Tagebuch

Datum : 14.11.2012

Sa 22.9
Um 5.15h klopft es, Bea ist da. Ich muss sie sofort fotografieren, meint sie. Nach 6h gehen wir zum Frühstück. Bea ist begeistert, es gibt sogar Kaffee. Nachher duscht sie und wir schlafen noch etwas. Um 1h kommt mein Geld, aufstehen und zur Rezeption. Der Bote bringt 102‘180‘000 IRR für 4000 CHF (Kurs: 25'545). Bea schläft und ich mache "Büro" und Internetseite. Um 15h ziehen wir los. Ich muss noch eine Batterie kaufen in "meinem" Elektronik-Shop. Der ist etwa 1.50m breit! Dann gehen wir in den Shahr Park, setzen uns auf eine Bank und trinken etwas. Dann erkunden wir den Park. Dabei treffen wir wieder auf Mehdi, den Mann aus Shiraz. Er begleitet uns. Die Ausstellung für das Militär ist jetzt offen. Da gibt es Orangensaft und "Madeleines". Wir gehen von einem Ende zum anderen. Zum Schluss zeigt uns Mehdi noch das Aquarium. Kostet 10000 und ist ziemlich primitiv, habe aber schon dümmer 50Rp ausgegeben. Gegen 17h verabschieden wir uns und gehen zurück ins Hotel. Da bekommt Bea ihren Kaffee. Der Cappuccino kostet 55‘000, mein Bier nur 7000! Um 20h gehen wir ins traditionelle Restaurant im Hotel zum Nachtessen. Die Speise die ich noch nicht gegessen habe gibt es wieder nicht. So nehme ich den Lamm-Eintopf, Bea Auberginen-Eintopf, dazu Salat vom Buffet. Wir teilen uns die Speisen. Bea trinkt den Joghurt-Drink den ich nicht gern habe. Das Essen ist wieder sehr gut. Zum Schluss bekommt Bea sogar einen Kaffee und darf rauchen. Diesmal verlangen sie einen Musik-Zuschlag. Nach einem kurzen Spaziergang vor dem Hotel gehen wir ins Bett. Bin sehr müde, habe ja auch nur 4h geschlafen!

So 23.9
8.30h aufstehen, Frühstück. Um 11.30h machen wir uns auf den Weg zum Basar. Wir gehen einfach allgemeine Richtung Südosten, ohne Plan. Schlussendlich sind wir an der Ecke Shahid Mustafa Khomeyni / Mowlawi. Da trinken wir etwas & Soft-Ice. Dann wieder zurück. Zuerst durch eine Strasse in der die Ware angeliefert wird, auch sehr interessant. Zufällig treffen wir auf die Moschee (Schrein) Iman Sadre Zeid. Die ist fast vollständig mit kleinen Spiegeln geschmückt, sehr schön. Bea bekommt ein Tuch, um sich ganz zu bedecken und kann dann den kleineren Frauenteil besuchen. Ausserhalb des Basars, beim Eingang zum Golestan Palastes, setzen wir uns hin und erholen uns. Dann besuchen wir den Palast, resp. den Park mit den verschiedenen Palästen. Es ist eine wunderschöne Anlage gesäumt von den Palästen. Wir kaufen 4 Tickets um 2 Paläste zu besuchen. Schlussendlich brauchen wir aber nur 2, weil wir nur den Teil mit dem grossen Empfangssaal (Talar-e Salam) besuchen. Das ist ein grosser sehr schöner Saal. Hier stand der berühmte Pfauenthron, jetzt steht da nur noch eine Kopie. Der echte steht im Juwelen-Museum. Hier fand die bei Frauen berühmte Hochzeit des Schahs mit Soraya statt. Auch die angrenzenden Räume sind sehr schön. Beim Marmor-Thron spricht uns ein älterer hat Worte unterstrichen  die er nicht versteht und will jetzt sehr genau wissen, was sie bedeuten. Wir müssen sie in einem Notizheft aufschreiben (Deutsch nach Englisch). Der Park wird geschlossen, wir gehen zusammen in den Shar-Park und trinken da Tee & Panaché. Jetzt will er nur noch Deutsch sprechen. Er kann das ziemlich gut. Nach 17h gehen wir zurück ins Hotel, todmüde. Bea braucht noch ihren Kaffee, diesmal im traditionellen Restaurant. Da kostet er nur 6000. Dadurch verpassen wir den Sonnenuntergang. Darum Apero ohne. Es windet ziemlich heftig. Beim Duschen stelle ich fest, dass der Wind ein Decken-Fenster im Bad weggedrückt hat. Das wird umgehen durch einen Techniker behoben. Dann nach 20h zum Nachtessen. Das 1.Restaurant ist bereits geschlossen. So gehen wir wieder ins Restaurant beim Guesthouse wo ich schon einmal war. Wir müssen gleich in die Küche zum Auswählen. Ich nehme ein Linsengericht mit Fleisch, Bea Kebap. Dazu Reis & Salat & Suppe & Panaché mit Granatapfel. Zurück im Hotel braucht Bea noch ihren (teuren) Kaffee. Ich lege mich hin und schlafe fast bis sie auch kommt.

Mo 24.9
Aufstehen 8.30h, Frühstück. Um 11.30h machen wir uns auf den Weg. Wir gehen in der Berlan Alley Kleider kaufen für Bea. Da war ich schon, es hat viele Kleiderläden. Nach ¾h findet sie 2 Herren-Hemden die ihr passen. Dann legen wir eine Tee-Pause ein. Dann nochmals zurück zu einem Laden der Kleider aus Indien verkauft. Da kauft sie noch 2 lange Blusen (alle 4 Teile zusammen 560‘000 = 28 CHF). Nachher suchen wir den Coiffeur, den uns Ramin empfohlen hat. Um 14.45h sind wir da. Ich muss nicht warten und werde gleich geschoren. Nach 20 Min bin ich wie neu (80‘000). Auf dem Rückweg kaufen wir noch Chips. Die kennen mich noch vom letzten Mal. Den Preis für Beas Nescafé müssen sie erst per Telefon erfragen. Im Hotel Haare waschen. Gegen 16h mit der Metro zum Azadi Platz, mit Umsteigen. Um 16.15h sind wir da. Es ist ein Riesen-Platz mit dem Monument zur 2500-Jahr Feier Irans (1971). Zuerst müssen wir es aber durch den riesigen Busbahnhof und über die 6-spurige Strasse schaffen. Das Monument (Borj-e Azadi) ist sehr beeindruckend. Wir schauen es zuerst von aussen an. Dann gehen wir hinein ( 2 x 120‘000) und bekommen eine Englisch sprechende Führerin. Im Untergeschoss gibt es verschiedene Ausstellungen und Selbstdarstellungen, ziemlich kitschig. Dann fahren wir mit dem Lift hoch. Wir müssen umsteigen um auf die Aussicht-Plattform zu kommen (~40m). Durch kleine Fenster kann man Teheran bewundern. Wieder unten nochmals Selbst-Darstellungen mit elektronisch/pneumatischem Pianospieler und Sprechcomputer. Ziemlich kindlich, nicht der neuste Stand der Technik. Nach 30 Min sind wir wieder draussen. Wir bleiben auf dem Platz bis zum Sonnenuntergang. Dann zurück im Stossverkehr. Ziemlich mühsam, vor allem das 2.Stück. Die Leute kämpfen um jeden cm. Man kann kaum aussteigen, weil die wartenden schon hineindrücken. Im Hotel grosses Waschen von Beas neuen Kleidern. Apero. Um 20.30h zum Nachtessen ins International Restaurant im Hotel. Beas Poulet-Schnitzel ist gut, mein Filet-Mignon na ja. Der Kaffee zum Abschluss ist ungeniessbar, auch die 2.Version. Während Beas Rauchpause vor dem Hotel treffen wir nochmals Ramin. Er gibt uns Tipps für die Weiterreise. Gegen 23h sind wir todmüde im Bett.

Di 25.9
Aufstehen 8h, Frühstück. Dann packen, Geld umpacken, Auto beladen und Scheiben waschen. Check-Out. Um 12.30h fahren wir los. Nach ½h haben wir es geschafft, wir sind ausserhalb von Teheran auf der Autobahn (5000) Richtung Süden. Vorbei am Khomeini Airport. Um 14h ein kurzer Halt. Kein guter Platz, nur Polizei, Sanität und Telefon, sonst nichts. Nach 10 Min fahren wir weiter. Kurze Zeit später verlassen wir die Autobahn und fahren auf der alten Hauptstrasse weiter. Hier fahren nur Lastwagen, die dürfen hier nicht auf diese Autobahn. Es geht aber zügig voran mit 80 - 90 km/h. Ich muss nur 3-4 Mal überholen. Gegen 15h sind wir am Stadtrand von Qom. Nach ¼h sind wir nahe beim Hotel, aber wir finden es nicht. Ich gehe zu Fuss, es sind nur 200m. Das Hotel ist gut (1‘360‘000). Jetzt muss ich nur noch hinfahren. Ein Angestellter kommt mit und lotst mich rückwärts durch die Einbahnstrasse (20m), mit Einwilligung der Polizei. Wir richten uns ein. Es ist 15.30h, wir sind 150km gefahren in etwa 3h. In der Lobby Kaffee & Panaché (30‘000 & 10‘000). Um 16.15h machen wir uns auf den Weg (200m) zum heiligen Schrein (Hazrat-e Masumeh). Dort akzeptieren sie meine ¾-Hosen nicht. Ich gehe zurück und ziehe die  langen Hosen an. Bea wartet und wird von einem Moschee-Wächter betreut. Nach 10 Min bin ich zurück. Dafür haben wir jetzt unseren persönlichen Moschee-Führer. Er ist Physik-Lehrer und macht diese Arbeit beim Schrein freiwillig. Ausser dem eigentlichen Schrein dürfen wir als Nicht-Moslems alles anschauen. Es ist eine Pilgerstätte. Die Leute kommen von weit her. Auch aus dem Ausland. Aus Distanz sehen wir den Schrein trotzdem noch. Nach ¾h ist die Führung beendet. Er verabschiedet und bedankt sich! Wir schauen uns noch weiter um ausserhalb der heiligen Stätte. Noch das obligate Soft-Ice. Ich gehe zurück. Bea besucht noch die vielen Verkaufsstände des Basars. Ich plane die Route für morgen. Nach dem Apero im Zimmer, gehen wir im Hotel zum Nachtessen. Schmeckt gut. Nachher gehen wir zum grossen Platz, der liegt nur 50m vom Hotel entfernt und fotografieren die Stätte bei Nacht. Sieht schön aus. Wir werden oft angesprochen. Um 22.30 noch einen Tee in der Lobby, dann ins Bett.

Mi 26.9
8.30h aufstehen, Frühstück. Bea nervt sich, weil sie nur einen Nescafé-Automaten haben, der Kaffee nur mit Zucker und Milch liefert. Sonst ist das Buffet gut. Für Kashan habe ich im Ehsan Guesthouse angefragt, aber keine Antwort bekommen. Rezeption ruft für mich an und reserviert für uns ein Zimmer für 2 Nächte. Nachher packen. Um 12h fahren wir los. Der Weg aus Qom zu finden ist mühsam. Das Navi kennt nur Umwege und die Wegweiser sind nicht sehr hilfreich. Nach ½h haben wir es geschafft. Wir sind zwar nur auf der Hauptstrasse statt auf der Autobahn, aber die treffen wir nach einer weiteren ½h. Vorher tanken wir noch (wieder 15 Rp/l). Kaum auf der Autobahn, machen wir einen Halt in einer schönen Raststätte. Bea trinkt Tee, ich Panaché in einem schönen Teehaus. Nach ½h fahren wir weiter. Seit Teheran ist die Gegend wüstenartig. Nur ganz selten gibt es Felder, meistens Sand, Berge und Grasbüschel. Die Temperatur um 30C°. Bei teilweise offenem Fenster ist das auch im Auto noch angenehm. Es ist sehr trocken. Nach 1h sind wir in Kashan. Das Hotel finden wir auf Anhieb. Es ist ein historisches Guesthouse, ein Lehm-Haus, neu renoviert. Sehr schön. Ein Innenhof mit Bassin, Springbrunnen und Bäumen. Unser Zimmer liegt im 2.Stock, direkt unter dem Kuppeldach. Es hat sogar eine Klima-Anlage, aber eine der traditionellen Art. Wasser tropft auf etwas Ähnliches wie Stroh, ein Ventilator bläst Luft durch, durch das Verdunsten des Wassers wird die Luft abgekühlt und schon hat man angenehm kühle Luft. Funktioniert hier sehr gut, weil es sehr trocken ist. Wir richten uns ein. Dann trinken wir im Garten etwas. Um 17h machen wir uns auf den Weg zum Basar in der Nähe. Es ist kein Touristen-Basar. Es ist eine lange überdachte Gasse mit Abzweigungen. Bei der Karawanserei kehren wir um, weil wir meinen hier sei fertig. Nach dem Studium des LP stellen wir fest, dass dem nicht so ist. Wir gehen zurück. Offenbar sieht man uns an was wir suchen. Ein Herr meint wir sollen ihm folgen. Er führt uns ungefragt zur Fortsetzung des Basars! Der Kupfer-Basar ist grösser als der Haupt-Basar. Aber Kupferzeugs gibt es nur sehr wenig. Zurück gehen wir aussen herum. Erst jetzt merken wir wie weit wir gegangen sind. Wir finden kein Tee-Haus unterwegs, so trinken wir den Tee im Garten unseres Guesthouses. Es ist jetzt 19h. Hier hat es nur Touristen aus dem Ausland. Wir geniessen die Ruhe und die Kühle im Innenhof. Apero auf der Terrasse, dann Nachtessen bestellen. Es geht eine Weile, bis wir unsere Meatball bekommen. Dann sind sie innen erst noch kalt. Sie entschuldigen sich und bringen sie nach einiger Zeit wieder. Diesmal sind sie heiss und sehr gut, dazu Brot. Noch den Garten geniessen, dann ins Bett.

Do 27.9
8.30h aufstehen. Ich gehe in den Garten fürs "Büro". Komme aber nicht weit, weil René (50) aus Holland zu mir setzt und mein elektronisches Karten-Material studiert. Nach 9h rufe ich Bea. Das Frühstück ist einfach, aber gut. Nachher "Büro". Wir wechseln das Zimmer, das neue hat "Western Toilets" und ist auf gleicher Höhe wie die Terrasse, dafür haben wir weniger Platz. Um 12h gehen wir zum Basar um eine Sonnenbrille für Bea zu kaufen. Von da mit dem Taxi zum Bagh-e Fin, einer sehr schönen Garten-Anlage etwa 9km ausserhalb von Kashan. Eine hohe Mauer umschliesst den Garten (20‘000/Pers.). Er ist UNESCO-Weltkulturerbe. Es hat viele Kanäle mit kleinen Springbrunnen, die aus den diversen Becken gespiesen  werden. Alles nur mit dem Druck aus den Becken. Am oberen Ende ist die Quelle. Da gibt es auch ein Teehaus. Wir geniessen den Schatten und die Ruhe. Der Garten ist geometrisch angelegt. Hier treffen wir René wieder. Wir trinken Kaffee & Panaché. Nach ½h Pause, nochmals einen Rundgang durch den Garten. Um 14.30h mit dem Taxi zurück in die Stadt. Dort besuchen wir die historischen Lehm-Häuser. Zuerst Kahn-e Abbasian. Ein mehrstöckiges herrschaftliches Haus mit Innenhöfen. Es ist sehr schön (20‘000). Nach ½h schauen wir uns noch das Restaurant an, für das Nachtessen. Dann gehen wir zum Khan-e Tabatabei, ein anderes auch sehr schönes Haus (20‘000). Es hat "nur" 2 Stockwerke, ist dafür auf einer grösseren Fläche verteilt. Zum Schluss besuchen wir den Hammam-e Sultan Mir Ahmad, ein altes Badehaus (20‘000). Auch sehr schön, vor allem die Aussicht vom Dach. Um 16.30h sind wir geschafft und machen uns auf den Heimweg. Im Guesthouse zuerst Tee & Panaché im Garten. Dann zusammen mit René Hotel suchen für morgen und planen der Route. Nach dem Apero gehen wir ins Restaurant das wir angeschaut haben. Ich bestelle wieder einen Eintopf. René sagt mir, wie man ihn korrekt essen müsste. Ich halte mich nicht ganz daran, denn man müsste die Suppe mit Brotstückchen füllen. Das ist mir zu mastig. Die andern essen Kebap & Reis. Alles ist sehr gut. Nur etwas unbequem, weil wir auf einem persischen Tagesbett essen, nur einen Teppich, kein Stuhl oder Tisch. Alles schmeckt sehr gut. Es ist das billigste Essen seit ich hier bin, 260‘000 = 13 CHF für 3 Personen! Um 22h sind wir zurück. Im Garten noch einen Tee, dann ins Bett.

Fr 28.9
8h aufstehen und "Büro", dann Frühstück. Packen und René verabschieden. Nach 10.30h fahren wir los. Das Navi hat Mühe den Weg zu finden. Da wir schon mit dem Taxi unterwegs waren, finde ich den Weg auch ohne Navi. Wir fahren auf die Autobahn. Da ist es viel angenehmer zu fahren, und man sieht das gleiche wie auf der Hauptstrasse. Die Gebühren sind tief, 30‘000 = 1.50 CHF für 200km. Nach 73km und 1h Fahrzeit, verlassen wir die Autobahn, um zum Bergdorf Abyaneh zu fahren. Wir sind hier bei der unterirdischen Uran-Anreicherungs-Anlage von Nantaz. Fotografieren verboten. Man sieht nur die Fliegerabwehr-Geschütze. Ziemlich alte Dinger, wohl nur zur Show hier. Um 12.15h sind da. Das Dorf liegt auf 2250müM und ist sehr alt. Fast alles Lehm-Häuser. Heute ist Feiertag (Freitag), darum hat es sehr viele Touristen hier. Alle aus dem Iran. Die machen hier was sie immer tun, Picknicken. Wir gehen zuerst den Bach entlang. Da ist jeder freie Platz belegt, mit Autos oder zum Picknicken. Wir setzen uns in der Nähe 2er Paare hin. Sofort werden wir begrüsst und mit Früchten versorgt. Sie sind enttäuscht, dass wir nicht zum Essen bleiben wollen, das sie auf dem Feuer zubereiten. Nachher besuchen wir das Dorf. Es sind schöne alte Häuser, die meisten nur im Sommer bewohnt. Wir werden immer wieder angesprochen. Nach 1h fahren wir weiter. Bis Esfahan sind es noch über 180km. Vorher waren wir am Rande des Zagros-Gebirges, jetzt fahren wir hinein. Es ist immer noch wüstenartig, aber jetzt hat es ziemlich hohe Berge. Die Autobahn führt von 1100 bis 2200müM. Es hat wenig Verkehr. Erst ab Shahin Shar nimmt der Verkehr zu. Um 15.30h sind wir am Stadtrand von Esfahan. Da Freitag ist, hält sich das Chaos in Grenzen. Das 1.Hotel finden wir nicht. Das favorisierte Safavi Hotel nach einigem Fragen dann doch. Unser Zimmer liegt im 5.Stock (990‘000). Das Hotel ist zurück versetzt von der Strasse, so ist es nicht so laut. Das Auto kann ich direkt auf der Hauptstrasse beim Hotel parkieren. Es ist 16h und ich bin heute 298km gefahren! Wir richten uns ein. Dann rufen wir Jorge & Sandra an. Zum Nachtessen gehen wir ins Restaurant im Hotel. Wir bestellen eine gemischte Platte, die Spezialität des Hauses. Verschiedene Kebap, Schnitzel und Fisch. Schmeckt gut. Noch einen kleinen Spaziergang, dann todmüde ins Bett.

Sa 29.9
Aufstehen 7.30h, Frühstück. Das Buffet ist nicht schlecht. Unterlagen für die Visum-Verlängerung von Bea zusammenstellen. Gegen 9.30h fahren wir mit dem Taxi los. Der 1.Ort ist nicht der richtige, da geben sie mir die richtige Adresse. Um 9.45h geht’s los. Sicherheits-Check, Handy, Kamera, Feuerzeug & Zigaretten??? Abgeben. Im 1.Stock werden wir zu einem freundlichen Herr geschickt. Weil die Verlängerung mehr als 20 Tage ist, muss er zuerst seinen Boss fragen. Formulare kaufen (10‘000). Zu unserer Überraschung füllt er sie gleich selber aus. Dann zur Melli-Bank, 300‘000 einzahlen, 20 Min pro Weg. Wir finden sie nicht auf Anhieb. Zum Schluss führt uns eine Dame gleich selber hin. Zurück am Schalter wollen sie doch noch, dass der Englische Teil des Formulars ausgefüllt ist. Dann der Höhepunkt, Bea braucht ein Passbild mit Kopftuch! Also ab zum Fotografen, nicht weit entfernt (50‘000). Um 11.45h ist alles komplett. Wir sollen warten heisst es. Es ist Mittagspause bis 12.30h. Endlich um 13.45h bekommt Bea ihre Verlängerung bis zum 21.Oktober, 1 Tag nach ihrem Abflug. Wir fahren mit einem Privat-Taxi zurück zum Hotel. Das Ganze hat uns 4h Zeit gekostet und fast 500‘000, nur weil das Reisebüro nicht in der Lage war, die Unterlagen für den Visum-Antrag rechtzeitig bereit zu stellen. Vom Ärger nicht zu sprechen! Nach 14h machen wir uns auf den Weg zum grossen Platz, Naqsh-e Jahan. Heute wollen wir nur spazieren, keine Sehenswürdigkeiten besuchen. Im berühmten Restaurant Naghshe-e Jahan gibt es Tee und Panaché. Auf dem Rückweg gehen wir durch den Bagh-Shahid Rajai Park, eine sehr schöne Anlage. Wir finden jetzt auch das 1.Hotel. Es ist nicht da wo es überall eingezeichnet ist. Wir kaufen noch eine Thermos-Flasche, damit Bea ihren Kaffee mit heissem Wasser vom Hotel zubereiten kann. Und das obligate Soft-Ice. Zurück im Hotel muss ich um parkieren. Mitten im Stossverkehr rückwärts gegen den Verkehr. Mit Nerven funktioniert das hier. Apero auf der Dachterrasse. Früher war hier ein Teehaus. Jetzt ist da ein Gäste-Zimmer. Der Gast der hier wohnt, offeriert mir ein Glas Rum! Also der 1. Richtige Apero im Iran, sogar mit Sonnenuntergang. Die Zimmerdame hat ein zu kleines Leintuch montiert. So nehme ich das Leintuch vom 3.Bett. Dabei fällt mein MP3-Player zu Boden und ich trete auf den Kopfhörer. Ich mache mich auf den Weg einen neuen zu kaufen. Suche die ganze Ferdowsi Strasse ab. Am Schluss find ich einen fast beim Hotel (220‘000). Nach ½h bin ich zurück. Um 20h Nachtessen in einem Restaurant nahe dem grossen Platz. Ich bestelle Beryani, eine lokale Spezialität aus fein gehacktem Schaf-Fleisch, serviert auf Fladen-Brot. Schmeckt gut. Zum Abschluss Tee (270‘000 alles zusammen). Am Anfang sind wir alleine im Restaurant, am Schluss ist es voll. Um 22.30h sind wir zurück. Ich schlafe ziemlich bald.

So 30.9
Aufstehen 8.30h, Frühstück, "Büro". Um 11.30h machen wir uns auf den Weg zum Basar. Beim Eingang werden wir von "Don Camillo" angesprochen. Er nennt sich selber so, eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden. Er kennt die Basler Fasnacht und das Sechseläuten und will uns auf die Dachterrasse führen. "Ich bin kein Verkäufer". Wir lassen uns auf das Experiment ein. Er führt uns in einen nicht sehr geschäftigen Teil des Basars. Da zeigt er uns eine Gewürz-Mühle, Teppich-Reinigung und -Reparatur und zum Schluss die Terrasse. Da werden die gewaschenen Teppiche getrocknet. Die Aussicht ist interessant. Zurück beim Haupteingang müssen wir noch den Laden seines Bruders besichtigen. Dann verabschieden wir uns und gehen auf den LP-Rundgang durch den Basar. Der Basar ist nicht sehr geschäftig. Es hat viele kleine Läden für alles was man braucht. Wir schauen uns die Masjed-e Hakim an, die älteste Moschee in Esfahan, aber nur der Eingang, der Rest ist neuer. Dann machen wir eine Pause in einem Teehaus, mit Tomaten/Eier-Speise und Brot. Nach ½h gehen wir weiter durch den Basar bis zur Masjed-e Jameh. Der Taj al-Molk Dom ist über 900 Jahre alt. Alles aus Backstein gebaut. Nach ¾h gehen wir zurück. Um den Basar wir gebaut wie verrückt, so entschliessen wir uns, den gleichen Weg zu gehen wie wir gekommen sind. Vom grossen Platz, Naqsh-e Jahan, gehen wir durch schmale Gassen zurück zum Hotel. Um 16h sind wir da. Apero auf der Dachterrasse. Es wird kühl, wir ziehen uns wärmer an, wir sind hier auf 1600müM. Zum Nachtessen gehen wir in das bekannte Restaurant Shahrzad. Da hat es am Anfang noch viele Touristen, später mehr Iraner. Das Essen ist sehr gut. Ich habe eine Art Reis-Auflauf gefüllt mit Poulet-Fleisch. Bea hat Poulet-Fleisch an Wallnuss-Sauce. Nachher gehen wir auf Brücken-Tour. Zuerst zur Pol-s Si-o Seh. Der Fluss ist vermutlich schon lange trocken. Die Brücke hat 33 Bögen, die nachts beleuchtet sind. Es hat viele Leute und es ist ziemlich kühl. Weiter zur 1km flussabwärts gelegenen Pol-e Chubi mit 21 Bögen, aber nicht so schön wie die anderen. 500m weiter unten liegt die schönste der Brücken, die Pol-e Khaju, die auch als Damm benutzt wird, falls es Wasser hat. Sie hat 12 Bögen und in der Mitte auf jeder Seite einen Pavillon. Unter einem der Bögen wird gesungen. Dann machen wir uns auf den Heimweg. Um 24h sind wir zurück im Hotel.

Mo 1.10
Aufstehen 8.45h, Frühstück. Ich will heute meine Internetseite fertigstellen. Bea geht "lädele". Sie kommt um 14h zurück. Da bin ich eben fertig mit den Kommentaren. Noch alle Seiten anpassen und hochladen, dann Emails verschicken. Um 17h ist alles erledigt. Zum Sonnenuntergang Apero auf der Dachterrasse. Zum Nachtessen wollen wir ins Restaurant Arshia aus dem LP. Wir müssen fragen, wo es ist, weil der Plan nicht genau stimmt. Wenn wir davor stehen, merken wir, dass wie da am 2. Abend waren! Also weiter ins Restaurant Bestani. Ich esse eine Art Lamm-Curry mit Reis. Bea Auberginen-Stew. Sehr gut. Ich mache noch Nachtaufnahmen vom grossen Platz. Zum Abschluss ins Arshia auf einen Tee. Um 23.30h schmeisst sie uns raus.

Di 2.10
Aufstehen 8.30h, Frühstück. Nach dem Frühstück Fototermin mit 2 Damen, die durch ihren Bruder fragen liessen, ob sie von uns Fotos machen dürfen. Zum Dank verabschieden sie sich sogar per Handschlag! Wir planen unsere nächste Etappe mit Übernachten in Toudeshk Cho bei Mahammad. Um 11.30h ziehen wir los. Die Moscheen am grossen Platz sind geschlossen bis 13h. So besuchen wir zuerst den Kakh-e Ali Qapu (Palast). Die Terrasse von der man den ganzen Platz überblicken könnte ist nur teilweise offen. Dafür ist das Musik-Zimmer sensationell. Mit vielen Holzboxen, die die Akustik verbessern sollen und sehr schön aussehen.. Wir sind zu früh fertig, so gehen wir noch auf einen teuren Kaffee und Frappé in ein Café. Nach 13h besuchen wir zuerst die Masjed-e Sheikh Lotfollah. Alles mit blauen Kacheln belegt. In der Mitte der perfekten Kuppel ist ein Pfau abgebildet. Je nach Tageszeit hat er einen breiten oder schmalen Schwanz, hervorgerufen durch Spiegelungen des Tageslichts. Ich kaufe eine DVD über Esfahan. Weiter gehen wir zur Masjed-e Shah. Diese ist riesig und ebenfalls mehrheitlich blau. Der Innenhof ist leider mit Tüchern überdeckt, um den Betenden Schatten zu Spenden. Dafür sieht man die Gebäude nicht mehr gut. Sie ist ebenfalls sehr schön. Die grosse Kuppel wird renoviert. In einem Seitenflügel kann man sehen, wie sie nach alter Herstellungsart die Mosaike als Paneele herstellen und dann oben einsetzten. Am Ausgang werden wir von einem Teppich-Händler abgefangen. Mich interessiert das nicht, dafür bekomme ich von ihm einen Anschiss, weil ich ihm den Rücken zudrehe während er auf mich einredet. Bea will trotzdem hin. Nach ½h verschwinde ich. Bea kommt erst ¼h später. Um 15.30h sind wir im Hotel. Eine Stunde später gehen wir nochmals zur Pol-e Khaju (Brücke). Im Abendlicht sieht sie sehr schön aus. Da es im Fluss kein Wasser hat, stehe ich mitten im Flussbett um Fotos zu machen. Wir entschliessen uns den Apero hier zu nehmen. Müssen uns beeilen, um vor Sonnenuntergang bereit zu sein. Wir schaffen es knapp. Süsses & Soft-Ice & Wasser. Um 18h machen wir uns auf den Heimweg. Zuerst dem Fluss entlang, dann quer durchs Quartier, eine ruhige Wohngegend. Im Hotel Fotos kopieren und nummerieren. Zum Nachtessen in ein Restaurant beim grossen Platz, das Bea gesehen hat. Ich Fleisch an Walnuss-Sauce, sehr lange gekocht. Bea Lamm-Kebap. Dazu Reis & Salat vom Buffet. Alles sehr gut, aber teuer (440‘000). Zurück im Hotel Probleme mit dem Internet. Schlussendlich gehe ich in die Lobby um Emails zu lesen und mit Stefan zu telefonieren.

Mi 3.10
Aufstehen 8.45h, Frühstück. Unser Etappenziel ist OK, es hat Platz. Auf meine Frage nach dem Weg, bekomme ich per Email die Antwort "Frag die Leute im Ort nach mir". Ich versuche die DVD zum Laufen zu bringen, erfolglos. Also zurück bringen. Ich erwische den Verkäufer gerade noch vor der Mittagspause. Er will mir erklären, wie einfach das sei. Ich will das Geld zurück. Er gibt es dann auch. Ich muss noch ½h warten bis Bea kommt. Sie geht "lädele", ich zurück ins Hotel. Nach 14h kommt Bea zurück. Um 15.30h machen wir uns auf den Weg. Wir wollen im Hotel Abbasi einen Tee trinken. Das Teehaus ist aber noch geschlossen. So bewundern wir den Garten und gehen dann weiter zur Pol-e Si-o Seh (Brücke). Wir überqueren den "Fluss", um nach Jolfa, dem Armenier-Quartier zu gehen. Da besuchen wir die Kelisa-ye Vank (Betlehem Kathedrale). Eine schöne Kirche mit farbigen Fresken. Zum Nachtessen wollen wir im Hotel Jolfa sein. Das öffnet aber erst um 20h. So trinken wir zuerst einen Kaffee & Panaché, dann kauft Bea einen Englischen Roman und wir streifen durch das erst jetzt so richtig erwachende Quartier. Bei einer Art Dorfplatz trinken wir nochmals etwas. Um 20h Nachtessen im Jolfa. Bea Reisauflauf mit Poulet, ich "Daily Food", d.h. Hausfrauen-Kost, Eintopf mit Fleisch, Bohnen usw. Beides sehr gut (190‘000). Dann schlendern wir nochmals durchs Quartier und nehmen dann ein Taxi zurück zum Hotel. Da braucht Bea noch ihren Kaffee, ich einen Tee. Um 23h sind wir im Bett.

Do 4.10
8.30h aufstehen, Frühstück. Packen und Autoscheiben reinigen, Check-Out. Um 11.45h fahren wir los. Nach ½h sind wir am Stadtrand. Bei Golon Abad tanken wir (50l = 150‘000 = 15 Rp/l). In Kuhpayeh machen wir um 13.30h einen Halt in einem kleinen Restaurant. Wennwir bezahlen wollen, meint der Wirt es sei geschenkt! Um 14h sind wir in Toudeshk und fragen dort einen jungen Mann nach dem Weg. Er führt uns gleich mit dem Motorrad nach Toudeshk Cho. Dort werden wir von Mahammad (26) empfangen und zu seinem Guesthouse (Tak-Taku = Türklopfer) geführt, ebenfalls mit dem Motorrad. Es ist ein sehr einfaches Haus. Innerhalb der Umfassungsmauer hat es mehrere Gebäude aus Lehm-Ziegeln. Mit Küche und verschiedenen Wohnräumen. Unser Zimmer ist sehr gross, hat sogar einen Tisch. Man schläft auf dem Boden, aber wir haben eine Matratze. Wir richten uns ein. Beim Tee frägt Mohammad, ob ich etwas fürs Auto brauche. Ich meine höchstens eine Autowäsche. Er meint also gehen wir. Um 15.30h fahren wir zurück nach Toudeshk, da betreiben 2 Afghanen eine Autowäscherei. Mein Auto wird gründlich gewaschen. Nach ½h ist es fast wie neu. Um 16.30h sind wir zurück. Wir gehen zum Sonnenuntergang auf einen kleinen Hügel ausserhalb des Dorfes, das selbst schon auf 2080müM liegt. Bei Panaché und Chips geniessen wir den Sonnenuntergang. Es geht ein kühler Wind. Sobald die Sonne weg ist, wird es richtig kalt. Im grossen Wohnzimmer werden wir schon erwartet. Die halbe Verwandtschaft ist da. Gegessen wird am Boden. Es gibt Auberginen-Eintopf und Fladenbrot. Sehr gut, was seine Schwägerin gekocht hat. Nachher sitzen wir zusammen und reden viel. Zuerst vor allem über mein Auto und mein Motorrad, das ist hier sehr populär. Mohammad ist sehr neugierig und will wie am Nachmittag viel wissen von uns. Ich telefoniere mit Christina, sie hat Geburtstag und freut sich riesig. Um 21.30h sind wir zurück im Zimmer. Wir telefonieren noch mit Sylvia. Um 22.30h sind wir im Bett. Es ist kalt.

Fr 5.10
Aufstehen 8.45h, Frühstück mit Mahammad vor unserem Zimmer. Das ist der Platz wo man sich draussen trifft. Wir haben zu viel Rial gewechselt. Der ist im freien Fall. Wir klären den EUR-Wechsel-Kurs. Der steht zurzeit auf 45‘500, d.h. der CHF auf etwa 38‘000. Ich habe vor knapp 2 Wochen noch für 26‘000 gewechselt! Um den Schaden in Grenzen zu halten, kaufen wir 1000 EUR. Wir verlieren dabei etwa 500 CHF, aber wenn das so weiter geht, haben wir wenigstens die 1200 CHF auf sicher. Lee ein Chinese aus Hongkong, der zurzeit in Shanghai lebt, kommt als neuer Gast. Zum Mittagessen gibt es sehr gute Teigwaren. Um 15.30h machen wir uns zusammen mit Lee und Mohammad mit einem PW auf den Weg zu den Sanddünen von Vazarneh. Die sind 45km Luftlinie von hier weg. Auf der Strasse sind das dann 70km. Wir sind sehr schnell unterwegs. Nach 1h sind wir da. Wir sind nicht alleine, es hat verschiedene Gruppen da. Es sind sehr schöne Sanddünen, bis zu 60m hoch. Wir steigen barfuss auf eine der höheren hoch. Nach etwa 20 Min sind wir oben. Eine wunderbare Aussicht. Auf der einen Seite die flache Wüste, auf der andern die Dünen. Um 17.30h geht die Sonne unter, ohne Wolken in der Wüste! Auf dem Rückweg werden wir noch zu einem Tee eingeladen. Um 18h fahren wir zurück. Wir werden von der gesamten Verwandtschaft zum Nachtessen erwartet. Nur 1 Schwester fehlt. Seine beiden Brüder und eine der beiden Schwestern, sowie die Eltern sind alle mit ihren Kindern da zum Nachtessen (~30 Personen). Es gibt Lamm-Eintopf mit feingehacktem Lamm und Gemüse. Auch Bohnen hat es darin. Dazu Reis und im Reis gekochte Kartoffelscheiben. Sehr gut. Nachher gemütliches Beisammensitzen. Die Kinder in einem anderen Raum, Frauen in einer Ecke, Männer &  Touristen im Rest des Raumes. Tee & Melonen werden gereicht. Um 22h sind wir im Bett.

Sa 6.10
Aufstehen 8.30h, Lee verabschieden, Frühstück. Dann Wäsche zum Waschen geben und Duschen. "Büro". Mahammad bringt Trauben, später gibt es eine gute Suppe mit Brot. Wir geniessen die Ruhe. Ich plane die weitere Route. Um 16h gehen wir Mahammad auf einen Rundgang durch das Dorf. Er zeigt und das Reservoir und erklärt wie das Wasser unterirdisch aus den Bergen hierher gebracht wurde. Er erzählt wie die Lehm-Häuser gebaut werden. Nach etwa 80cm muss gewartet werden bis alles trocken ist, erst dann kann weiter gebaut werden. Am Schluss sehen wir noch das Waschhaus und wie das Abwasser in die Gärten verteilt wird. Nach 1h sind wir zurück. Costas und Gretchen aus NZ sind eingetroffen. Beide arbeiten zusammen als Geologen in Sambia. 6 Wochen arbeiten, 2 Wochen Ferien. Alle 2 Wochen einen Freitag. Ich zeige ihnen auf einem kurzen Rundgang das Dorf. Um 19h gibt es Nachtessen. Auberginen-Eintopf & Tomaten mit Ei & Brot, das seine Mutter selber bäckt. Sehr gut. Wir reden noch eine Weile. Um 22.30h sind wir im Bett.

So 7.10
Aufstehen 8.30h, Frühstück, dann packen. Beim Bezahlen einigen wir uns auf einen USD-Kurs von 30‘000. Alles zusammen kostet 4‘600‘000 = 230 CHF nach unserer Rechnung. Um 10.30h gehen wir zum Haus seiner Eltern um seiner Schwester Fatima (21) beim Teppichknüpfen zuzuschauen. Sie zeigen es uns sehr genau und Mohammad erklärt uns alles. Wir werden herzlich verabschiedet. Nach ½h sind wir zurück. Um 11.45h fahren wir los. Zuerst hoch zum 15km entfernten 2400müM liegenden Pass. Von da an geht’s leicht bergab. Die Strasse ist 4-spurig und richtungsgetrennt. Na’In umfahren wir, das ist der einzige grössere Ort auf dem Weg nach Ardakan/Meybod. Nach 170km sind wir um 13.45h da. Im Restaurant der Karawanserei essen wir eine Suppe & Pommes und trinken etwas. Dann schauen wir uns die Karawanserei und das Eishaus an. Fahren zur Burg Narin in der Nähe und schauen sie von aussen an, weil sie geschlossen ist. Um 15h fahren wir weiter nach Chak Chak tief in der Wüste. Die Strasse ist 2-spurig, meist schnurgerade mit fantastischer Sicht auf die Berge. Nach 40 Min sind wir an der Abzweigung nach Chak Chak. Es ist aber so schlecht signalisiert und das Navi zeigt die Strasse auch nicht, dass wir erst nach 20 Min herumfahren den richtigen Weg finden. Nach 10 Min sind wir da. Ich steige hoch zum Tempel. Nichts Besonderes wie Mahammad gesagt hat. Bea kommt auch noch hoch, will aber nicht in den Tempel. Nach ½h fahren wir weiter, zurück nach Ardakan. Von da auf der Umfahrung nach Yazd. Die Sonne geht unter. Bea ist begeistert, ich muss mich aufs Fahren konzentrieren. Gegen 18h sind wir am Stadtrand von Yazd. Es ist bereits dunkel. Dank meinen Marken im Navi finden wir das Hotel auf Anhieb, obwohl die Strassen in der Nähe des Hotels nicht im Navi sind. Wir laden aus, nachdem wir das Zimmer bezogen haben. Ich kann das Auto da lassen wo wir gehalten haben, muss es nur anders hinstellen. Ich bin ziemlich müde. Wir sind heute 341km gefahren. Das Hotel Kohan (750‘000 VIP-Room) ist ein traditionelles Hotel mit schönem Innenhof, da trinken wir etwas. Dann rufe ich Muetti & Papi an. Nach 20h gehen wir ins nahe Restaurant Mehr. Zuerst sind wir alleine, doch dann kommt eine grosse Gruppe einheimischer Frauen mit wenigen Männern. Das Essen ist gut. Bea Kebap, ich Linsen-Eintopf & Reis. Zurück im Hotel noch "Büro", dann schlafen.

Mo 8.10
8.30h aufstehen, Frühstück. Das ist nicht überwältigend, aber gut. Nachher planen der weiteren Route. Um 12h gehen wir auf die Suche nach einem Laden und kaufen Chips & Panaché. Dann erkunden wir die Umgebung. Wir landen auf dem LP-Rundgang, schauen uns die Sehenswürdigkeiten aber noch nicht an. Um 13.15h sind wir zurück. Ruhen uns aus. Matt (40) und Nat sind mit dem Velo von London nach Australien unterwegs. Costas und Gretchen sind auch da. So gibt es viel zu hören und erzählen. Um 17h gehen wir auf die Dachterrasse für unseren Sonnenuntergangs-Apero. Man hat eine herrliche Aussicht von hier oben. Nachher Emails. Gegen 20h gehen wir zum Nachtessen ins Silk Road. Das liegt nahe bei der Masjed-e Jameh und dem Mausoleum von Roknaddin, die nachts schön beleuchtet sind. Im Restaurant treffen wir Costas und Gretchen. Zum Essen gibt es Eintopf mit Kamel-Fleisch. Ich mit Stangen-Sellerie, Bea mit Kartoffeln. Beides sehr gut. Zum Dessert Kaffee (Bea) und Konfekt. Gegen 22.30h sind wir zurück. Ich gehe bald schlafen. Bea redet noch mit Leuten im Garten.

Di 9.10
8.30h aufstehen, Frühstück. Wir wollen unseren Aufenthalt um 2 Tage verlängern. Es geht aber nur noch um 1 Nacht. Nachher ist unser Zimmer reserviert. Wir entscheiden die 2.Nacht nach Fahraj zu fahren, 30km von Yazd. Wir reservieren im Hotel Farvardinn. Um 11.15h machen wir uns auf den Weg. Beim Mausoleum lädt uns ein Teppich-Händler auf die Dachterrasse ein. Von da hat man eine gute Sicht auf das Mausoleum und die Moschee. Das Mausoleum ist geschlossen und in der Moschee ist Gebetszeit. So gehen wir weiter zum Basar. Der ist relativ klein. Nach ¼h sind wir schon durch. Weiter zum nahen Chakhmaq Platz. Da besichtigen wir zuerst den Chakhmaq Komplex mit der imposanten Fassade. Unten gibt es kleine Restaurants die Leberspiesschen verkaufen. Leider haben wir keinen Hunger. Danach besuchen wir die Chakhmaq Moschee. Auf der andern Seite des Platzes ist das Wasser-Museum. Da kann man das alte Wasser-System im Untergrund besichtigen. Es ist angenehm kühl hier unten. Der obere Teil ist ein sehr schönes herrschaftliches Haus. Auf dem Rückweg essen wir in einem kleinen Restaurant Salat, dazu 1l Panaché. Dann besuchen wir noch die Masjed-e Jameh. Da wird viel umgebaut. Sie ist gross und imposant und wie hier üblich gegen den grossen Hof offen. Nach 14h sind wir zurück im Hotel. Im Garten trinken wir Tee und geniessen die Ruhe. Um 16h erkunden wir die Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Zuerst das Khan-e Lari, ein Herrschafts-Haus, dann zurück zum Ziaee Platz. Da sehen wir uns Alexanders Prison an, nichts Besonderes. Das Grab der 12 Imane und Hosseinieh sind geschlossen. Um 17h sind wir zurück. Zeit für den Apero auf der Terrasse. Um 20h suchen wir ein Restaurant in der Nähe, finden es aber nicht. So gehen wir zurück ins Hotel und essen da. Auch sehr gut. Um 22h sind wir im Bett.