! Ich befestige 5 Stück gleich
mit Kontermuttern. Dann beginne ich die Aufbau-Teile abzubauen, die ich
jetzt schon kann. Ich schwitze was das Zeugs hält. Um 13h Pause mit
Dusche. Umpacken vorbereiten. Ich werde die nächsten 2 Wochen wieder
aus dem Rucksack leben. Dann umpacken. Alles was ich nicht brauche ins
Auto und was ich brauche in den Rucksack. Um 16h bin ich fertig. Zum
2.Mal duschen. Vorgestern ist mir ein Stück Zahn abgebrochen. Mit der
Nagelfeile glätte ich die scharfen Kanten. Noch Chips einkaufen für den
Apero im Zimmer & Soft-Ice. Nach dem Apero versuche ich Stefan zu
erreichen. Schicke ein SMS. 1¼ h später klappt es dann. Um 21h zum
Essen im Hotel. Heute Polet-Schnitzel & Pommes. Ein
Riesen-Schnitzel und gut. Nachher Musik hören. Saeid ruft aus Teheran
an und meint ich solle mich mit Herr Javad bereits um 8.30h treffen und
nicht erst um 10h. Um 23h bin ich im Bett. Stehe nochmals auf und hole
den Akkuschrauber zum Aufladen.
So 4.11
Ich schlafe schlecht. Aufstehen um 6.30h. Frühstück um 7h. Pass holen,
Kopie Visumsverlängerung und alles bereitstellen. Um 8.30h bin ich in
der Lobby. Herr Javad kommt erst um 8.45h und entschuldigt sich. Wir
fahren los Richtung Bandar-e-Rajaee. Etwa 10km vorher suchen wir den
Platz zum Umbauen meines Autos. Nach einer "Ehrenrunde" sind wir um
9.30h da. Es kann losgehen. Mein Auto stösst wie immer auf reges
Interesse. Alle Lastwagenfahrer der Umgebung kommen vorbei und
beglückwünschen mich zu meinem "super" Auto. Herr Javad gibt ihnen
Auskunft während ich arbeite. Nach gut 2h bin ich soweit. Mit 2
Hubstablern heben sie mein Dach an. Ziemlich heikel, weil die beiden
Fahrer synchron sein sollten, es aber nicht sind. Aber wir schaffen es.
Ich fahre rückwärts unter meinem Dach weg. Dann wird das Dach auf dem
Boden abgesetzt. Ich demontiere die Zwischenstücke und verstaue sie im
Innern. Nach ½h ist das erledigt. Das Dach wird wieder angehoben und
ich fahre darunter. Jetzt noch festschrauben und fertig ist die
Coupé-Version meines Autos. 1h später ist alles verpackt. Insgesamt
habe ich 4h für den Umbau gebraucht. Dazu 1½h Liter Wasser getrunken,
es ist nämlich ziemlich heiss (31C°). Herr Javad meint zwar es sei
angenehm für diese Gegend. Wir fahren zum Hafen. Für mich für lange
Zeit die letzten km auf der rechten Seite. Ab Indien gilt Links-Verkehr
bis Australien, ausser Myanmar(Burma) falls ich es dahin schaffe! Um
13.50h übergebe ich Herr Javad mein Auto zum Verladen bei km-Stand
15‘501km. D.h. ab Zürich waren es 10‘969km in 156 Tagen. Das sind 70km
pro Tag, 20km mehr als geplant. Bin aber auch 3559km weiter gefahren
und habe jetzt einen Rückstand von 14 Tagen auf die "Marschtabelle".
Mit dem Taxi zurück ins Hotel. Wasser & Panaché kaufen und sofort
unter die Dusche. Dann ausruhen. Um 18h einkaufen und Soft-Ice, dann
Apero im Zimmer. Um 20h Nachtessen im Hotel. Rinds-Steak an
Pilz-Peperoni-Sauce & Salat. Schmeckt gut. Nachher Muetti &
Papi anrufen, anschliessend Elena. Um 23h bin ich todmüde im Bett.
Mo 5.11
Aufstehen 8.30h, Frühstück. Flug-Tickets abholen. Die sind 110‘000
billiger als bereits bezahl (2‘370‘000). Hotel Shayan in Kish abklären
lassen. Dann "Büro". Um 12h ruft Saeid an, der Zoll will mich sehen.
Also los mit dem Taxi. Nach ½h bin ich da. Muss in einem Büro ein
Formular ausfüllen, dann mit Herr Omid, dem Agenten vor Ort warten auf
einen Stempel & Unterschrift. Nach 3 Stationen kann ich nach ¾h
wieder gehen. Das Taxi hat gewartet. Nach 13.30h bin ich zurück
(200‘000). Das Reisebüro reserviert mir ein Zimmer im Shayan Hotel.
Dann weiter "Büro", Statistik usw. Um 16h gehe ich ein Soft-Ice essen
und dann zum Hafen. Spaziere da ein Stück nach Westen, nicht
interessant. Kaufe Chips & Panaché und geniesse den
Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg erkundige ich mich nach den aktuellen
Wechselkursen. Zurück im Hotel studiere ich, wie ich das restliche Geld
am besten umtausche. Da ruft Saeid an, schlechte Nachrichten, meine
Carnet de Passage sind aus irgendwelchen Gründen nur 10 Tage gültig
gewesen. Jetzt will der Zoll pro Tag 10‘000‘000 IRR Busse!!! Das wären
60‘000‘000 = 3000 CHF. Er beruhigt mich, sie werden mit dem Chef des
Zolls verhandeln, aber erst morgen, um die Busse zu reduzieren. Niemand
hat bemerkt, dass das Carnet befristet ist, auch er nicht. Und wieso
schon gar nicht, es ist normalerweise nur durch die Gültigkeit des
Carnet selbst (1 Jahr) befristet. Nach diesem Frust gehe ich in "Boof"
zum Pizza-Essen. Beschliesse niemanden anzurufen, bevor nicht alles
klar ist. Um 23h bin ich im Bett.
Di 6.11
Habe trotz Frust gut geschlafen. 8h aufstehen, Frühstück. Das Hotel in
Kish hat auch nicht geklappt. Sie versuchen etwas anderes zu finden.
Ich warte auf den Anruf von Saeid. Um 10h die Erlösung. Sie haben die
Busse auf ⅓ reduzieren können. Das sind immer noch 20‘000‘000IRR =
1000CHF! Aber so viel Geld habe ich noch. Für die Hotelsuche gehe ich
noch in 2 andere Reisebüros, überall das gleiche, voll. Zurück im Hotel
bekomme ich die gleiche Antwort, sorry voll! Ich beschliesse direkt
nach Dubai zu gehen, kläre aber zuerst noch ab, ob sie im Hotel auch
Platz haben. Es hat Platz, kostet aber für die ersten beiden Nächte 200
AED = 50 CHF mehr pro Nacht, weil eine Ausstellung ist. Der Direktflug
nach Dubai ist voll. Aber ab Kish hat es morgen noch Platz. Also
umbuchen (250‘000). Ich werde wie geplant nach Kish fliegen (11.45 -
12.15), dann am Abend weiter nach Dubai (20.15 - 21.15). Erst jetzt
informiere ich Bea, Elahe und Coco per SMS. Elahe bedauert es sehr,
dass mein Iran-Aufenthalt so endet. Vielleicht kommt sie mich in Dubai
besuchen. Herr Javad hat die Carnets, meinen Pass und die Schlüssel.
Mein Autoschlüssel bleibt im Fahrzeug. Um 15h bin ich fertig mit "Büro"
und so. Habe mir meine letzten Tage im Iran etwas anders vorgestellt.
Um 16h gehe ich aus mit Chips & Panaché. Kaufe mir ein Soft-Ice und
gehe zum Hafen für den Sonnenuntergang, das lasse ich mir nicht
vermasseln! Um 17.45h kommt Herr Omid und gibt mir den Pass. Nachdem er
das Geld gezählt hat, bringt er mir die Carnets und die Schlüssel. Um
18h ist das Kapitel abgeschlossen (hoffentlich!). Saeid sagt mir am
Telefon noch, dass ein Beamter zum Schluss noch den doppelten Betrag
wollte, weil es ja 2 Carnets sind! So mussten sie nochmals
intervenieren. Die Leute von Saeid haben einen guten Job gemacht. Es
gilt ganz allgemein hier im Iran. Die Leute sind alle sehr freundlich
und hilfsbereit, dazu sehr gastfreundlich. Der Staat ist schlicht
sch….! Nach 20h gehe ich im Hotel essen. Zum letzten Mal Kubideh-Kebap
& Salat. Schmeckt gut. Nachher telefoniere ich mit Bea und erzähle
ihr die ganze Geschichte. Gratuliere noch Peter in Zwingen zum
Geburtstag, dann schlafen.
Mi 7.11
Aufstehen 8h, Frühstück, dann packen. Zum Abschluss funktioniert das
Internet im Hotel gar nicht mehr. Check-Out, dann mit dem Taxi zum
Flugplatz. Das Einchecken geht schnell. So bin ich viel zu früh dran.
Unser Flugzeug landet erst um 11.15h. Aber sie schaffen es, dass wir
nur mit ¼h Verspätung um 12h starten. Bin schon lange nicht mehr mir so
einem alten Kahn geflogen (MD-82). Währen des 30 Min langen Fluges gibt
es sogar etwas zu essen. Nach 12.30h landen wir auf der Insel Kish. Ich
brauche ½h bis ich mein Gepäck deponieren kann. Der Mann von der
Visums-Abteilung hilft mir dabei. Mit dem Taxi zum Hotel Shayan
(60‘000). Da will ich mein Geld wechseln, die wollen aber kein
"schlechtes" Iranisches Geld wie er meint. Er schickt mich in ein
Wechsel-Büro, das ist aber jetzt geschlossen. Ich schaue wo es ist und
gehe dann zum Strand. Der ist schön, etwa 1km lang, sauber mit hellem
Sand. Es hat eine Wasser-Ski-Schleppanlage. In der Nähe setze ich mich
an den Schatten, trinke Panaché und schaue 2h dem Treiben zu. Gegen
Ende des Strandes hat es einen langen Steg aufs Meer hinaus. Da gehe
ich hin. Es hat fast keine Leute, dabei soll Kish ausverkauft sein!?!
Auf dem Rückweg der letzte Apero im Iran, mit Pommes & Panaché am
Strand. Die Sonne geht auf der andern Seite der Insel unter. Dann zum
Geldwechseln. Ich bin zu früh, sie öffnen erst um 17.30h. Dann mit dem
Taxi zum Flugplatz. Gepäck holen und Einchecken. Ich bin viel zu früh.
Trinke noch mein teuerstes Getränk im Iran, 30‘000 für eine Büchse,
normal sind 5000! Auf diesem Flug hat es viele Philippinos und
Chinesen, die hier ihr Visum für Dubai erneuern. Um 20.20h starten wir
fast pünktlich. Auch während dieses 30-Minuten Fluges gibt es etwas zu
essen. Das gleiche wie am Mittag. Um 21h Ortszeit (+ 30 Min) sind wir
im Terminal 1. Es hat lange Kolonnen am Zoll. Ich erwische vermutlich
die langsamste. Bin gespannt, was kommt. Alle um mich herum haben Pass
& Papiere. Ich habe nur meinen Pass. Alles kein Problem. Kein
Scannen der Iris, kein Bild mit der Kamera, darum die langen Kolonnen.
Eine kurze Frage beim Kollegen und ich habe mein Visum für 30 Tage!
Noch im Tax-Free einkaufen. Da geht es zu wie im Migros zur
Haupteinkaufszeit. Alle haben randvolle Einkaufskörbe, voll mit
Alkohol. Ich kaufe 2 Liter-Flaschen Grants Whisky à 59 AED = 15 CHF. An
der Kasse meinen sie es sei eine Aktion 3 für 2. Sie bringen mir eine
3. Flasche. Fast übertrieben, 72 Tage (fast) ohne Alkohol und dann
gleich 3 Liter! Draussen eine lange Kolonne am Taxi-Stand. Es geht aber
zügig voran. Informiere Coco per SMS. Sie macht sich Sorgen, ob ich
überhaupt Geld habe. Da bin ich aber bereits im Hotel. Das Zimmer ist
gut, im 9.Stock mit Blick auf den Creek. Für Coco ist es nun zu spät,
wir werden uns morgen treffen. Ich richte mich ein. Internet über
Kabel. Dann rufe ich Bea und Stefan an. Um 1.30h bin ich im Bett.