Tagebuch

Datum 28.07.2012

Di 17.7
8h aufstehen, "Büro". Es stürmt immer noch. 9h Frühstück. Packen, Route planen, Hotel suchen, Scheiben waschen. Um 11.30h fahren wir los. Über schmale Landstrassen Richtung Autobahn. In Maronaia, dem nächsten Dorf, halten wir bei einem kleinen Supermarkt. Andrea kauft einen Ouzo und Mineralwasser. Es stürmt immer noch. Auf der Autobahn haben wir voll Gegenwind. Obwohl ich nur 80km/h fahre gibt es einen Knall, und eine der beiden mit Bruno montierten Kunststoff-Abdeckungen bricht. Wir halten an. Ich breche den oberen Teil endgültig ab. So geht es wieder weiter ohne Lärm. Wir fahren bis Alexandroupoli. Dort suchen wir einen Supermarkt und einen Briefkasten. Stefan kauft einen Tsipouro zum nach Hause mitnehmen. Auf der Autobahn geht es bis zu Grenze. Zwischen dem griechischen und türkischen Zoll  gibt es einen grossen Taxfree-Shop. Da halten wir. Da kaufen wir ein und essen ein gutes Sandwich. Dann weiter zum türkischen Zoll. Zuerst kontrolliert einer unsere Ausweise und gibt uns einen Zettel mit Stempel. Dann anstehen in einer Kolonne von etwa 5 Autos. Man sagt uns wir sollen zu Fuss an einem der Schalter anstehen. Wir werden von einem zum andern weiter geschickt. Ich muss noch die grüne Versicherungs-Karten aus dem Safe holen. Es gibt noch Verwirrungen wegen meinem Töff. Aber schlussendlich klappt es. Wir fahren zum letzten Posten. Der telefoniert und will nachher den Aufbau anschauen. Er ist hell begeistert und wir können einreisen. Das ganze dauerte etwa 40 Min. Wir fahren auf einer schnurgeraden Strasse mit 4 Spuren nach Kesan. Sie ist in einem schlechten Zustand. Um 15.15h sind wir beim 1.Hotel. Das ist voll, das 2.Hotel liegt gleich um die Ecke. Die haben noch Zimmer frei. Im Hotel Sapci Prestige bleiben wir (80/140 EUR). Wir sind hier in einer verblüffend anderen Welt gelandet. Das hätte ich nicht so erwartet, dass 30km nach der Grenze alles so anders ist. Es ist hier bereits wie in Asien. Nach dem Einrichten durchstreifen wir die näher Umgebung. Es gibt hier viele kleine Läden, Restaurants, Teehäuser und Bars. Bei einem Park verkaufen sie an einem Kiosk zwar Bier, aber trinken darf man das in der Öffentlichkeit nicht! In einer kleinen Bar bekommen wir dann unser Bier. Danach in einem anderen Park trinken wir einen der hier üblichen Tee (Cai). Zurück im Hotel steht fest, dass die Klimaanlage im Zimmer von Stefan & Andrea nicht funktioniert. Sie bekommen einen Ventilator. Hier ist es nicht mehr so heiss, und es windet immer noch heftig. Nach 20h gehen wir in ein kleines von der Rezeption empfohlenes Restaurant im 3.Stock. Wir werden sehr freundlich empfangen. Einer der Gäste kann Englisch und hilft uns beim Bestellen bei der Küche. Alles sehr gut. Während des Essens merken wir, dass es hier sogar Bier gibt , sofort bestellen. Nachher gehen wir noch in ein Café auf einer Dachterrasse. Es windet immer noch und ist richtig kühl! Nach dem Bier gehen wir zurück ins Hotel. Ich schlafe bei offenem Fenster ohne Klimaanlage wunderbar.

Mi 18.7
Um 5h ruft der Muezzin von der nahen Moschee! 8h aufstehen, Tagebuch. 9h Frühstück mit grossem Buffet. Zum 1.mal keinen Kaffee! Nachher packen, Route planen usw. Um 11h sind wir bereit, laden das Auto und gehen dann auf den kleinen Markt neben dem Hotel. Gegen 12h fahren wir los. Unterwegs tanken wir zum 1.Mal in der Türkei es ist ziemlich teuer, etwa 3.70 TL. Wir finden eine Tankstelle für 3.45 TL (1.89 CHF). Die Strasse geht meistens schnurgerade aus. Mit Steigungen bis 7% über alle Hügel. Kaum eine Kurve. In Tekirdag kommen wir ans Meer. Von da der Küste entlang bis nach Marmara Ereglisi. Wir fahren zum Hafen und lassen das Auto da stehen um zu Fuss ein Hotel zu suchen. Ein alter Mann gibt uns den Tipp ins Hotel Heraklia zu gehen. Das tun wir auch, für 150 TL eine Suite! Tönt besser als es ist. 2 Zimmer + Bad, ohne Klimaanlage. Die braucen wir auch nicht, weil es immer noch stürmt und die Temperatur dadurch angenehm ist. Im Hotel essen wir etwas. Nachher erkunden wir die Strandpromenade die gleich vor dem Hotel beginnt. Es ist inzwischen 17h. Wir essen ein teures Glace für 5 TL, vermutlich der Touristen-Preis. Am andern Ende trinken wir Tee. Auf dem Rückweg entschliesse ich mich zum Coiffeur zu gehen. Er traut sich nicht so recht die Haare kurz zu schneiden. Aber nach dem 3.Mal "noch kürzer" klappt es dann. Er hat die meiste Zeit einen Papagei auf der Schulter. Ich bekomme den vollen Service mit Haare waschen, Ohren- und Nasenhaare schneiden usw. nach etwa ½h bin ich wie neu (15 TL)! Zurück im Hotel kommen die andern vom "lädele" zurück. Um 20h Apero auf unserem Balkon mit dem Rest der "Nüssli" vom gestrigen Abend im Restaurant. Nachher gehen wir in ein kleines Restaurant die Pide und Kebap haben. Schmeckt gut. Zum Dessert gehen wir in die Patisserie gleich nebenan. Die Blätterteig-Röllchen sind sehr süss. Im Hotel ist ein Live-Konzert im Gange. Unser Zimmer liegt gleich darüber. Auf dem Balkon der letzte Tsipouro. Stefan telefoniert mit Christoph, Marlene(34) ist gestern an Leberkrebs gestorben. Ich telefoniere später noch mit Bea. Um 24h hört die Live-Musik auf.

Do 19.7
8h aufstehen und packen. 9h Frühstück. Nachher am Auto wieder einmal Schrauben nachziehen, die sich auf dem Dach gelöst haben. Um 11.30h fahren wir los. Es stürmt immer noch. So fahre ich meistens mit etwa 80km/h. Der Verkehr wird immer dichter, je näher wir Istanbul kommen. Bei der 1.Zahlstelle auf der Autobahn wissen wir nicht was zu tun ist. Da sie keine Barriere hat, fahren wir mal weiter. Bei der Ausfahrt hat es aber dann Barrieren. Was nun? Über Lautsprecher bekommen wir ziemlich unverständliche Anweisungen. Irgendetwas von Karte kaufen und Office. Ich fahre etwas zurück an den Rand. Da steht tatsächlich ein kleines Haus mit Office. Ein Mann kommt uns entgegen und entschuldigt sich für sein schlechtes Englisch. Wir kaufen eine Karte für 50 TL. Davon 45 TL zum Bezahlen. Die 1.Teilstrecke kostet 7.25 TL weil wir keine Karte hatten, sonst hätte sie 2.25 gekostet. Nachher geht es über kleine Strassen nach Karaburun. Wir fahren durch Hügel mit sehr vielen militärischen Anlagen. Gegen 13h sind wir in Karaburun. Ein kleines Dorf mit Hafen und langem Sandstrand. Hotels und Pensionen gibt es fast keine, nur Ferienwohnungen. Alles ist ein wenig heruntergekommen. In der Pension Karam bleiben wir. Ein 3-er-Zimmer für 150 TL die im Voraus bezahlt werden müssen. Dafür gibt es ein Schwimmbad, das die ganze lange des Hotels einnimmt und sehr schön und gepflegt ist. Im Gegensatz zu den Zimmern. Es ist 14h, Zeit etwas zu essen. Im Hotel gibt es Bier & Salat. Der Strand ist wegen des Sturmes und den hohen Wellen gesperrt. So gehen wir in den Pool zum Schwimmen. Unser "Dolmetscher", der einzige der Englisch kann im Hotel, bringt uns Trauben und Melonen an den Pool. Nachher gehen wir den Strand entlang bis zum Hafen. Da vorne baden sie trotz hohen Wellen. Auf dem Rückweg halten wir Ausschau nach einem Restaurant fürs Nachessen. In einem trinken wir Tee. Im Hotel reparieren wir die gebrochenen Kunststoff-Scheiben an der Rückwand des Autos mit Klebeband, bevor sie ganz kaputt gehen. Der Ölstand ist immer noch fast auf dem Maximum. Im Hotel Apero auf dem Balkon mit Blick auf Meer und Strasse. Nach 20h gehen wir Nachtessen. Im Restaurant das wir ausgesucht haben gibt es nur Fisch oder Köfte (Hackfleischplätzchen). Wir bleiben, der Wirt macht für Stefan einen riesen Salat, für alle Käse + Tomaten + Oliven + Peperoni zur Vorspeise. Köfte wird mit Reis serviert, wir haben Patates bestellt, so bekommen wir beides. Schmeckt gut, nur Stefan bekommt den "Tomaten-Gurken-Salat-Koller". Im Hotel noch einen Schlummer-Whisky. Ich telefoniere noch mit Elena. Nachher "Büro". Da fällt der Strom aus, kein Licht im ganzen Ort.

Fr 20.7
8h aufstehen, Tagebuch auf dem Balkon. Es stürmt immer noch. Nachher Frühstück und packen. Um 10.30h fahren wir los. Wir fahren einen andern Weg, um den ganzen Strand zu sehen. In Arnavutköy graben sie den halben Ort um, natürlich ohne Umleitungsschilder. Wir finden den Weg nach 2 Mal rückwärtsfahren doch noch. Ich streife selbst mit meinem Kleinlaster einmal eine Bodenwelle mit der Vorderachse. Die weitere Fahrt verläuft meist problemlos auf einer breiten 4-spurigen Strasse. Aber zwischendurch gibt es etwa 4 Mal eine Baustelle von etwa 200m ohne Teer Belag. Je näher wir Istanbul kommen, umso dichter wird der Verkehr. In Istanbul selbst kommt er dann ins Stocken. Für die letzten 2km brauchen wir ½h. In der Altstadt steht alles. Um 12.30h sind wir sind wir beim Burckin Hotel. Zuerst gibt es Diskussionen wegen meinem Auto. Sie haben keinen Kleinlaster erwartet, obwohl 2 Parkplätze reserviert wurden. Nachdem sie sehen, dass Busse problemlos vorbeifahren können, geht es dann doch. Es ist ein sehr schönes Hotel mit super Aussicht von der Dachterrasse und idealer Lage. 5 Min zur Blauen Moschee und Aya Sofya. Einrichten, nachher zum Mittagessen in der Nähe, in einer Nebenstrasse (Cercim). Nachher wollen wir die Stadt vom Schiff aus erkunden. Die Linienschiffe verkehren aber nur Asien - Europa, keine Längsfahrten. So müssen wir wohl oder übel ein Touristenboot nehmen.  In der Nähe der Galata Brücke wimmelt es von Ticketverkäufern. Die Preise variieren von 20 EUR bis 10 TL. Alle wollen einem per Bus zur Anlegestelle bringen, das sind 200m! Sicher auf Umwegen mit Touristen-Shops. Wir gehen direkt zum Boot. Da kostet es 10TL. Unser Boot fährt erst um 16h, so müssen wir fast 45 Min warten. Wir fahren die Westseite (Europa) hoch bis zur 2.Brücke, dann auf der Ostseite (Asien) wieder zurück. Es ist eine schöne Fahrt mit vielen Eindrücken. Paläste, Hängebrücken, viele schöne Holzhäuser. Nach 1½h sind wir zurück. Den Weg zurück zum Hotel suchen wir durch den Bazar-Bezirk. Viele Geschäfte schliessen um diese Zeit. Weit und breit kein Bier. Erst kurz vor dem Hotel werden wir fündig. Um 20.30h Apero auf der Dachterrasse. Ein Glas Weisswein kostet 4 EUR (9 TL), schmeckt gut und die Aussicht ist perfekt. Sie schreiben die Preise in EUR an, können aber kein Rückgeld geben. Unser Barmann verschwindet kaum hat der Muezzin den Sonnenuntergang verkündet. Seit heute ist Ramadan, und er will jetzt etwas essen. Die Rezeption empfiehlt uns ein kleines Restaurant, 50m vom Hotel entfernt. Schmeckt sehr gut. Gleich nebenan trinken wir noch ein Bier. Zurück im Hotel gehen wir nochmals auf die Dachterrasse. Mein Zimmer liegt im 6.Stock, gleich unter der Terrasse. Leute kommen und gehen bis spät (früh).

Sa 21.7
M 7h beginnt das Frühstück auf der Dachterrasse mit Musik mit viel Bass. Schon bin ich wach, schlafe aber wieder ein. Kurz vor 9h erwache ich. Zum Frühstück auf die Terrasse. Das Buffet ist etwas unorganisiert, aber sehr gut. Nur den Kaffee aus der Maschine meide ich. Nach 11h ziehen wir los. Zuerst in die "Blaue Moschee". Die ist sehr schön. Wir können bis zum Gebetsraum. Nur während der Gebetszeit ist das Fotografieren verboten. Es hat viele Touristen. Am separaten Eingang für Touristen gibt es Tücher für die die nicht richtig angezogen sind und Plastiksäcke für die Schuhe. Die Moschee ist riesig und sehr schön, auch innen. Nachher gehen wir zur Aya Sofya. Die besuchen wir aber nicht, sondern nur die Mausoleen an der Ostseite. Dann geht es zum Topkapi Palast. Unterwegs vile Hndler und Ticketverkäufer für allerlei. Der Eintritt kostet 25 TL. Die Gebäude sind schön, aber nicht in einem guten Zustand. Die Schatzkammer ist neu eingerichtet mit modernen Vitrinen. Es hat sehr viele Leute und man darf nicht fotografieren. Wir sind unter diesen Umständen ziemlich schnell durch. Am besten gefällt mir der "Vierte Garten" mit den "kleinen" Gebäuden (Kiosk). Zum Abschluss besuchen wir den Harem, obwohl wir nochmals 15 TL Eintritt bezahlen müssen. Es ist nicht schlecht, aber wir haben in Indien Schöneres gesehen. Um 15h haben wir es und sind wir geschafft. Im Gülhane Park suchen wir ein Restaurant. Ganz am anderen Ende gibt es ein Café mit schöner Aussicht auf den Bosporus. Da essen wir eine sehr gute gefüllte Kartoffel. Auf dem Rückweg trinken wir im Cheers Hostel das hart verdiente Bier. Bis wir im Hotel sind ist es 18h. Ich ziehe in mein neues Zimmer im 5.Stock um, da sind auch Stefan & Andrea untergebracht. Um 20h Apero in meinem Zimmer. Nachher zurück zum Gülhane Park. Da ist das vom LP empfohlene Restaurant Ziya. Es ist leider voll besetzt. So suchen wir ein anderes. Von dem wissen wir nur die Strasse, aber nicht den Namen (Pasazade). Da gibt es viele Restaurants, mehrere brüsten sich mit LP, sind aber 2012 nicht drin. Wir suchen uns ein schönes relativ teures aus (Özler). Nur das Bier ist billig (6 TL/5dl). Wir sitzen im Garten, das Essen ist sehr gut. Weil der Chef die Videokamera neu gerichtet hat, und wir auf dem Bild sind, gibt es ein gratis Dessert. Zurück im Hotel noch auf die Dachterrasse, dann todmüde ins Bett.

So 22.7
8h aufstehen und Tagebuch. 9h Frühstück auf der Terrasse. Nachher "Büro“. Stefan & Andrea gehen zur Aya Sofya und den "Basilca Cistern", ein altes unterirdisches Reservoir. Das werde ich dann mit Elena anschauen gehen. Ich schreibe mein elektronisches Tagebuch. Nach 14h kommen sie zurück. Wir gehen zusammen Mittagessen. Nachher gehen wir zur Anlegestelle bei der Galata Brücke (Eminönü). Mit der Fähre fahren wir nach Asien (Üsküdar). Es kostet 2 TL und dauert 15 Min. Wir erkunden die Umgebung, essen ein Glace und suchen vergeblich ein Restaurant mit Bier. So trinken wir in einem schönen Restaurant Tee & Wasser. Es gibt da einem schönen Markt und einen Migros-Laden! Den müssen wir natürlich besuchen. Dann machen wir uns auf den Rückweg. Am Pier versuchen uns 2 Kinder hereinzulegen, indem sie den Ticket(Jeton)-Automaten lahmlegen, nachdem wir Geld eingeworfen haben. Ich befördere den Jungen ziemlich unsanft weg und hole Hilfe beim Personal. Der schltet den Automaten wieder ein und wir bekommen unsere Jetons. Um 18.50h fahrt die Fähre ab. Da es schon spät ist, beschliessen wir nicht mehr ins Hotel zurück zu gehen. Wir wollen im Restaurant Ziya, das gestern voll, war reservieren. Während des Ramadan gibt es da nur ein Menu mit 6 Gängen für 49 TL. Das ist den anderen zuviel und vegetarisch ist auch ein Problem. Wir gehen ins Cheers Hostel auf ein Bier und fragen da nach einem guten Restaurant. Er empfiehlt uns das "Anatolia" in der Nähe unseres Hotels. Da gehen wir auch hin. Wir haben Glück, die letzten Plätze. Das Essen ist sehr gut, und es gibt auch Bier. Zum Abschluss bieten sie uns Apfel-Tee an. Schmeckt wie heisser Apfelsaft. Nach 23h sind wir im Hotel.

Mo 23.7
Aufstehen 8h, "Büro", 9h Frühstück. Nach 10.30h ziehen wir los. Zu Fuss zum grossen Basar, der liegt auch nahe beim Hotel. Wir halten uns an den von LP vorgeschlagenen Rundgang. Der Basar ist schön, aber sehr touristisch, schon fast wie ein Warenhaus wie Jelmoli. Nichts von einem Basar wie ich ihn mir vorstelle. Nach einer Stunde sind wir durch. Bei der Beyatit Moschee trinken wir einen Tee und besuchen nachher die Moschee. Nachher besuchen wir den Markt ausserhalb des Basars. Dann wieder zurück in den Basar. Andrea will einkaufen. Nach einiger Zeit trennen wir uns. Ich gehe Richtung Gewürz Markt bei der Galata Brücke. Der Gewürz Markt ist schön, aber auch sehr touristisch. Die Gassen rundherum mit den vielen kleinen Läden, gefallen mir viel besser. Da wird alles zum täglichen Leben verkauft. Hier kaufen die Einheimischen ein. Ich gehe auf die Suche nach einer Strassenkarte der Türkei. In einer Papeterie geben sie mir den Tipp, wo ich so was finden könnte. Es ist etwas ausserhalb des Basar-Bezirks, nahe dem grossen Postamt. Da find ich einen Strassen-Atlas. Um 15h treffen wir uns beim Gewürzmarkt. Zum Essen gehen wir in eine Art Bäckerei. Schmeckt gut, etwas Ähnliches wie Strudel. Nachher trennen wir uns wieder. Die andern gehen Einkaufen, ich gehe quer durch den Basar-Bezirk zurück ins Hotel. Da kopiere ich die Bilder von Stefan, wieder ziemlich mühsam. Nach 19h kommen die andern zurück. Um 20h Apero in meinem Zimmer. Danach suchen wir ein Restaurant zum Nachtessen. In einer schmalen Gasse sieht es aus wie ein Restaurant. Ich gehe hin und frage. Es ist ein Ramadan-Essen und wir werden eingeladen! Die meisten sind schon fertig mit Essen und gehen. Am Schluss sitzen wir fast alleine da. Es gibt Kichererbsen-Suppe frischen Salat und Reis. Suppe und Salat sind sehr gut. Dazu ein sehr gutes Brot, das es nur während des Ramadan gibt. Wir dürfen nichts bezahlen, werden sogar für den nächsten Abend wieder eingeladen! Auf dem Heimweg noch ein Bier im "Anatolia".

Di 24.7
8h aufstehen, "Büro". 9h Frühstück. Nachher nochmals "Büro". Ich verlängere meinen Aufenthalt im Hotel bis zum 31.Juli, also total 11 Nächte in Istanbul. Nach 11h gehen wir zu Fuss zur Universität von Istanbul. Die liegt in einem schönen Park. Gleich dahinter liegt die Süleymaniye Moschee. Die ist riesig und mit relativ einfachen Muster verziert. So kommt der eigentliche Bau gut zur Geltung. Auf dem (Um)Weg zur Sezade Moschee kommen wir durch ein Quartier mit vielen Holzhäusern. Die einen sind neu oder gut gepflegt, die andern verfallen. In einem kleinen Restaurant essen wir etwas. Das interessanteste an der Sezade Moschee ist, das wir trotz Gebetzeit hinein dürfen. So sehen wir einmal wie das zugeht. Die Moschee ist auch gross und einfach gehalten. Die Rüstem Pasa Moschee liegt nahe beim Gewürzmarkt. Gut versteckt im 1.Stock. Wir finden sie dank LP und Nokia-Navi auf Anhieb. Sie ist mit blauen Kacheln mit verschiedenen Mustern verziert. Stefan & Andrea gehen auf Einkauftour. Ich trinke ein Bier ohne Alkohol und warte nachher in der Bäckerei von gestern auf sie. Stefan hat sich eine neue Uhr gekauft, da die gefälschte Casio die er vor einigen Tagen gekauft hat pro Tag 5 Min vorgeht. Um 15.30h fahren wir mit Tram und unterirdischer Standseilbahn zum Taksim Platz. Ein riesiger Platz ohne Charme, dafür viel Verkehr. Ich schaue wo die Busse zum Flughafen Gökcen abfahren. Elena wird da ankommen. Nachher suchen wir einen CD-Laden. Stefan und ich kaufen je eine CD. Anhören können wir sie aber nicht. Durch die Einkaufsstrasse fährt ein altes Tram. Stefan kauf sich noch einen Sonnenhut. Seinen hat er liegen gelassen. Auf dem Weg zum Tram kaufen wir noch eine Flasche Weisswein für den Apero. Nach einer Stunde fahren wir zurück. Die andern gehen nochmals "lädele". Ich kopiere die restlichen Bilder und telefoniere mit Picho. Er hat riesige Freude, dass es uns im Hotel das er organisiert hat, gut gefällt. Um 19.30h Apero in meinem Zimmer. Nachher gehen wir noch einmal ins "Anatolia" zum Nachtessen. Es ist wieder sehr gut. Zum Abschluss einen dieser sehr süssen Blätterteig-Gebäcke mit Glace. Dazu Raki & türkischen Brandy. Im Hotel kopiere ich noch die letzten Bilder auf den USB-Stick von Stefan und kontrolliere ob alles stimmt. Wir haben zusammen 2650 Bilder gemacht und sind 1932km in 15 Teilstrecken gefahren! Nachher telefoniere ich noch mit Bea.

Mi 25.7
8h aufstehen, "Büro". 9h Frühstück. Nachher packen Stefan & Andrea. Ich suche das Material zusammen, das ich Stefan nach Hause mitgeben will. Reiseführer, Katen usw. von Italien und Griechenland. Mein Auto ist so zugeparkt, dass ich zuerst 40cm bis zum Poller vorfahren muss, damit ich die hintere Tür öffnen kann. Natürlich ein Grieche! Um 11.30h machen wir uns auf den Weg zum Tram. Stefan holt noch Geld um mich auszubezahlen. Dann der grosse Abschied. Sie kehren zurück in die Schweiz. Auf dem Rückweg gehe ich noch bei einer Wäscherei vorbei um abzuklären wie das so geht hier (6 TL/kg). Im Hotel schreibe ich an meinem elektronischen Tagebuch. Nach 2h höre ich auf. Ich will mit der Halic-Fähre (Goldenhorn) nach Eyüp fahren. Gehe zu Fuss zur Anlegestelle hinter der Galata Brücke. Da sagt mir einer sie sei eingestellt. Ich glaube im nicht. Aber es ist tatsächlich so, ab dem 16.Juli für 1 Monat. Pech gehabt. So fahre ich mit der Auto-Fähre nach Harem. Da erkundige ich mich, ob es einen Bus zum Flughafen Gökcen gibt. Gibt es nicht, aber ab Kadiköy. Ich fahre mit der gleichen Fähre wieder gratis zurück, da ich das Gelände nicht verlassen habe. Auf dem Rückweg esse ich einen "Käse-Strudel“, dazu Zitronensaft mit Wasser. Etwas weiter im Restaurant Özler ein Bier für 6 TL/5dl. Da waren wir schon einmal zum Nachtessen. Zurück im Hotel Duschen, rasieren usw. Nachher weiter am elektronischen Tagebuch. Gegen 20h zum Apero mit Weisswein auf die Dachterrasse. Zurück im Zimmer schaue ich wieder einmal die Tageschau. Zum Nachtessen ins Restaurant Cercim, da waren wir am 1.Tag zum Mittagessen. Das Essen ist gut, er hat aber keinen Reis oder Pommes mehr. Dafür rundet er beim Bezahlen grosszügig auf. Das ist hier allgemein üblich und ziemlich ärgerlich, sie haben angeblich nie Kleingeld! Auf dem Rückweg ein Bier bei "Speedy Gonzales", dazu Live Musik. Er spielt Gitarre und singt ziemlich gut. Im Hotel schaue ich noch 10vor10 und telefoniere mit Stefan. Sie sind gut angekommen in der Schweiz.

Do 26.7
Nach 8h aufstehen, nachher Frühstück. Zum 1.Mal einen Schattenplatz. Dann bringe ich die Wäsche zum Waschen. Zurück ist elektronisches Tagebuch auf dem Plan. Um 13h habe ich es geschafft, es ist nachgeführt! Ich gehe zu Fuss Richtung Süden. Ich will da ans Meer gehen. Dabei komme ich an einer Moschee vorbei. Ich gehe nicht hinein, weil Gebetszeit ist. Später merke ich, dass es die "kleine Aya Sofya“ war. Am Meer gibt es einen kleinen Park. Sehr friedlich, die Leute liegen am Schatten und machen Mittagspause. Ich trinke zwei Tees bei einem fliegenden Händler. Nachher gehe ich dem Meer entlang nach Kumkapi. Einige sind hier am Schwimmen, obwohl hier das Ufer mit Felsblöcken verbaut ist. An einigen Orten kann man mit einem Luftgewehr auf Ballone, Büchsen und Flaschen schiessen. Eigentlich will ich mit der Fähre zurückfahren. Aber hier verkehren nur grosse Autofähren. So nehme ich den Zug, mal was Neues. Auf dem Weg zum Hotel will ich im "Özler" etwas kleines essen. Der bestellte Thon-Salat ist riesig, aber sehr gut. Das Bier sowieso. Nachher hole ich meine Wäsche. Ich suche Chips für den Apero. Dabei komme ich durch ein Quartier in dem Schuhe und Lederwaren hergestellt und verkauft werden. Ich bin sicher ½h unterwegs. Schlussendlich finde ich einen kleinen Supermarkt ganz in der Nähe des Hotels. Nachher beginne ich die Bilder zu sortieren für die Internetseite. Um 20h gehe ich in den kleinen Park beim Hotel zum Apero mit gut getarntem Whisky und Chips. Um den Park betreiben sie einen Parkplatz. Gegen 20.30h stellen die Parkplatz-Angestellten einen Tisch auf und schaffen Essen und Trinken herbei. Mit dem ersten Ton des Muezzins beginnen sie zu Essen. Ich gehe in ein Restaurant in der Nähe. Das Bier kommt erst nach der Suppe, weil es viele "Ramadan-Esser" hat und er mir das Bier erst serviert wenn die gegangen sind. Zum Glück essen die hier schnell. Das Essen ist gut. Zurück im Hotel erstelle ich die Weg-Datei für GoogleEarth und plane die Route für die Weiterfahrt.